Das ist ja der Punkt. Wir kennen die Nebenwirkungen von Impfstoffen für Kinder auch nicht. Es gibt sie gerade mal seit einem Jahr.
Wäre es da nicht sinnvoller, erst einmal abzuwarten, mit was Kinder überhaupt geimpft werden können, bevor man wegen ungelegter Eier die Fassung verliert?
Alle Impfstoffe wurden per Notflal zugelassen, das darf man nicht vergessen.
Durch Wiederholung wird es nicht richtiger. Was meinst du denn, warum wir hier noch auf Impfstoffe warten mussten, die beispielsweise in den USA, Großbritannien und Kanada bereits eingesetzt wurden?
Ganz einfach: In der EU ist so etwas nicht vorgesehen. Man kann das Red Tape reduzieren und Zulassungsbehörden anweisen, den
behördlichen Teil zu priorisieren, aber ein verkürztes medizinisches Zulassungsverfahren (vulgo: Notfallzulassung) ist gesetzlich nicht möglich.
Jedes Arzneimittel kann Nebenwirkungen haben, aber da muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen: Ich nehme beispielsweise
dreimal täglich ein Medikament ein, dessen Auflistung von Nebenwirkungen zwei Drittel des Beipackzettels einnimmt; davon knapp eine Seite häufiger und/oder schwerer Nebenwirkungen. Das Medikament nicht einzunehmen würde mich nicht gleich umbringen, sondern "nur" meine Lebensqualität massiv einschränken, aber ich nehme es trotzdem, weil mich ein Großteil der Nebenwirkungen gar nichts interessieren muss, da ich nicht zu den Risikogruppen gehöre.
Und so ist es auch mit Impfungen. Es geht nicht um Alters-, sondern um Risikogruppen und/oder individuell und ärztlich abzuklärende Risiken. Um Altersgruppen geht es in diesem speezifischen Fall nur deshalb, weil noch gar kein Impfstoff für diese Gruppe bereit steht - und das deshalb, weil man lange irrtümlich annahm, es bestünde keine Notwendigkeit dafür. Der Kenntnisstand verändert sich aber, und damit auch der Bedarf.
Dann geht es um die Risikoabschätzung. Für Leute ab 30+ ist Covid-19 wie ein russisches Roulette, da ist der experimetelle Impfstoff vorzuziehen. Ein gesundes Kind hat so gut wie gar nichts zu befürchten.
Und wieder: Du behauptest es nur, aber du
weißt es nicht; geschweige denn, dass du es belegen könntest.
Nach euren Willen sollte aber möglichst jedes Kind geimpft werden.
Der Satz sagt doch schon alles. Du hast dir eine homogene Feindgruppe konstruiert, der du eine Absicht unterstellst, die so überhaupt nicht existiert.
Es geht es darum Kindern und Jugendlichen überhaupt erst ein Impfangebot machen zu können. Und selbstverständlich wird auch in der Altersgruppe unter 16 Jahren niemand geimpft, für den das Risiko durch Impfung das Risiko durch Covid-19 überwiegt.
Umgekehrt wird ein Schuh daraus:
Du willst, dass
gar kein Kind geimpft wird, gänzlich ungeachtet der individuellen Risikobewertung.
Darüber, ob du zu einer Gruppe gehörst, die das genauso sieht, spekuliere ich nicht, jedoch kann ich feststellen, dass das viel anmaßender ist als das, was du ohne jede Basis unterstellst.
Und es wird um so absurder, wenn man bedenkt, dass es auch Kinder gibt, bei denen die Risiken aufgrund einer Vorbelastung stark erhöht sind; sei es durch Atemwegserkrankungen, Diabetes, Adipositas etc.. - Und damit sind wir wieder an dem Punkt, dass ein Impfstoff für diese Altersgruppe erst einmal vorhanden sein müsste. Wo und wann es sinnvoll ist, ihn zu verabreichen, sollte man dann vielleicht den jeweiligen Kinderärzten überlassen, und die endgültige Entscheidung den Erziehungsberechtigten. Findest du nicht auch?
Nochmals, Kinder können für sich nicht entscheiden. Sie werden aber dazu veranlasst, sich mit einem experimentellen Impfstoff zu impfen
Kinder werden zu gar nichts veranlasst, eben
weil sie nicht mündig sind. Die Entscheidung treffen die Erwachsenen; sowohl für sich selbst als auch für ihre Kinder.
Nach deinem Willen müssten sie das tun, um im Sandkasten mit anderen Kindern spielen zu können

Geht es noch? Nochmals, wer Schiss vor dem Virus hat, sollte sich selbst um seine Impfung kümmern.
Eben das können Kinder, wie du oben selbst festgestellt hast, nicht.
Sie können weder die allgemeine Gefahr einschätzen noch für sich selbst eine spezifische Risikobewertung durchführen.
Unglückliches Beispiel, der Übertragunsweg macht den Unterschied. Mensch zu Mensch Übertragung ist bei der Beulenpest äußerst umständlich.
Wie es von Mensch zu Mensch geht ist für das von dir unterstellte Potential komplett unerheblich. Entscheidend wäre, wie es von Ratte zu Mensch kommt.
Ich für meinen Teil knutsche nicht mit Ratten und auch nicht mit Leuten, die das tun. Wie also soll das (auch hier lediglich unterstellte) stille Potential der Ratte zu mir kommen? Selbst Rattenbisse und Verschmutzungen durch Ratten im menschlichen Lebensbereich sind die absolute Ausnahme.
Und das Schönste ist: Wenn ich erfolgreich immunisiert bin, kann es mir erst einmal schnurzpiepegal sein, wenn ich einen der raren Kontakte mit Ratten haben sollte, der zu einer Übertragung führen könnte. Selbst wenn das Virus innerhalb der Rattenpopulation fleißig mutiert, ist das nichts ansatzweise das gleiche Potential wie bei einer eine vorsätzlich (und grundlos) komplett ausgesparten Bevölkerungs-/Altersgruppe, deren Lebensbereich sich mit meinem
gewollt überschneidet.
Übrigens kann man die Rattenpopulation brutal-effizient verringern, wenn das erforderlich sein sollte. Bei Kindern will man das (hoffentlich) gar nicht erst.
Das mit dem Tunnelblick habe ich schon erwähnt, denke ich.. Ich nutze lieber meinen gesunden Verstand.
Ist recht. Auf eine hergeholte Behauptung mehr oder weniger kommt's ja nun auch nicht mehr an.
