Da trifft dein Wunschdenken ganz hart auf die AfD-Wählerrealität. Nimm lieber mal an, dass es so ist und erfreue dich daran, sollten die Kritiker wirklich falschliegen. Darauf bauen würde ich allerdings nicht.
Wenn er nur nach genau einem Thema fragt, könnte er noch Glück haben. Kaum ein AFD-Wähler scheint alle Positionen seiner Partei zu kennen (machen ja nicht mal die Wähler anderer Parteien), vermutlich nicht mal die Mehrheit, und Abtreibung war bislang ein eher obskurer Aspekt. Da sollte es leicht sein, Lücken zu finden. Aber das heißt halt nicht, dass AFD-Wähler gar keine menschenverachtende/demokratiefeindliche AFD-Positionen kennen. Ganz im Gegenteil. Die wählen sie eben genau deswegen.
Ist das nicht typisch? Jeder mit anderer Meinung ist ein Nazi...kann ja jeder für sich selbst entscjeiden, wer der eigentlich Bekloppte ist.
Das trifft auch auf den Begriff "links-grün versifft" und solche Scherze zu...die Leute sind nur noch am gegenseitgen beleidigen interessiert.
"Nazi" ist eine Kurzform für Personen mit national-sozialistischem Gedankengut, die sogar als Selbstbezeichnung verwendet wird. Genau wie "Terrorist" oder "Antisemit" somit in ettlichen Fällen keine Beleidigung, sondern eine sachlich treffende Feststellung.
"... versifft" ist dagegen immer nur Diffamierung, wenn man inhaltlich nichts mehr zu sagen hat.
(Anm. an der Stelle: Wobei "national sozialistisch" in der Regel eine Falschbezeichnung ist und auch historisch war. Statt Produktionsmittel zu verstaatlichen entsprach die Rechtslage des dritten Reichs eher einer nationalisierten sozialen Marktwirtschaft. Aber "Nazmw" spricht sich halt blöd und da Nazis bislang nirgendwo anders ihre Phatansien in der Konsequenz umsetzen konnten, hat sich der dem Wortlaut nach falsche Eigenname halt als Einzelbezeichnung für rassistischen Faschismus eingeprägt. Zumindest in dem Teil der Welt, der allgemein ein Problem mit Sozialismus hatte.)
Unter anderem. Wobei die AfD sicher auch kein Problem damit hätte, wenn es Polen, Franzosen oder Türken sind, die in einer Familie leben.
Wenn die Polen, Franzosen oder Türken das in Deutschland machen, haben Spitzenpolitiker der AFD offensichtlich sehr wohl ein Problem damit und planen die Deportierung. Das gilt sogar dann, wenn die vermeintlichen ""Türken"" in Deutschland geboren sind, ihr ganzes Leben in Deutschland verbracht haben und ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, genau wie ihre Eltern, aber halt keine AFD-konformen Meinungen vertreten.
Traditionen sind Antworten auf Probleme, die wir vergessen haben.
Und ein Problem, dass so unwichtig geworden ist, dass man es vergisst, braucht offensichtlich gar keine Lösung mehr.
Umgekehrt sind veraltete, irrationale, festgefahrene Routinen ihrerseits immer wieder Probleme, die gelöst werden müssen.
Parlamentariern, die gegen die AfD sind.
Ah, ist das diese Demokratie-Feindlichkeit, über die sich hier kürzlich ein gewisser "Sinuspass" beschwert hat? "Wenn Leute nicht so abstimmen, wie ich das für richtig halte, ist das nicht demokratisch."
Eine Geburtenrate von 1,3 (und fallend) ist eine demografische Katastrophe
In dieser Pauschalität einfach nur falsch. Und je nach Bedingungen kann sie sogar wünschenswert sein.
Das Oberste Gericht hat den Fall "Roe vs. Wade" aufgehoben und hat die Regelungen an die Bundesstaaten verwiesen und da die Richter des Obersten Gerichtes auf Lebenszeit" gewählt sind und im Moment die Konservativen die Mehrheit haben, wissen die US Bürger, das mind. 2 neue Richter ernannt werden müssen, bis sich das wieder ändern könnte. Insoweit spielte das bei den Wahlen keine Hauptrolle, weil auch Harris als Präsidentin das nicht gegen das Oberste Gericht durchsetzen könnte.
Ehe hier über die USA verbreitete Falschaussagen bei irgendwem hängen bleiben:
Natürlich darf man auch in den USA Gesetze erlassen, die Abtreibungen erlauben. Roe vs Wade hat lediglich ein entsprechendes Grundrecht direkt aus US-Verfassung abgeleitet. Mit der Aufhebung dieses Urteils fehlt eine übergeordnete Regelung, aber nichts und niemand verbietet entsprechende Gesetze - außer den US-Wählern, die Politikern, die eine Neuregelung einführen wollten, den Laufpass gegeben haben.