Die Problematik ist zunächst dann vorhanden, wenn wir über ein bemanntes Vehikel reden.
Technologisch ist der Staustrahlantrieb bei ca. 5 Mach an der technischen Grenze, darüber geht eigentlich nur Raketenantrieb und der ist nicht auf Dauerbetrieb ausgelegt.
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Bei solchen Geschwindigkeiten ist ein Konzept mit Dauerbetrieb ohnehin nur noch bedingt zu erwarten:
Die SR-71 war ein fliegender Treibstofftank und wie Don schon angemerkt hat, ist Man heute nicht wesentlich weiter, was das Luftwiderstand/Volumen-Verhältnis so eines Designs angeht. Den Piloten einzusparen und miniaturisierte Aufklärungseinrichtung bringt ein Bisschen was, aber die gestiegenen Stealthanforderungen fressen das ganz schnell wieder auf. Wenn der Vogel mit der doppelten Geschwindigkeit = dem vierfachen Energieverbrauch der SR-71 fliegen soll, braucht er ein viermal besseres Frontfläche/Volumenverhältnis, also pro Wiederstand die vierfache Spritmenge. Dafür muss er 4³ mal so groß ausfallen bzw. aufgrund der parallel steigenden sturkturellen Masse eher 5³ mal so groß.
Aber "gleiche Reichweite" reicht ja nicht einmal näherungsweise. Die SR-71 konnte über weite Teile der Sowjetunion geradeaus rüber und hatte dann eine vergleichsweise kurze freihängende Strecke zwischen dem letzten Refuel über Europa und dem nächsten in kanadischem oder international-pazifischen Luftraum (oder umgekehrt). Ich komme auf maximal 6000 km für die kontinentalsten Teile Südrusslands, aber ich glaube die spielten zu Konstruktionszeiten der SR-71 nicht einmal eine Rolle. Wer dagegen geradewegs über China hinwegjetten will, braucht Sprit für mindestens 9000 km, ehe er wieder in nicht-unfreundlichem Luftraum ist. Da diese weiteren 50% Treibstoff den gesamten ersten Teil des Fluges mitgeschleppt werden müssen, wird die Kiste 6³ mal so groß - oder noch mehr, weil man das Radarecho eines derartigen Monstern noch mehr Kompromisse zugunsten von Stealth wieder reduzieren muss.
Da sich hypersonische Kreuzfahrtschiffe von bislang nicht materialisiert haben, ist ein kontinuierliches Betriebskonzept praktisch ausgeschlossen. Die Reichweiten- und Geschwindigkeitsanforderungen sind nur für einen Gleiter zu schaffen, der Teile seiner Mission oberhalb der Athmosphäre absolviert. Macht 6 sind immerhin schon 60% der für den Silbervogel angedachten Reisegeschwindigkeit.
(6³ = 216, die SR-71 würde ich nach der Luftbetankung mal auf 90 Tonnen schätzen. Um rein durch Größenskalierung Mach 6 zu erreichen, bräuchte man also grob geschätzt ein 20000 Tonnen Flugzeug. Zum Vergleich: Die Yorktown-Träger aus dem zweiten Weltkrieg, hatten leer ungefähr diese Verdrängung.
Hier mal visualisiert. Das vorn links am Bug ist übrigens eine Oxcart, also das Basismodell der SR-71. Exponentielle Bezüge sind die Hölle, wie jeder seit bald drei Jahren wissen sollte...)
Hier bin ich bei dir, aber vergesse halt nicht den Treibstoff der Flugzeuge, die Flugzeuge, die Piloten, die Inst und schlussendlich das be und entladen, viel Technik hatten die damals nicht.
Das Material ist bei der Ukraine garantiert wesentlich höher, Menscheneinsatz und auch Treibstoff dürften bei der Luftbrücke wesentlich höher gewesen sein, das kostete damals aber eben nicht so viel, auch inflationsbereinigt nicht.
Die Flugzeuge waren halt "wertvoll".
Lebensmittel- und Energieversorgung der Ukraine waren bislang eigenständig. Angeliefert wurde überwiegend Militärtechnik. Für deren Verhältnisse mag das Aufkommen groß sein, aber das ist absolut nichts im Vergleich zur Versorgung von 2,2 Millionen Menschen. Wiki gibt 2,1 Millionen Tonnen insgesamt für die Berliner Luftbrücke an und von Beginn der Flüge bis zum Ende der Blockade vergingen 434 Tage. Das macht im Schnitt fast 5000 Tonnen. pro. Tag. Der Spitzenwert lag bei 12000 Tonnen. an. einem. Tag.
Zwei solcher Tage würden vermutlich reichen, um sämtliche an die Ukraine gelieferten Fahrzeuge zu transportieren, zwei weitere für die restliche permanente Ausrüstung. Packen wir noch je eine Woche Treibstoff und Munition drauf und nach einem halben Monat ist wieder Feierabend für die Piloten.
Sarajevo (126000 Tonnen) könnte eher passen.