Der Militärthread

Ja diese alte "Missiles only" Einstellung, hat man in Vietnam bemerkt wie blöd die war :D

Wobei der Gedanke ja nicht so abwegig war, seine Duelle auf Entfernung mit Raketen zu führen.

Ähnliche "Denkfehler " sehe ich bei der F-35, Die Abwehr entwickelt sich immer weiter und ein Flugzeug, was auf diesen Vorteil aufbaut , kann dann nicht mal schnell zum Dogfighter umgebastelt werden.
 
Wobei der Gedanke ja nicht so abwegig war, seine Duelle auf Entfernung mit Raketen zu führen.

Ähnliche "Denkfehler " sehe ich bei der F-35, Die Abwehr entwickelt sich immer weiter und ein Flugzeug, was auf diesen Vorteil aufbaut , kann dann nicht mal schnell zum Dogfighter umgebastelt werden.
Dafür war sie nie geplant und wird auch nicht eingesetzt. Die F35 ersetzt/ergänzt weltweit eher Multirole Flugzeuge wie Tornado, Harrier, F-18 etc., die westlichen "Dogfighter" bleiben alle im Einsatz/Flotte, wie F-22, F-15, Teile der F-16 Flotte, Eurofighter, Rafale, Grippen.
Dazu verlieren "Dogfights" als der Kampf von Jagdflugzeugen in Sichweite immer mehr an Relevanz, BVR nimmt demgegenüber immer mehr zu, mit mittlerweile wesentlich besseren Waffen wie der Meteor oder der neusten AIM-120D AMRAAM.
Was nicht westliche BVR Raketen leisten "können" steht wie üblich in propagandistischen Werbekatalogen und bis jetzt macht da keine eine gute Figur.
 
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Ähnliche "Denkfehler " sehe ich bei der F-35, Die Abwehr entwickelt sich immer weiter und ein Flugzeug, was auf diesen Vorteil aufbaut , kann dann nicht mal schnell zum Dogfighter umgebastelt werden.
Du siehst diese "Denkfehler" überall dort wo es dir nicht in den Kram passt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Phantom war auch behäbig und konnte mit Bordkanone dennoch etwas reißen ;)
Das ist schon richtig.
Aber um es mal zu vergleichen, eine AIM-120 AMRAAM bezogen auf eine Phantom, hat das Flugzeug wesentlich mehr aufgewertet von seinen Basismöglichkeiten, als jegliche Bordkanone.
Eine F-16 z.B, "fühlt" sich in beiden Rollen zu hause.
 
Dafür war sie nie geplant und wird auch nicht eingesetzt. Die F35 ersetzt/ergänzt weltweit eher Multirole Flugzeuge wie Tornado, Harrier, F-18 etc., die westlichen "Dogfighter" bleiben alle im Einsatz/Flotte, wie F-22, F-15, Teile der F-16 Flotte, Eurofighter, Rafale, Grippen.
Dazu verlieren "Dogfights" als der Kampf von Jagdflugzeugen in Sichweite immer mehr an Relevanz, BVR nimmt demgegenüber immer mehr zu, mit mittlerweile wesentlich besseren Waffen wie der Meteor oder der neusten AIM-120D AMRAAM.
Was nicht westliche BVR Raketen leisten "können" steht wie üblich in propagandistischen Werbekatalogen und bis jetzt macht da keine eine gute Figur.

Ich weiß nicht ob man das alles so sicher sagen kann.
Persönlich finde ich den russischen Ansstz, natürlich, ein wenig klüger
Stealth, Raketen, hochentwickeltes Radar und Abwehrmittel, aber überragende Flugeigenchaften und hohe Geschwindigkeit.
Da kann man von einem Flugzeug wie der F-35 enttäuscht sein.

Schon als regelmäßiger ILA Besucher, freut man sich über spektakuläre Flugmanöver.

Die F-35 ist so eine Eierlegende Wollmilchsau, die nichts überragend kann und sich auf ihre " Unsichtbarkeit" verlässt.
Fällt dies weg, was ist dann noch übrig?
Die BW sollte eher F-15, oder Eurofighter kaufen.
 
hochentwickeltes Radar und Abwehrmittel
Sieht man in den letzten 10 Monaten wie toll die "Russen" ihren Luftraum schützen können und gleichzeitig nicht mit der wesentlich schwächeren, kleineren und auch technisch wohl unterlegnen ukrainischen Luftwaffe fertig werden.
Die russische Luftabwehr weist mehr Löcher auf, als jeglicher Schweizer Käse, gegen ukrainische Flugzeuge und Drohnen, soll aber mit der F-35 in jeder Situation fertig werden? Wer es glaubt!
 
Die Phantom war auch behäbig und konnte mit Bordkanone dennoch etwas reißen ;)
Das ist schon richtig.
Aber um es mal zu vergleichen, eine AIM-120 AMRAAM bezogen auf eine Phantom, hat das Flugzeug wesentlich mehr aufgewertet von seinen Basismöglichkeiten, als jegliche Bordkanone.
Eine F-16 z.B, "fühlt" sich in beiden Rollen zu hause.
Jain, bin den Nato-Diesel ja geflogen.
Dat Teil macht z. B. Fassrollen und den Split-S Manöver unglaublich gut.
Wir sind in den USA auf der AFB Holloman gegen F-15, F-16, F-5 (Mig-21 Simulator), F-18 und gegen die drei SU-27 in US-Besitz im Simulierten Luftkampf gegen Jäger geflogen.
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Lediglich die F-16 war/ist im Luftkampf völlig überlegen.
Gegen die anderen Muster hat man reelle bis sogar sehr gute Chancen, insbesondere wenn es einem gelingt, in eine Position zu kommen, die einen Hit-and-Run Angriff ermöglicht.
Ideale Kampfdistanz der F-4 waren 2-4 km, Dogfight (< 1000 m) war sie der F-16 und F-18 z. T. deutlich unterlegen, gleichauf mit der F-15 wie der SU-27 und der F-5 überlegen.
Die Zwei-Mann Besatzung ist halt ein Riesenvorteil.
Ist der WSO gut, kann der Pilot sich komplett auf das Flugzeug konzentrieren und viel mehr herausholen.
Als Pilot bekommt man vom WSO z. B. die Ansage mit der BK zu feuern, obwohl man als Pilot gar nicht den Gegner sieht und kann so Gegner bekämpfen, die nur für Sekundenbruchteile vor der Nase vorbeifliegen.

Kernproblematik bei den F-4 in D., auf Grund struktureller Überalterung durfte man mit den deutschen Maschinen nur 3,5 g fliegen, während in den USA man die US-F-4 mit 7,5 g fliegen konnte.
Das macht ne Menge aus.
 
Sieht man in den letzten 10 Monaten wie toll die "Russen" ihren Luftraum schützen können und gleichzeitig nicht mit der wesentlich schwächeren, kleineren und auch technisch wohl unterlegnen ukrainischen Luftwaffe fertig werden.
Die russische Luftabwehr weist mehr Löcher auf, als jeglicher Schweizer Käse, gegen ukrainische Flugzeuge und Drohnen, soll aber mit der F-35 in jeder Situation fertig werden? Wer es glaubt!

Du darfst nicht vergessen das die Ukrainer bei ihren Angriffen massive Hilfe der Nato erhalten haben.
Ohne die gelieferten Daten und der Nutzung des GPS, würden diese Aktionen nicht ausgeführt werden können.
Meinst du das Awacs und Co, oder Spionagesatelliten unbehelligt über Russland , oder an seiner Grenze ihre Aufgabe in einer direkten Konfrontation erfüllen könnten?

Ich empfehle ja immer Karten zu lesen und dann wird man erkennen das eine völlig lückenlose Sicherung des Luftraumes, gerade über sehr großen Ländern, praktisch kaum möglich ist.
Meinst du das Westeuropa diese Fähigkeiten besitzt?
Wie sieht die Fähigkeit einer F-35 aus von unberechtigten Pisten starten und landen zu können und wie lange werden Pisten und Hangars unbehelligt bleiben?


Hier noch einmal Daten vom Tornado -S


"K4, 9M55K5, 9M55F, 9M55S, 9M55K6, 9M525, 9M528, 9M529, 9M531 und 9M53. Mit einer Lenkrakete hat der Tornado-S eine maximale Schussreichweite von 120 km. Es kann eine einzelne Rakete oder eine Salve in weniger als 30 Sekunden abfeuern. Die Raketenablenkung überschreitet 10-20 Meter nicht, solche Eigenschaften sind vergleichbar mit hochpräzisen Raketen. Nach dem Einlegen in die Batterie, Das Fahrzeug ist in 3 Minuten bereit, seine erste Rakete abzufeuern. Die Vorbereitung auf die Smerch-Schlacht nach Erhalt der Zielbestimmung dauert nur drei Minuten"

Das bei einem voll vernetzten Gefechtsfeld.

Ist das auch ein " Gamechanger"?
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Tschetan
Du solltest erstmal lernen Zahlen zu lesen!
Klar könnten die Awacs sehr nah am russischen Luftraum operieren, denn die russische Luftwaffe ist sowohl qualitativ als auch quantitativ völlig in der Defensive, sie kann nicht einmal 1/4 der Flugzeuge in die Luft bringen die die Nato an die Front werfen kann, von der Pilotenausbildung und technischen Überlegenheit haben wir noch gar nicht gesprochen. Und deine viel gerühmte russische Flugabwehr hätte es mit 500-1000 Jabos zu tun, die alle mit der HARM koordiniert anfliegen können, teilweise oder zum aller größten Teil unerkannt.
mach dich mal einfach schlau über ECR Tornado, Wild Weasel etc, was jetzt ein klassisches Feld der F-35 würde, was aber sowohl noch alte Phantoms, F-18, Tornados und Grippens als auch F-16 ausfüllen können. Das ganze unter Deckung der quantitativ weit überlegenen Nato Jäger, F-22, F-15, Eurofighter, Teile der F-16 Flotte und Rafale.
Die russische Armee führt in der Luft = Luftwaffe und Flugabwehr, eher den Krieg der "armen Mannes"und müsste froh sein nicht in wenigen Tagen aufgerieben zu sein, was eher wahrscheinlich ist.
Dabei haben wir noch gar nicht über die ganzen strategischen Bomber gesprochen, die weit außerhalb jeder "russischen Reichweite", praktisch ein Cruise Missle Dauerfeuer aufziehen könnten, so lange sie Ziele haben.
 
Ich weiß nicht ob man das alles so sicher sagen kann.
Persönlich finde ich den russischen Ansstz, natürlich, ein wenig klüger
Stealth, Raketen, hochentwickeltes Radar und Abwehrmittel, aber überragende Flugeigenchaften und hohe Geschwindigkeit.
Da kann man von einem Flugzeug wie der F-35 enttäuscht sein.

Schon als regelmäßiger ILA Besucher, freut man sich über spektakuläre Flugmanöver.

Die F-35 ist so eine Eierlegende Wollmilchsau, die nichts überragend kann und sich auf ihre " Unsichtbarkeit" verlässt.
Fällt dies weg, was ist dann noch übrig?
Die BW sollte eher F-15, oder Eurofighter kaufen.

Bei dem dir, natürlich, besser gefallenden russischen Ansatz, da meinst du die Su-57? Also die etwa 7 Serienexemplare und 8 Erprobungsmodelle? Von der man quasi gar keine tatsächlichen Leistungsdaten kennt? Sondern eben nur Propaganda und Airshow-Spektakel für Laien-Publikum, was sich immer noch vom "Kobra-Manöver" beeindrucken lässt und überhaupt keine Vergleichsmaßstäbe anlegen kann?

Die F-35 soll ja auch eine Eierlegende Wollmilchsau sein, wie hier schon geschrieben wurde. Sie sollte nie ein Luftüberlegenheitsjäger sein - in dieser Rolle brilliert immer noch die F-22 (obwohl anscheinend schon die Außerdienststellung und das Nachfolgemodelle für in absehbarer Zeit - also sagen wir mal mindestens 10 Jahre - geplant ist)
 
Bei dem dir, natürlich, besser gefallenden russischen Ansatz, da meinst du die Su-57? Also die etwa 7 Serienexemplare und 8 Erprobungsmodelle? Von der man quasi gar keine tatsächlichen Leistungsdaten kennt? Sondern eben nur Propaganda und Airshow-Spektakel für Laien-Publikum, was sich immer noch vom "Kobra-Manöver" beeindrucken lässt und überhaupt keine Vergleichsmaßstäbe anlegen kann?

Die F-35 soll ja auch eine Eierlegende Wollmilchsau sein, wie hier schon geschrieben wurde. Sie sollte nie ein Luftüberlegenheitsjäger sein - in dieser Rolle brilliert immer noch die F-22 (obwohl anscheinend schon die Außerdienststellung und das Nachfolgemodelle für in absehbarer Zeit - also sagen wir mal mindestens 10 Jahre - geplant ist)

Der Ansatz ein Flugzeug für mehrere Teile der Streitkräfte zu entwickeln und zu produzieren ist ein vernünftiger, nur stößt man dabei an Grenzen.
Genauso kritisieren ich das unbedingte setzten auf Stealth Fähigkeiten. Ich sehe diesen Vorteil nicht gegenüber angenommenen Gegnern .
Auch die F-35 besitzt eine lange Mängelliste und wie sie in einem Konflikt, ohne ordentliche Hangar und funktionierender Infrastruktur performt, ist auch nicht gewiß.

Die Su-57 ist zuerst ein beeindruckendes Flugzeug, was die veröffentlichten Fähigkeiten betrifft. Wie weit das am Ende zutrifft, wird sich zeigen, auch in welcher Zahl sie gebaut und eingesetzt wird.

Ich sehe da Ähnlichkeiten zum Armata. Es ist noch nicht dringend, diesen in Massen zu bauen und einzusetzen, während man gute Alternativen hat.
Sind die modernsten Su Varianten im Moment nicht ausreichend?

Dazu ist die Rüstung in Russland häufig in staatlicher Hand und vielleicht nicht ganz so " Profitorientiert" und liefert eher zweckmäßige Ausrüstungen.
Immerhin sind die Rüstungsausgaben wesentlich niedriger, als im Westen.
Su-57 und Armara sind langfristig angelegte Programme und sind auf jeden Fall für die Entwicklung neuer Technologien wichtig.
So nutzt der neuere T-90viele Komponenten des Armata.
 
Ich sehe diesen Vorteil nicht gegenüber angenommenen Gegnern .

So wie der ankommende Gegner einer F-22 oder F-35 eben jene nicht sieht? :D

Scheinbar sehen die Russen auch das ein Stealth Flieger schon Vorteile hat oder warum wird die MIG 41 entwickelt?

Auch die F-35 besitzt eine lange Mängelliste und wie sie in einem Konflikt, ohne ordentliche Hangar und funktionierender Infrastruktur performt, ist auch nicht gewiß.

Die Mängelliste der MIG 35 will ich erst gar nicht kennen, aber auch bei der ist nicht Gewiss wie sie ohne Hangar und funktionierender Infrastruktur performt ... oder doch? Sie wird nicht abheben können weil zerstört (ohne Hangar) oder kein Sprit, weil keine Infrastruktur. ;)

So nutzt der neuere T-90viele Komponenten des Armata.

Zumindest nicht die Komponenten die mit westlichen Baugruppen bestückt sind, das ist schon mal Fakt. :D
 
Zumindest nicht die Komponenten die mit westlichen Baugruppen bestückt sind, das ist schon mal Fakt. :D
Der T-90 ist grundsätzlich kein komplett schlechter Panzer, gerade in den letzten / neuesten Ausführungen (westliche Komponenten hin oder her).
Allerdings krankt er immer noch an diversen Krankheiten, die Überbleibsel aus Sowjetzeiten und der damaligen Armeedoktrin sind (allen vorran seine miserable Rückwärtsgeschwindigkeit, mäßigem Seitenschutz durch nicht ganzflächige ERA-Kacheln und der Anfälligkeit für Totalverlust, bei Munitionsexplosion).

Das Video dieses Kanals fast die Probleme des T -90M eigentlich ganz gut zusammen und kann ich eigentlich auch sonst empfehlen, was "technische" Themen rund um Panzer betrifft:

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@ Tschetan
Du solltest erstmal lernen Zahlen zu lesen!
Klar könnten die Awacs sehr nah am russischen Luftraum operieren, denn die russische Luftwaffe ist sowohl qualitativ als auch quantitativ völlig in der Defensive, sie kann nicht einmal 1/4 der Flugzeuge in die Luft bringen die die Nato an die Front werfen kann, von der Pilotenausbildung und technischen Überlegenheit haben wir noch gar nicht gesprochen. Und deine viel gerühmte russische Flugabwehr hätte es mit 500-1000 Jabos zu tun, die alle mit der HARM koordiniert anfliegen können, teilweise oder zum aller größten Teil unerkannt.
mach dich mal einfach schlau über ECR Tornado, Wild Weasel etc, was jetzt ein klassisches Feld der F-35 würde, was aber sowohl noch alte Phantoms, F-18, Tornados und Grippens als auch F-16 ausfüllen können. Das ganze unter Deckung der quantitativ weit überlegenen Nato Jäger, F-22, F-15, Eurofighter, Teile der F-16 Flotte und Rafale.
Die russische Armee führt in der Luft = Luftwaffe und Flugabwehr, eher den Krieg der "armen Mannes"und müsste froh sein nicht in wenigen Tagen aufgerieben zu sein, was eher wahrscheinlich ist.
Dabei haben wir noch gar nicht über die ganzen strategischen Bomber gesprochen, die weit außerhalb jeder "russischen Reichweite", praktisch ein Cruise Missle Dauerfeuer aufziehen könnten, so lange sie Ziele haben.
Gut das du deine Thesen nicht mit Fakten untermauern musst.

Hier ein kleiner Punkt zum analysieren.https://www.csis.org/analysis/us-military-forces-fy-2021-air-force

"Eine neuere Sorge ist, dass die taktische Luftfahrtflotte der Air Force zu kurzreichweitig für Großmachtkonflikte ist. Die Kampfreichweiten aktueller Flugzeuge reichen von etwa 550 bis 750 Meilen.

Bei potenziellen Konflikten mit China und Russland kommt es jedoch auf die Reichweite an. Der Pazifik ist riesig. Obwohl der Luftwaffenstützpunkt Kadena auf Okinawa nahe genug an Taiwan liegt (400 Meilen), ist er 1.400 Meilen vom Südchinesischen Meer entfernt, wo ein solcher Konflikt wahrscheinlich stattfinden würde. Die Basis der Anderson Air Force auf Guam ist 1.400 Meilen vom Südchinesischen Meer und 1.700 Meilen von Taiwan entfernt.

US-Stützpunkte in Europa, sogar vorgeschobene Stützpunkte in Osteuropa, sind noch weit entfernt von potenziellen Schlachtfeldern. RAF Lakenheath zum Beispiel ist fast 1.000 Meilen von den baltischen Staaten entfernt, und Spangdahlem AFB in Deutschland ist 850 Meilen entfernt. Darüber hinaus sind Luftwaffenstützpunkte wieder anfällig, sodass US-Flugzeuge möglicherweise weiter von ihren Zielen entfernt stationiert werden müssen und die gegnerische Luftverteidigung das Tanken aus der Luft riskant machen kann.

Infolgedessen empfehlen viele Analysen Maßnahmen zur Erhöhung der Abstandsreichweite und zur Verringerung der Verwundbarkeit, einschließlich einer Betonung von Bombern aufgrund ihrer großen Reichweite. die Kürzung der F-35-Beschaffungen wegen ihrer kurzen Reichweite; die Streuung der Basis; "

"Die Marine leidet unter der gleichen Reichweitenbeschränkung, hat aber den Vorteil, dass sie ihre Flugplätze (Flugzeugträger) verschieben kann, was die Luftwaffe stärker betrifft. "

Genauso ist die Verlegung von Einheiten nach Europa und die Versorgung dieser Einheiten ein Problem.
Du wirst sicher zustimmen das in einem solchen Konfliktfall, auch die USA kein sicherer Ort sein wird und sie Resourccen zum Schutz ihrer Infrastrukturen bereitstellen müsste.
Es wären wahnsinnig viele Materialien und Menschen zu transportieren und vorher in Häfen und Städten zu sammeln.

Ein weiterer Punkt ist das Alter der Flotten, ich werde für noch eine andere Quelle heraussuchen, wo der geringe Einsatzgrad der Kampfflugzeuge und mangelnde Flugstunden kritisiert werden.

Hier aber noch etwas über das Alter der Flugzeuge.

"Einige Flotten befinden sich in einem relativ guten Zustand: die Transportflotte (durchschnittlich 21 Jahre) aufgrund der Anschaffung von C-17 und C-130, die Spezialeinsatzflotte (12 Jahre) aufgrund ihrer hohen Priorität und die UAVs/RPVs (6 Jahre) wegen großer Kriegseinkäufe. Andere Flotten sind alt: Jäger/Angriffsflugzeug (29 Jahre), Bomber (42 Jahre), Tanker (49 Jahre), Hubschrauber (32 Jahre) und Trainer (32 Jahre). 8 Alle älteren Flotten (mit Ausnahme einiger Spezialflugzeuge) verfügen über Programme zur Modernisierung, aber die Programme haben sich verzögert, sind teuer und können Jahre dauern, bis sie vollständig umgesetzt sind."

Deshalb glaube ich nicht an deine Thesen.

Das was du über Wilde Wiesel und ähnliches schreibst, gelingt sicher gegen " Bananenrepubliken" , aber nicht gegen Peers, gerade wenn keine "Unsichtbarkeit"gegeben ist.



"Die Luftwaffe schneidet im Index 2023 für die Bereitschaft „sehr schwach“ ab , eine Note, die niedriger ist als im Index 2022, und die niedrigste der fünfstufigen Skala. Das anhaltende Pilotendefizit der USAF trägt sicherlich zu dieser Einschätzung bei, aber die unglaublich niedrigen Ausfallraten und Flugstunden würden verhindern, dass ein kampfkodiertes Kampfgeschwader der Air Force alle oder sogar den größten Teil seiner Kriegsmission ausführen könnte. Bestenfalls wird die Hälfte des Pilotenkaders innerhalb der fähigsten Einheiten in der Lage sein, einige der Kriegsmissionen der Einheit auszuführen. Die einsatzfähigen Raten der Luftwaffe sind seit 2021 nur leicht gestiegen, und die Absicht der derzeitigen CSAF, operative Ausbildungseinsätze aufrechtzuerhalten oder weiter zu reduzieren, spiegelt einen Dienst wider, der Schwierigkeiten hätte, auf einen regionalen Notfall zu reagieren, geschweige denn die Bereitschaft, Kompetenz, und Konfidenzniveaus, die erforderlich sind, um sich gegen einen Mitbewerber durchzusetzen. 91
undefiniert undefiniert
Die Bereitschaft tendiert weiter nach unten."


Abgesehen davon ist es interessant wie man in eine gute Position kommen will mit der Harm, wenn S-400 und S-300 zB Reichweiten bis zu 380km besitzen
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Frage ist doch was effektiver ist?
Ein schnelles Flugzeug, oder ein schnelles hocheffektives Kampfflugzeug, was in seiner Klasse ohne Konkurrenz ist.

Effektiver für was?
Die Effektivität der SR-71 für Aufklärungsflüge über (technologisch fortschrittlichem) Feindesland lautet seit bald 35 Jahren offiziell: "keine"
Die Effektivität der MiG-31 für Kampfeinsätze über (technologisch fortschrittlichem) Feindesland lautet offiziell: "keine"

Ich würde mal sagen, dass ist ein klares 0:0 zwischen zwei Museumsstücken. Zwar ist die -31 als flinke Raketenstartrampe bis heute heute ungeschlagen, aber außer Russland sieht niemand einen Bedarf an diesem Spezialgebiet. Aus rein geographischen Gründen kämen auch überhaupt nur China (aber nur für die Verteidigung gegen Russland) und Kanada (wirtschaftlich zu klein für Eigenentwicklungen) in Frage. Alle anderen wollen flexiblere Flugzeuge für kleinräumige Einsätze. "Verteidigung Sibiriens" steht halt einfach nicht auf der To-Do-Liste der Luftwaffe, also wollen die auch kein dafür optimiertes Flugzeug.


Die Mig-25 flog auch Aufklärung im Krieg gegen Israel. So ganz abwegig ist der Vergleich nicht.

Wenn man ein halbes Jahrhunder in der Vergangenheit lebt: Ja.
Die Aufklärungsversion der MiG-25 nutzte tatsächlich den gleichen Grundgedanken wie die SR-71, wenn auch in etwas simplerer, langsamerer Ausführung. (Halt ein modifizierter, relativ robuster Abfangjäger statt einer empfindlichen Spezialkonstruktion.) "Fliege so schnell und so hoch, dass dich keiner kriegt, obwohl dich jeder sieht."
Aber dieses Konzept ist einfach restlos veraltet. Anti-Luft-Raketen, sowohl boden- als auch luftgestützte waren Anfang der 80er technisch so weit entwickelt und räumlich so weit verbreitet, dass die MiG-25 nicht mehr sicher war und Mitte/Ende der 80er so, dass die SR-71 obsolet wurde. Gegen technologisch rückständige Gegner hat man beide noch eine Zeit lang eingesetzt (bzw. Syrien macht das bis heute), aber das war Zweitverwertung von Mustern, die halt sowieso rumstanden.

Aber mit der MiG-31, die DU angesprochen hast, haben beide nichts zu tun. Die -31 hat die normale -25 ersetzt und diese war nicht nur noch viel früher veraltet (eigentlich ab Tag 1, weil ihr erklärtes Ziel ja nie in Dienst gestellt wurde), sondern für diese Rolle hat man im Westen nach den 50ern schlichth wenig Bedarf gesehen und keine spezialisierten Flugzeuge mehr dafür konstruiert. Im Rennen um den besten Langstreckenhochgeschwindigkeitsabfangjäger belegt die MiG-31 also Platz von 1 von 1. Ob man das als "Sieger" oder "Letzter" feiert (oder gar nicht), hängt davon ab, auf welcher Seite der russischen Grenze man steht.


Wobei der Gedanke ja nicht so abwegig war, seine Duelle auf Entfernung mit Raketen zu führen.

Wenn man die Entfernung hat, ist das eine verlockende Idee, ja. Aber was wenn nicht? Die MiG-31 ist konstruiert, um über ettliche 100 km Entfernung in Richtung eines Ziels zu fliegen und dieses dann aus weiteren 100ten km Entfernung zu bekämpfen. Das kann man in Sibirien machen. Aber nicht z.B. in Mitteleuropa. Die chinesischen Flugzeuge, gegen die sich z.B. Taiwan verteidigen will, sind schon in ihrem Heimathangar näher an potentiellen Zielen dran, als einem MiG-31-Piloten lieb wäre. Würde ein israelisches Flugzeug auf ägyptischen Raketenbeschuss mit der Verteidigungstaktik der MiG-31(/-25/SR-71) reagieren, also mit "ich flieg einfach so schnell wie möglich in Gegenrichtung", dann würde er einmal quer über ganz Jordanien bis in irakischen Luftraum jetten.


Ich weiß nicht ob man das alles so sicher sagen kann.
Persönlich finde ich den russischen Ansstz, natürlich, ein wenig klüger
Stealth, Raketen, hochentwickeltes Radar und Abwehrmittel, aber überragende Flugeigenchaften und hohe Geschwindigkeit.

Das "hochentwickelte" Radar der MiG-31 ist aus heutiger Sicht ziemlich antiquitiert. Du hast es ja selbst zitiert: Die modernste Variante kann nur 6 Ziele bekämpfen, 10 erfassen und das nur in der Luft. Schon der Tornado ADV konnte 20 und der wurde vor 20 Jahren wegen seiner veralteten Technik in Rente geschickt. Auch die beachtliche Radarreichweite der MiG-31 liegt nur wenig über dem, was heute der F-22 für Ziele mit sehr kleinem Radarquerschnitt nachgesagt wird und die F-35 hat eine noch einmal weiter entwickelte Ausbaustufe. Vor allem aber sind diese Vergleichsobjekte alles Mehrzwecksysteme, die auch den Boden abtasten und sogar in gewissem Maße für elektronische Kriegsführung/Störung gegnerischen Radars genutzt werden können.

Das fehlt der MiG-31 alles, die ist ein One-Trick-Pony. Und dieser Trick lautet: Sei arschgroß. Die MiG-31 hat das Startgewicht von zwei Eurofightern. Oder um einen anschaulicheren Vergleich zu geben: Der Vogel ist näherungsweise so groß wie ein 100-Sitze-Kurzstreckenjet (Bombardier 1000, Superjet 100). Diese Größe haben die sowjetischen Ingenieure genommen um zwei riesige Triebwerke, ein riesiges Radar, einen knappen Treibstoffvorrat und sechs Raketen unterzubringen. Alles andere war optional und fehlt bis heute.

Wenn Wiki in der Hinsicht vollständig ist, fliegt die MiG-31 im Rahmen des Ukraine-Kriegs ihre ersten Einsätze überhaupt und die bestehen nur darin, in sicherem russischem Luftraum aufzusteigen und ein paar Raketen auszuklinken. Das sie Mach 2,8 fliegen könnte, ist dafür komplett überflüssig, das ginge mit Mach 0,28 genauso gut. Und ihr großes Radar wird auch nur genutzt, weil der allgemeine elektronische Stand halt auf dem Niveau der (afaik) 90er ist. Ein Flugzeug mit Avionik aus den 2010er würde in so eine Szenario gar keine eigene Zielerfassung betreiben, sondern einfach AWACS-Daten in die Rakete spielen und wieder nach Hause fliegen. Mit der MiG-31 aus Russland heraus auf ukrainische Maschinene zu schießen ist in etwa so, wie mit einem F-40 Brötchen holen zu fahren - funktioniert, ist ein beeindruckendes Stück Technikgeschichte, aber außer viel Lärm und CO2 kommt nicht bei rum, was man nicht auch anders haben könnte.

Die F-35 ist so eine Eierlegende Wollmilchsau, die nichts überragend kann und sich auf ihre " Unsichtbarkeit" verlässt.
Fällt dies weg, was ist dann noch übrig?
Die BW sollte eher F-15, oder Eurofighter kaufen.

Ich wäre auch für Eurofighter gewesen. Aber da hätte ja jemand zugeben müssen, dass der Auftrag für die Entwicklung einer Aufklärungsvariante 5-10 Jahre lang verschleppt wurde. Außerdem hätte man sich offen von den USA und der überholten nuklearen Teilhabe distanzieren müssen, anstatt sich damit auch noch erpressen zu lassen.
Wenn wir Glück und fähige Verhandler haben (:lol:) stimmen wenigstens die Kosten (was man beim Eurofighter nicht immer behaupten konnte). Die vergleichsweise zahlreichen Verkaufserfolge der F-35 in letzter Zeit kann ich mir jedenfalls nicht mit den weiterhin eingeschränkten Eigenschaften als Flugzeug erklären. Aber man hört nicht mehr die astronomischen Preisen, von denen die US-Beschaffung geprägt war. Und in der Kategorie "kleiner Single-Jet" ist die F-35 ja durchaus ein feines Stück Technik. In die Kritik ist sie vor allem geraten, weil im Prinzip zwei F-35 statt dreier F-15E angeschafft wurden, aber nur die Kampfkraft von einer boten.

Bei potenziellen Konflikten mit China und Russland kommt es jedoch auf die Reichweite an. Der Pazifik ist riesig. Obwohl der Luftwaffenstützpunkt Kadena auf Okinawa nahe genug an Taiwan liegt (400 Meilen), ist er 1.400 Meilen vom Südchinesischen Meer entfernt, wo ein solcher Konflikt wahrscheinlich stattfinden würde. Die Basis der Anderson Air Force auf Guam ist 1.400 Meilen vom Südchinesischen Meer und 1.700 Meilen von Taiwan entfernt.

Wieso geht du davon aus, dass die USA Russland oder gar China erobern wollten? Breaking News: Außer Puting gibt es derzeit keine größenwahnsinnigen Imperialisten, die eine Supermacht kontrollieren. Und kann niemand China und außer China niemand Russland erobern, weil schlicht das Personal fehlt. Kampflugzeuge für einen transozeanischen Krieg werden also gar nicht benötigt. Die Ausstattung der USA (aber eigentlich auch jeden anderen Staates, siehe Reichweiten von z.B. MiG-29/-31/-35/Su-27...) ist darauf ausgelegt, etwaige Angreifer nahe des Heimatlandes zu vernichten. Verteidiger haben schließlich den Vorteil, dass ihnen ihre Ziele wortwörtlich zufliegen. Strategische Ziele in der Heimat des Feindes zerstört man heutzutage mit Raketen und Marschflugkörpern.

Die einzigen Flugzeuge, die nach B-52 und Tu-95 noch darauf ausgelegt wurden, sind die B-2 und, eher als Nebeneffekt denn Kernfähigkeit, die Tu-160. Aber doch kein Jäger. Wenn die USA so etwas nahe an China oder Russland einsetzen wollen, dann zur Unterstützung von Freunden vor Ort. Freunde, die Flugplätze haben, da muss man nicht aus Huston anfliegen. Und wenn man mal keinen Flugplatz nutzen will bzw. den letzten Rückzug von einem solchen decken muss, gibt es ja noch die Trägerflotte.

RAF Lakenheath zum Beispiel ist fast 1.000 Meilen von den baltischen Staaten entfernt, und Spangdahlem AFB in Deutschland ist 850 Meilen entfernt.

Das sind Logistikhubs. Die SOLLEN weit von potentiellen Angreifern entfernt sein. Verteidiger für das Baltikum sind im Baltikum (:wow:) oder maximal in Polen, künftig in Schweden, stationiert.

Darüber hinaus sind Luftwaffenstützpunkte wieder anfällig, sodass US-Flugzeuge möglicherweise weiter von ihren Zielen entfernt stationiert werden müssen und die gegnerische Luftverteidigung das Tanken aus der Luft riskant machen kann.

Also was denn nun: Sind die US-Stützpunkte so nah am Feind, dass sie direkt angegriffen werden können oder so weit weg, dass der Gegner außer Reichweite ist? Im Rahmen obiger Weißheit "alle haben Flugzeuge die gerade weit genug kommen, um die Heimat zu verteidigen", haben die USA mit schöner Regelmäßigkeit noch die größten Tanks verbaut (ausgenommen F-35, wobei die ja auch kein direktes Gegenstück hat). Jeder, mit einer bestimmten Waffengattung einen US-Stützpunkt angreifen will, muss sich bereits vor in Reichweite des entsprechenden US-Gegenstücks bringen.

Infolgedessen empfehlen viele Analysen Maßnahmen zur Erhöhung der Abstandsreichweite und zur Verringerung der Verwundbarkeit, einschließlich einer Betonung von Bombern aufgrund ihrer großen Reichweite.

Könntest du ein paar von den "vielen" Analysen verlinken, die ernsthaft im Jahre 2022 einen Schwerpunkt auf Bombern empfehlen?
Attack/Jagdbomber - okay. Aber echte Bomber? Vögel mit großer Reichweite, wo unten tonnenweise Sprengstoff rausfällt? Das ist sowas von 1950. Selbst die Maschinen, die es noch gibt (Tu-95, B-52, Tu-160), werden, gegen technologisch fortschrittliche Feinde (!), nur noch als Träger für Marschflugkörper eingesetzt. Aber mit Ausnahme des (nicht zur Nachahmung empfohlenen) Sonderfalls B-2 hat doch schon ewig (seit Vietnam?) niemand mehr einen klassischen Bombeneinsatz geflogen.

Es wären wahnsinnig viele Materialien und Menschen zu transportieren und vorher in Häfen und Städten zu sammeln.

Das große Kriege bei der Versorgung entschieden werden, hat sich schon mehrfach gezeigt. Dass die USA und ihre Alliierten ungeschlagen in dieser Disziplin sind ebenfalls, die neueste Bestätigung läuft gerade.

Ein weiterer Punkt ist das Alter der Flotten, ich werde für noch eine andere Quelle heraussuchen, wo der geringe Einsatzgrad der Kampfflugzeuge und mangelnde Flugstunden kritisiert werden.

Bevor du den Thread mit Spam flutest, den eh keiner liest, mache dir die Mühe vergleichbare Quellen für potentielle Gegner rauszusuchen. Überall auf der Welt kritisieren Militärfans ihre jeweilige Regierung wegen überaltetertem, unzureichenden Material und verbesserungswürdiger Ausbildung. (Oder zumindest überall da, wo man sowas kritisieren kann, ohne für 10+ Jahre nach Sibirien/nach Xinjang/... geschickt zu werden).

Am Ende zählt aber nicht, wer die perfekte Armee hat, sondern wer die weniger schlechte in Stellung bringt. Auf die Bundeswehr sollte man bei einem Konflikt unter 1.-Welt-Staaten nicht wetten, alleine könnte die sich nicht einmal gegen Russland oder sowas verteidigen. Aber die USA sind, trotz aller Mängel, immer noch mit großem Abstand auf Platz 1. Und sie haben die mit Abstand meisten Verbündeten, die zusammen locker noch einmal die gleiche Kampfkraft in die Wagschale werfen können. Man sieht ja aktuell, was passiert, wenn die NATO-Partner sich in erster Linie um Wirtschaft, Inflation, Energiewende, Midterms, Diplomatie und WM kümmern, aber militärisch auch mal nebenbei mit dem kleinen Finger wackeln. Schon die Lieferung von überwierigend ausgemustertem oder kurz vor der Ausmusterung stehendem Altgerät hat gereicht, um die bis vor kurzem zweitgrößte Militärmacht der Welt binnen weniger Wochen von einem seit über einem Jahrzehnt vorbereiteten, mit modernstem Material geführten Eroberungskrieg in eine nur mit hundertausenden Zwangseinberufungen, teilweiser Kriegswirtschaft und iranischer Unterstützung zu stabilisierende Defensive zu zwingen. Gut, in gewisser Hinsicht war China längst stärker als Russland, aber Projektion der eigenen Macht über größere Entfernungen gehört nicht dazu.
 
Die Effektivität der MiG-31 für Kampfeinsätze über (technologisch fortschrittlichem) Feindesland lautet offiziell: "keine"

Das fehlt der MiG-31 alles, die ist ein One-Trick-Pony.
"Das hochmoderne Zaslon-AM-Radar erlaubt der MiG-31BM, Ziele in bis zu 320 Kilometern Entfernung zu erfassen und, dank der Rakete R-37M, über 280 Kilometer hinweg zu bekämpfen. Die MiG-31BM ist in der Lage, sechs Luftziele gleichzeitig zu bekämpfen und bis zu zehn Luftziele zu verfolgen. LCD-Bildschirme, auf denen Taktik-, Navigations-, Radar- und andere Informationen angezeigt werden, erhielten Einzug ins Cockpit der MiG-31BM. Mit der Luft-Boden-Rakete Kinschal gibt es außerdem bereits eine Hyperschallwaffe im Repertoire der MiG-31 und es laufen seit geraumer Zeit Tests mit einem System zur Bekämpfung von Satelliten – Codename "Burewestnik". "Die neue Ausrüstung erweitert die Fähigkeiten der MiG-31BM und verwandelt sie von einem hochspezialisierten Abfangjäger in eine multifunktionale Kampfeinheit, die effektiv mit Flugabwehr-Raketensystemen der Luftverteidigung interagiert", ergänzt Rostec."


Liest dich etwas anders?
Sowjetunion/Russland benötigte einen Reichweitenstarken Patrouillenjäger, um seine Grenzen zu schützen.
Dazu war sein Radar gut geeignet Marschflugkörper aufzuspüren und zu vernichten.

"Mit der Hilfe der automatisierten digitalen störgeschützten Datenübertragungsanlagen RK-RLDN und APD-518 ist es möglich, Informationen über die von Zaslon entdeckten Ziele in Echtzeit mit Bodenleitstellen und anderen Flugzeugen auszutauschen, wobei der Bordcomputer es ermöglicht, durch Störeinwirkung noch nicht erfasste Ziele aus einzelnen kleinen Teilchen wieder zu reproduzieren, in dem vom Radar gewonnene Informationen zusammengesetzt werden.
Für die verdeckte Zielerfassung wurde auf dem Abfangjäger das Infrarot-Such- und Verfolgungssystem auf der Grundlage des Wärmepeilgerätes 8TP eingesetzt. Das Wärmepeilgerät wird unter dem Bugteil des Rumpfes installiert und wird im passiven Zustand in einer speziellen Rumpfsektion aufbewahrt. Im Kampfeinsatz wird das Wärmepeilgerät vom Radar begeleitet, mit dessen Hilfe die Zielzuweisungen an die Raketen R-40TD, R-60 oder R-73 (bei den modernisierten Varianten) weitergegeben werden. Unter günstigen Bedingungen beträgt die Reichweite von 8TP bis zu 50 Kilometer."

"Die Rakete wird dann in Verbindung mit dem Helmvisier des Piloten durch Kopfbewegungen auf ihr Ziel eingewiesen. Damit ist es möglich, Ziele aufzuschalten und zu bekämpfen, die sich 60 Grad (!) abseits der Hauptachse befinden. Die R-73 ist für die MiG-31 also ein ähnliches Abwehrsystem, wie das CIWS auf Kampfschiffen."


Ich finde es schon ziemlich beachtlich was diese Kiste leisten kann.

Zur Mig-25

"
Nach den ersten Einsätzen des schnellen amerikanischen Aufklärers Lockheed SR-71 an der deutsch-deutschen Grenze oder über der Ostsee, musste der Warschauer Pakt reagieren. Nur die MiG-25 war schnell genug, eventuelle Einflüge in den Luftraum der DDR zu verhindern.

So wurde der Mach-3-Jäger nach Deutschland verlegt, die neuen Maschinen lösten bereits vorhandene MiG-23 in Eberswalde-Finow ab. Mit sowjetischen Piloten an Bord, begleiteten immer zwei MiG-25 einen SR-71-Aufklärer nahe der Grenze."

Ich habe sie noch Live erlebt. Beeindruckend schon der Lärm der Triebwerke.

Einsätze wurden zB gegen Israel durchgeführt.

"Am 10. Oktober 1971 – zu diesem Zeitpunkt operierten sie von speziell konstruierten unterirdischen gehärteten Flugzeugunterkünften (HAS) aus – stieg ein Paar MiG-25 auf eine Höhe zwischen 23.000 und 24.000 m (75.459 und 78.740 Fuß) über dem Mittelmeer und wandte sich dann nach Osten. Sie näherten sich der Küste Nordisraels und beschleunigten dann auf Mach 2,5, drehten nach Südwesten und flogen fast die gesamte israelisch-sinaische Küste entlang, von Acre bis zum Suezkanal. Natürlich führte diese Operation zu Warnungen auf allen Luftwaffenstützpunkten der IDF/AF, aber Israel fehlten geeignete Mittel zum Abfangen solch schneller und hochfliegender Flugzeuge."

"Im Vergleich dazu blieben die sowjetischen MiG-25 für die Israelis „unantastbar“. Am 16. Mai 1972 startete die 63. ORAE ihre gewagteste Mission und schickte zwei M-500, um die gesamte Länge der israelischen Stellungen entlang der Ostseite des Suezkanals und die Küste hinunter nach Sharm el-Sheikh zu fotografieren."

"Unter anderem führte dies schließlich zu dem totgeborenen Projekt Distant Thunder (oder Distant Reach), bei dem versucht wurde, das Doppler-Navigationsradar der MiG-25 mit der Anti-Radar-Rakete AGM-78 Standard anzugreifen."


Alles in allem war der Ansatz der Mig-25 vielseitiger und effektiver, da es neben der Aufklärung auch Kampfaufgaben erfüllen konnte.
Die Weiterentwicklung Mig-31 ist in seinen modernisierten Varianten immer noch ein sehr gutes und für Russland notwendiges Kampfflugzeug.
Wieso geht du davon aus, dass die USA Russland oder gar China erobern wollten? Breaking News: Außer Puting gibt es derzeit keine größenwahnsinnigen Imperialisten, die eine Supermacht kontrollieren. Und kann niemand China und außer China niemand Russland erobern, weil schlicht das Personal fehlt. Kampflugzeuge für einen transozeanischen Krieg werden also gar nicht benötigt. Die Ausstattung der USA (aber eigentlich auch jeden anderen Staates, siehe Reichweiten von z.B. MiG-29/-31/-35/Su-27...) ist darauf ausgelegt, etwaige Angreifer nahe des Heimatlandes zu vernichten. Verteidiger haben schließlich den Vorteil, dass ihnen ihre Ziele wortwörtlich zufliegen. Strategische Ziele in der Heimat des Feindes zerstört man heutzutage mit Raketen und Marschflugkörpern.

Die einzigen Flugzeuge, die nach B-52 und Tu-95 noch darauf ausgelegt wurden, sind die B-2 und, eher als Nebeneffekt denn Kernfähigkeit, die Tu-160. Aber doch kein Jäger. Wenn die USA so etwas nahe an China oder Russland einsetzen wollen, dann zur Unterstützung von Freunden vor Ort. Freunde, die Flugplätze haben, da muss man nicht aus Huston anfliegen. Und wenn man mal keinen Flugplatz nutzen will bzw. den letzten Rückzug von einem solchen decken muss, gibt es ja noch die Trägerflotte.



Das sind Logistikhubs. Die SOLLEN weit von potentiellen Angreifern entfernt sein. Verteidiger für das Baltikum sind im Baltikum (:wow:) oder maximal in Polen, künftig in Schweden, stationiert.



Also was denn nun: Sind die US-Stützpunkte so nah am Feind, dass sie direkt angegriffen werden können oder so weit weg, dass der Gegner außer Reichweite ist? Im Rahmen obiger Weißheit "alle haben Flugzeuge die gerade weit genug kommen, um die Heimat zu verteidigen", haben die USA mit schöner Regelmäßigkeit noch die größten Tanks verbaut (ausgenommen F-35, wobei die ja auch kein direktes Gegenstück hat). Jeder, mit einer bestimmten Waffengattung einen US-Stützpunkt angreifen will, muss sich bereits vor in Reichweite des entsprechenden US-Gegenstücks bringen.



Könntest du ein paar von den "vielen" Analysen verlinken, die ernsthaft im Jahre 2022 einen Schwerpunkt auf Bombern empfehlen?
Attack/Jagdbomber - okay. Aber echte Bomber? Vögel mit großer Reichweite, wo unten tonnenweise Sprengstoff rausfällt? Das ist sowas von 1950. Selbst die Maschinen, die es noch gibt (Tu-95, B-52, Tu-160), werden, gegen technologisch fortschrittliche Feinde (!), nur noch als Träger für Marschflugkörper eingesetzt. Aber mit Ausnahme des (nicht zur Nachahmung empfohlenen) Sonderfalls B-2 hat doch schon ewig (seit Vietnam?) niemand mehr einen klassischen Bombeneinsatz geflogen.



Das große Kriege bei der Versorgung entschieden werden, hat sich schon mehrfach gezeigt. Dass die USA und ihre Alliierten ungeschlagen in dieser Disziplin sind ebenfalls, die neueste Bestätigung läuft gerade.



Bevor du den Thread mit Spam flutest, den eh keiner liest, mache dir die Mühe vergleichbare Quellen für potentielle Gegner rauszusuchen. Überall auf der Welt kritisieren Militärfans ihre jeweilige Regierung wegen überaltetertem, unzureichenden Material und verbesserungswürdiger Ausbildung. (Oder zumindest überall da, wo man sowas kritisieren kann, ohne für 10+ Jahre nach Sibirien/nach Xinjang/... geschickt zu werden).

Am Ende zählt aber nicht, wer die perfekte Armee hat, sondern wer die weniger schlechte in Stellung bringt. Auf die Bundeswehr sollte man bei einem Konflikt unter 1.-Welt-Staaten nicht wetten, alleine könnte die sich nicht einmal gegen Russland oder sowas verteidigen. Aber die USA sind, trotz aller Mängel, immer noch mit großem Abstand auf Platz 1. Und sie haben die mit Abstand meisten Verbündeten, die zusammen locker noch einmal die gleiche Kampfkraft in die Wagschale werfen können. Man sieht ja aktuell, was passiert, wenn die NATO-Partner sich in erster Linie um Wirtschaft, Inflation, Energiewende, Midterms, Diplomatie und WM kümmern, aber militärisch auch mal nebenbei mit dem kleinen Finger wackeln. Schon die Lieferung von überwierigend ausgemustertem oder kurz vor der Ausmusterung stehendem Altgerät hat gereicht, um die bis vor kurzem zweitgrößte Militärmacht der Welt binnen weniger Wochen von einem seit über einem Jahrzehnt vorbereiteten, mit modernstem Material geführten Eroberungskrieg in eine nur mit hundertausenden Zwangseinberufungen, teilweiser Kriegswirtschaft und iranischer Unterstützung zu stabilisierende Defensive zu zwingen. Gut, in gewisser Hinsicht war China längst stärker als Russland, aber Projektion der eigenen Macht über größere Entfernungen gehört nicht dazu.

Dein Spam ist der Bessere?
Diese Analysen werden von amerikanischen Institutionen für die US Regierung erstellt. Ich präsentiere Auszüge, um euch nicht zu sehr anzustrengen.
Kannst also auf Vorwürfe verzichten.
Zeigt aber gut die Sicht der US Institutionen.
 
Die Mängelliste der MIG 35 will ich erst gar nicht kennen, aber auch bei der ist nicht Gewiss wie sie ohne Hangar und funktionierender Infrastruktur performt ... oder doch? Sie wird nicht abheben können weil zerstört (ohne Hangar) oder kein Sprit, weil keine Infrastruktur. ;)
Die MIG-35 ist der russische Versuch, aus einem veralteten Flugzeugmuster (MIG-29) einen JABo ähnlich der JaBo Version der F-15 zu basteln (F-15E) und das Ganze noch mit der Option als trägergestützes Flugzeug.
Also wenn man so will, eine Art F-18 Mehrzweckkampfflugzeug.
Das die russische Trägerflotte aus gerade mal einem einzigen veralteten Flugzeugträger besteht, liegt es auf der Hand, dass dieses Muster keine erhöhte Priorität in der Produktion hat.
Bis eine erwähnenswerte Anzahl über die bisher vorhandenen 6 Maschinen in Dienst gestellt werden, dürfte die MIG-35 bereits hoffnungslos veraltet sein.
Für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist das Flugzeug irrelevant.
 
Ups. Jetzt hat es wohl Wagner-Söldner erwischt:

Ukrainische Streitkräfte haben nach Angaben des Gouverneurs in Luhansk ein Hotel in der Stadt Kadijiwka angegriffen, in dem sich Mitglieder der russischen privaten Söldnergruppe Wagner aufhielten. Bei der Attacke seien viele Mitglieder der Gruppe getötet worden, sagte Serhij Haidai in einem TV-Interview mit dem ukrainischen Fernsehen. Beim russischen Verteidigungsministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Nach ukrainischen Angaben sei die Gruppe ein wichtiger Teil der neuen russischen Kriegstaktik. Anstelle von Angriffen größerer Einheiten erfolgten nunmehr Attacken kleinerer Gruppen, vor allem der Söldnertruppe Wagner, unterstützt von Rohr- und Raketenartillerie.

Berichten des russischen Online-Mediums Sota zufolge soll in der russischen Armee eine Art Zweiklassengesellschaft herrschen. Tschetschenische Einheiten und andere Elite-Truppen würden in Hotels leben, während die einfachen Soldaten in Kasernen, unter schrecklichen Bedingungen, untergebracht seien, zitierte das Medium die Ehefrau eines Soldaten. Wie weit verbreitet seine Kritik innerhalb anderer Einheiten der russischen Armee ist, bleibt aber unklar.

Ukraine meldet Angriff auf Hotel mit Wagner-Söldnern

Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
 
Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
Meines auch.

Mich irritiert weiterhin, dass die "glorreiche russische Armee" es für nötig befindet, eine Söldner-Bande einzusetzen.
Ist die reguläre Armee also etwa gar kampfschwächer als diese Wagner-Verbrecher?

Immerhin hat das für die Ukraine auch Vorteile.
Söldner fallen nicht unter das Kriegsvölkerrecht.
Man kann sie also ohne schlechtem Gewissen sofort standrechtlich entsorgen und spart sich die Unterhaltskosten als POW.
 
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