Der Militärthread

Start von einer SR-71 war immer ein Höllenspektakel.
Die sind mit nur wenig Sprit in die Luft und wurden dann erst überm Pazifik aufgetankt, bevor es zum Einsatz ging.
Die SR-71 ist ja was das Treibstoffsystem und dernTreibstoff an sich angeht ziemlich besonders.
Das Ding leckt beim Start (bischen) hat aber einen Treibstoff der wenig entzündlich ist (JP-7), das lecken hört nach dem Start und einer gewissen Hitze durch Geschwindigkeit auf.
Die haben sehr schnell herausgefunden, das Ding nur mit 1/4 Tanks zu starten und dann den Rest in der Luft aufzutanken, auch um den Reifen und Fahrwerk eine längere Lebensdauer zu geben.
Die SR-71 ist halt nicht wirklich ein "normales" Flugzeug, sie verhält durch ihre Geschwindigkeit und daraus entstehenden Bedonderheiten schon etwas anders.
Für 1960 und 1970er Jahre ein beeindruckendes Stück Technik!
 
Für 1960 und 1970er Jahre ein beeindruckendes Stück Technik!
Ja finde ich auch.

Die SR-71 ist mit zwei Turbojet-Triebwerken des Typs Pratt & Whitney J58 ausgerüstet, die speziell für den Antrieb der SR-71 und deren Vorgänger Lockheed A-12 entwickelt wurden. Um bei der zu erreichenden Geschwindigkeit bis Mach 3,2 noch effizient arbeiten zu können, wurde das Triebwerk mit einer technischen Raffinesse ausgerüstet, die nie zuvor eingesetzt worden war: neben dem Turbostrahlbetrieb arbeitet es bei hohen Geschwindigkeiten auch als Staustrahltriebwerk, da einströmende Luft über sechs Rohre um die Turbojet-Stufe herumgeführt wird und direkt in den Nachbrenner gelangt. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten werden so 80 Prozent des Schubs von der Staustrahlfunktion geliefert.

Ein Nebeneffekt war, dass bei Annäherung an die Höchstgeschwindigkeit mit zunehmender Effizienz der Staustrahltriebwerke der Treibstoffverbrauch pro Strecke zurückging. Diese Hybrid-Triebwerke erfordern sehr komplexe Steuerungsmechanismen, was den Entwicklungsaufwand in die Höhe trieb.
Quelle: Lockheed SR-71

Und die SR-72 wird noch einen draufsetzen.
Das muß man sich mal vorstellen: Mach 6! Also die doppelte Geschwindigkeit von der SR-71. Mehr der sämtliche Rekorde gebrochen wurden.
 
Ich habe keine Infos, ob die SR-72 gebaut wird.
Immerhin wird diese "offiziell" als Projekt geführt.
Goggle mal nach der Aurora...
Ich schwöre Dir, das Teil gibts/gab es...
 
Klar habe ich das auch gelesen, aber "könnte" ist nicht tatsächlich bauen...
Das ist halt ziemlich Tricky mit dem Triebwerken, die müssen beides können, ähnlich der SR-71, sie also auf Geschwindigkeit bringen und dann durch den Staustrahl auf Mach 6 boosten, das ist halt das doppelte von der SR-71 entsprechend schwierig. Rein aerodynamisch glaube ich nicht das der Fortschritt jetzt so riesig ist, die wussten auch damals schon ganz gut bescheid. Mit entsprechenden Computern und Windkanal geht natürlich noch einiges, aber wir reden hier fast über eine Verdoppelung der Geschwindigkeit, der technische Aufwand dürfte riesig sein und dann kommt halt schnell eine Kosten-Nutzen Rechnung. Machbar ist das garantiert, fragt sich nur wer es bezahlen will.

Beim letzten Punkt wäre mal interessant, ob die derzeitige Unterstützung der Ukraine (ALLES), zivil, militärisch etc. in etwa dem Aufwand der Luftbrücke nach Berlin entspricht, oder ob dazwischen infaltionsbereinigt doch noch einiges dazwischen liegt.
Damals konnten die Russen auch nicht glauben dass das geht, bis Clay, Turner, Reuter und die West Berliner mit Hilfe von Truman Ihnen das Gegenteil bewiesen haben. Die Kosten dürften aber immens gewesen sein.
 
Das ist halt ziemlich Tricky mit dem Triebwerken, die müssen beides können, ähnlich der SR-71, sie also auf Geschwindigkeit bringen und dann durch den Staustrahl auf Mach 6 boosten, das ist halt das doppelte von der SR-71 entsprechend schwierig. Rein aerodynamisch glaube ich nicht das der Fortschritt jetzt so riesig ist, die wussten auch damals schon ganz gut bescheid. Mit entsprechenden Computern und Windkanal geht natürlich noch einiges, aber wir reden hier fast über eine Verdoppelung der Geschwindigkeit, der technische Aufwand dürfte riesig sein und dann kommt halt schnell eine Kosten-Nutzen Rechnung. Machbar ist das garantiert, fragt sich nur wer es bezahlen will.
Die Problematik ist zunächst dann vorhanden, wenn wir über ein bemanntes Vehikel reden.
Technologisch ist der Staustrahlantrieb bei ca. 5 Mach an der technischen Grenze, darüber geht eigentlich nur Raketenantrieb und der ist nicht auf Dauerbetrieb ausgelegt.

Glaubt man den Gerüchteküchen, hat(te) die Aurora drei Antriebarten an Bord.
Ein Jettriebwerk ähnlich der SR-71 (Normalbetrieb umschaltbar auf Staustrahl) und zwei H2-O2 Raketenmotoren, die das Teil auf ca. Mach 9-10 beschleunigen/beschleunigten.

Beim letzten Punkt wäre mal interessant, ob die derzeitige Unterstützung der Ukraine (ALLES), zivil, militärisch etc. in etwa dem Aufwand der Luftbrücke nach Berlin entspricht, oder ob dazwischen infaltionsbereinigt doch noch einiges dazwischen liegt.
Damals konnten die Russen auch nicht glauben dass das geht, bis Clay, Turner, Reuter und die West Berliner mit Hilfe von Truman Ihnen das Gegenteil bewiesen haben. Die Kosten dürften aber immens gewesen sein.
Ohne es zu Wissen, taxiere ich die tatsächlichen Materialbewegungen als deutlich höher ein, das für die Ukraine primär per Bahn antransportiert wird, was ganz andere Massengrößen als "nur" Luftbrücke zulässt.
 
Die Problematik ist zunächst dann vorhanden, wenn wir über ein bemanntes Vehikel reden.
Anscheinend ist das ja der Wille.

Ohne es zu Wissen, taxiere ich die tatsächlichen Materialbewegungen als deutlich höher ein, das für die Ukraine primär per Bahn antransportiert wird, was ganz andere Massengrößen als "nur" Luftbrücke zulässt.
Hier bin ich bei dir, aber vergesse halt nicht den Treibstoff der Flugzeuge, die Flugzeuge, die Piloten, die Inst und schlussendlich das be und entladen, viel Technik hatten die damals nicht.
Das Material ist bei der Ukraine garantiert wesentlich höher, Menscheneinsatz und auch Treibstoff dürften bei der Luftbrücke wesentlich höher gewesen sein, das kostete damals aber eben nicht so viel, auch inflationsbereinigt nicht.
Die Flugzeuge waren halt "wertvoll".
 
Die Problematik ist zunächst dann vorhanden, wenn wir über ein bemanntes Vehikel reden.
Technologisch ist der Staustrahlantrieb bei ca. 5 Mach an der technischen Grenze, darüber geht eigentlich nur Raketenantrieb und der ist nicht auf Dauerbetrieb ausgelegt.

Bei solchen Geschwindigkeiten ist ein Konzept mit Dauerbetrieb ohnehin nur noch bedingt zu erwarten:

Die SR-71 war ein fliegender Treibstofftank und wie Don schon angemerkt hat, ist Man heute nicht wesentlich weiter, was das Luftwiderstand/Volumen-Verhältnis so eines Designs angeht. Den Piloten einzusparen und miniaturisierte Aufklärungseinrichtung bringt ein Bisschen was, aber die gestiegenen Stealthanforderungen fressen das ganz schnell wieder auf. Wenn der Vogel mit der doppelten Geschwindigkeit = dem vierfachen Energieverbrauch der SR-71 fliegen soll, braucht er ein viermal besseres Frontfläche/Volumenverhältnis, also pro Wiederstand die vierfache Spritmenge. Dafür muss er 4³ mal so groß ausfallen bzw. aufgrund der parallel steigenden sturkturellen Masse eher 5³ mal so groß.

Aber "gleiche Reichweite" reicht ja nicht einmal näherungsweise. Die SR-71 konnte über weite Teile der Sowjetunion geradeaus rüber und hatte dann eine vergleichsweise kurze freihängende Strecke zwischen dem letzten Refuel über Europa und dem nächsten in kanadischem oder international-pazifischen Luftraum (oder umgekehrt). Ich komme auf maximal 6000 km für die kontinentalsten Teile Südrusslands, aber ich glaube die spielten zu Konstruktionszeiten der SR-71 nicht einmal eine Rolle. Wer dagegen geradewegs über China hinwegjetten will, braucht Sprit für mindestens 9000 km, ehe er wieder in nicht-unfreundlichem Luftraum ist. Da diese weiteren 50% Treibstoff den gesamten ersten Teil des Fluges mitgeschleppt werden müssen, wird die Kiste 6³ mal so groß - oder noch mehr, weil man das Radarecho eines derartigen Monstern noch mehr Kompromisse zugunsten von Stealth wieder reduzieren muss.

Da sich hypersonische Kreuzfahrtschiffe von bislang nicht materialisiert haben, ist ein kontinuierliches Betriebskonzept praktisch ausgeschlossen. Die Reichweiten- und Geschwindigkeitsanforderungen sind nur für einen Gleiter zu schaffen, der Teile seiner Mission oberhalb der Athmosphäre absolviert. Macht 6 sind immerhin schon 60% der für den Silbervogel angedachten Reisegeschwindigkeit.

(6³ = 216, die SR-71 würde ich nach der Luftbetankung mal auf 90 Tonnen schätzen. Um rein durch Größenskalierung Mach 6 zu erreichen, bräuchte man also grob geschätzt ein 20000 Tonnen Flugzeug. Zum Vergleich: Die Yorktown-Träger aus dem zweiten Weltkrieg, hatten leer ungefähr diese Verdrängung. Hier mal visualisiert. Das vorn links am Bug ist übrigens eine Oxcart, also das Basismodell der SR-71. Exponentielle Bezüge sind die Hölle, wie jeder seit bald drei Jahren wissen sollte...)


Hier bin ich bei dir, aber vergesse halt nicht den Treibstoff der Flugzeuge, die Flugzeuge, die Piloten, die Inst und schlussendlich das be und entladen, viel Technik hatten die damals nicht.
Das Material ist bei der Ukraine garantiert wesentlich höher, Menscheneinsatz und auch Treibstoff dürften bei der Luftbrücke wesentlich höher gewesen sein, das kostete damals aber eben nicht so viel, auch inflationsbereinigt nicht.
Die Flugzeuge waren halt "wertvoll".

Lebensmittel- und Energieversorgung der Ukraine waren bislang eigenständig. Angeliefert wurde überwiegend Militärtechnik. Für deren Verhältnisse mag das Aufkommen groß sein, aber das ist absolut nichts im Vergleich zur Versorgung von 2,2 Millionen Menschen. Wiki gibt 2,1 Millionen Tonnen insgesamt für die Berliner Luftbrücke an und von Beginn der Flüge bis zum Ende der Blockade vergingen 434 Tage. Das macht im Schnitt fast 5000 Tonnen. pro. Tag. Der Spitzenwert lag bei 12000 Tonnen. an. einem. Tag.
Zwei solcher Tage würden vermutlich reichen, um sämtliche an die Ukraine gelieferten Fahrzeuge zu transportieren, zwei weitere für die restliche permanente Ausrüstung. Packen wir noch je eine Woche Treibstoff und Munition drauf und nach einem halben Monat ist wieder Feierabend für die Piloten.

Sarajevo (126000 Tonnen) könnte eher passen.
 

Es scheint doch viel übertrieben zu werden in Bezug auf die SR-71.
Ich weiß nur das in Eberswalde Mig-25 aufgestiegen sind und die SR-71 an der Grenze begleiteten.

Übrigens sieht man an beiden Flugzeugen unterschiedliche Lösungsansätze.
Die USA bauten ein teures Flugzeug, mit begrenzten Möglichkeiten während die Mig-25 ein wirklich beeindruckender Kampfjet war und mit der im Moment im Einsatz befindlichen Mig-31 ist.

Neben 3000kmh

"Das hochmoderne Zaslon-AM-Radar erlaubt der MiG-31BM, Ziele in bis zu 320 Kilometern Entfernung zu erfassen und, dank der Rakete R-37M, über 280 Kilometer hinweg zu bekämpfen. Die MiG-31BM ist in der Lage, sechs Luftziele gleichzeitig zu bekämpfen und bis zu zehn Luftziele zu verfolgen. LCD-Bildschirme, auf denen Taktik-, Navigations-, Radar- und andere Informationen angezeigt werden, erhielten Einzug ins Cockpit der MiG-31BM. Mit der Luft-Boden-Rakete Kinschal gibt es außerdem bereits eine Hyperschallwaffe im Repertoire der MiG-31 und es laufen seit geraumer Zeit Tests mit einem System zur Bekämpfung von Satelliten – Codename "Burewestnik". "Die neue Ausrüstung erweitert die Fähigkeiten der MiG-31BM und verwandelt sie von einem hochspezialisierten Abfangjäger in eine multifunktionale Kampfeinheit, die effektiv mit Flugabwehr-Raketensystemen der Luftverteidigung interagiert", ergänzt Rostec."

 
Und du übertreibst mit deiner Werbung für die MiG-31.
Die Frage ist doch was effektiver ist?
Ein schnelles Flugzeug, oder ein schnelles hocheffektives Kampfflugzeug, was in seiner Klasse ohne Konkurrenz ist.

Wie immer erzählt einer von russischen Werbebroschüren und ein anderer von Übertreibung, natürlich ohne jedes Argument.
Wann und wo ist die SR-71 über die Sowjetunion hinweggeflogen?
Ich weiß nur das sie über Vietnam von einer sowjetischen Rakete beschädigt wurde. Ok, war eine A-12.

 
Zuletzt bearbeitet:
Die SR-71 ist ein reines Aufklärungsflugzeug.
Es gab basierend auf dem Oxcart-Projekt einen Prototyp eines Abfangjägers. Die Maschine nannte sich YF-12 und es wurden lediglich drei Stück zu Testzwecken gebaut. Die Höchstgeschwindigkeit war mit Mach 3,35 angegeben.
Klingt total Banane, aber hatte durchaus einen Sinn. Je höher die Geschwindikgeit beim Raktenabschuss, umso höher ist die Maximalreichweite des Flugkörpers. Die Maschine konnte aber nur drei Raketen tragen.

Eine F-22 ... ohne Zweifel! :D
Vom Radarquerschnitt her auf jeden Fall. Das gepaart mit Datalink und einer AWACS in der Luft, und es sieht düster aus für die Gegner. :D
 
Zurück