Für die Kosten kommen die Krankenversicherungen auf, die verdienen sich hier dumm und dämlich, sollten auch mal was tun.
Also der Klassiker, du willst Spaß, die Rechnung soll aber jemand anders übernehmen, die Kosten nur auf die Allgemeinheit abgewälzt werden.
Noch mal, es wird hier massiv getestet am Flughafen etc., das kann man auch mit den Gästen aus dem Ausland machen. Die Leute sind überall gleich, das Virus wird nicht besser oder schlechter nur weil jemand hier wohnt und der andere eben weiter weg.
Im Gegenteil, an deutschen Flughäfen wurde monatelang garnichts gemacht. Man hat den Flugbesatzungen die Verantwortung zugeschoben. Wer einen Verdachtsfall an Bord hatte musste das melden, dann wurde ein Airport angeflogen an dem ein medizinisches Team bereitstand. Aber komm mal von dem Gedanken ab, dass hier bei Einreise getestet wurde. Da sind Reisende aus China - vor der Reisesperre der EU - munter einfach aus dem Flieger direkt in die Ankunftshalle marschiert ohne auch nur ein Fieberthermometer zu sehen.
Die Welt muss globaler werden, stärker vernetzt und mit deutlich mehr Kontakten zueinander. Und nicht jeder Mist lässt sich via Zoom&co erledigen. Menschen haben sich immer schon über die Kontinente bewegt und das soll auch wieder möglich sein im vollem Umfang - meinetwegen mit Maske und Abstrich am Flughafen, aber sonst nix. Wird ja eh hier in der EU so gemacht - Abstrich, negativ - kannst rumlaufen. Warum nicht bei Amis? Nur weil sie mehr Infektionen haben (ach welch n Wunder bei einem Land was knapp das 4fache an Bevölkerung hat und ganz andere Regeln und Ideen vertritt)?
Wie kommst du darauf, dass in der EU bei Ankunft ein COVID Test gemacht wird?
Flughafen Frankfurt: "Walk-in"-Corona-Testzentrum eroeffnet | tagesschau.de Das ist seit GESTERN offen. Und schafft 300 Tests / Stunde. Das ist ein Flugzeug...
Die Ösis waren in Wien Swechat die Ersten die Tests am Flughafen angeboten hatten, in den allermeisten Ländern hieß es, Quarantäne. Erst nach und nach wurde ein negativer Covid Test, mitgebracht aus dem Herkunftsland akzeptiert.
Dazu kommt noch, wer von außerhalb der EU einreist, wo soll der bitte eine Quarantäne verbringen wenn der Test denn positiv ausfällt? In einem Hotel? Wer bezahlt das?
Sollen wir staatliche Einrichtungen aufstellen - und so Personal aus dem Gesundheitswesen dafür abziehen?
Grundrechte von Verfassungsrang sind keine individuellen Beduerfnisse, sondern vom Staat zu schuetzende Rechtsgueter - und die Wuerde des Menschen kommt noch vor dem Recht auf koerperliche Unversehrtheit. Schraenkt der Staat sie ein, muss nicht das Individuum kniefaellig darum bitten, seine Grundrechte zurueckzubekommen - sondern muss der Staat fortlaufend versuchen, den Schutz der Allgemeinheit mit solchen mildestmoeglichen Mitteln zu erreichen, dass die Grundrechtseinschraenkung fuer den Einzelnen minimiert wird und ggf. erklaeren, warum ihm das im Einzelfall nicht moeglich ist. Sehr viele hier haben kein so sehr grosses Problem damit, auf Grundrechte wie z. B. die Versammlungsfreiheit zu pfeifen, wenn man sich dadurch nur selbst ein wenig sicherer fuehlen kann. Wenn ich aber heute mit Verweis auf irgendeine Kennzahl das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit aussetze, wie soll ich dann morgen begruenden, warum dasselbe nicht auch mit dem Grundrecht auf Asyl moeglich sein sollte? Um beim Beispiel zu bleiben, waere es klueger gewesen, Versammlungen zuzulassen, wenn der Veranstalter ein Hygienekonzept vorlegt. Stattdessen wurden sie, jedenfalls anfangs, pauschal verboten, was von hoeheren Instanzen dann wieder kassiert wurde.
Wir muessen Acht geben, Ja. Auf einander, aber auch auf das gesellschaftliche Klima und die Werte, die sie zusammenhalten sollten.
Ich hab mehr als 13 Jahre mit eingeschränkten Grundrechten gelebt, ist nicht so als ob das GG sowas nicht hergeben würde. Dass wir in Deutschland hier keine erstklassige Lösung fahren, auch dank des Föderalismus (Achtung, ich will ihn weder abschaffen, noch ändern!) ist mir bewusst. Wir haben 16 Landesfürsten die teilweise machen was sie wollen und das Dilemma nur noch verstärken. Ich verstehe was du ausdrücken willst und ich bin der erste der objektive Kritik am Krisenmanagement unserer Regierung zulässt (Grüße gehen raus an meine Freunde vom AA...). Dennoch, Versammlungen zum Zweck der persönlichen Belustigung einzuschränken empfinde ich in der aktuellen Situation halt nicht als Gängelung sondern als notwendig, auch wenns wehtut. Und es hat sich ja gezeigt, dass z.b. das Versammlungsrecht durchaus in Anspruch genommen werden darf. Von veganen Köchen und BLM.
Ja, wir müssen aufeinander Acht geben. Aber hier im Forum hats heute schonmal jemand (Tengri?) geschrieben. Als 25.000 Montags durch Dresden marschiert sind musste man die Sorgen und Nöte der Menschen ernst nehmen. Wenn 50.000 nur durch Berlin ziehen will unser Innenminister lieber eine Taz Journalistin anzeigen und alles schreibt nur über Gewalt gegen die Polizei. Ich tu mir schwer eine laute Minderheit als maßgeblichen Indikator für das gesellschaftliche Klima anzuerkennen.
Und ich wiederhole mich: Wenn jemand sagt "mir egal, ich trotze der Gefahr die durch COVID ausgeht", dann ist das einfach nur dumm und kurzsichtig, denn all die Personen mit denen er zusammenlebt, die er beim einkaufen trifft und und und sehen das vllt ganz anders, werden aber durch diese eine Person gefährdet. Ich würd mir nichts mehr wünschen als ein ganzes Volk voll mündiger aufgeklärter Staatsbürger denen man die Bewältigung einer solchen Krise guten Vertrauens selbst überlassen kann...