Bundeswehr aus Afghanistan abziehen?

Bundeswehr abziehen?

  • ja

    Stimmen: 164 64,8%
  • nein

    Stimmen: 89 35,2%

  • Umfrageteilnehmer
    253
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
@ ruyven_macaran

Ganz ehrlich hast du eigentlich irgendeinen Plan. was du in Bezug auf Afghanistan erzählst?
Alle großen Städte plus die Ring Road und die Verbindung zwischen Herat und Kabul waren in Nato Hand und die Taliban haben sich dort NIE zum offenen Kampf gestellt. (Städte, gute Logistik, große Straßen, schnelle Verbindungen)
Die Taliban haben ausschließlich in der ländlichen und gebirgigen Diaspora gekämpft, wo 50km, 2-3 Tage selbst mit Nato Gerät bedeuten. Jede westliche Streitkraft ist bestens darüber informiert und auch trainiert, wie und wo man in z.B. Kabul, die wichtigen und richtigen Knotenpunkte einnimmt und die Stadt abriegelt, etwas was die Taliban seit 20 Jahren nicht mehr praktiziert haben.

Thanks for things everyone know... back to topic?
Du wolltest nicht "Kabul abriegeln", sondern du wolltest Kabul von Talibankämpfern säubern, sodass sich dort Feinde der Taliban wieder sicher bewegen können. Das ist eine komplett andere Aufgabe als ein paar Kreuzungen so zu besetzen, dass man sich selbst gegen Angriffe verteidigen kann. Und wie gut das der NATO bislang in deutlich kleineren Städten gelungen ist, hat man vor 10 Tagen gesehen. "Taliban nur in Gelände, in dem man mit NATO-Ausrüstung 3 Tage für 50 km braucht"? Dann sollten wir vielleicht die NATO-Ausrüstung einäschern und auf Taliban-Ausrüstung umsteigen, denn die sind teilweise 100-200 km am Tag voranmarschiert.
Oder waren eben schon da. Unter den Augen des vollen NATO-Kontingents nach teilsweise fast 20, praktisch durchgängig über 15 Jahren. Und jetzt kommst du und behauptest, man könne mit einem Bruchteil der Truppe in 15-20 Stunden alle gegnerischen Kämpfer in Kabul finden und neutralisieren. :wall:


Das ist komplexer als man denkt :)
Zunächst ist die Ausbildung das A und O in allen Armeen der Welt.
Dann die Führungsstruktur.
Dann das Material.
...

Anmerkung: Ich habe keine Aussage darüber gemacht, wer die beste Armee der Welt ist, sondern wer mit seinem Geld sinnvoll umgeht. Eine gute Führungsstruktur und eine vernünftige Ausbildung sind nicht soviel teurer als eine richtig schlechte und auch die Bundeswehr, deren Ausbildung du offensichtlich ziemlich gut findest, gibt nur einen relativ kleinen Teil ihres Budgets für selbige aus. Was richtig ins Geld geht und deswegen immer der Zankapfel bei Militärbudgets ist, ist einerseits der pure Truppenstärke (da steht Deutschland aber ganz okay dar, insbesondere wenn man die an zivile Betriebe ausgelagerten Tätigkeiten miteinrechnet) und vor allem das Großgerät. Wo immer mehr Budget gefordert wird, geht es eigentlich immer um letzteres (auch hier im Thread fielen einschlägige Beispiele). Und diese Forderungen sehe ich nicht ein, denn gemessen daran, was weitaus stärker ausgestattete Armeen für ihr Equipment ausgeben, ist die Bundeswehr schon verdammt gut finanziert. Sie lässt sich nur derart systematisch über den Tisch ziehen, dass man das nur noch mit Absicht erklären kann und auch wenn die Verantwortung dafür eher auf ministerieller denn militärischer Ebene liegt, sollte das Parlament besagtes Ministerium in seine Schranken verweisen.

Material:
Die SU-30 ist ursprünglich als Pendant zur F-15, als Nachfolger der SU-27 (vs. F-14 Tomcat, F-111) entwickelt worden.
...
Die SU-35 wäre da härter als Gegner, die SU-57 der überlegenere Typ.

Zu erster Einschätzung hängt es wahrscheinlich davon ab, ob man einen NATO-Angehörigen oder einen Dritten fragt, in der von mir so diffus über die Jahre konsumuierten Literatur wurde die SU-27 eher selbst mit der F15 gleich gesetzt und die verbesserte -30 geht dann schon stark in Richtung F/A-18E, F-15E und kann, wenn man sie rein als schweren AAM-Träger betrachtet, schon auf halbem Wege zur F-22 (minus Stealth versteht sich) betrachtet werden. Auf alle Fälle ein ganz anderes Missionsprofil als die Typhoon. Wenn die sich im Nahkampf begegnen, hat die -30 definitiv verloren - und vorher schon einiges falsch gemacht. Trotzdem hätte ich auch lieber die -35BM herangezogen, weil man die wirklich gut mit der -15E vergleichen kann, da spuckte Google aber keinen Preis für aus :) .

Ist aber eigentlich egal: Indien hat für 1 Milliarde 20 von den Dingern gekauft. Deutschland hat für 0,7 Milliarden die Gorch Fock saniert und Aufklärungssensoren ohne Trägerplattform entwickelt. Und sorry, aber gegen eine Bark auf Basis von 33er Bauplänen ist eine SU-30 ein ausreichend harter Gegner, da muss man nicht auf -57 aufrüsten um eine Chance zu haben. Auch nicht gegen die Führungsstruktur der Bundeswehr ;) .

Ahnungslosigkeit bei Presse und türkischem Militär.

Hoffe mal nicht, dass das türkische Militär blöder ist, als jeder mal eine halbe Wikipedia-Seite zu Panzern nach dem 2. WK gelesen oder wenigstens ein x-beliebiges Panzer-F2P gespielt. Aber da sie an der Gernze nur gegen kurdische Verbände positioniert wurden, die keine Lufteinheiten, meines Wissens nach keine Präzisionsartillerie und auch sonst wenig, was über tragbare Waffen hinausgeht, hat, konnten sie sich ruhig eingraben. Vermeidet Kratzer im Lack, erschwert es der Artillerie tatsächlich, im direkten Feuer Schaden an ggf. gerade abgesetzten Personal anzurichten und es unterstreicht, dass man (noch) nicht einmarschieren will. Die Manöver waren mehr Diplomatie als Militär und da gelten andere Regeln.

ich bin auf Grundlage meiner Kontakte zur Truppe überzeugt davon, dass selbst mit minimalem Material die BW einem deutlich Material überlegenen Gegner sehr gut die Stirn bieten könnte.

Leider brauchen wir in den letzten Jahren fast nur noch eine Truppe, die einem deutlich Material unterlegenen Gegner vernichten kann, der explizit nicht die Stirn bietet. Aufrüstforderungen scheinen dagegen irgendwie immer noch im kalten Krieg verhart zu sein - und wie du selbst sagst: Für dessen Szenarien sind wir eigentlich immer noch sehr gut gerüstet, zumindest solange NATO und EU funktionieren.


Wenn Afghanistan das einzige Problem der USA gewesen wäre, dann würd ich Dir durchaus zustimmen. Ist es aber nicht und das Argument des Kosten-Nutzen ergibt aus Sicht der USA eindeutig Sinn. Für Afghanistan weniger, aber wann hat sich der Westen denn jemals um solche Details geschert.

Kann es sein, dass wir aneinander vorbeireden? Ich habe nur Aussagen dazu gemacht, was MÖGLICH wäre. Du beschäfstigst dich damit, was in den Augen der USA derzeit sinnvoll oder attraktiv ist und dass da keine starke Militärpräsenz dazu gehört, ist so offensichtlich, dass ich eigentlich gar nichts weiter dazu sagen muss.

Verschanzt man sich nur in den Städten, dann gibts eben Anschläge und so wird man zermürbt.
Und stell Dir mal nicht zu einfach vor ne Stadt wie Kandahar gegen einen entschlossenen Feind zu erobern. Kannst mal die Kurden fragen wie das in Mossul gelaufen ist

Und die Kurden hatten noch den Vorteil, dass der IS den offenen Kampf praktizierte und sich als Übermacht profilieren wollten. Die Taliban dagegen haben schon vor über 19 Jahren zugegeben, dass sie dem Westen nicht im direkten militärischen Schlagabtausch schlagen können und das auch nicht wollen, sondern andere Strategien anwenden. Mit offensichtlichem Erfolg. Und jetzt ist ganz Afghanistan Teil ihres Netztes von Rückzugsmöglichkeiten geworden und insbesondere Kabul wimmelt davon.


Ich weiß aber auch nicht, ob die momentane Realität sich vor der ganzen Welt lächerlich zu machen, besser ist!

Wenn du das nicht weißt, dann weißt du es halt nicht. Aber akzeptiere, dass andere Leute wissen, dass "sich lächerlich machen und leben" besser ist, als "unter großen Verlusten und mit viel Kollateralschäden lächerlich machen". Es wurde schon viele schlimme Situationen noch schlimmer, weil irgendwer der Meinung war, man müsse "irgendwas tun" in einer Lage, die nicht mehr zu retten und nur noch zu verschlimmern war. Es braucht kein weiteres Beispiel dafür, warum "nicht wissen" kein guter Ratgeber ist.

Letztendlich wird man aber in der Zukunft um den Kernpunkt meiner Aussage nicht herumkommen, nämlich entweder auch ohne die USA in der Lage zu sein, politisch und militärisch "in der Welt" handeln zu können, was als Konsequenz mind. 2-3% des BIP als Investition in die BW bedeutet, oder eben im Status Quo zu bleiben und damit der militärische und politische Wurmfortsatz der USA zu sein, weil man ohne sie nicht militärisch handeln kann.
Das sollte man dann aber eben offen kommunizieren!

Ich weiß nicht, was für Kommunikation du wahrnimmst, aber Deutschlands Führung weißt eigentlich seit einer gewissen Zeit (so rund 76 Jahre, um genau zu sein) bei jeder sich bietenden und nicht bietenden Gelegenheit daraufhin, dass man sich nicht als Weltpolizei sieht, niemand anderem "in der Welt" militärisch den deutschen Willen aufdrücken will und allenfalls im Rahmen von Bündniseinsätzen oder mit UN-Mandaten außerhalb der eigenen Landesgrenzen agieren will und dann bitte auch möglichst nur im Wiederaufbau und unterstützend/ausbildend bei lokalen Partnern.

Die realen Einsätze passen da zwar auch nicht so ganz drauf, aber zu keinem Zeitpunkt hat jemals jemand von der Bundeswehr erwartet, ohne starke Partner eigenmächtig geostrategischen Einfluss zu nehmen. Und logischerweise hat dann auch niemand Budgets genehmigt, die für dieses nicht-Ziel nötig wären.
 
Anmerkung: Ich habe keine Aussage darüber gemacht, wer die beste Armee der Welt ist, sondern wer mit seinem Geld sinnvoll umgeht. Eine gute Führungsstruktur und eine vernünftige Ausbildung sind nicht soviel teurer als eine richtig schlechte und auch die Bundeswehr, deren Ausbildung du offensichtlich ziemlich gut findest, gibt nur einen relativ kleinen Teil ihres Budgets für selbige aus. Was richtig ins Geld geht und deswegen immer der Zankapfel bei Militärbudgets ist, ist einerseits der pure Truppenstärke (da steht Deutschland aber ganz okay dar, insbesondere wenn man die an zivile Betriebe ausgelagerten Tätigkeiten miteinrechnet) und vor allem das Großgerät. Wo immer mehr Budget gefordert wird, geht es eigentlich immer um letzteres (auch hier im Thread fielen einschlägige Beispiele). Und diese Forderungen sehe ich nicht ein, denn gemessen daran, was weitaus stärker ausgestattete Armeen für ihr Equipment ausgeben, ist die Bundeswehr schon verdammt gut finanziert. Sie lässt sich nur derart systematisch über den Tisch ziehen, dass man das nur noch mit Absicht erklären kann und auch wenn die Verantwortung dafür eher auf ministerieller denn militärischer Ebene liegt, sollte das Parlament besagtes Ministerium in seine Schranken verweisen.
Ich drücke es mal so aus:
Die Ausbildung der Offz. und Uffz. waren zu meiner Zeit sehr gut und nach meinem Dafürhalten auch heute noch gut.
Es trifft auch hier generell Sparen auf Ausbildung; z. B. umfangreiche und aus meiner Sicht zwingend erforderliche Manöver werden mit angezogener Handbremse veranstaltet. Es darf ja kein Lärm mehr machen, der zivile Verkehr soll nicht behindert werden, Umweltschutz usw. etc., alles gute Gründe für die Zivilbevölkerung, alles schlechte Gründe zur Truppenausbildung.
Und nein, der Zankapfel wird durch die Presse getrieben.
Dort wird Großgerät X für zig-Mrd. (z. T. berechtigt) kritisiert, persönliche Ausrüstung, wie man es bei den Kameraden aktuell in Afghanistan sieht, steht aber nur einem sehr kleinen Teil der Truppe zu Verfügung.
Während es z. B. bei den Israelis, Niederländern und Amerikanern selbstverständlich ist, dass jeder Soldat top ausgerüstet ist.
DAS kostet ungleich mehr und wird, wenn überhaupt, nur in Fachkreisen diskutiert.

Die Truppenstärke für OK zu befinden, wenn lustig ausgegliederte Bereiche (wirtschaftlich durch sinnvoll) wie meinethalben das BW Fuhrparkmanagement oder gar die "Kleiderkammer" mit eingerechnet werden - sorry, das ist gnadenloser Bullshit.
Weil alle anderen Armeen haben Ähnliches, mit schielendem Blick nach USA, GB oder FRA sogar ungleich umfangreicher - also Äpfel mit Birnen-Vergleich.
Das ist die gleiche Schwachfugargumentation, wenn Mrs. Merkel gegenüber sonnyboy Trumpl allen Ernstes erklärte, wir hätten ja nicht 1,4 % vom BiB, sondern mit all der Entwicklungshilfe , Förderungen usw. ja schon fast 1,6% BiB in die Truppe investiert.
Es sind aber immer noch mind. 0, 4% zu wenig und die schöngerechneten 0,2% gehören meinethalben ins sozial- oder Entwicklungshilfeministerium , aber eben nicht ins Verteidigungsministerium.

Bildhaft ist es in den letzten 30 Jahren so gewesen, dass das Großgerät Fahrrad finanziell immer nur mit Kinderradstützrädern ausgestattet wurden und die Aufgabenstellungen der Politik aber ein Highendrennrad abfordert und alle sich fragend anschauen, warum es nicht funktioniert.

Ob du nun die Forderungen für angemessen ansiehst oder nicht, ist letztlich genau so irrelevant wie die meinige Sicht der Dinge.
Der Wähler entscheidet über die Zukunft der BW und da wir immer noch eine geiz-ist-geil Gesellschaft sind, sehe ich da einfach nur dunkelgrau.

Das Beschaffungsmanagement, da sind wir uns einig, das ist ausbaufähig.
Aber so lange bildungsferne und tagträumerische SPD Leutz im Verteidigungsausschuss sitzen und aus einer Bewaffneten Drohne eine unbewaffnete machen und die Umrüstung bei den Israelis mehr Geld verschlingt, als die Dinger im Leasing Wert sind, so lange darf auch das Beschaffungsmanagement unprofessionell vor sich her wurschteln.
Zu erster Einschätzung hängt es wahrscheinlich davon ab, ob man einen NATO-Angehörigen oder einen Dritten fragt, in der von mir so diffus über die Jahre konsumuierten Literatur wurde die SU-27 eher selbst mit der F15 gleich gesetzt und die verbesserte -30 geht dann schon stark in Richtung F/A-18E, F-15E und kann, wenn man sie rein als schweren AAM-Träger betrachtet, schon auf halbem Wege zur F-22 (minus Stealth versteht sich) betrachtet werden. Auf alle Fälle ein ganz anderes Missionsprofil als die Typhoon. Wenn die sich im Nahkampf begegnen, hat die -30 definitiv verloren - und vorher schon einiges falsch gemacht. Trotzdem hätte ich auch lieber die -35BM herangezogen, weil man die wirklich gut mit der -15E vergleichen kann, da spuckte Google aber keinen Preis für aus :) .

Ist aber eigentlich egal: Indien hat für 1 Milliarde 20 von den Dingern gekauft. Deutschland hat für 0,7 Milliarden die Gorch Fock saniert und Aufklärungssensoren ohne Trägerplattform entwickelt. Und sorry, aber gegen eine Bark auf Basis von 33er Bauplänen ist eine SU-30 ein ausreichend harter Gegner, da muss man nicht auf -57 aufrüsten um eine Chance zu haben. Auch nicht gegen die Führungsstruktur der Bundeswehr ;) .
Auch hier drücke ich es mal so aus:
Ich bin die T-38, die F-4 Phantom, den AlphaJet und den Tornado geflogen und habe bei dem Amis im Rahmen meiner Fluglehrerausbildung und Verbindunsgoffz. jeweils ein paar h auf der F-16, F-18, F-15, F-5, AV-8B, A-10, Saab JA 37 sowie auf der MIG-29 (19 h) und SU-27 (8 h) aus damaligen US Beständen verbracht.
Absolutes highlight war die damals brandneue Rafale, 6 h als Backseater mit ca. 4 h Sticktime.
Das war zumindest "damals" gängige Praxis.

Insofern behaupte ich mal, dass ich relativ gut einschätzen kann und darf, welches Potential Militärmaschinen haben.

Dir Gorch Fock Sanierung mag, und da stimme ich durchaus zu, extrem unglücklich gelaufen sein.
Jedoch ist hier wieder die Komponente "Idealfindung" / Historie der Truppe zu nennen.
Historisch vorbelastete Vorbilder wie Rommel, Guderian, Mölders, Klepke, Galland oder auch Langsdorff oder Mewis sollen nicht mehr benannt werden, also sucht man händeringend (und für mich durchaus nachvollziehbar) nach politisch korrekten Persönlichkeiten und findet dies in dem harmlosen Gorch Fock.
Dass aber die Verträge durch das Verteidigungsministerium freigegeben worden sind und der Hauptauftrag für fast 150 Mio. an Tropenhölzern fürs Schiffdeck höchstpersönlich von vdL freigezeichnet wurde, DAS steht nirgendwo in der Presse....
 
Zuletzt bearbeitet:
Während es z. B. bei den Israelis, Niederländern und Amerikanern selbstverständlich ist, dass jeder Soldat top ausgerüstet ist.
In dem Sinne kann ich mich aber daran erinnern, dass sich die US Soldaten dumme AA Batterien von den Familien in den IRAK haben schicken lassen weil sie vom Militär nicht genug für ihre Ausrüstung bekommen haben :D
 
Na ja, ich meinte eher Nachtsichtgeräte, HUD-Helm, Feldausrüstung usw..
Die Story habe ich auch irgendwann mal gelesen.
Da ging es doch um die Verstärker fürs Satelliten-Navi, mit denen die eine Echtzeitkarte ins HUD gespielt bekommen und im Lieferumfang waren nur 2 Stück Batterien dabei und die Dinger leerten in der Wüstenumgebung eben diese Batterien innerhalb von 3-4 h, oder?
 
Deutsche Evakuierung wird heute schon enden..
Wer danach übrig bleibt, ist auf sich selbst gestellt.
 
Irgendwie ist das ja logisch.
Die eigenen Truppen und Material müssen auch wieder ausgeflogen werden.
5 Stück A400M sind im Einsatz? 5 Flüge /Tag möglich?
Dann braucht die BW locker 2 evtl. 3 Tage, um alle und alles wieder nach Hause zu bekommen.
 
Man kuscht doch nur vor der AfD und der Bundestagswahl und hat deshalb das Asyl für die Ortskräfte so lange hinausgezögert. Das führt nun wieder zur nächsten Flüchtlingswelle.
Weißt du, man hat etwa 16 Jahre Lang versucht den Nachschub zu blockieren. Spoileralert - das hat nicht funktioniert. Du stellst Dir das echt ein wenig zu einfach vor.
Pakistan hat die Taliban unterstützt, von dort gibt es immer wieder Nachschub.
Peter Scholl Latour hat diese Situation genau vorhergesagt. Der Afhanistan und der Irak Krieg waren beides vermeidbare Fehler.
Pure Absicht. Gegen Steinzeitmenschen auf Motorrädern.
 
Man kuscht doch nur vor der AfD und der Bundestagswahl und hat deshalb das Asyl für die Ortskräfte so lange hinausgezögert. Das führt nun wieder zur nächsten Flüchtlingswelle.
Als rechter Schwätzer könnte man natürlich auch selbst die Taliban in den Hintern treten, damit es keine Flüchtlingswelle gibt...aber da fängt das Problem dann schon an...die Rechten sind nunmal nur Schwätzer ohne Arsch in der Hose.
 
Man kuscht doch nur vor der AfD und der Bundestagswahl und hat deshalb das Asyl für die Ortskräfte so lange hinausgezögert. Das führt nun wieder zur nächsten Flüchtlingswelle.
Ich drücke die Kritik anders aus:
Es war unser aller Wille per Kreuzchen auf dem Wahlzettel, dass wir 20 Jahre lang versucht haben, demokratische Strukturen in Afghanistan aufzubauen.
Insofern sind wir nun auch ALLE in der Verantwortung (und eben nicht nur "DIE" Politiker), jenen zu helfen, die uns dort unten geholfen haben bzw. nicht in einem totalitären System leben möchten.
Es ist unstrittig, dass kulturelle Welten bei der Eingliederung in unsere Gesellschaft hier aufeinanderprallen und dass bestimmt nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.
Es ist aber ebenso unstrittig, dass es eine moralische Verpflichtung gibt und gerade unter dem Aspekt der christlichen Nächstenliebe eine Rettung der Betroffenen erfolgen muss, sofern überhaupt noch möglich.
Prinzipiell verstehe ich den obigen Satz sogar, aber der rechte Rand wird nicht dadurch verkleinert, dass man Probleme negiert, sondern mit Vorbildfunktion Alternativen aufzeigt.
Und natürlich kommt die nächste Flüchtlingswelle auf Europa zu, wenn nicht aus Afghanistan, dann aus Eritrea oder dem Mail or whatever.
Der EINZIGE Weg, dies zu verhindern, ist, dass die Menschen in Würde , Freiheit und mit Bildung und Arbeit im eigenen Land bleiben können.
 
Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" haben Soldaten des Kommando Spezialkräfte (KSK) zusammen mit den Amerikanern in der Nacht zu Mittwoch in einer Geheimoperation mehr als ein Dutzend deutsche Staatsbürger, die auf der Flucht vor den militant-islamistischen Taliban sind, aus Kabul gerettet.

Bei der Aktion kam keiner der beiden nach Afghanistan verlegten Bundeswehr-Huschrauber zum Einsatz. Die Operation wurde der "SZ" zufolge mit den ebenfalls wendigen "Little Bird"-Helikoptern der Amerikaner ausgeführt.

Es ist ein weiterer Erfolg der KSK bei der Evakuierung deutscher Staatsbürger aus Afghanistan. Das Verteidigungsministerium bestätigte bereits am vergangenen Montag die Rettung einer Münchner Familie, die nach Berichten von "Bild" und "Spiegel" von den Elitesoldaten in den Flughafen gebracht wurde.

Bei der Geheim-Operation "Blue Light" hätten sich die deutschen Soldaten zu Fuß vorgearbeitet und eine 19-jährige Münchnerin, ihren kleinen Bruder und ihre Mutter gerettet, hieß es bei "Bild" unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die Operation habe rund eine Stunde gedauert.

Bericht: KSK rettet mehr als ein Dutzend Deutsche in Kabul mit Hubschraubern

Im Radio wurde heute gesagt, dass die Bundeswehr wohl sich bis zum Ende der Woche zurückziehen will.
Die Amerikaner Anfang nächster Woche.
 
Meine Rede:
Aus nTV:

+++ 15:27 Soldatenarbeitskreis nennt Afghanistan-Einsatz "verlogen" +++

Der kritische Soldatenarbeitskreis "Darmstädter Signal" bewertet Deutschlands Beteiligung am Einsatz in Afghanistan als "riesigen Fehler". "Der Einsatz war so verlogen wie die Überraschung [über das Ende] geheuchelt", sagte der Sprecher des Arbeitskreises, Florian Pfaff, dem Südwestrundfunk. "Man wurde im Grunde herausgeworfen. Man hatte die Standorte aufgeben müssen, weil der Druck zu groß war." Wer jetzt so tue, als hätte man sich auf die afghanische Armee verlassen, sei unehrlich, ergänzte Pfaff im Radioprogramm SWR Aktuell. Die Kriege im Irak und in Afghanistan bezeichnete er als sinnlos und verlogen. Der eher linksgerichtete Arbeitskreis "Darmstädter Signal" bezeichnet sich als "das einzige kritische Sprachrohr von ehemaligen und aktiven Offizieren und Unteroffizieren sowie Soldatinnen und Soldaten und zivilen Angehörigen der Bundeswehr".
"Unser aller Willen" ist ja nun auch kompletter Blödsinn. Es ist der Willen der Wähler, deren Partei gewonnen hat...
Das ist eine rhetorische Ausdrucksweise und meint natürlich die demokratische Mehrheit der Wähler(innen).
Da es im Kontext mit dem Wahlkreuzchen original geschrieben stand, bin ich (naiv?) davon ausgegangen, dass sich die Sinnigkeit von selbst ergibt...
 
"Unser aller Willen" ist ja nun auch kompletter Blödsinn. Es ist der Willen der Wähler, deren Partei gewonnen hat...
Naja, Afghanistan wurd von CDU, SPD, FDP & Grünen in Regierungsverantwortung durchgeführt, also bis auf Die Linke & die AfD haben alle im BT vertretenen Parteien den Einsatz unterstützt, das ist schonmal der deutliche Großteil aller Wähler.


@compisucher
Hach, grad als ich anfing dich zu mögen ziehst du die "schau wieviel Jet ich geflogen bin" Karte :/

Spaß beiseite, ich weiß die Luftwaffe hats nicht so mit Bodenkrieg, aber zum Thema Versorgung & Irak gibts ganz unterhaltsame Beispiele, z.b. Generation Kill. Serie oder Buch, macht wenig Unterschied, beides recht unterhaltsam, dort kommen die Versorgungsengpässe, z.b. bei Batterien immer wieder vor und führen zu echten Problemen weil Nachtsichtgeräte nicht ausreichend lange bedient werden können.
Oder es werden Beispiele benannt, wie die Soldaten mit eigener Initiative ihre Fahrzeuge wüstentauglich gemacht haben. Da hat sich auch einiges im US Militär getan seit 2003, aber soo rosig ist bei denen auch nicht alles.

Fakt bleibt aber, unsere Beschaffung ist unter aller Sau. Zu UDSSR Zeiten gabs den Witz, was diesen Monat in Russland wohl aus sei - das kannste durchaus Quartalsweise auf die BW beziehen. Mal isses Schuhcreme, dann sinds Stiefel, aktuell sinds Springerhelme, dann wieder Ersatzteile. Mal ist zuviel Munition da und muss weg, dann sind aber zuwenig Panzer einsatzbereit weil ein Genie entschieden hat keine Zahnkränze zu kaufen...
 
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