Bundeswehr aus Afghanistan abziehen?

Bundeswehr abziehen?

  • ja

    Stimmen: 164 64,8%
  • nein

    Stimmen: 89 35,2%

  • Umfrageteilnehmer
    253
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Wäre vielleicht gar nicht so schlecht wenn viele flüchten und sich in die umliegenden Länder verteilen, ohne Volk kann kein Staat leben.
Vielleicht bauen die Taliban auch ne Mauer oder so.^^
 
Vermutlich erst mal Türkei, da das Land nah dran und recht sicher ist.
Da sind schon ca 2 Millionen Syrer welche für viel Geld dort behalten werden.
Aber vielleicht bleiben die Afghanen dann für noch mehr Geld dann auch da. :schief:
Auf jeden Fall sollte sich Europa schon mal darauf einstellen.
Ich sage auch nichts dagegen wenn Flüchtlinge aufgenommen werden (müssen).
Aber sie sollten einigermaßen gerecht verteilt werden. Innerhalb der EU.

Edit: Und das Problem mit den Flüchtlingen, die in Griechenland festsitzen, in Lagern, ist auch noch nicht gelöst.
 
Wer noch nicht genug schlechte Laune hat, der kann sich Wesley Morgans "The Hardest Place" zu Gemüte führen - zusammen, wenn man im entsprechenden Kapitel angekommen ist, die Doku"Restrepo" reinziehen.

Das, was gerade in Afghanistan passiert, wird den Westen noch lange beeinflussen und so sehr ich den Wunsch der Amerikaner verstehen kann, diesen Konflikt zu beenden, zu gehen bevor eine politische Lösung mit den Taliban erreicht wurde ist ein Fehler katastrophalen Ausmaßes.
 
Wer noch nicht genug schlechte Laune hat, der kann sich Wesley Morgans "The Hardest Place" zu Gemüte führen - zusammen, wenn man im entsprechenden Kapitel angekommen ist, die Doku"Restrepo" reinziehen.

Das, was gerade in Afghanistan passiert, wird den Westen noch lange beeinflussen und so sehr ich den Wunsch der Amerikaner verstehen kann, diesen Konflikt zu beenden, zu gehen bevor eine politische Lösung mit den Taliban erreicht wurde ist ein Fehler katastrophalen Ausmaßes.
Das macht null Unterschied solange wir es den Finanziers dieser Ideologie erlauben unsere Waffen zu kaufen, in unsere Firmen zu investieren, unsere Medien zu unterwandern und unsere Gesellschaften zu untergraben. Das Herz des islamischen Extremismus schlägt nicht in Afghanistan, es schlägt in Saudi Arabien, Qatar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Da sitzen die Ideologen, die Finanziers und die Strippenzieher.
 
Das macht null Unterschied solange wir es den Finanziers dieser Ideologie erlauben unsere Waffen zu kaufen, in unsere Firmen zu investieren, unsere Medien zu unterwandern und unsere Gesellschaften zu untergraben. Das Herz des islamischen Extremismus schlägt nicht in Afghanistan, es schlägt in Saudi Arabien, Qatar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Da sitzen die Ideologen, die Finanziers und die Strippenzieher.
Im Iran aber auch. Und die haben soviel ich weiß Geldgeber aus dem Osten.
 
Das macht null Unterschied solange wir es den Finanziers dieser Ideologie erlauben unsere Waffen zu kaufen, in unsere Firmen zu investieren, unsere Medien zu unterwandern und unsere Gesellschaften zu untergraben. Das Herz des islamischen Extremismus schlägt nicht in Afghanistan, es schlägt in Saudi Arabien, Qatar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Da sitzen die Ideologen, die Finanziers und die Strippenzieher.

Hey: Wenn die uns ihr Geld für Waffen geben, haben sie kein Geld mehr für die Taliban übrig!


Im Iran aber auch. Und die haben soviel ich weiß Geldgeber aus dem Osten.

Der Iran ist, sanktionsbedingt, chronisch pleite und muss jede Divise dreimal umdrehen. Er unterstützt Gruppen in Lybien und Libanon, die gegen Israel aktiv sind, im Sudan gegen Saudi-Arabien und im Irak gegen die US-nahe Regierung mit Logistik, Ausbildung und Waffen. Klassische Stellvertreterkriege halt bzw. Bemühungen, mit Feinden (vor allem den USA) alliierte Regierungen im näheren Umkreis zu verhindern/zu Fall zu bringen. Aber in Afghanistan besteht werder wirklich eine derartige Gefahr, noch wären Aktivitäten des Irans zugunsten der Taliban bekannt. Letztere erhalten ihr Geld von unseren guten Freunden aus Arabien und Pakistan.
Außerdem unterstützt der Iran praktisch nur Schiiten und die werden in Afghanistan von der praktisch komplett sunnitischen Taliban unterdrückt. (Was nicht umgekehrt heißt, dass der Iran denen beistehen würde.)
 
Der Iran ist, sanktionsbedingt, chronisch pleite und muss jede Divise dreimal umdrehen. Er unterstützt Gruppen in Lybien und Libanon, die gegen Israel aktiv sind, im Sudan gegen Saudi-Arabien und im Irak gegen die US-nahe Regierung mit Logistik, Ausbildung und Waffen. Klassische Stellvertreterkriege halt bzw. Bemühungen, mit Feinden (vor allem den USA) alliierte Regierungen im näheren Umkreis zu verhindern/zu Fall zu bringen.
Ja und in Syrien unterstützt er die Assad-Truppen. Und in Israel die Hamas.
Aber in Afghanistan besteht werder wirklich eine derartige Gefahr, noch wären Aktivitäten des Irans zugunsten der Taliban bekannt. Letztere erhalten ihr Geld von unseren guten Freunden aus Arabien und Pakistan.
Außerdem unterstützt der Iran praktisch nur Schiiten und die werden in Afghanistan von der praktisch komplett sunnitischen Taliban unterdrückt. (Was nicht umgekehrt heißt, dass der Iran denen beistehen würde.)
Ja, in Afghanistan nicht soviel weiß. Ging mir nur allgemein darum wer im nahen Osten wen unterstützt.
 
Das macht null Unterschied solange wir es den Finanziers dieser Ideologie erlauben unsere Waffen zu kaufen, in unsere Firmen zu investieren, unsere Medien zu unterwandern und unsere Gesellschaften zu untergraben. Das Herz des islamischen Extremismus schlägt nicht in Afghanistan, es schlägt in Saudi Arabien, Qatar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Da sitzen die Ideologen, die Finanziers und die Strippenzieher.
Das ist bis auf den Ersten Halbsatz alles richtig - nur für Afghanistan nicht wirklich relevant.
Die Entscheidung alle Truppen abzuziehen bevor es eine politische Lösung mit den Taliban gab war ganz einfach nur falsch. Ja der Konflikt dauert ewig an, kostet Geld und Menschenleben, aber das ist der Preis der bezahlt werden muss um Afghanistan eben nicht unter die Kontrolle der Taliban fallen zu lassen - dazu ist der Westen jedoch nicht länger bereit.

Die Taliban haben bereits zu Beginn des Einsatzes gesagt, der Westen hat die Uhren, wir haben die Zeit und es hat sich genau so bewahrheitet. Ich teile folgende Analyse:
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Man bedenke, der Abzug der US Truppen basiert auf einem Datum, dass Donald Trump während seiner Präsidentschaft ausgegeben hat (sehr clever, während laufender Verhandlungen ein Abzugsdatum nennen...) und das von Joe Biden nicht revidiert wurde. DAS ist so ziemlich der mieseste Abschluss dieser Mission den man sich vorstellen kann.


Zum Iran, der unterstützt vornehmlich die Hazara in Afghanistan, wenngleich das in den letzten 20 Jahren immer etwas verschwommen war. Das Siedlungsgebiet der Hazara ist auchz aktuell jenes, das auf allen Karten über die Kontrolle des Landes als "von der Regierung gehalten" markiert wird. Was aber nichts bedeutet, die Taliban werden die wichtigen Städte des Landes kontrollieren, dann Kabul einnehmen und haben dann alle Zeit der Welt diese Insel in der Mitte des Landes einzunehmen oder auch nicht.
Allerdings hat sich die Beziehung Iran - Taliban in den letzten Jahren gewandelt, von erbitterter Feindschaft zu, naja teilweise Kooperation, z.b. gegen den IS. Das ist das schöne an Staaten, es zeigt sich immer wieder, dass gefühlt unüberwindbare Gräben doch überwunden werden können wenn es in der eigenen Wahrnehmung der Wahrung der eigenen Sicherheit dient.
 
Der Vormarsch der Taliban in Afghanistan wird nach Ansicht des Staatsministers im Auswärtigen Amt, Michael Roth (SPD), die Europäische Union und Deutschland mit einer stark steigenden Flüchtlingszahl konfrontieren. "Die Zahl der Geflüchteten hat bereits dramatisch zugenommen", sagte Roth der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Roth führte aus, derzeit gebe es am Hindukusch 3,5 Millionen Binnenflüchtlinge, 400.000 allein in diesem Jahr. Der Druck werde nicht nur weiter "massiv" auf die Türkei, Iran und Pakistan wachsen. "Ich bin mir sicher, dass der Migrationsdruck auf die EU und Deutschland aber auch zunehmen wird", sage der Staatsminister.
Quelle: Staatsminister: Deutschland muss mit mehr afghanischen Flüchtlingen rechnen

Und

Grünen-Außenexperte Omid Nouripour warnte derweil davor, dass Afghanistan unter den Taliban wieder zu einem Rückzugsraum für Terroristen wird. "Die einzige Bedingung, die die USA an ihren Abzug gestellt haben, war, dass die Taliban ihre Verbindungen mit dem Terror-Netzwerk Al-Kaida abbrechen", sagte Nouripour der "Passauer Neuen Presse". "Das ist aber nicht passiert."

Sollten die Taliban die Macht in Afghanistan übernehmen, stehe ihnen erst einmal ein Krieg mit dem Islamischen Staat (IS) bevor, ist der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion überzeugt. "Beide Gruppen haben sich bislang heftig bekämpft. Das Land wird jedenfalls nicht zur Ruhe kommen."
Ich wußte gar nicht das der IS auch in Afghanistan ist? Al Quaida wusste ich.
Aber sind wohl beides Sunniten Gruppierungen.
 
Wann hatten wie eine echten Konflikt mit dem Iran?
Das ist bis auf den Ersten Halbsatz alles richtig - nur für Afghanistan nicht wirklich relevant.
Die Entscheidung alle Truppen abzuziehen bevor es eine politische Lösung mit den Taliban gab war ganz einfach nur falsch. Ja der Konflikt dauert ewig an, kostet Geld und Menschenleben, aber das ist der Preis der bezahlt werden muss um Afghanistan eben nicht unter die Kontrolle der Taliban fallen zu lassen - dazu ist der Westen jedoch nicht länger bereit.

Die Taliban haben bereits zu Beginn des Einsatzes gesagt, der Westen hat die Uhren, wir haben die Zeit und es hat sich genau so bewahrheitet. Ich teile folgende Analyse:
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Man bedenke, der Abzug der US Truppen basiert auf einem Datum, dass Donald Trump während seiner Präsidentschaft ausgegeben hat (sehr clever, während laufender Verhandlungen ein Abzugsdatum nennen...) und das von Joe Biden nicht revidiert wurde. DAS ist so ziemlich der mieseste Abschluss dieser Mission den man sich vorstellen kann.


Zum Iran, der unterstützt vornehmlich die Hazara in Afghanistan, wenngleich das in den letzten 20 Jahren immer etwas verschwommen war. Das Siedlungsgebiet der Hazara ist auchz aktuell jenes, das auf allen Karten über die Kontrolle des Landes als "von der Regierung gehalten" markiert wird. Was aber nichts bedeutet, die Taliban werden die wichtigen Städte des Landes kontrollieren, dann Kabul einnehmen und haben dann alle Zeit der Welt diese Insel in der Mitte des Landes einzunehmen oder auch nicht.
Allerdings hat sich die Beziehung Iran - Taliban in den letzten Jahren gewandelt, von erbitterter Feindschaft zu, naja teilweise Kooperation, z.b. gegen den IS. Das ist das schöne an Staaten, es zeigt sich immer wieder, dass gefühlt unüberwindbare Gräben doch überwunden werden können wenn es in der eigenen Wahrnehmung der Wahrung der eigenen Sicherheit dient.
Es macht null Unterschied, solange wir nicht an die Finanziers des Terrors heran gehen und Pakistan weiter sicherer Unterschlupf ist, können die Taliban unendlich warten bis der Westen wieder verschwindet. Und solange wir Pakistan, Saudi Arabien und die UAE als befreundete Staaten betrachten, wird sich auch gar nichts ändern. Die Frage ist nur werden wir noch in der Lage sein den Kurs zu wechseln, oder ist deren Einfluss längst schon zu groß?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Pakistan hat ja selbst Probleme mit mit den radikalen Islamisten.
In der aktuellen Ausgabe vom Zeit Politik Podcast reden die darüber.
 
Ich wußte gar nicht das der IS auch in Afghanistan ist? Al Quaida wusste ich.
Aber sind wohl beides Sunniten Gruppierungen.

Der IS war / ist in Afghanistan aktiv und hat deutlich andere Ziele als die Taliban, deshalb gabs von denen auch immer wieder auf die IS Mütze.


Es macht null Unterschied, solange wir nicht an die Finanziers des Terrors heran gehen und Pakistan weiter sicherer Unterschlupf ist, können die Taliban unendlich warten bis der Westen wieder verschwindet. Und solange wir Pakistan, Saudia Arabien und die UAE als befreundete Staaten betrachten, wird sich auch gar nichts ändern. Die Frage ist nur werden wir noch in der Lage sein den Kurs zu wechseln, oder ist deren Einfluss längst schon zu groß?
Deren Einfluss hat sich im Grunde nicht verändert. Wenn man sich anschaut was diese Staaten nach Ende der Invasion der Soviets in Afghanistan getan haben und was sie aktiv noch tun, dann bemerkt man durchaus Parallelen. Der Unterschied wäre gewesen, wenn man eine Präsenz in Afghanistan derart lange aufrecht erhalten kann, dass man eine echte Veränderung im Land bewirkt, also nicht nur ne Regierung installieren und die irgendwie mit Geld von außen am Leben erhalten, sondern auch eine echte Mentalitätsänderung, z.b. bei gerade den Generationen die nach 2001 geboren wurden, dann kriegt man ggf. auch ein Gebilde hin, dass den Kampf gegen die Taliban aufnimmt und nicht kampflos das Land herschenkt.

Den IS hat man auch nur besiegt indem sich jemand gefunden hat der ihn bekämpft.
Du kannst so oft Pak / Saudi nennen, Fakt bleibt, man kann nicht am Verhandlungstisch sitzen und direkt aufzeigen, dass sämtliche militärische Optionen ab einem festgelegten Zeitpunkt vom Tisch sind, das funktioniert - nachweislich - nicht.
 
Das der IS im Irak und Syrien wütet wußte ich. Aber das er auch in Afghanistan sich aufhält und die Taliban als Feinde hat nicht.
 
Das ist manchmal auch schwierig nachzuvollziehen.
Der IS hat auf eine Expansionstrategie gesetzt. Extremistische Gruppierungen konnten Geld und Support vom IS bekommen, wenn sich diese dem IS angeschlossen hatten, dadurch sind auch in Afrika IS Gruppierungen aufgetaucht. Das waren oftmals vormals islamistische Gruppen die dann zum IS gewechselt sind, wenn man so will.

Hat natürlich mit dem Verlust des Gebiets und der massiven Einkommensquellen des IS nachgelassen, aber die Ideologie ist immer noch da draußen.
 
eine lösung, die dazu beitragen könnte um die taliban stark zu schwächen:

alle mohnfelder in ganz afghanistan immer wieder und jedes jahr kurz vor der ernte verbrennen, dann kommt kein geld mehr rein, jedenfalls nicht vom verkauf und zugleich löst amerika sein heroin-problem.

ps. damit hätten die amis eigentlich schon vor 20 jahren anfangen sollen, aber leider sind die amis zu dumm, die meisten von denen jedenfalls
 
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