Es tut mir aufrichtig leid, dass ich nie was gelernt habe, weil meine Klasse mit 29 Schüler:innen ein so unterirdisches Lernniveau hatte, dass man da nicht einmal mehr Limbo drunter tanzen konnte.
Ne, mein Lieber, das ist erst einmal nur eine Floskel. Buzzwording in Neudeutsch. Die einzige Herausforderung für Lehrer bei solchen Klassengrößen ist doch, dass man auf die armen, unverstandenen Goldstücke der Eltern nicht individuell eingehen kann. Doch so wie man nicht individuell für jeden Scheiß ein Gesetz und Verwaltungsvorgang machen darf, weil man sich schlicht irgendwann damit selbst erstickt, so kann man und darf nicht jedes 'hochintelligente, aber von Lehren nur nicht richtig behandeltes Kind' auf einem Kissen durch die Schulzeit tragen.
Am Ende brauchen wir schließlich auch nicht nur mittelmäßige Abiturienten und folglich noch mittelmäßigere Akademiker. Das Ziel der Schule sollte mMn eher darauf hinauslaufen, dass ein junger Mensch am Ende der Zeit das passende Rüstzeug hat, um in der Arbeitswelt einen für diesen Menschen passenden Weg zu gehen. Es ist nicht die Aufgabe der Schule jedes Kind ganz individuell zu pampern, damit am Ende ja jedweder Weg - egal ob sinnvoll oder nicht - offen steht.
Wie viele Lehrerinnen und Lehrer hast du im Bekanntenkreis?


