Bundestagswahlen 2025 // aktuelle politische Lage und Wahlkampf

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Mich regt auf das die Medien und Moderatoren da mitmachen. Neuerdings auch die ÖR.

Weil die sich gegenseitig aufhetzen lassen.


Sehe ich auch so.

Ich hoffe, falls es zu einer GroKo kommt, die SPD nicht ihre Prinzipien über Board wirft.
Ich schätze ja den Lanz aber er scheint mir, wie ein paar andere Medienvertreter auch, der CDU, beziehungsweise dem Ansinnen diese in die Regierung zu verhelfen, sehr nahe zu stehen.

Wir schauen mal wie es kommt, könnte CDU, Grünen und SPD werden, denke ich.

MfG
 
Und wenn die Tariflöhne erhöht werden dann nicht?
Klaro. Oder warum denkst du, dass man heutzutage für eine Handwerkerstunde je nach Region schon bis zu 100 € netto bezahlen darf?

Es wurde auch früher immer gesagt, dass der Mindestlohn für Entlassungen sorgen würde.
Bei einem schrumpfenden Arbeitnehmerangebot passiert das nicht. Die Firmen machen dann einfach dicht. Oder aber sie erfinden Konstrukte, wo der Mindestlohn gezahlt wird, aber dafür dann Mitarbeitern viel Geld für eine Wohnung, ein Auto, Arbeitsmaterialien etc in Rechnung gestellt wird. Der Mindestlohn sollte als ein Mittel gegen die Ausbeutung der unteren Gesellschaftsschichten dienen, doch die Ausbeuter sind erfinderisch.
 
Klaro. Oder warum denkst du, dass man heutzutage für eine Handwerkerstunde je nach Region schon bis zu 100 € netto bezahlen darf?
Ja aber da ist das dann in Ordnung, wenn die Tariflöhne erhöht werden und beim Mindestlohn nicht?
Weil immer nur beim Mindestlohn gesagt wird, dass dann die Preise steigen.
Der Mindestlohn sollte ein Mittel gegen die Ausbeutung der unteren Gesellschaftsschichten dienen, doch die Ausbeuter sind erfinderisch.
Wenn er nicht gezahlt würde, würden sie jedenfalls deutlich weniger zahlen.
Das hat man ja gesehen bevor der eingeführt wurde.
Da war das knapp über die Hälfte des heutigen Mindestlohns. Was Ausbeutung pur ist.
 
Ja aber da ist das dann in Ordnung, wenn die Tariflöhne erhöht werden und beim Mindestlohn nicht?
Weil immer nur beim Mindestlohn gesagt wird, dass dann die Preise steigen.
Sehr guter Punkt, das spräche ja nach vorhergehender Logik folgend auch dagegen. ;-)

Ich denke der Punkt zeigt sehr gut den Zynismus auf, die Mindestlöhne nicht zu erhöhen, wenn man sich schon genötigt fühlt auf die Folgen von höheren Tariflöhnen zu verweisen, die damit ja nichts zu tun haben. ;-)
Wenn er nicht gezahlt würde, würden sie jedenfalls deutlich weniger zahlen.
Das hat man ja gesehen bevor der eingeführt wurde.
Da war das knapp über die Hälfte des heutigen Mindestlohns. Was Ausbeutung pur ist.
Ganz genau und dann wird wieder gemeckert warum es so viele "faule" Bürgergeldempfänger gibt.^^

MfG
 
Gestern Abend habe ich mich über Markus Lanz richtig aufgeregt.
Da waren Nachwuchspolitiker/innen verschiedener Parteien zu Gast.
Es ging größtenteils um Bürgergeld, Mindestlohn und Flüchtlinge.
Der hat die so vorgeführt und in Erklärungsnot gebracht, dass das wieder ein gefundenes Fressen für Afd und Co ist.
Dann hat er eine Firma zitiert, wo nach seinen Angaben, 60 Leute angeblich freiwillig gekündigt haben und ins Bürgergeld gegangen sind. Aber nicht hinterfragt, was der Betrieb überhaupt für Löhne zahlt.
Es wurde gestern so dargestellt als wenn das Bürgergeld zu hoch wäre und es keinen Anreiz gäbe zu arbeiten.
Die jungen Frauen von der SPD und Grünen haben das richtig gesagt, dass die Löhne zu niedrig sind. Und das der Mindestlohn weiter rauf muss. Und das die Bürgergeldempfänger gegen Niedriglohnarbeitende ausgespielt werden.
Was auch stimmt. Was Markus Lanz da gestern abgezogen hat, war alles andere als journalistisch objektiv und unparteiisch. Der hat auch gut Reden und verdient beim ZDF seine 2 Millionen Euro im Jahr. Und hat dabei immer wieder das Wort "Soziale Gerechtigkeit" in den Mund genommen. Was aus seinem Mund wie Heuchelei klang.
Und weißt du was am schlimmsten ist? Von den Linken sitzt niemand dabei und so fängt es an, aus den Augen aus den Sinn und ach, ich bin ein großer Demokratieverfechter, natürlich sollte dann auch die AFD repräsentiert werden, dass wäre dann auch tatsächlich ein homogenes Gesellschaftsabbild.

p.s.: "Leistung muss sich wieder lohnen" Der Umkehrschluss dieser Aussage ist an Polemik und Zynismus nicht zu überbieten. Das ist eine mega Nebelkerze und ich hoffe, dass das im Wahlkampf auch aufgedeckt wird.

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich haben Sie wieder nur gezeigt, dass sie nicht verstehen, dass das Bürgergeld an die Inflation und die Lohnsteigerungen gekoppelt ist. Was bedeutet, dass eine Steigerung des Mindestlohn, leicht zeitversetzt, automatisch eine Erhöhung des Bürgergeldes auslöst, die den Abstand wieder schrumpfen lässt. Vor allem weil die, für die Berechnung des BGE, relevanten Dienstleistungen primär von Menschen aus dem Niedriglohnsektor erbracht werden und sich Preissteigerung dort damit sofort auf den Höhe des BGE auswirken.


Erhöhung der Regelbedarfe
Mit dem Bürgergeld wurden die Berechnungen der Regelbedarfe auf eine neue Grundlage gestellt: Seit 1. Januar 2023 werden bei der jährlichen Fortschreibung der Regelbedarfe neben der Preis- und Lohnentwicklung zusätzlich die aktuellsten Daten über die regelbedarfsrelevante Preisentwicklung berücksichtigt. Anfang 2023 stieg das Bürgergeld demzufolge für einen alleinstehenden Erwachsenen um 53 Euro auf 502 Euro. Zum 1. Januar 2024 stieg es erneut: Ein alleinstehender Erwachsener erhält 563 Euro im Monat, 61 Euro mehr als bisher.

Wir reden um eine Erhöhung von 10% pro Jahr für 2 Jahre in Folge. Welcher Arbeitnehmer hat das eingetütet?
Ja, 2025 gibt es keine Erhöhung, was falsch ist.

Ändert aber nichts daran, dass man imho die teilweise Koppelung an die Lohnabschlüsse aufheben muss.
 
Eigentlich haben Sie wieder nur gezeigt, dass sie nicht verstehen, dass das Bürgergeld an die Inflation und die Lohnsteigerungen gekoppelt ist. Was bedeutet, dass eine Steigerung des Mindestlohn, leicht zeitversetzt, automatisch eine Erhöhung des Bürgergeldes auslöst, die den Abstand wieder schrumpfen lässt. Vor allem weil die, für die Berechnung des BGE, relevanten Dienstleistungen primär von Menschen aus dem Niedriglohnsektor erbracht werden und sich Preissteigerung dort damit sofort auf den Höhe des BGE auswirken.




Wir reden um eine Erhöhung von 10% pro Jahr für 2 Jahre in Folge. Welcher Arbeitnehmer hat das eingetütet?
Ja, 2025 gibt es keine Erhöhung, was falsch ist.

Ändert aber nichts daran, dass man imho die teilweise Koppelung an die Lohnabschlüsse aufheben muss.
Der Grund für die Erhöhung war vorwiegend die Koppelung an der Inflation, die eben sehr hoch ausgefallen ist.:
"aktuelle Inflation stärker berücksichtigt"


Wenn der Mindestlohn steigt, steigt nicht automatisch das Bürgergeld, nur wenn das Gesamteinkommen-/ und Inflation steigen und der Mindestlohn hat bei der Stichprobenermittlung auf das durchschnittlich Gesamteinkommen als Berechnungsgrundlage, neben der Inflation, kaum Einfluss, weil der Durchschnittsverdienst sowieso darüber liegt.

Man muss eben Unterschieden zwischen Mindesteinkommen und Durchschnittseinkommen und für Letzeres sind Tarifverhandlungen verantwortlich.

So verstehe ich es.

MfG
 
Gestern Abend habe ich mich über Markus Lanz richtig aufgeregt.
Da waren Nachwuchspolitiker/innen verschiedener Parteien zu Gast.
Es ging größtenteils um Bürgergeld, Mindestlohn und Flüchtlinge.
Der hat die so vorgeführt und in Erklärungsnot gebracht, dass das wieder ein gefundenes Fressen für Afd und Co ist.
Er hat die Frau von der SPD in die Enge getrieben, um von ihr ein Zitat zu bekommen, das man gegen die Partei verwenden kann. Bei dem FDP Schnösel hat er alles durchgewunken, genau wie beim CDU Typ. Welche politische Meinung Lanz vertritt ist aber ja bekannt. Merkt man auch immer, wenn Politiker der linke Ecke bei ihm zu Gast sind. Als Spahn da war, hatte er nicht mal seine Lügen gerade gerückt.
Dann hat er eine Firma zitiert, wo nach seinen Angaben, 60 Leute angeblich freiwillig gekündigt haben und ins Bürgergeld gegangen sind. Aber nicht hinterfragt, was der Betrieb überhaupt für Löhne zahlt.
Wenn man seinen Job kündigt, bekommt man erst mal Arbeitslosengeld 1. Da man aber gesperrt wird, weil man den Jobverlust selbst verschuldet hat, kann man für die Sperrzeit Bürgergeld beantragen und bekommt das auch genehmigt. Sofern man kein großes Vermögen besitzt, was zuerst verbraucht werden muss, bekommt man den vollen Regelsatz plus Wohngeld.
Das muss aber eine sehr miese Firma sein, bei der wohl niemand gerne arbeitet.
Es wurde gestern so dargestellt als wenn das Bürgergeld zu hoch wäre und es keinen Anreiz gäbe zu arbeiten.
Es wurde vor allem hingestellt, dass alle Bürgergeldempfänger faule, ungebildete Totalverweigerer sind.
Die jungen Frauen von der SPD und Grünen haben das richtig gesagt, dass die Löhne zu niedrig sind. Und das der Mindestlohn weiter rauf muss. Und das die Bürgergeldempfänger gegen Niedriglohnarbeitende ausgespielt werden.
Vor allem sorgen hohe Sozialleistungen dafür, dass Arbeitnehmer ein Druckmittel haben, um einen höheren Lohn zu bekommen. Dieses Druckmittel funktioniert aber nicht mehr, weil Politik und Medien die Sozialleistungen madig machen.
Was auch stimmt. Was Markus Lanz da gestern abgezogen hat, war alles andere als journalistisch objektiv und unparteiisch. Der hat auch gut Reden und verdient beim ZDF seine 2 Millionen Euro im Jahr. Und hat dabei immer wieder das Wort "Soziale Gerechtigkeit" in den Mund genommen. Was aus seinem Mund wie Heuchelei klang.
Lanz ist Fan der FDP und Union, merkt man immer wieder.
Klaro. Oder warum denkst du, dass man heutzutage für eine Handwerkerstunde je nach Region schon bis zu 100 € netto bezahlen darf?
Wie viele Handwerker bekommen denn Mindestlohn?
 
Die Inflation wird aber steigen, weil - wir ich schon schrieb - Dienstleistungen und Waren die für das Bürgergeld relevant sind meist von Menschen aus dem Niedriglohnbereich erbracht werden und damit dort die Preise steigen.
 
Die Inflation wird aber steigen, weil - wir ich schon schrieb - Dienstleistungen und Waren die für das Bürgergeld relevant sind meist von Menschen aus dem Niedriglohnbereich erbracht werden und damit dort die Preise steigen.
Die Inflation steigt, weil Grundmittel teurer werden.
Da stört mich Scholz, der jetzt die Senkung des Mehrwertsteuersatzes von 7 auf 5% fordert.
Er hätte schon vor 3 Jahren den Satz auf 0% senken können.
Aber wer wäre dagegen gewesen? Genau, der Porsche Sekretär. ;)
 
Und diese Grundmittel erzeugen, transportieren und verkaufen Menschen aus dem Niedriglohnbereich.

Dazu werden sie auch weiter im Preis steigen, weil die Energie teurer wird.
 
Ich denke der Punkt zeigt sehr gut den Zynismus auf, die Mindestlöhne nicht zu erhöhen, wenn man sich schon genötigt fühlt auf die Folgen von höheren Tariflöhnen zu verweisen, die damit ja nichts zu tun haben. ;-)
Egal wie du es auch drehst. Steigen die Löhne, dann steigen die Stundenpreise in der Kalkulation der Produkte. Das macht man bis zu dem Punkt, wo man am Ende die Mehrkosten nicht mehr umlegen kann und über kurz oder lang bankrott geht. Du kannst es verlachen oder verhöhnen, es ändert nichts an der Art, wie Wirtschaft hier nun mal läuft.

Wie viele Handwerker bekommen denn Mindestlohn?
Keine Ahnung. Das war aber auch nicht der Punkt, um den es ging.

Fakt ist und bleibt: Erhöht man Löhne, dann werden Produkte und Dienstleistungen teurer.
 
Die Post erhöht die Preise. Die Bahnpreise steigen. Netzentgelte werden teurer. Energiekosten steigen. Das hat nichts mit dem Mindestlohn zu tun.
Es geht nicht darum was die Ursache ist, sondern darum, dass die Mindestlohnanpassung wieder höhere Preise für Waren und Dienstleistungen des Warenkorbes des Bürgergeldes auslösen wird, was dann automatisch eine Erhöhung des Bürgergeldes auslöst.

Wer den Mindestlohn erhöht, doktert man Symptom herum und nicht an der Ursache. Wir brauchen ein bedingungsloses Grundeinkommen und ein Ende des Zwanges zur Arbeit, dann werden die Löhne automatisch steigen.
 
Natürlich, wenn ich mich weigere mich ausbeuten zu lassen, wird das Bürgergeld gekürzt.
Und jetzt? Du wirst nicht gezwungen zu arbeiten. Du gehst arbeiten weil Du Geld oder staatliche Leistungen haben willst. Zwingen tut Dich niemand.
Wenn ich schon lese "ausbeuten zu lassen". In einem Land der Mitbestimmung, der Gewerkschaften und der freien Berufswahl. Ist ja nicht so, dass wir in einem real sozialistischen Staat sind.
Aber hey, es gibt auch selbständige Arbeit.
Nochmal, niemand zwingt Dich zu arbeiten. Selbst wenn Du in den Knast gehst zwingt Dich niemand zu arbeiten. Vermutlich der Grund warum Ikea Anfang der neunziger die Preise erhöht hat.
 
Egal wie du es auch drehst. Steigen die Löhne, dann steigen die Stundenpreise in der Kalkulation der Produkte. Das macht man bis zu dem Punkt, wo man am Ende die Mehrkosten nicht mehr umlegen kann und über kurz oder lang bankrott geht. Du kannst es verlachen oder verhöhnen, es ändert nichts an der Art, wie Wirtschaft hier nun mal läuft.
Ist natürlich grundsätzlich die Frage ob ein Unternehmen auf Grundlage von Dumpinglöhnen überhaupt wirtschaftlich arbeitet. Das sollte eigentlich nicht der Fall sein.

MfG
Nochmal, niemand zwingt Dich zu arbeiten. Selbst wenn Du in den Knast gehst zwingt Dich niemand zu arbeiten. Vermutlich der Grund warum Ikea Anfang der neunziger die Preise erhöht hat.
Ein denkbar schlechtes Beispiel, denn da kürzt dir niemand bei nicht Arbeit deine Lebensgrundlage weg, im Gegensatz zu dem was die CDU jetzt fordert. ;-)

Ich störe mich wirklich daran, das man sich argumentativ an 1,7 % der Bürgergeldempfänger abarbeitet, damit löst man keine Probleme sondern schafft viele Neue.^^

MfG
 
Sollte, sollte, popollte. Solange verkopfte Arbeit ein Vielfaches dessen abwirft als körperlich zu schuften, nur weil man meint, dass Wasserkopf mehr wert ist als Malocher, solange bleibt es, wie es ist. Kannst ja im Wolkenkuckucksheim darüber fantasieren, was wie schöner, besser, fairer wäre. Kein Plan, was dein täglicher Job so ist. Wir könnten ja mal experimentieren und dein Einkommen mit dem einer Büroreinigungskraft in einen Topf werfen und dann halbe halbe machen. Das wäre doch fair, oder nicht?

Edit:

Nur, um es mal klarzumachen: Steigende Löhne helfen nicht, dass man am Ende wirklich mehr hat! Was glaubt ihr denn, warum die Inflation gerade bei Dienstleistungen so hoch ist? Könnte es vielleicht an Lohnabschlüssen von zum Teil über 10 % in den letzten paar Jahren liegen? Die Leute im Mindeslohnsektor werden dadurch zusätzlich gefistfucked. Für die wird es extra teuer. Und wenn man deren Löhne anhebt, dann werden wieder andere Leistungen auch teurer.

Wenn man wirklich will, dass es gesamtgesellschaftlich dem Großteil der Bevölkerung besser geht, dann muss man den Wert einzelner Arbeit neu bemessen. Dann muss man beigehen und überproportional hohes Vermögen für die ganze Gesellschaft nutzbar machen.
 
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