Hmmm... Stadtplanung ist definitiv nicht meine Kernkompetenz.
Meine auch nicht. Aber wie man Frischluft in Städte bekommt ist auch in erster Linie Physik und da kommt man mit Logik schon weiter, zudem kann man das ganz schlichtweg beobachten. "Bauplanung" wird das ganze erst, wenn man sich mit herrschenden Gesetzen, diversen Vorlieben, politischen Agenden und vor allem finanziellen Interessen bestimmter Klientelgruppen auseinandersetzen muss.
Aber genau da muss sich ja fordere ich ja Veränderungen zu einem bestimmten, funktionaleren Ziel hin. Kann mit also egal sein, dass ich mangels Bauplanungsstudium den Ist-Zustand nicht haargenau kenne, er ist sowieso zu überwinden

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Somit nur aus dem Bauch heraus:
Hat nicht die Quartiersbauweise - also diese Karrees nicht den Zweck, Grünflächen in urbaner Gegend mit zu implementieren?
Wüsste ich nichts von. Auf alle Fälle hat man dann ziemlich versagt, denn die Straßennetze sind in der Regel viel zu feinmaschig, um bei umlaufender Bebauung noch größere Flächen dahinter zuzulassen und was sollen diese der Allgemeinheit überhaupt bringen, wenn sie nur durch Hausflure zugängig sind? Vierlorts werden sie zudem gepflastert, niedrige Hinterhofbebauung draufgestellt, mit Mauern unterteilt, etc.. Für mich sieht das eher so aus, als hätte man möglichst viele kleine Paarzellen verkaufen wollen, explizit ohne groß angelegte Planung. Die wäre ja ""sozialistisch"" gewesen...
Was mir an expliziten Planstädten bekannt ist, weicht dann oft auch deutlich von diesem Standardschema ab. Allerdings wurde sowas in der zweiten Hälfte des 20. Jhd. in Westdeutschland kaum noch angegangen und alles, was noch älter ist, war damals meist bewusst niedrige Bevölkerungsdichte auf der grünen Wiese, die damals noch vor der Stadt lag. Einziges Gegenbeispiel, dass mir bekannt wäre, ist die Frankfurter Nordweststadt. Die zeigt aber, obwohl noch recht viele flachere Häuser eingestreut sind, auch sehr gut, wie man viele Menschen auf relativ kleinem Raum unterbringen kann, ohne Wärmestau und dafür stellenweise mit einer fast schon parkartigen Athmophsphäre. Und trotzdem gut funktionierendem Verkehrssystem.
Mir hat mal einer der "ettablierten" Architekten erzählt, dass Sinn und Zweck tatsächlich geschützte Räume, idealerweise mit Grün aufgefüllt, für Abkühlung und sichere Spielfläche für Kinder und Gemeinschaftsareal sei.
Grün sorgt relativ betrachtet für Abkühlung. Aber wenn die Ausgangssituation ein aufgeheizter, enger Hinterhof ist, in dem die Luft steht, dann ist "kühler" halt noch lange nicht "kühl". "Sichere Spielflächen" und "Gemeinschaftsareal" kenne ich aus der Praxis kaum. Im Altbaubestand trennen oft Mauern die winzigen Grundstücke voneinander ab, die bei vorhandenen Einfahrten auch noch oft als Parkplätze dienen. Bei Neubauprojekten, die ich in letzter Zeit beobachtet habe, werden oft die ersten 5-10 m als Privatgarten den untersten Wohnungen zugeschlagen und der Rest, wenn da überhaupt deutlich mehr als 20 m Abstand zum nächsten Block ist, wird kahlgeschorener Rasen.
Ich stelle mir da immer die Frage, ob das dann eine Reaktion auf das Nutzerverhalten ist oder Absicht dahgingehend, dass das Wohnumfeld so unattraktiv wie möglich gestaltet weden soll oder ob es nur Bequemlichkeit ist, damit der Hausmeister schneller sauber machen kann und kein Gärtner für den Innenhof angestellt werden muss.
Meine subjektive Beobachtung: Wer es sich leisten kann, schottet sich ab und will keine Gemeinschaftsfläche. Wer es sich nicht leisten kann, mit dem kann man attraktive Gemeinschaftsflächen auch nicht in Profit umsetzen, der muss rein nach Preis mieten.
Da ich Wohnsituationen in Gebäuden während meines Studiums und dannach schon "genossen" habe, die da in sehr hohe Wohngebäude waren (10 und mehr Stockwerke, ob 16 weiss ich nicht mehr), darf ich kundtun:
Das sind ganz schnell sehr anonyme Massenansammlungen von Menschen ohne jeglichen Bezug zueinander.
Vandalismus in Treppenhäusern und auch sonst scheint darin eine Art Volkssport zu sein.
Die Anonymität verleitet zu Einbruchsdelikten, alleine bei mir im Treppenhaus wurde während 10 monatigem Aufenthalt 4x eingebrochen, zum Glück nicht bei mir. Und die dort wohnenden Kinder sehen meist nicht besonders glücklich aus.
Ich war froh, dass ich irgendwann da wieder draussen war und bin definitiv kein Freund von monströsen Menschenverwahranstalten.
Kann ich so kausal nicht bestätigen. Es gibt in Deutschland eine gewisse Korrelation, weil die meisten existierenden hochbauenden Siedlungen in den 60er Jahren als günstiger Wohnraum angelegt wurden und man sie seitdem hat verkommen lassen. Zudem wurden sie teilweise Ende der 80er/in den 90ern auch noch nachverdichtet, was die ursprüngliche luftige-lebenswerte Athmosphäre kaputt gemacht hat und die Bevölkerungsdichte extrem gesteigert hat. Ergebnis: Wohnungen, in denen sich niemand wohlfühlt und in denen nur die bleiben, die sich gar nichts anderes leisten können.
Das sind gehäuft Leute, die psychische Probleme haben und/oder nicht einmal ihr eigenes Leben geschweige denn das ihrer Kinder auf die Reihe bekommen und/oder letztlich auch in einer Situation sind, in der Kriminalität oder/und Drogen als attraktiver Ausweg erscheinen. Wenn man solche Leute in der Nachbarschaft hat, hat man automatisch auch Probleme der von dir geschriebenen Art und wenn die Nachbarschaft auch noch allgemein überbevölkert ist, hat man sowieso fast immer "zu viele" Problempersonen dabei. Ergebnis in der Summe: Solche Wohnblöcke sind heute meist Problemviertel. Aber das liegt nicht an der Höhe der Häuser. Ich kenne genau das gleiche aus wunderbaren Spät-1800er-/früh-1900er-Altbauten aus dem Berlin der 90er. Die waren damals auch runtergeranzt, mit Kohleöfen kaum zu verbieten und dementsprechend von den ärmsten der Armen bewohnt. Und genau so sah es da auch im Hausflur aus, trotz 8 Parteien oder weniger.
Umgekehrt wohne ich heute in einem Haus, dass auch nicht größer ist (aber teurer

) und das mit der Annonymität... : Ich könnte dir keinen einzigen Namen aus dem Haus sagen und würde auch niemanden auf der Straße erkennen respektive mit Sicherheit sagen können, dass jemand im Haus angetroffener nicht da rein gehört. Willkommen in der Anonymität der Großstadt.
Die einzige Änderung gegenüber bisherigem (Soll-)Zustand nach aktueller Gesetzteslage wäre dann wohl Solzialleistungen gibt es nur noch als Pauschale statt Fallabhängig.
Und damit entweder sozial eine Katastrophe oder deutlich teurer, denn bislang wird ja alles aufs absolut nötige Minimum des Einzelfalls reduziert. (Oder noch darunter)
Die großen Unionsversprechen vom sanierten Staatshaushalt lassen sich so jedenfalls nicht erfüllen, im Gegenteil. Entweder der lügt an diesem Ende wie gedruckt und will die Leute real verhungern lassen, oder die Versprechen von Mehrausgaben am anderen Ende sind frei erfundene Märchenstories. Wer auch immer CDU wählen will, sollte da mal ganz genau im Kleingedruckten des Wahlprogramms nachlesen, für welche der suggerierten Versprechen es überhaupt ein Konzept gibt und was wieder alles nur "fändes es toll...", "befürwortet...", etc. "...hat aber keinen Plan wie und macht erstmal was anderes" sind.
Neu ist auch noch, dass die Jobcenter sich monatlich um jeden Arbeitslosen kümmern sollen und das in Form von individueller Hilfestellung, nicht Schema F abarbeiten. Das dürfte grob geschätzt den Personalaufwand und damit die Verwaltungskosten vervierfachen.
Also gilt auch hier: An irgend einem Ende lügt die Union oder aber sie hat zuwenig Kompetenz, um die Widersprüchlichkeit ihrer Versprecher auch nur zu realisieren.
Wie meinst du das? Der Regelsatz bzw seine Höhe ist doch immer immer pauschal gewesen oder nicht?
Oder wegen der lokalen Unterschiede wegen der unterschiedlichen Lebenshaltungskosten?
Der Regelsatz ist nur ein Teil der Zahlungen. Es gibt weitere "Pauschalen" für jeden Scheiß. Aus dem Kopf kann ich mich an z.B. 5 € extra erinnern, wenn Warmwasser mit Strom gemacht wird und somit mehr Strom verbraucht wird. (Summe von Anfang der 10er. Mittlerweile wird es hoffentlich mehr sein, aber schon damals hat der Durchlauferhitzer eher 20 € extra gefressen im Vergleich zu jemandem, der in einer Wohnung mit Warmwasser als Teil der separat bezahlten Miete wohnt.) Recht bekanntes Beispiel wäre auch die kleinen Bildungszuschüsse bei Schulkindern. Und natürlich müssen umgekehrt sämtliche Einkommen, Vermögen, etc. betrachte werden, um sie vom Regelsatz abzuziehen.
Wie schon an Olstyle geschrieben: HartzIV besteht in weiten Teilen aus einem riesen Bürokratieapparat, der nur das Ziel hat, den Bedürftigen keinen einzigen Cent zu viel zu geben. Also wird alles jenseits des Best Case als Sonderantrag umgesetzt. Wenn diese Prüfungen abgeschafft und gleichzeitig Geld gespart werden soll, kann das nur damit enden, dass viele Leute weniger als das Allernötigste bekommen.