Der Uni blieb ja nichts mehr anderes Übrig wenn man dort das Gesicht wahren wollte. Das ist die Folge wenn so ein wichtiges Verfahren in der Öffentlichkeit breit getreten wird bevor es richtig begonnen hat. Die Uni Düsseldorf ist somit nicht mehr Ernstzunehmen wenn man nicht in der Lage ist so etwas vernünftig durchzuführen.
Wieso?
Wenn die entschieden hätten, das es kein systhematischer Täschungsversuch gewesen wäre, dann hätte auch niemand etwas gesagt. Warum auch. Es wurde ja durch die entsprechenden Stellen geprüft. Man hätte höchstens in Berufung gehen können. Das wars dann aber auch. Wenn ne Entscheidung gefallen ist, egal wie rum, dann gibt es dafür gute Gründe. Sie muss halt nachvollziehbar sein, das ist alles. Und halt nicht durch eine höhere Instanz gekippt werden
So funktioniert ein Rechtsstaat...
Ich kann die Verhältnisse vor 30 Jahren nicht beurteilen und kann daher Frau Schavan keinen Vorsatz unterstellen, geschweige denn aus heutiger Sicht unter Zuhilfenahme der IT vernünftig bewerten. Damals wurde eben entschieden das nicht abgeschrieben wurde und fertig.
Die "Verhältnisse" sind eigentlich schon seid langen langen Jahren die selben. Man darf jetzt auch auf keinen Fall dem Irrtum anheim fallen, das man die Arbeit nach den heutigen Vorgaben geprüft hat! Man hat die nach den Regeln von damals geprüft, nur halt mit dem Wissen und der Technik von heute. Sicher hat man auch die heutigen Regeln überprüft, aber eben zur Bewertung nur die alten herangezogen.
Es hätte ja auch so ausgehen können:
"Nach heutigen Maßstäben wäre es ein Plagiat von Frau Schavan gewesen, unter Berücksichtigung der damaligen Regelungen kann Frau Schavan aber kein schuldhaftes Vergehen vorgehalten werden, weshalb wir ihr den Doktortiteln nicht entziehen werden, da wir davon ausgehen, das Frau Schavan sich auch an die heutigen Regeln gehalten hätte, wenn diese damals gegolten hätte. Der Fehler liegt hier klar in den Prüfungsordnungen, welche inzwischen aber korrigiert wurden"
Hätte auch so ausgehen können, ist es aber nicht, weil Sie sich eben nicht an die Regeln gehalten hat...
Dort wird genauso abgeschrieben wie schon immer.Das kramt auch nach 30 Jahren keiner mehr die Hausarbeit hervor und erklärt die für ungültig weil er abgeschrieben hat.
Selbst Hausarbeiten werden aber heute normal durch "Plagiats"-Tools durchgejagt und geschaut, ob es Beanstadungen gibt, und wenn ja kanns direkt die Exmatrikulation bedeuten.
Natürlich wird bei Hausarbeiten und Praktika öfters "geschummelt", und teilweise auch nicht sooo genau hingeschaut. Zwischen einer Hausarbeit/Praktikum und einer Diplomarbeit oder gar Doktorarbeit liegen aber welten. Wenn man ne Hausarbeit rausziehen würde, und da Plagiate drin wären, wäre der Ruf geschädigt, aber der Titel würde erhalten bleiben, sofern da nicht ebenfalls ein Plagiat zu finden ist. Es sind ja nochmal die Diplomarbeit/Doktorarbeit, die man verfasst hat. Man hat also eine wissenschaftliche Arbeit abgeliefert, für die man eben auch einen Titel bekommen hat!
Das sind schon zwei paar Schuhe. Aber ich kann dir eins sagen. Mit Plagiaten wird selbst in Praktika nicht lapidar umgegangen. Ich hatte eine Lehrämtlerin im Studium, die meinte im Praktikum ab zu schreiben, und das war "nur" faken der Messwerte von nem popel Experiment...
Sie hat ne Verwarnung bekommen und wurde fast Exmatrikuliert, weil Sie bei einem Praktikumgsversuch, der einen Tag! geht und man innerhalb einer Woche die Auswertung fertig machen muss, gefaked hat. Meinste nicht, das ist deutlich weniger schlimm als ne Doktorarbeit zu faken, für die man auch noch einen Titel UND! das dürfen wir auch nicht vergessen, im öffenltichen Dienst dadurch in eine andere Besoldungsgruppe kommt, und richtig viel Geld damit macht.... Oder nicht?
Das ist ja auch der Grund, weshalb sich insbesondere Studenten so dermaßen aufregen. Der kleine Student bekommt wegen wirklichen Kleinigkeiten richtig heftige Prügel, aber so ne "Persönlichkeit" kommt "ungestraft" davon...
Doch darf Sie, aufgrund des absoluten desaströsen Fehlverhalten der Uni Düsseldorf das keine objektive faire Bewertung mehr zuließ.
Woah, jetzt aber nicht die Fakten verdrehen. Das war nicht die Universiät, die das gemacht hat, sondern eine einzelne Person...
Sippenhaft gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr! Zum Glück....
Da muss man schon differenzieren. Die Uni konnte da wirklich nichts dafür, auch wenn Sie natürlich dumm dasteht. Als Universität bist du da aber auch zu einem gewissen Grad überfordert. Du hast halt im normalfall keine Geheimhaltungsmaßnahmen, die hierfür ausreichend wären. Da arbeiten immer noch Menschen, die in der Forschung tätig sind, und eben forschen, und sich weniger mit Politik befassen, es sei denn es ist ihr Gebiet
Das wurde ja sogar, wenn ich mich recht erinnere, gerichtlich entschieden, dass der Uni da kein Vorwurf gemacht werden kann.
Du kannst das bewerten, ich nicht.
Siehe oben, das sind nachvollziehbare Gründe
Wie weit wollen wir denn in die Vergangenheit zurück gehen? 30, 50 oder vielleicht hundert Jahre? In den Zeiten Karl des Großen lässt sich bestimmt auch was finden. Nein irgendwann ist Schluss damit. Was nach 10 Jahren nicht gefunden wurde sollte in der Vergangenheit guhen. Um dich mal zu zitieren:
Das ist im Prinzip egal. Jeder muss sich dessen bewusst sein, das er immer den Titel entzogen bekommen kann, wenn er getäuscht hat. Das ist auch richtig so. Wenn derjenige herausragende Leistungen vollbracht hat, kann er dafür noch immer einen Ehrentitel oder auch für eine andere Arbeit einen vollwertigen Titel erhalten. Aber für einen Fake kann es NIE einen Titel geben, egal wie lange her. Der Titel bleibt für immer bestehen, daher kann er auch IMMER entzogen werden.