AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung
Und am Punkt "extra viel Geld investieren" hast du schon wieder die Schere zwischen Armen und reichen Eltern. Letztere denken auch bei ein paar 100 €/Monat für Nachhilfe nicht zweimal nach, erstere hätten dazu gar nicht die Möglichkeit und kommen schon bei ein paar Dutezend € ins grübeln, erst recht wenn sie mehr als ein Kind haben. Ich selbst habe während meiner Schulzeit mein Taschengeld mit Nachhilfe aufgebessert, aber die war nicht für diejenigen, die es am nötigsten hatten...
Nicht nur Geld, es ist auch Zeit. Der Stadtbewohner mit höherem Einkommen lebt in der Stadt, kommt in ner halben Stunde von der Arbeit heim und kann sich dann entsprechend bei Projekten einsetzen. Der Pendler 100km weiter verballert 1-3h für den Rückweg und ist müde und angepisst und hat oft keine Zeit einfach mal paar Stunden abends noch irgendwas zu tun. Das sehe ich hier bei diversen Projekten auch, egal ob es um die Gründerszene geht oder andere wichtige Projekte, dort sind fast nur Städter anwesend - was man auch deutlich sieht (sind mitm Fahrrad angeradelt, haben kein Autoschlüssel am Schlüsselbund, reden über die Stadt und ihre Abendgestaltung hier usw.) - das ist auch ein Faktor. Natürlich bin ich da biased weil ich mit entsprechenden Leuten in Kontakt komme die eben in diesen Kreisen verkehren und mit dem Rest habe ich wenig Kontakt - aber ich merke auch das Leute vom Land kaum was in diesen Kreisen tun weil sie einfach nicht anwesend sind.
Das ist lange vorbei. Die heutige Arbeitswelt ist so dynamisch, dass man 5-6 Jahre im voraus nur noch eingeschränkt sagen kann, was genau benötigt wird und eigentlich ist die Spanne inklusive Einstiegsjobs ja eher 10-20 Jahre. Viele Studiengänge haben auch kein konkretes Berufsbild und umgekehrt viele Berufe keinen konkreten Studiengang. Umgekehrt haben wir aber immer weniger gut bezahlter Jobs, die nicht irgend eine Form von Wissen über Gymnasialniveau erfordern und die Arbeitgeber picken sich dann halt die heraus, die mehr oder minder zufällig das am besten passendste haben. Und auch wenn einen unter den erfolgreichen rückwirkend diejenigen begegnen, die es schon immer besser gewusst haben, und sich fragen, wieso alle anderen so blöd waren: Das ist survivor-bias. Ich habe in meinem unmittelbaren Umfeld Leute, die sind vor 15 Jahren in die Geisteswissenschaften gegangen und verdienen deswegen heute das doppelte von anderen Beispielen aus MINT. Alles ist möglich und in einer immer dynamischeren Welt muss man letztlich sagen: Was Deutschland braucht ist einen buntgemischten Pool von Fachkräften und diejenigen, die gerade gebraucht werden, werden gut verdienen. Diejenigen, deren Studium gerade nicht gebraucht wird, haben aber praktisch nur einen Schulabschluss und 5-6 verschenkte Jahre, und verdienen nicht unbedingt vernünftig. Nur weil alle Leute mit guten Jobs ein Studium haben und die "Akademiker" in allen Statistiken hochziehen, gilt der Umkehrschluss noch lange nicht.
(Zumal man, trotz unseres verkorksten Bildungssystems, natürlich auch einen überdurchschnittlichen Anteil geistig aktiver unter den Studierten hat, und die haben natürlich in allen Jobs überdurchschnittliche Chancen)
Ja klar ist die Arbeitswelt dynamisch, ich weiß das auch. Ohne meine 3 Sprachen (ink. Übersetzer-Erfahrung im Ausland) , Wissen und Erfahrungen aus Audio&Videobereichen, speziellen Plattformen (für die es keine Ausbildung/Studium gibt da die Platformen teils wenige Jahre alt sind, das ist zu kurz um irgendwo in unserem Bildungssystem eingebunden zu sein) und vielen anderen Sachen die man nicht in einem Studiengang bekommt (eher verteilt über 3-4-5 davon) - da hätte ich den Job nicht. Das wusste ich aber auch schon sehr früh das man sich recht breit aufstellen muss, auch durch die Kontakte zu Amerikanern wusste ich das dies dort sehr geschätzt wird - entweder ist man hart spezialisiert oder man ist ein Multitalent und scheut es nicht sich selbst überall einzuarbeiten um entsprechend in sehr vielen Bereichen aushelfen zu können und viel abzudecken. Startups suchen gezielt nach solchen Leuten weil wegen begrenztem Budget da einfach keine 10 Leute drin sind sondern nur 3 und die muss man auch noch finden - diese 3 sind dann zwar nicht so gut in den einzelnen Bereichen - können aber problemlos einspringen/wechseln ohne das die Produktivität komplett zusammenbricht. Genau deswegen kann ich mit den Kunden bei uns in Englisch, Deutsch und Russisch arbeiten und die gesamte Firma besteht aus Leuten die bi&trilingual unterwegs sind und das sehr gut... Ausgenommen Amis, die können nur Englisch xD
Das steife Bildungssystem hier erlaubt es nicht Multitalente zu fördern, sie bleiben in ihrem ausgesuchten Bereich hängen und müssen entweder mehrere Abschlüsse machen oder sich irgendwie privat drum kümmern was sehr viel Zeit und Geld kostet und entsprechend auch nur wenigen
Es wird sich über Zeit ändern, muss es auch sonst fallen wir zurück. Die Zeiten wo man ein Studium ausgesucht hat, schon im Studium entsprechende Kontakte knüpfen konnte und dann bis zur Rente in 1-2 Firmen fest angestellt war sind vorbei. Projektbezogene Arbeit usw. wird immer wichtiger und DORT sitzt auch das Geld. Aber auch das ist fast alles den Akademikern vorbehalten, gerade im MINT-Bereich.
Was würde es denn kaputtmachen, wenn ein erfolgreicher Gründer statt einer 8-stelligen Summe eine ... 8-stellige Summe mit nach Hause nimmt? Was die Gründerszene aufhält ist das Risiko, mit einer 6-stelligen Summe und einem Minus davor nach Hause zu kommen. Eine Regelung, die bei ausbleibendem Erfolg nichts kostet, verhindert genau solche Belastungen. Ob man ingesamt überhaupt mehr umlegt, kann man natürlich trotzdem diskutieren, aber das aktuelle Bafög zwingt einen in der primären Bildungsphase zu Rückzahlungen von 25% der (laut HartzIV) für Grundbedürfnisse nötigen monatlichen Einkommens. Für den typischen Gründer, der alles nur erdenkliche in sein Projekt steckt und noch nicht die Gewinnzone erreicht hat, kann das tödlich sein. Bzw.: Wegen genau diesem Grund werden sich Leute, deren Studium nicht von den Eltern finanziert wurde, deutlich häufiger gegen eine Gründung entscheiden. Mein Vorschlag ist zwar nicht so gut wie Stipendien für alle, aber weitaus günstiger für die Gesellschaft, die Studenten ja jetzt schon als faule Schmarotzer brandmarkt.
Gründer sind nicht dumm. Sie finden immer Lücken in Gesetzen um so viel wie möglich von ihrem Kapital zu behalten. Und wenn sie dafür den Firmensitz wechseln und zum Steuerzahler im anderen Land werden müssen - dann tun sie dies auch. Diese Regelung haben wir übrigens, Privatinsolvenz, 6 Jahre waren es glaub ich, danach ist man komplett schuldenfrei und kann weitermachen wie man will. Klar, das ist eine lange Zeit, aber für eine gescheiterte Unternehmensgründung mit massiven Schulden ist das noch OK.
Das die aktuelle Rückzahlung die Leute daran hindert was zu gründen liegt aber auch daran das sie hier wenige gut bezahlte Jobs nach dem Studium finden wo sie diese Summe innerhalb von 6-12 Monaten komplett zurückzahlen können ohne wen zu fragen. Oft werden Firmengründungen parallel zu einem normalen Job ausgearbeitet weil die Leute noch was essen wollen

Stipendien sind aber die beste Lösung. Für alle die nicht komplett aus dem Elternhaus finanziert werden und vernünftige Leistungen zeigen (also genug um den Abschluss zu schaffen) - zahlen und gut ist. Der größte Vorteil bei uns ist ja das man hier kostenlos studieren kann und praktisch ohne Schulden rauskommt, in vielen anderen Ländern ist das nicht so.
In genau solchen Häusern bin ich groß geworden. Mit Ausnahme der Kinder untereinander (die das auch in Plattenbausiedlungen hinbekommen) kannte man bestenfalls die Leute im gleichen Aufgang, mehrheitlich aber auch nur dem Namen nach. Um Flächen gekümmert wurde sich gar nicht oder gegenläufig: Der eine hat irgendwas, was ihm für die eigene Wohnung zu groß wurde, hinterm Haus eingefplanzt, der nächste hat es abgeschnitten. Wenn ich meine Verwandtschaft überblicke, die recht bunt über beide Bautypen verteilt lebt, kennen alle ungefähr gleich viele Leute aus der Nachbarschaft. Einen viel, viel größeren Unterschied macht Großstadt vs. Kleinstadt (Dorf kann mangels Plattenbaubeispiel nicht ausgewertet werden) und vor allem zugezogen vs. dort aufgewachsen. Je kleiner der Ort, desto besser sind die Leute vernetzt je länger sie dort wohnen. Bei den Großstädtern stammen die Bekanntschaften zu über 90% aus der Schul-, maximal Studienzeit, wenn sie am gleichen Ort sind bzw. aus der Schulzeit der eigenen Kinder über die Elternorganisation untereinander. Aber das sich erwachsene Menschen einfach mal so kennenlernen, scheint mir in allen Bautypen eher unüblich. Das beste Beispiel in meiner Verwandtschaft mit schätzungsweise einem dutzend loser Bekanntschaften rein aus der Nachbarschaft heraus wohnt ausgerechnet in Allende 2, dass (dank Asylbewohnerheimprojekt) wohl zu den wenigen Bundesweit bekannten Ost-Plattenbausiedlungen gehört. Aber die müssten da eben auch schon fast seit Eröffnung wohnen.
Denk etwas weiter. Ich weiß was in Russland passiert, wie verwahrlost und gruselig diese großen Mietskasernen sind, wo dazwischen der Wind pfeift und alle drauf pfeifen weil keiner sich zuständig fühlt.
Sieh dir mal die Altbauten hier an, so 4-5 Stockwerke, mit nem Laden unten drin und so 6-8 Wohnungen drüber, mit einem kleinen Hinterhof der abgezäunt ist - da kennt man sich, da geht man mit den Nachbarn mal grillen im Hinterhof und pflegt diesen auch, da stehen dann auch schöne Gartenmöbel und es ist viel ruhiger und sicherer, die Leute kümmern sich um die Pflanzen dort und investieren von sich aus Zeit und Geld.
Keine einzige Platte kann so was bieten, egal ob die typischen 5-6 Stockwerke oder die massiven mit 9+ Stockwerken wo man dann über 100 Parteien im Haus hat und man mit Glück 10 von denen kennt - aber mehr per Zufall als alles andere.
Und doch, Erwachsene lernen sich kennen. Meist sind es aber bestehende Gemeinschaften wo die neuen Mieter dann integriert werden (Gartenparty whatever reicht ja schon, wenn man ausm Fenster sieht und unten 10-20 Leute stehen die im selben Haus wohnen kommt man schon runter aufn Bierchen wenn man neu ist). Gibt es keine, bildet sich meistens aber auch nichts daraus.
Ökonomisch war das mal so, bis die Vergütungen für Freiflächen massiv gestrichen wurden - und das zu recht, denn ökologisch war es eine Katastrophe. Deutschland ist weit davon entfernt, den Eigenbedarf für Nahrungsmitteln zu decken und während sich Strom, für dessen Erzeugung wir nicht einmal die besten Voraussetzungen haben, verlustarm über große Strecken transportieren lässt, haben viele Agrargüter hohen Ausschuss, wenn sie erst unter erheblicher CO2-Produktion hierher gekart werden müssen. Freiflächenanlagen vergrößern also den für unsere Versorgung nötigen Flächenverbrauch deutlich und sorgen für zusätzliche Emissionen, verglichen mit ökologisch oder kleinräumig konventionell bewirtschafteten Flächen schaden sie auch der einheimischen Biodiversität und natürlich kosten sie im Vergleich zu Landwirtschaft Arbeitsplätze. Der einzige, der davon profitiert hat, war der Betreiber, der sich die höheren Montagekosten einer Dachanlage auf ohnehin versiegelter Fläche sparen konnte und trotzdem voll abkassiert hat - bis genau diese Lücke eben geschlossen wurde.
Den Eigenbedarf an Nahrungsmittel werden wir hier auch nicht decken. Der Bedarf hat sich gewandelt, viele Leute zählen dazu auch Sachen die hier einfach nicht wachsen können, also wird es sowieso transportiert. Ich sehe auch keinen wichtigen Grund hier den Eigenbedarf komplett im eigenen Land decken zu wollen wenn wir eh weniger Flächen und immer weniger Bauern haben, wozu auch? Klar es wäre schon wenn alles regional und Bio wäre und sonstwas, aber dafür fehlt hier alles.
Strom sollte das Land dann doch selbst bereitstellen können weil das eine kritische Infrastruktur ist, ein Blackout hat sofort massive Auswirkungen, der Ernteausfall z.B. nicht sofort und da kann man woanders problemlos einkaufen - die Preise steigen moderat. Ich sehe Deutschland als ein Industrieland, nicht als ein Agrarland. Dafür sind die Voraussetzungen hier einfach nicht optimal um eine wirklich gute Landwirtschaft aufzubauen die ohne Finanzspritzen konkurrenzfähig wäre.
Natürlich wäre es einfacher die PV-Anlagen erstmal dorthin zu packen wo eh schon alles zubetoniert ist, aber große Solarparks in guter Lage sind nicht zu unterschätzen und davon sollten wir hier deutlich mehr haben.
Und damit habe ich auch kein Problem. Das Ziel lautet doch nicht:
"Jeder soll ein Batterieauto kaufen". Eigentlich dass das beinahe das Gegenteil dessen, was man will. Das Ziel lautet "jeder sollte sowenig wie irgendmöglich mit einem Verbrenner fahren". Wenn die Leute gar nicht mehr fahren: Ziel auch erreicht. Wichtig ist nur Maßnahmen zu finden, die das "irgendmöglich" ohne extreme Bürokratie erreichen. Im Kapitalismus heißt das: Man macht es so teuer, dass jeder selbst nach Alternativen sucht und in den wenigen Fällen, in denen niemand eine findet, werden die Kosten dann halt weiter gegeben.
Noch mal, den Deutschen bekommst du nicht aus seinem Auto (zumindest die älteren hier, die Jugend ist da etwas sensibler). Das ist genau dasselbe Spiel wie Amis und Knarren, das kann man denen nicht wegnehmen.
Die Lösung ist also - Leute vom Verbrenner ins E-Auto setzen. Warum E-Auto? Na weil das hier aufm Markt verfügbar ist und mittlerweile mit ner guter Auswahl, inklusive Transporter blubb. Da ist für jeden was dabei.
Nur dass das Privatvermögen in Deutschland viel unfairer verteilt ist, du müsstest für die gleiche private Beteiligung an einer Änderung also einen Weg finden, explizit die reichen Deutschen dafür zahlen zu lassen. Findest du den nicht, musst du mit den mittleren Möglichkeiten rechnen (eigentlich sogar eher mit dem untersten Quartil) und da beträgt der Unterschied Faktor 2.
Reiche Leute lassen sich nicht drauf ein. Klar es gibt einige von denen die klar und offen sagen - ja, ich würde auch mehr Steuern zahlen und bin bereit so und so weit zu gehen, ich spende auch Summe X etc. Aber so sind bei weitem nicht alle wohlhabenden hier und wenn es denen ans Geld geht nutzen sie alles mögliche um so viel von dem Geld zu behalten wie möglich, mit allen Mitteln inklusive Grauzonen.
Die Einkommensverteilung sollte sich auch verbessern ansonsten haben wir bald an jeder Ecke wieder Fotos von schönen reichen Mädels vor dem Gucci-Laden mit einem Obdachlosen im Bild. Und die Mittelklasse wandert aus (aussterben wird sie nicht, die Mittelklasse hat genug Wissen, Erfahrung und Kapital um abzuhauen, sind ja keine Dinosaurier).
Wenn du die aktuellen politischen Möglichkeiten Norwegens betrachtest, kannst du Öl aber nicht einfach ausnehmen. Das ist DER zentrale Drehpunkt für absolut alles, was Norwegen betrifft.
Politisch - ja. Aber wie lange? Andere Länder haben vom Öl längst umgesattelt. Das schöne an Öl ist - so lange man es hat und daran noch Bedarf herrscht kann man damit richtig viel Geld machen und sich andere gewinnbringende Einkommensquellen erarbeiten. Dubai any1?
Wir haben kein Öl, wir haben fähige Leute und starke Industrie in anderen Bereichen. Das wird uns vorantreiben. Das hat Norwegen nicht. Sie haben keine Autokonzerne die weltweit bekannt sind. Oder Chemiekonzerne die ebenso weltweit bekannt sind. Und die Liste ist sehr lang.
Bislang haben die Deutschen nicht einmal gepeilt, was "Industrie 4.0" eigentlich sein soll. Unter dem Schlagwort werden hierzulande Millionen (immerhin sind es noch keine Milliarden) für "irgendwas mit Computer" verpulvert, ohne sich zu überlegen, ob es überhaupt etwas bringt. "Industrie 4.0" in Deutschland sind knapp 600 Millionen für kein digitales Mautsystem auf Autobahnen anstelle einfacher Aufkleber, die ein Zehntel gekostet hätten, aber viel zu 2.0 waren.
Wir haben aber auch sonstwelche Summen in Projekten wie BER und Stuttgart21 versenkt. Jede Regierung macht Fehler, es kann immer was schief gehen. Die Industrie 4.0 wird sich nicht aufhalten lassen.
Und ein digitales Mautsystem mit NFC-Aufklebern zu entwerfen welche dann an der Durchfahrt aktiviert werden - dazu waren die auch zu blöd. Die Technik existiert bereits und ist in jedem Laden als Diebstahlschutz integriert, die kann man aber auch für mehr nutzen als billige Klamotten vor Langfingern zu schützen...
Die kriegen sich noch ein.
Ordentliche Isolierung, beschattete Thermofenster und eine direkte Ableitung der Hardware-Abwärme nach draußen (auch für LED-Beleuchtung gibt es Wasserkühlung) und schon kann die Klimaanlage die meiste Zeit ausbleiben.

(Rest ließt sich gut, aber es gibt immer was zu tun.)
Mietskaserne. Keine Möglichkeit sich durch den Granitblock zu beißen der sich Vermieter schimpft. Ich habe dem angeboten eine fest verbaute Klimaanlage auf eigene Kosten zu installieren und diese auch unentgeltlich drin zu lassen, mit den Handwerkern seiner Wahl - nö wollen wir nicht, die Wände bleiben ganz... Umzug ist aber geplant, keine Angst.
Und Hardware-Abwärme transportieren wäre möglich, bräuchte dann aber isolierte Schläuche die mit einer Fensterdurchführung arbeiten, wie stellste dir das bitte vor bei mobilen Lichtquellen?) Das Konzept will ich mal sehen xD
Flixbus hatte tatsächlich einen, aber nur wegen der PR. Jetzt haben sie ihn wieder abgeschafft und blockieren Autobahnen mit Verbrennern. Aber Linienbusse "anklemmen" ist ja eben der falsche Weg. Fertig verfügbare Systeme arbeiten mit einem einfachen Abnehmer auf dem Dach (da der Bus ihn nur im Stand nutzt, braucht man keine lange Oberleitung an der Haltestelle, sondern nur einen Arm am gleichen Mast, der auch das Schild trägt) und können somit nach ~10 Sekunden die gesamte restliche Standzeit zum laden nutzen. Vollautomatisch. Die meisten Linien, die ich so kenne, fahren innerstädtisch maximal 2-3 Minuten, ehe sie eine Minute an der Haltestelle stehen. Das heißt man kommt auf 30% Ladezeit und der Verbrauch ist dank Rekuperation ohnehin nicht wahnsinnig hoch. Jeder Bus könnte die Stadt mit einem randvollen Akku verlassen, den er dann in den Vororten mit Fahr- zu Standzeiten-verhältnissen von 1:10 bis 1:20 (Extremfall in Verkehrsarmen Zonen, wenn mehrere Haltestellen passiert werden) langsam aufbraucht, ehe er an der Endhaltestelle noch einmal komplett vollädt. Das ist alles keine große Kunst, Busse nimmt man ja nicht für 100-km-Entfernungen. Lass es im Extremfall 15 km + 5 km Sicherheitsreserve sein, die der Akku vom Stadtrand bis zur Endhaltestelle halten muss.
Selbst wenn man sagt, man stellt den Nahverkehr von "Kommunalpolitik" auf "sinnvoll" um und lässt den Bus vom Kaff direkt in die nächste Stadt auf dessen anderer Seite fahren, also 40-50 km zwischen Zentren, würde mit nachladen an jeder zweiten Station (die außerhalb von Ortschaften haben halt keine Stromleitung in Reichweite) bei den üblichen Geschwindigkeiten der Akku eines Modell 3 für den Fahrbetrieb eines vollwertigen Linienbusses ausreichen. Dass das aktuell nicht gemacht wird, liegt an den einmalig hohen Investitionen für den Ausbau jeder Haltestelle (bei reinen Stadtlinien würde auch erstmal jede 5te oder 10te reichen) und weil es schnell und Publikumswirksam gehen soll. Politiker wollen schließlich nicht mit Ausgaben für Ausbauten, sondern mit Lächeln bei Einweihungen in die Medien kommen.
Aber technisch brauchen wir für den Busverkehr kein H2 in Deutschland und auch keine Fortschritte bei der Batterietechnik. Das ist alles schon da, von internationalen Herstellern zum Teil sogar direkt lieferbar. Was anderes brauchen wir nur für die paar Regionalbahnstrecken, die bis zu 200 km hin- und zurück erreichen und vergleichsweise lange Fahrtabschnitte bei gleich kurzen halten haben, aber nicht frequentiert genug sind für eine Oberleitung. Da tippe ich zwar auch auf Batterie + Nachladen, aber H2 ist zumindest einen Blick wert und wird auch schon erfolgreich angewandt. Alles andere können wir morgen umstellen - es fehlt nur der Wille beziehungsweise es fehlen die Mittel. Weil sie z.B. an die Käufer eines X5 xDrive45e verschenkt werden, an kommerzielle Ladenetzbetreiber, Forschungsprojekte die Autohersteller quasi direkt in Auftrag geben, aber nicht bezahlen, direkte und indirekte Subventionen für den Aufbau ganzer Fabriken, deren Gewinne dann ins Ausland abfließen und an zahlreiche andere Maßnahmen, von denen wieder nur diejenigen profitieren, denen es vorher schon ganz gut ging, während für dass, was dem Klima am meisten bringen würde, "leider kein Geld da ist".
Die Taktung ist hier ganz anders. Der Bus hält selten, nur sehr kurz, steht kaum an den Endhaltestellen (nur an bestimmten Zeiten steht der dort rum weil der sonst in den Takt von 30min nicht passen würde). Busse sind hier aber selten, Straßenbahn und S-Bahn regelt hier und sie sind elektrisch.
Buslinien sind außerhalb der Stadt und da sind diese Lösungen eventuell machbar. Das ist aber auch MDV und bis die irgendwas tun haben wir bereits Jetpacks. Die kriegen es ja nicht mal hin den Takt mit der DB und LVB hier abzustimmen damit ihre Buslinie die Leute in beide Richtungen an den Haltestellen durchreichen kann - das einzige was sie hinbekommen ist die Tatsache das man 10-20min bei jedem Dreckswetter warten muss - egal wohin man fährt. Und wenn sie den SEV für die DB hier organisieren gibt es folgendes: keiner weiß wo der SEV abfährt. Keiner weiß wo der SEV lang fährt. Keiner weiß WANN der SEV fährt. Niemand bei keiner Firma weiß überhaupt das der SEV existiert, es gibt nur eine grobe Ahnung das da was geben könnte. Niemand ist zuständig. Es fahren allerlei Fahrzeuge inklusive Kleintransporter für 9 Sitze. Bei Zugausfällen mit 500+ Plätzen (S-Bahn halt). Fahrer kennen die Strecken nicht und werden durch Fahrgäste ink. Google Maps durchgeleitet.
Das letzte was der Saftladen hier braucht, sind Fahrzeuge die nach Plan irgendwo unterwegs laden sollen und keinen Tank haben der für mehrere Tage rumgondeln ausreicht.
Also laut Wiki hat Chemnitz einen Draht nach Dresden (und bis Hof in Gegenrichtung) und hatte, auch ohne Strom, mal eine ICE-Anbindung. Genaugenommen war die Route einer der Hauptgründe dafür, dass die ICE TD überhaupt gebaut wurden. Dumm nur, wenn dann (neben technischen Problemen) die Fahrgastzahlen nicht stimmen. Heute kann man das als Henne-Ei-Problem bezeichnen, aber wären die Chemnitzer in den 0ern weniger auf Autos und mehr auf Klima bedacht gewesen, hätten sie den DB-Fernverkehr vermutlich nicht verloren.
Dresden - ja, aber das nützt einem nur wenn man Dresden oder östlich gelegene Länder besuchen will. Alles andere inklusive aller Flughäfen etc. wird über Leipzig angefahren, Chemnitz>Leipzig>Berlin & der gesamte Westen. Also egal wohin man will, die erste Stunde verbringt man in einem Regio der rumstinkt und langsam ist. So bekommt man die Autofahrer NICHT in den Zug

Es ist einem ja piepegal ob die Henne zuerst da war oder das Ei, aber eine Lösung für die armen 243.000 Leute wäre mal angebracht
Das ist ja nun wirklich kein Dorf. Die haben dort sogar recht brauchbare Festivals, haben n neues Messegelände gebaut, aber wie Leute dahinkommen sollen haben die jetzt nicht überlegt.
Quatsch. Diesellektrisch fahren nur Kreuzfahrer, Fähren, Forschungsschiffe und zum Teil das Militär. Alles, was sowieso nur eine konstante Geschwindigkeit braucht, setzt auf den spürbar effizienteren (und günstigeren) Direktantrieb. Bei Fischern oft mit einem Zweiganggetriebe für Marsch- und für Schleppfahrt. Die großen Frachterflotten dagegen kannst du nicht einfach umrüsten, die musst du ersetzen - und dann kannst du gleich Segler bauen, denn trotz ihrer Größe eigenen sie sich aufgrund der Fahrtstrecken kaum für Batterieantrieb. Die Effizienz verglichen mit LKWs ist zwar mindestens Faktor 4 besser, aber selbst mit Faktor 10 würde man, bei vergleichbarem Anteil der Batterien an der Gesamtmasse, nur um die 5000 km Reichweite schaffen. Das reicht nicht einmal, um die heutigen, Längenoptimierten Routen beizubehalten, geschweige denn um sie ohne (verdammt lange!) Ladepausen zu fahren.
(Bei der Binnenschifffahrt sieht die Lage anders aus. Die kann praktisch nicht segeln, dafür aber sogar Abschnittsweise Oberleitungnen und Schlepp von Land aus nutzen, wie Kanalprojekte bewiesen haben. Da sollten Batterien funktionieren, auch wenn bei unserer heutigen nicht-dichte möglicherweise H2 eine sinnvolle Ergänzung darstellt)
Bei dem Thema sitze ich nicht all zu tief drin, aber da sollten die Optionen vielfältiger sein. Und die aktuelle Lösung mit Schweröl ist keine Lösung, da muss was passieren. Geht hauptsächlich um die dicken Dinger - Frachter und Kreuzfahrtschiffe. Fähren sind da weniger davon betroffen, Militär juckt das am wenigsten (und die haben auch Atomantrieb als Option, super sauber ist das nicht aber es hat wenigstens keine Auswirkungen auf das Klima im Betrieb). Forschungsschiffe sind auch so ne Ausnahme weil sie oft in Gegenden unterwegs sind wo sie ohne starken Antrieb nicht vorankommen und die müssen komplett unabhängig sein und auch betankt werden können.
Find ich aber nicht cool

Ranchero oder Camino - gerne. Aber F-150 ist einfach nur der verzweifelte Versuch, einen auf dicke Hose zu machen, obwohl man sich keinen H1 traut/leisten kann.
Der F-150 ist nu auch nicht so schlecht. Wäre ich irgendwo in den USA im Gebirge usw. wäre das wohl meine erste Wahl. In der Zivilisation - Tesla

Und zum Spaß nen alten Mustang, 1-2x im Monat rumstinken darf man ja wohl
Solange die Kosten dann auch wirklich pro Monat und Nutzer erhoben werden und nicht runtergerechnet auf Stunden: Gerne. Leider geht der Trend (siehe Neuregelung von Anwohnerparken) gerade in die genaue falsche Richtung. Am Ende ist es dann für die Pendler, die nur kurze Zeit in der Stadt stehen, aber aufgrund der gefahrenen Strecken den meisten Dreck produzieren, nur wenig teurer. Aber "in der Stadt wohnen und sich ein Auto leisten" wird unmöglich und das beutet im Umkehrschluss "entweder in der Stadt wohnen und diese niemals verlassen" oder "aus der Stadt rausziehen und pendeln". Ich weiß, welche Option ich wählen würde und sie ist definitiv kein Fortschritt fürs Klima.
Das zielt aber gerade auf Stadtbewohner. In Tokyo ist der Platz rar, deswegen sind die Kosten für den dauerhaften Parkplatz in der Stadt auch so hoch. Ohne Parkplatz in der Stadt kriegste auch kein Auto angemeldet dort. Entsprechend fallen auch die Parkgebühren aus wenn man kein Dauerparker ist, das muss richtig teuer sein damit die Leute halt in den ÖPNV und in die Züge steigen. So begrenzen die Japaner die Blechlavinen in Tokyo, auf dem Land ist das wesentlich günstiger bei denen.
Wird aber kaum angewendet, weil es meistens teurer ist (Lochsteine müssen gesetzt werden, Kies regelmäßig neu geebenet) und für Gehbehinderte sowie solche, die es werden wollen (Pfennigabsätze) zu Problemen führt. Weiß nicht, wie es in deiner Region ist, aber ich hab an vielen Ecken Deutschlands gewohnt und überall waren 95+% der Parkflächen betoniert.
Hier wird es langsam besser, viele Neubauten sowie Einfamilienhäuser haben keine typisch zubetonierten Flächen und auch woanders setzt sich das langsam durch. Alles hat Vor&Nachteile, aber so was setzt sich durch. Oft sind das auch gummierte Lochmatten mit Rasen zwischendrin. Wenn man da nicht wie bekloppt rumkurvt bleibt der Rasen sogar. Hat auch einen massiven Vorteil weil da keine Pfützen entstehen können bei unserem doch schlechtem Wetter hier - das ist nicht zu unterschätzen.
Hast du dir mal Bilder von Pripyat angeguckt? Die belegen eigentlich ganz gut, dass Plattenbeton mit ohnehin vorhandenen Spalten binnen 30 Jahren von der Natur zurückerobert werden kann, wenn sich gar keiner mehr darum kümmert. Und wenn man drum rum noch ein paar nichtbetonierte Flächen hat, kann das sogar ökologisch wertvoll werden. Letzteres ist aber ein wichtiger Bestandteil beim heutigen, ökologisch sehr positiv zu bewertenden Zustand von Pripyat: Die Stadt war, wie die meisten sozialistischen Planstädte mit ihren großen unversiegelten Freiflächen, schon vor der Aufgabe nicht ökologisch tot, sondern bot weitaus mehr Natur, als die durchschnittliche heutige deutsche Großstadt.
Ja aber so eine Bauweise geht nur dann wenn man in der Planwirtschaft lebt - wo man genug Arbeiter hat um diese Flächen auch in Ordnung zu halten. Die Anwohner kümmern sich da nicht selbst drum (wie es bei einem umzäunten Hinterhof der Fall wäre), deswegen ist das nicht wirtschaftlich und die Flächen verwildern und sehen entsprechend hässlich aus. Die hohen Nebenkosten (Gärtner/Landschaftspflege) die dadurch entstehen würden können eh nur die oberen 10% zahlen, aber die wohnen dort nicht.
Auch ich wäre zu geizig wenn meine Nebenkostenabrechnung jetzt 300-400€ mehr hätte für Landschaftspflege jedes Jahr. Hier muss man überlegen was einfacher ist - Rückbau wenn etwas nicht benötigt wird oder so bauen das der Rückbau nicht nötig wird und die Natur in angemessener Zeit selbst durchkommt.
Der einzige Vorteil den es damals in der UDSSR gab - Bäume, viele Alleen und Kleingärten usw. zwischen den Häusern.
Das was aktuell in Moskau gebaut wird ist absolut gruselig:
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Magst du in so einer Gegend wohnen? Den nächsten Baum siehste erst ab dem 10en Stockwerk. Keine Infrastruktur, nichts.
Es gibt Grünflächen zwischen den Häusern, aber nicht viel und da kümmert sich kein Schwein drum. Alles was irgendwie befahrbar ist wird zugeparkt.
Das ist das letzte was man bauen kann, daher lieber schöne kleine Eigenheime oder typische städtische Bauart wie in den Altstädten, ich hab massiv was gegen Plattenbauten.
Und zum ökologischen Bauen: Guck dir an, was für lasche Vorgaben in Deutschland immer noch nicht gemacht werden, weil sie eine zu große Beeinträchtigung wären. Es gibt heute mehr Leute, die sich da mehr Gedanken drüber machen, als früher, aber das ist so ähnlich wie mit "es gibt mehr Batterieautos": Von 1% auf 2% ist auch eine Verdoppelung. Die breite Masse achtet nur wegen der Heizkosten auf Isolierung, nur im Rahmen von Subventionen auf Energieproduktion und nur soweit, wie es vorgeschrieben wird, auf Bodenversiegelung. In den 10ern hatten wir selbst beim Privathaus einen Trend weg von der Grundstücksbegrünung hin zu Steingärten und Kiesflächen, weil pflegeleicht >>>> naturülich/CO2-absorbierend/Insekten versorgend/etc.
Wenn es nicht wirtschaftlich ist, wird es nicht getan.
Wenn es zu viel Papierkram verursacht, wird es nicht getan (wir haben sowieso für jeden Furz 10 Anträge hier und 3 Gutachter!).
Denen willste noch ökologisches bauen aufs Auge drücken? Da haste bald gar keine Investoren mehr und die, die noch bleiben drücken dir gleich 10.000€/m² Kaufpreis und 30€/m² Miete rein, friss oder stirb.
Bauen muss günstiger werden, viel einfacher, viel viel schneller (von Antragstellung bis Baubeginn unter 12 Monaten, bis Fertigstellung und Abnahme aller Gutachter - 36 Monate), wenn DAS gelöst ist, kann man sagen - wir schrauben da nach und nach die ökologischen Aspekte mit rein.
Warum so radikal? Na weil Wohnraum fehlt, gerade in dem Schwarmstädten. Verschlimmern wir das bauen, wird es noch schärfer auf dem Wohnungsmarkt. Derweil vergreisen und verweisen viele Landstriche weil sie niemandem was bieten können außer billige Mieten/Kaufpreise. Aber was will ich mit nem Haus aufm Land für 60.000€? Das kann ich mir in 3 Jahren zusammensparen wenn ich wirklich will (und auf alles rund um Elektronik und Reisen verzichte), aber was dann? Da MUSS man für jeden Mist ins Auto steigen oder jeden Mist liefern lassen (was ja auch einen negativen Effekt hat). Also: erstmal drum kümmern das alle in der Stadt wohnen können und dann guggen wir mal wie das ökologisch zu lösen ist. Das hätte auch nen schönen Nebeneffekt - Pendler werden weniger wenn sie in den Städten leben können und nicht nur mit Toastbrot und Billigkäse existieren...