Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Wie könnten wir das denn? Du musst das auch begründen irgendwie

Tolle Sache, oder, um aus verbranntem Gas zum Heizen zumindest Teile der Exergie abzuzwacken
Miniblockheizkraftwerke - Mundt GmbH Hannover
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Stattdessen verschwenden wir unser Geld so. Ein Land, in dem man 47.000,-€ dafür ausgibt, um Erdaushub aus einer Kellerausschachtung abzufahren hat also kein Geld, um für 47.000,-€ große Batteriespeicher und ein Blockheizkraftwerk im Keller zu deponieren? Wir können alles, wenn wir wollen, aber wir wollen nicht
Immobilienpreise: 47.000 Euro fuer ein Loch - DER SPIEGEL
 
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Machen die das echt? Ich hab natürlich einen subjektiven Blick auf Stellenanzeigen durch meine Fähigkeitsbereiche, aber da sind/waren Ausschreibungen außerhalb des öffentlichen Diensts eigentlich immer "ab sofort" oder umgekehrt "eigentlich lesen sie das hier 2 Monate zu spät". Und selbst im öffentlichen Dienst war alles außer Schwangerschaftsvertretungen immer "zum Ende der Bewerbungsphase", also auch Besetzung ASAP und etwas Vorlauf nur wegen der Ausschreibungspflichten/Verbot den Erstbesten zu nehmen. In meinem familiären Umfeld gab es in letzter Zeit ein paar Verrentungen, da lief das (in komplett anderen Branchen) aus Gegenrichtung genauso: Obwohl in solchen Fällen schon 2 Jahre voraus auf den Tag genau bekannt war, dass und wann die Stelle frei wird, hatte man sich bis zu diesem Tag noch nicht um eine Nachfolge gekümmert...
Würden Stellen regelmäßig z.B. 3 Monate im voraus ausgeschrieben werden, wäre das Problem selbst ohne Datenbank deutlich weniger ausgeprägt. Wer als Arbeitssuchender die Wahl "ab morgen in 40 km oder ab nächsten Monat in 4 km" hat, würde ja immer die letztere Stelle wählen. Aber branchenübergreifend* kenne ich es eher so, dass kurzfristig gesucht wird. Das heißt der Arbeitssuchende sieht von den "in einem Monat"-Stellen gar nichts und wenn er sich bei den weit-weg-aber-gerade-noch-so-machbar-Positionen nicht sofort bewirbt (und dann auch bereit erklärt, SOFORT anzufangen), riskiert, dass die Stelle weg ist. Also kann er auch nich einfach warten, ob sich noch was günstiger gelegenes ergibt. Aber das ist halt auch so wieder eine typisch deutsche Sache: Der Arbeitssuchende/-nehmer als Bittsteller, für dessen Interessen niemand einen Finger krum macht. Dabei würde mehr Vorausplanung und mehr Ehrlichkeit (vermutlich wird auch ein Teil der erst in mehreren Wochen frei werdenden Stellen "als sofort" ausgeschrieben werden, um Druck aufzubauen...) hier auch dem Arbeitgeber leichte und dem Klima deutliche Vorteile verschaffen. :(

*Umfasst keine IT-Entwicklung, für die aufgrund des großen Anteils projektbezogener Tätigkeiten möglicherweise anderes gilt.
Klar machen die das. Nicht alle, aber es gibt Firmen die sich rechtzeitig um Ersatz kümmern. Kurz vor knapp ist nicht weil man die Leute eh n wenig anlernen und kennenlernen muss bevor die wirklich produktiv eingesetzt werden können.
Oft werden die Stellen gemeldet, aber nicht ausgeschrieben beim Amt - das Amt bevorzugt es die aktuell zu besetzenden Stellen vollzustopfen egal wo wer lebt. Was bringt dem Amt da eine Stelle in 3 Monaten vor Ort beim Kunden wenn man dem jetzt sofort eine offene Stelle reindrücken kann die aber in XYZ ist? Ist doof, aber die machen das. Manchmal hat man einen guten Berater mit dem man klarkommt, die rücken einem nicht so auf den Pelz und wollen ernsthaft helfen und nicht einfach irgendwo den Kunden parken bis der wiederkommt.

Ämter machen nur das, womit sie die Regierungen beauftragen. Weder haben sie die Ressourcen für mehr noch dürften sie das überhaupt. Wäre ja eine Verschwendung von Steuergeldern, wenn es die Politiker nicht für gut befunden haben. Das Ergebnis sind Papierkriege ohne gleichen (im Amt typischerweise noch weitaus schlimmer als außerhalb) und vor allem ohne Fortschritt, weil im Amt alles mit Recht und Ordnung abgehen muss, ändert sich daran nur etwas, wenn das zuständige Ministerium die Ordnung bzw. das zuständige Parlament das Recht anpasst.

Ämter machen nicht nur das was man denen direkt aufgetragen hat. Beamte haben viel Spielraum um produktiver zu werden, sich die Arbeit zu erleichtern und nicht nur stur auf Vorschriften pochen.
Genau wie ein Polizist dir eine Verwarnung oder eine Strafe reindrücken kann - er entscheidet. Genau wie der Zollbeamte bei dir in den Kofferraum sehen will oder doch noch ins Handschuhfach und unter die Sitze. Oder die ganze Karre zerlegen.
Genau so können andere Beamte in den entsprechenden Ämtern (Arbeitsamt, Jobcenter, Sozialamt blahrg) sehr viel selbst entscheiden und sie handeln nicht stur nach Vorschrift. Sie arbeiten mit Menschen, nicht mit Robotern, deswegen ist individueller Zugang zu jedem Kunden und entsprechende Handlungen hinterher einfach normal. Klar gibt es Ausnahmen, ich hab mit dem Jobcenter und dem Arbeitsamt eigentlich nur positive Erfahrungen gemacht.

Aber die meisten Politiker interessiert nur, was auf Wahlplakaten und in Talkshows funktioniert. Und die wenigen, die noch etwas weiter denken, haben auch abstrakte Ziele, aber niemand stellt sich mit der großen Vision "effiziente, helfende Bürokratie" hin. Und "für HartzIVer" und "gegen Pendler" ist für die meisten auch politischer Selbstmord, trotz aller Klima- und Gerechtigkeitsdebatten/-heucheleien.

Ach das ist kein politischer Selbstmord. Die gesellschaftliche Mitte schwindet doch immer wieder. Die finanzielle Mitte auch, die Mittelklasse an sich gibt es immer weniger. Man kann sich politisch nicht mehr an dieser Wählergruppe orientieren weil sie einfach schrumpft, veraltet und ausstirbt. Und junge Leute die aber schon in der Mitte angekommen sind (gut gebildete Jugend die eben einen guten Job gefunden hat und nicht einen wo man hoffnungslos überqualifiziert und unterbezahlt ist) - die pfeifen auf die Pfeifen in der Politik doch schon lange.
Ich gehöre zu den letzteren - anfang 30, interessanter und gut bezahlter Job der aber sehr rar ist und den Politikern traue ich nicht mal so weit wie ich die werfen kann. Ich erwarte von denen wenigstens Stillstand - wenn sich nix bewegt, kann nix kaputt gehen :) Denn sobald die was angehen, geht es schief.
Aber so eng würde ich es nicht sehen, sobald wir frische Politiker haben und die alten Säcke ausgestorben sind, wird es besser. Leider dauert so was ne Weile :D

Das ist nicht nur für jemanden aus einer günstigen Ecke viel Geld, zumal ich bei meiner letzten Wohnungssuche meist 3 Kaltmieten gesehen habe und die m²-Preise für kleinere Wohnungen höher als für 100 m² sind, die sowieso räumlich unflexible Familien brauchen. Der große Knackpunkt ist aber "machbar, aber nicht jedes Jahr". Umgekehrt wird daraus nämlich: "Würde sich lohnen ab mindestens 3 Jahre". Und mittlerweile schreibt nicht einmal mehr der öffentliche Dienst unbefristete Stellen aus. Wer einen neuen Job antritt, muss immer im Hinterkopf behalten, dass der nach 12-18 Monaten wieder weg ist und bis dahin ist es sehr riskant, mehr Geld zu investieren, als man in dieser Zeit wieder reinbekommen kann. In Zeiten von Hire & Fire ist ein Umzug deswegen für viele eine Hochrisikooption und sie pendeln lieber.

Nun, deswegen zieht man ja in die Großstadt wo entsprechende Jobs in mehrfacher Ausführung vorhanden sind. Gerade wenn man eine schlecht bezahlte Stelle hat, ist das meistens etwas was tausendfach in der Stadt existiert - Putzkraft, Verkäufer schießmichtot. Deswegen wiegt es das auf, denn wenn man den Job in der Stadt verliert - man ist ja schon in der Stadt und sucht nen neuen. Anstatt auf dem Land zu hocken wo nix ist und sich wieder überlegen wo es denn jetzt hin geht und wie man dort zur Arbeit kommen soll.
Man muss auch anders rechnen, man darf nicht nur den Lohn und den Preis fürs pendeln zusammenrechnen und sagen - eh lohnt sich nicht. Man muss überlegen was man an Strecken spart wenn man in der Stadt ist. Alleine am Wochenende aus der Pampa in die Stadt fahren wegen nem Event und im Zentrum für 4€/h parken? Anstatt sich in den ÖPNV zu setzen und einfach in 10min in der City sein wo was lost ist? Stadt hat viele Argumente, zusätzlich zu der gewonnenen Freizeit (man pendelt halt nicht mehr) bekommt man noch viel mehr geboten und kann sich austoben oder sogar ehrenamtlich was gutes tun. Aufm Land haste doch gar kein Bock noch freiwillig was zu tun nach dem pendeln. Arbeiten, essen und schlafen + im Stau stecken - der moderne Arbeitssklave.


Ich habe es nicht in Bezug auf Rechtsbeistand erfahren, aber in allen anderen Hinsichten ist ALG1/Arbeitsamt PARADIESISCH im Vergleich zu ALG2/Jobcenter. Bei ersteren fühlst du dich wie ein normaler Kunde z.B. beim Metzger, bei letzteren wirst du behandelt wie das Schwein auf dem Weg zum Metzger und wehe du quiekst und willst irgendwas haben. Zwar hast du irgendwo am Ende Anrecht auf Prozesskostenübernahme, aber wahrscheinlich musst du die erstmal mit einem Anwalt einklagen :ugly:

Ich kann die Erfahrungen hier nicht teilen. Sowohl ALG1 als auch ALG2 sind bei mir identisch gewesen was die Behördengänge angeht, die Freundlichkeit und den ganzen Rest drum herum. Mit ALG2 haste halt kein Geld, mit ALG1 je nach Verdienst hast du immer noch einen vernünftigen Kontostand der nicht jedem Monat ins Minus rutscht. Das ist aber auch der einzige große Unterschied. Fakt ist: recht haben und recht bekommen sind hier immer noch 2 Paar Schuhe, ohne Rechtsanwalt bleiben einem viele Türen verschlossen und anstatt sich zu ärgern ärgert man lieber die Gegenseite und zeigt der das man sich entsprechend wehren kann, aber zivilisiert. Und das wird immer härter, also muss man immer genug Reserven haben und gute Anwälte für bestimmte Bereiche kennen wo es wichtig ist.

Zu meinen Zeiten war es auf alle Fälle altersbezogen und als mit-20er kam ich so auf hohe 3000er/niedrige 4000er. Aber direkt nach dem Studium hatte ich nicht unbedingt volle Kassen (zumal ich meiner Freundin noch das Ende ihres Studiums querfinanziert hatte), obwohl ich normalerweise sehr aufs Geld achte. Die meisten Menschen in Deutschland machen das aber eben (leider) nicht, wie die Überschuldungsstatistiken regelmäßig beweisen. Unter meinen Arbeitskollegen gibt es durchaus welche, bei denen am Ende des Geldes noch Monat übrig ist und die einem zwar nicht sagen können, warum sie Produkt XY am Anfang des Monats gekauft haben, aber durchaus wie umständlich Geldabheben im Dispo wird...
Absolute finanzielle Unfähigkeit, aber eben kein Einzelfall. Die Mehrheit der deutschen Arbeiter lebt aus der Hand in den Mund und wenn dann die Hand aka der Job wegfällt, sehen vielleicht einige ein, dass das tierisch blöd war - aber in dem Moment ist es kaum zu ändern. Nicht umsonst ist eine der wenigen Hilfen die einem Jobcenterangestellte bei jeder Gelegenheit anbieten (müssen), ein Vorschuss der später verrechnet wird. Viele brauchen das leider, weil sie nicht einmal 2-3 Monate zwischen dem letzten Gehalt und der ersten Hilfe überbrücken können.
Und dann wundert man sich, dass bei Wahlen nicht einmal die politischen Aktionen Entscheidungen der letzten 2-3 Jahre eine Rolle zu spielen scheinen und die Menschheit als ganzes unfähig ist, 2-3 Jahrzehnte voraus zu planen. :(

Kenne ich auch, viele Leute haben aber auch viele laufende Kosten die über Verträge zusammenkommen, sie verlieren teils den Überblick, vergessen was zu kündigen blah. Dann schrumpft der Kontostand beachtlich und manchmal hat man nix davon (berühmtes Beispiel ist Fitnessstudio - Vertrag am Bein, man geht nicht hin und findet auch keinen der den Vertrag übernehmen will - man zahlt also für nix).
Rücklagen bilden hab ich schon in jungen Jahren gelernt (natürlich NICHT in der Schule, das wie so viele andere Sachen wie Steuern usw. werden einem da nicht beigebracht), ich musste immer Geld haben um DJ-Equipment ersetzen zu können etc. Die müssen ja nicht riesig sein, aber genug Geld auf der hohen Kante für schlechte Zeiten - das hat mittlerweile jeder begriffen, nur schaffen es einige nicht irgendwelche Rücklagen zu bilden. Und Altersvorsorge können die auch nicht.
Ich hoffe mal das Schulsystem wird reformiert damit die Menschen die entsprechenden Informationen und das allgemeine Wissen bekommen bevor sie besagte Verträge abschließen können und sich um die Altersvorsorge kümmern müssen. Also bevor sie 18 werden. Das würde sehr vielen helfen die dann schon mit 25 komplett überschuldet sind oder einfach Geldprobleme haben und das dauerhaft.
Und entsprechendes politisches Wissen muss den Schülern auch vermittelt werden - neutral, aber aufklärend. Dann sind sie auch nicht komplett Politikverdrossen und das schon vor ihrer ersten Wahl die sie überhaupt mitmachen dürfen. Das sollte doch reinpassen zwischen all dem nutzlosen Geschichtsstoff und schlecht umgesetzten Unterrichtsfächern wie Musik (wo man kaum was über Musik lernt - das meiste ist Geschichte und klassische Musik die zwar nicht verkehrt ist aber den Leuten nichts bringt) und Informatik (wo man eben auch nichts lernt weil alles veraltet ist inklusive Lehrer die nicht mit der dynamischen IT-Welt mithalten wollen/können). Viele Leute in meinem Alter und jünger haben wissen zwar wann wo welcher Krieg stattfand und welche Personen da umgekommen sind, aber sie haben keinen Plan von Politik, Finanzen, Steuern, Altersvorsorge und anderen Dingen die garantiert jeden treffen und das oft sehr hart.

Genauso habe ich das erwartet: Diejenigen, die ihre Umweltzerstörung mit "hier fährt ja nichts" begründen und rumjammern, dass "die in der Stadt" priviligiert wären, weil es da sowas wie guten ÖPNV gibt (den sie eh nicht nutzen würden, weil er dann wieder zu laut/voll/sonstwas ist, verglichen mit dem Privatpanzer), sind genau diejenigen, die die Parteien wählen, die sich gegen einen Ausbau stellen. Und dann "wundert" man sich, dass CDU-Kommunalpolitik im Vorort mit den rot-grünen Stadtteilen nicht über eine bessere Koordinierung/Verknüpfung von Bussen und Bahnen sprechen. :rollen:

Das ist aber nicht neu. Die Mittelklasse schrumpft zwar, aber nicht in den Städten, die zieht ja vom Land in die Städte - bzw in die Randgebiete wo Einfamilienhäuser stehen usw. Die wählen entsprechend. Dazu noch der harte Rechtsruck gerade aufm Land. Die Karte hat hier deutlich gezeigt - wohlhabende Gegend, viele gut gebildete Leute dort, sie wählen Grün, Linke usw. Und die ärmeren Gegenden mit hohem Anteil an Sozialfällen, einfachen Arbeitern usw. wählen ganz anders. Leipzig ist zwar eine Ausnahme in Sachsen aber auch hier gab es dicke blaue Flecken auf der Karte wo die AfD ihre Wähler hat :ugly: Und das ist schon in der Stadt selbst, außerhalb sieht das noch viel düsterer aus, je weiter weg vom Stadtzentrum desto schlimmer wirds hier. Und kleine Städte hier sind richtig schlimm, sind aber auch nicht umsonst unten durch (Görlitz z.B. - da zieht doch keiner freiwillig hin obwohl die Stadt an sich billig und schön ist).
Ich sehe die Pendler ja ausm Fenster hier, ich sehe was das für Fahrzeuge sind - das sind oft Blechpanzer die über 30.000€ kosten und das schon in der Basisausstattung. Hier im Osten ist der Anteil solcher Fahrzeuge an sich recht gering - wir sind halt nicht in München oder Frankfurt - aber in den Randbezirken bzw außerhalb der Städte gibt es viele, in der Stadt kauft sich kaum wer so nen Panzer, die Stadtbewohner kommen oft mit kleinen Knutschkugeln aus wie Ford Ka, Nissan Micra, diverse Minis etc. - sind halt praktisch und passen in der Altstadt gut in die engen Parklücken.
Es sind also nicht nur Geringverdiener die hier pendeln, es sind viele Leute die gut verdienen, das sieht man auch oft am Anzug und Krawatte - wer damit auf Arbeit fährt und das in einem BMW der nicht ganz billigen Modellreihe, der verdient auch etwas mehr. Die wollen halt aber unbedingt in nem Haus aufm Land wohnen (Hund braucht auslauf!) und weigern sich ÖPNV, Fahrräder und alle anderen Alternativen zu nutzen selbst wenn sie vorhanden sind.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Hat jetzt nicht direkt was mit Klimawandel an sich zu tun, aber indirekt doch sehr viel. Was ich vor allem in deutschen Foren sehr viel und oft lese sind seitweise Beträge darüber warum etwas nicht funktionieren kann. Es wird nicht geguckt was möglich ist, sondern erst mal warum etwas das nicht dem Mainstream entspricht nicht klappen könnte. Ich kenne irgendwie beide Seiten.
Vor 15 Jahren (da war ich noch jung :D ) lebte ich ganz normal. Keine spezielle Bildung, ein Job als LKW-Fahrer, die Freundin arbeitet im öffentlichen Dienst. Keine Kinder (erstens können wir die nicht ausstehen, 2. mögen wir die damit verbundenen Einschränkungen nicht und 3. sollen sich die damit rum ärgern die Spass an sowas haben :D ) Wir lebeten ganz normal. Mietwohnung, 2 Verbrenner als Autos um am Land auch zur Arbeit zu kommen da der ÖV hier auch nicht so pralle ist, dazu ganz normal günstig im Supermarkt geschoppt. So wie tausende andere halt auch. Wir waren ja so wie alle anderen auch. Arbeiter die halt versuchen sich ein schönes Leben zu machen.
Geändert hat das alles vor rund 5 Jahren. Ich hatte tierisch schwein dass ich von meinen Eltern etwas Geld geerbt hatte und wir überlegten uns wie man das investieren könnte. Also haben wir entschieden zu gucken ob vielleicht ein Eigenheim irgendwie drin liegen würde. Hat dann geklappt und wir haben uns gefragt was man tun kann damit es erstens später im Alter günstig im Unterhalt ist und auch sowohl beim Bau und im Betrieb die Umwelt nicht übermässig belastet. Also Beton nur dort wo es sein muss und der Rest wurde in Holz gebaut. Das Ergebnis war ein Häuschen das mir sehr wenig Energie im Winter zu heizen ist, im Sommer sehr lange braucht bis es sich aufheizt und keinerlei fossile Brennstoffe braucht. Wir heizen mit Holzpellets (350kg im Jahr) und Strom (unter 2.000kWh) welcher zu über 70% vom eigenen Hausdach kommt. Danach haben wir angefangen unsere Verbrenner erst gegen Plug-InHybride (Opel Ampera) auszutauschen um zu gucken ob sowas was wäre oder doch nicht. Is akustisch schon ein Unterschied zwischen nem netten V6 mit Edelstahlabgasanlage und nem E-Motor :ugly: Die Reichweite von 50km im Winter und 80km im Sommer hat sogar für 90% aller Fahrten gereicht, wir konnten im Sommer den PV-Strom vom Dach nehmen und im Winter konnte ich beim Arbeitgeber günstig laden. Aber wenn man weiter weg wollte musste man Benzin tanken. Das hat uns nach 3 Jahren so genervt dass wir auch da von den Hybriden weg sind und seitdem nur noch volleletrisch. Beide E-Autos zusammen haben in den letzten 2 Jahren 70.000km gemacht. Klar, in der Anschaffung waren die alles andere als günstig. Aber wir planen die mindestens 10 Jahre zu fahren und dann werden die Kosten ganz schnell sehr überschaubar. Schon jetzt zeigt sich dass die Kosten pro km tiefer sind verglichen mit allen anderen Autos zuvor. Ausser Leasing und Versicherung musste ich noch nix zahlen. Keine Servicekosten, Reifen halten dank ruhigem Fahrstil viel länger, Bremsen ewig.... alles Dinge die ich früher schon ersetzt hätte bei dem km-Stand. Also wieder Ressourcen gespart und geschont. Dazu geht das Geld das wir für den Strom zahlen in die lokale Wirtschaft und nicht an Ölfirmen und an Kriesenregionen. Wir sind damit quasi aus dem Kreis derer die Erdöl brauchen um es zu verbrennen fast ganz raus. Noch 2 Motorräder aber auch deren Zeit ist eigentlich angezählt.
Beim Essen waren wir früher ganz normal. Dann haben wir aber mal angefangen ob wir in unserem Konsumverhalten was ändern können. Seit dem sind bei uns Fertigprodukte (egal ob komplett oder diese Päckchen von Knorr und Co) quasi aus der Küche verschwunden. Bei Gemüse haben wir mal gesucht was es an Alternativen gibt. Nach einigen Versuchen haben wir jetzt ne Option gefunden wo wir alle 2 oder 4 Wochen rund 4kg Gemüse nach Hause geschickt bekommen. Alles Zeug das bei den Herstellern von den Grossverteilern wegen optischer Mängel oder falschen Grössen nicht genommen wird. Aber das Zeug ist frisch vom Hof, lecker und finanziell entweder gleich oder teilweise günstiger als das Bio-Zeug im Laden. Dafür ist halt hin und wieder mal Erde dran oder 1 oder 2 Stück sind nicht mehr so ganz frisch. Das Beste daran ist aber dass man nie weiss was drin ist. Das Paket kommt und dann sehen wir halt was wir aus den Dingen machen die da sind. Hat auch den Vorteil dass wir sehr viel weniger Verpackung und Plastikabfall haben.
Ebenso holen wir inzwischen etliches im Offenverkauf und füllen das in Gläser etc..
Beim Shoppen wird das gekauft wo man braucht und nicht das wo man Bock drauf hat aber nicht wirklich braucht. Okay, wir sind nicht mehr 20, soziale Medien gehen uns am Allerwertesten vorbei und wir brauchen keine Likes und sonstiges um uns gut zu fühlen. Ergo werden auch Geräte, Computer etc. erst dann ersetzt wenn sie entweder kaputt sind oder es nicht mehr reicht von der Leistung her. Wegen 5 FPS mehr Teile auszutauschen geht für uns gar nicht. Ebenso auch bei Klamotten. H&M etc. sieht uns inzwischen nicht mehr. Wenn wir Kleider kaufen dann qualitativ hochwertigeres das auch mal ne Weile hält. Ein T-Shirt für 5€, ne Hose für 20€... da will ich weder wissen welche Chemie da drin ist noch wie das hergestellt wird. Hab mich da in letzter Zeit auch mehr und mehr informiert wie und wo was hergestellt wird und wir haben inzwischen einige Konzerne deren Produkte wir versuchen zu meiden wo es nur geht. Es gibt für fast alles Alternativen. Sie sind vielleicht nicht immer die bequemsten und auch nicht immer die billigsten, aber da muss man durch.
Urlaubstechnisch gucken wir halt was so geht ohne sinnlos rum zu reisen. Mal zum Shoppen oder für ne Party wo hin zu fliegen ist vorbei. Wobei der letzte Flug ist auch schon wieder paar Jahre her.
Dazu gucken wir wo wir Abfall vermeiden können (wir kommen aktuell mit 1 35l Sack 5 bis 6 Wochen aus), Anderes Material wird getrennt und dann den jeweiligen Stellen zum wiederverwerten übergeben.
In den nächsten Monaten planen wir eine Erweiterung der PV-Anlage. Es gibt hier zwar keine Förderung oder sowas dafür aber egal. Wir können unseren Eigenverbrauch erhöhen und speisen auch noch mehr ins Netz ein. Also muss wo anders weniger Kohle/Öl etc. verbrannt werden um Strom zu machen.
Allgemein hab ich aber aufgegeben zu missionieren. Ich mache einfach mal und gehe mit gutem Beispiel voran. Wenn es jemanden interessiert kläre ich gern auf oder lade auch mal wen ein um sich was anzusehen bzw. es zu erklären. Auch bin ich jetzt nicht so der CO2-Kämpfer. Je weniger Ressourcen ich generell verbrauche desto geringer wird auch der CO2-Fussabdruck.
Mir ist klar dass nicht jeder so leben kann, aber jeder kann sich mal Gedanken drüber machen ob das wirklich gut ist wenn man einfach so weiter macht wie bisher. Ausserdem kann man nicht von anderen erwarten was zu tun ohne selber über die Bücher zu gehen. Und klar. ich allein kann wenig ausrichten. Aber wenn irgendwann 10 Leute anfangen ihr Konsumverhalten zu hinterfragen und zu ändern, dann 100 und irgendwann tausende dann ändert sich auch was.
Allerdings müsste man sich dafür mit dem Thema kritisch auseinandersetzten und die Infos die man so findet hinterfragen und bewerten. Aus der Bild abend am Stammtisch zu zitieren und immer auf andere zu schimpfen ist zwar bequem, aber keine Lösung....
 
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Wie könnten wir das denn? Du musst das auch begründen irgendwie

Hab ich doch gesagt, wenn die Regierung das nicht immer torpedieren würde.
Mir "wir" ist das Land gemeint.
Man muss also andere Leute in Regierungsverantwortung wählen. Leute, die wirklich was ändern wollen.
Offenbar will aber niemand.
 
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Klar machen die das. Nicht alle, aber es gibt Firmen die sich rechtzeitig um Ersatz kümmern. Kurz vor knapp ist nicht weil man die Leute eh n wenig anlernen und kennenlernen muss bevor die wirklich produktiv eingesetzt werden können.
Oft werden die Stellen gemeldet, aber nicht ausgeschrieben beim Amt - das Amt bevorzugt es die aktuell zu besetzenden Stellen vollzustopfen egal wo wer lebt. Was bringt dem Amt da eine Stelle in 3 Monaten vor Ort beim Kunden wenn man dem jetzt sofort eine offene Stelle reindrücken kann die aber in XYZ ist? Ist doof, aber die machen das. Manchmal hat man einen guten Berater mit dem man klarkommt, die rücken einem nicht so auf den Pelz und wollen ernsthaft helfen und nicht einfach irgendwo den Kunden parken bis der wiederkommt.

Utopie und Wirklichkeit :(

Ach das ist kein politischer Selbstmord. Die gesellschaftliche Mitte schwindet doch immer wieder. Die finanzielle Mitte auch, die Mittelklasse an sich gibt es immer weniger. Man kann sich politisch nicht mehr an dieser Wählergruppe orientieren weil sie einfach schrumpft, veraltet und ausstirbt. Und junge Leute die aber schon in der Mitte angekommen sind (gut gebildete Jugend die eben einen guten Job gefunden hat und nicht einen wo man hoffnungslos überqualifiziert und unterbezahlt ist) - die pfeifen auf die Pfeifen in der Politik doch schon lange.

(Unions-)Wahlergebnisse sagen was anderes. Klar steigt die Zahl der Armen und geringfügig der Superreichen, aber erstere gehen zu wenig wählen (vor allem berücksichtigen bei Wahlen nicht, was sie da eigentlich wählen) und letztere haben direktere Einflusswege. Also stellt die Mitte weiterhin den Großteil der Stimmen.

Man muss auch anders rechnen, man darf nicht nur den Lohn und den Preis fürs pendeln zusammenrechnen und sagen - eh lohnt sich nicht. Man muss überlegen was man an Strecken spart wenn man in der Stadt ist. Alleine am Wochenende aus der Pampa in die Stadt fahren wegen nem Event und im Zentrum für 4EUR/h parken? Anstatt sich in den ÖPNV zu setzen und einfach in 10min in der City sein wo was lost ist?

Leute dieser Einkommensklasse sparen sich derartige Fahrten in die Stadt auch so schon, weil sie sich die gar nicht leisten können. ;)

Ich kann die Erfahrungen hier nicht teilen. Sowohl ALG1 als auch ALG2 sind bei mir identisch gewesen was die Behördengänge angeht, die Freundlichkeit und den ganzen Rest drum herum. Mit ALG2 haste halt kein Geld, mit ALG1 je nach Verdienst hast du immer noch einen vernünftigen Kontostand der nicht jedem Monat ins Minus rutscht. Das ist aber auch der einzige große Unterschied. Fakt ist: recht haben und recht bekommen sind hier immer noch 2 Paar Schuhe, ohne Rechtsanwalt bleiben einem viele Türen verschlossen und anstatt sich zu ärgern ärgert man lieber die Gegenseite und zeigt der das man sich entsprechend wehren kann, aber zivilisiert. Und das wird immer härter, also muss man immer genug Reserven haben und gute Anwälte für bestimmte Bereiche kennen wo es wichtig ist.

Das sind die Lektionen für "beim nächsten Mal besser machen", wir brauchen aber auch und vor allem Lösungen für diejenigen, die im ersten Anlauf hängen geblieben sind.

Es sind also nicht nur Geringverdiener die hier pendeln, es sind viele Leute die gut verdienen, das sieht man auch oft am Anzug und Krawatte - wer damit auf Arbeit fährt und das in einem BMW der nicht ganz billigen Modellreihe, der verdient auch etwas mehr. Die wollen halt aber unbedingt in nem Haus aufm Land wohnen (Hund braucht auslauf!) und weigern sich ÖPNV, Fahrräder und alle anderen Alternativen zu nutzen selbst wenn sie vorhanden sind.

Und genau bei solchen Leuten bin ich für absolut null Rücksicht.
 
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Utopie und Wirklichkeit :(

Muss keine Utopie sein. Das größte Problem ist - die Beamten im Arbeitsamt sind etwa so motiviert wie ne vollgefressene fette Katze. Sie sind die Instanz die alles koordinieren sollte und zwischen Arbeitgeber, Arbeitssuchenden und Sonderfällen kommunizieren. Und zwar so kommunizieren das sich keine Partei beschissen fühlt. kA wie man die motivieren kann, Geld bekommen sie genug... eventuell Trainings, Weiterbildungen und eventuell etwas mehr auf Qualität achten anstatt einfach mit Gewalt alles durchzuprügeln? Sie wissen das denen keiner was kann, das sie einen sicheren Job haben und ihre Karriere nicht von der Qualität ihrer Arbeit abhängig ist, bei weitem nicht so wie in vielen anderen Bereichen die mit Kunden zu tun haben (wenn sich im Verkauf über einen Verkäufer die Beschwerden stapeln, fliegt der doch hochkant raus, hier nicht).

(Unions-)Wahlergebnisse sagen was anderes. Klar steigt die Zahl der Armen und geringfügig der Superreichen, aber erstere gehen zu wenig wählen (vor allem berücksichtigen bei Wahlen nicht, was sie da eigentlich wählen) und letztere haben direktere Einflusswege. Also stellt die Mitte weiterhin den Großteil der Stimmen.

Ja Wahlergebnisse spiegeln eigentlich nicht die gesellschaftliche Entwicklung wieder, kann ich mir an sich auch nicht erklären - die Mitte wird immer kleiner aber man sieht das nicht in diesem Bereich.
Klar, die Leute hassen die Politik und gehen nicht wählen weil sie eh nicht dran glauben oder einfach denken - never change a running system - warum was anderes wählen und dann noch mehr aufn Deckel bekommen? Bei den aktuellen Parteien und Politikern weiß man wenigstens was sie verbocken. Aber das kanns doch auch nicht sein. Eigentlich sollte die größere Anzahl an Geringverdienern, armen Menschen usw. sich bei den Wahlen wiederspiegeln, wenigstens regional (das einzige was man sieht - in richtig abgehängten Regionen gabs nen massiven Ruck zur AfD hin, aber das ist doch auch keine Lösung - selbst wenn man von der politischen Ausrichtung absieht, haben die doch keinerlei Bock drauf in abgelegenen, abgehängten Regionen was zu verbessern, einen Plan dafür gibts auch nicht). Ich bin ja nicht hier geboren, kam erst mit 14 hierher, ich hab hier eine halbwegs funktionierende Demokratie und denkende Menschen erwartet die ein sehr erfolgreiches Industrieland auch voranbringen können - nicht nur Technologie sondern auch die sozialen Aspekte. War wohl nix :D

Leute dieser Einkommensklasse sparen sich derartige Fahrten in die Stadt auch so schon, weil sie sich die gar nicht leisten können. ;)

Ja stimmt, so einfach mal ins Kino fahren mit Frau (Kinder nehmen wir mal nicht mit) kostet schon 20€+, Oper hier.. 10€ nur das parken (macht ja Sinn, den Stadtzentrum zuparken soll nicht billig sein, aber darunter leiden eigentlich nur die, die weder viel Geld noch guten ÖPNV bei sich haben). Die restliche Wochenendgestaltung passt sich an die Preise an, Leipzig ist eine hippe Stadt, boomt wie bekloppt und entsprechend gestalten sich die Preise in den beliebten Gegenden. Alternative Kneipen werden durch Hipster-Lokale ersetzt die Preise verdoppeln, den Service halbieren und und den Charme einer öffentlichen Toilette haben. Gut besucht sind die Dinger trotzdem, aber da sieht man auch nur ein entsprechendes Publikum - ITler, Hipster mit Holzfäller-look (aber nie ne Axt in der Hand gehabt), Bänker, Anwälte, Manager blah. Schön mit Macbook und iPhone unterwegs.
Nichts gegen die, aber die Stadt entwickelt sich mehr und mehr nach amerikanischem Vorbild für "hippe" Gegenden wie Silicon Valley, Portland, Seattle, Austin (das ist neu, da rammeln alle aus Kalifornien hin und die Preise ziehen an) - der Rest der normal arbeitenden Bevölkerung fällt dann hinten runter wenn sie nicht gerade bei BMW hier arbeiten. Man merkt es auch wenn man Leute einladen will und sie absagen weil der Laden in der Stadt zu teuer ist, sie schlagen dann was anderes vor. Die Stadt hat sich hier so rasend entwickelt das die Löhne selbst in gut bezahlten Berufen hinterherdackeln mit wenigen Ausnahmen. Das ist natürlich schade weil nicht jeder will (oder kann) halt für ein schönes Wochenende 50-100€ pro Person ausgeben die man hier mittlerweile braucht um was zu tun. Und 300-400€ wenn man es wirklich wissen will (Bierseminar pro Person kostet z.B. 49€ - da haste 7 Craftbiere probiert und bist in 2h wieder auf der Piste). Kenne leider auch einige Leute die davon sich 2 Wochen den Kühlschrank vollmachen.

Das sind die Lektionen für "beim nächsten Mal besser machen", wir brauchen aber auch und vor allem Lösungen für diejenigen, die im ersten Anlauf hängen geblieben sind.
Für viele gibt es kein zweites Mal. Die fallen dann in die Spirale aus Schulden, Mahnungen und Inkassofirmen und kommen nicht ohne Schuldenberatung wieder raus. Obwohl sie mit genug Wissen und einem guten Anwalt eventuell vorher was rausgerissen hätten. Oder wenigstens genug Reserven hätten damit sie keine Schulden anhäufen die sich dann über Mahngebühren usw. explosionsartig vermehren.
Wir brauchen Lösungen damit die meisten halt nicht irgendwo hängen bleiben und dann hinten runter fallen und sozial absteigen etc. Ist man an dem Punkt, kommt man kaum raus, da wird denen noch "Hartzer, faule Sau blubb blahrg!" in den Rücken gejagt. Das ist alles andere als fördernd um die Person wieder in ein halbwegs geregeltes Leben mit genug Einkommen und einem sozialen Status (der höher ist als der einer Biotonne...) zu bringen.
Deswegen sag ich ja - das muss alles in der Schule behandelt werden, damit Leute nicht nur Gedichte und uninteressante Fakten über längst verstorbene Personen lernen, sondern auch genug Fähigkeiten und Wissen wie zum Geier sie im Alltag klarkommen, wie die Finanzwelt funktioniert, was für Anwälte es gibt, wo man sich bei welchen Situationen eben Hilfe holen kann und wie man mit Geld umgeht. Aktuell lernen die Schüler das nur auf dem Schulhof und in der Pause - du brauchst n dickes Smartphone, gute Klamotten, deine Eltern dürfen keine Schrottkarre fahren, was bist du denn für ein Loser wenn du mit nem rostigen Fahrrad ankommst etc. Dann gehen die studieren und fallen um, wenn sie noch Bafög usw. dann zurückzahlen sollen etc. - die kommen also schon verschuldet raus (glaub 10.000€ waren das bei Studenten und ein recht langer Zeitraum, trotzdem gibts das nicht geschenkt). Das sagt denen vorher keiner, die Eltern wissen das meist nicht und dem Rest ist das so egaaaaaaaaaaal... Die Welt wird immer brutaler, die Menschen muss man drauf vorbereiten. Den älteren hilft das natürlich nicht mehr, aber wenigstens die nächste Generation sollte gewarnt und vorbereitet sein.

Und genau bei solchen Leuten bin ich für absolut null Rücksicht.

Ach ich gönne jedem ein Häuschen im grünen (oder auch 3). Das ist aktuell die beste Altersvorsorge wenn die Immobilie in einer guten Gegend steht. Auch Autos gönne ich denen - die leben da wo genug Platz ist für die Blechpanzer. Nur muss man langsam die Antriebsart wechseln :)
Was ich denen nicht gönne - die Faulheit. PV-Anlage installieren - nö. E-Auto holen? Nö. Windrad vor dem Fenster? NICHT MIT MIR!
Mit denen muss man arbeiten, man muss sie aufklären. Sie müssen verstehen das ihre Flächen für PV-Anlagen unerlässlich sind (gerade bei guter Ausrichtung). Das ihre Grundstücke (wenn groß genug) und ihre Aussicht jetzt nicht durch ein Windrad kaputt gehen. Und das sie 99% der Strecken mit dem E-Auto gut erledigen können. Und das sind auch die Leute denen so ein Tesla Model 3 Long Range stehen würde, sie könnten sich das Auto leisten (so ab 60.000€ geht das Spielzeug los und kommt auf 400+km reale Reichweite und 500+ aufm Papier).
Sich stur gegen erfolgreiche Leute stellen und die Hörner auspacken bringt doch auch nix. Genau diese Schicht ist wohlhabend genug um sich um die Umwelt und das Klima kümmern zu können und neue Technologien zu unterstützen. Die ist auch zahlreich genug um neue Technologien bis in die Massentauglichkeit zu bringen (wie eben die Tesla-Fahrzeuge gerade - teuer angefangen, mittlerweile auch Mittelklasse-Modelle drin, aber die richtige Massenware fehlt sowie die Kapazität dafür - sie müssen also erstmal genug von den teuren Spielzeugen verkaufen damit sich halt auch ein billiger Kleinwagen in Massenfertigung irgendwann umsetzen lässt).
Also ran an die Leute wenn man sie kennt, wenn man mit denen oft Kontakt hat. Und dann mal drüber sprechen ohne denen auf den Sack zu gehen. Man wird sie nie davon abbringen können Einfamilienhäuser zu bewohnen und Auto zu fahren, aber man kann mit genau diesen Dingen auch schon ordentlich was tun. Wenn man will.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Wird Zeit, dass mehr gegen den Klimawandel gemacht wird, sonst wird das noch teurer:
Naturkatastrophen 2019 : 150 Milliarden Dollar Schaeden weltweit | tagesschau.de

Klimawandel: Ozeane werden immer waermer | tagesschau.de

Leschs Kosmos: Klima im Wandel - Keiner stirbt fuer sich - ZDFmediathek

Dazu muss man natürlich bedenken, dass sich der in Gang gebrachte Klimawandel nicht einfach rückgängig machen lässt. Selbst wenn man sofort den CO2-Ausstoß auf 0 senken und die Temperaturerhöhung wieder auf 0 absenken könnte, würden die Wälder abgebrannt und die Gletscher geschmolzen bleiben.
Bis so ein Wald nachgewachsen ist, dauert es locker 20-30 Jahre und beim Gletscher wohl eher mehrere Jahrhunderte, bis der wieder seine ursprüngliche Masse hat.
 
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Klar kann man das nicht sofort aufhalten und schon gar nicht sofort umkehren.
Aber wir haben halt die Optionen: heizen bis es hier wie in Fallout aussieht, aufhören zu heizen und die Natur erholt sich aber nicht mehr zu unseren Lebzeiten, den Effekt werden nur nachfolgende Generationen merken und aufhören und massiv Geld in CO2-Speicher, Bäume und alles andere investieren.
Aktuell sind wir bei Option 1, heizen bis der Arzt kommt. Und da sind wir ganz vorne mit dabei.
 
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Das muss halt so schnell wie möglich gestoppt werden.

Die erste Lösung ist Energie- und Treibstoffverbrauch massiv zu reduzieren. Da redet bisher kaum jemand davon.
 
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Das muss halt so schnell wie möglich gestoppt werden.

Die erste Lösung ist Energie- und Treibstoffverbrauch massiv zu reduzieren. Da redet bisher kaum jemand davon.

Energieverbrauch senken ist nicht. Alles wird auf Industrie 4.0 umgestellt, der Energieverbrauch wird also steigen.
Da müssen wir also mit regenerativen Energiequellen einen deutlichen Überschuss produzieren können, bereits jetzt schon, Platz genug haben wir. China vll nicht, wir schon. Und um von den fossilen Brennstoffen wegzukommen, muss noch viel viel mehr elektrisch betrieben werden.
 
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Da hilft dann halt nur weniger Industrie.

Das reduziert dann gleichzeitig Transporte und Konsum und damit auch andere Umweltprobleme.
 
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Da hilft dann halt nur weniger Industrie.

Das reduziert dann gleichzeitig Transporte und Konsum und damit auch andere Umweltprobleme.

Oder wir geben fossile Brennstoffe auf und versorgen uns über regenerative Energiequellen die kein CO2 produzieren und brauchen nix anderes reduzieren. Was der eigentliche Plan ist. Allein die Sonne liefert so viel Energie das wir den Bedarf allein dadurch locker decken können und dann noch genug für Aliens übrig bleibt.. Warum Dinosaurier verbrennen oder alles runterfahren?
 
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Bei der Überlegung in Richtung regenerativer Energiequellen ist man dann wieder sehr leicht in der Diskussion Umwelt/Klimaschutz vs. Natur/Artenschutz.

Ich hatte es weiter oben mal geschrieben, dass wohl grob 1/3 aller deutschen Dachflächen mit PV belegt, genügen würde, ausreichend Strom selbst bei Vollelektrifizierung des allg. Verkehrs zu liefern.

Somit könnte man weitere Naturflächen schonend, eine Stromproduktion aufbauen = Invest!

Allerdings ist der Strom da, wenn er produziert wird und da fehlt es am Aufbau einer nachhaltigen Speicherung.
Technologisch ist dies über den Umweg der Wasserstoffproduktion mit ca. 30-40% Energieverlust in Summe möglich.
Nur sehe ich leider keine nennenswerte Anstrengung, eine entsprechende Kraftwerkstechnologie aufzubauen.
Gerade die Standorte der heutigen Braun.-und Steinkohlekraftwerke würden sich hier anbieten = Fachkräfte + Platz vorhanden

Windkraftanlagen sehe ich als 2. Wahl an, einfach weil diese sich nur schlecht bei vorhandener Besiedlung integrieren lassen und auf unbewohntem Gebiet der Flächenfraß doch erheblich ist.

Energie einsparen ist sicherlich eine gute Idee, doch es ist nicht primär die Industrie, sondern die Energiegewinnung (Kraftwerke), der Verkehr und die Gewinnung von fossilen Energieträgern,
die in Summe in der BRD schon ca. 46% des CO2 Ausstoßes verursachen.

Wohnungen mit ca. 10% oder Landwirtschaft mit in Summe ca. 24% sind hier zunächst fast vernachlässigbar und dienen eher zur "Optimierung".
Selbst hier wäre ein Umbau auf ökologische Landwirtschaft sinnvoller und effektiver als alle Dämmversuche von Altbauten...^^

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Da wir hier unsere PV-Industrie erfolgreich ermordet haben, müssten wir dafür bei Chinesen einkaufen (die freuen sich).
Das schon mal vorweg.
PV ist zwar ausreichend aber ohne Speicher nicht machbar, wir brauchen eine gesunde Mischung aus Wasserkraft, Geothermie, Photovoltaik (und Solar für Wärme) und Windkraft mit genug Speichermöglichkeiten.
Ich z.B. lehne jegliche Zwischenschritte und hergestellte Treibstoffe ab da sie einen beschissenen Wirkungsgrad haben und auch noch gefährlicher sind als die bereits genutzten.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Was wäre denn an H2 gefährlicher als an Kohlenwasserstoffverbindungen?

Wasserkraft ist zu über 95% in D. ausgebaut, mehr geht nicht, ohne Assuan No. 2 am Rhein oder Elbe oder, oder zu bauen oder nette gigantische Tidenhubkraftwerke in die Mordsee zu stellen.

Geothermie ist allgemein kritisch, weil durch die Wärmeentnahme nachweislich die Grundwasserstände sinken (z. B. Therme Erding über 10 m in 5 Jahren).

Windkraft haste das Problem wohin, die Leute mögen allgemein kein Rad neben dem Reihenhaus und m. M. nach sollte man das Wenige an freier Natur auch noch frei lassen.

Sind wir also wieder bei PV als einzig sinnvolle (Solar mit Abstrichen) Möglichkeit und wieder vor dem Speicherproblem.

Du bräuchtest ca. 300 Mio. "Tesla S" Batterien, um den derzeitigen Nachtstrombedarf der BRD zu decken.

Die sind mit Sicherheit NICHT umweltfreundlicher als die Zwischenpufferung in H2 oder einer anderen mir unbekannten Zwischenpufferung.

Ich habe für meine PV mir eine alte U-Boot-Batterie (BJ. 1976) legal organisiert.
Funzte noch 1999 ohne (ja so lange habe ich schon PV der I. Gen.), dass der Verfassungsschutz dich argwöhnisch beobachtet.
Die reicht für 5 Tage Stromausfall für mein kleines EFH.
Vergleichbares gibt es auf dem Markt heutzutage ab schlanken 60. 000 € netto frei ab Hafen Shanghai...^^
 
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AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Vergleiche alle Treib/Brennstoffe mit Strom.
Und Strom beherrschen wir mittlerweile so das es sehr sehr sicher ist.
Es gibt auch keinen Sinn das mit Verlusten umzuwandeln und rumzukarren außer für Sondereinsätze wie den THW, Feuerwehr blah die auch dann funktionieren muss wenn Strom ausfällt. Alles andere kann mit Strom und mit sehr geringen Verlusten betrieben werden.

Und genau weil Windkraft und PV nicht dauerhaft funktionieren und es die Leute auf die Palme bringt (wegen nichts), brauchen wir eben auch andere Energiequellen.
Norwegen: 98% vom heimischen Energiebedarf abgedeckt durch erneuerbare Energiequellen. Verbrenner ab 2025 - keine Zulassung mehr.
Wieso kriegen wir das nicht hin, wenn Norwegen das hinbekommt? Wir sind genau so wohlhabend, nicht weit von denen entfernt - kriegen aber noch etwas mehr Sonne ab.
Norwegen hat massive Ölreserven, hat aber beschlossen die Umwelt bei sich nicht zu verpesten sondern auf andere Energiequellen zu setzen und auch die Fahrzeuge entsprechend umzurüsten. In 30 Jahren werden da nur einige historische Autos mit Verbrennern fahren, der Rest fährt elektrisch.
Und genau diesen Weg will ich für Deutschland - eine gesunde Mischung aus erneuerbaren Energiequellen ohne auf massive Speicher zugreifen zu müssen und ohne das man irgendwelchen Quatsch mit Wasserstoff, Methan usw. anfängt.
Tankstellen kann man dann so umbauen das sie für E-Autos mehr Platz bieten und nebenbei gemütlicher werden zum hinsetzen und was trinken anstatt da durchzurammeln und sich ne Bockwurst beim rumlaufen zwischen die Kiemen zu stopfen xD

Andere Länder zeigen das es geht, wir hier kratzen uns derweil am Sack und kommen nicht weiter.
Und bevor da wer mit dem Totschlagargument kommt: ja, jedes Land hat andere Voraussetzungen und Ziele was Energieversorgung angeht. Aber von den besten lernen gerade weil das auch unsere Nachbarn sind, das wäre doch ma drin.

Edit:
Mir würde diese Batterie nicht mal 24h reichen.
Die Wohnung die ich habe hat nicht mal eine Heizung im Bad - also hängt da ein Elektroheizstrahler an der Wand. Vom Vermieter aus eingebaut.
Dazu arbeite ich daheim, da kommst massiver Verbrauch von 2 übertakteten PCs, bis zu 6 Monitoren, Videoequipment, Beleuchtung (die frisst am meisten, bis zu 800W pro Strahler, wobei ich die langsam durch LED ersetze, weniger wegen Verbrauch sondern mehr wegen Hitzeentwicklung) und Klimaanlage (da wären wir bei der Hitzeentwicklung, die Klimaanlage lief diesen Sommer durch sonst kannste nicht arbeiten).
Meinen Stromverbrauch willste nicht wissen xD
 
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AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

cryon1c,
es geht darum, dass du Energie puffern musst.

Ein E-Kfz fährt deshalb, weil er Batterien an Bord hat.
Man kann aber nicht die Mengen an Batterien für den Strombedarf eines postindustriellen Landes bauen, in dem alleine alle Server, PCs, Tablets, Notebooks + Smartphones mittlerweile mehr Strom verbrauchen, als das ganze Ruhrgebiet im Jahre 2004.

Viele Industrieanlagen, Beleuchtung, Grundlast usw. benötigen aber den Strom, wenn die Sonne nicht scheint.

Es bedarf hierzu ein Konzept, das funktioniert.

Ich nehme gerne Ideen auf, die sich verwirklichen lassen, nur sehe ich halbwegs umweltverträglich derzeit nur die H2 Pufferung.

Eine Möglichkeit wäre z. B. dass mann riesige Wassertanks mit dem Solarstrom aufheizt und mit Dampfkraftwerken bei Bedarf hieraus wieder Strom gewinnt.
Der Wirkungsgrad ist jedoch deutlich unter Wasserstoff, der den Vorteil beim verbrennen in einer flexiblen Umgebung hat, dass "Wasser" aus dem Auspuff kommt.

Bis zu einer bestimmten physikalischen Größe lassen sich sogar Flugzeuge nur mit Strom betreiben aber für Fracht- und Passagierflugzeuge braucht es etwas ähnliches wie Kerosin.
Schiffe genauso.
Bussysteme (ÖPNV) außerhalb urbanen Gebietes? Strom? Eher H2

Fernfrachtverkehr?
Schiene, oder H2 LKWs oder man wartet wieder geduldig aufs amazon Paket 5-7 Tage, wie noch vor 5 Jahren.
wäre für mich kein Problem, für die meisten ungeduldigen Zeitgenossen schon.



Zu Norwegen:
Norwegen hat ungleich mehr natürliche Möglichkeiten, Wasserkraft zu nutzen...
Wasserkraft und Export von Strom, bitte den Text mal durchlesen.
Strom im Berg: Warum Norwegen auf Energie aus dem Wasser setzt | Heinrich-Boell-Stiftung
Da gibt es nicht nur Sonnenseiten, sondern auch Schattenseiten

Zitat:
"Einerseits will man ein internationales Klimaschutzvorbild sein, gleichzeitig aber den Beitrag des eigenen Landes,
des nach Russland größten Öl- und Gasförderlands Europas, beibehalten und möglichst noch ausbauen." ^^

Daher kommt das viele Geld.

Du kannst auch mal die Einkommensteuerlast in NOR anschauen...
Steuern und Lebenshaltungskosten in Norwegen - Skandinavien.eu

Oder die MWSt von 25%
Oder die Lebenshaltungskosten...

Mit einer Ölquelle im Rheinland, 50% EK-Steuer auf 30.000 € brutto Jahreseinkommen und 25% MWSt und Bezinpreis von ca. 1,80 €/l,
steige ich auch sehr gerne auf ein E-Auto um, dass der Staat mit 55% subventioniert, wenn es ein Volvo ist ^^
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Klar ist Norwegen teurer im Schnitt und Leute zahlen mehr Steuern. Dafür haben sie aber auch ein vernünftiges Sozialsystem was besser funktioniert als unseres etc.
Auch Renten sind da besser und viele andere Sachen die hier offtopic wären.
All das ist bekannt.

Die haben Öl, wir haben Technologie und sehr erfolgreiche Firmen in anderen Bereichen, so ist es nicht das wir hier viel schlimmer dran wären als Norwegen.

Wasserkraft ja - aber ich hab bereits geschrieben das jedes Land da eine andere Lage und andere Voraussetzungen hat. Daher: gesunde Mischung aus allen regenerativen Energiequellen basierend auf Stromgewinnung ohne unnötige Umwandlung. Damit man Zeiten mit schlechter Ausbeute aus Sonne&Wind durch zuschalten von anderen erneuerbaren Energiequellen überbrücken kann. Wasserkraft eignet sich dafür recht gut weil das einfach zu kontrollieren ist und nicht wie bei Gaskraftwerken (die aktuell als Backup eingesetzt werden) deutliche Einschränkungen gibt im on/off-Betrieb). Und nicht nur Wasserkraft.
Stromnetz ausbauen, die Speicher kommen dann mit der Zeit auch, bei unseren Strompreisen und Umlagen etc. auch kein Thema.
Und wenn man den Spitzensteuersatz von 42 auf 50% anhebt wird das auch nicht wirklich weh tun, weil das praktisch nur Leute betrifft die wirklich gut verdienen, das Geld kann entsprechend in die Infrastruktur gepumpt werden.

Schiene ist auch so ein Thema, wir haben hier ein weitflächiges Schienennetz was nur 2 kleine Probleme hat - veraltet und an vielen Stellen nicht elektrifiziert. Rate mal woher der Strom kommen soll wenn man alle Strecken elektrifizieren will die jetzt bedient werden aber ohne Strom auskommen?
Und das mein Paket via Schiene langsamer ist als via LKW - das ist ein Märchen. Güterzüge sind keineswegs langsamer als LKW, die Warenlager sind fast überall und wenn man die ganzen Zusteller die die letzte Meile erledigen via Zug anfährt wird das genau so schnell geliefert - aber ohne die riesige LKW-Flotte überall. Dafür bin ich bereit auch mal mehr zu zahlen. Kostenlose Zustellung und Rücksendung ist eh ein Unding was eigentlich nur hier existiert.

Fernverkehr, Flugzeuge, Schiffe usw. - da müssen noch Konzepte her, vieles lässt sich nicht auf Strom umstellen in dem Bereich. Aber alles was hier im Land auf dem Landweg bewegt wird, kann bereits komplett elektrisch bewegt werden. Wenn wir wollen.

Der Deutsche will ja nicht, viele würden ein E-Auto nicht mal geschenkt nehmen weil die diese einfach ablehnen ohne wirkliche Erfahrungen zu haben und ohne sich die realen Daten anzusehen. Das wird sich aber mit dem Generationswechsel auch erledigen, sobald die Kids aufgewachsen sind und die alten Säcke zu alt sind für Politik oder zum Auto fahren, wird der Fokus umgelegt.
Auch die heutige Jugend holt sich keine Autos mehr, weil die von einem Statussymbol und der angeblichen "Freiheit" zu einer Belastung geworden sind - teuer, unpraktisch, laut, dreckig und gar nicht so cool.
 
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Windkraft haste das Problem wohin, die Leute mögen allgemein kein Rad neben dem Reihenhaus und m. M. nach sollte man das Wenige an freier Natur auch noch frei lassen.
Pistole auf die Brust:
Wer keine Leitungen oder Windkraft in der Nähe akzeptiert wird vom Netz abgeklemmt und kann sich selbst um seine Energieversorgung kümmern.
Ich verstehe bei diesen Egoisten keinen Spaß.


Aber ja es gibt noch ne Menge Alternativen die wir für einen guten Mix nehmen sollten. Außerdem sollten wir Wärme die wir einmal erzeugt haben besser nutzen.
Rechenzentren könnten einige Häuser mit Heizwärme versorgen. Etc
 
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Zumal es do doch schon den Ansatz gibt, einfach die Gemeinde und Anwohner an den Gewinnen der Windräder zu beteiligen.

Z.B. indem für die einfach die EEG weg fällt.
 
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