Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

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Das kenne ich schon länger. Ein Leopard 2 Panzer ist ökologischer als ein Smart.
aber so ist die deutsche Automobilindustrie -- groß und schwer und eine gute Lobby in Brüssel und ein Kanzler, der immer für die Autoindustrie ist.

Nur baut VW außerhalb von Audi und den SUVs für ihre Klasse gezählt jeweils durchaus leichte Wagen und die zweite dicke EU-Autolobby, die normalerweise Schulter an Schulter mit den deutschen alles regelt, hat mit diversen PSA-Modellen sogar die Parade-Leichtbaubeispiele im Programm. Da hatte ich so eine Stoßrichtung ehrlich gesagt nicht erwartet. Und das etwas so dämliches tatsächlich durchgegangen ist noch viel weniger.


Wieso verkaufen? Es geht um die sukzessive Ablösung bereits in Verkehr befindlicher Fahrzeuge.

Und wie werden Autos normalerweise abgelöst, wenn nicht durch Verkauf und Wechsel auf ein neues, Scherzkeks? :rollen: ;)

Autos in Deutschland werden im Schnitt 13 Jahre à 13000 km gefahren, aber mit ein Bisschen Wartung ist das meiste seit den 90ern hergestellte gut für die 1,5- bis 2-fache Lebensdauer, mit ein Bisschen mehr auch auch das dreifache. Kaum jemand wechselt bei uns das Auto, weil das alte auseinanderfällt. Man wechselt, weil was neueres attraktiver erscheint und am Ende der Verwertungskette wird ins Ausland verkauft. Woran es an und für sich wenig zu meckern gibt, aber wenn du neue Autos einfach nur viel teurer (bzw. bei gleichem Preis viel schwächer da minimalmotorisiert) und damit unattraktiv, dann würgst du den Austausch ab. Eine Verschlankung der Flotte bekommst du nur mit Maßnahmen, die Bestands- und Neuwagen gleichermaßen treffen. Wie gesagt, schon heute ist es finanziell attraktiv, einen Vor-WLTP-Wagen zu nehmen, weil die zwar teilweise dreckiger sind, aber steuerlich bessergestellt.
 
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Und wie werden Autos normalerweise abgelöst, wenn nicht durch Verkauf und Wechsel auf ein neues, Scherzkeks? :rollen: ;)

Durch Neigung, du Komiker. ;)
Einerseits durch die Neigung von Fahrzeugen, irgendwann fahruntüchtig zu werden und andererseits (sowie hauptsächlich) durch die Neigung des Halters, ein neues Fahrzeug fahren zu wollen.

Autos in Deutschland werden im Schnitt 13 Jahre à 13000 km gefahren,

Zum einen werden Autos in Deutschland durchschnittlich 12 Jahre alt, bevor eine Außerbetriebnahme erfolgt. Diese Angabe sagt nicht aus, wie lange es tatsächlich gefahren wurde. In diesem Wert sind nicht nur ungenutzt abgestellte (Bordstein-Verschrottungen, Seniorenfahrzeuge, Vielleicht-brauchen-wird-den-ja-wieder-Zweitwagen etc.) enthalten, sondern vor allem auch der gewerbliche Kraftverkehr. Dieser ist es, der den Durchschnitt hauptsächlich hochzieht. Private Pkw werden nicht so alt, bevor sie aus dem (bundesdeutschen) Verkehr verschwinden.

aber mit ein Bisschen Wartung ist das meiste seit den 90ern hergestellte gut für die 1,5- bis 2-fache Lebensdauer, mit ein Bisschen mehr auch auch das dreifache. Kaum jemand wechselt bei uns das Auto, weil das alte auseinanderfällt.

Exakt. Hierzulande ist ein Auto ein Statussymbol und wird technischem Fortschritt, Komfort und maximaler Mobilität assoziiert. Diejenigen, die sich jetzt einen Stadtpanzer anstatt ein vom Nutzwert her gleichwertiges, preiswerteres und sparsames Fahrzeug anschaffen, sind nicht diejenigen, die mit einer 13 Jahre alten, voll uncool aussehenden, technisch rückständigen Kiste herumfahren wollen. Und mit der Mobilität ist es womöglich dann auch nicht weit her, denn Anzahl an Tankstellen dürfte - Jahre, nachdem der letzte Verbrenner zugelassen werden konnte - auch überschaubar sein.

Man wechselt, weil was neueres attraktiver erscheint und am Ende der Verwertungskette wird ins Ausland verkauft. Woran es an und für sich wenig zu meckern gibt, aber wenn du neue Autos einfach nur viel teurer (bzw. bei gleichem Preis viel schwächer da minimalmotorisiert) und damit unattraktiv, dann würgst du den Austausch ab. Eine Verschlankung der Flotte bekommst du nur mit Maßnahmen, die Bestands- und Neuwagen gleichermaßen treffen. Wie gesagt, schon heute ist es finanziell attraktiv, einen Vor-WLTP-Wagen zu nehmen, weil die zwar teilweise dreckiger sind, aber steuerlich bessergestellt.

Ich glaube, wir reden hier ein wenig aneinander vorbei. Dass beispielsweise E-Mobilität derzeit selbst bei geringer Fahr- und Streckenleistung noch teurer ist als ein Verbrenner der selben Fahrzeugklasse, ist ja nicht in Stein gemeißelt, sondern das Ergebnis der aktuellen "Nein-Doch-Oh!"-Politik und dem Verhältnis der produzierten Stückzahlen. Und selbst das wäre unerheblich, wenn es einfach keine anderen Fahrzeuge mehr zugelassen werden.

Zudem könnte man ganz entspannt sein, denn mit der politischen Entscheidung als neue Sachlage würde sich die Fahrzeugindustrie ganz von allein darum kümmern, ihre Kunden umzuerziehen. Schließlich wollen sie ja Fahrzeuge verkaufen. Sie werden Himmel und Hölle (und Heerscharen von Marketing-Menschen) in Bewegung setzen, um selbst gestandene Fans davon zu überzeugen, dass echte Männer nicht so einen ollen Benziner oder Diesel fahren, sondern beispielsweise den neuen VW Pedorreo mit E-Antrieb, der beim Beschleunigen Löwen- oder T-Rex-Geräusche macht. :D
 
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Naja wir sollten nicht nur über Autos quatschen sondern über die Art wie sie benutzt werden.

Autobesitzer weigern sich den ÖPNV zu nutzen (und steigen selbst besoffen noch ins Auto anstatt es mal stehen zu lassen). Sie weigern sich mit dem Fahrrad zu fahren oder mit allem anderen was umweltfreundlich ist.
Dazu wird gependelt was richtig schlimm ist, wir sind hier ein Pendlerland vom feinsten und haben auch feinsten Feinstaub und CO2 dadurch.

Niemand hat was gegen Autos, wir haben was dagegen wenn diese für jeden Furz benutzt werden.
Da müsste man ansetzen und genau deswegen sind höhere Abgaben die an Sprit gebunden sind absolut richtig - wer mehr fährt, soll auch mehr blechen. Dann wird es teuer und die Leute überlegen sich 3x ob sich das lohnt.
Bei den E-Autos ist das ja halb so schlimm, sie verstopfen aber auch die Städte und Feinstaub von Bremsen&Reifen ist bei allen gleich..
Das wäre aber ein hervorragender Anreiz für die Leute nicht mehr mit einem Verbrenner zu pendeln, wenn sie sich schon weigern mit dem ÖPNV und Bahn zu pendeln..
 
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Was soll man außer Pendeln auch machen wenn man auf dem Land mit miserabler ÖPNV-Anbindung wohnt?

Der Staat muss eben das Verkehrsnetz ausbreiten. Aber leider wird das Geld immer in Autos versenkt.
Der Individualverkehr wird aussterben, muss aussterben. Aber das begreifen die meisten nicht.
 
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Was soll man außer Pendeln auch machen wenn man auf dem Land mit miserabler ÖPNV-Anbindung wohnt?

Schon mal umgezogen?
War doch normal das man sich den Wohnort nach der Arbeit einrichtet und nicht quer durch die Botanik rumfährt.
Man kann sich auch eine Arbeit suchen die nicht 100km weit weg ist.
Oder halt ÖPNV nehmen und Park&Ride nutzen.

So mies ist der ÖPNV hier nicht. Leicht unzuverlässig, aber nicht schlimmer als im Stau stehen - dauert genau so und man ärgert sich genau so.
ÖPNV wird jetzt auch günstiger (zumindest bei der Bahn gibt es Preissenkungen wegen geringerer Steuer).
Die Leute müssen halt verstehen das eine eigene Karre nicht gut ist und schon gar nicht wenn man diese in die Stadt karrt. Auf dem Land kann man das Auto ja gebrauchen, aber doch nicht täglich Kilometer schrubben um auf Arbeit zu kommen...
 
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Schon mal umgezogen?
Wohin?
Ich dachte in die überfüllten, teuren Städte soll man ja nicht ziehen.;)
Man kann sich auch eine Arbeit suchen die nicht 100km weit weg ist.
100km?:lol:
Das fängt bei uns schon bei nicht mal 30 km an.
So mies ist der ÖPNV hier nicht.
"Hier", was heißt hier?
Bei dir?
Woher weißt du wie das bei mir aussieht?:huh:
 
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So mies ist der ÖPNV hier nicht. ..
Es stickt, es ist laut, man wird mit merkwürdigen Menschen konfrontiert, etc.

Würde man in Straßen- und U-Bahnen zum doppelten Preis 1-Klassebereiche einführen, wäre die Akzeptanz vieler höher. Es sind nicht die Kosten, es ist die Berührung mit "den Volk", die viele von der Nutzung der öffentlichen Nahverkehrs abschrecken. Was ich bei den wenigen Fahren in Berlin und Potsdam nachts um 3:00 in der Tram erlebte, muss ich nicht haben.
 
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Schon mal umgezogen?
War doch normal das man sich den Wohnort nach der Arbeit einrichtet und nicht quer durch die Botanik rumfährt.
Man kann sich auch eine Arbeit suchen die nicht 100km weit weg ist.

Leider richtet sich die Verfügbarkeit / Erschwinglichkeit von Wohnraum ebenso wenig nach der Lage des Arbeitsplatzes, wie sich die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen nach Lage des Wohnsitzes richtet. Von Ausbau und Zuverlässigkeit des jeweiligen ÖPNV dazwischen ganz zu schweigen.

Ich bin beispielsweise in der beneidenswerten Situation, den Weg zur Arbeit zu Fuß zu schaffen. Aber das auch nur deshalb, weil ich überdurchschnittlich gut zu Fuß bin und mir meine Arbeitszeit so flexibel einteilen kann, dass eine knappe Stunde strammer Marsch kein Ding sind. Das ist aber nichts, was ich bei Anderen voraussetzen dürfte.
 
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Ich bin beispielsweise in der beneidenswerten Situation, den Weg zur Arbeit zu Fuß zu schaffen. Aber das auch nur deshalb, weil ich überdurchschnittlich gut zu Fuß bin und mir meine Arbeitszeit so flexibel einteilen kann, dass eine knappe Stunde strammer Marsch kein Ding sind. Das ist aber nichts, was ich bei Anderen voraussetzen dürfte.
Ich habe auch einen Kollegen, ein 2 Meter Hüne, der geht auch immer zu Fuß.
Bei jedem Wind und Wetter. Der ist auch immer eine Stunde unterwegs.
Ich fahre lieber mit dem Fahrrad. Dann bin ich in 15 Minuten da.:D
Aber im Winter wenn´s friert fahre ich mit den Bus. Oder wenn es stark regnet.
Davon abgesehen habe ich erstmal Urlaub.:)
 
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Weil pendeln ja immer noch subventioniert wird. Das würde ich abschaffen, aber die Regierung will die Pauschale sogar erhöhen.
Na nein, einschränken.


Schon mal umgezogen?
War doch normal das man sich den Wohnort nach der Arbeit einrichtet und nicht quer durch die Botanik rumfährt.
Ja ist nur doof, wenn man Familie hat.


Es stickt, es ist laut, man wird mit merkwürdigen Menschen konfrontiert, etc.

Würde man in Straßen- und U-Bahnen zum doppelten Preis 1-Klassebereiche einführen, wäre die Akzeptanz vieler höher. Es sind nicht die Kosten, es ist die Berührung mit "den Volk", die viele von der Nutzung der öffentlichen Nahverkehrs abschrecken. Was ich bei den wenigen Fahren in Berlin und Potsdam nachts um 3:00 in der Tram erlebte, muss ich nicht haben.
Bei uns in der S Bahn gibt es eine erste Klasse. Nutzt die jemand? Ja! Wer? Die Rentner die mit dem Ü60 Ticket für 80€pM im ganzen VRR in der ersten Klasse fahren dürfen.
Nein der ÖPNV braucht nur eine Klasse, aber für Regio und Fernverkehr könnte man noch eine dritte Klasse einführen.
 
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Leider richtet sich die Verfügbarkeit / Erschwinglichkeit von Wohnraum ebenso wenig nach der Lage des Arbeitsplatzes, wie sich die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen nach Lage des Wohnsitzes richtet. Von Ausbau und Zuverlässigkeit des jeweiligen ÖPNV dazwischen ganz zu schweigen.

Ich bin beispielsweise in der beneidenswerten Situation, den Weg zur Arbeit zu Fuß zu schaffen. Aber das auch nur deshalb, weil ich überdurchschnittlich gut zu Fuß bin und mir meine Arbeitszeit so flexibel einteilen kann, dass eine knappe Stunde strammer Marsch kein Ding sind. Das ist aber nichts, was ich bei Anderen voraussetzen dürfte.

Naja dem Klima was gutes tun heißt auch mal auf das pendeln zu verzichten und sich eine Wohnung statt Haus holen wo der m² mehr kostet.
Wir müssen alle zurückstecken.
Ich hab den massiven Vorteil gar keinen Weg für die Arbeit zu brauchen - Home Office und zwar NUR Home Office.
X Mal im Jahr arbeite ich auf Messen, das wird aber auch immer mit der Bahn angefahren, obwohl ich fliegen könnte - wozu sich am Flughafen durch die Sicherheitskontrollen quetschen wenn ich gemütlich im Zug ohne Gewichtslimit für Gepäck und idiotische Kontrollen unterwegs sein kann.
Ansonsten fahre ich mit dem Rad.

Jeder bestimmt aktuell selbst wie er auf Arbeit kommt, wo er wohnt etc. Und Wohnraum ist immer verfügbar - nur nicht immer ein Schnäppchen. Etwas voraus planen muss man schon.
Wenn wir endlich die Pendlerpauschale abschaffen und den Sprit auf 2€/Liter hochjagen, werden sich viele Leute überlegen ob sie pendeln oder doch näher an der Arbeit wohnen.
Positiv: man hat deutlich mehr Zeit für sich, ist entspannter auf Arbeit und daheim weil man weder vom Stau noch von irgendwas anderem abhängt. Man muss im Winter nicht das Auto freikratzen usw. Das zählt unter "Quality of life" heutzutage und allgemein Work/Life-balance, das ist vielen so wichtig wie noch nie. Und das ist schlicht nicht drin wenn man 2h am Tag im Auto sitzt und sich grün und blau über Stau, Baustellen und andere Deppen am Steuer ärgert :D
 
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Leider richtet sich die Verfügbarkeit / Erschwinglichkeit von Wohnraum ebenso wenig nach der Lage des Arbeitsplatzes, wie sich die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen nach Lage des Wohnsitzes richtet. Von Ausbau und Zuverlässigkeit des jeweiligen ÖPNV dazwischen ganz zu schweigen.
Ausreden, genau wie meine zum öffentlichen Nachverkehr. Allerdings
nutze ich als Alternative zum ÖNV das Fahrrad und nicht das Auto.
Wie auch jeden "Gang" in der Stadt mit dem Fahrrad erledige.

Es ist der eigene Egoismus und es ist die Geringschätzung der Umwelt.
Stell Dir vor, ich wäre bei Dir zu Besuch und würde in die Ecke pinkeln,
weil der Weg zum Klo zu beschwerlich ist. Was würdest Du machen?
Und ähnlich ist inzwischen meine Einstellung zu Menschen, die unserer
aller Umwelt mit Füßen treten.

Erlebt habe ich übriegens das in Bayern in Bräuhäusern. Da pinkeln die
lederbehosten älteren Eingeboreren einfach unter den Tisch.
 
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Durch Neigung, du Komiker. ;)
Einerseits durch die Neigung von Fahrzeugen, irgendwann fahruntüchtig zu werden und andererseits (sowie hauptsächlich) durch die Neigung des Halters, ein neues Fahrzeug fahren zu wollen.

Gehörst du auch zu diesen Leuten, die einfach nur "etwas neues" kaufen, egal wie schlecht ist? Unzählige Entwicklungen vor allem im Software- und mobile-Markt belegen ja, dass es die in großer Zahl geben muss, aber ich kenne ehrlich gesagt nur Leute, die ein besseres Auto wollen. Das sind bislang neue Autos, weswegen neue gekauft werden, aber wenn du neue schlecher machst, gilt das nicht mehr.


Zum einen werden Autos in Deutschland durchschnittlich 12 Jahre alt, bevor eine Außerbetriebnahme erfolgt. Diese Angabe sagt nicht aus, wie lange es tatsächlich gefahren wurde. In diesem Wert sind nicht nur ungenutzt abgestellte (Bordstein-Verschrottungen, Seniorenfahrzeuge, Vielleicht-brauchen-wird-den-ja-wieder-Zweitwagen etc.) enthalten, sondern vor allem auch der gewerbliche Kraftverkehr. Dieser ist es, der den Durchschnitt hauptsächlich hochzieht. Private Pkw werden nicht so alt, bevor sie aus dem (bundesdeutschen) Verkehr verschwinden.

12 Jahre? LOL. Beziehst du dich auf Zahlen aus den 90ern? Auf die 80er Rostlauben, die sich damals zerlegten, traf das sicherlich zu. Aber heute liegt schon das Durchschnittsalter bei 9,5 Jahren. Verschrottet wir nach 18 Jahren, wenn bei uns verschrottet wird.
Mobile.de listet
870000 Autos aus den letzten 5 Jahren (klarer Fall von Jahreswagenschwemme bei den Händlern - davon sind 540000 aus diesem oder dem letzten Jahr)
240000 aus den 5 Jahren davor
170000 aus den 5 davor, also die hintere Hälfte aus den 0er Jahren, die deiner Meinung nach schon verschwunden ist.
[url=https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/search.html?damageUnrepaired=NO_DAMAGE_UNREPAIRED&isSearchRequest=true&maxFirstRegistrationDate=2004&maxPowerAsArray=KW&minFirstRegistrationDate=2000&minPowerAsArray=KW&scopeId=C&sfmr=false&usage=USED]96000
aus der erste Hälfte der 0er Jahre
36000 mit einem Alter von bis zu 25 Jahren und
46000, die noch einmal deutlich älter sind. Dabei haben diese Jahrgänge nicht annähernd den Korrosionsschutz heutiger Modelle gehabt und sie werden schlichtweg kaum noch von professionellen Händlern ins Internet gestellt.

Und das sind wohlgemerkt die Zahlen für Autos, die noch in Deutschland !verkauft! werden. Die fahren allesamt noch einmal mindestens fünf Jahre, bis der letzte Verkäufer sie hier nicht mehr los wird und entweder verschrottet (eher selten, dann z.B. mit 18 wie oben erwähnt) oder (häufiger) ins Ausland verkauft, weil sie hier niemand mehr haben will. Dieses Alter verschiebt sich aber jetzt schon immer weiter nach unten und wenn du den Markt für "neue" Jahreswagen austrocknest, in dem du Neuwagen unattraktiv machst, verschiebt sich die Alterspyramide entsprechend. Niemand hört mit dem Autofahren einfach so auf, weil Neuwagen auf einmal schlecht sind. Wer sich einen Neuwagen leisten kann, kann sich immer auch die Instandhaltung seines alten Fahreuges leisten. Selbst (bzw.: gerade) ein Passat aus dem letzten Jahrtausend ist im Unterhalt immer noch günstiger, als der Wertverlust eines Neuwagens. (Wenn auch, je nach Vergleichsobjekt, nicht wahnsinnig viel günstiger :( .)

Ach ja: Professionelle Nutzer ziehen den Schnitt übrigens nicht nach oben, sondern DEUTLICH nach unten: https://www.kba.de/DE/Statistik/Fah.../2019_b_fahrzeugalter_kfz_dusl.html?nn=645784
Aufgrund der hohen Jahresfahrleistungen verschleißen die nun einmal viel mehr Fahrzeuge und müssen früher tauschen, umgekehrt lohnt sich das bei Arbeitsmaterial auch eher bzw. das Geld ist da. Würde man aus obiger Statistik die ganzen Vertreterschlitten, Firmenwagen und Liefer-gar-nicht-so-klein-Transporter rausrechnen, läge das Durchschnittschnittsalter für PKW klar im zweistelligen Bereich.
(Falls sich noch jemand wundert: Unter "Zugmaschinen", angegeben mit biblischen 30 Jahren im Schnitt sind für das KBA Ackerschlepper & Co. LKW stehen nicht ohne Grund mit 8 Jahren daneben ;))


Naja wir sollten nicht nur über Autos quatschen sondern über die Art wie sie benutzt werden.

Autobesitzer weigern sich den ÖPNV zu nutzen (und steigen selbst besoffen noch ins Auto anstatt es mal stehen zu lassen). Sie weigern sich mit dem Fahrrad zu fahren oder mit allem anderen was umweltfreundlich ist.
Dazu wird gependelt was richtig schlimm ist, wir sind hier ein Pendlerland vom feinsten und haben auch feinsten Feinstaub und CO2 dadurch.


Mooooment: Als Auto-Besitzer möchte ich darauf hinweisen, dass man so ein Ding auch haben aber nur wenig fahren kann ;)
(Zustimmung zu gesamten Rest aber)


Wohin?
Ich dachte in die überfüllten, teuren Städte soll man ja nicht ziehen.;)

Sagt wer? Kenne keinen einzigen. Nichtmal die Bürgermeister von Berlin oder München bitten darum, von weiteren Zuziehern verschont zu bleiben.
Was stimmt: In die Städte zu ziehen kostet mehr, als auf dem Land zu bleiben. Man muss sich dann genauso etwas einschränken, wie es die Mehrheit der Deutschen ohnehin schon macht.
Wie nennt man nochmal Leute, die sich nicht einschränken, sondern bedienen wollen, die darauf bestehen, schöner zu leben als andere und das ganze auch noch subventioniert haben?
Landeier
Vorbilder
Ich komm grad nicht drauf
Pendler
Bonzen
ah, warte:
Arschlöcher


Leider richtet sich die Verfügbarkeit / Erschwinglichkeit von Wohnraum ebenso wenig nach der Lage des Arbeitsplatzes, wie sich die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen nach Lage des Wohnsitzes richtet. Von Ausbau und Zuverlässigkeit des jeweiligen ÖPNV dazwischen ganz zu schweigen.

Ich bin beispielsweise in der beneidenswerten Situation, den Weg zur Arbeit zu Fuß zu schaffen. Aber das auch nur deshalb, weil ich überdurchschnittlich gut zu Fuß bin und mir meine Arbeitszeit so flexibel einteilen kann, dass eine knappe Stunde strammer Marsch kein Ding sind. Das ist aber nichts, was ich bei Anderen voraussetzen dürfte.

Man kann es nicht voraussetzen, nein. Man muss auch auf Härtefälle achten, klar. Aber im großen und Ganzen ist es nun einmal so: Die überwältigende Mehrheit der Deutschen lebt in einer Stadt. Die überwältigende Mehrheit der Arbeitsplätze ist in Städten. Wirklich auf dem Land wohnen vergleichsweise wenige, wie man schon allein an der durchschnittlichen Bevölkerungsdichte sehen kann, die gar kein Land mehr übrig lassen würde, wenn nicht die Mehrheit in irgendwelchen Ballungsräumen leben würde. Und bei denen, die tatsächlich jwd leben, muss man noch die echten Landeier abziehen, die da auch arbeiten.
Obwohl es aber um die meisten Arbeitsplätze genug Wohnungen und um die meisten Arbeitsplätze genug Wohnungen gibt, haben wir ohne Ende Pendler. Weil dieser Lebensstil einfach massiv auf Kosten der Allgemeinheit und er Umwelt subventioniert wird und natürlich nehmen viele Leute nicht einen kostspieligen Umzug auf sich, wenn sie auch für n Appel und n Ei hin und her tuckern können. Aber das muss sich eben ändern. Und nein, nicht erst wenn wir einen perfekten, bundesweit ausgebauten ÖPNV haben. Denn auch genau diese Pendler sind es ja, die seit Jahrzehnten Politiker wählen, die immer mehr Geld in große Straßenbauprojekte und nichts in den ÖPNV investieren. Diese Leute sind nicht Opfer, sondern Ursache der herrschenden Misere. Und deswegen habe ich auch sehr wenig Mitleid mit denen.

Wer Mitleid verdient: HartzIVer, die vom Amt gezwungen werden, sich in 100 km Entfernung zu bewerben. Da braucht es meiner Meinung nach dringend und unabhängig von anderen Maßnahmen ein Neuregelung der Zumutbarkeit. Ich schlage "binnen 90 Minuten inklusive halber maximaler Wartezeit morgens/abends hin und zurück mit ÖPNV oder Fahrrad erreichbar". Das ist hinreichend unbequem, damit nicht jeder zweite einfach die Füße hochlegen kann, aber das bedeutet auch, dass z.B. diverse Teile Sachsen Anhalts und Thüringens auf einmal einen riesen Standortvorteil gegenüber der Münchener Innenstadt haben. Nämlich Supermärkte mit Kassierern für besserverdiende Angestellte, Putzfrauen wenn man mal ein neues Büro einrichten will, Handwerker, etc.. Was im Moment abläuft ist doch einfach nur krank: Wir reißen an einem Ende Deutschlands, wo noch relativ viel Platz ist, Häuser in durchaus gutem Zustand ab, während wir an anderen Stellen, wo es schon viel zu eng, ist schweineteure Neubauten reinquetschen, damit von diesen aus anschließend Menschen auf überfüllten Straßen täglich stundenlang im Stau stehen, um an "prestigeträchtigen" Adressen, die für moderne virtuell arbeitende Unternehmen überhaupt keine reale Bedeutung haben und in deren Nähe sich quasi niemand mehr irgendwas leisten kann, vor einem Rechner hocken.
 
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Cryon hat, zumindest hier, gesagt, dass man umziehen sollte. Ich habe dich gefragt wer sagt, dass man NICHT umziehen soll. Den Teil kenn ich nämlich nur mit "ich will nicht umziehen" oder "man sollte Leute nicht dazu drängen umzuziehen [weil ich will nicht dazu gedrängt werden]"
 
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Er hat anderswo mal gesagt, dass die Leute selber schuld sind, wenn sie in überteurte Städte ziehen - ein einem Thread, wo's um Mietkosten ging.

Tut mir leid, dass ich so nachtragend bin.:ka:

Na schuld sind die nicht, aber sie müssen sich überlegen - such ich mir jetzt nen Job in München - klar, da krieg ich 1000€ mehr Brutto raus, zahle aber 750€ mehr Miete - hab also im schlimmsten Fall noch weniger Geld als in ner kleineren Stadt wie sagen wir mal Chemnitz - wo man eben 1000€ Brutto weniger verdient, dafür nen halben Palast für 1000€ warm mieten kann.
Das ist auch nicht schlimm, nur muss man genau überlegen was man macht und welche Auswirkungen die eigenen Entscheidungen haben:
Pendeln frisst die Freizeit auf und ist nicht gesund wenn man dies mit dem Auto macht.
Umzug in eine so schon rammelvolle Stadt entlastet die Stadt kein Stück - da muss man also auch bereit sein die Kosten dafür zu übernehmen.
Frage ich nach Home Office/Remote oder schleppe ich meinen Kadaver ins Büro - was ist sinnvoller, was ist produktiver.

ALLES was man tut, hat eine Auswirkung auf die Umwelt.

Meine Arbeit im Home Office bedeutet ich hab 0,nix an Arbeitsweg, ich spare mir Arbeitsklamotten und viele andere Kleinigkeiten.
Ich kann selbst entscheiden was für einem Stromanbieter ich das Geld geben will und wie viel Strom ich verbrauche (es ist viel, richtig viel, aber wesentlich weniger als das was ich im Büro mit Anfahrt verbrauchen würde).
Und ich kann überall leben so lange ich da eine stabile und schnelle Internetleitung bekomme. Also auch in Thailand irgendwo. Bin aber noch hier weil ich hier auch etwas bewegen will und nicht in Thailand.

Jeder muss sich Gedanken drum machen.

Und nicht jeder muss in die teure, vollgestopfte Stadt wenn er nicht will.
Es gibt nur wenige Berufe die unbedingt eine Großstadt als Arbeitsplatz voraussetzen. Es ist klar das Leute die z.B. bei der U-Bahn arbeiten nicht aufm Dorf leben können weil da so was NICHT EXISTIERT. Oder Spezialisten aus dem medizinischen Bereich, keiner braucht den irgendwo in der tiefsten Pampa.
Aber der Rest kann sich bewusst für etwas entscheiden. Hoffentlich ist es die Umwelt, für die man sich entscheidet und sagt - OK, ich zahle gerne mehr, schränke mich hier und da etwas ein und habe dafür selbst eine saubere, schöne Umwelt für mich und meine Familie etc. Wenn jeder so denkt, passt es auch.
Viele Leute hier pfeifen aber drauf, wollen sich nur die Taschen vollstopfen - egal mit welchen Folgen. Solche Egoschweine kenne ich eigentlich aus Russland, aber doch nicht hier. Bei denen weiß ich aber auch woran das liegt, hier verstehe ich das aber nicht. Ein Land mit so einer Geschichte und massivem technologischen Vorsprung und irre guter Wirtschaft (= massiver Wohlstand der selbst bei den Amis so nicht vorhanden war) - da müsste sich doch noch n wenig Platz für die Umwelt finden.

P.S. ich bin nachtragend. An alle Säcke die hier im Stau stehen während daneben die Straßenbahn und 200m weiter die S-Bahn fährt - denen wünsche ich nen Platten, ne Kartoffel in jedem Auspuffrohr und das sie regelmäßig Diesel statt Benzin reinkippen und umgekehrt.
Ich sehe die jeden Tag, kann denen fröhlich vom Balkon winken :)
 
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