Wehrpflicht - Ja oder Nein

Wehrpflicht - Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 41 29,9%
  • Nein

    Stimmen: 96 70,1%

  • Umfrageteilnehmer
    137
Auch Zivildienst halte ich für Wenig sinnvoll. Die Pflegebedürftigen Leute sollten von ausgebildetem Fachpersonal versorgt werden. Auch würden sich damit haufenweiße Arbeitsplätze ergeben.

Jetzt rate mal, wo dieses Fachpersonal herkommt.;)
Rate mal, wo ein Großteil der Rettungssanitäter und -Assistenten herkommen. Richtig, vom Zivildienst.
 
Jetzt rate mal, wo dieses Fachpersonal herkommt.;)
Rate mal, wo ein Großteil der Rettungssanitäter und -Assistenten herkommen. Richtig, vom Zivildienst.

Dann lass es mich anders Formulieren.

Zivildienst sollte Freiwillig sein, wenn man diesen Berufsweg einschlägt kann man das gerne machen. Aber nicht jemand dazu zwingen der etwas ganz anderes machen will und keine Lebenszeit damit verschwenden möchte, Omas von A nach B zu fahren :schief:
 
Beim Rettungsdienst fährt man nicht nur alte Omas von A nach B.
Ich kenne jemanden, der von der FOS geflogen ist und dann seinen Zivi bei den Samaritern gemacht hat, der macht jetzt Ausbildung zum Rettungsassistent - das hätte ich von dem absolut niemals erwartet.:ugly:

Die ganzen Hauptamtlichen auf unserer Rettungswache sind alle durch den Zivi zu dem Job gekommen und haben sich vorher eigentlich nie dafür interessiert, denen hat dieses Berufsfeld dann aber doch so viel Spaß bereitet, dass sie jetzt damit ihr Geld verdienen. Wer da selber schon mal dabei war, kann das nachvollziehen, das ist ein höchstinteressanter und auch moralisch befriedigender Job.

Man kann natürlich über eine freiwillige Basis reden, aber es ist eine Tatsache, dass dann Leute an vielen Ecken fehlen werden.

(das BRK beklagt sich sowieso schon, trotz vieler Interessenten)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich meinte nicht, dass der Zivi-Dienst nur diesen Leuten gut tut, er tut auch allen anderen jungen Menschen gut um ein Sozialbewusstsein zu entwickeln.
Das überzeugt mich nicht so ganz. 100% der jungen Frauen und 50% der jungen Männer werden nicht zu diesen Zwangsdiensten verpflichtet und die sind bestimmt nicht alle unsozialer(?) als die relativ Wenigen, die dazu verpflichtet wurden.

edit
Wenn man eigene Erfahrungen macht und das auch noch ohne den blöden Hintergedanken "Wenn du nicht mitmachst, wirst du von diesem tollen Staat mit Haft, Geldstrafe oder anderweitig bestraft", dann ist das IMHO besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
Voraussetzung beim Studium ist imho ein abgeschlossenes Semester um nicht eingezogen werden zu müssen, ganz sicher bin ich mir aber nicht.

Die Frage stellt sich i.d.R. nicht, weil es kaum jemand schafft, sein Studium anzufangen, bevor er gezogen werden kann.

Beim Rettungsdienst fährt man nicht nur alte Omas von A nach B.
Ich jemanden, der von der FOS geflogen ist und dann seinen Zivi bei den Samaritern gemacht hat, der macht jetzt Ausbildung zum Rettungsassistent - das hätte ich von dem absolut niemals erwartet.:ugly:

Die ganzen Hauptamtlichen auf unserer Rettungswache sind alle durch den Zivi zu dem Job gekommen und haben sich vorher eigentlich nie dafür interessiert, denen hat dieses Berufsfeld dann aber doch so viel Spaß bereitet, dass sie jetzt damit ihr Geld verdienen. Wer da selber schon mal dabei war, kann das nachvollziehen, das ist ein höchstinteressanter und auch moralisch befriedigender Job.

/sign.
Und Leute, deren Einstellung zu Dienst für die Gesellschaft "Omas von A nach B fahren ist Zeitverschwendung" lautet, die würde ich bevorzugt dazu verpflichten, erstmal die Kosten für die "Geldverschwendung" der gerade absolvierten "9-13 Jahre Ausbildung als Grundlage für die eigene Karriere" abzuarbeiten.


Das überzeugt mich nicht so ganz. 100% der jungen Frauen und 50% der jungen Männer werden nicht zu diesen Zwangsdiensten verpflichtet und die sind bestimmt nicht alle unsozialer(?) als die relativ Wenigen, die dazu verpflichtet wurden.

Diese Erhebung wäre anspruchsvoll :ugly:
Allerdings habe auch ich in meinem Umfeld den Eindruck, dass viele Leute meiner Altersgruppe und jünger in ihrem ganzen bisherigen Leben nicht nenneswert mehr für andere getan haben, denn den Zivildienst -oder eben gar nichts, wenn sie sich vor selbigem gedrückt haben- und auch nicht planen, das jemals zu ändern. Eine Unterrepräsentation von Frauen in allen ehrenamtlichen Positionen könnte ich auch bestätigen, aber sowas kann natürlich 3235235 andere Ursachen haben.
 
[JA]
Deutschland sollte sich auch weiterhin im Ernstfall selbst verteidigen können, auch ohne Hilfe aus dem Ausland.
Als Grundsatz. Man weiß nie was kommt.
 
[JA]
Deutschland sollte sich auch weiterhin im Ernstfall selbst verteidigen können, auch ohne Hilfe aus dem Ausland.
Als Grundsatz. Man weiß nie was kommt.
Heutige Kriege sind anderes als frühere. Dafür brauch man gut ausgebildete Soldaten die diese ganzen High-Tech Waffensysteme verstehen. Eine Schlacht mit Panzerarmeen oder Fußsoldaten auf dem europäischen oder amerikanischen Kontienent ist sehr unwahrscheinlich.

Gegen einen Sozialdienst habe ich persönlich nichts, aber es gibt auch gute Gründe dagegen. Wir verlieren z.B. im internationalen Vergleich ein Jahr.
 
[JA]
Deutschland sollte sich auch weiterhin im Ernstfall selbst verteidigen können, auch ohne Hilfe aus dem Ausland.
Als Grundsatz. Man weiß nie was kommt.

Detschland und sich selbst verteidigen ? Na die aktion will ich sehen. Wenn 2/3 der Panzer nicht einsatz bereit sind, Eurofighter am Boden bleiben müssen weil Teile fehlen....

Und wenn der Angreifer schlau ist greift er am Wochenende an. Dann muss er nichtmal mit gegenwehr rechen.
 
Detschland und sich selbst verteidigen ? Na die aktion will ich sehen. Wenn 2/3 der Panzer nicht einsatz bereit sind, Eurofighter am Boden bleiben müssen weil Teile fehlen....

Und wenn der Angreifer schlau ist greift er am Wochenende an. Dann muss er nichtmal mit gegenwehr rechen.
Panzer wären in einem solchen Krieg nicht wichtig.
 
Selbst jetzt sind Panzer noch wichtig da sie gerade Truppentransporte abfangen können oder eigene Truppen ins geschehen bringen können.
 
Heutige Kriege sind anderes als frühere. Dafür brauch man gut ausgebildete Soldaten die diese ganzen High-Tech Waffensysteme verstehen. Eine Schlacht mit Panzerarmeen oder Fußsoldaten auf dem europäischen oder amerikanischen Kontienent ist sehr unwahrscheinlich.
So ist es. Aber weißt du was bei Ressourcenknappheit in unbekanntem Außmaße auf globaler Ebene los ist? <--einer der größten Fragezeichen für die Zukunft.
Eine Schlacht gewinnt man heute auch mit weniger Mann und High-Tech, einen Krieg nicht.

Die BW soll zukünftig 163T Soldaten jederzeit berufen können, ich halte es für Deutschland definitiv zu wenig.
 
Sollte Deutschlandangegriffen, dann tritt doch der Bündnisfall der Nato in Kraft.
Davor gehe ich aber eher von einem nuklearen Holocaust aus, als dass sowas passieren wird.

Ansonsten verstehe ich die Diskussion seit en paar Beiträgen nicht mehr.
 
Was nun für Waffensysteme gebraucht werden oder nicht ist egal. Keiner hier ist einer der so etwas zu entscheiden hat und es wird nie dazu kommen das so etwas entschieden werden muss da auch die abschreckung eine Rolle Spielt.

So finde ich auch eine wehrpflicht nicht mehr Zeitgemäß und sie sollte durch einen Freiwiligen Dinst ersetzt werden. Die Versuche gab es schon etliche male aber nie ist es was geworden.
 
Beim Rettungsdienst fährt man nicht nur alte Omas von A nach B.
Ich kenne jemanden, der von der FOS geflogen ist und dann seinen Zivi bei den Samaritern gemacht hat, der macht jetzt Ausbildung zum Rettungsassistent - das hätte ich von dem absolut niemals erwartet.:ugly:

Die ganzen Hauptamtlichen auf unserer Rettungswache sind alle durch den Zivi zu dem Job gekommen und haben sich vorher eigentlich nie dafür interessiert, denen hat dieses Berufsfeld dann aber doch so viel Spaß bereitet, dass sie jetzt damit ihr Geld verdienen. Wer da selber schon mal dabei war, kann das nachvollziehen, das ist ein höchstinteressanter und auch moralisch befriedigender Job.

Man kann natürlich über eine freiwillige Basis reden, aber es ist eine Tatsache, dass dann Leute an vielen Ecken fehlen werden.

(das BRK beklagt sich sowieso schon, trotz vieler Interessenten)

Kann ich genau so unterschreiben.
Nachdem ich mein Abi gemacht hatte wollte ich eine Ausbildung zum Mediengestalter oder in irgendeiner anderen IT-Richtung machen.
Dann wurde ich aber (glücklicherweise) zum Zivildienst eingezogen und habe diese auf einer Intensivstation absolviert.
Die Arbeit die dort verrichtet wird hat mich so sehr begeistert, dass ich unbedingt auch in diese Richtung gehen wollte. Und so hab ich mich dann letztendlich für eine Ausbildung zum Rettungsassistenten entschieden. Und der Job ist nicht nur hochinteressant sondern macht auch wahnsinnig viel spaß und ist zudem, wie du schon sagtest, moralisch sehr befriedigend wenn man abends (oder morgens :ugly:) nach Hause kommt und weiß, dass man so und so vielen Menschen aus einer hilflosen Situation geholfen hat.

Das überzeugt mich nicht so ganz. 100% der jungen Frauen und 50% der jungen Männer werden nicht zu diesen Zwangsdiensten verpflichtet und die sind bestimmt nicht alle unsozialer(?) als die relativ Wenigen, die dazu verpflichtet wurden.
Ich würde das nicht alles in einen Topf werfen. Natürlich ist nicht jeder, der keinen Pflichtdienst absolviert hat automatisch unsozial. Ich war auch schon vor meinem Zivildienst ein recht hilfsbereiter Mensch.
Trotzdem hat mich mein Zivildienst im Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen verändert. Jetzt mach ich ner alten Oma im Bus auch mal den Platz frei oder helfe einem Rollstuhlfahrer in den Bus und warte nicht bis sich jemand anderes regt.

Und Leute, deren Einstellung zu Dienst für die Gesellschaft "Omas von A nach B fahren ist Zeitverschwendung" lautet, die würde ich bevorzugt dazu verpflichten, erstmal die Kosten für die "Geldverschwendung" der gerade absolvierten "9-13 Jahre Ausbildung als Grundlage für die eigene Karriere" abzuarbeiten.
Ein interessanter Aspekt. Die Bildungskosten trägt immerhin der Staat, und zwar für jeden, der auf eine öffentliche Schule geht. Da ist es in meinen Augen durchaus legitim wenn der Staat ankommt und sagt "Ich hab dir 9-13 Jahre die Ausbildung bezahlt, jetzt arbeite mal bitte ein paar Monate für mich". Der Gedankengang gefällt mir sehr gut! :daumen:
 
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