Wehrpflicht - Ja oder Nein

Wehrpflicht - Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 41 29,9%
  • Nein

    Stimmen: 96 70,1%

  • Umfrageteilnehmer
    137
Die 39.000 Mann und Frau werden ja nicht alle auf einmal entlassen. Das ist ein schleichender Prozess der über Jahre laufen wird, da ja auch die Standorte nicht auf einmal geschlossen werden.

Zusätzlich stehen jedem Soldaten Fördermaßnahmen zu, der sogenannte Anspruch auf Berufsförderungsdienst. Damit sollte sich jeder mit einem guten Teil Eigeninitiative auf dem Arbeitsmarkt wieder einreihen können. Das dabei der Eine oder die Andere finanziell Einbußen hinnehmen muß ist klar, aber wer nicht tatenlos rumsitzen will, der kommt schon unter. :)

Ich z.B. stehe entweder kurz vor der Übernahme zum Berufssoldaten oder kriege eine Absage, das entscheidet sich in den nächsten 2-4 Wochen. Klappt es nicht qualifiziere ich mich weiterhin im IT-Bereich und setze am Ende meiner Zeit noch in Vollzeit bei ca 90% Monatsgehaltzahlungen den Master mit drauf. Man muß nur wollen und langfristig vorplanen.
 
Zuletzt bearbeitet:
[X]Jein.

Ich bin gegen Wehrpflicht - aber für Dienstpflicht.
Denn der militärische Nutzen geht imho gegen null bzw. besteht ausschließlich in einer Marketingaktion. Deutschland braucht keine letzte Verteidigungslinie aus eigentlich-Zivilisten. Es gibt weit und breit niemanden, der uns angreifen könnte, es wird auf absehbare Zeit keinen geben (und in der ominösen "fernen Zukunft" sind die heutigen Wehrdienstleistenden zu alt und schlapp) und in modernen Kriegsschauplätzen ist der typische Wehrdienstabsolvent (der nichts weiter als schießen und marschieren kann) sowieso nutzlos.
Wehrdienst bei der Bundeswehr ist somit eine Verschwendung von ettlichen Monaten potentieller Arbeitszeit, die zwar bezahlt wird, der Gesellschaft aber keinen Nutzen bringt. Im Gegenteil: Es wird sogar fleißig teures Material verbraucht. Für die Teilnehmenden scheint es auch eher eine Gelegenheit zum Alkoholkonsum zu sein.

Sehr wichtig ist imho aber der gesellschaftliche Nutzen. Zivildienst ist imho nicht nur wichtig, weil ohne Zivis in vielen Bereichen kaum etwas funktionieren würde. Der Dienst stellt auch eine Möglichkeit für Kinder aus einkommensschwachen Familien dar, sich gewisse Rücklagen z.B. für ein Studium zu schaffen. Für einige Kinder ist es das erste Mal im Leben, dass sich nicht alles nach ihnen richtet oder sich von selbst (bzw. durch Mutti oder das Geld der Eltern) regelt. Für sämtliche Studenten ist es ein Zeitraum, in dem sie lernen, was "Arbeit" (wie in "XX Stundenwoche") eigentlich bedeutet, anstatt weitere 5 Jahre "zur Schule" zu gehen.
Außerdem sorgt er dafür, dass Menschen in viele Berufe reinschnuppern, die in unserer heutigen Zeit kaum eines Blicks gewürdigt werden, weil sie keine große Karriereperspektive eröffnen. Sie können aber sehr wohl zu einem befriedigenden Leben führen, wenn man offen an die Sache rangeht - oder eben dazu gezwungen wird, derartige Aufgaben zumindest in Betracht zu ziehen.

Deswegen bin ich für eine allgemeine Dienstpflicht von ~8-9 Monaten (genug, um Leute in Aufgabenfelder nicht nur einzuarbeiten, sondern sie dann auch was machen zu lassen, umgekehrt aber wenig genug, damit z.B. zwischen Abi und Studium noch ein paar freie Wochen bleiben, selbst wenn man die Gelegenheit nutzt, um Semesteranfänge günstiger zu legen). Dieser Dienst kann dann in sämtlichen Positionen abgeleistet werden, die etwas für die Gesellschaft tun - das kann die Bundeswehr sein, das können typische Zivijobs sein, aber das kann auch all das sein, was zur Zeit nur im Rahmen eines freiwilligen ??? Jahres für ein Taschengeld geleistet wird. Die Wahl darf dabei frei erfolgen, nicht mehr "Man muss zum Bund - außer in Ausnahmefällen mit inakzeptablen Gewissenskonflikten". Außerdem -kommen wir zur Gleichberechtigung- sollte diese Pflicht für alle Geschlechter gelten. (eine Änderung, die imho auch bei Beibehaltung der bisherigen Wehrpflicht eingeführt werden müsste, schließlich haben Frauen lange und erfolgreich dafür gekämpft, dass sie voll einsatztauglich sind)
 
Zuletzt bearbeitet:
naja Frauen :-) wie ich das so mitbekommen hab, wars nur eine :-D, klar sie hat damit auch en paar andere in bezug auf ihre meinung vertreten, aber vor gericht war glaub nur die eine...
 
[X] Ja

Bin für die wehrpflicht denn sie gehört für eine mann zum leben. Sie lehrt einem wichtige lektionen. Als beispiel nenne ich jetzt die dankbarkeit für die freiheit die wir geniessen. Den so wie beim bund ist mir das noch nie klar geworden und der schrecken den ein krieg mit sich bringt, den man im grundwehrdienst nur erahnen kann lässt dann unsere altäglichen probleme doch ganz anderst wirken. Mich hat der wehrdienst zu einem besseren menschen gemacht.

So das hört sich jetzt alles ziemlich pro wehrdienst an aber ich bin auch für leichtere ablehnung des wehrdienstes. Den was soll die heuchelei in kriegsdienstverweigerungen, mansch einer will sich einfach nur sozial betätigen aber damit kommt man ja nicht durch. Der zivildienst ist eben auch eine gute sache und unsere geselschafft ist schon fast auf die zivis angewiesen. Und jeder sollte selber wählen können was er macht das ist eben unsere freiheit.
 
Wehrpflicht ist schwachsinn, jeder sollte selber entscheiden ob er Grundausbildung/Zivi macht...
Werd zum glück ausgemustert :D
 
@zotac

woher weißte das so genau:D da kann man nie sicher sein^^

Klar kann man sich da sicher sein, wenn man angeborene Krankheiten hat, kein Blut sehen kann oder sonstiges.

@T Nö, einen Wehrdienst braucht Deutschland nicht, ein Berufsheer wäre da viel besser angebracht, bessere Ausbildung und Ausrüstung wären da nur eine von den Vorteilen.

Allerdings weiß ich das es ohne Zivi hier in "Good old Germany" ziemlich finster wird, den braucht man wirklich, es sollte eher anders herum sein, Zivi an erster Stelle und das Berufsheer an zweiter.
 
ja gut, das ist natürlich dann klar. aber wo die schon alles als wehrtauglich einstufen. also ich hatte heuschnupfen, mehr eig nicht, war t2, aber was mich verwirrt hat, war der bogen, in dem stand, was ich nicht machen darf. da stand dann fallschirmspringer, darf ich nicht machen. wtf. :-D naja 2 wochen, drückt mir die daumen, dass se mein untergewicht diesmal anerkennen :-D, sonst darf ich 1 jahr warten!!!
 
[X] Nein

Staatliche Zwangsdienste gehören meiner Meinung nach in den Mülleimer der Geschichte. Erwachsene Menschen sollten nicht dermaßen entmündigt werden.
 
hmm, wie geht noch gleich ein teil der Nationalhymne? "Einigkeit und Recht und FREIHEIT" was die Wehrpflicht mit dieser Freiheit zu tun hat, möcht ich auch ganz gern mal wissen. Dasgrenzt schon nahe an einer Entmündigung wie schon gesagt. Staatsverbrechen, wie ich schon sagte.

Es gibt wieder Neuigkeiten: Guttenberg wurde heute von der FDP in seinem Vorhaben, die Wehrpflicht abzuschaffen, offiziell unterstützt!
 
Zuletzt bearbeitet:
[x]Nein
Nur die Berufsarmee hat eine Zukunft. Die Wehrpflicht ist ein Überbleibsel eines rückständigen Umgangs mit Krieg und Frieden.
Zudem ist die Abschaffung der Wehrpflicht meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit. Wer sich zudem die Definition des Ausgabenfeldes der Bundeswehr geistig zugeführt hat, wird feststellen, dass dort ein scheinbar unscheinbarer Satz untergebracht wurde, der den gesunden Menschenverstand zum Nachdenken anregen sollte.
Zitat aus der aktuellen VPR:
"Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt" (Abs. 8, Nr. 8). Und: "Einflussnahme auf die internationalen Institutionen und Prozesse im Sinne unserer Interessen und gegründet auf unsere Wirtschaftskraft" (Abs. 8, Nr. 10).
Dies ist die Legalisierung von Krieg um Rohstoffe in aller Welt.
 
Guck dir mal dieses Video an, da geht es unter anderem auch um die NATO und ihre zukünftige Aufgabe, nämlich genau das was du da geschrieben hast.

neuer Lebensraum: 9/11
Kriegsversprecher ist das was ich grad meine.

Sollte sich wohl jeder hier mal zu Gemüte ziehen, hochinteressant! Besser als jeder Hollywoodstreifen, versprochen!
 
[x] Ja, da die Bundeswehr sonst zu einem reinsten Werkzeug staatlichen Handelns wird und es wie die Geschichte es lehrt zu einem Staat im Staate kommen könnte (-> Weimarer Republik). Außerdem entscheiden sich erst 40 Prozent der späteren Zeit- und Berufssoldaten während bzw. nach ihrem Grundwehrdienst, dass sie bei der Bundeswehr bleiben möchte. Die Bundeswehr hätte so einen enormes Nachwuchsproblem. Zudem ist die Bundeswehr aufgestellt wurden, um deutsches Staatsgebiet zu verteidigen und nicht um in ausländischen Konflikten zu intervenieren. Dies geht ja bekanntlich besonders gut mit einer elitären Berufsarmee, die wie eine Söldnertruppe handelt und eingesetzt werden kann.
Ich bin für eine Beibeahltung der Wehrpflicht, jedoch mit dem verstärktem freiwilligem Aspekt, so wie es die SPD vorschlägt.
 
@hallihalli92

Zitat:Zudem ist die Bundeswehr aufgestellt wurden, um deutsches Staatsgebiet zu verteidigen und nicht um in ausländischen Konflikten zu intervenieren. Dies geht ja bekanntlich besonders gut mit einer elitären Berufsarmee, die wie eine Söldnertruppe handelt und eingesetzt werden kann.

Deine Aussage widerspricht deiner Zustimmung. Berufsarmee:Abschaffung der Wehrpflicht hin zu einer Berufsarmee, welche "wie eine Söldnergruppe handelt".
mfg
 
Ganz klar JA
Aber nur 3 Monate. Quasi nur Grundi. Ich habe 4 Jahre gedient und davon 400 Tage Sarajevo. Geschadet hat es mir nicht. Wichtig ist, das ALLE Jugendlichen mal von ihrem hohen Ross runterkommen. Hat mir damals auch geholfen. Und Dreck an den Klamotten und 3 Tage dauerwach hat noch keinem geschadet. Es ist wichtig seine physich und psychichen Grenzen kennen zu lernen.
 
Ganz klar JA
Aber nur 3 Monate. Quasi nur Grundi. Ich habe 4 Jahre gedient und davon 400 Tage Sarajevo. Geschadet hat es mir nicht. Wichtig ist, das ALLE Jugendlichen mal von ihrem hohen Ross runterkommen. Hat mir damals auch geholfen. Und Dreck an den Klamotten und 3 Tage dauerwach hat noch keinem geschadet. Es ist wichtig seine physich und psychichen Grenzen kennen zu lernen.
Sicher das alle jugendlichen auf einem hohen Ross sind? Musst ja jetzt nicht verallgemeinern ;)
Und 3 Tage dauerwach hatt ich schon oft, ich lebe noch! Und meine Physischem Grenzen kenn ich leider auch schon sehr gut...
 
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