Also ganz ohne RAM?

Ich bin schon lange dafür, dass Intel mal wieder eine echte Extreme Edition macht:
Ein Viertel = 1 Tile + Stack von SPR HBM hätte
- 15 Kerne
monolithisch ~auf Raptor Lake Niveau
- 2 DDR5-Kanäle (die man aus Kostengründen natürlich nicht RAM nutzen sollte, sondern für Crow-Pass-X-Point-SSDs)
- 32 PCIe-5.0-Lanes (×16 GPU/×4 M.2/×8 DMI, in LGA1851 könnte man noch einmal M.2 machen)
-
16 GiB HBM mit gut 250 GB/s, also DDR-16000-Niveau
Gut, Mesh wäre immer noch lahmer als herkömmliche Prozessoren. Aber bei maximal 3+3 Hops sollte es gehen und jeder andere PC ohne RAM-Module ist definitiv langsamer.^^
Ist ja nicht nur der Speicher, auch die Boards sind billiger.
Der 5800X3D war so gut, dass er die AM5 Einführung ruiniert hat und AMD ihn fast schon vom Markt nehmen musste. Jetzt ist der AM5 Markt dank Speicher (aber auch Mainboardpreisen) so ruiniert, dass AMD ihn fast schon wiederbeleben muss. Aber wie in dem anderen Thread muss ich auch hier enttäuschen, der 5800X3D wurde bei TSMC mit deren SOIC-X Verfahren produziert und das benutzt man nur sehr sparsam für AM4, wenn man nur begrenzt Kapazität hat und auch 9000er Serie X3Ds bauen will, oder gar KI Karten die viel mehr Geld kosten. TSMC hat hier einen Flaschenhals, den die nicht über Nacht aufbohren können, auch wenn inzwischen jeder weiß, dass es funktioniert, ausgereift ist und jeder solche Produkte haben will.
Dazu gesellt sich die Frage, ob die alte Art PCs zu bauen, also CPU-RAM und GPU-RAM getrennt zu haben aktuell zu retten ist. Nvidia will dem NX1 eine große APU bringen, AMD hat mit Strix Halo eine große APU am Start und deren Nachfolger wird auch eine große APU sein. Apple macht schon eine Weile große APUs und alles diese APUs haben den Vorteil, dass man nicht wie in der Steam-Machine erst 16GB und dann 8GB kaufen muss, die dann auch noch segmentiert sind, sondern dass man nur einmal RAM dafür kaufen muss.
Der Nachteil der APUs ist dafür, dass der gesamte Speicher auf dem Qualitätsniveau von VRAM sein müsste, wenn man vergleichbare Leistung erzielen wollte. Bislang macht man das schlichtweg nicht, aber Geld würde man vermutlich nicht sparen. Erster Treffer für eine Grafikkarte, die in zwei Ausbaustufen beim gleichen Händler (im Moment ARLT) jeweils ab Lager lieferbar ist:
290 Euro mit 8 GiB versus
420 Euro mit 16 GiB. Beim Einsatz als Arbeitsspeicher kämen über den reinen Aufpreis noch die erhöhten Vertriebskosten hinzu, da man zur Deckung aller Interessen drei bis vier Ausbaustufen vorrätig halten müsste.
Ergebnis: Das High-End-Gaming-System spart, wenn es statt 24 GiB VRAM plus 32 GiB RAM mit jeweils eigenem Puffer homogene 48 GiB nutzt, zwar 8 GiB Speicher insgesamt ein. Aber die +24 GiB in VRAM-Qualität für die APU-Option steigern den Endkundenpreis wenigstens um 400 Euro. Dafür kriegt man auch heute noch 2× 16 GiB DDR5 ab Lager und ich würde wetten, dass der DRAM-Preisanstieg durch den Einzelverkauf viel schneller eingepreist wurde, als die ebenfalls steigenden Kosten für VRAM.
Was aber stimmt: AM4 zusätzlich zu produzieren ist für AMD keine Gratis-Aktion mit 100 Prozent Marge. Die müssten AM4X3D
statt AM5 fertigen lassen. Das wäre in der aktuellen Situation zwar sinnvoll, da ein verkaufte AM4-Prozessor einfach mehr einbringt als eine AM5-CPU, die im Regal liegt, und 5800X3D selbst gebraucht Preise auf AM5-Niveau erzielen. Aber eine derartige Umstellung wäre ihrerseits nicht Umsonst und bräuchte Monate Vorlaufzeit. Den Bedarf so genau zu prognostizieren wird schwierig, zumal man ja nicht alleine am Markt ist: Intel hat DDR4-taugliche CPUs mit gleicher, in Anwendungen sogar deutlich höherer Leistung noch regulär in Produktion. Und das monolithisch in Intel 7. Also in eigenen Fabs ohne Einkaufskosten und ohne Ressourcenkonflikt mit Belichtungs- oder Packagingsprozessen, die man für neuere Chips brauchen würde. Intel kann den Raptor-Lake-Output einfach bedarfsgesteuert mit 1-3 Monaten Lag hochfahren und somit den gesamten OEM-Bedarf abgreifen. Zen 3d neu aufzulegen wäre eine Aktion rein für Aufrüster und DIY.
Klares Nein, wenn dann bitte eine aktuelle CPU mit entsprechendem Speichercontroller für AM4. Technisch nicht aufwendig und mit enormen Marktpotential. Aber auch AMD dürfte gar kein Interesse daran haben, das Geld wird mit Server CPUs verdient...
Solange die Fabs noch nicht umgerüstet sind und DDR4 im Preis steigt, was die Marge verbessert, kann die Produktion wieder aufgenommen werden. Aber mit DDR5 für KI verdienen sie noch mehr.
Die DDR4-Produktion wurde runtergefahren (meinem Wissen nach nicht überall, aber fast überall, auf Null), um die Fabs umzurüsten. Nur deswegen haben wir doch einen Mangel im Endkundenmarkt: Weder die KI-Beschleuniger noch die Server dazu laufen mit DDR5-UDIMMs. Aber weil da so viel Geld zu machen ist, wurde ein Teil der ex-DDR4-UDIMM-Kapazitäten, die 2024 noch den Einsteiger-Desktopmarkt bedienten, auf DDR5-RDIMM oder HBM umgestellt.
Aber dann geht's mit ddr4 doch auch los dann lieber DDR3 oder DDR2 bitte übergibst du was hahaha
Ich habe Anfang des Monats 0,5 GiB SDR aus einer Haushaltsauflösung mitgenommen. Eigentlich ja für Retro-Zwecke, aber wenn sich die Entwicklung so weiter beschleunigt, kann ich ihn nächsten Dezember für die Finanzierung einer Haus
haltsgründung nutzen.^^