Sound ***Diskussionsthread***

Bei den Editionen mit weniger Ohm muss man doch einen (deutlichen) klanglichen Abstrich machen :) ?

Hatte ich irgendwo gelesen ;) .
Vollkommener Blödsinn. Ich habe nen 32 und 250 Ohm DT 990 Edition. Die sind fast nicht auseinander zu halten. Wenn man es nicht weis würde man es wahrscheinlich nicht merken.

Die haben halt nur einen Unterschied in der Lautstärke. Wenn man aber einen KHV mit genug Dampf hat merkt man das auch nicht.
 
Wurden die niedrigohmigen denn auch vernünftig eingespielt? Bei mir hat sich der 32er nach dem Einspielen quasi genauso wie der 250er angehört. Der 250er hat sich durch das Einspielen nicht verändert.
 
Nur der DT-770 Pro 250 Ohm wird von BD als Referenz gesehen, der 80'er wurde gefertigt um lange gängiger Studiotechnik auf dem US-Markt gerecht zu werden. Der ohne "Pro" ist eine ganz andere Liga (HiFi) und wird regelmäßig mit anderen Modellreihen und den Modellen mit Pro verwechselt oder irrtümlich gleichgesetzt. Kopfhörer einspielen halte ich für ein Gerücht aus der Plauderecke. Wenn dem so wäre, gäbe es einen passenden Beipackzettel. Eher passt man sich nach einer Gewöhnphase an den Anpressdruck und das Gewicht an. Wie es bei HiFi-Höhrern und anderen Herstellern ist weiß ich nicht aus eigener Erfahrung, schließe es aber erstmal weiter aus. :)
 
Einspielen ist kein Gerücht, sondern einfach eine Tatsache, die jedes Gerät betrifft. Insbesondere solche, die Schwingungen erzeugen oder sonstige mechanischen Bewegungssysteme beinhalten, also im Falle von Hifi Lautsprecher und Kopfhörer (Verstärker u.ä. Geräte haben das Verhalten nicht so ausgeprägt, da kommts eher drauf an, dass die Geräte ordentlich warm gespielt werden, damit die Bauteile ihre Sollkennwerte haben). Ich begreife die Argumentation nicht mit der versucht wird dies abzustreiten, es sollte doch jedem halbwegs technisch Verständigem klar sein, das es in solchen Systemen zu Einlauf-, Reck-, und sonstigen Verhalten kommt. Die Zentrierungen, die Sicken usw. das muss erst mal durchgenudelt werden damit es auch so tut wie es das auslegungstechnisch tun soll.

Mal abgesehen davon kann man es auch - je nach Gerät - auch z.T. sehr deutlich hören und wenn man die Möglichkeiten hat auch meist messen. Ganz klarer Fall von Voodoo also:ugly:

Da es in keinem Beipackzettel erwähnt wird (wobei das wiederum ein Gerücht ist), ist dabei nicht tragisch oder gar notwendig. Das Einspielen passiert ja im Betrieb ohnehin, das kann man nicht verhindern, deswegen kann man da ja auch nichts falsch machen - es sei denn man setzt den fabrikfrischen KH auf und macht unmittelbar eine endgültige Bewertung und schreibt das dann als Rezension...
 
Zuletzt bearbeitet:
Also, wer nicht glaubt, dass es aufs Einspielen ankommt - kauft euch n Paar Havi B3 pro. Die kosten wenig, und da ists echt krass. Recht sauber out of the Box, dann klingen die ne Weile lang wirklich grottenschlecht, ehe sie sich einigermaßen einspielen, und dann wieder ziemlich gut klingen.
 
Du Fragst mich Sachen Frog. Vielleicht einfach mal nach 770 250Ohm 80Ohm Test googeln. Das ist bei mir 1 1/2 Jahre her wo ich mich darum gekümmert hatte ;-)
 
Also das mit dem einspielen weiß ich persönlich auch nicht so recht obs jetzt Voodoo ist oder nicht.

Bei meinem Fidelio X1 und Focal Spirit One S merke ich keinen Unterschied zu früher aber bei meinem Havi B3 Pro 1 habe ich deutlich einen Unterschied bemerkt und beim beyerdynamic Custom One Pro hat einspielen nichts gebracht und er war immernoch gleich dumpf, matschig und detailarm.

Ich denke mal das es nur eine Eingewöhnungphase ist da ich mit dem Fidelio X1 sowie Focal Spirit One S nur ein warmes Klangbild gewohnt war und sich somit meine Ohren ans Klangbild vom Havi gewöhnt haben.

Was ich komisch finde das alle Kopfhörer und Co. durch das einspielen besser werden aber nie schlechter.
 
Naja meine Beyerdynamic DT-770 Pro 250Ohm hab ich vom Teststand gekauft im Musikladen, letztes Stück.
Hab ordentlich gespart (115€), sie konnten mir aber ums verrecken nicht sagen wie lange der schon benutzt wurde und wieviele Köpfe er gesehen hat^^
Dementsprechend war "burn-in" nicht mehr nötig.

Hab aber auch den 32Ohm getestet. Der Unterschied ist da, 32er klingt dumpfer, matschiger. Auch der ist schon lange in benutzung bei nem Kumpel. Ist jetzt kein großer Unterschied, aber warum das schlechtere Modell nehmen^^
 
Ich denke mal das es nur eine Eingewöhnungphase ist da ich mit dem Fidelio X1 sowie Focal Spirit One S nur ein warmes Klangbild gewohnt war und sich somit meine Ohren ans Klangbild vom Havi gewöhnt haben.

Das wäre komisch - immerhin kann man den Effekt des Einspielens messen. Wobei ein gewisser Eingewöhnungseffekt natürlich immer auch noch dazu kommt - bloß kann man den nicht messen.

Was ich komisch finde das alle Kopfhörer und Co. durch das einspielen besser werden aber nie schlechter.

Das ist nicht komisch, sondern logisch. Die Entwickler werden kaum die Parameter einer ungereckten Sicke und einer noch etwas hüftsteifen Zentrierung (gut die gibts bei KHs nicht) o.ä. als Basis für ihre Abstimmung verwenden, sondern eben die der bereits eingespielten Teile. Durchs Einspielen werden z.B. Gummielemente "geschmeidiger". Uneingespielt ist der Klang oft etwas harsch, speziell im Hochton. Das liegt daran, dass die noch "harte" Aufhängung feindynamisch wie eine Bremse wirkt. Da kann die Membran dann noch nicht so mühelos folgen und es klingt entsprechend.

Ähnliches bei Verstärkern. Da ist zwar der Einspieleffekt nicht sehr stark ausgeprägt, dafür aber der, dass ein kalter Verstärker immer(!) schlechter klingt als ein warmer. Da kommts u.a. daher, dass sich z.B. die Kennlinien der Transen / Röhren / was auch immer oder auch sonstige Parameter unter Temperatur verändern. Hier geht der Entwickler natürlich auch von betriebswarmen Zuständen aus und optimiert die Schaltung entsprechend der "warmen" Kennlinie - bzw. die kalten Kennlinien sind oft gar net so gerade wie sie es warm sind und eine perfekte Abstimmung würde evtl. nicht wirklich gelingen.

Dabei sind Voll- und Endverstärker ob ihres hohen Leistungsdurchsatzes und der damit verbundenen schnellen Erwärmung oft im Vorteil. Wandler und sonstige Kleinverbraucher brauchen mitunter länger bis sie betriebswarm sind wobei da nach ner Stunde normal auch gut ist. Ausnahmen bestätigen die Regel - mein Phono-Pre braucht sensationelle 48h bis er eine Temperaturbeharrung erreicht hat und die ersten 24 davon klingt er mitunter verheerend (in Blindtests mit nem anderen Phono-Pre haben wir das nachgewiesen - die ersten 24h war immer der andere besser und auf einmal kippt das - wenn ichs nicht selbst getestet hätte würd ichs nicht glauben)! Der hat aber konsequenter weise auch schon ab Werk erst gar keinen Ausschalter bekommen sondern ist immer an.
 
Ich verstehe es ja das Gummielemennte, Membrane anfangs steif sind und durch Bewegung "geschmeidiger" werden aber nach einer Zeit müssten diese doch eigentlich ausleiern und dadurch eigentlich schlechter werden aber irgendwie passiert das nie oder man hört nie von. Wenn ich z.B. ein Gummiband die ganze zeit belaste und wieder entlaste reist es ja auch irgendwann mal.
 
Ich verstehe es ja das Gummielemennte, Membrane anfangs steif sind und durch Bewegung "geschmeidiger" werden aber nach einer Zeit müssten diese doch eigentlich ausleiern und dadurch eigentlich schlechter werden aber irgendwie passiert das nie oder man hört nie von. Wenn ich z.B. ein Gummiband die ganze zeit belaste und wieder entlaste reist es ja auch irgendwann mal.
Nein, das tut es nur, wenn du es über einen gegewissen Punkt hinaus verformst.
Wenn man ein Material immer im linearen elastischen Bereich verformt, sollte es eigentlich keine bis kaum Alterjngserscheinungen deswegen geben.

Erst, wenn man unelastisch verformt, treten Beschädigungen auf.
 
Sie gehen zwar kaputt, aber bis zu dem Moment bremsen sie ja nicht wieder die Membran.
Die Membran selber ist ja im Prinzip nur wie die Pfanne einer Schaufel. Sie schiebt die Luft hin und her.
Die Kraft (der Arm) bleibt konstant. Anfangs wird er nur dadurch behindert, dass anfangs sozusagen ein zusätzliches Gewicht an der Pfanne ist (die Steifheit des Gummis).
 
DSCN1796.jpg


Soviel dazu, das Einspielen nicht in Bedienungsanleitungen steht...:rollen:

Wohl eher wird die Bedienungsanleitung ungelesen in die Ecke geworfen, ist ja nur ein Lautsprecher, wofür braucht man ja schon eine Anleitung...
 
Das Thema hatten wir hier doch auch schon öfters. ;) Also dass sich die Sicke eines Lautsprechers einspielt kann ich ja immernoch irgendwie nachvollziehen, aber bei einem Kopfhörertreiber? Ich gehe da mit WaldemarE einher, wenn er sagt dass es komisch ist, wenn Kopfhörer, Verstärker usw. stets besser als am Anfang klingen. Das Argument, dass die Hersteller ihre Produkte so herstellen, dass sie eingespielt am besten klingen, kann man ja damit entkräften, dass jeder Benutzer anders hört. So könnte ja auch jemand mal kommen und sagen: "Hey mein Beyerdynamic XYZ klingt nun nach knapp 100h total beschissen, obwohl er am Anfang top war."

Ich will niemandem in seiner Meinung zu nahe treten, aber ich glaube einfach nicht an Kabelklang, Einspielen, Verstärkertemperatur, Carbonmatten für CD's, Bergkristallhinkelsteine und, und, und. Zumindest habe ich bei meinen KH keine Einspielerscheinungen gehabt. Sie klingen so wie zu Beginn, man gewöhnt sich nur an die Klangsignatur. Was man spätestens merkt, wenn man den einen KH absetzt und nach längerem wieder mal mit dem anderen hört. Aber gut, da wird sich wohl auch noch in 10 Jahren drüber gestritten. Ich persönlich würde jedoch nie ein mehrere 1000€ teures Kabel kaufen, weil jemand meint, das Ding kann Cola in Pepsi verwandeln.
 
Da gibt es nichts zu streiten oder zu glauben, das lässt sich messen, genau wie warm gespielte Verstärker, auch wenn das die "das ist doch Vodoo" Fraktion in 10 Jahren immer noch überlesen wird.
 
Messungen können noch so viel sagen solange man das nicht bemerkt ist es auch wurscht. Irgendwann erreicht das Menschliche Gehör auch seine grenzen und da kann all das noch so toll und detailliert sein und was bringt mir das außer einem leeren Konto wenn das dann doch nur noch die Fledermäuse wahrnehmen können. :ugly:
 
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