Sound ***Diskussionsthread***

Wie oft denn noch, ich habe es ganz eindeutig bei meinen Havis gehört. Die haben 6mm Treiber. Und ich habe kein wirklich feines Gehör. Aber wer das bei den Kopfhörern nicht bemerkt, kann sich guten Gewissens 5€ In-Ears kaufen, ehrlich gesagt. Da war ein enormer Unterschied zu hören.
 
Also dass sich die Sicke eines Lautsprechers einspielt kann ich ja immernoch irgendwie nachvollziehen, aber bei einem Kopfhörertreiber?

Was ist denn ein Kopfhörer anders als ein Lautsprecher? Nichts, er ist nur kleiner, technisch ist das exakt dasselbe. Da gibts ne Membran die schwingt, da gibts ne Sicke, die das Ding in Zaum hält usw. Wenn man das eine aktzeptiert, dann sollte das andere nicht völlig abstrus sein.

Ich gehe da mit WaldemarE einher, wenn er sagt dass es komisch ist, wenn Kopfhörer, Verstärker usw. stets besser als am Anfang klingen. Das Argument, dass die Hersteller ihre Produkte so herstellen, dass sie eingespielt am besten klingen, kann man ja damit entkräften, dass jeder Benutzer anders hört. So könnte ja auch jemand mal kommen und sagen: "Hey mein Beyerdynamic XYZ klingt nun nach knapp 100h total beschissen, obwohl er am Anfang top war."

Klar hört jeder anders, aber es gibt eben neben dem persönlichen Geschmack auch ein paar Dinge, die man einfach objektiv bewerten kann und von jedem als besser empfunden werden. Wenn deine Box oder dein KH z.B. anfangs einem Impuls nicht sauber folgen kann, dann ist das nun mal objektiv schlecht. Ich wüsste niemanden, der es besser findet, wenn die Impulsantwort schlecht ist.

Ich will niemandem in seiner Meinung zu nahe treten, aber ich glaube einfach nicht an Kabelklang, Einspielen, Verstärkertemperatur, Carbonmatten für CD's, Bergkristallhinkelsteine und, und, und. Zumindest habe ich bei meinen KH keine Einspielerscheinungen gehabt.

Wie gesagt da gibts nix zu glauben, sondern der Erfolg des Einspielens ist einfach messbar. Generell ist es immer schlecht wenn man an Dinge glaubt - ausprobieren, ggf. messen und dann selber wissen ist allemal besser als gelesen, nicht kapiert und deswegen ablehnen!
Ein paar Posts vorher - ich bin zu faul zum Suchen - wurden TSPs von neuen und eingespielten Chassis verlinkt. Wer damit in ne Auslegung geht wird feststellen, dass da geringfügig andere Boxen raus kämen wenn man damit je eine Box machen würde. Speziell die mechanische Güte und damit auch Rms ändern sich, Impulsverhalten und Klirr kann man leider an den Parametern nicht direkt ablesen, das muss gemessen werden, wäre aber ziemlich eindeutig...

Bei Boxen ist es oft so, dass hochwertigere (hochauflösende, impulsgenaue) Boxen stärker von Einspieleffekten profitieren. Bei KHs wird das evtl. ähnlich sein (da ist meine Erfahrung aber begrenzt). Wenn man selbst diese Effekte nicht wahrnimmt, kann das an mehreren Dingen liegen, man ist entweder nicht in der Lage es zu hören, der KH hat diesen Effekt nicht so stark dass er auffallen würde oder die KHs sind aus irgendeinem Grunde bereits eingespielt (weiß nicht ob manche Hersteller das machen - glaub ich nicht, Ausstellungsstück, Rückläufer,...). Fabrikneu gegenüber eingespielt ist aber immer zwangsläufig ein Unterschied auch wenn man ihn selbst vlt. nicht wahrnimmt.

Aber gut, da wird sich wohl auch noch in 10 Jahren drüber gestritten.

Eigentlich wird über das Thema nicht gestritten, das ist unter Leuten die sich damit halbwegs ernsthaft auseinandersetzen Konsens - eben weil es so eindeutig ist.
 
Was ist denn ein Kopfhörer anders als ein Lautsprecher? Nichts, er ist nur kleiner, technisch ist das exakt dasselbe. Da gibts ne Membran die schwingt, da gibts ne Sicke, die das Ding in Zaum hält usw. Wenn man das eine aktzeptiert, dann sollte das andere nicht völlig abstrus sein.

Ich habe nicht gesagt dass ich es akzeptiere, nur dass ich es mir noch einigermaßen vorstellen könnte, bei einem Lautsprecher welcher ja eine erheblich größere Membran usw. hat, dass es einen (messbaren) Unterschied gibt. Dass man den zwangsläufig auch hört, habe ich nicht geschrieben. Warum spielen dann die Hersteller ihre Sachen nicht gleich ein, wenn dadurch die Klangqualität gesteigert werden kann?


Wie gesagt da gibts nix zu glauben, sondern der Erfolg des Einspielens ist einfach messbar. Generell ist es immer schlecht wenn man an Dinge glaubt - ausprobieren, ggf. messen und dann selber wissen ist allemal besser als gelesen, nicht kapiert und deswegen ablehnen!
Ein paar Posts vorher - ich bin zu faul zum Suchen - wurden TSPs von neuen und eingespielten Chassis verlinkt. Wer damit in ne Auslegung geht wird feststellen, dass da geringfügig andere Boxen raus kämen wenn man damit je eine Box machen würde. Speziell die mechanische Güte und damit auch Rms ändern sich, Impulsverhalten und Klirr kann man leider an den Parametern nicht direkt ablesen, das muss gemessen werden, wäre aber ziemlich eindeutig...

Bei Boxen ist es oft so, dass hochwertigere (hochauflösende, impulsgenaue) Boxen stärker von Einspieleffekten profitieren. Bei KHs wird das evtl. ähnlich sein (da ist meine Erfahrung aber begrenzt). Wenn man selbst diese Effekte nicht wahrnimmt, kann das an mehreren Dingen liegen, man ist entweder nicht in der Lage es zu hören, der KH hat diesen Effekt nicht so stark dass er auffallen würde oder die KHs sind aus irgendeinem Grunde bereits eingespielt (weiß nicht ob manche Hersteller das machen - glaub ich nicht, Ausstellungsstück, Rückläufer,...). Fabrikneu gegenüber eingespielt ist aber immer zwangsläufig ein Unterschied auch wenn man ihn selbst vlt. nicht wahrnimmt.

Naja, z.B. Tyll hat ja auch schon seine Messungen gemacht, mit dem Ergebnis dass er nicht wirklich was von Burn-In feststellen konnte. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich ihn auch noch nie davon reden sehen, dass er Unterschiede vom Einspielen hört.


Eigentlich wird über das Thema nicht gestritten, das ist unter Leuten die sich damit halbwegs ernsthaft auseinandersetzen Konsens - eben weil es so eindeutig ist.

Autsch...:klatsch: Das ist wieder mal einer der typisch überheblichen Sätze, die man links und rechts bei der "audiophilen" Truppe liest. Soweit ich weiß, hat bisher noch keiner erfolgreich und reproduzierbar einen Blindtest bestanden. Aber gut, wenn man regelmäßig deine Posts verfolgt, verwundert mich diese Aussage nicht wirklich. Im Open End Forum würden sie dich mit Kusshand nehmen. ;)
 
Ich habe nicht gesagt dass ich es akzeptiere, nur dass ich es mir noch einigermaßen vorstellen könnte, bei einem Lautsprecher welcher ja eine erheblich größere Membran usw. hat, dass es einen (messbaren) Unterschied gibt. Dass man den zwangsläufig auch hört, habe ich nicht geschrieben. Warum spielen dann die Hersteller ihre Sachen nicht gleich ein, wenn dadurch die Klangqualität gesteigert werden kann?

Bei Lautsprechern ist es vor allem auch der Hochtöner der vom Einspielen profitiert - und der vor allem besonders lange braucht. Der Hintergrund ist klar, die Bewegungen in dem Bereich sind besonders klein und die Effekte brauchen daher länger um zu wirken. Außerdem müssen dort die Bewegungen besonders schnell erfolgen und eine "Bremse" ist besonders hinderlich. Eine schwere Bassmembran mit 50g oder mehr schwingt dagegen langsamer und wird mit mehr Leistung betrieben - also nachdrücklicher angeschoben. Da gehts meist schneller.

Den KH würde ich von der Membrangröße und Gewicht eher mit dem HT vergleichen - mit entsprechenden Folgen.

Die Geräte werden nicht eingespielt, weil das niemand zahlen wollen würde und weil das Einspielen beim Kunden ohnehin passiert. Was würde wohl ein KH kosten, der ohne Einspielen um die 50€ kostet wenn man den 50h einspielen würde? Da wäre das Geheul groß wenn das ein Hersteller macht und dann für den KH 70€ oder mehr verlangt - hier im Forum würde man von schlechtem P/L Verhältnissen sprechen und abraten...

Naja, z.B. Tyll hat ja auch schon seine Messungen gemacht, mit dem Ergebnis dass er nicht wirklich was von Burn-In feststellen konnte. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich ihn auch noch nie davon reden sehen, dass er Unterschiede vom Einspielen hört.

Tyll?! Kenn ich nicht. Was hat er denn gemessen? Den Frequenzgang - sinnlos! Das Gewicht?

Es kommt nicht drauf an ob jemand misst, sondern was er misst und wie man es auswertet. Interessant wirds z.B. bei der Sprungantwort und damit zusammenhängend dem Klirr (und dem Klirrverlauf!).

Aber gut, wenn man regelmäßig deine Posts verfolgt, verwundert mich diese Aussage nicht wirklich. Im Open End Forum würden sie dich mit Kusshand nehmen. ;)

Wenn du meine Posts regelmäßig verfolgst wirst du erkannt haben, das ich recht tief in der Materie inklusive der Theorie drinnsteck - zumindest für einen Laien. Dazu reichlich Erfahrung mit Blindtests (>20 Jahre!) habe und im Zweifelsfall nicht glaube was in irgendwelchen Foren behauptet wird, sondern es lieber selbst erhöre - ob ich es nachher erklären kann ist dabei zweitrangig weil ich das gar nicht muss. Ich weiß ja was ich blind erhört habe ob das mit irgendwelchen Forenmeinungen übereinstimmt ist wumpe!
 
Sprungantwort einer Eigenkreation. Einmal direkt nach dem Zusammentackern mit finaler Weiche, einmal eben gerade. Selber Raum, selbe Mikroposition. Nur ein anderer Rechner (Lappi vs. HTPC) und somit andere grafische Auflösung bedingt durch das Seitenverhältnis (16:9 / 21:9).
 

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Das Thema hatten wir hier doch auch schon öfters. ;) Also dass sich die Sicke eines Lautsprechers einspielt kann ich ja immernoch irgendwie nachvollziehen, aber bei einem Kopfhörertreiber? Ich gehe da mit WaldemarE einher, wenn er sagt dass es komisch ist, wenn Kopfhörer, Verstärker usw. stets besser als am Anfang klingen. Das Argument, dass die Hersteller ihre Produkte so herstellen, dass sie eingespielt am besten klingen, kann man ja damit entkräften, dass jeder Benutzer anders hört. So könnte ja auch jemand mal kommen und sagen: "Hey mein Beyerdynamic XYZ klingt nun nach knapp 100h total beschissen, obwohl er am Anfang top war."

Wo ist der Unterschied zwischen einer Sicke eines Lautsprechers und der eines Kopfhörers? ...abgesehen von der Größe...

Sprungantwort einer Eigenkreation. Einmal direkt nach dem Zusammentackern mit finaler Weiche, einmal eben gerade. Selber Raum, selbe Mikroposition. Nur ein anderer Rechner (Lappi vs. HTPC) und somit andere grafische Auflösung bedingt durch das Seitenverhältnis (16:9 / 21:9).
Hätte ich nicht gedacht das man das so gut sieht...
 
Zuletzt bearbeitet:
Tyll?! Kenn ich nicht. Was hat er denn gemessen? Den Frequenzgang - sinnlos! Das Gewicht?

Es kommt nicht drauf an ob jemand misst, sondern was er misst und wie man es auswertet. Interessant wirds z.B. bei der Sprungantwort und damit zusammenhängend dem Klirr (und dem Klirrverlauf!).

Tyll Hertsens von Innerfidelity. Er hat international ein gewisses Standing und sollte wissen, wovon er redet und wie man was misst. War auch nur ein Beispiel, ich habe auch schon andere seriöse Berichte gelesen.


Wenn du meine Posts regelmäßig verfolgst wirst du erkannt haben, das ich recht tief in der Materie inklusive der Theorie drinnsteck - zumindest für einen Laien. Dazu reichlich Erfahrung mit Blindtests (>20 Jahre!) habe und im Zweifelsfall nicht glaube was in irgendwelchen Foren behauptet wird, sondern es lieber selbst erhöre - ob ich es nachher erklären kann ist dabei zweitrangig weil ich das gar nicht muss. Ich weiß ja was ich blind erhört habe ob das mit irgendwelchen Forenmeinungen übereinstimmt ist wumpe!

Dein Wissen will ich dir gar nicht streitig machen, in dem Punkt hast du mir auch sicherlich was voraus. Aber in der Art wie du manche Posts verfasst, macht dich das deswegen nicht unbedingt glaubwürdiger, wenn du weißt was ich meine. Soll kein Angriff gegen dich sein, aber hin und wieder erscheinen deine Formulierungen, naja, etwas von oben herab.

Allerdings wenn du sagst, dass darüber nicht gestritten wird weil die Sache eindeutig ist, dann halte ich das für unwahr. Egal wo du etwas über Hifi liest, gibt es immer wieder die gleichen Diskussionen und Kontroversen vom hundertsten ins tausendste. Wenn also Burn In etc. so eindeutig wäre, wie du es einem Glauben machen willst, dann gäbe es das ganze Bohei nicht. Nicht falsch verstehen, ich will dir deine Überzeugung nicht ausreden, jeder wie er's gerne hat.

Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich (und da bin ich glaube ich nicht alleine) noch keine derartigen Hörerfahrungen gemacht habe. Ich habe lediglich gesagt, dass ich mir vorstellen könnte, dass im messbaren Bereich Unterschiede denkbar sind. Ob man das nun hört... Da scheiden sich eben die Geister. Dann müsste man auch Unterschiede bei zwischen bspw. 16°C und 25°C Raumtemperatur hören können. Ist das gleiche wie die häufigen Diskussionen zu MP3, Flac, WAV, CD's, LP's usw.

Wo ist der Unterschied zwischen einer Sicke eines Lautsprechers und der eines Kopfhörers? ...abgesehen von der Größe...

Damit wollte ich sagen, dass ich mir eben bei den größeren Dimensionen eines LS eher eine Veränderung in den Messwerten vorstellen könnte, als bei KH-Treibern. Kann gut sein dass ich falsch liege, ich lerne aber auch gerne dazu.
 
Leute, warum diskutiert ihr da noch lange herum? Zwei Beiträge ober dem von Dr.Dunkel ist ein eindeutiges Messergebnis, eine Seite davor ein Erfahrungsbericht von mir. Ich habe bei sonst keinem meiner Audiogeräte ein Einspielen bemerkt (liegt wohl daran, dass mein Gehör nicht der Hammer ist), aber bei den Havis ganz eindeutig. Das heißt für mich, dass der Effekt da wohl besonders ausgeprägt ist.

Wer es nicht glaubt, kauft euch die Dinger. 50€ sind sie allemal wert, für das Geld kriegt man da erstaunlich gute In-Ears - nach dem Einspielen. Denn davor klingen die ehrlich gesagt *******.
 
Wer von euch hat den seinen Raum akustisch optimiert? Hat Jemand Links zu Lektüre oder Tips für Literatur?

Was soll da gemacht werden? Kleinkram bringt da nix, wenn man den Raum optimieren will geht das a) in richtung Studio-Ausbau und b) ist das RICHTIG teuer und aufwendig.
Für einen Vollausbau würde ich mehrere tausend € als Anfang ansetzen und das auch nur in einem Raum wo NIX anderes als Musik drin ist. Denn selbst banale Gegenstände können Auswirkungen haben, ich hab die Glasschränke rausgeworfen, Lampen & Leuchter getauscht da sie geklirrt und reflektiert haben und insgesamt zu viel Zeit und Geld reingesteckt.

Alles andere bringt aber nix, vergiss es.
 
Bisher ist der Raum leer, bzw. die einzigen vorhandenen Möbelstücke für diesen Raum sind Schreibtischstuhl und der Schreibtisch an sich.
Die Einrichtung wird relativ spartanisch bleiben, Kronleuchter wird es sicherlich nicht geben -da müsste mir jemand schon einen fünfstelligen Betrag anbieten :schief:-genauso wenig wie Glasvitrinen, höchstens (Sicherheits-)Glasplatten auf Möbelstücken. Da der Raum nur von mir persönlich benutzt wird kann es optisch auch Richtung Studio gehen, wobei das, wenn man sich einmal ein bisschen umschaut, nicht zwingend der Fall sein muss.

Was ich letztendlich finanzieren werde und kann ist erst einmal sekundär, mir geht es zunächst einmal um die Theorie an sich, alleine schon aus Interesse.
 
Mein Hörraum ist optimiert. Allerdings war der zu Anfang auch komplett Rohbau und das Ganze wurde konsequent und relativ "unsichtbar" integriert. Enkoppelter Boden und Decke, große Bassfallen vorne und hinten, Basotect-Deckensegel, Plattenschwingerkonstruktionen an den Seitenwänden für den Mittelton, Absorber für die Erstreflexionen.
Hatte hier auch irgendwo mal ne DIN-Messung gepostet gehabt, liegt in allen relevanten Bereichen (von 50Hz bis 20kHz) komplett innerhalb der "Norm" für ein Abhörraum, im Mittelton sogar noch innerhalb der Studionorm. War allerdings echt handwerklich aufwändig und günstig wars auch nicht ;).
 
Theorie ist aus der Sicht von einem Laien da schwer zu verstehen. Entweder man gräbt sich tief in die Materie rein, holt sich Equipment zum messen (Mikrofon, passende Software nach dem die Lautsprecher drin sind) und investiert richtig viel Zeit da rein oder man holt sich jemanden der das übernimmt und den Raum optimiert und einen Plan erstellt wo was gemacht werden muss. Die zweite Variante ist so gesehen günstiger, denn wenn man einen Fehler macht, kostet das mehr als einige hundert €.

Danach kommen solche Sachen zum Einsatz:
Absorber für Mitten & Höhen:
Auralex Acoustics 2" Studiofoam Wedges Burgundy

Basstraps für die Tiefen:
Auralex Acoustics Lenrd Bass Traps Charcoal 4

Diffusoren um die Reflektionen von flachen Wänden usw abzulenken.
the t.akustik Diffusor Manhatten wood

Die Möbel sollten möglichst weich sein, große flache Flächen sollten vermieden werden, Regale mit Büchern oder anderen Sachen die keine ebene Fläche bieten, helfen auch den Schall zu streuen.

Stehende Wellen sind auch ein Problem. Dazu bitte was nachlesen oder wenigstens bei Youtube reinguggen.


Wie man sieht, ist der Spaß nicht günstig und dazu noch nicht unbedingt was für das Wohnzimmer.

Man kann auch nicht wie wild die Absorber und Diffusoren kaufen und überall rankleben. Das muss alles gemessen und ausgerechnet werden um den optimalen, neutralen Klang zu erhalten. Das lohnt sich weniger zum hören, eher zum Musik machen!
Im schlimmsten Fall erhält man einen "toten" Raum, der keine Schallreflektionen mehr hat und unangenehm klingt, egal womit bespielt.

Ich frag einfach mal, was da gemacht werden soll?
Nur Musik hören?
Musik machen?
Aufnahmen? (Kondensatormikro, Instrumentenaufnahmen?)
Videoaufnahmen/Livestreaming/Let`s Plays?

Für den Fall 1 -brauchste nicht. Das Geld ist in besseren Lautsprechern deutlich vernünftiger angelegt.
Fall 2&3 - muss man machen.
Fall 4 - kann man, muss man nicht. Da gibt es einfachere Lösungen.

Wenn der Raum schon seine Probleme hat wie extremen Hall usw wird es sehr schwer diesen herzurichten.

Mein genereller Rat - gute Technik hinstellen, sinnvoll im Raum aufstellen, alles was klirrt - entfernen, viele weiche Gegenstände (Möbel, Vorhänge) im Raum, viele kleine Sachen statt nackter Wände.
Dazu kann man kleine Sachen wie diesen Diffusor einsetzen:
Hofa Diffusor
Der macht sich wunderbar an der Wand oder als größere Variante als Raumteiler oder Schrank-Ersatz, da kann man paar Sachen reinstellen, primär dient es aber dazu den Schall zu streuen und der sieht nicht verkehrt aus, vor allem sieht es auch nicht nach Studio aus^^

@nfsgame

Das ist n heftiges Projekt, für so einen Ausbau braucht man alleine mehrere Wochen wenn man es ordentlich machen will. Und das geht richtig ins Geld. Ich selbst arbeite mit Sound (auflegen, remixe etc), aber ich miet mir n Studio für mixdown & mastering, weil das immer noch günstiger ist als ein Studio und ich aktuell keinen zusätzlichen Raum habe den ich dafür opfern kann^^
 
Falls ich groß einsteige mache ich aus das Kostengründen sowieso, soweit mir möglich, selbst.
Große Bassfallen sind kein Problem und selbst relativ einfach und günstig zu bauen, Selbiges gilt für Decken- und Wandabsorber, Helmholzresonator und Plattenschwinger. 1D und je nachdem auch 2D Diffusoren sind schon mehr Arbeit, aber auch machbar. Entkoppelter Boden und Decke ist nicht möglich, da es sich um keinen Rohbau handelt. Ich kann mir sowieso gerade nicht vorstellen wie das ohne Raum im Raum funktionieren sollte ...

Mir geht es aber wie gesagt erst einmal um Grundlagen, wobei natürlich schon ein bisschen Wissen vorhanden ist.


Edit:
@cryno1c
Ich glaube du verstehst mich falsch, der Wille und die Lust mich in das Thema tiefer einzugraben ist da. Und falls es dich beruhigt, kompletter Laie bin ich nicht :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Joa, kannst natürlich nen "ultrageilen" Lautsprecher inner Kathedrale aufstellen, ist dann nur *******. Der beste Lautsprecher bringt dir nix, wenn der Raum zum wegrennen ist.

Wenn der Raum zum wegrennen ist, ist es günstiger den Raum zu wechseln als diesen umzubauen.
In den eigenen, nicht gemieteten 4 Wänden ist es schwieriger, da muss man was machen. Aber generell ist Anspruch an den neutralen Klang beim hören nicht so hoch wie beim produzieren oder aufnehmen.
Aber je nach dem wie weit man es treiben will.

In nem normalen Studio ist oftmals das halbe Budget nur für den Raum da, wenn nicht noch mehr. Das ist ein verdammt teueres Vergnügen^^
 
Und ist ja auch nicht so, als ob ein Bücherregal nicht auch als Diffusor wirkt. Natürlich ist der berechnete, extra für Akustikzwecke entwickelte Diffusor besser, aber ich denke ein Bücherregal hat man sowieso ;)
Ebenso mit ein Paar Platten Basotect (Sowas) um die Erstreflektionen abzumildern sowie ein oder zwei Packen Rockwool/Isover/you name it (bitte in Folie logischerweise) verkleidet hingestellt für den Bass.
Natürlich kann man auch abertausende Euro bezahlen um es perfekt zu machen. Als Quick'n'Dirty Lösung aber sicherlich nicht schlecht und dazu wesentlich günstiger.
Und die paar Groschen die man so investiert können sich dann sicherlich bezahlt machen ;)

Edit: Und da schon von Selbstbaulösungen von Plattenschwingern, Helmholtzresonatoren, Basstraps, Diffusoren geschrieben hat: das ist natürlich logischerweise ebenfalls möglich, und professionelle Hersteller können auch hier nicht zaubern ;)
 
Tyll Hertsens von Innerfidelity. Er hat international ein gewisses Standing und sollte wissen, wovon er redet und wie man was misst. War auch nur ein Beispiel, ich habe auch schon andere seriöse Berichte gelesen.

Schau dir einfach die Messung von nfsgame an. Da sieht man wie die Sprungantwort sich verändert. Am Klirr würde man es sogar noch deutlicher sehen. Wenn du gelegentlich mit Messungen zu tun hast, dann kannst du sicher sehen, dass der Unterschied schon im relevanten Bereich ist - egal was der Tyll gemacht hat!

Allerdings wenn du sagst, dass darüber nicht gestritten wird weil die Sache eindeutig ist, dann halte ich das für unwahr. Egal wo du etwas über Hifi liest, gibt es immer wieder die gleichen Diskussionen und Kontroversen vom hundertsten ins tausendste.

Ich habe nicht gesagt, dass da nicht drüber gestritten wird, sondern, dass in Fachkreisen darüber nicht gestritten wird. Im Netz wird generell über alles gestritten und philosophiert, darauf kann man aber nix geben, weil da ja jeder - ob mit Ahnung oder ohne - seinen Senf zu jedem Thema abgeben kann und gegen die vermeintlichen Voodoogläubigen zu hetzen ist immer besonders beliebt.

Es gibt auch Foren in denen z.B. Kreationismus als gesetzt gilt und jeder niedergemacht wird, der den wissenschaftlich bewiesenen Darwinismus als richtig erachtet. Klimawandel, Evolution,... lauter Themen die im Netz kontrovers diskutiert werden - bei Leuten die sich damit beruflich auseinandersetzen längst unstrittig sind.

Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich (und da bin ich glaube ich nicht alleine) noch keine derartigen Hörerfahrungen gemacht habe.

So, jetzt wirds Tag! Weil du es nicht hörst gibt es das nicht, auch wenn es andere (blind) hören und auch die Messergebnisse recht eindeutig sind? Was ist denn das für ne Einstellung? Aktzeptiere, dass andere Leute evtl. mehr Hörerfahrung wie du haben oder vlt. generell besser hören - das ist ja nichts ehrenrüchiges, ich seh bestimmt nicht so gut wie du mit meiner hemi Quadrantenanopsie und würde dir keinen Strick draus drehen dass du vlt. das eine oder andere siehst was mir nach meinem Schlaganfall nicht mehr zu sehen vergönnt ist.

Dann müsste man auch Unterschiede bei zwischen bspw. 16°C und 25°C Raumtemperatur hören können. Ist das gleiche wie die häufigen Diskussionen zu MP3, Flac, WAV, CD's, LP's usw.

Die Raumtemperatur mag im frisch angeschalteten Zustand ne Rolle spielen und sicher auch wenn es sehr warm ist im Betrieb. Bloß dürfte das sehr schwer nachweisbar für "normale" Leute sein, weil man dann ja 2 identische Geräte in verschieden warmen aber sonst identischen Räumen betreiben müsste inklusive einem Kreuztausch usw. Ich habe die Möglichkeit jedenfalls nicht und da ich es eh nicht ändern kann wie warm der Raum ist (es sei denn ich heize wie ein blöder oder mach im Winter das Fenster auf. Das nehm ich daher als gegeben hin, normal ist - zumindest bei mir - die Raumtemperatur mehr oder weniger das ganze Jahr gleich hoch und das in einem normalen Rahmen um die 21-23°C.

Zum Thema Flac vs. MP3 gab es u.a. hier im Forum schon nen mehr oder weniger öffentlichen Blindtest. Erstaunlicherweise haben recht viele die Formate blind ganz gut auseinander halten können - trotzdem gibts immer noch nen Haufen Leute die Unterschiede kategorisch als unhörbar abtun. Was soll man da noch diskutieren? Wenn ich einen Unterschied höre, dann brauche ich mich doch da net rumstreiten, sondern kann mich zurücklehnen und entspannt Musik (FLAC und LP) hören...

Damit wollte ich sagen, dass ich mir eben bei den größeren Dimensionen eines LS eher eine Veränderung in den Messwerten vorstellen könnte, als bei KH-Treibern. Kann gut sein dass ich falsch liege, ich lerne aber auch gerne dazu.

Wie schon gesagt bei HT ist der Effekt meist größer als im Bass und die sind ganz grob ähnlich dimensioniert wie KHs, machen aber sicher mehr Hub weil sie mehr Schalldruck erzeugen müssen.

Was soll da gemacht werden? Kleinkram bringt da nix, wenn man den Raum optimieren will geht das a) in richtung Studio-Ausbau und b) ist das RICHTIG teuer und aufwendig.
Für einen Vollausbau würde ich mehrere tausend € als Anfang ansetzen und das auch nur in einem Raum wo NIX anderes als Musik drin ist.

Naja ganz so schlimm ist es nicht.

Zunächst sollte der Raum mal vermessen werden, damit man weiß wo die Probleme liegen. Dann muss entschieden werden welche Maßnahmen getroffen werden müssen. Bassabsorber können leicht selbst gebaut werden um Moden in den Griff zu bekommen (Platten- oder Helmholtzabsorber), Akustikschaumstoff gibts als Plattenware zu kaufen und kann selbst verarbeitet werden. Diffusoren müssen gar nicht gekauft werden, da kann man mit geschickter Aufstellung von z.B. Regalen oder auch großblättrigen Pflanzen etwas getan werden. Glasflächen (Fenster) können mit Vorhängen entschärft werden und Vitrinen o.ä. sollten ggf. durch Maßnahmen wie Entkopplung und vlt. auch gezielte Resonanzverschiebung (einfach was draufstellen) einigermaßen in den Griff gebracht werden.

Umsonst ist es nicht, aber mit ein wenig gutem Willen und Geschick macht es einen auch nicht arm! Die Maßnahmen sollten natürlich ebenfalls messtechnisch überprüft werden, das hat den Vorteil, dass man jederzeit weiß was man da tut und eben auch nur das tun muss was Sinn macht.
 
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Jungs (und Mädels) nochmal, Basiswissen ist vorhanden, mir geht es darum tiefer in die Materie einzusteigen.

Ich weiß was für Materialstärken ich für Bassabsorption auffahren muss und ich werde einen Teufel tun 180 Öcken für 4 Bassfällchen auszugeben die gerade einmal für eine von zwölf Ecken reichen. Dafür bekomme ich einen Haufen Rockwool Sonorock + Rieselfließ. Wie man misst ist bekannt, ETC Messungen sind bekannt und deutbar, Wasserfall logisch ...

Ohne Messungen ist bisher erst einmal schlicht (und teilweise nach LEDE) angedacht:
- Hörplatz auf 38% Raumlänge
- Basstraps (Boden bis Decke) mindestens in den 4 vertikalen Ecken
- Diffusor im hinteren Bereich
- Teppich auf dem Boden
- Absorber für die Seitenwände bis Hörbereich, da wo es nötig ist versteht sich.
- abgehängte Decke mit Basotect, Beleuchtung und Sonorock
Alles selbst gebaut um nicht arm zu werden. Bevor ich allerdings irgendetwas mache möchte ich mich noch tiefer einlesen und natürlich Messungen machen. Sobald ich Zeit und die Möglichkeit dazu habe ...
 
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