Ich kenne jemanden, der hatte mal eine interessante Theorie zu dem Thema. Es liegt vielleicht einfach an der aktuellen Gesellschaft und deren Einstellung. Es ist eine Tatsache, dass es der heutigen Jugend weit besser geht, als der von vor 40, 50 oder 60 Jahren, man bekommt vieles von den Eltern in den Hintern geblasen, ohne dafür wirklich was tun zu müssen, früher wurdest du mit 10 fest in den Haushalt eingespannt, auf dem Land konntest du dir teure Klamotten, geschweige dann vorzeigbaren Schmuck, überhaupt nicht leisten, heute zählen Sneaker und Smartphone zur Grundausstattung. Hätte es letzteres früher schon gegeben, hätte das vermutlich kaum einer in der Hand gehabt.
Genau da liegt ein generelles Problem heutzutage, das Fernsehen und die Medien vermittelm einem die Möglichkeit, man kann doch alles erreichen, Youtube-Millionär mit 17, klingt doch wunderbar oder mit 18 so aussehen wie Heidi Klum damals, jeder kann also praktisch ein Star werden.
Dass dafür aber auch etwas Glück und eine ganze Menge Arbeit notwendig sind, wird heute kaum noch vermittelt, auch in vielen Elternhäusern nicht mehr. Deshalb sind viele unzufrieden, vielleicht auch ein Grund, warum die Gewaltbereitschaft heute unter Jugendlichen größer ist, jeder will alles haben, aber keiner will was dafür tun. Und natürlich ist es immer einfacher, die anderen (Eltern, Politik, erfolgreiche Menschen) dafür verantwortlich zu machen, als bei sich anzufangen.
Also das kann ich nicht bestätigen.
Meine Kinder sind natürlich auch Markenfixiert und haben jeder ein Smartphone und Klamotten und so.
Trotzdem sind sie in der Schule gut und haben in ihren jungen Jahren schon Ziele.
Meine Tochter strebt ein Jura oder Journalismus Studium an. Dazu macht sie auch schon eine Menge und wenn sie in ein paar Jahren ihr Abitur hat, hat sie schon die Weichen gestellt, obwohl der Staat im Bildungssektor immer mehr versagt.
Für meinen Sohn gilt das gleiche, er wird ebenfalls Abitur machen und sich dann entscheiden, ob und was er studieren will.
In meinem Verwandtenkreis oder erweiterten Bekanntenkreis sieht das nicht anders aus.
Die Kinder haben Vorstellungen und Ziele.
Das haben sie natürlich auch deswegen, weil sie eine gute elterliche Erziehung und soziale Festigkeit haben.
Daher würde ich das nicht so pauschalisieren. Es gibt logischer Weise immer solche, die keinen guten Abschluss schaffen, aber das Problem ist nur dann zu lösen, wenn wir in Sachen Bildung und Erziehung mehr Staat zulassen -- in welcher Form auch immer.
Eine Herdprämie ist aber genau das Gegenteil.
Ich denke halt auch, einfach zu sagen, es ist eine schlechte Ausrede, sich als Moslem oder sonstwie nicht deutschstämmiger als diskriminiert und benachteiligt zu fühlen, ist auch falsch.
Es ist in Deutschland imme rnoch traurige Realität, jemand, der "Mehmet" mit Vornamen oder "Abdullah" mit Nachnamen heißt, hat es besonders bei der Jobsuche schwerer, als ein "Thomas" oder "Müller", auch wenn dieser den gleichen Schulabschluss hat.
Das ist in der Tat ein Problem der deutschen Gesellschaft, dass sie nichts Urdeutsches -- wie Namen und Haar/Hautfarbe -- akzeptieren.
Da müssen dann die Unternehmen Vorreiter sein und den jungen Leuten eine Chance geben, die sich tatsächlich für ihr Leben interessieren und das beste daraus machen wollen.
Bei uns in der Firma gibt es mehrere Deutsche mit türkischen Wurzen, die alle einen guten Job machen und Ehrgeizig sind.
Daher weniger auf Namen, Fotos und Abschlusszeugnisse schauen, sondern mehr auf die Menschen eingehen und sie zur Mitarbeit bewegen.
Ich z.B. schaue mir jede Bewerbung an, die ankommt und absolut jeder der Bewerber wird zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Die Bewerbungen für die Ausbildungsplätze im Spätsommer laufen auf Hochtouren.
Und das erwarte ich auch von anderen Unternehmen. Egal wie groß sie sind.
Integration funktioniert nun mal dann gut, wenn es Jobs gibt und die Menschen unabhängig sind. Wer sein eigenes Geld verdient, sieht die Welt anders, als jemand, der von anderen abhängig ist.
Und wenn dann noch ein paar Leute dazu kommen, die dagegen demonstrieren, dass eben diese Menschen in Deutschland ihr Glück versuchen dürfen, dann ist das schon echt erschreckend.
