Das ist doch kein Wunder. Es geht den meisten doch gar nicht um die Islamisierung oder die abendländische Kultur.
Da werden Ängste geschürt, dass es denen, die jetzt schon geistig oder materiell zurückgeblieben sind, bald noch schlechter geht. In vielen Fällen sind diese Ängste berechtigt. Der Islam ist aber das komplett falsche Feindbild. Anstatt für gerechtere Löhne oder bessere Bildung zu protestieren reduziert man sich freiwillig auf ein paar Tausend fremdenfeindliche Idioten, weil die Vordänker eben ausgeben, dass es gegen die "Islamisierung" geht. Nachdenken können die alle wohl nicht mal von zwölf bis mittag.
Ich frage mich bei den Menschen die da mitlaufen immer, ob die absichtlich nicht Ernst genommen werden wollen. Die folgen den primitiven und unsinningen Parolen von verurteilten Verbrechern, die noch nichtmal das Rückgrad hatten, die Strafe dann auch zu anzutreten anstatt mal zu sagen, dass die Umverteilung von unten nach oben auf Dauer für viele nicht das richtige ist, oder das Bildungssystem veraltet ist und nichts mehr taugt oder was auch immer und wundern sich dann, wenn sie nicht Ernst genommen werden?
Ich könnte bei den ganzen Idioten kotzen und bin froh, dass es jetzt immer mehr aus der entgegengesetzten Richtung zu hören gibt. Leider gehts dann oft nur um Toleranz und nicht um Akzeptanz, aber es ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Grundsätzlich wäre die Offenheit, mit der die Leute die Leere zwischen ihren Ohren zur Schau stellen schon irgendwie lustig, wenn nicht jeder einzelne, der da mitläuft, zu viel und so traurig wäre.
Wenn ich schon höre, dass sich darüber aufgeregt wird, dass eine seit 10 Jahren lehrstehende Kirche (!) zur Moschee umgebaut wird, ohne dass man es von außen sieht (!). Was zur Hölle? Die meisten Kirchen sind jedes Wochenende gähnend leer, aber wenn man das Gebäude dann man anders verwenden will, ist das Geheule groß oder wie?
Könnte natürlich sein, dass den Menschen das oben genannte egal ist und ihnen wirklich so wichtig ist, dass die angebliche "Islamisierung" nicht weiter fortschreitet. Wenn die größten Probleme dieser Leute sind, was in Schwimmbädern passiert, wenn diese geschlossen sind, oder mit seit Jahren leerstehenden Gebäuden oder dass die deutschen Gesetze (wie schon genannt) angewendet werden, wenn sie sich mit der Scharia überschneiden, dann braucht man mit denen gar nicht mehr diskutieren, da sie anscheinend entweder total drauf sind oder sich einbilden, in irgendeiner Parallelwelt zu leben. Aber ich glaube wirklich, dass es um gesamtgesellschaftliche Probleme geht, die man einfach nur einer Minderheit in die Schuhe schieben will. Anscheinend haben wir doch nicht gelernt, dass sich das, besonders für uns, noch nie bewährt hat.