Folglich, wäre es genauso "cool" einen Ökostromvertrag zu haben, wie ein 1400 Euro iPhone, die Leute würden sich alle sofort ersteres zulegen.
Man kann seinen Ökostromvertrag halt nicht vorm Cafe spazieren fahren. Deswegen muss halt der Staat Klimaschutz (und Umweltschutz und Tierschutz und Minderheitenschutz und...) am Markt vertreten, während Bling-Bling-Ressourcenverschwendung ein Selbstläufer ist.
Gerade wenn ich mir die Elektronikverkäufe so angucke, dann sind es aber bei weitem nicht nur die Poser, die für sowas Geld ausgeben. Da wird jede Menge Scheiß einfach nur des "haben wollens" gekauft, der gar nicht gebraucht wird oder null Vorteile gegenüber dessen, was man bereits hatte bringt. Hauptsache "neu" statt "alt" - das ist ja mittlerweile auch in der Politik selbst zunhemend häufiger eine selbstbegründete Forderung, dass man etwas "neu" machen müsse. Nicht "besser" oder "auf xy gerichtet", sondern einfach nur "neu". Z.B. "Digitalisierung" ist gemäß dieser Logik immer besser und Milliarden wert - selbst dann, wenn sie nicht funktioniert, nicht zugänglich ist, selbst zugänglich und funktionierend die Anforderungen nicht abdecken könnte und/oder ein riesiges Sicherheitsrisiko darstellt. Das ist alles unwichtig im Vergleich zu "nicht alt".
Naja, das kann man ganz einfach grundsätzlich auf kommerzielle Nutzbarkeit runterbrechen. So lange solche Infrastruktur nur dem Staat unterliegt werden Private das immer als Leitkriterium nehmen müssen.
Mir ist ehrlich gesagt unklar, was du aussagen möchtest, insbesondere im zweiten Satz

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Was in der Vergangenheit war lässt doch jetzt nicht mehr ändern, es geht um die zukünftige Gesellschaftsverantwortung und die sollte gerechter aufgeteilt werden. Kinderlose profitieren so stark überproportional gegenüber Familien, dass an der Stelle eine Korrektur stattfinden müsste und sollte.
Die Gegenwart von heute ist die Vergangenheit von morgen. Mit dem, was es innerhalb Deutschlands an Ressourcen gibt, könnte man auf dem Lebensstandard, der vielen vorschwebt, maximal 20 Millionen Menschen versorgen. Wenn dazwischen noch etwas Platz für Natur bleiben soll und man einkalkuliert, dass eine derartige kleinere Gesellschaft mehr Overhead hätte (weil z.B. Fahrstrecken im Schnitt länger werden), eher 15 Millionen. Es ist also noch auf sehr lange Sicht so, dass mehr Menschen (auch) eine Belastung für künftige Generationen darstellen und ich sehe nicht im geringsten ein, wieso man deren Produktion belohnen sollte? Zumal es wirklich keinen Mangel an Leuten gibt, die gerne nach Deutschland kommen würden. Muss man nicht hier nachzüchten, wenn man keine rassistische Veranlagung hat.
Das gilt übrigens nicht nur unter klimatischen oder ökologischen Gesichtspunkten, sondern auch ökonomisch: Natürlich hast du recht, dass ein Kind den Eltern einiges an Geld und Nerven kostet, bis es erwachsen ist. Aber nicht nur den Eltern, soweit ich weiß nicht einmal zu einem Großteil den Eltern, sondern in erster Linie der Gesellschaft. Kinderhabenden wird schon massiv unter die Arme gegriffen. Von allen, auch von Kinderlosen. Auch die zahlen Kita, Schule, Uni mit. Auch die bezahlen einen dicken Batzen der Krankenversorgung für Kinder mit. Sie zahlen sogar ganz offiziell einen überproportionalen Teil der Pfelgeversicherung für Eltern, sie begleichen Kindergeld/-freibetrag, Baukindergeld, vergünstigte oder Gratiseintritte in diversen Einrichtungen, Raumverbrauch kinderbezogener Objekte, etc. etc. etc. etc.. Das alles aber ohne von den Freuden zu profitieren, die Kinder einem laut Eltern doch bieten.
Deine Ungleichung ignoriert all das, dabei könnte man je nach Gewichtung der Faktoren sogar behaupten, dass Eltern mal der Gesellschaft mehr zurückgeben müssten. (Was ich an dieser Stelle nicht ernsthaft behaupte, sondern nur als Denkanstoss gebe.)
Und bezüglich der Vergangenheit:
Nein, man kann die alten Fehler nicht ungeschehen machen. Aber man kann und sollte imho denjenigen, die sie begangen haben (und das ist in einer Demokratie die Mehrheit), durchaus eine gewisse Beteiligung an den Folgen zumuten. Es geht ja noch nicht einmal um Schadensersatz geschweige denn Strafe, aber bislang haben wir nicht einmal Schadensbeteiligung, sondern stellen die Eigeninteressen der Verantwortlichen über alles andere, belasten sogar die ohnehin schon unter den Folgen Leidenden noch stärker, damit sich die Täter wohler fühlen.
Du machst jetzt hier aber ein Heuschrecken/Ballungsgebietthema daraus. Allgemein betrifft das vor allem aber Eigennutzer im ländlichen Raum und auch da gilt, perspektivisch ist Neubau oftmals günstiger. Es geht ja nicht nur um Dachsanierung, Kellerabdichtung, Außendämmung bis in den Keller, neue Heizung etc., sondern Sanierung heißt generell oftmals dann auch neue Leitungungen, Strom, Rohre, Anschlüsse, Bad, Küche und Co, denn in solch einer Phase würde es kein Sinn ergeben nach Sanierung das dann ggf. 10 Jahre später machen zu müssen, da erscheint es für viele wirtschaftlicher gleich neu zu bauen.
Wenn es nur so "erscheint", aber nicht billiger "ist", sind die Leute halt dämlich.
Wenn es tatsächlich billiger ist, dann liegt das an den von mir beschriebenen Misständen in den Rahmenbedingungen.
Rein materialistisch betrachtet ist eine neue Leitung in einem alten Gebäude eben nicht teurer als eine neue Leitung in einem neuen Gebäude. Das Material bleibt das gleiche, die Verlegemethoden bleiben die gleichen. Genauso kostet die neue Küche keinen Cent weniger, wenn man sie in ein neues Haus stellt, etc.. Selbst das Rausholen der alten Dinge aus dem Bestandsbau ist materialistisch betrachtet BILLIGER, als alles niederzuwalzen und anschließend den Bauschutt sorfältig zu sortieren und zu recyclen.
Aber wir haben eben in Deutschland keine faire Ausgangslage. Besagtes Recycling ist z.B. nur ein Wunschtraum, Deponierung billig und weiter möglich. Umgekehrt wird Arbeitskraft künstlich verteuert, sodass "rausholen" auf einmal doch teurer als "abreissen" wird. Und auch für den Neubau gibt es, obwohl er eine klimatechnische Katastrophe darstellt, keine Strafen, sondern im Gegenteil Förderungen an allen Ecken und Enden, die bei einer Sanierung nicht zugänglich sind. (Inklusive indirekter über die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. So gibt es z.B. mit "1 Jahr alten Steinen, die aufgeschichtet rumstehen" aka "Neubau" als Garantie,
grundsätzlich viel günstigere Kredite als mit "100 Jahre alten Steinen, die aufgeschichtet rumstehen" aka "Altbau", obwohl 100 Jahre rumstehen einem Stein gar nicht schadet und an dieser Stelle noch kein einziger qualitativer Unterschied betrachtet wurde.)
Der Neubau
ist also nicht günstiger. Er wird günstiger
gemacht.
Jedenfalls für den Eigentümer. Am Ende müssen die realen Kosten natürlich trotzdem bezahlt werden, nämlich von der Gesellschaft. So werden Leute, die das Klima besonders heftig schädigen, mit einer besonders tollen (Neu-)Immobilie belohnt auf Rechnung von Leuten, die sich nie ein Haus werden leisten können. Die perfekte Synthese aus Klimaschädigung und Umverteilung von unten nach oben.
Ich hatte weiter oben Studien und Untersuchungen gepostet, dass das auf den größeren Teil des Alt-Bestandes nicht zutrifft.
Ich habe nur die ersten Zeilen überflogen und da wurden schon wieder künstlich geschaffene ökonomischen Rahmenbedingungen ("lässt sich nicht rentabel darstellen") mit technischen Möglichkeiten bunt gemischt, um ein bestimte Narrativ zu verbreiten. Wenn zufällig doch in einem der Links mehr als Propaganda stehen sollte: Bitte noch einmal mit gezielter Angabe des Abschnitts posten, dann nehme ich mir nochmal Zeit dafür. Bis dahin bleibe ich bei meiner Aussagen. Auch in Altbauten ist in aller Regel Platz für größere, oberflächenstarke Heizkörper. Und das ist alles, was es braucht, um eine niedrige Vorlauftemperatur und damit Wärmepumpentauglichkeit zu erreichen. Eine Fußbodenheizung, wie von dir mehrfach behauptet, ist definitiv keine technische Voraussetzung, sondern lediglich ein lange/unter gewissen ökonomischen Rahmenbedingungen gewünschter Optimalfall.
Technisch streitet glaube ich niemand ab, es geht um die Wirtschaftlichkeit. Dazu hatte ich auch einige Quellen gepostet aus den das klar hervorgeht.
Insbesondere du hast mehrfach behauptet: "Es geht nicht"- Das ist eine technische Aussage zu Möglichkeiten - undzwar eine falsche Aussage.
Das ökonomisch richtige Gegenstück wäre "es lohnt sich derzeit nicht" und das ist eine komplett andere Aussage, aus der sich komplett andere Schlussfolgerungen ergeben. Denn was sich lohnt und was nicht, hängt vor allem von den politischen Rahmenbedinugungen ab. Würden Energieträger nicht gemäß Lobby- und Wählergruppengunst besteuert, sondern ALLE gemäß CO2-Ausstoß, dann würde die Ökonomie (endlich) die beschriebenen technischen Möglichkeiten wiederspiegeln und schon würde sich eine Wärmepumpe gegenüber Gas- oder gar Ölheizung sehr wohl lohnen.
(Wenn auch nicht so sehr wie eine Isolierung, siehe oben. Das ist auch der Grund, warum ich gegen punktuelle Förderungen und Verbote wie beim Heizungsgesetz bin und für einen freien, marktbasierten Ansatz durch Einpreisung aller relevanten Faktoren.)
Ohne die Studie gelesen zu haben aber ich glaube gemeint ist nicht unbedingt der Einkommensunterschied der zweifelsfrei in Arbeit größer ausfällt als wenn man Bürgergeld empfängt, gemeint scheinen eher die Gesamtkosten mit Wohnkosten, Bildungskosten etc zu sein,. Kann es sein, dass es da einen GAP gibt, wo man gerade mit Kindern mehr bekommt als wenn man kurz darüber liegt und selber arbeiten muss?
Nein, dass ist komplett ausgeschlossen. Selber arbeiten bringt einem unterm Strich immer ein zusätzliches Einkommen. Genauer: 100 € + 20% des Einkommens bis 520 € + 30% des Einkommens bis 1000 € + 10% des Einkommens bis 1500 € (bis 1200 € ohne Kinder). Man ist dann so lange Aufstocker, bis der Anspruch an Unterstützung auf 0,00 € gefallen ist (und dann schließt sich i.d.R. noch eine Phase an, in der man stattdessen/zusätzlich Wohngeld bekommt). Da man um 1,00 € an Unterstützung zu verlieren, aber 1,xx € mit x>0 dazu verdienen muss, bleibt unterm Strich immer ein Netto-Plus von xx beim Einkommen.
Was ggf. passieren kann: Das man, um der scheiß Bürokratie zu entgehen, die man als Aufstocker halbjährlich bewältigen muss, schon deutlich vor Erreichen der 0,00 € freiwillig auf HartzIV verzichtet. Weil es einem die 50 € im Monat einfach nicht wert sind.
Was immer passiert: Die Anrechnung ist, wie beschrieben, verdammt steil. Wenn die alleinerziehenden-Familie z.B. 1500 € Anspruch = Einkommen bei 0 h Arbeit/Woche hat, dann werden daraus mit 20 h Arbeit je 12 € 1000 € Lohn + 828 € Restanspruch. Unterm Strich also mehr in der Kasse, aber nur 328 € mehr und dafür 20 h + Arbeitswege = 30 h außer Haus pro Woche. Auf 30 h Arbeit = 40 h außer Haus und 1500 € hochzugehen würde sogar nur weitere 50 € Netto in die Kasse bringen. Ohne staatlich bezahlte Kita also absolut unpraktikabel. Auf die wiederum hat man erst Anspruch, wenn man den Job und somit den Bedarf hat - aber weist du, wie lange es dauern kann, einen Kitaplatz zu bekommen und wie lange Arbeitgeber, die eine x-beliebige Hilfskraft suchen, bereite sind zu warten?
Nimmt man noch Mehrkosten für den Weg zu Arbeit und ggf. Verfplegung vor Ort drauf, deren Verrechnung erneut ein Bürokratiemonster wäre, erhält man Bedingungen, unter denen die meisten Hartzer maximal halbtags/520-€-Job gehen. Es ist sinnvoller, die restliche Zeit lieber in weitere Bewerbungen auf vernünftige Jobs zu investieren, anstatt sich jeden Tag von einer Scheißstelle mit verdammt wenig nach Hause zu schleppen.
Ich fordere schon seit Ewigkeiten, dass die Anrechengrenzen deutlich angehoben werden müssen. Z.B. 200 € Freibetrag, 50% Anrechnung bis 800 €, 30% Anrechnung bis 2000 € (Singles wären dann schon aus dem Bedarfsbereich raus). Aber außer diesem paradoxen 30%-Einschub hat die Umbennung in "Bürgergeld" keine Fortschritt gebracht. (Als ich in der Situation war, waren es noch 20% bis 400 €, die man behalten durfte und ab da direkt 10%)