Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Der Staat könnte dafür sorgen, dass sie zumindest am Anfang für viele erschwinglicher sind.
Woanders hat er ja auch genug Geld für Subventionen.
Wohin das führt hat man nach Abschaffung der Subvention gesehen. Die Subventionen wurde bis dahin einfach auf die UVP aufgeschlagen und von den Konzernen eingesackt. Danach konnten die Konzerne plötzlich selbst Rabatte in derselben Höhe geben. Für den Verbraucher wurde durch die Maßnahme nichts günstiger.

Erinnerst Du Dich evtl. noch an Lindners Spritpreisbremse? Das war genau so ein Erfolgsmodell.
 
Wohin das führt hat man nach Abschaffung der Subvention gesehen. Die Subventionen wurde bis dahin einfach auf die UVP aufgeschlagen und von den Konzernen eingesackt. Danach konnten die Konzerne plötzlich selbst Rabatte in derselben Höhe geben. Für den Verbraucher wurde durch die Maßnahme nichts günstiger.

Erinnerst Du Dich evtl. noch an Lindners Spritpreisbremse? Das war genau so ein Erfolgsmodell.
Die E-Autos müssen auf jeden Fall günstiger werden. Sonst verkaufen die sich kaum.
 
Da gebe ich Dir Recht. Aber das wird man mit Subventionen nicht (nachhaltig) erreichen. Bsp. VW: Da ist der Wasserkopf einfach viel zu groß und das ganze Unternehmen viel zu träge um auf dem, mittlerweile veränderten, Weltmarkt mitzuhalten.
 
Dann solltest du mal erklären warum der Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos so gut wie nicht vorhanden ist, wenn man mal in die Masse der Fahrzeuge anschaut.
Z.B die älteren ID 3 oder auch BMW i3 weit kein Mensch los, den alten I3 sieht man so gut wie gar nicht mehr.
Weil es gar keine Massen an E-Gebrauchtwagen in diesem Bereich gibt? Warum auch? Fahren die Teile mitunter doch sehr weit über 100.000 KM ohne großartige Verschleißerscheinungen.
Aber das wird man mit Subventionen nicht (nachhaltig) erreichen.
Mit Subventionen versucht man aus China aber unsere Hersteller in Europa zu plätten. Wie ist da dein Konzept, diesen Industriebereich zu schützen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit Subventionen versucht man aus China aber unsere in Europa Hersteller zu plätten. Wie ist da dein Konzept, diesen Industriebereich zu schützen?
Warum zitierst Du nur den halben Post? Wie wäre es mit Abbau und Verschlankung der seit Jahrzehnten fett gewordenen Struktur bei den deutschen Autobauern? DANACH kann kann immer noch über Subventionen auf Kosten des Steuerzahlers nachdenken.
 
Warum zitierst Du nur den halben Post?
Weil ich den Teil nicht für relevant befunden habe.

Witzigerweise kenne ich jemanden, der ziemlich tief im Controlling von VW drinsteckt. Der sagt mir, dass es nur mit sparen nichts werden wird. Er sagt, dass es zwar Angestellte gibt, die sechsstellig verdienen und keiner weiß, was die eigentlich machen, aber das macht am Ende nicht den Kohl fett. Er meint, dass das Problem bei VW - und mMn damit auch Problem aller anderen Hersteller außerhalb von China - eine falsche Strategie in den letzten Jahren war. Anstatt E-Autos für die Masse zu entwickeln, da hat man sich auf den Oberklassemarkt gestürzt. Oben absahnen, damit man unten dann später den deutlich weniger lukrativen Kleinwagenmarkt irgendwie mitnimmt. Nur ging die Rechnung nicht auf. Man hat nicht passend entwickelt. Man hat sich sogar auf der Subvention der Kaufprämien ausgeruht. Anstatt das Geld in die Entwicklung zu stecken, da hat man lieber fette Dividenden gezahlt.

Es ist ja nicht so, dass das Problem erst in den letzten 2-3 Jahren entstanden ist. Den Managern dieser Konzerne sollte schon seit mind. 10 Jahren bewusst gewesen sein, wohin die Reise geht. Den muss auch klar gewesen sein, welche Folgen die Joint-Venture-Pflicht auf dem chin. Markt haben werden. Das war denen aber egal, weil die sich nur den Aktionären verpflichtet gefühlt haben.

Nun hat man den Salat. Will man da raus, dann muss man einen Ausgleich schaffen. Aber nicht, in dem man Arbeitnehmer schröpft, sondern das Problem an der Wurzel packt, und endlich selber vor den Wind kommt. Die Mobilität der Zukunft ist in absehbarer Zeit batterieelektrisch angetrieben. Da kann man unken und murren, wie man will. Realitätsverweigerung wird da nicht helfen.
 
Ergo der Gebrauchtpreise ist nicht im Keller und von den Autos welche sich verkauft haben gibt es eben auch Gebrauchtangebote.
Wobei die Zoes auch oft noch das Thema Batteriemiete mit sich Rum schleppen.
Dass die Zoe so teuer sind, liegt anb der Akku Miete. Bei dem Modell trägt der Händler die Kosten, nicht Renault (hab ja 3 Jahre lang einen gefahren). Und der Händler schlägt jetzt den Akku Preis drauf, was die Autos unattraktiv macht, weil nebenan ein Verbrenner Clio steht, der deutlich günstiger ist und das gleiche bietet.
Man kann es drehen und wenden wie man will: neue Technolgie wird sich immer von selbst durchsetzen wenn sie tatsächlich unterm Strich für die Menschen von Vorteil ist. Das ist das E-Auto für die Meisten einfach nicht. Staatliche Zwänge ändern daran nichts.
Staatliche Zwänge braucht es aber, wenn man bis 2050 CO2 neutral werden will. So lange hin ist das nicht mehr.
 
Zwänge ja, aber sozial gerecht. Momentan fördern wir die Wohlhabenden und bestrafen die normalen Arbeitenden.

Die Klientelpolitik für ihre besserverdienenden Wähler haben die Grünen auf ein Level getrieben, bei dem die FDP neidisch wird.


Förderung Solardach für EFH
Förderung WP für EFH..
Förderung Wallbox für EFH
Förderung Lastenrad...

Das ist so Klientel bezogen, dass die FDP weinen muss.
 
Förderung Solardach für EFH
Gibt es nicht. Jedenfalls nicht alleine für sich vom Bund und ansonsten allenfalls als Miniförderung in Gemeinen und Kommunen.

Was es gab, bis 2024, wo auch die Wallboxförderung ausfiel, als man bei einer gleichzeitigen (!) Kombi aus Solaranlage, Speicher, Wallbox und eines bestellten E-Fahrzeuges eines für einzelne Teile Geld bekommen konnte. Allerdings gab es auch Förderungen für Wallboxen für MFH.

Förderung WP für EFH..
Förderung WP für ALLE ... inkl Vermieter von MFH!

Förderung Wallbox für EFH
Ist Anfang 2024 ausgelaufen. Galt aber auch für Vermieter von MFH pro Ladepunkt.

Förderung Lastenrad...
Der AG meiner Frau fördert auch E-Lastenräder und E-Bikes ganz allgemein.
 
Frankfurt am Main zieht nach 1 Jahr Billanz, zu seiner Waffenverbotszone, im Frankfurter Bahnhofsviertel und wertet es allgmein als einen Erfolg (solange es eben nicht nur ein Verbot gibt, sondern auch entsprechend intensiv kontrolliert wird).

Was aber auffällt, schaut man sich die präsentierten Messer (bei Minute 1:53) an, sind mindestens um die 50% bis 60% davon Küchenmesser und Taschenmesser, welche grundsätzlich nicht durch das verschärfte Waffengesetz erfasst werden (abseits der Verbotszonen).

Es zeigt sich also an der Stelle das der plumpe Aktionismus, was man beim Messer als Waffe definiert im Grunde mal wieder völliger bullshit ist.
Wer vor hat ein Messer als Waffe zu verwenden scheißt dadrauf ob Klappmesser und Jagdmesser verboten sind, da Küchenmesser genauso funktionieren und nahezu überall (selbst oft im Supermarkt an der Ecke) frei erhältlich sind.

Auch nicht davon sprechen brauchen wir wohl das diese Waffenverbotszone ohne permanente Kontrollen nahezu gar nichts gebracht hätte, was sie ehr nicht zur flächentauglichen Maßnahme macht, außer man möchte nur dafür massiv knappes Personal binden.

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*edit*
Weil ich es gerade auch noch lese:

2023 waren 120 Männer wegen häuslicher Gewalt in Schutzeinrichtungen, 533 mussten abgewiesen werden, weil es keine Plätze gab (Deutschlandweit nur 49 Plätze).
Die Zahlen sind dabei von 2021 80, über 2022 99, auf dann 2023 120 Männer angestiegen:

In nahezu allen Fällen berichteten die Bewohner, psychische Gewalt erlebt zu haben. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle sei es auch zu anderen Formen der Gewalt gekommen.

 
Zuletzt bearbeitet:
Frankfurt am Main zieht nach 1 Jahr Billanz, zu seiner Waffenverbotszone, im Frankfurter Bahnhofsviertel und wertet es allgmein als einen Erfolg (solange es eben nicht nur ein Verbot gibt, sondern auch entsprechend intensiv kontrolliert wird).

Was aber auffällt, schaut man sich die präsentierten Messer (bei Minute 1:53) an, sind mindestens um die 50% bis 60% davon Küchenmesser und Taschenmesser, welche grundsätzlich nicht durch das verschärfte Waffengesetz erfasst werden (abseits der Verbotszonen).

Es zeigt sich also an der Stelle das der plumpe Aktionismus, was man beim Messer als Waffe definiert im Grunde mal wieder völliger bullshit ist.
Wer vor hat ein Messer als Waffe zu verwenden scheißt dadrauf ob Klappmesser und Jagdmesser verboten sind, da Küchenmesser genauso funktionieren und nahezu überall (selbst oft im Supermarkt an der Ecke) frei erhältlich sind.
Nuja, nen Kuli reicht mir auch...oder nen Schraubendreher...oder, oder, oder... :ugly:
 
Wie ich oben schon geschrieben habe ist VW China mehr oder weniger Eigenständig und exportiert NIX ins Ausland, das bleibt alles in China.
Deswegen muss VW da auch keine Strafzölle verhindern...VW will die Strafzölle verhindern wegen...asiatischen Markt für Audi, Porsche, Lambo, Bugatti, Retourkutsche usw...

Kannst ja mal einen aktuellen VW/Audi/etc. nehmen und alles ausbauen, was Made in China ist.
Da bleibt am Ende das Karosserieblech, die Sitze und der Motorblock übrig. Wenn du Glück hast. Wenn du einen z.B. in Russland gekauften VW nimmst, nicht einmal das.

Zugegebenermaßen sind die EU-Strafzölle für VWs Weltmarktproduktion in China egal, aber die Zollgeschichte ist ja auch nur ein Beispiel dafür, dass VW einfach kein "deutscher Hersteller" mehr ist. Umgekehrt stimmt übrigens: Die drei (!) "VW China"s sind so groß, dass sie den dortigen Markt selbständig bedienen. Womit es für VW praktisch egal ist, ob China als Reaktion Strafzölle auf in der EU produzierte Autos erhebt. Mit Ausnahme vielleicht von ein paar Luxusflaggschiffen wird ohnehin nichts in diese Richtung verschifft.

Wo Wiki gerade ein nette Übersicht auf meinen Bildschirm zaubert, hier mal die T-Cross-Produktionsstandorte als Beispiel:
- Pamplona, 272272 Fahrzeuge
- São José dos Pinhais, ca. 200000 Fahrzeuge
- Shanghai, ca. 500000 Fahrzeuge
- Changchun, 511177 Fahrzeuge
- Chakan, 200000 Fahrzeuge
Zum Vergleich: VW Emden als zweitältester/-wichtigster Standort in Deutschland hat eine Kapazität von 146000. Aber wohl nicht mehr lange. Denn das, was diesen Standort am Leben erhalt hat, wurde größtenteils an VW Osteuropa abgegeben. Und was die in den 90ern mal zugeliefert haben, kommt heute eben aus China.


E-Autos sollten schon forciert und vor allem günstiger werden.

Ohne Abstriche beim Akku unmöglich. Und bislang verlangt ein Großteil der Autofahrer eher, dass man bei dem nochmal nachlegt anstatt Abstriche zu machen.


Und genau das ist das Problem. Man hat es ignoriert und auf die lange Bank geschoben. Das ist klar ein politisches Thema aber auch ein Herstellerthema.
Die Lobbyabteilung wollte am Verbrenner festhalten und guckt jetzt blöd aus der Wäsche. Hätte die Lobby das Richtige verlangt, hätte die Politik auch entsprechend reagiert. Das Thema E-Mobilität ist ja weltweit nichts neues. Nur die Deutschen scheuen die Veränderung.

Bullshit. Verglichen mit Toyota, Honda, Kia, Hyundai,... ist VW bei Batterieautos noch vergleichsweise weit vorne mit dabei, hat aber trotzdem viel größere Probleme. Weil sie sämtliche ihrer Modelle, nicht nur die Batterieautos, an den Interessen der Kunden vorbeientwickelt haben. (Was bei der extrem aufgeblähten Palette echt eine Meisterleistung ist. Zeitweilig hat VW weltweit drei verschiedene Passat angeboten, die jeder einzeln für sich entwickelt wurde. Ich hätte keinen einzigen davon als Ersatz für den von mir lange Zeit gefahrenen B5 akzeptiert.)


Die hat ja auch neu kaum jemand gekauft. Wo soll da ein gebraucht Angebot draus werden?

Beim i3 eigentlich recht einfach: Anstatt ihn nicht neu zu kaufen, weil man eine schweine teure Kohlefaserkarosserie bezahlen müsste, könnte man ihn gebraucht gekaufen, weil er z.B. eine garnatiert rostfreie und das Fahrwerk nicht zusätzlich zu den Batterien belasstende Kohlefaserkarosserie hat. Um ehrlich zu sein würde ich nach i3 als erstes gucken, WENN ich ein Batterieauto für den lokalen Einsatz suchen würde.

ABER: Genau da liegt das Problem. Auto "für den lokalen Einsatz" werden praktisch nur als Firmenwagen oder als Zweitwagen an Besserverdiener verkauft. Das hat im Neuwagenmarkt auch bei den Batterieautos leidlich funktioniert, solange dick Steuerzahlergeld verschenkt wurde. Aber einen Gebrauchtwagenmarkt gibt es fast ausschließlich für "Erst- und Einzigwagen", die nicht nur für den lokalen, sondern für alle Einsätze genügen müssen. Und das tun diese Ladenhüter halt nicht. Tesla S100, 3LR, Porsche Taycan,... etc. erzielen dagegen gebraucht locker die Preise eines z.B. Verbrenner-Octavia oder auch -A6, dessen Nutzwert sie bieten. (Zugegebenermaßen ist das immer noch ein extremer Wertverlust gegenüber den absurden Neupreisen, aber die waren halt viel zu hoch. Und es fehlt logischerweise auch die Nachfrage aus der "Dicke-Hose"-Ecke, die sonst Luxuskarossen mit viel Hubraum zu Preisstabilität verhilft.)


Warum keinen VW up als Elektro? Lieber auslaufen lassen...

War ein massiv quersubventioniertes Produkt nur zur Schönung des Flottenverbrauchs. Afaik lagen die Produktionskosten sogar über dem Verkaufspreis, weswegen der Verkauf auch jedes mal angehalten wurde, sobald die Konzernquote für das Jahr stimmte. Hätte man den E-Up mit der üblichen Gewinnmarge in den Showroom gestellt, wäre er dort stehengeblieben.

Warum wird bei Audi der extrem beliebte A2 nicht mehr gebaut, evtl. auch Elektro?

Hier bist du aber mal richtig auf dem Holzweg. Beim diesem Prestigeprojekt hat man die Kosten nämlich eingepreist und deswegen ist er im Showroom stehen geblieben. Beliebtheit? Vielleicht woll(t)en viele einen haben, aber bezahlen wollte (und will) ihn kaum einer. Für einen Volumenhersteller wie Audi inakzeptabel (und in Manufakturarbeit bei Porsche oder so wäre er noch teurer geworden).


Die Klientelpolitik für ihre besserverdienenden Wähler haben die Grünen auf ein Level getrieben, bei dem die FDP neidisch wird.

Förderung Solardach für EFH
Förderung WP für EFH..
Förderung Wallbox für EFH
Förderung Lastenrad...

Das ist so Klientel bezogen, dass die FDP weinen muss.

Die Förderung der Lastenräder ist in ihrer Gesamtgröße so lächerlich, dass nicht einmal die FDP mit der Wimper gezuckt hat, als Lindner sein ok dazu geben musste. Zwei der drei Eigenheim-Förderungspunkte sind Klientelprojekte der Union, die unter Merkel gestartet und unter den Grünen (zu meiner Überraschung) eher noch zurückgedreht wurden, genauso wie die ebenfalls auf Besserverdiener & EFH-Besitzer ausgelegte Batterieautoförderung.

Das einzige, was an deinem Post nicht totaler Bullshit ist, ist die Förderung der Wärmepumpen. Aber mit dem Populismus kommst du etwas zu spät, da Springer dir das Scheißeschmeißen schon abgenommen.
 
Wie lange hat sich VW gegen die E-Mobilität gesperrt und seid wann versuchen sie was zusammen zuschustern? Keine Ahnung aber zu spät.

Weil sie sämtliche ihrer Modelle, nicht nur die Batterieautos, an den Interessen der Kunden vorbeientwickelt haben
Definitiv. Und vor allem am chinesischen Markt vorbei. Die haben nämlich andere Prioritäten als der deutsche. Aber an beiden Märkten haben sie vorbei entwickelt.

Aus der Zusammenarbeit mit Renault und dem Auto für unter 20k€ wurde nichts und Renault hat sich andere Partner gesucht. Man stampft dazu auch noch lieber den E&Up ein.

die jeder einzeln für sich entwickelt wurde.
Weiß ich nicht, kann ich mir aber nur schwer vorstellen. VW baut eine Basis für verschiedene Autos im VW Konzern. Warum sollten die ein Auto mehrfach entwickeln? Skoda, VW, Audi, Porsche: eine Basis, 4 Autos. Da tauschst Du beim VW den Grill und hast nen Audi.
 
Eben nicht, zumindest bei vielen Modellen. Der Audi kriegt eine komplett eigene Karosserie (einschließlich der kompletten einhergehenden Sicherheitsprüfungen, Aerodynamikoptimierungen, etc.), einen komplett eigenen Innenraum (teilweise inklusive eigenem Bedienkonzept), etc.. Und für Skoda noch einmal das ganze Paket, in seltenen Fällen auch noch mal für Seat. Nur Teile des Fahrwerks (nicht aber dessen Abstimmung), die (ggf. eingekauften) Getriebe und die Motoren bleiben gleich. Der Rest muss neu entwickelt werden (okay: kein großer Schritt, also einfach) und getestet werden (in vollem Umfang, da jede Änderung Einfluss haben könnte) und produziert werden (volle Kosten) und vermarktet werden (ditto). Vor der aktuellen ID-Familie, die tatsächlich ziemlich stark auf reine rebadging setzt, würden mir nur die Up-Verwandten einfallen, bei denen VW wirklich mal badge engeneering betrieben hätte. Aber wo haben Superb III und Passat B8 denn außerhalb des Antriebs Gleichteile? Mit dem Audi A4 B9 verbindet sie endgültig nichts mehr und, wie beschrieben, gab es zusätzlich auch noch den Passat NMS in Nordamerika und China - viertes Auto in der gleichen Größen- und Leistungsklasse, wieder mit eigener Karosserie, Sicherheitsausstattung, Innenraum,...

VW hat imho schlichtweg nicht kapiert, worin der Sinn einer Plattformstrategie liegt: Mehrere verschiedene Märkte möglichst mit den gleichen Produkten bedienen. Stattdessen produzieren möglichst viele ähnliche Produkte für den gleichen Markt, haben x-fachen Kosten und machen sich nur selbst Konkurrenz. Respektive, wenn sie bei der Entwicklung und/oder Modellabwandlungen insgesamt sparen wollen, verlieren sie geschlossen gegen die Konkurrenz. Als ich das letzte Mal nach einem neuen Auto gesucht habe, habe ich mir acht Modelle näher angeguckt: Mini, 1er, Mazda 3, Golf, A3, Leon, Rapid und Octavia. Fünfmal VW, davon viermal exakt der gleiche Markt - und der Rapid hatte sogar noch eine komplett eigene Plattform. (Der Nachfolger Scala nicht. Für den hat man eine VW-Plattform genommen. Nämlich die vom Polo. Und in die hat man dann solange Entwicklungsgelder investiert, bis man einen Konkurrenten für den Golf damit bauen konnte :wall: )
 
Staatliche Zwänge braucht es aber, wenn man bis 2050 CO2 neutral werden will. So lange hin ist das nicht mehr.

Dies ist ein überambitioniertes selbstgestecktes Ziel, was eh mittels Nichtmachbarkeit von den nächsten Regierungen nach hinten verschoben wird.
Genauso wie das Verbot von Vebrenner-Neuzulassungen im Jahre 2035.
 
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