Natürlich, wobei es meiner Meinung nach auch nur die Leute was anzugeht, die auch Auto fahren, zumindest auf Straßen, die nur dafür zugelassen sind, sprich Kraftfahrstraßen und Autobahnen.
Es geht alle Leute was an, von deren Geld die Straßen bezahlt werden, auf deren Land die Straßen gebaut werden und in deren Hör-, Sicht- und Atemreichweite der Verkehr stattfindet. Also alle Bürger und Einwohner dieses Landes.
Aber mit seinen komplexen Rückkoppelungen vor allem auf die Wirtschaft und mit den extrem weit verbreiteten Halb- und Unwahrheiten ist das Thema sicherlich ein Musterbeispiel dafür, warum Umfragen oder direkte Demokratie nur Meinungen, aber nicht zwingend auch sinnvolle Lösungen widerspiegeln.
Einfach nur betroffen zu sein, ergibt noch keine qulifizierte Einschätzung.
Bei entsprechender Gelegenheit ist es sinnvoll, ziemlich zügig unterwegs zu sein. Und ja, das lehrt. Rücksichtslos? Auf wen nimmt man denn keine Rücksicht, wenn die Straße leer ist?
Innerorts? Sogenannte "Anwohner". Und selbst Außerorts ist das ein massives Problem, weil ein ambitionierter Krachmacher jegliche Ruhe im Umkreis von 1-2 km vernichten und im Umkreis von 4-5 km Einschränken kann. Und so großräumig findest du dann schnell 10-20-50 Leute, die jeder der Meinung sind "ach, die Straße ist ja gerade frei", sodass aus einem einmaligen, kurzen Störereignis ein Dauerzustand wird. Ich habe ne zeitlang am "Stadtrand" vom Frankfurt gewohnt und ein paar mal versucht, mit dem Fahrrad dem Verkehr zu entkommen. Hat mindestens 30 km in der Ebene und 1 km in der vertikalen (mit zusätzlichen Bergabstrecken dazwischen, versteht sich) erfordert und auch dann war es nur unter der Woche erfolgreich. Am Wochenende stand ich dann quasi beim Motorrad-Soundcheck.
Du fährst nicht oft Bahn, oder? Ein erheblicher Teil der Verspätungszeit summiert sich auf, weil ein minimal zu spät ankommender ICE dann erstmal längere Zeit hinter einem RE oder Güterzug festsitzt.
Tatsächlich ist die mangelnde Fähigkeit der ICEs, genug Zeit gegenüber dem PKW rauszuholen, um die lahme An- und Abreise im Nahverkehr auszugleichen, einer von drei gewichtigen Gründen, warum ich selbst zwischen Großstädten zunehmend häufiger Auto fahre. (Die beiden anderen Gründe: ICE-4-Sitze und die Preise. Wenn ich die Wahl habe, für 300 € mit Rückschmerzen -ohne Zugbindung 500€- oder für 75 € erholt anzukommen, fällt die Öko-Variante selbst bei gleichem Zeitaufwand schwer

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Wo ändern sich denn ständig die Höchstgeschwindigkeiten?
Vor allem Landstraßen, stellenweise auch Autobahnen. Finde ich auch sehr nervig, wenn teils mehrmals pro Minute was anderes gilt, und ich würde mich auch nicht wundern, wenn dass die Unfallgefahr selbst gegenüber einer durchgehend hohen Freigabe steigert. Aber das ist halt deutsche Bürokratie: Wenn ein Kieselstein oder ein Dorfsheriff definiert, dass diese 5 cm keine 100 gefahren werden darf, dann kommt da halt ein 70er-Schilderwald hin. Und 100 m später der gleiche, man kann dem deutschen Autofahrer nicht zumuten die Lage selbst zu beurteilen und konstante 80 zu fahren.
Leider muss ich, wenn ich mir angucke wie Leute heutzutage durch die Fahrprüfung kommen, teilweise zustimmen: Kann man tatsächlich nicht zumuten, würde einen erheblichen Teil derjenigen, die auf die Straße gelassen werden, überfordern.
(Im Ausland übrigens immer wieder schön bei EU-geförderten und deswegen oft deutsch-durchdefinierten Erneuerungen zu sehen: Die kurvige alte Schlagloch-Landstraße ist unbeschränkt = 90 freigegeben und die Italiener fahren 70-80, das 1 m breitere, teils begradigte, sauber frisch EU-asphaltierte Neubaustück ist auf 70 begrenzt und alle fahren 90. In Deutschland wäre erstere gesperrt, letztere Tempo 60 und es gäbe drei Blitzer, wenn das Verkehrsaufkommen rentabel erscheint.

)
Ja, und wenn es darum geht, wie ein Feld zu bewirtschaften ist, fragt man dann den Bauern, der das jeden Tag macht und damit seinen Lebensunterhalt bestreitet oder einen Kunststudendten aus Berlin?
Leider ziemlich oft den Bauern, denn ein Ökologe würde ja unbequeme Antworten geben. Stattdessen werden dann am Jahresende dick Steuergelder reingebuttert, weil der Ertrag nicht passte, um andernorts wenigstens ein Bisschen Natur mit einem Vielfachen an Aufwand zu retten und 10-20 Jahre später vervierfacht sich der Trinkwasserpreis, weil Nitratfiltrierung halt teuer ist.
Langsames Rumgurken macht müde und unkonzentriert, weil es stinklangweilig ist. Stundenlang im Auto sitzen macht allgemein müde und unkonzentriert. Und sorgt für Kopfschmerzen.
Also mich macht stundenlang im Büro rumsitzen deutlich müder und wenn man nicht mehr fahrtauglich ist, muss man das Fahren halt einstellen.