Nö, klingt in der Tat ganz gut. Vielleicht sollte ich auf CAD umsatteln

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Wenn dich 3CAD und hier insbesondere Kollisionsplanung von Medienleitungen in Gebäuden interessieren, die Berechnungen, sprich visualisiert die Schemen müssen natürlich im Vorfeld auch erstellt werden, dann kann das durchaus ein ausfüllender und lukrativer Job sein. Der Personalmarkt hier ist zumindest in Süddeutschland so eng und gut bezahlt, dass sich selbst Leute aus dem Automotive Bereich umschulen lassen.
Und du nimmst keinerlei Vorteile aus deiner bisherigen Tätigkeit, sondern gehst quasi mit dem Hausrat eines Stützeempfängers und nur etwas höheren Rentenansprüchen in eine unbekannte Zukunft, weil du deine Rente mit weiterer Arbeit nicht ausreichend weiter steigern kannst? Klang bislang anders. Erinnere mich da an Immobilienbesitz, ein gewissen Firmeninventar, dass selbst bei Schließung veräußert werden dürfte, etc..
Es ist zunächst eine Grundsatzentscheidung, mit Anfang 60 noch mal woanders neu zu starten.
Ebenso vom Grundsatz völlig unabhängig vom vom vorhandene Kapital.
Und ja, als HarzIV-Empfänger würden wir uns deutlich schwerer tun.
Das Häuschen musste verkauft werden, viel mehr Immo haben wir nicht als das EFH, für dass auch wir immerhin gute 20 Jahre lang abbezahlt haben.
Die erworbenen Renten werden auch nicht alles kompeniseren können.
Ein Verkauf der Fa. alleine würde da nix bringen, ein Planungsbüro hat keinen all zu großen Sachwert.
Ohne ins Detail eingehen zu wollen, vom Prinzip läufts aber so, dass wir die Fa. an die Mitarbeiter für fast Umme abgegeben haben (im Prinzip haben sie in die GmbH anteiliges Kapital angelegt) und für einen bestimmten Zeitraum noch stille Teilhaber sind.
Irgendwie muss das mit der ganzen nicht-nur-HartzIV-Macherei irgendwie gelohnt haben.
Arbeit lohnt sich immer, wenn man weiss, wie man mit Geld umgehen muss.
Reine Sozialausgaben sind nicht alles. Brauchbare Bildung z.B. ist keine deutsche Sozialausgabe, aber auch nur teilweise ein privater Kostenfaktor, in den USA dagegen sehr teuer. Kultur & Co dito. Und vor allem muss man sich auch die Lohnschere angucken, die überhaupt erst den Ausgleichsbedarf angibt.
Völlig richtig.
Die Höhe der Sozialausgaben wird auch über den Bildungsstand gesteuert.
Je höher dieser ist, um so mehr Erwerbstätige, die nicht von Soziallleistungen abhängig sind.
Nur:
Da D. ja wirklich viel Sozialausgaben hat, wäre der naheliegendeste Umkehrschluss, dass das Bildungssystem Kacke ist.
Bevor jetzt alle nicken, die nordischen Länder haben noch höhere Sozialausgaben und werden aber gleichzeitig für ihr Bildungssystem gelobt.
Eine 1:1 Umkehr ist also nicht gegeben. Da spielen noch andere Faktoren eine Rolle.
Ich finde nicht, dass man sowas auf die Verbraucher abwälzen kann.
Alleinig nein, auch nicht behauptet, aber einen maßgeblichen Einfluss hat das schon.
Es geht darum, dass es zwar unfair sein kann, bestimmten Leuten Vorteile zulasten der Allgemeinheit zu gewähren, aber dennoch besser für letztere. Erinnere mich nicht mehr genau, was es war, aber in irgend einem sozialen Bereich wurde mal eine Bagatellklausel eingeführt, unter der vollkommen gerechtfertigte Strafzahlungen nicht mehr eingetrieben werden, weil der Staat vorher für jeden so kassierten Euro zwei Euro an Verwaltungsaufwand hatte. Das Ergebnis war zwar einen Hauch fairer, aber dadurch ging es allen schlechter.
Dank mithilfe anderer Foristen mittlerweile den Sinn verstanden.
Meine Positionierung in Form eines kostenfreien ÖPNVs habe ich ja schon kund getan.
Unbedarft einer Bagatellisierung des Sachvorgangs, lebe ich nun eben in einer moralischen Welt,
in der ich niemals auf die Idee kommen würde, schwarz-kostenlos zu fahren.
Einfach aus dem Grundgedanken heraus, wenn es viele tun, gehen die Ticketprise im jetzigen System zu Lasten aller "Anständigen" hoch.
Unbedarft der vielleicht tatsächlich vorhanden Geldnot des Einzelnen wird hier "egoistisch" ein Solidarsystem zu Lasten vieler ausgenutzt.
_Solidarsysteme funktionieren aber nur dann wirklich gut, wenn sich alle auch an die Spielregeln hallten.
"sofern". Für viele sind die Planungsmöglichkeiten teils ziemlich eingeschränkt.
Umgekehrt trägt jemand, der die letzte 50 Jahre wahlberechtigter Bürger dieses Landes war, eine entsprechende Teilschuld an den heutigen Umständen.
So wie auch alle Nichtwähler oder auch alle Profiteure der jetzigen IST-Situation.
Und all das produziert eben keine Werte, sondern verteilt nur bestehende um. Wachstum auf Kosten anderer ist aber eben nicht endlos.
Die schöne neue digitale Welt ist aber leider eher ein Vermögensumverteilungssytem als denn eine echt Wachstumsmaschine. Ein angedachtes Hilfsmittel ist zu einem System mutiert, dass ganz wenige ganz reich macht.
Alle, die das nicht gut finden, müssten sich komplett aus der SocialMedia und Medienkonsumwelt zurückziehen.
Genau das machen wir.
Dort, wo wir hingehen, gibts kein Mobilfunkempfang und statt TV und streaming und weiss der Teufel was, gibts nur noch Bücher mit echten Blättern.
Wir verabschieden uns aus dem System.