Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Bei uns kannst du alles in Geld umrechnen (einschließlich deines Mangels an Freizeit, es hindert dich ja niemand daran einfach nur halb so viele Tage zu machen) und es wird immer nur übers Geld geredet. .
Es wird sich immer aufgeregt, das die deutschen Autobauer mit den E-Autos nicht ausn Quark kommen. Wie soll denn das werden, wenn ich nur noch meine 40 Stunden die Woche mache? Dann bauen zu wenig Leute noch länger an den Anlagen und er Rückstand wird immer größer.
Zudem würde ich dann eh nzr 2-4 Stunden länger pro Tag im Hotel hocken...bringt mir ja auch nüscht.
 
Der Regelsatz liegt derzeit bei 500 € und wenn ich mich recht erinnere, wohnst und arbeitest du relativ abgeschieden und ländlich.
Das nunmehr seit 10 (?) Wochen abgegebene Büro liegt im Speckgürtel Münchens.


Seit wann kosten da bitte schön die Wohnungen 500 €, sodass man auf 1000 € Stütze pro Nase kommt? Und, mit Verlaub, was ist das für ein Tarif in dem Azubis nach Abzug der Miete mit deutlich unter 600 €, also vermutlich 4xx oder 3xx € im Monat über die Runden kommen und auch noch etwaige ausbildungsbedingte Kosten (war Handwerk, iirc, oder?) sowie den Aufbau eines eigenen Haushalts bestreiten sollen?
Die Azubis bekommen bei (ex)mir ca. 400 € über dem Branchentarif wg. "Müncheneffekt" und damit wir überhaupt Azubis bekommen. Darüber hinaus wird über die Dauer der Lehrzeit kostenlos ein 25 m² Apartment fußläufig zum Büro bereitgestellt, lediglich Telekom und Strom muss selbst berappt werden. Ein Jahresticket für den Münchner MVV ist auch noch für Umme dabei.
Aktuell haben wir 2x Technischer Zeichner/CAD-Fachkraft Ausbildung (Beide wollen danach noch ein entsprechendes Studium draufsetzen), 1x Rechnungswesen, 1x allg. Bürofachangestellte.
Fürn Betrieb mit 16 Vollzeitkräften sind 4 Azubis nicht schlecht, oder?

Aber davon mal abgesehen scheint dir die Kernaussage meines Posts entgangen zu sein: Schuftestet du für dein minimalistisches Hungertuch-Eigentümergehalt jetzt
a) nur damit du später mehr Rente bekommst?
Teils
b) damit du dir jetzt was leisten kannst, später ein wertvolleres Unternehmen besitzt dank dessen du (oder deine Nachkommen) sich was leisten können, etc.?
Hat sich erledigt.
Frau und ich verlassen demnächst Europa, Nachkommenschaft hat andere Interessen.
Falls nicht eindeutig und ausschließlich Antwort a: Was würde sich also für Leute wie dich ändern, wenn du weniger Rentenansprüche unter sonst gleichen Bedingungen bekommen würdest? Machst du dann wirklich von heute auf morgen den ganzen Laden dicht, schmeißt alle Vorteile die du bislang zusätzlich genießt (und seien sie noch soweit vom 500-PS-Boot weg), fährst statt Skoda gebrauchte Dacias und lebst von Stütze?
In dem Post, auf dass ich geantwortet habe, wurde genau dieses Szenario gemalt, aber das klingt mir nach reichlich Bullshit.
In der Tat habe ich alles hingeschmissen und steige komplett aus
/sign. Aber jede Wette, dass sollte das jemals kommen, gleich drei extra Fonds mit einem 10000 Mann starken Verwaltungswasserkopf geschaffen werden müssen, damit sich der zuständige Politiker damit brüsten kann, das Geld "für X" ausgegeben zu haben.
Wenns nur reicht -Verwaltung ist grundsätzlich höher angesiedelt als Umsetzung
Typische Folge zu großer sozialer Spaltung.
Wenn Person A) für wenig bis gar nichts tun sehr gut leben kann und Person B) für einen durchschnittlichen oder leicht überdurchschnittlichen Arbeitsaufwand in Saus und Braus leben kann, während Person C) Mühe hat, mit einem Vollzeitjob überhaupt über die Runden zu kommen, ihren Lebensstandard stetig sinken sieht und keinerlei Hoffnungen hat, sich selbst oder zumindest ihre Nachkommen auf legalem Wege aus dieser Schleife herauszubekommen, dann steigert dass die Zahl derjenigen, die eine extralegale Alterantive wählen. Und sowohl die Zahl der As, die Zahl der Bs als auch ganz massiv die Zahl der Cs nimmt in Deutschland seit Jahrzehnten stetig zu. Irgendwann kann eine kritische Grenze erreicht werden und dann wird das für alle ein unschöner Ort zum Leben, nicht nur für die Armen.

Der Gesellschaftsvertrag, der das bislang verhindert, beruht darauf, dass jeder eine faire Chance zur Teilhabe am Gesamtwohlstand bekommt.
Es war sogar explizit die Angst vor einer kommunistischen Revolution unter Enteignung der Reichen (also aus Sicht des vorhers illegaler Aktivitäten), die zur Einführung von Sozialsystemen in Deutschland geführt hat.
Genau genommen stoße ich ins gleiche Horn, auch wenn man es nicht sofort sieht.
Wenn ich hier keine "Extremposition" pro Wirtschaft einnehmen würde, würde es ja gar keine Diskussion geben.

Und ja, "Fair" und "Generationenvertrag" und alle artverwandten Schlagworte:

Die Schieflage Arm-Reich in der Gesellschaft ist ja kaum mehr zu übersehen.

Guggt man sich die Sozialausgaben in Relation zum nationalen BIP an, kommt gefühlt weder in D. , noch in z. B. Spanien oder Italien das Geld "auf die Räder", in Schweden oder Schweiz schon eher, obwohl in Realtion niedrigere Ausgaben.
Und nein, auch die USA sind da kein Vorbild, 23% zu 26,7% ist kein gravierender Unterschied, aber in den USA gibt es in % ungleich mehr arme Menschen.
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Das Kernziel muss doch zwangsläufig sein, so viele Menschen wie nur möglich in lohnenswerte Arbeit zu stecken.

Dafür aber muss auch die Gesellschaft per se ihren Beitrag leisten.

Diese Selbstverständlichkeit, dass der Pizzabote im Niedriglohnsektor oder auch der amazon-auslieferfahrer nix verdienen darf und die Leistung quasi für umme erbracht werden soll geht eben auf die Dauer nicht.

Darin enthalten ist jetzt einerseits massive Kritik an z. B. amazon mit Billiglohnpolitik aber auch massiver Verbraucherkritik der von mir verachteten "geiz-ist-geil-mentalität.

Ganz ehrlich: Wer eine Netto-Einkommenserhöhrung von schätzungsweise 1000 bis 1500 € gegenüber Stütze ablehnt sitzt entweder vor einem richtigen Scheißarbeitgeber oder er ist bei der Arge nur übergangsweise gemeldet, bis seine reellen Aussichten auf einen wirklich guten Job gewandelt sind.
Nun, da ich bis Dato das Büro eher basisdemokratisch geführt hatte und die meisten Mitarbeiter 10 Jahre oder länger mit dabei sind, glaube ich nicht zwangsweise, dass es nur an mir liegt :)


Das mag für dich die Kernfrage der Gerechtigkeit sein. Die für die Gesellschaft schwerwiegendere Frage ist aber: Wieviel mal kann man es sich erlauben, 2-3 € Ticketpreise nicht zu kassieren, ehe dass die Folgekosten und ggf. -schäden durch einen Obdachlosen wieder aufwiegt?
Den Satz verstehe ich jetzt nicht
Jemand, der 40 Jahre malocht hat, bekommt immer noch mehrere 100 € mehr im Monat (nämlich den anrechnungsfreien Teil seiner Rente, die bei 40 Beitragsjahren nicht unerheblich sein sollte) als die Stützebezieher,
Mit "mehreren" hundert Euro kann man aber heute nicht mehr würdig im Alter leben.
denen du traumhaftes Leben nachsagst.
Ich sage denen kein traumhaftes Leben nach.
Nur völlige Gleichgültigkeit, wer denn genau für "ihr" Geld aufkommen soll und wer verdammt mal, denen den popo putzt, wenn die dann mal 70 oder so sind.
Du bescheinigst ersterem "Altersarmut"? Dann ist letzteres "extreme Jugendarmut". Und ohne bereits bestehenden Haushalt und Rücklagen trifft einen Einkommensarmut mindestens genauso hart.
Beides ist ein Thema.
Während aber der alte Hilfsarbeiter nix mehr dagegen tun kann, hat der junge - sofern er eine Chance bekommt - durchaus die Möglichkeit, einen Lebensplan zu entwickeln.




Wer das leben von Hartz IV als positiv beschreibt hat jeden Bezug zur Realität verloren.
Sofern du mich meinst:
Das tue ich nicht.

Überraschung - ich kann sogar sehr gut zw. "unverschuldet/perspektivlos" und "ausnutzend" unterscheiden. :)

Man mag es kaum glauben - Einsetzen tue ich mich für die Ersteren, die Zweiteren sind mir egal aber auch nicht unterstützungswürdig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Satz verstehe ich jetzt nicht
Ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen.
Was richtet mehr Folgeschaden an, x mal 2-3 Euro für ein ÖPNV-Ticket nicht zu kassieren, oder über Zeit X einen Obdachlosen zu haben, welcher für die Gesellschaft komplett "verloren" ist.

Also folglich, ab welchen Punkt richtet es mehr Folgeschaden an den Preis für ÖPNV-Tickets nicht zu kassieren, bevor es den Folgeschaden eines Obdachlosen aufwiegt. ;)
 
Ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen.
Was richtet mehr Folgeschaden an, x mal 2-3 Euro für ein ÖPNV-Ticket nicht zu kassieren, oder ein Obdachloser, welcher für die Gesellschaft komplett verloren ist.

Also folglich, ab welchen Punkt richtet es mehr Folgeschaden an den Preis für ÖPNV-Tickets nicht zu kassieren, bevor es den Folgeschaden eines Obdachlosen aufwiegt. ;)
Hmmm... also der Obdachlose ist jetzt eher ein kleineres Problem.

Nur Stichprobe, keine Verallgemeinerung - die meisten von mir wahrgenommen Schwarzfahrer in München sind irgendwas zw. 14 und 30 Jahre Jung, zu 80-90% männlich, quer durch alle sozialen Schichten und fallen beim Erwischt werden durch Pöbeleien und Sachbeschädigung im Nachgang auf.
 
@compisucher Selbst wenn man nur annimmt das jeder Obdachlose, wäre er nicht obdachlos, 20 Jahre lang monatlich 500 Euro an Abgaben und Steuern abdrückt ist das ein finanzieller Verlust, für die Gesellschaft, von Minimum 120.000 Euro.

Das musst du pro Kopf mit einem Schwarzfahrer erst einmal wieder aufholen.
 
Sofern du mich meinst:
Das tue ich nicht.

Überraschung - ich kann sogar sehr gut zw. "unverschuldet/perspektivlos" und "ausnutzend" unterscheiden. :)

Man mag es kaum glauben - Einsetzen tue ich mich für die Ersteren, die Zweiteren sind mir egal aber auch nicht unterstützungswürdig.
Und wer entscheidet wo der Unterschied liegt? Abgesehen davon kennt die Absicherung des Existenzminimums keinen anderen Maßstab als die Bedürftigkeit. Die Menschen am unteren sozialen Rand werden schon genug gequält, es wäre besser sie aus dem Generalverdacht der Faulheit zu nehmen und jeder Bürgerin*jedem Bürger ein bedingungsloses Bürgerinnengeld zu zahlen.

Das Schwarzfahren ist nun auch kein Thema. Das Bußgeld der Ordnungswidrigkeit muss sich eben am Einkommen bemessen. Menschen in prekärer Situation zahlen dann eben kein Bußgeld.
 
Die Diskussion bzgl. Schwarzfahren kann man von meiner Perspektive aus beenden, da ich die Grundeinstellung habe, dass im Zuge der Verkehrswende der ÖPNV kostenlos für alle Bürger gestaltet werden sollte und im Gegenzug im urbanen Raum der Individualverkehr unerschwinglich bzw. extrem restriktiv werden sollte - egal für welche Einkommensschicht.

Da ich aus meinem persönlichen Umfeld tatsächlich einen kenne, der mehr oder weniger Obdachlos ist.
(kommt eben immer bei bekannten oder Verwandten unter)
Der Alkohol ist echt teuflisch und hängste ein mal an der Flasche (im betreffenden Fall auf Grund eines persönlichen familiären Verlustes) ist man ganz offensichtlich im ewigen Teufelskreis gefangen.
 
Die Menschen am unteren sozialen Rand werden schon genug gequält, es wäre besser sie aus dem Generalverdacht der Faulheit zu nehmen und jeder Bürgerin*jedem Bürger ein bedingungsloses Bürgerinnengeld zu zahlen.
Gibt es doch schon. Aber bedingungslos sollte es nicht sein. Wer gesund ist und arbeiten kann sollte auch arbeiten gehen. Sofern zumutbare Jobs zur Verfügung stehen.
 
Gibt es doch schon. Aber bedingungslos sollte es nicht sein. Wer gesund ist und arbeiten kann sollte auch arbeiten gehen. Sofern zumutbare Jobs zur Verfügung stehen.
Warum? Da sind wir wieder bei der Frage de Zumutbarkeit. Abgesehen davon finde ich einen Lebensentwurf ohne sich der Knechtschaft der Erwerbsarbeit zu unterwerfen sehr ansprechend.
 
Nur Stichprobe, keine Verallgemeinerung - die meisten von mir wahrgenommen Schwarzfahrer in München sind irgendwas zw. 14 und 30 Jahre Jung, zu 80-90% männlich, quer durch alle sozialen Schichten und fallen beim Erwischt werden durch Pöbeleien und Sachbeschädigung im Nachgang auf.
"von dir wahrgenommen" ist hier der Knackpunkt.
Es geht nicht um einen Jugendliche´n, der motzt, weil er beim Schwarzfahren erwischt wurde.
Es geht um die, die sich die paar euro für das Ticket nicht leisten können.
Deswegen bin ich auch für den kostenlosen Nahverkehr. Finanzieren kann man das mit Pkw Maut in Innenstäten, Maut für alle auf Autobahnen, höhere Treibstoffpreise, Extra Abgabe für teure, viel zu große Autos.
Wer meint, einen 3 Tonnen SUV fahren zu müssen, muss eben extra bezahlen.
 
Ertragswert wäre es, wenn man das ewige Wachstumsgeschwafel beenden könnte.
Ja das ist Quatsch. Der allgemeine Wohlstand ist nicht ewig haltbar.
Und wenn die Arbeitlosigkeit wieder steigt gibt es weniger Einzahler in das Sozialsystem.
Dann muß der Staat entweder:

  • Geld von woanders abzweigen
  • Sozialausgaben kürzen
  • Oder mehr Schulden aufnehmen
 
Warum? Da sind wir wieder bei der Frage de Zumutbarkeit. Abgesehen davon finde ich einen Lebensentwurf ohne sich der Knechtschaft der Erwerbsarbeit zu unterwerfen sehr ansprechend.
Dann musst man sich aber auch damit abfinden, das für diesen Lebensentwurf nur noch die Haushaltsabfallüberreste jener zu Verfügung stehen, die für ihren eigenfinanzierten Lebensentwurf hart malochen müssen.
Wenn es nach mir gehen würde, wäre die Dauerheimat dieses Lebensentwurfs dann unter der Brücke.
Das fände ich dann durchaus zumutbar.




Du kannst auf einem Planeten mit endlichen Rohstoffen kein unendliches Wachstum plakatieren.
Das scheint vor allem die FDP nicht zu verstehen.
Vor allem, wenn 8 Milliarden Menschen den Lebensstil der Westeuropäer wollen.
Na ja, der "Reichtum" ist ja schon seit Längerem nahezu völlig rohstoffunabhängig.
Bei vielen Börsenwerten steht nur ein Bruchteil an materiellem Wert dahinter, digitale Währung ist genau genommen gar nix wert.
Digitale Plattformen sacken Billionen an Geld nur über Werbung und Mitgliedschaften ein.
Des Menschen derzeit teuerstes Gut, das smartphone, produziert global zw. 4-7% CO2 Ausstoß (je nach Statistik) und nascht fast ebenso viel an Primärenergie - ganz großes Kino.

Wachstumstreiber der letzten 50-70 Jahre in nahezu jedem Land der Erde war im Prinzip alle, wo indirekt oder direkt hintendran fossile Energieträger waren.

Und klar, unendliches Wachstum geht nicht sich nicht aus.
Die Werte/das Vermögen werden/wird mutmaßlich noch immaterieller, in wie weit und wie lange daraus noch Wachstum im Sinne Wohlstand für alle generiert werden kann - keine Ahnung...


Der Fokus "FDP" ist global irrelevant, weil von 8 Mrd. Menschen grob 7,99999 Mrd. deren Meinung gar nicht interessiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na ja, der "Reichtum" ist ja schon seit Längerem nahezu völlig rohstoffunabhängig.
Bei vielen Börsenwerten steht nur ein Bruchteil an materiellem Wert dahinter, digitale Währung ist genau genommen gar nix wert.
Digitale Plattformen sacken Billionen an Geld nur über Werbung und Mitgliedschaften ein.
Darum geht es doch gar nicht. Börsenwerte sind völlig egal.
Es geht um den Lebensstil. Jeder Mensch würde gerne so leben wie der Westeuropäer.
Dafür gibt es aber nicht genug Ressourcen. Geschweige denn dass der Planet das überhaupt schafft.
Wachstumstreiber der letzten 50-70 Jahre in nahezu jedem Land der Erde war im Prinzip alle, wo indirekt oder direkt hintendran fossile Energieträger waren.
Wachstumstreiber ist vor allem die Stabilität.
Ein Land oder Region, das ständig im Krieg ist, kann keinen Wohlstand generieren.
Dass der Energiebedarf immer weiter steigt, ist auch klar. Die Entwicklung einer Gesellschaft, bzw. Zivilisation kann man durchaus am Energiebedarf erkennen.
Dabei sind fossile Energieträger natürlich sehr günstig gewesen. Keine hat ja jemals die Umweltschäden mit eingepreist.
Und klar, unendliches Wachstum geht nicht sich nicht aus.
Die Werte/das Vermögen werden/wird mutmaßlich noch immaterieller, in wie weit und wie lange daraus noch Wachstum im Sinne Wohlstand für alle generiert werden kann - keine Ahnung...
Die Frage ist meiner Meinung nach eher die, wie man Wohlstand definiert
Ist Wohlstand das neueste Smartphone oder das große Auto zu besitzen und jährlich Urlaub an exotischen Orten machen zu können?
Für mich ist Wohlstand Sicherheit für meine Mitmenschen, gesunde Lebensgrundlage und eine große Artenvielfalt.
Ich hab meine Wiese am Fluss seit mehreren Jahren nicht mehr gemäht.
Letztens hat meine Frau ein Rehkitz dort entdeckt. Es wartete auf seine Mutter.
Eine Familie Hasen liefen herum. Schon lustig, wenn die Ohren länger sind als der Rest des Körpers.
Dazu höre ich abends wieder Grillen. Die waren über Jahre verschwunden.
Wohlstand ist auch, dass man die Vielfalt des Lebens sehen kann und es einem gut geht (also nicht hungern muss, Zugang zu sauberen Trinkwasser hat, ausreichend Wohnraum zur Verfügung hat und Zugang zu Bildung, bzw. freien Informationen hat).
Mir ist dein Denken zu materiell.
Der Fokus "FDP" ist global irrelevant, weil von 8 Mrd. Menschen grob 7,99999 Mrd. deren Meinung gar nicht interessiert.
Ich zitiere nur das Credo der Neoliberalen. Das beschränkt es ja nicht nur auf die FDP. Solche Leute sind weltweit verbreitet.
Erdogan fliegt ja gerade sein Neoliberalismus um die Ohren, wenn ich mir da die Inflation anschaue. Jetzt steigen dort die Zinsen und die Steuern werden erhöht. Also nix mehr mit Neoliberalismus.
 
Darum geht es doch gar nicht. Börsenwerte sind völlig egal.
Doch, irgendwoher muss das Geld kommen, mit dem man Wohlstand bekommt - sofern die Gegenware vorhanden ist.

Es geht um den Lebensstil. Jeder Mensch würde gerne so leben wie der Westeuropäer.
Yo, mei, da kann man geteilter Ansicht sein.
Mir ist es hier viel zu eng geworden.

Dafür gibt es aber nicht genug Ressourcen. Geschweige denn dass der Planet das überhaupt schafft.
Das sehe ich anders.
Es ist eher eine Frage der Zuteilung.
Rein theoretisch kannste alle Menschen auf dem Planeten auf dieses ungefähre Standardniveau heben.
Gut, vielleicht wären dann alle auf dem Wohlstandsniveau von Albanien oder Tunesien oder so, aber vom Prinzip her würde es 70-80% der Weltbevölkerung dann besser gehen.
Meines Wissens fängt die kritische Menschenmasse bei knapp oberhalb von 10 Mrd. an.

Wachstumstreiber ist vor allem die Stabilität.
Ein Land oder Region, das ständig im Krieg ist, kann keinen Wohlstand generieren.
Dass der Energiebedarf immer weiter steigt, ist auch klar. Die Entwicklung einer Gesellschaft, bzw. Zivilisation kann man durchaus am Energiebedarf erkennen.
Dabei sind fossile Energieträger natürlich sehr günstig gewesen. Keine hat ja jemals die Umweltschäden mit eingepreist.
Zweifellos - siehe Example par excelence - China
Die Frage ist meiner Meinung nach eher die, wie man Wohlstand definiert
Ist Wohlstand das neueste Smartphone oder das große Auto zu besitzen und jährlich Urlaub an exotischen Orten machen zu können?
Für mich ist Wohlstand Sicherheit für meine Mitmenschen, gesunde Lebensgrundlage und eine große Artenvielfalt.
Nach der Definition ist Deutschland aber wohlstandsgefährdet.

Ich hab meine Wiese am Fluss seit mehreren Jahren nicht mehr gemäht.
Insofern bist du überprivilegiert.
Die wenigsten Deutschen haben eine eigene Wiese und noch dazu an einem Bach.
In diese Verzerrung der Sicht der Dinge falle ich mit unserer Alleinlage am Waldrand auch jedes mal rein.

Wohlstand ist auch, dass man die Vielfalt des Lebens sehen kann und es einem gut geht (also nicht hungern muss, Zugang zu sauberen Trinkwasser hat, ausreichend Wohnraum zur Verfügung hat und Zugang zu Bildung, bzw. freien Informationen hat).
Mir ist dein Denken zu materiell.
All diese Dinge kosten - leider - Geld.
Ich wünsche auch jedem gesundes Essen, sauberes Trinkwasser, ausreichend Wohnraum und Zugang zu Bildung blabliblü.
Aber all dies muss jemand produzieren/herstellen/bereitstellen usw..
Also steht wieder ganz am Anfang:
Wer so das von was bezahlen? - Passt mir auch nicht, ist aber so.

Ich zitiere nur das Credo der Neoliberalen. Das beschränkt es ja nicht nur auf die FDP. Solche Leute sind weltweit verbreitet.
Erdogan fliegt ja gerade sein Neoliberalismus um die Ohren, wenn ich mir da die Inflation anschaue. Jetzt steigen dort die Zinsen und die Steuern werden erhöht. Also nix mehr mit Neoliberalismus.
Das ist nicht Neoliberal, das ist ausgesprochen dumm, was der da macht.
Im Moment vernichtet er Sachwerte und Vermögen von Mio. von Türken, die i. d. R. ihr ganzes Leben dafür hart arbeiten mussten.
 
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