Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

  • Ersteller Ersteller -ElCritico-
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Die hilft nicht, wenn du im Alter ins Pflegeheim musst. Da kostet ein Platz derzeit 2800€ pro Monat. Selbst wenn du gut verdient hast, kommst du nicht auf diese Rente.
(Mein Vater war nie arbeitslos und hat als Handwerker gut verdient und bekommt 1500€ Rente, also weit entfernt von den Summen, die du fürs Pflegeheim brauchst).
Das Pflegeheim ist die Altersarmutsfalle jedes Rentners.
Stimmt. Das könnte noch dazu kommen.
Du musst das Rentensystem reformieren und alle einzahlen lassen. Dazu muss die Beitragsbemessungsgrenze fallen, dafür die Rente deckeln. Aber das kriegst du im Bundestag niemals durch, da 1/4 aller Abgeordnete Beamte sind und die werden ihre warme Hängematte nicht zerschneiden.
Das befürchte ich auch. Wer gibt schon seine besonderen Privilegien freiwillig auf?
Das ist immer ein Problem. Ein Bekannter von mir ist Glaser. Er ist jetzt 57 und kann nur bedingt große Glasscheiben tragen. Und er hat noch 10 Jahre vor sich.
Es muss sich was ändern aber ich persönlich habe das Gefühl, dass sie Politik das Problem vor sich her schiebt und hofft, dass sie die Legislaturperiode noch überstehen, ehe es ihnen vor die Füße fällt.
Also in etwa wie der Klimawandel.
Wer generell höhere Renteneintrittsalter fordert, lebt an der Realität vorbei und betrachtet das Ganze nur aus seiner eigenen guten oder besseren Perspektive.
 
Wer generell höhere Renteneintrittsalter fordert, lebt an der Realität vorbei und betrachtet das Ganze nur aus seiner eigenen guten oder besseren Perspektive.
Eine richtige Idee habe ich aber auch nicht.
Flexi Rente, oder so. Wer älter ist und nicht mehr aufs Dach kommt, muss eben am Bodenbleiben und seine Erfahrung so weiter geben. Eventuell unterstützt der Staat das mit geringeren Steuern für den Arbeitgeber (obwohl Gewerbesteuer kassiert das Bundesland und nicht der Staat, wenn ich nicht irre).
 
Eine richtige Idee habe ich aber auch nicht.
Flexi Rente, oder so. Wer älter ist und nicht mehr aufs Dach kommt, muss eben am Bodenbleiben und seine Erfahrung so weiter geben. Eventuell unterstützt der Staat das mit geringeren Steuern für den Arbeitgeber (obwohl Gewerbesteuer kassiert das Bundesland und nicht der Staat, wenn ich nicht irre).
Oder den AG-Anteil der Lohnnebenkosten für Ältere senken? Eine richtige Lösung habe ich aber auch nicht. :ka:
 
Na "Überraschung", "Überraschung" (wer hätte es kommen sehen können), Anreden zu gendern und wie man sie gendert, also Sprechpause und *innen, verliert an Zustimmung, wie Infratest in seiner jüngsten Umfrage ermittelt.

Dabei stößt das Gendern, mit Sprechpause und *innen, selbst bei 63% derer auf Ablehnung, die gendern in den Medien grundsätzlich sehr gut und gut finden und bevorzugen auch diese ehr Formulierungen wie Kollege und Kollegin, Studierende, oder Publikum (was ich persönlich auch präferiere).

 
Zuletzt bearbeitet:
Oder den AG-Anteil der Lohnnebenkosten für Ältere senken? Eine richtige Lösung habe ich aber auch nicht. :ka:
Du kannst es keinen Recht machen.
Einer wird der große Verlierer einer umfangreicheren Rentenreform werden.
Ich muss da nur an meine Kinder denken. Beide studieren und werden nachher bestimmt gute Jobs haben aber ihre Rente ist mehr als unsicher.
Wenn erst mal die Leute in Rente gehen, die in den 60ern geboren wurden, wird das System an seine Grenzen kommen. Schon jetzt stützt der Staat das Rentensystem mit 100 Milliarden Euro jährlich.
 
Nun, neben dem Thema, dass alle Verbeamteten in die Rentenkassen einzahlen sollten, statt aufs staatliche Privatkonto zu schieben, haste das Gleiche z. B. bei den Ärzteverbände/kammern und Architektenkammern.
Es gibt darüber hinaus einige (tausend) Verbände/Mitgliedseinrichtungen, die am Generationenvertrag vorbei ihr eigenes Süppchen kochen.
1675850674164.png


Würde man diese zusammen mit den Beamten in die allg. Rentenkasse einzahlen lassen (das bedeutet für die z. T. deutlich geringer Renten) gäbe es kein Problem, weder heute noch in 50 oder 120 Jahren.
Denn die Mitgliedsbeiträge dieser zus. mit den Beamten beträgt recht genau das Gleiche, wie derzeit vom Rest de Republik ins öffentliche Rentensystem eingezahlt wird.

Kurzum:
Wir haben ein Systemfehler, an den sich kein Politiker jemals herantrauen wird, weil es seine eigene Rente (massiv) kürzen würde.
Beispiel, das Ruhegehalt eines Bundestagsabgeordneten beträgt nach 4 Jahren 1000 € bis max. 6.750 € nach entsprechender Zugehörigkeitsdauer.
Steuerfrei!
Der normale Renter zahlt aber Steuern, bei 1000 € wären das knappe 100 €, bei 6.750 € wären das ca. 3.000 € Steuern.
Hebel erkannt...?

Quelle:
 
Kurzum:
Wir haben ein Systemfehler, an den sich kein Politiker jemals herantrauen wird, weil es seine eigene Rente (massiv) kürzen würde.
Beispiel, das Ruhegehalt eines Bundestagsabgeordneten beträgt nach 4 Jahren 1000 € bis max. 6.750 € nach entsprechender Zugehörigkeitsdauer.
Steuerfrei!
Der normale Renter zahlt aber Steuern, bei 1000 € wären das knappe 100 €, bei 6.750 € wären das ca. 3.000 € Steuern.
Hebel erkannt...?
Ja das ist eine von vielen Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft.
 
Nun, neben dem Thema, dass alle Verbeamteten in die Rentenkassen einzahlen sollten, statt aufs staatliche Privatkonto zu schieben, haste das Gleiche z. B. bei den Ärzteverbände/kammern und Architektenkammern.
Es gibt darüber hinaus einige (tausend) Verbände/Mitgliedseinrichtungen, die am Generationenvertrag vorbei ihr eigenes Süppchen kochen.
Oder Anwälte (meine Tochter studiert Jura :ugly:. Das kann man so ausweiten, wie man will.
Jeder hat vom System profitiert, aber alle versuchen sich später möglichst nicht daran zu beteiligen.
Und es wird für alle enger.
Ich muss nur an die Schulzeit meiner Kinder denken. Wenns darum ging auf Klassenfahr zu gehen.
Ein Kind konnte nicht mit, weil dessen Eltern die finanziellen Mittel fehlten (Hartzer).
Also haben die anderen Eltern zusammen gelegt und die Reise mit bezahlt.
Am Ende hat das Jobcenter das als wertsteigerden Einkommen gewertet und die Mittel der Eltern gekürzt.

Ja das ist eine von vielen Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft.
Davon gibts eine Menge. Aber das liegt auch an der Gesellschaft selbst.
 
Ja das ist eine von vielen Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft.
Das ist nicht zwingend eine Ungerechtigkeit im Ursprung.
Eigene Beamtenkassen aber auch der von anderen Berufszweigen hatten ursprünglich Gedanken wie Unbestechlichkeit oder Lebensabendlohn für Staatsdienste, da die Einkommen von Beamten oftmals unter den der freien Wirtschaft lagen. Oder aber auch Anreize, damit jemand z. B. Medizin studiert.
Das sind Konstrukte aus der Zeit mit Gründung der BRD, z. T. sogar noch älter.

Dass müsste natürlich zwingen angepasst werden, macht aber keiner aus persönlichen Gründen.

Daneben haben wir eine Ausbildungsstruktur, ganz grob 60% studieren oder haben Abitur, 30% erlernen einen Beruf und unglaubliche 20% haben gar keinen Abschluss.
Ich habe als TU Bauigelberufsanfänger 1995 ganze 1.500 DM brutto verdient.
Das wären Inflationsbereinigt selbst nach Inflationsjahr 2022 ca. 2.800 € brutto bei gleicher Kaufkraft.
Verdienen tut aber heute ein Bauigelberufsanfänger von der Uni 5.600 €++.
Das gleiche gilt für alle Akademiker, Sie verdienen überproportional zu viel, konkret fast das doppelte im Schnitt.

Und auf der anderen Seite haste eben 20% der Bevölkerung, die am unteren Bildungsrand herumkriechen udn kaum über 2000 € brutto im Leben kommen werden.
Also die Armutsgefährdeten, die die dir über Liferando dein happahappa bringen oder dein dhl Paket achtlos in den Flur schmeissen.

Die Lösungen wäre heftig, aber im Prinzip sollte das amazon paket pro Lieferung 50 € kosten und das Mehrgeld 1:1 an den Geringverdiener fliesen, damit er in die Rentenkasse vernünftig einzahlen kann und später ordentliche Rente hat.

Auf der anderen Seite ist es völliger Irrsinn "nur" Einkommen ab 100.000 € oder so als reich zu bezeichnen.
Die Wahrheit ist, dass die Schallgrenze in Relation zu den Unterpriveligierten schon ab 50 oder 60.000 € anfängt.

Es will nur keiner so was hören, man kann ja dann nicht mehr "DIE Reichen" vorwurfsvoll mit dem Finger zeigen.
 
Na "Überraschung", "Überraschung" (wer hätte es kommen sehen können), Anreden zu gendern und wie man sie gendert, also Sprechpause und *innen, verliert an Zustimmung, wie Infratest in seiner jüngsten Umfrage ermittelt.

Dabei stößt das Gendern, mit Sprechpause und *innen, selbst bei 63% derer auf Ablehnung, die gendern in den Medien grundsätzlich sehr gut und gut finden und bevorzugen auch diese ehr Formulierungen wie Kollege und Kollegin, Studierende, oder Publikum (was ich persönlich auch präferiere).

Ich finde es zwar vollkommen unnötig, muss aber zugeben dass es mir weder bei der Bekannten noch bei den Nachrichtensprechern die das geübt durchziehen sonderlich auffällt.
 
Das ist nicht zwingend eine Ungerechtigkeit im Ursprung.
Eigene Beamtenkassen aber auch der von anderen Berufszweigen hatten ursprünglich Gedanken wie Unbestechlichkeit oder Lebensabendlohn für Staatsdienste, da die Einkommen von Beamten oftmals unter den der freien Wirtschaft lagen. Oder aber auch Anreize, damit jemand z. B. Medizin studiert.
Das sind Konstrukte aus der Zeit mit Gründung der BRD, z. T. sogar noch älter.
Apropos Medizin: es wird sich heutzutage darüber beschwert, dass es zu wenig Ärzte gibt. Und über Fachkräfte aus dem Ausland geredet. Aber es soll noch einen NC geben für das Medizinstudium in vielen Bundesländern?
Das passt auch nicht zusammen. :ka:
 
Es will nur keiner so was hören, man kann ja dann nicht mehr "DIE Reichen" vorwurfsvoll mit dem Finger zeigen.
Ich finde es auch schlimm, wenn die Unterprivilegierten sich die Nasen am Nappaleder meines AMG Benz platt drücken. :D
Aber jetzt mal ernsthaft. Wir müssen alles in Bildung stecken und Anreize schaffen, um die jungen Leute dazu zu motivieren, wieder Handwerksberufe zu erlernen und die dann ach gut bezahlen.
Ich kenne die Statistik such, wie viele ohne Schulabschluss die Schule verlassen und dann mit Hartz 4 ihr Leben bestreiten. Das muss durchbrochen werden.
Apropos Medizin: es wird sich heutzutage darüber beschwert, dass es zu wenig Ärzte gibt. Und über Fachkräfte aus dem Ausland geredet. Aber es soll noch einen NC geben für das Medizinstudium in vielen Bundesländern?
Das passt auch nicht zusammen. :ka:
Es gibt einer Meinung nach genug Ärzte. Nur hat keiner Lust Landarzt zu werden. Das ist nur im Fernsehen schön.
Lieber wollen die Facharzt werden, denn da verdienst du echt gut.
Wir haben meines Erachtens auch kein Fachkräftemangel.
Wie haben ein Problem mit angemessener Zahlung und guten Arbeitsbedingungen.
 
Apropos Medizin: es wird sich heutzutage darüber beschwert, dass es zu wenig Ärzte gibt. Und über Fachkräfte aus dem Ausland geredet. Aber es soll noch einen NC geben für das Medizinstudium in vielen Bundesländern?
Das passt auch nicht zusammen. :ka:
Den NC, unbedarft meiner Unkenntnis, ob es den noch gibt oder nicht, ist per se quatsch.
Die Abinote sagt überhaupt nix darüber aus, ob jemand für den Arztberuf geeignet ist oder nicht.
Psychologische Tests sind so lala, der Berufsgruppe stehe ich etwas skeptisch gegenüber.
Aber so Tests wie, zerlege mal die Maus, um zu schauen, ob der Anwärter überhaupt den Anblick von einem Tropfen Blut erträgt, wäre aus meiner Sicht interessant.
Es gibt überdies in D. eine, ich nenne es mal Cliquenwirtschaft bei den Ärzten, so dass mit Sicherheit der Nachwuchs sowohl den Platz bekommt wie auch das Studium überlebt.
Ich finde es auch schlimm, wenn die Unterprivilegierten sich die Nasen am Nappaleder meines AMG Benz platt drücken. :D
Aber jetzt mal ernsthaft. Wir müssen alles in Bildung stecken und Anreize schaffen, um die jungen Leute dazu zu motivieren, wieder Handwerksberufe zu erlernen und die dann ach gut bezahlen.
Ich kenne die Statistik such, wie viele ohne Schulabschluss die Schule verlassen und dann mit Hartz 4 ihr Leben bestreiten. Das muss durchbrochen werden.
Kann nur zustimmen, also das mit dem Nappa :D
Nee ernsthaft, genau so, Bildung ist der Schlüssel für alles.
 
Apropos Medizin: es wird sich heutzutage darüber beschwert, dass es zu wenig Ärzte gibt. Und über Fachkräfte aus dem Ausland geredet. Aber es soll noch einen NC geben für das Medizinstudium in vielen Bundesländern?
Das passt auch nicht zusammen. :ka:
Ein hoher NC ist Symptom und nicht Ursache. Das bedeutet schlicht es gibt zu wenige Studienplätze für die Bewerber so dass man die Zulassungen "irgendwie" begrenzen muss.
Ergo es gibt genug Menschen die Arzt werden wollen aber wir bilden sie nicht aus.
Was unter anderem daran liegt dass Medizin-Studienplätze sehr teuer sind. Wenn ein Politiker "viele neue Studienplätze" schaffen will macht er das daher lieber in anderen Bereichen.
Das Gegenteil sehen wir übrigens in den Ingenieursberufen: Es gibt genug Studienplätze aber nicht genug Kandidaten die diese füllen wollen/können. Deswegen ist der NC dort quasi nicht existent.
 
Wir haben meines Erachtens auch kein Fachkräftemangel.
Doch das kann man anhand von Statistiken objektiv belegen.
Wie haben ein Problem mit angemessener Zahlung und guten Arbeitsbedingungen.
Das ist auch ein Problem. Gerade in Pflegeberufen.

Aber im Handwerk ist die Bezahlung relativ gut. Trotzdem wollen viele junge Menschen diese Berufe nicht erlernen.

Aber so Tests wie, zerlege mal die Maus, um zu schauen, ob der Anwärter überhaupt den Anblick von einem Tropfen Blut erträgt, wäre aus meiner Sicht interessant.
Ich zerlege lieber Computermäuse. :D

Ein hoher NC ist Symptom und nicht Ursache. Das bedeutet schlicht es gibt zu wenige Studienplätze für die Bewerber so dass man die Zulassungen "irgendwie" begrenzen muss.
Ergo es gibt genug Menschen die Arzt werden wollen aber wir bilden sie nicht aus.
Was unter anderem daran liegt dass Medizin-Studienplätze sehr teuer sind. Wenn ein Politiker "viele neue Studienplätze" schaffen will macht er das daher lieber in anderen Bereichen.
Das Gegenteil sehen wir übrigens in den Ingenieursberufen: Es gibt genug Studienplätze aber nicht genug Kandidaten die diese füllen wollen/können. Deswegen ist der NC dort quasi nicht existent.
Achso ok.;)
 
Wir haben meines Erachtens auch kein Fachkräftemangel.
Wie haben ein Problem mit angemessener Zahlung und guten Arbeitsbedingungen.
So einfach ist das auch wieder nicht.
Wenn wir bei Entwicklerstellen für 80k€, echter 37,5 Stunden Woche und 38 Tage frei im Jahr nichtmal mehr Bewerbungen bekommen kann das nicht nur an den Bedingungen liegen.
 
So einfach ist das auch wieder nicht.
Wenn wir bei Entwicklerstellen für 80k€, echter 37,5 Stunden Woche und 38 Tage frei im Jahr nichtmal mehr Bewerbungen bekommen kann das nicht nur an den Bedingungen liegen.
Im Handwerk wird wie gesagt auch relativ gut bezahlt. Trotzdem fehlen dort die Bewerber. :ka:
 
Im Handwerk wird wie gesagt auch relativ gut bezahlt. Trotzdem fehlen dort die Bewerber. :ka:
Da sind aber tatsächlich die Bedingungen beschissen. Selbst die die z.B. sagen "wir machen jetzt Viertage-Woche" um Bewerber zu bekommen sagen dann im "Kleingedruckten" dass in den vier Tagen aber 40 Stunden zu arbeiten sind.
 
Da sind aber tatsächlich die Bedingungen beschissen. Selbst die die z.B. sagen "wir machen jetzt Viertage-Woche" um Bewerber zu bekommen sagen dann im "Kleingedruckten" dass in den vier Tagen aber 40 Stunden zu arbeiten sind.
Wenn auf die gleiche Arbeitslast (oder Anzahl der Aufträge) weniger Arbeitskräfte kommen ist das normal.

In der Pflege ist es nicht anders. Auf eine Krankenpflegekraft kommen im Schnitt 13 Patienten.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück