Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Und auch Hemmungen fallen lässt, wodurch die Gewaltkriminalität steigt.

Nicht ohne Grund ist der Konsum von Alkohol in anderen Ländern in der Öffentlichkeit verboten.
In Köln findet ja das Summer Jam Festival statt und wir Kölner witzeln oft, dass jede Kneipe in Köln gewalttätiger ist als der Summer Jam.
Denn Leute, die stoned sind, haben schlichtweg kein Lust auf Stress^^
 
Dein Eindruck täuscht dich nicht. Alkohol und THC sind eine ganz böse Mischung, die oft in eine extreme Übelkeit endet.
Leute, die Erfahrung dahingehend gemacht haben, wissen das nur zu gut und ich würde mal behaupten, dass es dahingehend eine Art Common sense unter den Kiffern gibt.
Danke für die Aufklärung. :)

Die Wirkung von THC ist eine vollkommen andere als ein Alkoholrausch.
Ich würde sogar meinen, dass es eine Typsache ist. THC wirkt mehr introvertierend, während Alkohol ja stark Extrovertiertheit fördert.
Ich weiß; gemeint war auch weniger die physische Wirkung, als die soziale. Wer sich "locker machen" will, wird wohl eher nicht kiffen, aber wer auf Entspannung und/oder geselligen Konsum aus ist, hätte eine weitere Option.
 
Durch Alkohol sterben eindeutig mehr Menschen. Und kommen auch mehr Menschen zum Schaden.
Er wird aber häufiger verharmlost. Ist ja auch ein Riesengeschäft.
Ich kenne niemanden der direkt durchs kiffen gestorben ist. Noch agressiv wurde.
Wenn dann eher durch oder in der Kombination mit anderen Drogen.
Aber wie gesagt kann Cannabis bei bestimmten Menschen Psychosen auslösen.
Und die geistige Entwicklung von Heranwachsenden negativ beeinflussen.
Deswegen wäre eine Freigabe ab 25 optimaler.
Für die Legalisierung spricht aber, dass dann nicht mehr soviel gestreckter Dreck unters Volk gebracht wird.
 
Es ist etwas naiv zu glauben, das eine Altersbeschränkung ab "25" auch nur eine Person unter 25 vom kiffen abhält...eigentlich ist es sogar komplett naiv.
 
Es ist etwas naiv zu glauben, das eine Altersbeschränkung ab "25" auch nur eine Person unter 25 vom kiffen abhält...eigentlich ist es sogar komplett naiv.
Es ist aber Fakt das die Gehirnentwicklung erst mit ca 25 Jahren abgeschlossen ist. Nach neuesten Erkenntnisstand.

Klar können sie sich vorher auf dem Schwarzmarkt illegal was besorgen.
Aber vielleicht kann man durch Kampagnen ja ein Bewusstsein dafür schärfen.
Das die jungen Leute vorsichtiger damit sind.
 
Es ist aber Fakt das die Gehirnentwicklung erst mit ca 25 Jahren abgeschlossen ist. Nach neuesten Erkenntnisstand.

Klar können sie sich vorher auf dem Schwarzmarkt illegal was besorgen.
Aber vielleicht kann man durch Kampagnen ja ein Bewusstsein dafür schärfen.
Das die jungen Leute vorsichtiger damit sind.
Bewusstsein schärfen bei jungen Leuten?^^
Ohje, ich glaub, du warst in der Jugend eher nen Einzelgänger, wenn du Dich an alles gehalten hast, was gesetzlich so vorgeschrieben ist.
 
Im Gegenteil. Aber manche Sachen waren für mich taboo. Zum Glück. ;)
Ich kenne mehr unter 25 jährige die kiffen als welche, die älter sind...und es sind Studenten, die nicht gerade zu den dümmsten zählen...

Gibt es schon Informationen, ob die Russen die von innen gesprengt haben, oder da jemand runtergetaucht ist und den Sprengstoff von außen angebracht hat?
Von innen? Liliputaner in Druckanzügen mit Sauerstoff und Verpflegung für mehrere Tage brauchen sicherlich auch ne etwas größere Röhre als es die Gaspipeline ist.^^
 
Es ist aber Fakt das die Gehirnentwicklung erst mit ca 25 Jahren abgeschlossen ist. Nach neuesten Erkenntnisstand.

Klar können sie sich vorher auf dem Schwarzmarkt illegal was besorgen.
Aber vielleicht kann man durch Kampagnen ja ein Bewusstsein dafür schärfen.
Das die jungen Leute vorsichtiger damit sind.

Wenn man das könnte, könnte man es schon heute. Kann man aber offensichtlich nicht oder siehst du derartige Erfolge?
Genauso könnte man erst einmal anhand von Alkohol und Nikotin beweisen, dass die Verbreitung einer Substanz unterhalb einer gewissen Altersgrenze tatsächlich verhindern kann, ehe man das gleiche Schrott-Konzept auf weitere Substanzen anwendet, in der Hoffnung, dass es diese eine Mal jetzt doch plötzlich Wunder-Fee-Einhorn-Magie funktioniert.
 
Rauchen tun tatsächlich weniger Jugendliche als noch zu meiner Zeit.
Mein Sohn mit 18 1/2 raucht auch nicht.
Ob das jetzt an den schlimmen Bildern auf den Verpackungen liegt sei mal dahingestellt.
Aber es sind definitiv weniger.
 
Rauchen tun tatsächlich weniger Jugendliche als noch zu meiner Zeit.
Mein Sohn mit 18 1/2 raucht auch nicht.
Ob das jetzt an den schlimmen Bildern auf den Verpackungen liegt sei mal dahingestellt.
Aber es sind definitiv weniger.
Die Statistik kenne ich auch, aber wie wurden die Zahlen ermittelt?
Fragt man einfach? Schaut man sich Verkaufszahlen von Zigaretten an?
 
Aber wie gesagt kann Cannabis bei bestimmten Menschen Psychosen auslösen.[...}

Jain. Auch wenn ich mich wiederhole (und du das vermutlich wieder nicht akzeptieren wirst): der kausale Zusammenhang, der THC als alleinigen oder hauptsächlich ausschlaggebenden Faktor für die Entwicklung von Psychosen bei Konsumenten bescheinigt, ist meines Wissenes nicht nachgewiesen. Psychosen entwickelt man nicht einfach so, da liegen in der Regel gewisse Prädispositionen vor. Da dann psychoaktive Substanzen (ob Alkohol, THC oder sonstwas) drauf zu schütten, ist nie eine gute Idee. Also, die Studienlage dazu ist meines Wissens nach nicht eindeutig. Darum ist deine Aussage so, wie sie da steht, irreführend.

Und die geistige Entwicklung von Heranwachsenden negativ beeinflussen.

Ebenfalls wie jede Droge, die im Heranwachsendenalter konsumiert wird.

Deswegen wäre eine Freigabe ab 25 optimaler.

Abgesehen davon, dass ich ein großer Fan des "Ultralativ" bin: auch das müsste dann für alle Drogen gelten, nur für Cannabis wäre es Willkür. Und wir haben da - wie schon mehrfach hier erwähnt - eben das Problem einer schwierigen rechtlichen Grundlage.

Für die Legalisierung spricht aber, dass dann nicht mehr soviel gestreckter Dreck unters Volk gebracht wird.

Das mit dem gestreckten Zeug bei Cannabis ist eher vernachlässigbar. Ja, es gab/gibt Fälle, die echt übel waren. Vor ein paar Jahren wurde wohl tatsächlich mal Bleipulver in ein paar konfiszierten Proben gefunden, mit dem das Gewicht erhöht werden soll. Hin und wieder hat man wohl auch synthetische Cannabinoide drin, die die geringe Qualität des eigentlichen Cannabis verschleiern sollen und in ihrer Wirkung auf manche Menschen recht unberechnbar sein können. Hauptsächlich wird Cannabis - vor allem das von den netten Jungs, die immer sehr interessiert daran sind, wie es einem geht oder ob alles gut sei - mit diesen grün-grauen Papierhandtüchern und Oregano gestreckt sein :D

Ich sehe weiterhin den Hauptnutzen einer Legalisierung - neben dem offensichtlichen Eigennutz als Gelegenheitskonsument - eben in der Entkriminalisierung. Dadurch Entlastung von Polizei und Justiz, weniger vermeidbare Strafeinträge wegen Lappalien und Austrockung des Schwarzmarktes und der dahinter stehenden kriminellen Strukturen.
Dass die durchschnittliche Qualität des Produkts dadurch eventuell auch steigt und es zu weniger ungewollten Beimischungen kommt, ist natürlich ebenfalls positiv. Aber diese Problematik ist bei Cannabis viel viel geringer als bei synthetischen Drogen (pro Safer Use und Drugchecking!) oder etwa Heroin. Wobei bei letzterem ja ironischerweise die Gefahr darin besteht, ausnahmsweise mal vergleichsweise "sauberes" und dadurch höher konzentriertes Zeug zu erwischen und sich damit eine Überdosis, evtl. den berüchtigten "Goldenen Schuss" zu setzen.

Aber nur, um es nochmal zu betonen: auch wenn ich für die Legalisierung von Cannabis bin, bin ich stark gegen die Verharmlosung dieser oder jeder anderen Droge. Grundsätzlich muss man sich ja mal fragen, warum überhaupt so viele Menschen zu Drogen der einen oder anderen Form greifen und was die gesellschaftliche Ursache dafür ist. Aber währenddessen müssen wir halt mit der bestehenden gesellschaftlichen Realität umgehen. Mit aller Vorsicht, mit viel Präventionsarbeit (die - wie von mir ja auch schon gefordert - für alle Drogen hochgefahren werden sollte!), aber auch mit Sinn und Verstand statt mit Dogmen.
 
Schätze mal, dass man es an Hand der Steuereinnahmen feststellen kann, wie viele Glimmstengel verkauft werden.
Es gibt ja keine Norm, wieviel ein Raucher rauchen muss/darf...der eine zimmert 3 Schachteln am Tag Durch, der andere braucht 5 Tage für eine. Und das Alter bei den Steuereinnahmen abzuschätzen ist noch unmöglicher.^^
 
Es gibt ja keine Norm, wieviel ein Raucher rauchen muss/darf...der eine zimmert 3 Schachteln am Tag Durch, der andere braucht 5 Tage für eine. Und das Alter bei den Steuereinnahmen abzuschätzen ist noch unmöglicher.^^
Um festzustellen wieviele Raucher davon jünger sind wohl eher Umfragen.
Stimmt, habt ihr Recht.
Die Steuer sagt nur was über den absoluten Konsum aus und kann kaum in Jugendlicher/Erwachsener und Schachtel/Tag unterscheiden.
Wobei Umfragen da so eine Sache wäre, z. B. ich hätte nie im Leben mit 17 zugegeben, hin und wieder an einer Zigarette zu nuckeln...
 
Durch Alkohol sterben eindeutig mehr Menschen. Und kommen auch mehr Menschen zum Schaden.
Er wird aber häufiger verharmlost. Ist ja auch ein Riesengeschäft.

Alkohol hat keinen positiven Nutzen außer zur Reinigung, geringe Mengen jeden Tag wie 1 Glas Wein etc. sind schon schädlich.
 
Jain. Auch wenn ich mich wiederhole (und du das vermutlich wieder nicht akzeptieren wirst): der kausale Zusammenhang, der THC als alleinigen oder hauptsächlich ausschlaggebenden Faktor für die Entwicklung von Psychosen bei Konsumenten bescheinigt, ist meines Wissenes nicht nachgewiesen. Psychosen entwickelt man nicht einfach so, da liegen in der Regel gewisse Prädispositionen vor. Da dann psychoaktive Substanzen (ob Alkohol, THC oder sonstwas) drauf zu schütten, ist nie eine gute Idee. Also, die Studienlage dazu ist meines Wissens nach nicht eindeutig. Darum ist deine Aussage so, wie sie da steht, irreführend.
Ich beziehe mich u.a. hier drauf

Je nach Studie kommen Forscher und Forscherinnen allerdings zu unterschiedlichen Ergebnissen: Bei intensivem Konsum sei das Risiko, an einer Psychose zu erkranken, im Vergleich zu abstinenten Personen um das 2- bis 3,4-Fache erhöht.

Wer täglich kifft und hochpotentes Cannabis (THC-Gehalt über zehn Prozent) bevorzugt, soll sogar ein fast 5-fach höheres Risiko haben, wie eine Fallkontrollstudie zeigt. Für Gelegenheitskiffer sind die Ergebnisse hingegen nicht eindeutig: Einige Untersuchungen kommen auf ein 1,4- bis 2-fach erhöhtes Risiko, andere wiederum können keinen Einfluss finden.

aber

Eine immer wiederkehrende Frage in der Cannabisforschung lautet: Ist es wirklich das Kiffen, weswegen Menschen eine Psychose entwickeln? Die Antwort lautet: Es ist kompliziert. Epidemiologische Studien zeigen zwar, dass Cannabiskonsumierende eher eine Psychose haben als abstinente Personen. Doch der statistische Zusammenhang sagt noch nichts darüber aus, ob Cannabiskonsum eine Psychose auch wirklich verursacht.
Quelle: Löst Cannabiskonsum eine Psychose aus?

Verursachen nicht - aber auslösen schon. Ursache ist eine genetische Disposition. Wer dazu veranlagt ist und viel und lange kifft, dem kann das passieren.


Ebenfalls wie jede Droge, die im Heranwachsendenalter konsumiert wird.
Was Cannabis nicht harmloser macht.
Das mit dem gestreckten Zeug bei Cannabis ist eher vernachlässigbar. Ja, es gab/gibt Fälle, die echt übel waren. Vor ein paar Jahren wurde wohl tatsächlich mal Bleipulver in ein paar konfiszierten Proben gefunden, mit dem das Gewicht erhöht werden soll. Hin und wieder hat man wohl auch synthetische Cannabinoide drin, die die geringe Qualität des eigentlichen Cannabis verschleiern sollen und in ihrer Wirkung auf manche Menschen recht unberechnbar sein können. Hauptsächlich wird Cannabis - vor allem das von den netten Jungs, die immer sehr interessiert daran sind, wie es einem geht oder ob alles gut sei - mit diesen grün-grauen Papierhandtüchern und Oregano gestreckt sein :D
Zu meiner Zeit wurde mehr Haschisch geraucht. Das war noch leichter zu strecken.
Ich sehe weiterhin den Hauptnutzen einer Legalisierung - neben dem offensichtlichen Eigennutz als Gelegenheitskonsument - eben in der Entkriminalisierung. Dadurch Entlastung von Polizei und Justiz, weniger vermeidbare Strafeinträge wegen Lappalien und Austrockung des Schwarzmarktes und der dahinter stehenden kriminellen Strukturen.
Ja das sind gute Argumente.
Aber nur, um es nochmal zu betonen: auch wenn ich für die Legalisierung von Cannabis bin, bin ich stark gegen die Verharmlosung dieser oder jeder anderen Droge. Grundsätzlich muss man sich ja mal fragen, warum überhaupt so viele Menschen zu Drogen der einen oder anderen Form greifen und was die gesellschaftliche Ursache dafür ist. Aber währenddessen müssen wir halt mit der bestehenden gesellschaftlichen Realität umgehen. Mit aller Vorsicht, mit viel Präventionsarbeit (die - wie von mir ja auch schon gefordert - für alle Drogen hochgefahren werden sollte!), aber auch mit Sinn und Verstand statt mit Dogmen.
Ich denke das viele wegen den Stress abschalten wollen. Das Leben ist schnelllebiger und fordernder geworden.
Dazu die Krisen und nicht gerade guten Zukunftsaussichten . Vielleicht ist es auch eine Art Realitätsflucht.
 
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