Grundgütiger Himmel.
Und du glaubst im ernst, diese Wall of text wird jemand zu Gänze durchlesen?
Prinzipiell habe ich von WOHNEIGENTUM und NICHT von Einfamilienhausbesitzern geschrieben.
Mein Lebensphilosophie ist ja nicht zwangsweise deckungsgleich mit der von anderen, insofern ist das EFH EINE mögliche Option, sein Kapital anzulegen.
Mir ging es primär darum (mit dem Beispiel der Genossenschaft) auch finanzschwächere Mitbürger die Möglichkeit zu bieten, Wohneigentum anzuschaffen und so evtl. nicht in die Altersarmut (weniger Mietbelastung bei kleiner Rente) zu rutschen.
Der Link geht in eine "bad request"
Aber ich versuche zu helfen:
Hausbesitz ist kein Zeichen für Wohlstand. Das gilt jedenfalls für den Ländervergleich, wie die EU-Statistik zeigt. Deutschland ist da einsame Spitze
www.capital.de
Hier wird von 51,4% als
Wohneigentumsbesitzern in D. geschrieben.
Die von dir gehasste Statistika vermeldet knappe 31% an Anteil privater Haushalte, die in einem EFH wohnen.
Die Statistik zeigt den Anteil privater Haushalte im Besitz eines Einfamilienhauses in Deutschland in ausgewählten Jahren von 2003 bis 2018.
de.statista.com
Kernfrage ist nun, wie viele Menschen bilden einen Haushalt ab?
Da gibt es eine Antwort vom Mikrozensus 2019 (der im Übrigen die Zahlen von "statistika" weiter unten bestätigt, wie ich gerade gesehen habe)
ttps://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61584/bevoelkerung-und-haushalte/#:~:text=je%20Haushalt%20angenommen.-,Fakten,lediglich%20um%203%2C3%20Prozent.
41,5 Mio. Haushalte mit 82,9 Mio. Haushaltsmitgliedern
Die durchschnittliche Haushaltsgröße beträgt demnach 1,99 (2018/2019) Personen.
Ergibt dann
41,5*0,31 = 12,865 Mio. EFH*1,99 = ca. 25,601 Mio. Deutsche, die in einem EFH wohnen.
Hausbau ist für über 90% der deutschen kein Thema. Und für klar über 50% (ich vermute sogar über weit 70%, aber finde halt keine Zahlen zu Eigentumswohnungen, zu vermieteten Häusern und vor allem nicht zur Verteilung der Familiengrößen) ist nicht einmal "Haus besitzen, das man nachrüsten oder abreißen könnte".
Hausbau: k. A., 10% kann stimmen, vielleicht auch nicht.
Hier im tiefsten Bayern auf dem Land baut nahezu jeder, der es sich halbwegs leisten, kann ein EFH.
Aber das ist alleine mit Blick auf München kein Maßstab für den Rest der Republik.
Nö. Denn ich hätte dann, wenn ich auch 30000 € Eigenkapital gehabt hätte (als Student ... eher nicht), insgesamt 98000 € Kapital aufgebracht, während du 280000 € plus Zinsen über den Tisch geschoben hast. Also mehr als das Dreifache.
Yo, und wie viel Geld hast du in Aktien, Fonds usw. angelegt, damit du im Rentenalter quasi das, was du jetzt am Miete zahlst, für Umme hast dir deinem Lebensstandard halten kannst?
Ist das in der Rechnung mit enthalten?
Nochmal:
Ich will Dich nicht davon überzeugen, dass ein EFH das goldene Ei ist, das ist es mitnichten, weil man auf vielleicht 50 Jahre Nutzungsdauer noch ordentlich immer wieder was reinstecken muss.
Aber:
WOHNEIGENTUM kann eine mögliche Option sein, den Lebensabend abzusichern.
Und mutmaßlich ist da eine pflegeleichte 2-Zi Wohnung fürs Rentnerpaar sinniger als ein 200 m² EFH Palast.
Das heißt für DINKs für uns sind, wenn sie mittelmäßige Jobs haben und auf alles Verzichten, bis zu 1400 €/m stemmbar. Mal 17 Jahren mal 12 Monate sind wir bei 285600 €, bei sehr guten Kreditkonditionen und wenn man 17 Jahre tatsächlich seinen Job behählt (was bei uns rückblickend für die letzten 16 Jahre nicht der Fall war) und wenn man deine 30000 € vorgespart hatte, wäre das gerade so machbar.
Man will ein Kind? Vergiss es
Man hat einen nicht mindestens durchschnittlichen Job? Vergiss es
Man kann ich nicht in seinem Job bleiben? Vergiss es
Unbestritten ist es heute, 2022 ungleich schwerer.
Aber wie sah die Rechnung im Jahre 2000 aus?
Oder, wie es gerade in Augsburg für Familien unter 2.700 € Nettoeinkommen angeboten wird:
66 m² 2,5 Zi-Wohnung für Erbpachtvertrag 855 € kalt und nach 22 Jahren gehört dir die Wohnung.
Würdest du es machen wollen?