Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Das größte Problem sehe ich eher darin, dass es keinen spürbaren Aktivismus gibt. Die Mehrheit der Bevölkerung scheint alles nur noch klaglos hinzunehmen.
 
Wobei ich die Resignation auch irgendwo nachvollziehen kann. Was bringt es schon auf die Straße zu gehen...
Dein Ernst? Wenn es richtig große Proteste in vielen Städten gäbe, dann würden die da oben Muffensausen bekommen.

Weil kaum einer weiß was los ist, oder war.
Die wissen schon was los ist. Bei Corona wussten sie es ja auch bzw sie sind deswegen auf die Straße gegangen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dein Ernst? Wenn es richtig große Proteste in vielen Städten gäbe, dann würden die da oben Muffensausen bekommen.
Dafür geht es wohl vielen Menschen hier im Lande noch zu gut, oder ist das vielleicht eine Mentalitätsfrage?
Unsere französischen Nachbarn sind als kollektiv im Vergleich gefühlt viel schneller mobil zu bekommen.
 
Die wissen schon was los ist. Bei Corona wussten sie es ja auch bzw sie sind deswegen auf die Straße gegangen.

Wer will da unter Verdacht geraten?
 
Nach dem Abflauen der Coronademos setzen Rechtsextreme und »Querdenker« auf das nächste Aufregerthema: die Gaskrise und die explodierenden Preise.

Die Formulierung des Spiegel finde ich da aber auch ehr bedenklich, es abwertend als "Aufregertehma" zu titulieren, was ja mehr oder minder impliziert, dass es Themen wären über die sich nur Leute aufregen die sich einfach gerne ohne gerechtfertigten Grund aufregen, oder weil sie halt in gewisse rechte Lager gehören.

Gerade für Geringverdiener und Leistungsbezieher ist es aber halt wirklich ein Thema über das sich, mit Recht, aufgeregt werden darf, da die Regierung es bewusst verschleppt und versäumt die für diese Gruppe nicht mehr bewältigbaren Kostenexplosion aufzufangen / abzumildern, aber halt auf der anderen Seite gerne weiter fleißig Geschenke, Entlastungen und teure Rettungen in die obere Richtung verteilt.

Da sollte man wirklich etwas besser mit seinen Formulierungen aufpassen, um durchaus berechtigte "Wut" nicht pauschal falsch abzustempeln, auch wenn man natürlich sicher sein kann das auch der Rechte & Verschwörer Block das wieder für seine Interessen benutzen wird, wie bei jeden Krisentehma, das sich anbietet.

 
Die meisten(!) Corona Demos wurden von querdenkenden Dummbratzen veranstaltet.
Das weiß ich. Ich hatte zu der Zeit auch kritisiert das die Schwurbler zusammen mit Rechten demonstrieren.
Ich meinte ja nur das es deswegen größere Demos gab.
Sonst eigentlich nur noch "Fridays for Future" aber die wurden leider nicht richtig ernst genommen.
Ich bin wirklich mal gespannt, wann die Menschen wegen sozialer Ungerechtigkeiten, auf die Straße gehen.
 
Die Formulierung des Spiegel finde ich da aber auch ehr bedenklich, es abwertend als "Aufregertehma" zu titulieren, was ja mehr oder minder impliziert, dass es Themen wären über die sich nur Leute aufregen die sich einfach gerne ohne gerechtfertigten Grund aufregen, oder weil sie halt in gewisse rechte Lager gehören.

Man kann es auch als neutrale Bezeichnung verwenden und zumindest werden Corona und Energieversorgung, die beide schwerwiegende Themen waren (und sind) im gleichen Atemzug genannt. Dritte Deutungsmöglichkeit: Es sind beides große Probleme, aber die Aufregung darüber trug/trägt nichts zur Lösung bei und ihr Ausmaß korreliert auch nicht so sehr mit dem Ernst der Lage als mehr mit der Menge an Freizeit und Ablenkungen. (Aktuell ist unsere Gasversorgung weitaus besser geplant als noch vor 2-3 Monaten, als sich niemand aufgeregt hat.)

Was beide Themen auf alle Fälle gemeinsam haben: Keinerlei Bezug zu (deutschem) Nationalismus. (Russsischer Nationalismus hat mit der Versorgungslücke natürlich einiges zu tun.)
Im Gegensatz zu z.B. Flüchtlingsaufkommen, Eurocrash (oder aktuell europäische Währungspolitik!) sind es keine Themen, die sich für Rechte anbieten würden. Dass die trotzdem mitmischen, hängt vor allem damit zusammen, dass es "Aufreger"themen sind: Man springt nicht auf das Thema, sondern rein populistisch auf die Aufregung. (Man beachte auch den Richtungsstreit in beiden Fällen: Aktuell weiß die AfD immer noch, ob sie nun für den großen Führer Putin sowie den Kniefall vor dessen Befehlen sein soll oder für ein selbstbewusstes Aufreten Deutschlands, deutsche Aufrüstung und Eigenständigkeit. Bei Corona hat sie mehrere Monate gebraucht, um von einem schon leicht chinesischen "Grenzen schließen, alle unter Generalverdacht stellen, Gesellschaft straft durchorgansieren" auf "lasst große Ansteckungsparties feiern" zu wechseln. Je nachdem, wo man gerade gute Chancen hat, Wählerstimmen einzusammeln um die sich außer der FDP sonst niemand bemüht.)
 
Aktuell ist es eh total absurd übers Heizen zu reden, wo man froh ist, wenn es halbwegs kühl in der Wohnung ist.
Meine Heizung ist schon seit Monaten runtergedreht.

Mit Umrüstung auf Solarthermie fürs warme Wasser und Induktion zum Kochen würde man im Sommer sogar komplett ohne Gas auskommen.

Ansonsten hab ich mir gesagt, ignoriere ich das Thema bis die Nebenkostenabrechnung da ist.
 
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Merz ist so durch, kein Wunder, dass doppelt so viele Bürger Scholz die Kanzlerschaft zutrauen...
 
Muß Merz als Ex-Chef von BlackRock Deutschland gerade sagen. Mit einen Jahresverdienst von 1 Million Euro.
 
Die Frage ist ja auch für was man demonstrieren soll. Weil gegen etwas zu demonstrieren, bringt nicht viel, da man im Bezug auf die Energie-Krise nur lediglich das Thema benennt.

Das Problem der Politik ist gerade, dass es keine schnellen Lösungen gibt.
Und das liegt weniger an den Politikern, sondern an der Problemstellung.
Die Inflation hängt in großen Teilen mit den Energiepreisen zusammen.
Aber der Preis für Energie wird von Angebot und Nachfrage bestimmt. Wenn Habek sich vor die Energiebörse stellt und ruft:"Ich will das Gas und Strom nur noch ein Viertel des jetzigen Preises kostet!".....wird das halt nix bringen, da das Angebot durch Putin wegen Verknappung gering ist.
Auch ein senken der jeweiligen Steuern hilft nur kurz, da die Anbieter sich das innerhalb kürzester Zeit selbst einverleiben.

Jetzt kann man z.B.: wie ich der Meinung sein, gut warum haben wir überhaupt private Anbieter für lebenswichtige Infrastruktur? Sowas gehört in staatliche Hand.
Aber das hilft jetzt gerade nicht weiter, weil auch das ein langwieriger Prozess ist.

Die Katze beißt sich da gerade selber in Schwanz....und das ist halt Mist.:-(
 
Man muss halt den Ressourcenverbrauch reduzieren. Und das geht vor allem, indem man die Produktion von unnötigen Produkten wie z.B. Sportwagen einstellt.

Ein angeordneter bezahlter Urlaub wirkt für die Großkonzerne dann indirekt auch wie eine Vermögenssteuer, es wird also überschüssiges Vermögen an die unteren Einkommenschichten, nämlich die Mitarbeiter umgeschichtet.
 
Es wird produziert was sich für die Unternehmen lohnt. Und oft sind das Dinge die die Kunden wollen.
Außerdem wird der wegfall von Sportwagen die Welt mit Sicherheit nicht retten.
Alles andere geht in Richtung Planwirtschaft, naja das hatten wir hier drüben 40 Jahre....war nicht so der Hit.;)
 
In meinem Familienkreis und Freundeskreis gibt klare Differenzen zur aktuellen Bundesregierung. In erster Linie aufgrund der Maßnahmen der aktuellen Krisen. Sehr viele gehen zu Demos gegen die Bundesregierung und der Saktionen gegen Russland.

Man würde das Land absichtlich kaputt machen, würde viel Geld für Ukraine ausgeben und für die eigene Bevölkerung bleibt zu wenig übrig.
Auch durch die Sanktionen die immer teuer werdende Energie wie Gas.

Ich verstehe die Punkte schon. Kann allerdings auch nachvollziehen das man gebev Russland Sanktionen verhängt.
Glaube auch nicht das hier absichtlich etwas gegen die Wand gefahren wird.

Gibt es bei euch auch solche Differenzen im Freundes und Familienkreis? Wie geht ihr damit um?
Macht die Bundesregierung hier tatsächlich viel falsch?
 
Gibt es bei euch auch solche Differenzen im Freundes und Familienkreis? Wie geht ihr damit um?
Nein gibt es nicht.

Ich persönlich habe im Kopf, dass GB und Frankreich damals Deutschland den Krieg erklärt haben weil Deutschland Polen überfallen hat. Das war grade für GB welches eigentlich kein Ziel Hitlers war teurer als sich rauszuhalten,
aber es war doch im Endeffekt das richtige und die Briten haben mehr Schäden gehabt als nur weniger Gas zu bekommen.
 
[...]
Aber der Preis für Energie wird von Angebot und Nachfrage bestimmt. Wenn Habek sich vor die Energiebörse stellt und ruft:"Ich will das Gas und Strom nur noch ein Viertel des jetzigen Preises kostet!".....wird das halt nix bringen, da das Angebot durch Putin wegen Verknappung gering ist.
Auch ein senken der jeweiligen Steuern hilft nur kurz, da die Anbieter sich das innerhalb kürzester Zeit selbst einverleiben.[...]

Jain. Schon Ende letzten Jahres sind die Energiepreise durch die Decke gegangen. Da war von Lieferengpässen noch nichts zu spüren. Aber da wurde halt massiv spekuliert von den paar wenigen, großen privaten Energieversorgern - in Kombination mit tatsächlich etwas höherer Nachfrage u.A. aus Polen wegen eines recht strengen Winters. "Angebot und Nachfrage regeln den Preis" ist aber weitestgehend eine Lüge, um zu verschleiern dass die "Marktmacht" gerade bei lebensnotwendigen Bereichen wie Energie oder Wohnen fast ausschließlich auf Anbieterseite liegt. Die "unsichtbare Hand des Marktes" ist die Hand der Großunternehmen.
Jetzt kann man z.B.: wie ich der Meinung sein, gut warum haben wir überhaupt private Anbieter für lebenswichtige Infrastruktur? Sowas gehört in staatliche Hand.
Aber das hilft jetzt gerade nicht weiter, weil auch das ein langwieriger Prozess ist.

Die Katze beißt sich da gerade selber in Schwanz....und das ist halt Mist.:-(

Und darum muss, da stimme ich dir absolut zu, lebenswichtige Infrastruktur bzw. der gesamte Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge stärker unter staatliche Aufsicht gestellt werden. Also umgekehrt dazu, wie es in der dt. Politik momentan läuft, wo - nur zwei Beispiele unter vielen - ein Linder unter Aufsicht von Porsche oder ein hessischer Innenminister Beuth unter Aufsicht der Glücksspielindustrie steht.

Blablabla, Linkspopulismus, ich weiß.
 
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