ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Bäume sind extrem wichtig um das Klima in der Stadt zu regulieren und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Parkplätze durch Bäume zu ersetzen ist Klimaschutz und wertet das Quartier erhbelich auf, wenn es um die Lebensqualität geht. Wir brauchen autofreie Städte.
Autofreie Städte sind erst möglich, wenn auch ein autofreies Umland in greifbarer Nähe ist. Oder willst du die Städter einsperren? Fürs erste wäre schon sehr viel gewonnen, wenn man die Auto-Pendler aussperren würde. Auf der einen Seite zahlt man als Städter einige zusätzliche Abgaben (direkt oder indirekt über Gewerbekosten, die sich in Endpreisen niederschlagen), damit es einen öffentlichen Nahverkehr bis vor die Stadt gibt, aber zusätzlich zu den Park'n'Ride-Angeboten soll man dann auch noch große Einfallstraßen für die Drive'n'Parker freihalten sowie deren Gestank und Lärm akzeptieren. Und die Pendlerpauschale sowie der Bau von Pendlerstraßen außerorts wird auch noch mehrheitlich von Städtern bezahlt (weil es einfach mehr Städter gibt).
Stattdessen gehen diverse politische Initativen aber in die Gegenrichtung: Parkplätze für Pendler müssen bleiben, "damit die Innenstadt nicht stirbt", die Bewohner von selbiger werden in ihren Möglichkeiten weiter eingeschränkt...
Die Phantasien, die einige in meiner Gegend verbreiten, würden dazu führen, dass ich aus der Stadt raus aufs Land ziehen und jeden Tag 30-80 km mit dem Auto fahren würde, statt bislang 6 km mit dem Fahrrad. Das ist dann der Weg zur "autofreien" Stadt...
Werden die Autos kleiner und sparsamer?
Im Schnitt nicht. Aber ich habe noch niemanden gesehen, der z.B. mal konsequent SUVs abschleppen lässt, die über Parkplätze hinausragen. Stattdessen wird gefordert, die Parkplätze zu streichen.
(Mein aktueller Wagen ist übrigens 35 cm kürzer und 1,5 l sparsamer als der Vorgänger und beides sind Gründe dafür, warum ich überhaupt gewechselt habe. Leider musste ich feststellen, dass nur sehr wenige Hersteller einige andere für mich und auch allgemein sicherheitsrelevante Aspekte bei ihren Konstruktionen beachten, denn rein von der Größe und 95% der anderen Aspekte eines Autos hätte ich lieber ein noch einmal 10 cm kürzers und noch einmal einen Liter sparsameres Exemplar genommen und Potential für noch mehr Einsparung gesehen. Baute aber halt niemand ohne inakzeptable Kompromisse an anderer Stelle.)
Jeder der mal in bekannten deutschen Mittelgebirgsregionen oder ländlichen Regionen, wie Schwarzwald, Bayrischer Wald, Eifel, Hunsrück, Harz, Odenwald, Fichtelgebirge, Erzgebirge, Märkische Heide, Spessart, Wetterau, Lüneburger Heide, Brandenburgische Seenplatte, Emsland etc. etc. etc. gewohnt hat, sofort bestätigen wird.
Wer im bayrischen Wald, im Schwarzwald, der Lüneburger Heide oder Rhön wohnt und dort arbeitet, ist aber nicht von Beschränkungen für Autofahrer innerhalb Berlins oder Hamburgs betroffen. Solange es am nächsten größeren Bahnhof in seiner Nähe einen Parkplatz gibt, kann er (bei gut ausgebautem ÖPNV - der in den genannten Innenstädten gegeben ist) auch bei totalem Autoverbot gut dahinfahren. Das Problem besteht wenn dann in Gegenrichtung: Sollte ein Berliner mal in die Lünebürger Heide wollen, wäre es ineffizient, diese für diesen einen Anlass engmaschig mit ÖPNV zu überziehen. Wo nur einzelne Individuen leben, hat man halt Individualverkehr. Aber eben auch nur da zwangsläufig. Wo viele Leben ist er suboptimal.

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