Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Nicht jeder mag die Stadt...kann mir gar nicht vorstellen das man in solch einem Dreckskaff leben will und kann. Das ist doch eher ein rumvegetieren!?
Hab ich irgendwas in die Richtung geschrieben?
Aber wie schon zu diversen deiner Einwürfe: Auf dem Land leben und mit zwei Autos (anscheinend hat man die Alternative zumindest zusammen zu Pendeln nicht in Erwägung gezogen?) in die Stadt Pendeln ist ein (ökologisch wahnsinniger) Luxus, kein Grundrecht.
 
Das Pendeln allgemein kostet Lebenszeit. Es macht schon einen Unterschied, ob man 2x 1h nur unterwegs ist oder man 15min-30min bis zur Arbeitsstelle benötigt. Ebenfalls sind Kinos, Theater und andere Orte des öffentlichen Interesses weit weg. Lebenszeit ist kostbar..
Die Religionen mögen was anderes predigen, aber real lebt man nur ein einziges Mal. Das Leben auf dem Lande ist für Rentner, Leute mit Kleinkindern und Menschen, die dort unmittelbar beschäftigt sind interessant.
 
Die Frage ist aber:
Sinkt das Delta zur Stadt?
Sieh selbst:

Land:
*Klick*

Stadt:
*Klick*

Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Je weiter es Richtung Zentrum geht, umso teurer wird es. Wie in anderen Threads bereits erwähnt, bin ich selbst Vermieter im ländlichen Bereich. Glaub mir, da gruselt es dich was einige hier für Mieten verlangen. :daumen2: Das ist teilweise die pure Gier. Dazu noch die Geschichte mit dem Leerstand in und um München, und das Drama ist perfekt. Wohnraum fehlt einfach an allen Ecken und Enden. Egal ob sozialer Wohnungsbau oder der reguläre Wohnungsbau. Im Moment sind Rohstoffe und Baumaterialien auch extrem im Preis gestiegen. Siehe Bauholz. Das erschwert die Lage noch zusätzlich.

Und dass die zu dem Schluss kommen ist aus ökologischer Sicht auch absolut wünschenswert ;).
Absolut! War nur wirklich schwierig eine Wohnung in Arbeitsnähe zu finden. Man hat so extrem viele Mitbewerber das es wirklich traurig ist.

Nicht jeder mag die Stadt...kann mir gar nicht vorstellen das man in solch einem Dreckskaff leben will und kann. Das ist doch eher ein rumvegetieren!?
Das kommt immer auf die Stadt an. München hat Beispielsweise extrem schöne und auch viele grüne Ecken. Aber ich stimme zu, das man von der Betonwüste weg kommen muss. Begrünung und grüne Gebäude sind die Zukunft, wenn die Luft sauber bleiben soll.
 
Hab ich irgendwas in die Richtung geschrieben?
Aber wie schon zu diversen deiner Einwürfe: Auf dem Land leben und mit zwei Autos (anscheinend hat man die Alternative zumindest zusammen zu Pendeln nicht in Erwägung gezogen?) in die Stadt Pendeln ist ein (ökologisch wahnsinniger) Luxus, kein Grundrecht.
Du kannst aber auch nicht alle Leute in urbanen Gebieten unterbringen, dafür fehlt hier in Deutschland einfach der Platz und wenn zu viel Bevölkerung vom Land flieht, werden ganze Gebiete einfach "sterben".
Meine Hoffnung ist eher, dass sich durch Corona, das Homeoffice wesentlich mehr etabliert, denn das kann man genauso auf dem Land machen, wenn die entsprechende Internetleitung vorhanden ist und man muss dann vielleicht nur noch einmal die Woche ins "Büro" pendeln.
Breitflächig Homeoffice in den Branchen wo es möglich ist, würde schon viel von der Pendelei entzerren und wohl auch die Wohnsituation entspannen.
 
Ich wohne seit knapp 3 Jahren hier, ich weiß was hier ländlich ist und was nicht ?
 
Hab ich irgendwas in die Richtung geschrieben?
Aber wie schon zu diversen deiner Einwürfe: Auf dem Land leben und mit zwei Autos (anscheinend hat man die Alternative zumindest zusammen zu Pendeln nicht in Erwägung gezogen?) in die Stadt Pendeln ist ein (ökologisch wahnsinniger) Luxus, kein Grundrecht.
Zusammen pendel geht oft, machen die Leute ja auch(Arbeitskollegen). Da pendelt mal der eine und mal der andere. Der Lebensgefährte muss da eventuell in eine andere Richtung, bzw. andere Schichten.

Nur weil meist 2 Autos da sind, heißt das nicht, das die 2 Autos Zuhause nebeneinander stehen und an der Arbeit auch. Meine Eltern hatten auch 2...einer stand halt 90% nur rum...
Wenn man weg muss(nicht will) und kann nicht, ist das natürlich blöd.
 
Jemand mitbekommen das es jüngst von Beratern der Bundesregierung die Forderung *ähm* "Empfehlung" gab das Renteneintrittsalter auf 68 Jahre zu erhöhen?
Begründung war das man so weiteren drastischten Steigerungen bei den Bundeszuschüssen zu den Rentenkassen entgegenwirken müsse, die schon jetzt jährlich 95 Mrd. Euro, 20% des Bundeshaushalts, ausmachen und die künftig, durch die starke Alterung der Gesellschaft, noch drastisch weitersteigen dürften.

Recht heikles Thema so 3 Monate vor der Bundestagswahl...

Aber natürlich nur weiterhin symthomatisch dafür das lieber am totgerittenen Pferd "Deutsches Rentensystem" rumoperiert wird, als es endlich grundlegend zu reformieren.

Arbeitslosengeld und Rente gehören abgeschafft und durch ein Einkommensgeschichtetes Grundeinkommen ersetzt, das würde uns unzählige Probleme und dieses sinnlose rumgepfusche am Rentensystem ersparen.

Alleine aus den 95 Mrd. Euro Bundeszuschuss zu den Rentenkassen könnte man ein Einkommensgeschichtetes Grundeinkommen schon größtenteils finanzieren.
Und seinen wir ehrlich, die wenigsten Rentner in den kommenden 20-40 Jahren werden es überhaupt noch schaffen alleine durch ihre Lebensarbeitsleistung mal 1000 Euro Rente zu beziehen.
 
Wie willste das denn machen? Die heutigen Rentner wollen ja die die nächsten Jahrzehnte auch bezahlt werden und die heutigen Einzahler werden sich auch nicht mit qeniger abspeisen lassen, als sie Eingezahlt haben. Dazu müsste der Staat gleichzeitig Extrageld für das Grundeinkommen freischeffeln. Das geht nicht so einfach...
 
Du kannst aber auch nicht alle Leute in urbanen Gebieten unterbringen, dafür fehlt hier in Deutschland einfach der Platz und wenn zu viel Bevölkerung vom Land flieht, werden ganze Gebiete einfach "sterben".
Meine Hoffnung ist eher, dass sich durch Corona, das Homeoffice wesentlich mehr etabliert, denn das kann man genauso auf dem Land machen, wenn die entsprechende Internetleitung vorhanden ist und man muss dann vielleicht nur noch einmal die Woche ins "Büro" pendeln.
Breitflächig Homeoffice in den Branchen wo es möglich ist, würde schon viel von der Pendelei entzerren und wohl auch die Wohnsituation entspannen.
Das sehe ich sehr ähnlich, die Corona Krise hat doch in vielen Bereichen gezeigt, dass es funktioniert.
Meine Frau arbeitet in Wolfsburg bei einem bekannten Hersteller, seit Corona arbeitet sie nur noch von zu Hause und spart dadurch täglich 2,5h Lebenszeit und jede Menge Benzin.
Das geht natürlich nicht wenn man Handwerker oder Mechaniker ist aber es gibt zig Bereiche wo das funktioniert.
Sie selbst sagt man ist sogar effektiver weil man zu Hause (zumindest ohne Kinder) nicht ständig von Smalltalk abgelenkt wird.

Wir haben uns vor 2 Jahren für ein Eigenheim entschieden, ländlich, Neubau mit Wärmepumpe und Kamin für kalte Tage. Dazu kommt bei Zeiten noch eine Photovoltaik, denke damit haben wir was das Wohnen angeht viel getan (fraglich bleibt natürlich die CO2 Bilanz des gesamten Neubaus). Ich fahre täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit, bei Wind und Wetter, meine Frau Homeoffice (mit der Hoffnung, dass es auch nach Corona mehr Homeoffice Zeit gibt).
Unsere PKWs stehen seit einem Jahr nur noch vor der Tür, ca. 3000km Gesamtlaufleistung für uns beide.
Das Glück so leben und arbeiten zu können hat aber nicht jeder, fast alle meine Freunde müssen täglich 50 - 100km pendeln, ÖPNV ist bei uns nicht sinnvoll nutzbar.
Die Politik kann die Preise für Benzin ja erhöhen wie sie wollen, so lange es keine sinnvolle Alternative zum PKW gibt müssen viele fahren. Vielleicht erwischt man den einen oder anderen der nicht mehr mit dem Auto zur Tanke fährt um Kippen zu kaufen aber selbst das ist vielen einfach egal.
E-Fahrzeuge sind keine Alternative in meinen Augen, die Umweltverschmutzung für den Lithiumabbau ist eine Katatrophe und der Strom dafür kommt nur zu 20%? aus erneuerbaren Energien.

Sinnvoll wäre es in meinen Augen E-Bikes zu fördern anstatt E-Sportwaren und E-SUVs. Das E-Bike erhöht die Reichweite für untrainierte Menschen von 2-3km auf bestimmt 5-10km. Mit einem PKW Akku könnte man 10 Fahrräder bauen, gerade in der Stadt wäre das für viele bestimmt auch eine Zeitersparnis gegenüber dem PKW mit zig roten Ampeln. Wenn man da noch nenn Anhänger anbaut kann man damit sogar Problemlos den Einkauf erledigen, aber das muss der Endverbraucher auch wollen. Solange die Menschen mit dem PKW ins Fittnesstudio fahren ist denen eh nicht mehr zu helfen.

Aber auch das ist nur eine von vielen großen, sehr unbequemen Baustellen um dieses Thema anzugehen.
Unsere Politik beschäftigt sich aber lieber damit die Klimaziele zu verschärfen. Es gab zwar keine Lösung das Ziel bis 2040 zu erreichen aber wir verringern die Zeit mal auf 2035... (hab die exakten Zahlen nicht im Kopf).

Aber das Klima ist auch nur eines von vielen Themen die für die nahe Zukunft sehr wichtig werden.
Was die Wahl angeht bin ich ratlos, aber populistische Extreme fallen aus!
 
Sinnvoll wäre es in meinen Augen E-Bikes zu fördern anstatt E-Sportwaren und E-SUVs. Das E-Bike erhöht die Reichweite für untrainierte Menschen von 2-3km auf bestimmt 5-10km.
Sehe ich einerseits auch so, andererseits muss man sich aber auch vor Augen führen von welchen Beträgen wir da reden. 10% eines teuren E-Bikes sind 300€. Wenn man sich etwas umguckt eher 200€.
Die Bürokratie da zum Auto vergleichbare Kaufprämien abzurechnen ist es imo nicht wert.
Genau so beim Leasing abrechnen wie Autos darf man sie dagegen schon länger.
Bleibt also nur die allgemeine Förderung der Fahrrad Infrastruktur und da tut sich zum Glück schon einiges.
gerade in der Stadt wäre das für viele bestimmt auch eine Zeitersparnis gegenüber dem PKW mit zig roten Ampeln.
Nur beim Parken. Ansonsten gelten Verkehrszeichen wie eine Ampel ja schließlich auch für das Rad ;).
 
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