Eine Sache noch, damit das für die Zukunft für mich und dich festgehalten ist
dass der Kauf von Gasheizungen explosionsartig angestiegen ist
2022 war ich einer davon. Nicht weil ich keine WP wollte, sondern weil alle irre waren und ich mitten in der Sanierung des großelterlichen Hauses steckte und ums Verrecken keinen Energieberater bekam. So wurde die Heizung, die hier vorher aus Nachtspeicheröfen und Holz-/Kohleofen bestand

, durch eine Zentralheizung mit neuen Rohren und auch neuen Heizkörpern ersetzt. Sind nullachtfünfzehn Typ 22, allerdings absichtlich etwas größer dimensioniert worden, weil ich auch mit der Gasheizung eine niedrigere Vorlauftemperatur haben wollte. Für die Zukunft mit WP ist's umso besser. Es stand auch im Raum in Teilen eine Fußbodenheizung zu verlegen. Das hätte aber so viel Aufwand gemacht bzw. wäre im OG vom Statiker nicht abgesegnet worden, sodass wir uns das gespart haben.
Als ich die Hütte umbaute, da musste das Dach neu eingedeckt werden. Das war auf. Da ist dann tatsächlich ne fette Dämmung drauf gekommen. Die alten Holzfenster waren auch rott und mussten raus. Die meisten Neuen sind 2-fach verglast. In ein paar Räumen sind 3-fach verglaste Schallschutzfenster drin. Vornehmlich die Räume in denen man schläft und das "Büro" meiner Frau. Ansonsten gibt es hier noch zwei Stellen, wo Wärme so richtig flöten geht. Die Hauseingangstür und der nun zum Teil der Küche gewordenen Windfang mit ungedämmtem und viel zu dünnem Mauerwerk. Aber da passt eine Einblasdämmung rein. Ist günstig und wird seinen Zweck erfüllen. Wenn diese beiden Sachen erledigt sind, dann könnte man noch die Kellerdecken dämmen. Die Räume unter uns werden aber quasi eh beheizt. Mal sehen. Ist für uns eher so eine Komfortfrage.
Da der Chef von meinem Heizungsbauer 'nen Trottel war und meinte, man müsse die Vorlauftemperatur auf 70° C auslegen und gleichzeitig den hydraulischen Abgleich versemmeln, habe ich mich zu Beginn der Heizperiode nun selber erst schlau und dann ans Werk gemacht und die Einstellungen deutlich nach unten verschoben. Leider ist das Gasbrennwertgerät viel zu groß dimensioniert und takte wie die Hölle, wenn der VL unter 40° C sein soll. Damit muss ich aber nun leben.
Jedenfalls, als wir die letzte Woche ein paar Tage mit dauerhaften Minusgraden hatten, da hatte ich einen Vorlauf von knapp unter 43° C bei 21° C angepeilter und erreichter Temperatur in allen Wohnräumen. Ich schätze, dass ich an wirklich kalten Tagen mit -15° C bei um die 50° C landen werde. Das ist dann aber ja eh nicht die Regel. Am Meer ist's auch im Winter tendenziell eher so leicht im Plus.
Ohne Optimierungen der Heizung hatte ich im Jahr 2023/24 einen Wärmebedarf (inkl. Wasser) von 22.000 kWh bei rund 170 m² und 2 Personen die meiste Zeit über. Ich hoffe, dass ich durch die Optimierungen am Ende so bei 18-19 MWh für 2024/25 lande. Das wären dann 110 anstatt 130 kWh / m². Dafür dass das Haus von 1960 ist und bis aufs Dach keine Außendämmung hat, eigentlich schon ganz ordentlich. Damit wäre man mit einer WP und einer nicht unrealistischen JAZ von 3.5 bei rund 5.500 kWh. Bei einem Preis von aktuell 30 Ct / kWh käme man auf rund 1650 € an Kosten für Wärme. Aktuell zahle ich 9 Ct / kWh für Gas. Das wären 1700 €. Da das Gas selber aber deutlich teurer werden wird und auch die Netzentgelte in den kommenden Jahren massiv steigen werden, wird der Vorteil der WP immer größer. Da rechnet sich die Investition schon.
Ich selber denke, dass der Punkt für einen Wechsel von Gas auf WP bei mir so in etwa 10 Jahren erreicht sein wird.
Mal sehen, was in 2 Jahren der Status ist. Ich bin gespannt.
** Kleiner Nachtrag aus Transparenzgründen:
Ich habe eine knapp 14 kWp PVA mit nicht so optimaler NW zu SO Ausrichtung - keinen Speicher. Das Dach hat mit allen Dachfenstern und auf Grund der Größe rund 90.000 € gekostet. Der Austausch der 13 teils sehr großen Fenster schlug mit 20.000 € zu Buche. Die Installation der gesamten Heizungsanlage mit allen Leitungen, Fittingen, dem Brennwertgerät, Pufferspeicher etc kam auch so um die 30.000 €.
Förderung gab es nur fürs Dach. Ist 'nen 60.000 € Kredit mit knapp über 2 % Verzinsung und 12.000 € Tilgungszuschuss für eine Einzelmaßnahme.
Ich habe kein E-Fahrzeug. Das ist vermutlich in 2-3 Jahren dran.