wenn ich als moslem, wenn ich einer wäre, eine bibel verbrenn juckt das die meisten nicht, und auf jedenfall gibts dann keine toten.
Wenn du als Moslem das Schriftstück verbrennst, dass den Lehren des Propheten Jesu am nächsten kommt, dann solltest du mal über deine Glaubenseinstellung nachdenken - und vermutlich werden dich auch deine Glaubensgenossen darauf hinweisen.
Aber du hast recht:
Da die Bibel als Werk von Menschen nicht heilig ist, dürfte die Empörung geringer ausfallen. Aber du kannst dich ja mal hinstellen und ein paar heilige Symbole des Christentums anstecken (Kreuze sind ein guter Ansatz, Kirchen oder Reliquien wären besser) und gucken, wie vollkommen desinteressiert selbst Reformierte reagieren, deren Gläubigkeit sich auf einen Kirchenbesuch alle zwei Monate beschränkt.
doch. die leben in höhlen, geistig. welcher normale gesunde mensch würde sich für einen glauben in die luft sprengen wollen?
Jemand, der einen echten Glauben hat. Das hat nur wenig mit Intelligenz oder geistiger Gesundheit, sondern viel mit Meinung und Einstellung zu tun - denn bis auf weiteres gibt es keine rationale Antwort auf die Frage nach dem Glauben (deswegen heißt der so). In dem Moment, in dem man fest an eine Religion mit irgendwas-nach-dem-Tod glaubt, kann der Glaube auch über dem eigenen Leben stehen.
Dann braucht es "nur" noch einen Hassprediger, der einem sehr abstruse Ideen einredet, was für Taten denn im Sinne des Glaubens wären... . Aber da zeigen eine ganze Reihe von Sektenführeren, dass das z.T. selbst bei gebildeten Leuten erschreckend einfach ist.
wären die intelligent hätten sie den anschlag am 11.9 nicht durchgeführt, dann hätten sie gewußt das die usa mit aller härte zurückschlagen wird. oder siehe irak, die usa haben einen großteil ihrer leute abgezogen aber dennoch gibts weiter anschläge. was macht das für einen sinn? und das wegen ihres glaubens.
Den Sinn der Anschläge solltest du eher von der Warte derjenigen beurteilen, die sie in Auftrag geben. Und die sind z.T. von genug Hass erfüllt, um das Töten als alleinigen Sinn zu akzeptieren, ansonsten reicht ihnen aber alles, was die Macht ihrer Feinde auch nur ein bißchen schwächt.
Den Typen, die sich tatsächlich in die Luft jagen, redet man nur ein, dass sie damit eine große Tat für ihren Glauben erbringen - brainwashing, fertig.
und da sollen wir bzw die amis am ground zero eine moschee akzeptieren?
Da sollte man vielleicht mal anmerken: Niemand will eine Moschee am Ground Zero bauen. Jemand möchte eine ein paar Blocks weiter bauen - und wieso sollte es in einem Land mit Religionsfreiheit nicht möglich sein, ein Gebäude zur Ausübung des eigenen Glaubens an einer Stelle zu bauen, die noch vor ein paar Wochen keine Sau interessiert hat? N halbes Jahr nach 9/11 war diese Gegend von so enormer symbolischer Bedeutung, dass man noch nichtmal den Staub von den Fassaden gewascht hatte, wärend Imobilienmakler versucht haben, das Zeug irgendwie loszuwerden. Aber sobald jemand ne Moschee in Manhattan bauen will, ist der Teufel los...
Verlangt eine nenneswerte Anzahl, dass wir oder die US-Amerikaner dies tun?
Nein.
Sobald jemand auf diesem Wege die Grundrechte aushebeln will, ist das sicherlich genauso ein Problem, wie wenn es jemand auf Grundlage von Religionszugehörigkeit machen will.
(d.h. wenn es ein Staat mit schöner Regelmäßigkeit macht, dann ist es natürlich nur so lange ein Problem, wie wir ihn nicht über Petro$ finanzieren. Wenn sie die Steine von unserem Geld kaufen, gilt es die internationale Zusammenarbeit zu vertiefen)
Die meisten islamischen Länder haben halt die Aufklärung verpasst und sind jetzt ungefähr da, wo wir im Mittelalter waren.
Mag daran liegen, dass die Aktivitäten der Reformatioren gegen die (später katholisch genannte) Kirche in der islamischen Welt (keine Kirche, kein Ablasshandel, keine Deutungshoheit, keine Messe in unverständlicher Sprache) auf wenig Anwendung stießen, denn irgendwie waren die damals schon lange in der Renaissance...
Dann müstte man alle Religiösen Bücher verbrennen und alle Priester töten, denn Religion ist immer nicht so ganz demokratisch, was ja auch klar ist, da die meisten Religionen tausende Jahre alt sind und da hat man halt noch nicht viel gewusst von Demokratie
Gleichberechtigung ist kein so fürchterlich neues Konzept, nur die größerflächige Anwendung hat lange auf sich warten lassen. Aber selbst sehr neue religiöse Strömungen haben jedesmal den hochgradig undemokratischen Grundgedanken eines höheren Wesens, dass die Gesetze vorgibt.
Aber wenn die Bibel unseren Grundsätzen widersprechende Dinge lehrt, werden sie nicht umgesetzt. Im Koran und Gottesstaaten schon.
Die werden "im Koran" genauso umgesetzt, wie "in der Bibel": Theoretisch zu 100%, praktisch gar nicht - weil "im Buch" nunmal nicht praktisch ist. Da zählt "in der Gemeinschaft" und dass ist der Punkt: In einem Staat, der sich über die religion definiert, wiedersprechen sie nicht den Grundsätzen, sondern sie geben die Grundsätze vor und werden umgesetzt. Egal ob Saudi Arabien oder Vatikan. In einem Staat, der sich nicht über die Religion definiert, werden sie nicht umgesetzt - mehr oder minder. (mehr: z.B. Deutschland, wo es nur staatlich finanzierte religiöse Beeinflussung im Bildungssystem gibt, weniger z.B. in der Türkei, in der das Tragen von Kopftüchern an der Universität verboten ist)
Das Problem ist Fundamentalismus, nicht dessen Richtung.