just my 2 cents:
Die meisten islamischen Länder haben halt die Aufklärung verpasst und sind jetzt ungefähr da, wo wir im Mittelalter waren. Nicht technologisch, sondern gesellschaftlich und strukturell. "Rechtsstaat" ist meistens ein Fremdwort und bestimmte Grundrechte der Genfer Konventionen werden einfach ignoriert, beispielsweise freie Ausübung von Religion oder sexuellen Praktiken.
Ich denke, dass man solche Entwicklungen nicht tolerieren sollte. Zwar haben wir eine andere Werte in unserer Gesellschaft, ich denke aber, es steht uns zu, eine Minimalmoral einzufordern. Bestimmte Grundrechte müssen einfach gewährt sein, das ist nichts "Westliches", sondern einfach etwas Menschliches. Das hat nichts mit Intoleranz / Aufdrängen von Werten zu tun.
Auch in Bezug auf die sich in Deutschland bildenden, muslimischen Parallelgesellschaften sollte man viel härter eingreifen. Es kann nicht sein, dass die Polizei sich in manche Viertel nicht mehr reintraut und es dort faktisch keinen Rechtsstaat mehr gibt, sondern eigenes Recht, das (Un-)Recht des körperlich Stärkeren. Hier darf man nichts tolerieren. Hört sich etwas nach Roland Koch an, wobei ich eigentlich aber nicht generell als konservativ beschreibbar bin.
Ich fühle mich verpflichtet, mich dafür einzusetzen, dass jeder Mensch bestimmte garantierte Grundrechte hat, die überall gelten. Keiner soll sich vor Folter oder politischer Gefangennahme fürchten müssen oder aufgrund seiner Religion Angst haben zu sterben. Das erstmal als Prämisse. Gleichheit ist also erstrebenswert, sogar mehr als das, die GEZ würde wahrscheinlich sagen "weils einfach Pflicht ist..."
Und genau diese Gleichheit existiert auch auf einer anderen Ebene nicht, auf der der Akzeptanz. Bei uns wird täglich in Moscheen hassgepredigt, es interessiert keinen. In den meisten islamischen Ländern kann ich keine Kirche errichten. Die Bibel wird verbrannt, die Medien heißen es gut. Bei uns wird es einfach nur verachtet, den Koran zu verbrennen. Und als absurdestes überhaupt wird u.a. mit der deutschen Vergangenheit argumentiert, was völlig absurd ist. Das aber nur so am Rande. Natürlich ist unsere "Vergangenheit" aufs Schärfste zu verurteilen, aber man kann es nicht als Totschlagargument verwenden.
Ist es nun legitim, den Koran zu verbrennen? Ich würde es lassen, aus Gründen des Respekts. Aber hindern würde ich keinen dran. Allerdings verstehe ich nicht, wieso es so schlimm sein sollte. uns respektiert man in "Gottesstaaten" auch nicht und wir sind quasi nix wert. Die Tatsache, dass die Moslems sich dann so angegriffen fühlen, zeugt doch wieder nur von deren eingangs erwähnten Rückstand, vgl. auch Mohammed-Karikaturen.
Und:
"(vorgeheuchelte) Toleranz" als Begriff gefällt mir sehr gut, ich denke sowieso, dass sehr viel Heuchelei dabei ist. Aktuelles Beispiel ist ja schon das Buch unseres Thilo Sarrazins. Wenn schon innerhalb Deutschlands so wenig Akzeptanz vorhanden ist, dann brauch ich ja gar nichts mehr zu sagen.
Wenn ich mit nem Messer von einem Geisteskranken bedroht werde, erkläre ich ihm ja auch nichts, sondern wehre mich. Dem kann man nix erklären. Analog ist es auf zwischenstaatl. Ebene mit den muslim. Staaten und der westlichen Welt. Daher sind sogenannte
Präemptivschläge (wiki) meiner Meinung nach auch legitim, sobald es um extremistische/fundamentalistische Gruppierungen geht. Aber darum geht es hier ja nicht.
So, das war mal ein Wirrwar, oder?^^
Achja, edit: [X] JA