Intel: Fertigung angeblich 2015 in 10 nm und 2017 bereits in 7 nm

das problem ist einfach, das intel Geld verbrennt durch das forcieren der shrinks. Dem aber nicht genug. Sie mussenbei allem anderen auch noch mehr auf die tube drücken, weil sonst gibt es stagnation, und das wäre sehr schlecht.
 
Artikel schrieb:
schon 2015 erste Produkte in 10 nm auszuliefern, wohingegen ein Fertigungsprozess in 7 nm schon 2017 an den Start gehen soll
Beeindruckend, wahrscheinlich wird die Verkleinerung am Markt nicht so schnell ankommen, aber das dies so schnell gehen soll überrascht mich ein wenig, hoffe aber das dies stimmt.
 
Intel forscht aber auch in allen anderen Bereichen enorm. Ja die treiben die Shrinks auch voran, aber eben auch andere Techniken, welche momentan noch nicht interessant sind, dann aber am ende des shrinks kommen werden und auch dort bauen sie sich eine wissensbasis auf.
 
das problem ist einfach, das intel Geld verbrennt durch das forcieren der shrinks. Dem aber nicht genug. Sie mussenbei allem anderen auch noch mehr auf die tube drücken, weil sonst gibt es stagnation, und das wäre sehr schlecht.
Was bedeutet Geld vebrennen?
Das man nicht das maximal mögliche vom Umsatz und Gewinn abgeschöpft hat?
 
Intel shrinked nicht nur blind drauflos sondern ist auch in fast allen andern Bereichen (mit) führend. Würden sie langsamer Shrinken hätten sie nichts davon würden aber ihre Führung bei der Fertigung nicht nur langfristig sondern kurzfristig gefährden.

IBM ist ihnen mit dem neuen 22nm SoI Prozess jetzt wieder dicht auf den Fersen bzw. hat Intel wieder eingeholt, wenn Intel nachlässt sind sie schnell nicht mehr besser als die anderen.
 
Intel shrinked nicht nur blind drauflos sondern ist auch in fast allen andern Bereichen (mit) führend. Würden sie langsamer Shrinken hätten sie nichts davon würden aber ihre Führung bei der Fertigung nicht nur langfristig sondern kurzfristig gefährden.

IBM ist ihnen mit dem neuen 22nm SoI Prozess jetzt wieder dicht auf den Fersen bzw. hat Intel wieder eingeholt, wenn Intel nachlässt sind sie schnell nicht mehr besser als die anderen.

Warum kommt sowas nicht von amd?
Entwickeln die nicht auch? Forschen und shrinken die nicht?
 
Warum kommt sowas nicht von amd?
Entwickeln die nicht auch? Forschen und shrinken die nicht?

Doch - aber mit gefühlten 2% des Kapitals das Intel dafür aufwenden kann... ;)
AMD ist verglichen mit Intel was die marktwirtschaftliche Größe und damit Reserven für Forschungsgelder angeht ein Winzling.

Nur um die Größenordnung zu sehen:
AMD kannst du für 2,8 Milliarden Dollar Kaufen.
Intel macht in einem Jahr 53 Milliarden Dollar Umsatz und kostet momentan über 100 Milliarden Dollar (die 2% waren also ganz gut geschätzt :ugly:)!

Intel hat übrigens einen Cashwert (also frei verfügbares Kapital) von üblicherweise zwischen 5 und 10 Milliarden Dollar - damit könnten die (wenn das so einfach ginge) AMD 2-3x kaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also wenn jemand überhaupt Alternativen für die Zeit nach der 5nm- Fertigung findet, dann ist Intel sicher ein Kandidat.

Ich denke schon, dass Intel da bereits intensiv dran forscht.
 
das problem ist einfach, das intel Geld verbrennt durch das forcieren der shrinks.

Was heißt "Geld verbrennt"?
-Genau dieses Vorpreschen hat Intel doch soweit in Führung gebracht. AMD & Global Foundries hat man mittlerweile meilenweit hinter sich gelassen. Einzig IBM, Samsung und TSMC sind theoretisch noch Konkurrenten im Fertigungsgeschäft.

Das ist definitv kein Verbrennen, sondern eine Investition in die eigene Marktstellung! Ein Verbrennen wird es erst, wenn man auf einer Fertigungsstufe angekommen ist, auf der die Forschungen keine Früchte mehr tragen.


Dem aber nicht genug. Sie mussenbei allem anderen auch noch mehr auf die tube drücken, weil sonst gibt es stagnation, und das wäre sehr schlecht.

Stagnaton gibt es doch schon bereits!

--> Intel lebt einzig und allein von den Fortschritten der kleineren Fertigungsgrößen, die sie sofort für mehr Energieeinsparungen und dickere iGPU investieren.

Ohne kleinere Fertigungsstrukturen für mehr Platz/Energiepotential wäre dies unmöglich! Seit der Einführung der Core-i-Struktur in 2008 hat sich die Architektur kaum verändert. Abgesehen von der Implementaton der Spannungswandler (Whatever!) ist sie nahezu gleich. Sie wurde höchsten aufgebohrt und die Grafikeinheit massiv vergrößert und mehr Cache reingepumpt(!).

--> Besagte Stagnation hat man schon seit der Eifnührung von Sandy-Bridge. Seither tritt man leistungsmäßig fast auf der Stelle.

Natürlich gebe ich dir recht, dass ein Architekturwechsel bzw. Forschung dafür auf lange Sicht sinnvoller ist. Aber welches Unternehmen denkt schon langfristig. Das ist scheinbar aus der Mode gekommen.

--> Ich denke spätestens nach Skylake wird Intel anfangen müssen gen anderen Strukturen und besserer Softwareoptimierung zu arbeiten!



Warum kommt sowas nicht von amd?
Entwickeln die nicht auch? Forschen und shrinken die nicht?

Vergiss AMD, die haben genug zu tun dauerhaft auf schwarze Zahlen zu kommen. Forschung ist da aktuell nicht, da "KEIN GELD" vorhanden ist. Daneben hat sich AMD 2012 selbst aus dem CPU-Rennen verabschiedet. Centurion ist das Paradebeispiel, wie weit zurück AMD ist und vorallem wie verzweifelt. Außer APUs hat AMD nichts gegen Intel und diese holen stetig auf!


Also wenn jemand überhaupt Alternativen für die Zeit nach der 5nm- Fertigung findet, dann ist Intel sicher ein Kandidat.

Zurzeit ist das alles noch graue Theorie. Viele behaupten ab 7nm wird es kritisch, da Forschungs- und Fertigungskosten pro Stufe rasant ansteigen. Es muss erst noch ein passendes Konzept für die Zeit nach 7nm gefunden werden.

--> Man merkt heute schon wie Intel mit den Problemchen der 22nm-Fertigung kämpft. Ivy-Bridge und Haswell sind gute Beispiele dafür!

Im Ernst, ich traue Intel nicht einmal 10nm zu!
-Mit Skylake sind wir irgendwo bei 14nm. Jede Roadmap sagt da etwas anderes. Danach wird erst einmal ein Loch sein. Auch wenn es gegenteilige Berichte gibt, rechne ich nicht vor 2016/2017 mit ausgereiften Modellen. Vielleicht kommt die Bananenversion früher, aber Early-Adaptor spiele ich nie wieder für Intel. Das hat mir schon genug Mainboards/CPUs zerhauen.

--> Die ständigen Probleme vorallem mit USB/Chipsatz sind beispiellos für Teile von Intels Inkompetenz was Implementierung anbelangt!


Ich denke schon, dass Intel da bereits intensiv dran forscht.

Nicht jede Forschung wirft auch zufriedenstellende Ergebnisse ab.

---> Da ist kein Strategiespiel, in dem auf einen Knopf drückt und nach gewisser Zeit kommt die nächste Bau- / Upgradestufe!
 
Beeindruckend. Höchst beeindruckend. Da muss man vor Intel einfach mal den Hut ziehen. Hier ist Innovation an der Tagesordnung. Leider hat AMD seine Fabs verscherbelt. Musste wohl auch sein wegen Geldnot. Die Frage lautet: Wer kann Intel auf Dauer überhaupt Paroli bieten? Denn jetzt grast Intel erstmal richtig den Tablet/Mobil Sektor ab.
 
Intel ist und bleibt ein Monopolist bei x86, egal was für Träumereien hier in AMD gesteckt werden.
AMD ist schon lange kein Konkurrent für Intel mehr, mit den verbundenen Konsequenzen für den Markt daraus.
Irgendwelche Träumereien von der US-Kartell-Behörde haben sich als Luftschlösser erwiesen.
Im Gegenteil, Intel hat AMD noch einmal kräftig Marktanteile abgezogen.....

Zur Fertigung kann ich nur noch einmal auf die physikalischen und wirtschaftlichen Grenzen hinweisen:

Moor´s Law.jpg

(Quelle)

Es ist schon sehr interessant, wie unterschiedlich man bei Intel selbst die eigene Fertigung beurteilt.
DARPA:
Moore selbst meint, dass ab 2020 Schluss ist mit den Shrinks, Dr. Robert Colwell meint 2022, und jetzt kommt diese Prognose von Intel.
Egal wie, Intel läuft mit Volltempo gegen die Wand der Physik, und ernsthafte neue Technologien sind nicht in Sicht.
Alles was es bis jetzt gibt sind Krücken um sich Zeit zu erkaufen, Optimierung der Architektur, höhere Chipgröße, und/oder Stapelung der Chips.
Irgendwelche Fantasien von Quantencomputern könnt ihr in den Nächsten 10-20 Jahren locker vergessen.

Was also wird bleiben, nachdem man spätestens in 9 Jahren nach Colwell gegen die Wand der Physik gefahren ist?
7 Jahre nach Moore selbst sind ja nicht mehr so viel Zeit....
 
Zuletzt bearbeitet:
Viele von euch vergessen offenbar das es sehr wohl einige Ansätze gibt wie man auch nach einem Ende der Verkleinerung weitermachen kann:

Mit besseren Mikroarchitekturen...

...oder mit höheren Frequenzen...

...oder mit mehr Chipfläche...

Mit neuen Materialien könnten über 100GHz möglich sein, mit 3D Chips bzw. Stacked Chips könnte man die Chipfläche massiv anheben (wenn auch mit höheren Produktionskosten). Das Moorsche Gesetz muss jedenfalls nicht mit der Strukturverkleinerung enden!

Es gibt dann auch noch weitere interessante Technologien, etwa integrierte optische Schaltkreise.



In einem nicht unwichtigen Bereich wird die Verkleinerung übrigens schon sehr bald zu Ende sein- Flash Speicher.

Flash lässt sich nur bis etwa 10nm verkleinern, dann ist die Ladung im Floating Gate nichtmehr klar definierbar. Bereits ~2015-2017 wird diese Grenze erreicht sein. Mit 3D Flash wie ihn Samsung gerade auf den Markt gebracht hat geht es dann vielleicht noch ein, zwei Generationen weiter, das war es dann. SSDs, die preislich mit Magnetfestplatten konkurrieren können werden wir wohl nie sehen. Eine Rettung können nur neue Technologien wie etwa FeRAM, RRAM MRAM oder PCM sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich warte auf den Tag wo dieser nm Mist ein Ende hat. Wir warten seit Jahren auf Leistung und es passiert nichts.Seit Sandy 2xxx passiert nichts und es macht kein Sinn aufzurüsten. Ich erwarte keine riesen Sprünge von Jahr zu Jahr aber es passiert rein garnichts

Wenn die Verkleinerung ein Ende hat, müßen die Großen endlich mal was tun und neue Wege gehn.
Hört auf 3xxx und 4xxx zu kaufen und um so schneller kommt der Wandel. Denn nur wenn sie kein Geld verdienen passiert auch was.
 
Das es in den letzten Jahren im Mainstream Desktop Bereich in Sachen Leistungsentwicklung langsamer weitergeht hat nichts mit der Strukturverkleinerung zu tun und hat auch sonst wenig techniche Gründe, das liegt einfach an Intels Produktpolitik... und in dem Zusammenhang an de-facto fehlender Konkurrenz.

Das letzte was man sich vom Ende der Verkleinerung erwarten sollte ist ein schnelleres Wachstum der Rechenleistung.
 
Mit besseren Mikroarchitekturen...

...oder mit höheren Frequenzen...

...oder mit mehr Chipfläche...

Mit neuen Materialien könnten über 100GHz möglich sein, mit 3D Chips bzw. Stacked Chips könnte man die Chipfläche massiv anheben (wenn auch mit höheren Produktionskosten). Das Moorsche Gesetz muss jedenfalls nicht mit der Strukturverkleinerung enden!

Es gibt dann auch noch weitere interessante Technologien, etwa integrierte optische Schaltkreise.

Moore selbst sagt sein "Gesetz" endet um 2020.
Das ist also eine Relativierung von ihm selbst.

CB schrieb:
Moore selbst geht heute auch von einem Ende des Gesetzes um das Jahr 2020 aus, während Pat Gelsinger das Ende eher um das Jahr 2019 prognostiziert.
DARPA:

Alles was Du hier aufgezählt hast, sind "nur" Hilfsmittel um sich Zeit bis zu einer neuen Technologie zu erkaufen.

Stacked Chips z.B. würden sich deutlich schlechter kühlen lassen.
Stelle Dir einen Würfel aus stacked chips vor. Selbst mit einer raffinierten Flüssigkeitskühlung ist das kaum realisierbar.
Mehr Chipfläche ist auch nicht unbegrenzt möglich. Stacked Chips gehen ja schon in diese Richtung.
Wo wird da die Grenze sein, Din A4, Din A5?
Neue Stoffe wie z.B. Mölybdänit (MOS²) haben nicht nur Vorteile sondern auch Nachteile, z.B. dass MOS² sehr spröde ist.

Leider hört man aktuell auch nichts von der Industrie, wie es nach Silizium weitergehen soll.
Wie als wenn es kein Problem darstellt, wenn man nicht mehr Shrinken kann.
TSMC z.B. verweist schon jetzt an seine Auftraggeber das einzuplanen, und über neue Architekturen etwas Steigerung zu erreichen.

PCGH schrieb:
Diese Aussagen decken sich in etwa mit denen des Auftragsfertigers Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), dessen CEO spätestens das Jahr 2019 als Ende des Mooreschen Gesetzes sieht. Colwell plädiert nun dazu, bereits jetzt die Stagnation des Fertigungsprozesses einzuplanen, sodass Leistungssteigerungen auch ohne entsprechende Shrinks möglich sind. Diese müssten dann mit Neuerungen respektive Verbesserungen von Architekturen einhergehen.
Moore's Law: Ehemaliger Chefentwickler bei Intel sagt Ende des Gesetzes für 2020 bis 2022 voraus
 
Zuletzt bearbeitet:
...die sie sofort für mehr Energieeinsparungen und dickere iGPU investieren.

Das iwürde ich so nicht sagen - siehe Ivy Bridge E wo man die 22nm nutzt um die CPU massiv aufzubohren, von 8 auf 12 Kerne bei gleicher TDP zu erweitern und damit eine Leistungssteigerung von 40-45% erreicht.

--> Besagte Stagnation hat man schon seit der Eifnührung von Sandy-Bridge. Seither tritt man leistungsmäßig fast auf der Stelle.

siehe oben

--> Man merkt heute schon wie Intel mit den Problemchen der 22nm-Fertigung kämpft.

die da währen?
 
Was bedeutet Geld vebrennen?
Das man nicht das maximal mögliche vom Umsatz und Gewinn abgeschöpft hat?
Das auf der einen Seite, vor allem aber, das man sich selbst unnötig Druck macht. Intel liegt VOR dem Zeitplan, und das nicht zu knapp. Sie rennen also als erstes gegen die Wand, und das auch noch schneller als erwartet...

Das Problem ist doch:

  1. Sie haben jetzt erhöhte Kosten, weil schneller die Nodes fertigungsreif zu machen mehr Geld kostet
  2. Die Anlagen werden noch kürzer/genau so kurz genutzt wie bisher, die Kosten können sich also nicht über einen längeren Zeitraum amortisieren
  3. Die Konkurrenz erhät für Lau die Ergebnisse aus der Tool-Forschung bei den Drittherstellern, die Intel noch weiter forciert
  4. Man raubt sich selbst Zeit, um an den Alternativen zu arbeiten, von denen niemand! weiß, ob die rechtzeitig bis 2020 fertig werden. Bei manchem weiß man sogar gar nicht, ob man es je Massenmarkttauglich bekommt...
Vor allem der Faktor "Zeit" ist halt extrem! wichtig. Damit verbrennt Intel wirklich Geld, weil Sie auf allen Ebenen Unsummen zusätzlich rienkippen müssen, um den Zeitplan ein zu halten, und dann nicht plötzlich für 2-3 Jahre komplett ohne jedweden Fortschritt da zu stehen...


Und das alles bei stagnierenden Märkten...


Warum kommt sowas nicht von amd?
Entwickeln die nicht auch? Forschen und shrinken die nicht?
AMD hat keine eigene Fertigung mehr und dazu kommt noch, das GlobalFoundries, IBM und Samsung zusammen an den neuen Nodes arbeiten. Alleine kann sich das eigentlich keiner mehr leisten, außer man heist Intel, aber selbst die müssen schwer bluten.

Also wenn jemand überhaupt Alternativen für die Zeit nach der 5nm- Fertigung findet, dann ist Intel sicher ein Kandidat.

Ich denke schon, dass Intel da bereits intensiv dran forscht.
Eher nicht. Intel macht keine Grundlagenforschung. Das macht IBM und Universitäten usw. Intel hängt sich da meist erst dran, wenn es dann darum geht so was Massenmarkttauglich zu machen. Aber echte Grundlagenforschung ist jetzt eher weniger bei Intel. Machen Sie sicherlich auch, aber nicht vergleichbar mit IBM usw.

Was heißt "Geld verbrennt"?
-Genau dieses Vorpreschen hat Intel doch soweit in Führung gebracht. AMD & Global Foundries hat man mittlerweile meilenweit hinter sich gelassen. Einzig IBM, Samsung und TSMC sind theoretisch noch Konkurrenten im Fertigungsgeschäft.
IBM, Samsung und GF sind ein Team.... So viel zu "hinter" sich gelassen.

Man darf den Fortschritt aber nicht ohne Hirn machen. Vor allem darf man sich nicht treiben lassen bei den Shrinks, und vor allem nicht seinen "Vorteil" darauf bauen, denn der Fertigungsvorteil ist in ein paar Jahren einfach weg. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche...

Intel lebt im Moment von ihrer Fertigung, aber das ist nichts, auf das du bauen solltest/kannst! Du musst auch ohne Fertigungsvorteil besser als die Konkurrenz sein, ansonsten hast du in wenigen Jahren echte Probleme. Und diese Probleme kommen bei Intel halt schneller als bei anderen. Die wissen bis 2020 kann ich alle X Monate neue Chips verkaufen, weil Sie durch shrinks besser werden. Bei Intel ist das früher zuende, und was machen Sie dann? Die Konkurrenz holt auf der einen Seite auf, und das zu insgesamt weit niedrigeren Kosten, den Markt schrumpft insgesamt und dann hat man selbst auch noch das Problem, das einem selbst das einfache Mittel des Shrinks wegfällt um neu bessere Chips zu produzieren. Und was macht Intel dann, wenn Sie noch hundert mal mehr auf der Stelle treten als bisher?

Das ist definitv kein Verbrennen, sondern eine Investition in die eigene Marktstellung! Ein Verbrennen wird es erst, wenn man auf einer Fertigungsstufe angekommen ist, auf der die Forschungen keine Früchte mehr tragen.
Das ist ja aber schon so teils... Die Fertigungskosten pro Transistor sinken nicht mehr, und man reist sich selbst eine Lücke, in der Sie womöglich über Jahre extrem auf der Stelle treten. Aktuell bringt ihnen das auf die Tube drücken zwar Umsatz und Marktanteil, aber dafür müssen Sie hohe Kosten hinnehmen, die Sie nur stemmen können, weil Sie den anderen Marktanteile abgenommen haben. Wenn der MArkt aber noch stärker schrumpft als bisher, ist Intel auch schnell in der Situation, dass Sie selbst mit 100% MArktanteil die Kosten nicht mehr reinholen können. Vor allem wenn Sie jetzt noch das Tempo erhöhen, und sich nicht etwas Zeit lassen. So stehen Sie halt am Ende plötzlich ohne alles da, und der FAll wird dann richtig böse, denn aktuell steigt die Leistung je nach Bereich nur human, aber die Effizienz steigt spürbar. Wenn die Effizienz aber nicht mehr steigt, oder nur marginal, dann werden viele die Dinger einfach liegen lassen. Wenn die Leistung pro Chip nicht steigt, aber die Effizienz, kauft man sich einfach mehr Chips. Wenn die Effizienz aber nicht steigt, dann haste verloren...

Stagnaton gibt es doch schon bereits!
Du hast keine Ahnung, was wirkliche Stagnation ist, und worauf Intel zurennt mit vollem Tempo...

--> Intel lebt einzig und allein von den Fortschritten der kleineren Fertigungsgrößen, die sie sofort für mehr Energieeinsparungen und dickere iGPU investieren.

Ohne kleinere Fertigungsstrukturen für mehr Platz/Energiepotential wäre dies unmöglich! Seit der Einführung der Core-i-Struktur in 2008 hat sich die Architektur kaum verändert. Abgesehen von der Implementaton der Spannungswandler (Whatever!) ist sie nahezu gleich. Sie wurde höchsten aufgebohrt und die Grafikeinheit massiv vergrößert und mehr Cache reingepumpt(!).
UND GENAU DAS! ist so unglaublich gefährlich, weil es noch in diesem Jahrzehnt damit zuende ist. Intel muss grundlegende Verbesserungen anstreben, die Sie auch ohne! Fertigungsvorteil nach vorne bringen. Wenn Sie das nicht schaffen, dann werden Sie nach 2020 wohl sehr sehr sehr große Probleme bekommen...

--> Besagte Stagnation hat man schon seit der Eifnührung von Sandy-Bridge. Seither tritt man leistungsmäßig fast auf der Stelle.

Natürlich gebe ich dir recht, dass ein Architekturwechsel bzw. Forschung dafür auf lange Sicht sinnvoller ist. Aber welches Unternehmen denkt schon langfristig. Das ist scheinbar aus der Mode gekommen.
Und das ohne ausbleibende Shrinks... Jetzt stell dir mal vor, wies aussehen würde, wenn es die Shrinks von IB nicht gegeben hätte....

--> Ich denke spätestens nach Skylake wird Intel anfangen müssen gen anderen Strukturen und besserer Softwareoptimierung zu arbeiten!
Das ist VIEL! zu spät! So was braucht unglaublich viel Zeit. Ein Jahrzehnt ist da nicht ungewöhnlich. Intel muss bereits jetzt praktisch fertige Pläne in der Schublade haben, die auch schon in der Umsetzung sind. Wirklich viel hört man da von Intel aber nicht. Alles was man von ihnen sieht, verschafft ihnen vielleicht für 2-3 Jahre noch Luft, aber die Luft rauben Sie sich ja gerade selbst, wenn Sie das so bringen wie jetzt angekündigt...

Vor allem rennen Sie mit so manchem ihrer Ideen auch direkt gegen die nächste Wand. Ihr Ringbus ist toll, aber man sieht ja schon beim 12/15 Core IB-Ex, das man mit einem Ringbus nicht mehr auskommt. Das hat aber immer auch auswirkungen auf die Skalierung. So was fliegt dir schnell um die Ohren. Was kommt als nächstes, wenn die Shrinks weg bleiben? 30 Cores, 60 Cores? Wie lange geht das gut? Nicht lange, soviel ist gewiss...

Vergiss AMD, die haben genug zu tun dauerhaft auf schwarze Zahlen zu kommen. Forschung ist da aktuell nicht, da "KEIN GELD" vorhanden ist. Daneben hat sich AMD 2012 selbst aus dem CPU-Rennen verabschiedet. Centurion ist das Paradebeispiel, wie weit zurück AMD ist und vorallem wie verzweifelt. Außer APUs hat AMD nichts gegen Intel und diese holen stetig auf!
Müssen Sie auch nicht zwingend. Sie müssen nur lang genug am Leben bleiben, bis der teuer erkauft Vorsprung der anderen zu "0815" wird, und "billig" eingekauft werden kann.

Zurzeit ist das alles noch graue Theorie. Viele behaupten ab 7nm wird es kritisch, da Forschungs- und Fertigungskosten pro Stufe rasant ansteigen. Es muss erst noch ein passendes Konzept für die Zeit nach 7nm gefunden werden.
Das ist nicht erst bei 7nm so, sondern schon heute so...

TSMC hat nicht zum Spaß 32nm gekillt....

Nach 7nm wirds halt einfach krank, bzgl. dem ob man auch für alles Geld der Welt es überhaupt noch irgendwie hin bekommt, und wenn ja, geht vielleicht noch ein Schritt, aber der Zweite wird nochmals unverhältnismäßig schwieriger, und selbst wenn das geht, bei 1nm ist wohl endgültig Schluss, egal was man macht. Aber bereits davor wird es wirtschaftlich wahrscheinlich einfach keinen Sinn mehr machen, weil es einfach zu teuer ist.

Im Ernst, ich traue Intel nicht einmal 10nm zu!
-Mit Skylake sind wir irgendwo bei 14nm. Jede Roadmap sagt da etwas anderes. Danach wird erst einmal ein Loch sein. Auch wenn es gegenteilige Berichte gibt, rechne ich nicht vor 2016/2017 mit ausgereiften Modellen. Vielleicht kommt die Bananenversion früher, aber Early-Adaptor spiele ich nie wieder für Intel. Das hat mir schon genug Mainboards/CPUs zerhauen.
Doch, 10nm werden die noch packen. Das sollte mehr oder weniger bei denen schon ziemlich gut laufen. Da gehts dann eigentlich "nur" noch darum, das wirklich Massenmarktfähig zu machen. 7nm werden Sie sicherlich auch noch packen, fragt sich nur wann... ICh gehe nicht wirklich davon aus, das Sie wirklich 2017 schaffen für 7nm. Danach wirds aber richtig übel. Vielleicht kommt da noch ein weiterer Schritt nach ein paar Jahren 7nm, aber einen weiteren erwarte ich dann nicht mehr.

Nicht jede Forschung wirft auch zufriedenstellende Ergebnisse ab.
Nicht jede? :ugly:

Verdammt oft, rennt man gegen Wände, die zwar Sachen im Labor machbar machen, aber für die Massenfertigung einfach überhaupt nicht taugen... Schau dir die Geschichte der Hardwareentwicklung an. Die Massenproduktionsfähigkeit hat schon unglaublich vielen Innovationen das Genick gebrochen...

---> Da ist kein Strategiespiel, in dem auf einen Knopf drückt und nach gewisser Zeit kommt die nächste Bau- / Upgradestufe!
Definitiv nicht. :D

Man schaue sich nur mal Kernfusion an. Wir haben doch sicherlich shcon seit 40 Jahren in 50 Jahren funktionsfähige Kernfusionskraftwerke am Start :lol:


Zur Fertigung kann ich nur noch einmal auf die physikalischen und wirtschaftlichen Grenzen hinweisen:

Anhang anzeigen 681031
(Quelle)

Es ist schon sehr interessant, wie unterschiedlich man bei Intel selbst die eigene Fertigung beurteilt.
DARPA:
Moore selbst meint, dass ab 2020 Schluss ist mit den Shrinks, Dr. Robert Colwell meint 2022, und jetzt kommt diese Prognose von Intel.
Egal wie, Intel läuft mit Volltempo gegen die Wand der Physik, und ernsthafte neue Technologien sind nicht in Sicht.
Alles was es bis jetzt gibt sind Krücken um sich Zeit zu erkaufen, Optimierung der Architektur, höhere Chipgröße, und/oder Stapelung der Chips.
Irgendwelche Fantasien von Quantencomputern könnt ihr in den Nächsten 10-20 Jahren locker vergessen.

Was also wird bleiben, nachdem man spätestens in 9 Jahren nach Colwell gegen die Wand der Physik gefahren ist?
7 Jahre nach Moore selbst sind ja nicht mehr so viel Zeit....
Jup, und genau das ist wie gesagt ein Problem. Du willst immer irgendwelche neuen Technologien haben, damit die Produkte effizienter werden. Wenn Intel aber auf die Tube drückt, dann berauben Sie sich selbst einiger Zeit, um Alternativen fertig zu bringen. Man muss wirklich ins Auge fassen, das Intel durch so was eben in einigen JAhren einfach für x Jahre dann mit 0 Fortschritt aus der Technik dasteht, weil die neuen Sachen noch nicht fertig sind, und die Shrinks eben schon durch sind. Dann bleibem "nur" ARchitekturverbesserungen, aber die werden kaum wesentliche IPC-Steigerungen für den Singlethreadbetrieb bringen. Intel bleibt dann also zumindest für den Gamermarkt voll auf der Bremse stehen.... DAs ist natürlich sehr erstrebenswert...

Viele von euch vergessen offenbar das es sehr wohl einige Ansätze gibt wie man auch nach einem Ende der Verkleinerung weitermachen kann:

Mit besseren Mikroarchitekturen...
Ja, aber das ist alles ganz ganz harte Arbeit, um da auch nur ein Prozent raus zu holen, und einiges funktioniert auch nru zusammen mit den Shrinks. Wenn du die IPC-steigerst, aber die Effizienz dadurch entsprechend sinkt, dann kannste das gleich stecken lassen. DAs will außer nen paar Gamer und High-Frequency-Tradern keiner...

...oder mit höheren Frequenzen...
Wieviel holste da raus? 10%? Ja vielleicht, aber dann wirds schon hart, und die Effizienz geht runter, also ganz doofe Idee...

...oder mit mehr Chipfläche...
skaliert nicht lange, steigert die Kosten und verschlechtert durch längere mittlere Leitungslängen die Effizienz im Mittel.

Mit neuen Materialien könnten über 100GHz möglich sein,
Vergiss mal das "Materialien" und sag doch wies ist. Material! nämlich Graphen, das bezieht sich aber auch nur auf einen einzelnen Transistor, und keine komplexe Schaltung, nur mal soviel dazu... Ist ja nicht so, als ob Timing keine Rolle spielen würde. :rolleyes:

Und wie weit ist Graphen??? Ah ja richtig, man ist noch nicht mal bei Schaltungen aus hunderten/tausenden Transistoren, und das nicht mal im Labor.... Wir sprechen uns also nochmal so in 10-20 Jahren, wenns! gut läuft.

mit 3D Chips bzw. Stacked Chips könnte man die Chipfläche massiv anheben (wenn auch mit höheren Produktionskosten).
Ah du siehst schon ein Problem ;)

Und selbst dann, hilft dir das nicht lange. Das bringt dir vielleicht 3-5 Jahre Luft, die du komplett ohne Shrinks auskommen kannst. Danach wirds aber auch wieder unglaublich eng, weil es einfach nur eine Krücke ist, um einem Luft zu verschaffen, um andere Technologien voran zu bringen. Das wars dann aber auch.

Das Moorsche Gesetz muss jedenfalls nicht mit der Strukturverkleinerung enden!
Moore bezieht sich in seiner ursprünglichen Variante darauf, dass die Kosten pro Komponente bei gegebener Anzahl an Komponenten insgesamt entsprechend sinkt mit der Zeit.

Das hier ist meines Wissens nach das Orginaldiagramm: moore’s law | i want to spend the rest of my life everywhere, with everyone, one to one, always, forever, now.

Es gibt dann auch noch weitere interessante Technologien, etwa integrierte optische Schaltkreise.
Ja, und wie weit ist man da?

Ah ja richtig, da kommt man auch schon seit zich Jahren kaum weiter, und tritt im Labormaßstab auf der Stelle. Der Sprung in die Massenfertigung ist gewaltig. Das ist absolut nichts, was in den nächsten paar Jahren für den Massenmarkt fertig ist, und auch danach muss man schauen, ob es nicht nur für sehr große Systeme taugt.

In einem nicht unwichtigen Bereich wird die Verkleinerung übrigens schon sehr bald zu Ende sein- Flash Speicher.

Flash lässt sich nur bis etwa 10nm verkleinern, dann ist die Ladung im Floating Gate nichtmehr klar definierbar. Bereits ~2015-2017 wird diese Grenze erreicht sein. Mit 3D Flash wie ihn Samsung gerade auf den Markt gebracht hat geht es dann vielleicht noch ein, zwei Generationen weiter, das war es dann. SSDs, die preislich mit Magnetfestplatten konkurrieren können werden wir wohl nie sehen.
Schaumer mal. 400+ mm Wafer reduzieren die Kosten auch, und auch die Forschungskosten fallen irgendwann weg. Also da ist schon noch eine menge Potenzial da für Preissenkungen, ob man irgendwann unter dem PReis für HDD ankommt wird sich zeigen müssen.

Eine Rettung können nur neue Technologien wie etwa FeRAM, RRAM MRAM oder PCM sein.
Schaumer mal. Das sind alles keine Wunderwaffen. Alles hat seine Vor- als auch Nachteile.

Das iwürde ich so nicht sagen - siehe Ivy Bridge E wo man die 22nm nutzt um die CPU massiv aufzubohren, von 8 auf 12 Kerne bei gleicher TDP zu erweitern und damit eine Leistungssteigerung von 40-45% erreicht.
Ja, und wo kommt der Fortschritt abseits des neuen Shrinks her?

Ah ja richtig, sieht eher schlecht aus. Das ist aber halt nichts, auf das man setzen kann für die Zukunft.
[/QUOTE]
 
Habe nach dem ersten drittel aufgehört zu lesen.

Intel hat momentan das Geld, womit sie diesen Weg vorantreiben können, um sich damit das Geld weiterhin zu sichern.
Wenn sie das Geld nicht hätten, wären sie entweder hinten dran, oder würden es nicht so vorantreiben.
Der Vorteil wird sein, dass sie sagen wir 2020 die letzte ShrinkFabrik bauen. Diese wird dann, wenn die anderen vielleicht 2025 so weit sind (Je kleiner desto länger wird auch der Abstand) und ihres gebaut haben, allein dadurch, dass sie abgesetzt ist, günstiger Produzieren können.
Gleichzeit wird Intel 5 Jahre haben mit enormen Ressourcen, die sie zu 70% umlenken können. Die 30% bleiben für optimierung des aktuellen Verfahrens. Aber die andern 70% können sie vollständig woanders reinstecken. Das Geld wird dann ja nicht plötzlich weg sein.
Sollte sich bis 2020 die Situation ändern und das Geld nicht mehr so fließen, dann wird sicherlich Intel auch den Zeitplan wieder nach hinten schrauben. Aber sie können es momentan einfach und deshalb machen sie es.
Was sie sich momentan erarbeiten, ist im prinzip ein Vorsprung von mehreren Jahren, in dem sie neue Techniken mit ganzer Kraft dann forcieren und reifen können, statt jetzt mit halber. Wenn andere dort dann aufschließen, wird Intel dadruch, dass sie länger damit arbeiten, einfach schon mehr Erfahrung haben und damit lange noch einen Vorsprung behalten.
 
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