Ich bin gewiss kein Experte für Assad, genau genommen interessiere ich mich für den syrischen Konflikt erst seit der syrischen Volkswanderung nach Deutschland, aber ich denke mir einfach, wenn jemand über Jahre seine eigene Bevölkerung bombardiert, dann kann es für diesen jemand keine politische Zukunft geben. Oder wie soll das gehen? Soll er sich entschuldigen und dann ist wieder Friede, Freude, Eierkuchen? Dieser Konflikt hinterlässt tiefe Narben in der syrischen Bevölkerung und ich kann mir nicht vorstellen, dass die mit Assad jemals heilen können.
Und wenn du sagst, Assad hat einen extrem starken Rückhalt in der Bevölkerung, wie kann es dann sein, dass dort seit 2011 ein Bügerkrieg tobt, er mittlerweile nur noch ein Bruchteil seines Landes unter Kontrolle hat und halb Syrien auf der Flucht ist? Passt für mich nicht so ganz zusammen. Und auch deine Aussage, dass der Konflikt seine Ursache bei von außen finanzierten Oppositionellen hat, passt für mich nicht mit der Tatsache zusammen, dass ähnliche revolutionäre Bestrebungen in einem Dutzend anderer arabischer Länder stattfanden. Arabischer Frühling sagt dir doch sicherlich auch etwas oder? Oder meinst du wirklich, dass die revolutionären Bestrebungen in all den Ländern nicht von den Völkern selbst kamen, sondern von landesfremden Intressengruppen bewirkt wurden?