Test 9800X3D mit RAM OC und Boost Override: Wie steht es um die FPS/W?

Jaffech

Community-Legende
Grüße euch liebe Gamer, Bencher und HW-Enthusiasten. Es wird mal wieder Zeit für einen neuen Leserartikel, diesmal zum Thema 9800X3D mit RAM OC und Boost Override – wie verhält sich die Effizienz?

1. Einleitung
Der 9800X3D ist eine geile CPU. Und wie macht man eine geile CPU noch geiler? Richtig, mit OC. Da AMD uns dies nun erstmalig für die Kerne einer X3D CPU ermöglicht, habe ich mir dem Boost Override mal genauer angeschaut. Da auch @PCGH_Dave bemerkt hat, dass BO+200 die CPU zu einem Intel mutieren lässt, habe ich mir zum Ziel gesetzt das ganze mal mit Zahlen zu belegen. Dafür habe ich mir drei Spiele ausgesucht in zwei Auflösungen (720p und UHD), drei RAM-Setting und drei Boost Override Stufen getestet um zu schauen wie die Effizienz (FPS/W) aussieht.
Da es zu einfach ist nur die Avg FPS zu beleuchten, habe ich dies auch gleich für die P1 FPS und P0.2 FPS durchgeführt. Jeder der sich auskennt, schaut sowieso hauptsächlich auf diese.
Was ist schneller? 6400 MT/s mit BO-200 MHz oder 5600 MT/s mit BO+200 MHz? Was liefert mehr FPS/W?
Lasst es uns herausfinden.


2. Vorwort:
Neben dem Boost Override mit -200, 0 und +200 kommt wie angesprochen auch RAM OC zum Einsatz, individuell auf das jeweilige Setting zugeschnitten. Das heißt, es wurde nicht einfach nur der Takt verringert, sondern auch jedes Mal die Timings und Spannungen angepasst. Außerdem wurde konsequent mit dem Curve Optimizer auf -20 getestet. Leider nur Allcore, weil per Core aktuell nicht vernünftig funktioniert. Es würden, je nach Boost Override, auch höhere negativ Werte funktionieren, allerdings um Vergleichbarkeit herzustellen habe ich den kleinsten gemeinsamen Nenner genommen, welcher bei -20 liegt. Alle möglichen Settings wurden gewissenhaft auf Stabilität getestet.

Für den RAM: Karhu bis mind. 10.000%, dazu jeweils 2 stunden TM5 anta absolute und DDR5 Ryzen3D sowie y-Cruncher FFTv4 für 2 Stunden.
Für die CPU: 3 Stunden Prime95 smallest FFT und 3 Stunden small FFT. Außerdem y-cruncher BKT, BBP und SFTv4 jeweils 2 stunden.
Kombiniert: Y-Cruncher SNT, SVT, N63 und VT3 jeweils 2 Stunden.
Das klingt erstmal viel, wenn man es aber jede Nacht lauft lässt, hat man keinen Ausfall der Produktivzeit. Allerdings zieht sich das eben auch etwas in die Länge so viele Settings zu testen, daher dauert es nun mal auch ein bisschen – die CPU habe ich seit Dezember. Kreuz getestet wurden einige der Settings auch für mindesten eine Woche im täglichen Einsatz.

Was ich an dieser Stelle noch anmerken möchte ist die Tatsache, dass XMP öfters mal Probleme macht. XMP sollte man daher immer auf Stabilität prüfen, u.a. mit TM5 oder Karhu. Es muss nicht so exzessiv sein wie bei mir, aber eine Grundeinschätzung kann Leben retten – das Leben eventuell wichtiger Daten. Dasselbe gilt natürlich auch für manuelles RAM OC. Jetzt ist es aber wichtig zu wissen, dass ein einfaches, manuelles RAM OC keine wochen- oder gar monatelanges herum probieren bedeutet, wie viele „RAM OC Gegner“ es gerne behaupten – entweder weil sie nicht wahrhaben wollen wie einfach das ist, das kann @PCGH_Dave auch mittlerweile bestätigen, oder weil sie schlicht keine Ahnung haben.
Für viele ICs (DDR4 wie auch DDR5) gibt es, u.a. in unserem Discord sogenannte „Presets“, welche in vielen Fällen auf Anhieb funktionieren. Diverse dieser Presets waren auch in den PCGH RAM OC Artikeln zugegen, unter anderem für den 5700X3D oder 9800X3D. Das reicht aus um einen Großteil der maximal möglichen Leistung zu erreichen – in wenigen Minuten Timings eintippen.
XMP oder Manuell ist egal, getestet werden sollte immer auf Stabilität, denn nur weil die ICs vom RAM das können, muss das nicht für eure CPU oder das Board gelten!

Als Abgrenzungskriterium sei gesagt, dass das hier keine RAM OC Anleitung ist, keine Anleitung für Boost Override und auch keine für den Curve Optimizer!
Für sowas gibt’s schriftliche Guides von der Ryzen RAM OC Community und weiterführende Hilfe im entsprechenden Ryzen RAM OC Thread bei Computerbase (wo auch eine (DDR4) RAM OC Anleitung zu finden ist), im Ryzen Thread hier bei PCGHX oder im Ryzen RAM OC Discord unter https://discord.gg/ramoc.


3. Testmethodik und Hardware
Ich habe mir wie erwähnt drei Spiele ausgesucht – Baldurs Gate 3, Cyberpunk 2077 und Starfield. Damit wird eine kleine, aber verschiedene Palette an Spielen abgedeckt.
Alle Titel wurden in 720p und in UHD, wahlweise mit DLAA oder DLSS, getestet. Genauer:
Baldurs Gate 3 720p
Baldurs Gate 3 2160p + DLAA
Cyberpunk 2077 720p
Cyberpunk 2077 2160p + DLSS P
Starfield in 720p
Starfield in 2160p + DLSS Q
So wird gewährleistet, insbesondere in CP2077, dass in jedem Szenario genügend FPS erreicht werden.
Alle Tests fanden im 16:9 Bildschirmverhältnis statt.
Als Settings und Szenen sind die bekannten und von PCGH genutzen. Also kein build-in Benchmark und keine low Settings. So einen Quatsch fangen wir hier gar nicht an.

Diese 6 Spiele Settings wurden mit 9 verschiedenen CPU-Settings durch Benchmarks geschickt.

Die CPU-Settings sind wie folgt:
5600 MT/s, 1867 FCLK mit BO-200
5600 MT/s, 1867 FCLK mit BO+0
5600 MT/s, 1867 FCLK mit BO+200
6000 MT/s, 2000 FCLK mit BO-200
6000 MT/s, 2000 FCLK mit BO+0
6000 MT/s, 2000 FCLK mit BO+200
6400 MT/s, 2133 FCLK mit BO-200
6400 MT/s, 2133 FCLK mit BO+0
6400 MT/s, 2133 FCLK mit BO+200
Somit ergeben sich 54 Messreihen.

Für die Transparenz noch ZenTimings Screenshots:
5600/1867
5600_1867.png


6000/2000
6000_2000.png


6400/2133
6400_2133.png

Außerdem noch das genaue Testsystem
Cuplex Cryos Next AM5 Wasserkühler
RTX4090@572.16 mit Alphacool Acryl Wasserkühler
2x16GiB H16A RAM mit Alphacool X4 Wasserkühler
ASUS X870E-E Gaming WiFi @AGESA1.2.0.2a
2TiB Corsair MP600 Pro XT
Corsair RMx1000 PSU
MoRa420 mit 4x Noctua NF-A20.
2x Alphacool VPP Apex (DualTop)
Aquacomputer Highflow 2 Durchflussensor
Aquacomputer Quadro Steuerung
3 Temperatursensoren
Mehrere QD3 Schnellkupplungen

Der Wasserfluss wurde auf ca. 130 L/h eingestellt und die MoRa Lüfter auf 100% bei einer Raumtemperatur meist 18-20°C.
Die 4090 wurde übertaktet auf 3030MHz und +1400 auf dem VRAM. Auch dies ist seit Erwerb vor 2 Jahren ein getestetes Setting.
Der Kreislauf funktioniert wie folgt:
MoRa -> Temp. Sensor -> GPU -> Temp. Sensor -> CPU -> AGB -> Temp. Sensor -> MoRa

Selbstverständlich kam zum Aufzeichnen aller relevanten Daten, insbesondere die Avg FPS, P1 FPS und P0.2 FPS, das Programm CapFrameX zum Einsatz, wie es auch die PCGH-Redaktion nutzt.
Ich habe allerdings entgegen der PCGH-Redaktion nicht die P1, sondern die P0.2 als Outliner Grundlage genommen und auch nicht mit 7%, sondern mit 5% gemessen – dies hat eine höhere Genauigkeit zur Folge und weiterhin nicht 3, sondern 5 Runs aggregiert.

Bei den 54 Messreihen â 5 Runs, wären wir bereits bei 270 Einzelmessungen. Die Realität sieht aber anders aus. Jeder der sich schonmal mit Benchmarks beschäftigt hat wird wissen, dass man mit meinen CFX-Settings nicht nur 5 Runs machen muss um sein Ergebnis zu erhalten. Es sind also daher bedeutend mehr als 270 Messung, die genaue Zahl weiß ich nicht – es sollte aber Richtung 350 bis 400 gehen. Ich hoffe ihr findet die Ergebnisse genauso spannend wie ich und die Mühe hat sich gelohnt :-)

Für vollständige Transparenz sind alle CapFrameX Files hier verfügbar, aber getrennt nach Spielen, da CapFrameX gemeckert hat, dass die hochgeladene Dateien zu groß seien…
Baldurs Gate 3: https://capframex.com/api/SessionCollections/6a486e11-f836-417a-b4b1-bdf2add2bb17
Cyberpunk 2077: https://capframex.com/api/SessionCollections/2aaa564c-be87-430c-86b6-969f563f0d11
Starfield: https://capframex.com/api/SessionCollections/97ce35e4-d074-40d5-92c9-4fa98f3cbb57

Die Ergebnisse sind untergliedert. Erstmal die reinen FPS-Werte in 720p und UHD in Kapitel 4, gefolgt von den Watt und FPS/W Betrachtungen in Kapitel 5.


4.a Ergebnisse 720p
So, kommen wir nun zum interessanten Teil, und das worauf ihr gewartet habt:
Die Benchmarks, sortiert nach P0.2 und unterteilt nach Spielen.

1743149232744.png


1743149272371.png


1743149298948.png




4.b Ergebnisse UHD
Weiter geht es mit den UHD-Benchmarks, ebenfalls sortiert nach P0.2 und unterteilt nach Spielen.

1743150356819.png


1743150376475.png


1743150405990.png




5.a Stromverbrauch
Der eigentliche Kernpunkt dieses Leserartikels beschäftigt sich mit der Frage des Stromverbrauchs.
Wichtig zu wissen ist, dass jedes RAM-Setting wie angesprochen individuell ausgelotet wurde, sowohl die Timings als auch die Spannungen.
Das hat zur Folge, dass der Anteil der SoC-Power bei den verschiedenen RAM-Settings auch unterschiedlich hoch ausfällt und damit auch der Idle verbrauch, das sollte man nicht unterschätzen.
Folgende Werte braucht mein SoC:
5600 MT/s, 1867 FCLK, 1,02 v, 9,4 W
6000 MT/s, 2000 FCLK, 1,10 v, 12,2 W
6400 MT/s, 2133 FCLK, 1,25 v, 17,5 W

Einige werden jetzt denken „huch, das ist aber viel SoC Spannung, bei mir geht weniger“.
Und ja, bei mir geht auch weniger. Durch sämtliche Stabilitätstests bekomme ich auch problemlos 1,20v SoC bei dem 6400 MT/s Setting, fast nirgends gibt es eine Auffälligkeit, keine ungewöhnliche y-cruncher Abweichung, keine Karhu TestSpeed/MaxSpeed Abweichung, sogar im Spiel sind die Avg FPS unauffällig. ABER(!) die P1 FPS und die P0.2 sind reproduzierbar niedriger als mit 1,25 v, man spricht hier also von einer schleichenden Instabilität – ein typisches Problem bei AM5 und schwer zu identifizieren, weil kein Stabilitätstest anschlägt.
Tipp: Gebt im Zweifelsfall lieber einen ticken mehr Spannung drauf :-)

Ryzen CPUs werden gerne für ihren hohen Idle Stromverbrauch kritisiert, die aufgrund des Chiplet Ansatzes entsteht. Eine effektive Maßnahme ist die Reduzierung der SoC Spannung, welche mit UCLK-Takt skaliert und VDDIO Spannung, welche auch mit dem UCLK-Takt skaliert. Es kann sich für Nutzer, die ihren PC auch fürs Home-Office oder viel Browsing nutzen daher durchaus lohnen beim RAM ein paar Stufen zurück zu schalten. Allzu viel Leistung verliert man dadurch schließlich nicht, wie die FPS-Benchmarks belegen. Ein manuelles 5600/1867 Setting schlägt ein 6000er XMP-Setting.
Auch hier wieder der Appell an euch: Einfaches RAM OC anhand von Presets ist kein Hexenwerk, dauert nicht lange und es gibt genug Hilfen, siehe Kapitel 2.

Doch was verbraucht denn nun der 9800X3D in 720p und UHD?

Fangen wir Alphabetisch bei Baldurs Gate 3 an.

RAM-TaktFCLK in MHzBO in MHzW in 720pW in UHD
5600 MT/s1867 MHz
-200​
5456
5600 MT/s1867 MHz
0​
6263
5600 MT/s1867 MHz
+200​
7474
6000 MT/s2000 MHz
-200​
5859
6000 MT/s2000 MHz
0​
6465
6000 MT/s2000 MHz
+200​
7778
6400 MT/s2133 MHz
-200​
6566
6400 MT/s2133 MHz
0​
7173
6400 MT/s2133 MHz
+200​
8488
Es mag im ersten Moment eventuell verwundern wieso der UHD Verbrauch höher ist als der 720p Verbrauch.
Die Erklärung ist aber relativ simpel. Wie man gut an den Leistungswerten ablesen kann, limitiert die GPU nur sehr wenig, die CPU boostet also bis an ihr maximum, wie in 720p. Nun ist es aber so, dass die GPU mehr zu tun hat, entsprechend mit heizt und darum die CPU auch wärmer ist. Und eine Eigenschaft von Chips ist ein höherer Verbrauch bei steigender Temperatur.


Gefolgt von Cyberpunk 2077

RAM-TaktFCLK in MHzBO in MHzW in 720pW in UHD
5600 MT/s1867 MHz
-200​
6460
5600 MT/s1867 MHz
0​
7466
5600 MT/s1867 MHz
+200​
9281
6000 MT/s2000 MHz
-200​
6964
6000 MT/s2000 MHz
0​
7770
6000 MT/s2000 MHz
+200​
9486
6400 MT/s2133 MHz
-200​
7672
6400 MT/s2133 MHz
0​
8477
6400 MT/s2133 MHz
+200​
10295


Abgeschlossen durch Starfield.

RAM-TaktFCLK in MHzBO in MHzW in 720pW in UHD
5600 MT/s1867 MHz
-200​
7670
5600 MT/s1867 MHz
0​
8679
5600 MT/s1867 MHz
+200​
11097
6000 MT/s2000 MHz
-200​
7974
6000 MT/s2000 MHz
0​
8982
6000 MT/s2000 MHz
+200​
113103
6400 MT/s2133 MHz
-200​
8681
6400 MT/s2133 MHz
0​
9690
6400 MT/s2133 MHz
+200​
125112



5.b FPS pro Watt
Hier zitiere ich einfach mal das, was @PCGH_Raff immer schreibt :P
Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physik-Unterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energie-Effizienz zu berechnen.

Fangen wir wieder Alphabetisch bei Baldurs Gate 3 an.

720p
RAM-TaktFCLK in MHzBO in MHzAvg FPS/WP1 FPS/WP0.2 FPS/W
5600 MT/s1867 MHz
-200​
2,982,221,87
5600 MT/s1867 MHz
0​
2,732,051,70
5600 MT/s1867 MHz
+200​
2,351,751,46
6000 MT/s2000 MHz
-200​
2,802,131,80
6000 MT/s2000 MHz
0​
2,642,001,69
6000 MT/s2000 MHz
+200​
2,281,731,45
6400 MT/s2133 MHz
-200​
2,501,911,65
6400 MT/s2133 MHz
0​
2,371,811,58
6400 MT/s2133 MHz
+200​
2,091,601,37

1743151310862.png



UHD
RAM-TaktFCLK in MHzBO in MHzAvg FPS/WP1 FPS/WP0.2 FPS/W
5600 MT/s1867 MHz
-200​
2,641,991,66
5600 MT/s1867 MHz
0​
2,421,821,50
5600 MT/s1867 MHz
+200​
2,041,641,33
6000 MT/s2000 MHz
-200​
2,501,941,64
6000 MT/s2000 MHz
0​
2,281,821,50
6000 MT/s2000 MHz
+200​
1,911,531,26
6400 MT/s2133 MHz
-200​
2,301,771,50
6400 MT/s2133 MHz
0​
2,131,641,37
6400 MT/s2133 MHz
+200​
1,791,411,17

1743151281813.png





Als nächstes steht dann Cyberpunk 2077 an

720p
RAM-TaktFCLK in MHzBO in MHzAvg FPS/WP1 FPS/WP0.2 FPS/W
5600 MT/s1867 MHz
-200​
2,381,601,38
5600 MT/s1867 MHz
0​
2,101,411,20
5600 MT/s1867 MHz
+200​
1,741,170,98
6000 MT/s2000 MHz
-200​
2,201,491,29
6000 MT/s2000 MHz
0​
2,051,401,19
6000 MT/s2000 MHz
+200​
1,741,160,99
6400 MT/s2133 MHz
-200​
1,991,361,20
6400 MT/s2133 MHz
0​
1,861,271,10
6400 MT/s2133 MHz
+200​
1,571,080,94

1743151361496.png



UHD
RAM-TaktFCLK in MHzBO in MHzAvg FPS/WP1 FPS/WP0.2 FPS/W
5600 MT/s1867 MHz
-200​
1,871,261,13
5600 MT/s1867 MHz
0​
1,691,141,02
5600 MT/s1867 MHz
+200​
1,380,930,83
6000 MT/s2000 MHz
-200​
1,751,181,05
6000 MT/s2000 MHz
0​
1,601,090,98
6000 MT/s2000 MHz
+200​
1,300,890,81
6400 MT/s2133 MHz
-200​
1,561,050,93
6400 MT/s2133 MHz
0​
1,460,990,89
6400 MT/s2133 MHz
+200​
1,180,810,75

1743151389416.png




Als letztes wie gehabt Starfield

720p
RAM-TaktFCLK in MHzBO in MHzAvg FPS/WP1 FPS/WP0.2 FPS/W
5600 MT/s1867 MHz
-200​
1,831,451,31
5600 MT/s1867 MHz
0​
1,661,291,17
5600 MT/s1867 MHz
+200​
1,351,050,93
6000 MT/s2000 MHz
-200​
1,771,401,25
6000 MT/s2000 MHz
0​
1,621,291,13
6000 MT/s2000 MHz
+200​
1,311,030,90
6400 MT/s2133 MHz
-200​
1,601,271,16
6400 MT/s2133 MHz
0​
1,481,181,06
6400 MT/s2133 MHz
+200​
1,200,960,83

1743151407986.png



UHD
RAM-TaktFCLK in MHzBO in MHzAvg FPS/WP1 FPS/WP0.2 FPS/W
5600 MT/s1867 MHz
-200​
1,761,571,38
5600 MT/s1867 MHz
0​
1,561,411,25
5600 MT/s1867 MHz
+200​
1,281,151,06
6000 MT/s2000 MHz
-200​
1,671,491,36
6000 MT/s2000 MHz
0​
1,501,361,24
6000 MT/s2000 MHz
+200​
1,201,081,00
6400 MT/s2133 MHz
-200​
1,521,361,23
6400 MT/s2133 MHz
0​
1,371,231,13
6400 MT/s2133 MHz
+200​
1,100,990,93

1743151424076.png




6. Fazit
Also zuerst einmal lässt sich festhalten, das RAM OC auch in hohen Auflösungen einen Einfluss auf die FPS haben kann, insbesondere den P1 und P0.2. Es kommt aber natürlich – das sollte mittlerweile klar sein – auf diverse Faktoren an, wie z.B. das gespielte Spiel. Ein Anno 1800 oder Stellaris reagieren in UHD stärker auf RAM OC als ein Alan Wake 2 oder Cyberpunk 2077. Außerdem spielt natürlich die GPU eine große Rolle. Wer in UHD mit einer 4070 spielt und einen 9800X3D hat, wird nichts merken – und hätte sich den 9800X3D auch sparen können.

Aber was sagen uns all diese Zahlen denn jetzt zur Leistung?
Nun, BO+200 mit 6400/2133 ist schneller als BO-200 mit 5600/1867. Surprise! :D

Spaß beiseite, es zeigen sich einige interessante Dinge. Von der reinen Leistung her sind beide Effekte vielleicht gleichwertig im Ergebnis, aber nicht gleichartig in der Art und Weise wie wir gleich bei der Effizienz sehen werden. Das heißt, dass 5600/1867 mit BO+200 ungefähr 6000/200 mit BO+0 und 6400/2133 mit BO-200 entspricht. Mal gibt es ein etwas besseres RAM scaling und mal ein etwas besseres BO scaling. Das ist Spiel abhängig. So weit so einleuchtend.

Interessanter sind dagegen die Effizienzwerte.
Es ist in jedem Fall so, dass RAM OC die Effizienz verringert, egal welches Spiel, egal ob 720p oder UHD. Liegt halt eben daran, dass VDDIO und SoC Spannung höher gesetzt werden müssen aber die Leistung nicht im selben Verhältnis steigt. Die Effizienzverringerung ist aber noch im akzeptablen Rahmen, insbesondere bei den P1 und P0.2 sinkt die Effizienz nur marginal, da eben genau diese durch schnelleren RAM profitieren, auch oft in UHD.

BO dagegen verringert die Effizienz erheblich. Wir reden hier von teilweise 30 bis 40% schlechterer Effizienz von BO-200 gegenüber BO+200. Selbst in UHD ist die Effizienz erheblich schlechter, insbesondere bei den AVG FPS, weil dort die GPU limitiert, die CPU aber trotzdem aufdreht. Bei den P0.2 und P1 kann die höhere CPU-Leistung die Effizienz marginal besser retten, schlecht ist es trotzdem. Und das obwohl die CPU meist nur im Teillast Bereich läuft.

Relativ ähnlich in der Effizienz sind sich 5600/1867 inkl. BO+0 und 6400/2133 inkl. BO-200 mit Tendenz zum letzterem. Dies zeigt schon deutlich, wie ineffizient BO+200 ist, wenn selbst die Erhöhung der RAM relevanten Spannungen weniger an der Effizienz verschlechtert. Man bekommt aber dennoch mehr Leistung als mit 5600/1867 inkl. BO+200.

Meine Empfehlung basierend auf den vorliegenden Daten lautet daher, dass man 6400/2133 mit BO+200 hauptsächlich für Benchmarks nutzen sollte. Für den Daily betrieb empfehle ich 6000/2000 oder 6400/2133 ohne BO als guten Kompromiss aus Leistung und Effizienz. Wer viel Wert auf Effizienz im Idle legt, sollte sich mal mit 5600/1867 beschäftigen, gerne auch tiefer, wahlweise ohne BO oder mit BO, da durch die niedrigeren nötigen SoC Spannungen der Idle verbrauch sinkt und man zumindest mit BO+200 in Games gut aufgestellt ist, aber auf Kosten der Gaming-Effizienz. Eben ein Trade-off aus Idle Effizienz und Gaming Ineffizienz. Wem das alles egal ist, der haut eben 6400/2133 mit BO+200 rein, freut sich über die meisten FPS und über feurige CPU-Temperaturen und eine wärmere Bude :P

Und nun viel Spaß mit eurem (In-)Effizenz-Tuning ! :-)


Danke an @ApolloX30 und @PCGH_Dave fürs Korrekturlesen und die Verbesserungsvorschläge.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schöne Arbeit, wenn sich einer nicht nur einarbeitet, auskennt und was durchprobiert, sondern dann auch gleich noch vernünftig beschreibt!

Ein paar Fragen und Anmerkungen:
1. Was ist denn die Bedeutung der P1 und P0.2 FPS und wodurch entstehen diese? Mir ist schon klar, dass es sich dabei in der Verteilung um die langsamsten Momente, längsten Frametimes handelt. Ab welchem Einbruch bemerkt man diese? Und über welchen Zeitraum werden diese gemessen? Über den gesamten Messzeitraum oder gibts da irgendein Moving Window? Oder mach Capframe da einfach über die typischen 10s Messzeitraum das?
2. Achtung, ketzerisch, es zeigt sich, dass der 98X3D seinem effizienteren Vorgänger 78X3D in der Effizienz hinterherhinkt. Das hat man in den Tests und Vergleichen beider schon deutlich gesehen. Ich hab ihm mir auch aus Interesse gekauft (und weil ich ihn so toll fand, gleich nochmal nachgekauft, haha), aber ich struggle schon auch bissl, ob ich den 78X3D jetzt hergeben soll oder nicht. Und sich jetzt nen 98X3D kaufen um diesen dann auf 5600 -200 laufen zu lassen, das wäre jetzt auch n grobes Foul. Ich seh die 98X3D schon als ein Gaming-Monster, welches als erster der 8X3D-Reihe auch größere Muskeln hat, dafür aber eben nicht mehr ganz so leichtfüßig ist.
 
Schöne Arbeit, wenn sich einer nicht nur einarbeitet, auskennt und was durchprobiert, sondern dann auch gleich noch vernünftig beschreibt!
Danke :D

1. Was ist denn die Bedeutung der P1 und P0.2 FPS und wodurch entstehen diese? Mir ist schon klar, dass es sich dabei in der Verteilung um die langsamsten Momente, längsten Frametimes handelt.
Genau. Selbst beantwortet :P
Es sind eben die 1%, bzw. 0,2% der niedrigsten gemessenen FPS.

Ab welchem Einbruch bemerkt man diese?
Ab wann man die bemerkt ist komplett verschieden. Genauso wie manche eben den Unterschied zwischen 100 und 140 fps sehen, andere nicht. Oder manche sehen einen Unterschied zwischen DLSS Q und DLSS P, manche nicht.
Ist wie immer individuell.

Mal so als Extrembeispiel:
Eine Frameverteilung mit gleichmäßig 10 ms abstand hätte 100 fps avg, P1 und P0.2.
Ist die Frameverteilung allerdings 1 ms, 1 ms, 1ms, 1ms, 46 ms, 1 ms, 1ms, 1ms, 1ms, 46 ms, 1 ms, ...
Dann hätte man im Durchschnitt weiterhin 100 fps, allerdings sind hier die lows nurnoch bei 21,74 fps.
Dabei spürt man dann eben starke Ruckler, es fühlt sich extrem zäh und langsam an.

Eventuell hast du schonmal Shader-Stutter oder Traversal-Stutter erlebt, so kurze hänger im Gameplay. Damit ist das vergleichbar, das stuttert auch nur ganz kurz, aber ist einprägsam -> das sorgt auch für niedrige Perzentile in der Messung.

Und über welchen Zeitraum werden diese gemessen? Über den gesamten Messzeitraum oder gibts da irgendein Moving Window? Oder mach Capframe da einfach über die typischen 10s Messzeitraum das?
Die werden über den typischen CFX Zeitraum von 20 sekunden geloggt.
 
Super @Jaffech
Sehr vielen Dank für den Leser-Artikel.
Wiedermal ein hochinteressant und ein wahnsinns Beitrag zur Community.

Ist ein riesen Unterschied ob man beiläufig in einem Thread eine Aussage trifft, oder so einen detailreichen Bericht schreibt.


Und ob ich den 78X3D jetzt hergeben soll oder nicht. Und sich jetzt nen 98X3D kaufen um diesen dann auf 5600 -200 laufen zu lassen, das wäre jetzt auch n grobes Foul. Ich seh die 98X3D schon als ein Gaming-Monster, welches als erster

Ich habe mir das selbst pragmatisch, statt rein technisch beantwortet:
Würdest du, falls das möglich wäre, bei deinem 7800x3d so weit gehen, einen 9800x3d, auf Kosten von Effizienz, einzuholen?
Und würdest du das am Ende des Tages nicht nur für ein paar Balken machen?

Und… mit diesem Hintergrund: Würdest du jetzt dazu auch noch einen Aufpreis für den Wechsel zahlen?


Sehe ich mir bei nicht. Deswegen bleibts beim 7800x3d.
 
2. Achtung, ketzerisch, es zeigt sich, dass der 98X3D seinem effizienteren Vorgänger 78X3D in der Effizienz hinterherhinkt. Das hat man in den Tests und Vergleichen beider schon deutlich gesehen
Absolut richtig.
Allerdings wenn man beim 9800X3D den RAM auf 5200 senkt und -200 BO reinmacht, sodass man von den Specs her einen 7800X3D hat, so ist die Leistung dank Zen5 immernoch höher, das hatte ich mal irgendwo gesehen, glaube CB. Und wie wir hier bei den Tests gesehen haben, senkt eine niedrigere RAM Stufe den Verbrauch leicht und BO-200 sogar stark.

Dies würde mMn reichen um auf die Energieaufnahme des 7800X3D zu kommen, ggf. drunter. Allerdings bei höherer Leistung, dank Zen 5. Müsste man aber noch zeigen ^^

Klingt nach einem interessanten PCGH (Lesertest) :nicken:
Wenn es nur jetzt jemandem mit 7800X3D und 9800X3D gäbe... :haha:

Ich hab ihm mir auch aus Interesse gekauft (und weil ich ihn so toll fand, gleich nochmal nachgekauft, haha)
Du hast die Anführungszeichen vergessen.
"[...] weil ich ihn so "toll" fand [...]" :devil:

aber ich struggle schon auch bissl, ob ich den 78X3D jetzt hergeben soll oder nicht. Und sich jetzt nen 98X3D kaufen um diesen dann auf 5600 -200 laufen zu lassen, das wäre jetzt auch n grobes Foul. Ich seh die 98X3D schon als ein Gaming-Monster, welches als erster der 8X3D-Reihe auch größere Muskeln hat, dafür aber eben nicht mehr ganz so leichtfüßig ist.
Naja ich sag mal so:
Ein (Leser) Test könnte das beantworten... :nicken:
 
Klingt nach einem interessanten PCGH (Lesertest) :nicken:
Wenn es nur jetzt jemandem mit 7800X3D und 9800X3D gäbe... :haha:
Ach verdammt.
Wer könnte sowas liefern.
Das müsste jemand sein, der den 7800x3d auch schon auf Effizienz getrimmt hat.
Jemand der das alles dokumentiert hat.
Der vielleicht seinen 7800x3d schon verkauft und nun den 9800x3d hat.

Man…
Ist echt schwer jetzt.
 
Sehr schöner Test, vielen Dank!
Ich kann das Fazit bestätigen. DDR 6000/2000/1:1 ist das Optimum, 6400/2100/1:1 ist in keinem meiner Tests schneller (CP2077, Crysis CPU-Benchmark, Metro Exodus EE, 7-Zip, Cinebench). Habe einen geköpften 9800X3D mit Direct Die Wasserkühlung auf einem ITX-Mainboard, dadurch sind meine benötigten Spannungen etwas niedriger. Ich brauche nur 1,05 Volt SoC für DDR 6000.
Es gab einen ähnlichen Test für den 9700X bei Techpowerup (https://www.techpowerup.com/review/ddr5-memory-performance-scaling-with-amd-zen-5/21.html).

Einen Verbesserungsvorschlag habe ich aber bezüglich der Stabilitätstests. Ich habe Karhu und Memtest auch, am besten ist aber Prime95 mit "LargeFFTs". Das findet Fehler obwohl es mit Karhu, Memtest und Prime "small FFTs" über Nacht stabil war. War bei meinem 7800X3D auch schon so.
Zusätzich würde ich auch mehrere Neustarts des Systems prüfen, mein System hat alle Tests stabil mit -17 Curve überstanden um dann beim Neustart zu freezen, weshalb ich auf -15 Curve gegangen bin.
Zuletzt würde ich den Monitor an die integrierte Grafik des 9800X3D anschließen um die RAM-Stabilität zu testen. Mein Bildschirm flackerte und machte komische Fehler, Firefox freezte mitten in Youtube-Videos weil der RAM zu stark übertaktet war - obwohl es mit der RTX 4090 problemlos lief.
Klingt nach einem interessanten PCGH (Lesertest) :nicken:
Wenn es nur jetzt jemandem mit 7800X3D und 9800X3D gäbe... :haha:
Ja, ich habe das Upgrade leider gemacht.
7800X3D, Direct-Die, Thermal Grizzly Conductonaut, Wasserkühlung, Curve -22, VSoC 1,05 Volt, 5050 MHz
9800X3D, Direct-Die, Thermal Grizzly Conductonaut, Wasserkühlung, Curve -15, VSoC 1,05 Volt, OC +200 = 5425 MHz

RAM 2x16GB DDR5 6000 CL28 mit optimalen Subtimings (siehe Fotos).
Beide CPUs schaffen DDR5 6400 CL30 bei 1,25 Volt SoC Spannung - ist jedoch nicht schneller als 6000.

RTX 4090, Wasserkühlung, OC 2970-3000 MHz GPU (+180 MHz, 1100 mV), 25 GBPS VRAM (+2000 MHz)

Cinebench 2024.1
7800X3D = 1150
9800X3D = 1434 +24,7%

7-Zip 24.09, Benchmark
Komprimierung
7800X3D = 123,263 GIPS
9800X3D = 147.878 GIPS +20%

Dekomprimierung
7800X3D = 132.013 GIPS
9800X3D = 149.459 GIPS +13%

Cyberpunk 2077 v2.21, DLSS v310.2, Ultra Preset, 1280x720
7800X3D = 246 FPS
9800X3D = 265 FPS +7,7%


Cyberpunk 2077 v2.21, DLSS v310.2, Raytracing Ultra Preset, 1280x720
7800X3D = 179 FPS
9800X3D = 196 FPS +9,5%

Metro Exodus Enhanced Edition, DLSS v310.2, Extreme Preset, DLSS Quality, 1280x720
7800X3D = 164 FPS
9800X3D = 191 FPS +16,5%

Crysis, 64-Bit, CPU-Benchmark, Very High Preset, 1280x720
7800X3D = 224 FPS
9800X3D = 263 FPS +17,4%

Monster Hunter Wilds Benchmark, Ultra Preset, 1280x720
7800X3D = 149 FPS
9800X3D = 151 FPS +1%
 

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Sehr schöner Test, vielen Dank!
Danke :daumen:

Ich kann das Fazit bestätigen. DDR 6000/2000/1:1 ist das Optimum, 6400/2100/1:1 ist in keinem meiner Tests schneller (CP2077, Crysis CPU-Benchmark, Metro Exodus EE, 7-Zip, Cinebench).
Das liegt daran, dass du den FCLK bei 6400 MT/s falsch eingestellt hast.
Stell den FCLK mal auf 2133 MHz. Dann ist die 1:3 Regel wieder vorhanden.
6400/2133 müssten es sein und wird immer mindestens genauso gut sein wie 6000/2000. Manchmal (bei einem harten GPU Limit) natürlich gleich, aber niemals langsamer (vorausgesetzt es ist stabil, siehe Hinweis zur SoC Spannung), ehr schneller.

Habe einen geköpften 9800X3D mit Direct Die Wasserkühlung auf einem ITX-Mainboard, dadurch sind meine benötigten Spannungen etwas niedriger. Ich brauche nur 1,05 Volt SoC für DDR 6000.
Jain, hat nicht zwangläufig was damit zu tun.
Es ist und bleibt halt Silicon Lottery, manche 98X3D machen nur 6200/2067, manche machen 6600/2200, manche brauchen mehr, andere weniger Spannung.
Aber schau dir mal den Spoiler zu der SoC Spannung an, da gibts einen interessanten Hinweis, das betrifft auch 6000/2000, wo ich von 1,05v auf 1,10v gegangen bin

Einen Verbesserungsvorschlag habe ich aber bezüglich der Stabilitätstests. Ich habe Karhu und Memtest auch, am besten ist aber Prime95 mit "LargeFFTs". Das findet Fehler obwohl es mit Karhu, Memtest und Prime "small FFTs" über Nacht stabil war. War bei meinem 7800X3D auch schon so.
TM5 ist auch sehr anfällig für Setups die durch Karhu laufen :)

Prime95 (alle FFTs Größen in allen Befehlssätzen (SSE, AVX(2), AVX512) habe ich übrigens durchgeführt, müsste auch irgendwo dabei stehen ^^

Zusätzich würde ich auch mehrere Neustarts des Systems prüfen, mein System hat alle Tests stabil mit -17 Curve überstanden um dann beim Neustart zu freezen, weshalb ich auf -15 Curve gegangen bin.
Jao, wie auch geschrieben habe ich viele der Setups auch im Daylie betrieb benutzt um nicht nur Stabilitätsteststabile (geiles Wort) Settings zu haben

Zuletzt würde ich den Monitor an die integrierte Grafik des 9800X3D anschließen um die RAM-Stabilität zu testen. Mein Bildschirm flackerte und machte komische Fehler, Firefox freezte mitten in Youtube-Videos weil der RAM zu stark übertaktet war - obwohl es mit der RTX 4090 problemlos lief.
Das ist völliger Quatsch.
Nutzt du die iGPU? Nein? Dann wird sie deaktiviert. Kann übrigens auch nochmal bisschen performance bzw tuning potential bringen, weil der SoC entlastet wird in dem ja auch der IMC sitzt.

Was interessiert ob die iGPU damit klar kommt, wenn sie eh deaktiviert ist.
Du interessierst dich dafür ob deine CPU damit klar kommt, nicht die iGPU :)

Ja, ich habe das Upgrade leider gemacht.
7800X3D, Direct-Die, Thermal Grizzly Conductonaut, Wasserkühlung, Curve -22, VSoC 1,05 Volt, 5050 MHz
9800X3D, Direct-Die, Thermal Grizzly Conductonaut, Wasserkühlung, Curve -15, VSoC 1,05 Volt, OC +200 = 5425 MHz
Danke für deinen Input! :daumen:
Den vergleich mit selbem Takt und dazugehöriger Leistungsaufnahme hast du nicht gemacht oder?
 
Den vergleich mit selbem Takt und dazugehöriger Leistungsaufnahme hast du nicht gemacht oder?
Der 7800X3D hat maximal 78-80 Watt Package Power gehabt. Mehr konnte ich nie Freischalten. Diese Package Power hat die CPU in Cinebench und in Cyberpunk erreicht. in Cinebench hat sich die Cpu auf ca 4900 MHz heruntergetaktet.
Der 9800X3D hat mit PB0 glaube ich ca. 140 Watt - ohne wird der gedeckelt auf 110 Watt, dann taktet er sich auch herunter auf 5250-5300 MHz in Cinebench 2024.

Das ist völliger Quatsch.
Nutzt du die iGPU? Nein? Dann wird sie deaktiviert. Kann übrigens auch nochmal bisschen performance bzw tuning potential bringen, weil der SoC entlastet wird in dem ja auch der IMC sitzt.
Ist dir Stabilität wichtig oder nicht? Das hat mir extrem viel Zeit gespart beim Tunen verglichen mit meinem 7800X3D. Firefox, Diablo 2 Resurrected und StarCraft 2 sind ebenfalls sehr empfindlich bei OC.
Stell den FCLK mal auf 2133 MHz. Dann ist die 1:3 Regel wieder vorhanden.
Mir ist gerade beim 7800X3D aufgefallen, dass die CPU in Cinebench wegen der höheren SoC Spannung (1,25 zu 1,05 V) langsamer war, weil die zusätzlichen Watt des SoC für den Kern gefehlt haben. Die Gesamtleistungsaufnahme war ja auf 80 Watt gedeckelt.
2100 MHz FCLK lief bei mir auch nicht richtig stabil, habe es deshalb gelassen. Habe den 5800X3D und den 7800X3D gehabt und nie einen wirklichen Unterschied gemessen.
 
Ist dir Stabilität wichtig oder nicht?
Natürlich.
Hat aber wirklich rein garnichts mit der iGPU zu tun ob etwas stabil ist oder nicht. Du testest damit die iGPU, nicht dein RAM OC. Solange du die iGPU nicht nutzt, ist das also komplett irrelevant.

Die iGPU hat ihren eigenen kleinen Platz im SoC. Wenn der SoC hergestellt wird, kann es gut sein dass der iGPU Teil des SoC eine geringere Qualität aufweißt wie der UCLK Teil des SoC. Silicon Lottery eben. Belastest du also die iGPU crasht das System viel schneller als wenn du nur den UCLK testest.
Und dann den SoC soweit zu entlasten bis die iGPU stabil wird, nur um sie dann nicht zu nutzen ist kompletter Blödsinn.

Mal so als extremes Beispiel.
Wenn deine iGPU ein mieses Sample ist, crasht dir 6000/2000 obwohl ohne die iGPU sogar stabil 6600/2200 möglich wäre.

Würde also nichts auf diese iGPU Tests geben solange man die eh nicht nutzt und am besten deaktiviert hat.
-> Schreibe auch gerade meine Bachelorarbeit über RAM OC, wo ich genau dieses Thema kurze behandle.

Mir ist gerade beim 7800X3D aufgefallen, dass die CPU in Cinebench wegen der höheren SoC Spannung (1,25 zu 1,05 V) langsamer war, weil die zusätzlichen Watt des SoC für den Kern gefehlt haben. Die Gesamtleistungsaufnahme war ja auf 80 Watt gedeckelt.
Das ist ganz normal, ist bei fast allen CPUs so, wenn du im Powerlimit hängst.
Cinebench ist aber auch kein Test mit dem man RAM testen könnte, also verlierst du Leistung und Effizienz.

In den meisten anderen Tests gewinnst du Leistung. Ob die Effizienz besser ist, ist wie immer abhängig von diversen Faktoren.

2100 MHz FCLK lief bei mir auch nicht richtig stabil, habe es deshalb gelassen.
Mal an den Spannungen und Widerständen rumgespielt?

Habe den 5800X3D und den 7800X3D gehabt und nie einen wirklichen Unterschied gemessen.
Das ist schon mehr als merkwürdig.
Einen "Unterschied merken" ist das eine. Aber messen sollte man eigentlich einen :D
 
Ich würde jetzt auch sagen, das eine der ersten Aktionen beim RAM OC für mich ist, die iGPU zu deaktivieren -sofern ich ne Grafikkarte im System hab.

Ich hab das beim 7950X, der auch noch herumliegt, gesehen, dass RAM Stabilitätstests mit aktiver iGPU bei 6600 dann schon wild das Bild flackern lassen.
 
Nett.. ich hab mich noch nicht groß damit beschäftigt..
9800x3D mit nem x850 Tomahawk
Und 32GB gskill cl32 ram (ich glaube 6200mhz.. kann meine Rechnung bei Mindfactory nicht einsehen)

Hatte das jetzt quick und dirty auf -20
+200 und 6000/3000/2000 eingestellt
Und mich nicht weiter groß damit befasst aus Zeitgründen..

Aber ich hab gesehen das da mittlerweile n paar BIOS Updates releast worden sind..
Werd das nacher mal einspielen... Dann muss ich ja eh alles neu einfummeln
 
Aber schau dir mal den Spoiler zu der SoC Spannung an, da gibts einen interessanten Hinweis, das betrifft auch 6000/2000, wo ich von 1,05v auf 1,10v gegangen bin
Hast du zu den unruhigen Frametimes einen guten Referenzbenchmark wo man das recht schnell und eindeutig sieht.

Ansonsten sehr schöner Leserartikel mit vielen interessanten Erkenntnissen. Mir sind ein paar mehr Watt im System im Grunde eigentlich wurscht und mit meinen 6200 liege ich sowieso recht passabel in der Mitte.
 
Hast du zu den unruhigen Frametimes einen guten Referenzbenchmark wo man das recht schnell und eindeutig sieht.
"Die" Referenz gibt es eigentlich nicht. Kann unterschiedlich reagieren.
Man sollte halt die CPU Last so hoch wie möglich setzen, also im Idealfall RT in 720p mit viel Bewegung (kein ingame benchmark). Und eben mal so 2, 3 Spiele probieren.
Dann ein paar Runs machen und die P1 und P0.2 beobachten

Ansonsten sehr schöner Leserartikel mit vielen interessanten Erkenntnissen.
Danke :)

Mir sind ein paar mehr Watt im System im Grunde eigentlich wurscht und mit meinen 6200 liege ich sowieso recht passabel in der Mitte.
"Falsch" machen kann man ja nichts - alles eine persönliche Präferenz :)
 
Tolle Messreihe, die Freude macht :daumen: und aufgrund welcher ich den 9800X3D von jetzt an mit Standardtakt werde laufen lassen. RAM lass ich auf 6200MT/s ('@Jaffech optimized':D). 4090 läuft @2460MHz. Das Resultat lässt sich sehen: pfeilschnell und dabei sparsam und COOOOOOL! :nicken:
 
6000 MT/s, 2000 FCLK mit BO+200 und CO-35 läuft bei mir gut (und OCCT Extreme stabil, Cinebench läuft auch mit -45 durch, OCCT aber nicht).
 
Wirklich Erstklassige Arbeit!
Vielen Dank für die Mühe beim Testen!

Daran sieht man mal was RAM OC doch ausmachen kann.
Und wie das ganze mit CPU OC zusammenspielt.

Daran sieht man das sich die Arbeit am Ende lohnt wenn man sich bisschen mit dem RAM beschäftigt.

Bei mir laufen momentan 64Gb 6200 MT/s 2066 FCLK 28/36/36/76
 
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