Jaffech
Community-Legende
Grüße euch liebe Gamer, Bencher und HW-Enthusiasten. Es wird mal wieder Zeit für einen neuen Leserartikel, diesmal zum Thema 9800X3D mit RAM OC und Boost Override – wie verhält sich die Effizienz?
1. Einleitung
Der 9800X3D ist eine geile CPU. Und wie macht man eine geile CPU noch geiler? Richtig, mit OC. Da AMD uns dies nun erstmalig für die Kerne einer X3D CPU ermöglicht, habe ich mir dem Boost Override mal genauer angeschaut. Da auch @PCGH_Dave bemerkt hat, dass BO+200 die CPU zu einem Intel mutieren lässt, habe ich mir zum Ziel gesetzt das ganze mal mit Zahlen zu belegen. Dafür habe ich mir drei Spiele ausgesucht in zwei Auflösungen (720p und UHD), drei RAM-Setting und drei Boost Override Stufen getestet um zu schauen wie die Effizienz (FPS/W) aussieht.
Da es zu einfach ist nur die Avg FPS zu beleuchten, habe ich dies auch gleich für die P1 FPS und P0.2 FPS durchgeführt. Jeder der sich auskennt, schaut sowieso hauptsächlich auf diese.
Was ist schneller? 6400 MT/s mit BO-200 MHz oder 5600 MT/s mit BO+200 MHz? Was liefert mehr FPS/W?
Lasst es uns herausfinden.
2. Vorwort:
Neben dem Boost Override mit -200, 0 und +200 kommt wie angesprochen auch RAM OC zum Einsatz, individuell auf das jeweilige Setting zugeschnitten. Das heißt, es wurde nicht einfach nur der Takt verringert, sondern auch jedes Mal die Timings und Spannungen angepasst. Außerdem wurde konsequent mit dem Curve Optimizer auf -20 getestet. Leider nur Allcore, weil per Core aktuell nicht vernünftig funktioniert. Es würden, je nach Boost Override, auch höhere negativ Werte funktionieren, allerdings um Vergleichbarkeit herzustellen habe ich den kleinsten gemeinsamen Nenner genommen, welcher bei -20 liegt. Alle möglichen Settings wurden gewissenhaft auf Stabilität getestet.
Für den RAM: Karhu bis mind. 10.000%, dazu jeweils 2 stunden TM5 anta absolute und DDR5 Ryzen3D sowie y-Cruncher FFTv4 für 2 Stunden.
Für die CPU: 3 Stunden Prime95 smallest FFT und 3 Stunden small FFT. Außerdem y-cruncher BKT, BBP und SFTv4 jeweils 2 stunden.
Kombiniert: Y-Cruncher SNT, SVT, N63 und VT3 jeweils 2 Stunden.
Das klingt erstmal viel, wenn man es aber jede Nacht lauft lässt, hat man keinen Ausfall der Produktivzeit. Allerdings zieht sich das eben auch etwas in die Länge so viele Settings zu testen, daher dauert es nun mal auch ein bisschen – die CPU habe ich seit Dezember. Kreuz getestet wurden einige der Settings auch für mindesten eine Woche im täglichen Einsatz.
Was ich an dieser Stelle noch anmerken möchte ist die Tatsache, dass XMP öfters mal Probleme macht. XMP sollte man daher immer auf Stabilität prüfen, u.a. mit TM5 oder Karhu. Es muss nicht so exzessiv sein wie bei mir, aber eine Grundeinschätzung kann Leben retten – das Leben eventuell wichtiger Daten. Dasselbe gilt natürlich auch für manuelles RAM OC. Jetzt ist es aber wichtig zu wissen, dass ein einfaches, manuelles RAM OC keine wochen- oder gar monatelanges herum probieren bedeutet, wie viele „RAM OC Gegner“ es gerne behaupten – entweder weil sie nicht wahrhaben wollen wie einfach das ist, das kann @PCGH_Dave auch mittlerweile bestätigen, oder weil sie schlicht keine Ahnung haben.
Für viele ICs (DDR4 wie auch DDR5) gibt es, u.a. in unserem Discord sogenannte „Presets“, welche in vielen Fällen auf Anhieb funktionieren. Diverse dieser Presets waren auch in den PCGH RAM OC Artikeln zugegen, unter anderem für den 5700X3D oder 9800X3D. Das reicht aus um einen Großteil der maximal möglichen Leistung zu erreichen – in wenigen Minuten Timings eintippen.
XMP oder Manuell ist egal, getestet werden sollte immer auf Stabilität, denn nur weil die ICs vom RAM das können, muss das nicht für eure CPU oder das Board gelten!
Als Abgrenzungskriterium sei gesagt, dass das hier keine RAM OC Anleitung ist, keine Anleitung für Boost Override und auch keine für den Curve Optimizer!
Für sowas gibt’s schriftliche Guides von der Ryzen RAM OC Community und weiterführende Hilfe im entsprechenden Ryzen RAM OC Thread bei Computerbase (wo auch eine (DDR4) RAM OC Anleitung zu finden ist), im Ryzen Thread hier bei PCGHX oder im Ryzen RAM OC Discord unter https://discord.gg/ramoc.
3. Testmethodik und Hardware
Ich habe mir wie erwähnt drei Spiele ausgesucht – Baldurs Gate 3, Cyberpunk 2077 und Starfield. Damit wird eine kleine, aber verschiedene Palette an Spielen abgedeckt.
Alle Titel wurden in 720p und in UHD, wahlweise mit DLAA oder DLSS, getestet. Genauer:
Baldurs Gate 3 720p
Baldurs Gate 3 2160p + DLAA
Cyberpunk 2077 720p
Cyberpunk 2077 2160p + DLSS P
Starfield in 720p
Starfield in 2160p + DLSS Q
So wird gewährleistet, insbesondere in CP2077, dass in jedem Szenario genügend FPS erreicht werden.
Alle Tests fanden im 16:9 Bildschirmverhältnis statt.
Als Settings und Szenen sind die bekannten und von PCGH genutzen. Also kein build-in Benchmark und keine low Settings. So einen Quatsch fangen wir hier gar nicht an.
Diese 6 Spiele Settings wurden mit 9 verschiedenen CPU-Settings durch Benchmarks geschickt.
Die CPU-Settings sind wie folgt:
5600 MT/s, 1867 FCLK mit BO-200
5600 MT/s, 1867 FCLK mit BO+0
5600 MT/s, 1867 FCLK mit BO+200
6000 MT/s, 2000 FCLK mit BO-200
6000 MT/s, 2000 FCLK mit BO+0
6000 MT/s, 2000 FCLK mit BO+200
6400 MT/s, 2133 FCLK mit BO-200
6400 MT/s, 2133 FCLK mit BO+0
6400 MT/s, 2133 FCLK mit BO+200
Somit ergeben sich 54 Messreihen.
Für die Transparenz noch ZenTimings Screenshots:
Außerdem noch das genaue Testsystem
Der Wasserfluss wurde auf ca. 130 L/h eingestellt und die MoRa Lüfter auf 100% bei einer Raumtemperatur meist 18-20°C.
Die 4090 wurde übertaktet auf 3030MHz und +1400 auf dem VRAM. Auch dies ist seit Erwerb vor 2 Jahren ein getestetes Setting.
Der Kreislauf funktioniert wie folgt:
MoRa -> Temp. Sensor -> GPU -> Temp. Sensor -> CPU -> AGB -> Temp. Sensor -> MoRa
Selbstverständlich kam zum Aufzeichnen aller relevanten Daten, insbesondere die Avg FPS, P1 FPS und P0.2 FPS, das Programm CapFrameX zum Einsatz, wie es auch die PCGH-Redaktion nutzt.
Ich habe allerdings entgegen der PCGH-Redaktion nicht die P1, sondern die P0.2 als Outliner Grundlage genommen und auch nicht mit 7%, sondern mit 5% gemessen – dies hat eine höhere Genauigkeit zur Folge und weiterhin nicht 3, sondern 5 Runs aggregiert.
Bei den 54 Messreihen â 5 Runs, wären wir bereits bei 270 Einzelmessungen. Die Realität sieht aber anders aus. Jeder der sich schonmal mit Benchmarks beschäftigt hat wird wissen, dass man mit meinen CFX-Settings nicht nur 5 Runs machen muss um sein Ergebnis zu erhalten. Es sind also daher bedeutend mehr als 270 Messung, die genaue Zahl weiß ich nicht – es sollte aber Richtung 350 bis 400 gehen. Ich hoffe ihr findet die Ergebnisse genauso spannend wie ich und die Mühe hat sich gelohnt.gif)
Für vollständige Transparenz sind alle CapFrameX Files hier verfügbar, aber getrennt nach Spielen, da CapFrameX gemeckert hat, dass die hochgeladene Dateien zu groß seien…
Baldurs Gate 3: https://capframex.com/api/SessionCollections/6a486e11-f836-417a-b4b1-bdf2add2bb17
Cyberpunk 2077: https://capframex.com/api/SessionCollections/2aaa564c-be87-430c-86b6-969f563f0d11
Starfield: https://capframex.com/api/SessionCollections/97ce35e4-d074-40d5-92c9-4fa98f3cbb57
Die Ergebnisse sind untergliedert. Erstmal die reinen FPS-Werte in 720p und UHD in Kapitel 4, gefolgt von den Watt und FPS/W Betrachtungen in Kapitel 5.
4.a Ergebnisse 720p
So, kommen wir nun zum interessanten Teil, und das worauf ihr gewartet habt:
Die Benchmarks, sortiert nach P0.2 und unterteilt nach Spielen.
4.b Ergebnisse UHD
Weiter geht es mit den UHD-Benchmarks, ebenfalls sortiert nach P0.2 und unterteilt nach Spielen.
5.a Stromverbrauch
Der eigentliche Kernpunkt dieses Leserartikels beschäftigt sich mit der Frage des Stromverbrauchs.
Wichtig zu wissen ist, dass jedes RAM-Setting wie angesprochen individuell ausgelotet wurde, sowohl die Timings als auch die Spannungen.
Das hat zur Folge, dass der Anteil der SoC-Power bei den verschiedenen RAM-Settings auch unterschiedlich hoch ausfällt und damit auch der Idle verbrauch, das sollte man nicht unterschätzen.
Folgende Werte braucht mein SoC:
5600 MT/s, 1867 FCLK, 1,02 v, 9,4 W
6000 MT/s, 2000 FCLK, 1,10 v, 12,2 W
6400 MT/s, 2133 FCLK, 1,25 v, 17,5 W
Ryzen CPUs werden gerne für ihren hohen Idle Stromverbrauch kritisiert, die aufgrund des Chiplet Ansatzes entsteht. Eine effektive Maßnahme ist die Reduzierung der SoC Spannung, welche mit UCLK-Takt skaliert und VDDIO Spannung, welche auch mit dem UCLK-Takt skaliert. Es kann sich für Nutzer, die ihren PC auch fürs Home-Office oder viel Browsing nutzen daher durchaus lohnen beim RAM ein paar Stufen zurück zu schalten. Allzu viel Leistung verliert man dadurch schließlich nicht, wie die FPS-Benchmarks belegen. Ein manuelles 5600/1867 Setting schlägt ein 6000er XMP-Setting.
Auch hier wieder der Appell an euch: Einfaches RAM OC anhand von Presets ist kein Hexenwerk, dauert nicht lange und es gibt genug Hilfen, siehe Kapitel 2.
Doch was verbraucht denn nun der 9800X3D in 720p und UHD?
Fangen wir Alphabetisch bei Baldurs Gate 3 an.
Es mag im ersten Moment eventuell verwundern wieso der UHD Verbrauch höher ist als der 720p Verbrauch.
Die Erklärung ist aber relativ simpel. Wie man gut an den Leistungswerten ablesen kann, limitiert die GPU nur sehr wenig, die CPU boostet also bis an ihr maximum, wie in 720p. Nun ist es aber so, dass die GPU mehr zu tun hat, entsprechend mit heizt und darum die CPU auch wärmer ist. Und eine Eigenschaft von Chips ist ein höherer Verbrauch bei steigender Temperatur.
Gefolgt von Cyberpunk 2077
Abgeschlossen durch Starfield.
5.b FPS pro Watt
Hier zitiere ich einfach mal das, was @PCGH_Raff immer schreibt
Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physik-Unterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energie-Effizienz zu berechnen.
Fangen wir wieder Alphabetisch bei Baldurs Gate 3 an.
Als nächstes steht dann Cyberpunk 2077 an
Als letztes wie gehabt Starfield
6. Fazit
Also zuerst einmal lässt sich festhalten, das RAM OC auch in hohen Auflösungen einen Einfluss auf die FPS haben kann, insbesondere den P1 und P0.2. Es kommt aber natürlich – das sollte mittlerweile klar sein – auf diverse Faktoren an, wie z.B. das gespielte Spiel. Ein Anno 1800 oder Stellaris reagieren in UHD stärker auf RAM OC als ein Alan Wake 2 oder Cyberpunk 2077. Außerdem spielt natürlich die GPU eine große Rolle. Wer in UHD mit einer 4070 spielt und einen 9800X3D hat, wird nichts merken – und hätte sich den 9800X3D auch sparen können.
Aber was sagen uns all diese Zahlen denn jetzt zur Leistung?
Nun, BO+200 mit 6400/2133 ist schneller als BO-200 mit 5600/1867. Surprise!
Spaß beiseite, es zeigen sich einige interessante Dinge. Von der reinen Leistung her sind beide Effekte vielleicht gleichwertig im Ergebnis, aber nicht gleichartig in der Art und Weise wie wir gleich bei der Effizienz sehen werden. Das heißt, dass 5600/1867 mit BO+200 ungefähr 6000/200 mit BO+0 und 6400/2133 mit BO-200 entspricht. Mal gibt es ein etwas besseres RAM scaling und mal ein etwas besseres BO scaling. Das ist Spiel abhängig. So weit so einleuchtend.
Interessanter sind dagegen die Effizienzwerte.
Es ist in jedem Fall so, dass RAM OC die Effizienz verringert, egal welches Spiel, egal ob 720p oder UHD. Liegt halt eben daran, dass VDDIO und SoC Spannung höher gesetzt werden müssen aber die Leistung nicht im selben Verhältnis steigt. Die Effizienzverringerung ist aber noch im akzeptablen Rahmen, insbesondere bei den P1 und P0.2 sinkt die Effizienz nur marginal, da eben genau diese durch schnelleren RAM profitieren, auch oft in UHD.
BO dagegen verringert die Effizienz erheblich. Wir reden hier von teilweise 30 bis 40% schlechterer Effizienz von BO-200 gegenüber BO+200. Selbst in UHD ist die Effizienz erheblich schlechter, insbesondere bei den AVG FPS, weil dort die GPU limitiert, die CPU aber trotzdem aufdreht. Bei den P0.2 und P1 kann die höhere CPU-Leistung die Effizienz marginal besser retten, schlecht ist es trotzdem. Und das obwohl die CPU meist nur im Teillast Bereich läuft.
Relativ ähnlich in der Effizienz sind sich 5600/1867 inkl. BO+0 und 6400/2133 inkl. BO-200 mit Tendenz zum letzterem. Dies zeigt schon deutlich, wie ineffizient BO+200 ist, wenn selbst die Erhöhung der RAM relevanten Spannungen weniger an der Effizienz verschlechtert. Man bekommt aber dennoch mehr Leistung als mit 5600/1867 inkl. BO+200.
Meine Empfehlung basierend auf den vorliegenden Daten lautet daher, dass man 6400/2133 mit BO+200 hauptsächlich für Benchmarks nutzen sollte. Für den Daily betrieb empfehle ich 6000/2000 oder 6400/2133 ohne BO als guten Kompromiss aus Leistung und Effizienz. Wer viel Wert auf Effizienz im Idle legt, sollte sich mal mit 5600/1867 beschäftigen, gerne auch tiefer, wahlweise ohne BO oder mit BO, da durch die niedrigeren nötigen SoC Spannungen der Idle verbrauch sinkt und man zumindest mit BO+200 in Games gut aufgestellt ist, aber auf Kosten der Gaming-Effizienz. Eben ein Trade-off aus Idle Effizienz und Gaming Ineffizienz. Wem das alles egal ist, der haut eben 6400/2133 mit BO+200 rein, freut sich über die meisten FPS und über feurige CPU-Temperaturen und eine wärmere Bude
Und nun viel Spaß mit eurem (In-)Effizenz-Tuning !.gif)
Danke an @ApolloX30 und @PCGH_Dave fürs Korrekturlesen und die Verbesserungsvorschläge.
1. Einleitung
Der 9800X3D ist eine geile CPU. Und wie macht man eine geile CPU noch geiler? Richtig, mit OC. Da AMD uns dies nun erstmalig für die Kerne einer X3D CPU ermöglicht, habe ich mir dem Boost Override mal genauer angeschaut. Da auch @PCGH_Dave bemerkt hat, dass BO+200 die CPU zu einem Intel mutieren lässt, habe ich mir zum Ziel gesetzt das ganze mal mit Zahlen zu belegen. Dafür habe ich mir drei Spiele ausgesucht in zwei Auflösungen (720p und UHD), drei RAM-Setting und drei Boost Override Stufen getestet um zu schauen wie die Effizienz (FPS/W) aussieht.
Da es zu einfach ist nur die Avg FPS zu beleuchten, habe ich dies auch gleich für die P1 FPS und P0.2 FPS durchgeführt. Jeder der sich auskennt, schaut sowieso hauptsächlich auf diese.
Was ist schneller? 6400 MT/s mit BO-200 MHz oder 5600 MT/s mit BO+200 MHz? Was liefert mehr FPS/W?
Lasst es uns herausfinden.
2. Vorwort:
Neben dem Boost Override mit -200, 0 und +200 kommt wie angesprochen auch RAM OC zum Einsatz, individuell auf das jeweilige Setting zugeschnitten. Das heißt, es wurde nicht einfach nur der Takt verringert, sondern auch jedes Mal die Timings und Spannungen angepasst. Außerdem wurde konsequent mit dem Curve Optimizer auf -20 getestet. Leider nur Allcore, weil per Core aktuell nicht vernünftig funktioniert. Es würden, je nach Boost Override, auch höhere negativ Werte funktionieren, allerdings um Vergleichbarkeit herzustellen habe ich den kleinsten gemeinsamen Nenner genommen, welcher bei -20 liegt. Alle möglichen Settings wurden gewissenhaft auf Stabilität getestet.
Für den RAM: Karhu bis mind. 10.000%, dazu jeweils 2 stunden TM5 anta absolute und DDR5 Ryzen3D sowie y-Cruncher FFTv4 für 2 Stunden.
Für die CPU: 3 Stunden Prime95 smallest FFT und 3 Stunden small FFT. Außerdem y-cruncher BKT, BBP und SFTv4 jeweils 2 stunden.
Kombiniert: Y-Cruncher SNT, SVT, N63 und VT3 jeweils 2 Stunden.
Das klingt erstmal viel, wenn man es aber jede Nacht lauft lässt, hat man keinen Ausfall der Produktivzeit. Allerdings zieht sich das eben auch etwas in die Länge so viele Settings zu testen, daher dauert es nun mal auch ein bisschen – die CPU habe ich seit Dezember. Kreuz getestet wurden einige der Settings auch für mindesten eine Woche im täglichen Einsatz.
Was ich an dieser Stelle noch anmerken möchte ist die Tatsache, dass XMP öfters mal Probleme macht. XMP sollte man daher immer auf Stabilität prüfen, u.a. mit TM5 oder Karhu. Es muss nicht so exzessiv sein wie bei mir, aber eine Grundeinschätzung kann Leben retten – das Leben eventuell wichtiger Daten. Dasselbe gilt natürlich auch für manuelles RAM OC. Jetzt ist es aber wichtig zu wissen, dass ein einfaches, manuelles RAM OC keine wochen- oder gar monatelanges herum probieren bedeutet, wie viele „RAM OC Gegner“ es gerne behaupten – entweder weil sie nicht wahrhaben wollen wie einfach das ist, das kann @PCGH_Dave auch mittlerweile bestätigen, oder weil sie schlicht keine Ahnung haben.
Für viele ICs (DDR4 wie auch DDR5) gibt es, u.a. in unserem Discord sogenannte „Presets“, welche in vielen Fällen auf Anhieb funktionieren. Diverse dieser Presets waren auch in den PCGH RAM OC Artikeln zugegen, unter anderem für den 5700X3D oder 9800X3D. Das reicht aus um einen Großteil der maximal möglichen Leistung zu erreichen – in wenigen Minuten Timings eintippen.
XMP oder Manuell ist egal, getestet werden sollte immer auf Stabilität, denn nur weil die ICs vom RAM das können, muss das nicht für eure CPU oder das Board gelten!
Als Abgrenzungskriterium sei gesagt, dass das hier keine RAM OC Anleitung ist, keine Anleitung für Boost Override und auch keine für den Curve Optimizer!
Für sowas gibt’s schriftliche Guides von der Ryzen RAM OC Community und weiterführende Hilfe im entsprechenden Ryzen RAM OC Thread bei Computerbase (wo auch eine (DDR4) RAM OC Anleitung zu finden ist), im Ryzen Thread hier bei PCGHX oder im Ryzen RAM OC Discord unter https://discord.gg/ramoc.
3. Testmethodik und Hardware
Ich habe mir wie erwähnt drei Spiele ausgesucht – Baldurs Gate 3, Cyberpunk 2077 und Starfield. Damit wird eine kleine, aber verschiedene Palette an Spielen abgedeckt.
Alle Titel wurden in 720p und in UHD, wahlweise mit DLAA oder DLSS, getestet. Genauer:
Baldurs Gate 3 720p
Baldurs Gate 3 2160p + DLAA
Cyberpunk 2077 720p
Cyberpunk 2077 2160p + DLSS P
Starfield in 720p
Starfield in 2160p + DLSS Q
So wird gewährleistet, insbesondere in CP2077, dass in jedem Szenario genügend FPS erreicht werden.
Alle Tests fanden im 16:9 Bildschirmverhältnis statt.
Als Settings und Szenen sind die bekannten und von PCGH genutzen. Also kein build-in Benchmark und keine low Settings. So einen Quatsch fangen wir hier gar nicht an.
Diese 6 Spiele Settings wurden mit 9 verschiedenen CPU-Settings durch Benchmarks geschickt.
Die CPU-Settings sind wie folgt:
5600 MT/s, 1867 FCLK mit BO-200
5600 MT/s, 1867 FCLK mit BO+0
5600 MT/s, 1867 FCLK mit BO+200
6000 MT/s, 2000 FCLK mit BO-200
6000 MT/s, 2000 FCLK mit BO+0
6000 MT/s, 2000 FCLK mit BO+200
6400 MT/s, 2133 FCLK mit BO-200
6400 MT/s, 2133 FCLK mit BO+0
6400 MT/s, 2133 FCLK mit BO+200
Somit ergeben sich 54 Messreihen.
Für die Transparenz noch ZenTimings Screenshots:
5600/1867
6000/2000
6400/2133
6000/2000
6400/2133
Außerdem noch das genaue Testsystem
Cuplex Cryos Next AM5 Wasserkühler
RTX4090@572.16 mit Alphacool Acryl Wasserkühler
2x16GiB H16A RAM mit Alphacool X4 Wasserkühler
ASUS X870E-E Gaming WiFi @AGESA1.2.0.2a
2TiB Corsair MP600 Pro XT
Corsair RMx1000 PSU
MoRa420 mit 4x Noctua NF-A20.
2x Alphacool VPP Apex (DualTop)
Aquacomputer Highflow 2 Durchflussensor
Aquacomputer Quadro Steuerung
3 Temperatursensoren
Mehrere QD3 Schnellkupplungen
RTX4090@572.16 mit Alphacool Acryl Wasserkühler
2x16GiB H16A RAM mit Alphacool X4 Wasserkühler
ASUS X870E-E Gaming WiFi @AGESA1.2.0.2a
2TiB Corsair MP600 Pro XT
Corsair RMx1000 PSU
MoRa420 mit 4x Noctua NF-A20.
2x Alphacool VPP Apex (DualTop)
Aquacomputer Highflow 2 Durchflussensor
Aquacomputer Quadro Steuerung
3 Temperatursensoren
Mehrere QD3 Schnellkupplungen
Der Wasserfluss wurde auf ca. 130 L/h eingestellt und die MoRa Lüfter auf 100% bei einer Raumtemperatur meist 18-20°C.
Die 4090 wurde übertaktet auf 3030MHz und +1400 auf dem VRAM. Auch dies ist seit Erwerb vor 2 Jahren ein getestetes Setting.
Der Kreislauf funktioniert wie folgt:
MoRa -> Temp. Sensor -> GPU -> Temp. Sensor -> CPU -> AGB -> Temp. Sensor -> MoRa
Selbstverständlich kam zum Aufzeichnen aller relevanten Daten, insbesondere die Avg FPS, P1 FPS und P0.2 FPS, das Programm CapFrameX zum Einsatz, wie es auch die PCGH-Redaktion nutzt.
Ich habe allerdings entgegen der PCGH-Redaktion nicht die P1, sondern die P0.2 als Outliner Grundlage genommen und auch nicht mit 7%, sondern mit 5% gemessen – dies hat eine höhere Genauigkeit zur Folge und weiterhin nicht 3, sondern 5 Runs aggregiert.
Bei den 54 Messreihen â 5 Runs, wären wir bereits bei 270 Einzelmessungen. Die Realität sieht aber anders aus. Jeder der sich schonmal mit Benchmarks beschäftigt hat wird wissen, dass man mit meinen CFX-Settings nicht nur 5 Runs machen muss um sein Ergebnis zu erhalten. Es sind also daher bedeutend mehr als 270 Messung, die genaue Zahl weiß ich nicht – es sollte aber Richtung 350 bis 400 gehen. Ich hoffe ihr findet die Ergebnisse genauso spannend wie ich und die Mühe hat sich gelohnt
.gif)
Für vollständige Transparenz sind alle CapFrameX Files hier verfügbar, aber getrennt nach Spielen, da CapFrameX gemeckert hat, dass die hochgeladene Dateien zu groß seien…
Baldurs Gate 3: https://capframex.com/api/SessionCollections/6a486e11-f836-417a-b4b1-bdf2add2bb17
Cyberpunk 2077: https://capframex.com/api/SessionCollections/2aaa564c-be87-430c-86b6-969f563f0d11
Starfield: https://capframex.com/api/SessionCollections/97ce35e4-d074-40d5-92c9-4fa98f3cbb57
Die Ergebnisse sind untergliedert. Erstmal die reinen FPS-Werte in 720p und UHD in Kapitel 4, gefolgt von den Watt und FPS/W Betrachtungen in Kapitel 5.
4.a Ergebnisse 720p
So, kommen wir nun zum interessanten Teil, und das worauf ihr gewartet habt:
Die Benchmarks, sortiert nach P0.2 und unterteilt nach Spielen.
4.b Ergebnisse UHD
Weiter geht es mit den UHD-Benchmarks, ebenfalls sortiert nach P0.2 und unterteilt nach Spielen.
5.a Stromverbrauch
Der eigentliche Kernpunkt dieses Leserartikels beschäftigt sich mit der Frage des Stromverbrauchs.
Wichtig zu wissen ist, dass jedes RAM-Setting wie angesprochen individuell ausgelotet wurde, sowohl die Timings als auch die Spannungen.
Das hat zur Folge, dass der Anteil der SoC-Power bei den verschiedenen RAM-Settings auch unterschiedlich hoch ausfällt und damit auch der Idle verbrauch, das sollte man nicht unterschätzen.
Folgende Werte braucht mein SoC:
5600 MT/s, 1867 FCLK, 1,02 v, 9,4 W
6000 MT/s, 2000 FCLK, 1,10 v, 12,2 W
6400 MT/s, 2133 FCLK, 1,25 v, 17,5 W
Einige werden jetzt denken „huch, das ist aber viel SoC Spannung, bei mir geht weniger“.
Und ja, bei mir geht auch weniger. Durch sämtliche Stabilitätstests bekomme ich auch problemlos 1,20v SoC bei dem 6400 MT/s Setting, fast nirgends gibt es eine Auffälligkeit, keine ungewöhnliche y-cruncher Abweichung, keine Karhu TestSpeed/MaxSpeed Abweichung, sogar im Spiel sind die Avg FPS unauffällig. ABER(!) die P1 FPS und die P0.2 sind reproduzierbar niedriger als mit 1,25 v, man spricht hier also von einer schleichenden Instabilität – ein typisches Problem bei AM5 und schwer zu identifizieren, weil kein Stabilitätstest anschlägt.
Tipp: Gebt im Zweifelsfall lieber einen ticken mehr Spannung drauf.gif)
Und ja, bei mir geht auch weniger. Durch sämtliche Stabilitätstests bekomme ich auch problemlos 1,20v SoC bei dem 6400 MT/s Setting, fast nirgends gibt es eine Auffälligkeit, keine ungewöhnliche y-cruncher Abweichung, keine Karhu TestSpeed/MaxSpeed Abweichung, sogar im Spiel sind die Avg FPS unauffällig. ABER(!) die P1 FPS und die P0.2 sind reproduzierbar niedriger als mit 1,25 v, man spricht hier also von einer schleichenden Instabilität – ein typisches Problem bei AM5 und schwer zu identifizieren, weil kein Stabilitätstest anschlägt.
Tipp: Gebt im Zweifelsfall lieber einen ticken mehr Spannung drauf
.gif)
Ryzen CPUs werden gerne für ihren hohen Idle Stromverbrauch kritisiert, die aufgrund des Chiplet Ansatzes entsteht. Eine effektive Maßnahme ist die Reduzierung der SoC Spannung, welche mit UCLK-Takt skaliert und VDDIO Spannung, welche auch mit dem UCLK-Takt skaliert. Es kann sich für Nutzer, die ihren PC auch fürs Home-Office oder viel Browsing nutzen daher durchaus lohnen beim RAM ein paar Stufen zurück zu schalten. Allzu viel Leistung verliert man dadurch schließlich nicht, wie die FPS-Benchmarks belegen. Ein manuelles 5600/1867 Setting schlägt ein 6000er XMP-Setting.
Auch hier wieder der Appell an euch: Einfaches RAM OC anhand von Presets ist kein Hexenwerk, dauert nicht lange und es gibt genug Hilfen, siehe Kapitel 2.
Doch was verbraucht denn nun der 9800X3D in 720p und UHD?
Fangen wir Alphabetisch bei Baldurs Gate 3 an.
| RAM-Takt | FCLK in MHz | BO in MHz | W in 720p | W in UHD |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | -200 | 54 | 56 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | 0 | 62 | 63 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | +200 | 74 | 74 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | -200 | 58 | 59 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | 0 | 64 | 65 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | +200 | 77 | 78 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | -200 | 65 | 66 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | 0 | 71 | 73 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | +200 | 84 | 88 |
Die Erklärung ist aber relativ simpel. Wie man gut an den Leistungswerten ablesen kann, limitiert die GPU nur sehr wenig, die CPU boostet also bis an ihr maximum, wie in 720p. Nun ist es aber so, dass die GPU mehr zu tun hat, entsprechend mit heizt und darum die CPU auch wärmer ist. Und eine Eigenschaft von Chips ist ein höherer Verbrauch bei steigender Temperatur.
Gefolgt von Cyberpunk 2077
| RAM-Takt | FCLK in MHz | BO in MHz | W in 720p | W in UHD |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | -200 | 64 | 60 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | 0 | 74 | 66 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | +200 | 92 | 81 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | -200 | 69 | 64 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | 0 | 77 | 70 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | +200 | 94 | 86 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | -200 | 76 | 72 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | 0 | 84 | 77 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | +200 | 102 | 95 |
Abgeschlossen durch Starfield.
| RAM-Takt | FCLK in MHz | BO in MHz | W in 720p | W in UHD |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | -200 | 76 | 70 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | 0 | 86 | 79 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | +200 | 110 | 97 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | -200 | 79 | 74 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | 0 | 89 | 82 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | +200 | 113 | 103 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | -200 | 86 | 81 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | 0 | 96 | 90 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | +200 | 125 | 112 |
5.b FPS pro Watt
Hier zitiere ich einfach mal das, was @PCGH_Raff immer schreibt

Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physik-Unterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energie-Effizienz zu berechnen.
Fangen wir wieder Alphabetisch bei Baldurs Gate 3 an.
| 720p | |||||
| RAM-Takt | FCLK in MHz | BO in MHz | Avg FPS/W | P1 FPS/W | P0.2 FPS/W |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | -200 | 2,98 | 2,22 | 1,87 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | 0 | 2,73 | 2,05 | 1,70 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | +200 | 2,35 | 1,75 | 1,46 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | -200 | 2,80 | 2,13 | 1,80 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | 0 | 2,64 | 2,00 | 1,69 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | +200 | 2,28 | 1,73 | 1,45 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | -200 | 2,50 | 1,91 | 1,65 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | 0 | 2,37 | 1,81 | 1,58 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | +200 | 2,09 | 1,60 | 1,37 |
| UHD | |||||
| RAM-Takt | FCLK in MHz | BO in MHz | Avg FPS/W | P1 FPS/W | P0.2 FPS/W |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | -200 | 2,64 | 1,99 | 1,66 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | 0 | 2,42 | 1,82 | 1,50 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | +200 | 2,04 | 1,64 | 1,33 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | -200 | 2,50 | 1,94 | 1,64 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | 0 | 2,28 | 1,82 | 1,50 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | +200 | 1,91 | 1,53 | 1,26 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | -200 | 2,30 | 1,77 | 1,50 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | 0 | 2,13 | 1,64 | 1,37 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | +200 | 1,79 | 1,41 | 1,17 |
Als nächstes steht dann Cyberpunk 2077 an
| 720p | |||||
| RAM-Takt | FCLK in MHz | BO in MHz | Avg FPS/W | P1 FPS/W | P0.2 FPS/W |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | -200 | 2,38 | 1,60 | 1,38 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | 0 | 2,10 | 1,41 | 1,20 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | +200 | 1,74 | 1,17 | 0,98 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | -200 | 2,20 | 1,49 | 1,29 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | 0 | 2,05 | 1,40 | 1,19 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | +200 | 1,74 | 1,16 | 0,99 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | -200 | 1,99 | 1,36 | 1,20 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | 0 | 1,86 | 1,27 | 1,10 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | +200 | 1,57 | 1,08 | 0,94 |
| UHD | |||||
| RAM-Takt | FCLK in MHz | BO in MHz | Avg FPS/W | P1 FPS/W | P0.2 FPS/W |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | -200 | 1,87 | 1,26 | 1,13 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | 0 | 1,69 | 1,14 | 1,02 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | +200 | 1,38 | 0,93 | 0,83 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | -200 | 1,75 | 1,18 | 1,05 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | 0 | 1,60 | 1,09 | 0,98 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | +200 | 1,30 | 0,89 | 0,81 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | -200 | 1,56 | 1,05 | 0,93 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | 0 | 1,46 | 0,99 | 0,89 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | +200 | 1,18 | 0,81 | 0,75 |
Als letztes wie gehabt Starfield
| 720p | |||||
| RAM-Takt | FCLK in MHz | BO in MHz | Avg FPS/W | P1 FPS/W | P0.2 FPS/W |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | -200 | 1,83 | 1,45 | 1,31 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | 0 | 1,66 | 1,29 | 1,17 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | +200 | 1,35 | 1,05 | 0,93 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | -200 | 1,77 | 1,40 | 1,25 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | 0 | 1,62 | 1,29 | 1,13 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | +200 | 1,31 | 1,03 | 0,90 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | -200 | 1,60 | 1,27 | 1,16 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | 0 | 1,48 | 1,18 | 1,06 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | +200 | 1,20 | 0,96 | 0,83 |
| UHD | |||||
| RAM-Takt | FCLK in MHz | BO in MHz | Avg FPS/W | P1 FPS/W | P0.2 FPS/W |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | -200 | 1,76 | 1,57 | 1,38 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | 0 | 1,56 | 1,41 | 1,25 |
| 5600 MT/s | 1867 MHz | +200 | 1,28 | 1,15 | 1,06 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | -200 | 1,67 | 1,49 | 1,36 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | 0 | 1,50 | 1,36 | 1,24 |
| 6000 MT/s | 2000 MHz | +200 | 1,20 | 1,08 | 1,00 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | -200 | 1,52 | 1,36 | 1,23 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | 0 | 1,37 | 1,23 | 1,13 |
| 6400 MT/s | 2133 MHz | +200 | 1,10 | 0,99 | 0,93 |
6. Fazit
Also zuerst einmal lässt sich festhalten, das RAM OC auch in hohen Auflösungen einen Einfluss auf die FPS haben kann, insbesondere den P1 und P0.2. Es kommt aber natürlich – das sollte mittlerweile klar sein – auf diverse Faktoren an, wie z.B. das gespielte Spiel. Ein Anno 1800 oder Stellaris reagieren in UHD stärker auf RAM OC als ein Alan Wake 2 oder Cyberpunk 2077. Außerdem spielt natürlich die GPU eine große Rolle. Wer in UHD mit einer 4070 spielt und einen 9800X3D hat, wird nichts merken – und hätte sich den 9800X3D auch sparen können.
Aber was sagen uns all diese Zahlen denn jetzt zur Leistung?
Nun, BO+200 mit 6400/2133 ist schneller als BO-200 mit 5600/1867. Surprise!

Spaß beiseite, es zeigen sich einige interessante Dinge. Von der reinen Leistung her sind beide Effekte vielleicht gleichwertig im Ergebnis, aber nicht gleichartig in der Art und Weise wie wir gleich bei der Effizienz sehen werden. Das heißt, dass 5600/1867 mit BO+200 ungefähr 6000/200 mit BO+0 und 6400/2133 mit BO-200 entspricht. Mal gibt es ein etwas besseres RAM scaling und mal ein etwas besseres BO scaling. Das ist Spiel abhängig. So weit so einleuchtend.
Interessanter sind dagegen die Effizienzwerte.
Es ist in jedem Fall so, dass RAM OC die Effizienz verringert, egal welches Spiel, egal ob 720p oder UHD. Liegt halt eben daran, dass VDDIO und SoC Spannung höher gesetzt werden müssen aber die Leistung nicht im selben Verhältnis steigt. Die Effizienzverringerung ist aber noch im akzeptablen Rahmen, insbesondere bei den P1 und P0.2 sinkt die Effizienz nur marginal, da eben genau diese durch schnelleren RAM profitieren, auch oft in UHD.
BO dagegen verringert die Effizienz erheblich. Wir reden hier von teilweise 30 bis 40% schlechterer Effizienz von BO-200 gegenüber BO+200. Selbst in UHD ist die Effizienz erheblich schlechter, insbesondere bei den AVG FPS, weil dort die GPU limitiert, die CPU aber trotzdem aufdreht. Bei den P0.2 und P1 kann die höhere CPU-Leistung die Effizienz marginal besser retten, schlecht ist es trotzdem. Und das obwohl die CPU meist nur im Teillast Bereich läuft.
Relativ ähnlich in der Effizienz sind sich 5600/1867 inkl. BO+0 und 6400/2133 inkl. BO-200 mit Tendenz zum letzterem. Dies zeigt schon deutlich, wie ineffizient BO+200 ist, wenn selbst die Erhöhung der RAM relevanten Spannungen weniger an der Effizienz verschlechtert. Man bekommt aber dennoch mehr Leistung als mit 5600/1867 inkl. BO+200.
Meine Empfehlung basierend auf den vorliegenden Daten lautet daher, dass man 6400/2133 mit BO+200 hauptsächlich für Benchmarks nutzen sollte. Für den Daily betrieb empfehle ich 6000/2000 oder 6400/2133 ohne BO als guten Kompromiss aus Leistung und Effizienz. Wer viel Wert auf Effizienz im Idle legt, sollte sich mal mit 5600/1867 beschäftigen, gerne auch tiefer, wahlweise ohne BO oder mit BO, da durch die niedrigeren nötigen SoC Spannungen der Idle verbrauch sinkt und man zumindest mit BO+200 in Games gut aufgestellt ist, aber auf Kosten der Gaming-Effizienz. Eben ein Trade-off aus Idle Effizienz und Gaming Ineffizienz. Wem das alles egal ist, der haut eben 6400/2133 mit BO+200 rein, freut sich über die meisten FPS und über feurige CPU-Temperaturen und eine wärmere Bude

Und nun viel Spaß mit eurem (In-)Effizenz-Tuning !
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Danke an @ApolloX30 und @PCGH_Dave fürs Korrekturlesen und die Verbesserungsvorschläge.
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