ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
AW: Die gegenwärtige Flüchtlings- und Asylproblematik
"Es weiß nicht, was heute ist, deswegen entscheide ich auf Grundlage von dem, was nicht mehr ist" stellt nicht gerade eine gute Handlungsgrundlage dar...
Die Struktur von Migranten ist genauso unterschiedlich, wie die Bedingungen in ihren Herkunftsländern und die Gründe für die Migration. Syrien hat eine andere Bildungsstruktur, als Zentralafrika. Krieg setzt andere Gesellschaftsschichten in Bewegung (und über andere Entfernungen), als Hunger. Wer Untersuchungen, die vornehmlich von afrikanischen Armutsflüchtlingen geprägt sind (oder gar Studien, die von Gastarbeitern dominiert werden...) auf die aktuelle Flüchtlingswelle überträgt, erhält einfach falsche Ergebnisse.
Wer ohne durchgehende Zugverbindung von Syrien nach Bayern gekommen ist, sieht vermutlich keine unlösbaren Probleme darin, auf eigene Faust von Sachsen nach Schweden zu kommen und hat eher bedenken, in Lagern interniert zu werden.
Aber ein nettes Beispiel dafür, was "Flüchtlinge, die alle nur ins deutsche Sozialsystem wollen" machen, um aus Deutschland raus zu kommen
Wir schaffen es in Deutschland nicht einmal, die CDU/CSU aus der Bundesregierung rauszuhalten...
Echt jetzt? Christen werden nicht christlichen Staaten religiös verfolgt?
Wow. Damit hätte niemand gerechnet.
Nö, hatten wir hier schon das Thema: Wenn einem Konflikt in einem instabilen, armen, muslimischen Land zu muslimischen Opfern führt, dann liegt das einzig und allein daran, dass da soviele Muslime rumlaufen. Aber die Täter umgekehrt sind natürlich einzig und allein durch Religion motiviert. Ganz sicher. Die hiesigen Islamexperten, die selbst Saudi Arabien darüber belehren wollen, wer zu ihnen gehört, haben gesprochen!
Zum einen sind gläubige Muslime allgemein eine Minderheit, insbesondere solche, die sich von Vorurteilen über "DEN Islam" angesprochen werden, zum anderen haben die paar, die wir hier im Forum hatten, ziemlich schnell das weite gesucht. Vom Verhalten, mit denen ihnen begegnet wurde ganz abgesehen macht es einfach keinen Sinn, Diskussionen mit Leuten zu führen, die überhaupt nichts dazulernen wollen, sondern ohnehin schon alles besser wissen und die Welt in "bestätigt meine Meinung" und "ist eine Lüge" einteilen.
Derzeit ist Lybien fast das einzige Herkunftsland von afrikanischen Flüchtlingsbooten. Dummerweise gibt es da nicht einmal eine Regierung, mit der man über eine Anlandung (geschweige denn Versorgung) von Flüchtlingen verhandeln könnte. Wie es dazu kam, dass in diesem Land erst über Jahrzehnte hinweg eine Diktatur am Leben erhalten wurde, diese dann kollabierte und durch zahlreiche, auch externe, Interessensgruppen ersetzt wurde, sollte bekannt sein...
Die Subsahara Flüchtlinge gelten für gewöhnlich als schlecht informiert. Berichte über falsche Versprechen und mafiöse Strukturen ähnlich Zwangsarbeit in den Zielländern nicht keine Seltenheit. Vergleichsweise gut informiert sind die syrischen Flüchtlinge, die aber mehrheitlich nicht über Nordafrika kommen (und die, die es tun sind vor längerer Zeit aufgebrochen und können nicht zurück), sondern über Griechenland.
(siehe Anfang dieses Posts: Wer glaubt, alle Flüchtlinge in einen Topf stecken zu können, wird nie eine funktionierende Lösung für "das" Problem finden.)
Also ich lese hier täglich (bzw. wann immer ich mal Lust auf den Stuss habe) davon, dass "der Islam" sich im Krieg mit "der westlichen Welt" befindet und dass "die Muslime" alle systematisch unsere Sozialsysteme ausbeuten bzw. gleich unseren Besitz erobern wollen. Wenn das mal keine Weltverschwörungen und Unterstellung finanzieller Absichten sind, dann weiß ich auch nicht. Vorurteile zu sogenannten religiösen Praktiken, zur Arbeitsmoral, zu kriminellen Strukturen und natürlich zum Habitus gibt es auch ohne Ende.
Warum sollten Fremdenfeindlichkeit und Rassismus im 21. Jhd. auch anders aussehen, als im 20.? (Oder im 19., 18., etc.. Genauso, wie die Grundlagen Hass, Abgrenzungsbestrebungen, Überheblichkeit und Unwissen weitestgehend gleich geblieben sind, haben sich auch die Ausprägungen nur wenig entwickelt. Nur Dimension und Werkzeuge sind heute natürlich globalisiert und technisiert.)
Nicht so totalitär, wie du hast hier formulierst und Hitler sich das gewünscht hätte. Gibt weiterhin mehr als ein Dorf, dass wiederstand leistet.
Lass mal überlegen: Wann und wo könnte zum letzten mal eine Regierung, die auf die Bibel schwört und "in god we trust" auf alles und jeden druckt, explosive Objekte auf Zivilisten gerichtet haben...
Das sind alle Gebote, egal ob von Mohammed oder von Moses.
Es gibt aber nunmal keinen neueren Bericht des Bundesamtes für Migration dazu (Bleibeberechtigten Migranten im Niedriglohnsektor unter besonderer Berücksichtigung der Geduldeten und Bleibeberechtigten)
als den 2011er Bericht und der Bericht passt gut in die aktuelle Thematik rein, zeigt er doch schon an Hand der Entwicklungen 2011 auf welche Auswirkungen die aktuelle Zuwanderung im Arbeitssektor gegenüber 2011 künftig verstärkt haben könnte. Ich sehe also keinen Grund warum diese Tendenzen bei der aktuellen Flüchtlingsproblematik, nur weil die Zahlen 3 -4 Jahre alt sind und aktuell die Zahlen der Flüchtlinge explodieren keine Gültigkeit mehr besitzen sollen.
"Es weiß nicht, was heute ist, deswegen entscheide ich auf Grundlage von dem, was nicht mehr ist" stellt nicht gerade eine gute Handlungsgrundlage dar...
Die Struktur von Migranten ist genauso unterschiedlich, wie die Bedingungen in ihren Herkunftsländern und die Gründe für die Migration. Syrien hat eine andere Bildungsstruktur, als Zentralafrika. Krieg setzt andere Gesellschaftsschichten in Bewegung (und über andere Entfernungen), als Hunger. Wer Untersuchungen, die vornehmlich von afrikanischen Armutsflüchtlingen geprägt sind (oder gar Studien, die von Gastarbeitern dominiert werden...) auf die aktuelle Flüchtlingswelle überträgt, erhält einfach falsche Ergebnisse.
Aber mal ganz sachlich betrachtet, ich möchte nach Schweden, dazu muss ich Deutschland durchqueren, ziehe ich dann die Handbremse um auszusteigen und zu Fuss von Sachsen über Dänemark nach Schweden zu kommen? Hmm...ach ich weiss ja nicht was ich davon halten soll.
Wer ohne durchgehende Zugverbindung von Syrien nach Bayern gekommen ist, sieht vermutlich keine unlösbaren Probleme darin, auf eigene Faust von Sachsen nach Schweden zu kommen und hat eher bedenken, in Lagern interniert zu werden.
Aber ein nettes Beispiel dafür, was "Flüchtlinge, die alle nur ins deutsche Sozialsystem wollen" machen, um aus Deutschland raus zu kommen

Unterschied zwischen "nicht fördern" und "ausweisen" sollte man kennen. Danke
Ich meine damit Sachen wie, dass wir so etwas wie die Auslandsfinanzierung von Religionsgemeinschaften verbieten und es keine Ausnahmen in der Schule gibt. Kopfbedeckungen ab im geschlossenen Räumen, kein Nein zum Sport/Schwimmunterricht etc
Ich bin zwar kein Kommunist, aber die Religion aus dem öffentlichen Leben rauszuhalten war eine verdammt gute Idee.
Wir schaffen es in Deutschland nicht einmal, die CDU/CSU aus der Bundesregierung rauszuhalten...

Abgesehen von Nordkorea, die ihren Fuehrer verehren, sind es fast ausnahmslos islamische Staaten, wo eine Verfolgung stattfindet.
Echt jetzt? Christen werden nicht christlichen Staaten religiös verfolgt?
Wow. Damit hätte niemand gerechnet.
Ich rede von offenem Krieg.
In Muslimischen Ländern, in denen Konflikte herrschen, werden vor allem Muslime getötet. Das scheint jeder immer gerne zu vergessen.
Nö, hatten wir hier schon das Thema: Wenn einem Konflikt in einem instabilen, armen, muslimischen Land zu muslimischen Opfern führt, dann liegt das einzig und allein daran, dass da soviele Muslime rumlaufen. Aber die Täter umgekehrt sind natürlich einzig und allein durch Religion motiviert. Ganz sicher. Die hiesigen Islamexperten, die selbst Saudi Arabien darüber belehren wollen, wer zu ihnen gehört, haben gesprochen!
Ich finde schade, dass hier anscheinend kaum oder keine Muslime in diesem Thread anwesend sind, die der anti-islamischen Post-Flut mal ein wenig kontra geben. Zudem sind nach meinem Dafürhalten zu wenig Diskutanten hier, die an ein multikulturelles Europa glauben und Thesen a la "Der Islam gehört nicht nach Europa" und "Die Muslime könnten uns überrennen und dann überwältigen" bekämpfen.
Zum einen sind gläubige Muslime allgemein eine Minderheit, insbesondere solche, die sich von Vorurteilen über "DEN Islam" angesprochen werden, zum anderen haben die paar, die wir hier im Forum hatten, ziemlich schnell das weite gesucht. Vom Verhalten, mit denen ihnen begegnet wurde ganz abgesehen macht es einfach keinen Sinn, Diskussionen mit Leuten zu führen, die überhaupt nichts dazulernen wollen, sondern ohnehin schon alles besser wissen und die Welt in "bestätigt meine Meinung" und "ist eine Lüge" einteilen.
Natuerlich sind diese Tragoedien im Mittelmeer ein NoGo. Aber auch hier sollte man das Problem an der Wurzel packen.
Es ist auch keine Loesung den Schleppern Hilfeleistung zu stellen in dem man unausreichende Boote fuer eine Mittelmeerueberfahrt vor der nordafrikanischen Kueste aufsammelt und die Fluechtlinge dann nach Europa bringt.
Wieso werden die nicht nach Nordafrika zurueckgebracht?
Derzeit ist Lybien fast das einzige Herkunftsland von afrikanischen Flüchtlingsbooten. Dummerweise gibt es da nicht einmal eine Regierung, mit der man über eine Anlandung (geschweige denn Versorgung) von Flüchtlingen verhandeln könnte. Wie es dazu kam, dass in diesem Land erst über Jahrzehnte hinweg eine Diktatur am Leben erhalten wurde, diese dann kollabierte und durch zahlreiche, auch externe, Interessensgruppen ersetzt wurde, sollte bekannt sein...
Wir wissen doch das Fluechtlinge auch in diesen Massen enrom gut informiert sind.
Wieviele werden den Schleppern noch Geld geben, wenn hier ein Großteil nicht ueber das Hoheitsgebiet der nordafrikanischen Staaten kommt?
Die Subsahara Flüchtlinge gelten für gewöhnlich als schlecht informiert. Berichte über falsche Versprechen und mafiöse Strukturen ähnlich Zwangsarbeit in den Zielländern nicht keine Seltenheit. Vergleichsweise gut informiert sind die syrischen Flüchtlinge, die aber mehrheitlich nicht über Nordafrika kommen (und die, die es tun sind vor längerer Zeit aufgebrochen und können nicht zurück), sondern über Griechenland.
(siehe Anfang dieses Posts: Wer glaubt, alle Flüchtlinge in einen Topf stecken zu können, wird nie eine funktionierende Lösung für "das" Problem finden.)
Ja man liest täglich von Finanzmoslemtum und von der muslimischen Weltverschwörung
und warum? Weil alle neidisch auf die Moslems sind.
Ach ne das ist ja quatsch.
Also ich lese hier täglich (bzw. wann immer ich mal Lust auf den Stuss habe) davon, dass "der Islam" sich im Krieg mit "der westlichen Welt" befindet und dass "die Muslime" alle systematisch unsere Sozialsysteme ausbeuten bzw. gleich unseren Besitz erobern wollen. Wenn das mal keine Weltverschwörungen und Unterstellung finanzieller Absichten sind, dann weiß ich auch nicht. Vorurteile zu sogenannten religiösen Praktiken, zur Arbeitsmoral, zu kriminellen Strukturen und natürlich zum Habitus gibt es auch ohne Ende.
Warum sollten Fremdenfeindlichkeit und Rassismus im 21. Jhd. auch anders aussehen, als im 20.? (Oder im 19., 18., etc.. Genauso, wie die Grundlagen Hass, Abgrenzungsbestrebungen, Überheblichkeit und Unwissen weitestgehend gleich geblieben sind, haben sich auch die Ausprägungen nur wenig entwickelt. Nur Dimension und Werkzeuge sind heute natürlich globalisiert und technisiert.)
A) Das AT wurde durch das NT ersetzt.
Nicht so totalitär, wie du hast hier formulierst und Hitler sich das gewünscht hätte. Gibt weiterhin mehr als ein Dorf, dass wiederstand leistet.
B) Wo sind denn die unzähligen christlichen Anschläge?
Lass mal überlegen: Wann und wo könnte zum letzten mal eine Regierung, die auf die Bibel schwört und "in god we trust" auf alles und jeden druckt, explosive Objekte auf Zivilisten gerichtet haben...
C) Der Koran ist in der Befehlsform geschrieben.
Das sind alle Gebote, egal ob von Mohammed oder von Moses.


