Die Frage ist, ob es zum jetztigen Zeitpunkt überhaupt schon etwas evolutionäres ist oder tatsächlich erstmal nur eine Buzzwordssammlung?
"Fertig" entwickelt ist da auf alle Fälle nichts, Rheinmetall sucht definitiv Partner für eine noch anstehenden Entwicklung: "Join the Panther Leap and help jointly shape the system".
Die ganze Selbstdarstellung klingt dabei wie ein Sales-Pitch auf Grundlage der abgelehnten Rheinmetall-MGCS-Pläne, bei denen man alle nicht-Rheinmetall-Komponenten des MGCS durch Leo-2-Teile ausgetauscht hat. Strg C, Strg V statt Vorfinanzierung einer Eigenentwicklung. (Die Gelegenheit für Investorensuche im MBT-Bau ist zugegebenermaßen auch extrem günstig, da lohnt es sich
jetzt soviel zu präsentieren, wie eben möglich ist, auch wenn es sich überwiegend um Studien und noch nicht um Ergebnisse handelt.)
Edit:
"Tunnelprofil" ist etwas irreführend, es geht um die lichte Durchfahrtshöhe + Breite, also auch bei Brücken/Unterführungen usw..
Ich kann das derzeit nur aus dem nicht-militärischen Ingenieursbau rückleiten, evtl. hat ein aktiver Soldat er eine konkretere Aussage (sofern es nicht der Geheimhaltung unterläge).
Über die DIN lässt sich wie folgt herausfinden:
Demzufolge müsste er mind. 25 cm niedriger als Leo2 sein.
Leo2 ist ca. 3 m hoch, der KF51 müsste also ca. 2,75 m haben, weil das Profil nur 3 m zulässt.
Das Profil selbst hat dann noch mal einen sogenannten Lichtraum, also +0,25 cm.
Die Breite dürfte nicht 4 m überschreiten
Hast du die exakten Maße und Eigenschaften dieses Profils irgendwo finden können? Ich habe vergeblich gesucht, geschweige denn dass ich wüsste, in welches Profil der Leo 2 passt. Typischerweise dürfte es aber um das Format in verladenen Zustand auf Eisenbahnwaggons gehen (genormte Straßentunnel sind ja sowieso spürbar höher) und das sind meist die Ecken der Lichtraumprofile das Problem. Die Bahn hat halt traditionell Dächern mit schrägen Ecken, passend zu runden Tunneldächern, über die nichts hinausragt. Der Leo ist oben flach und hat viele Anbauten
Der Panther jetzt nicht mehr und die Anbauten sind zwei reduziert, die möglicherweise sogar beweglich sind.
Das Cockpit vom KF51 sieht angeblich so aus:
Anhang anzeigen 1396790
Quelle: nTV:
Primärquelle: PDF von Rheinmetall, zu finden unter deinem eigenen Link

Und es ist nicht das Cockpit/der Fahrerarbeitsplatz, sondern der Platz des Kommandanten
im Turm. (Leicht zu erkennen an der linken Hälfte des Turmkranzes unten links und an der Kanone vorn rechts)
Das ist sicherlich der Hauptgrund, warum aktuelle russische Modelle so erfolgreich in der Ukraine sind
und der T-14 massiv eingesetzt wird...
(wer Ironie findet, darf die behalten)
Ich wüsste nicht, dass man sich über die Erfolge
ukrainischer T-72, T-80 und selbst T-64 beschweren könnte

. Die haben alle sowjetische Autolader drin.
Nachdem ich mich jetzt auch mal ein bisschen damit befasst habe frage ich mich was eigentlich das Wunder am T14 Armata sein soll? Die Kanone ist es nicht, bei der Panzerung ist man mehr als bei allem anderen auf russische Angaben angewiesen, die sicherlich geschönt sind. Bleibt nur das relativ geringe Gewicht und das man Maßnahmen gegen den Schachtelteufel-Effekt ergriffen hat. Wie erfolgreich weis auch kein Mensch. Übersehe ich irgend etwas?
Das einzig nachweisbar fortschrittliche ist der unbemannte Turm und da weiß noch niemand mit Sicherheit, wie sich der im Gefecht macht. Zu allem anderen hat man nur russische Versprecher. Deswegen wird die Kiste auch nur von Putinfans als "Wunder" gefeiert, alle anderen haben eine abwartende Haltung. Allerdings hat die Kombination aus der geplanten 152-mm-Kanone, des viel leichter zu schützenden Besatzungsraums, eines Herstellers, der in dieser Größenklasse der NATO Jahrzehntelang Sorgen bereitet und einer russischen Armee, die für ihre Verhältnisse ungewohnt viel Geld in die Hand nehmen wollte, durchaus das Potential, etwas großes zu werden. Es ist also wirklich nur abwartend, erstmal nicht anzweifelnd.
Nach fast einem Jahrzehnt Verzögerungen ohne sichtbare Annäherung an die Serienreife und jetzt der vollkommenen Abschottung von Finanzierung und Elektronik konzentriert sich die "was kann Armata wirklich?"-Frage aber ohnehin nur noch auf einen Aspekt:
Kann er in beachtenswerten Stückzahlen existieren?