Der Militärthread

Also die Russen könnten die USA locker zerstören scheitern aber an der Ukraine ?
Naja, wenn die amerikanische Artillerie und IFVs der russischen Artillerie und IFVs " so drastisch unterlegen sind" können sie ja zur Not immer noch ein paar Deutsche Panzerhaubitze 2000 und Puma kaufen, aber ich denke im Zweifel würde es auch reichen wenn die USA einen evt. "Mangel an Qualität", wie in der Vergangenheit bei solchen Fällen auch, einfach durch die auf längere Sicht produzierte Masse aus ihrer Industrie ausgleichen. :D
 
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Aber Gegenfrage bist du auch durch Russland durch und hast dir auch gedacht es war sinnlos, dass die
Sowjets sich gegen Hitler gewehrt haben?

Sie waren nie in einer solchen Aussichtslosen Situation. Außerdem denke ich das keiner mehr so bestialisch wie wir in ein Land einrückt.
Weil du diese Frage stellst.
Ja ich war 89 in der damaligen Sowjetunion und bin von Berlin im Zug bis Moskau gefahren. Das Land ist riesig und man kann sich immer weiter zurückziehen, was Teil der damaligen Taktik war.
Für den Angreifer wird es immer schwerer den Nachschub zu organisieren.
Krieg wird durch Logistik entschieden.
Bauern auf Traktoren, die die eigenen Panzer wegschleppen, sind ja schließlich ein komplett anderer Gegner als die USA. Muss man wissen.

Propagandistisch sicher gut, aber die Russen lassen defekte Panzer einfach stehen. Es dauert zu lange sie unter Feldmäßigen Bedingungen zu reparieren. Außerdem ist es sehr schwer Panzer zu unterscheiden, da es alles die gleichen Typen sind. So ist dann ein zerstörten russischer Panzer, ein T-64 BW.
Das war keine Ablenkung man hat einen Handstreich versucht :D

Das eine schließt doch das andere nicht aus, aber anzunehmen das 40k Soldaten Kiew einnehmen, ist auch nicht realistisch ?
Naja, wenn die amerikanische Artillerie und IFVs der russischen Artillerie und IFVs " so drastisch unterlegen sind" können sie ja zur Not immer noch ein paar Deutsche Panzerhaubitze 2000 und Puma kaufen, aber ich denke im Zweifel würde es auch reichen wenn die USA einen evt. "Mangel an Qualität", wie in der Vergangenheit bei solchen Fällen auch, einfach durch die auf längere Sicht produzierte Masse aus ihrer Industrie ausgleichen. :D

Das ist nicht meine Beurteilung, sondern US Amerikanische.
 
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(...)ich denke da hatte jemand "Melderitis".

Genau. Erste Regel: irgendjemand hat Schuld, aber nie, wirklich absolut niemals man selbst.

War auch sinnloser Widerstand 1945 in Berlin.

Yeah. Die Sowjetunion haette auch mal besser kapituliert anstatt um Stalingrad zu kaempfen. Schoen war die Stadt ja nun wirklich nicht.

Wie ihr Russentrolle mir auf den Zeiger geht, da muss echt noch ein Wort fuer erfunden werden.
 
Wie ihr Russentrolle mir auf den Zeiger geht, da muss echt noch ein Wort fuer erfunden werden.
Ich hab schon einen Vorschlag, wie wäre es mit "Kremlins"?
In Anlehnung an die bösen Viecher aus den Gremlins-Filmen.^^

Das ist nicht meine Beurteilung, sondern US Amerikanische.

Ja, das mit den Pumas und PzH 2000 ist auch nicht meine Beurteilung, sondern die von "Kraus-Maffei Wegemann & Rheinmetall". :P
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau. Erste Regel: irgendjemand hat Schuld, aber nie, wirklich absolut niemals man selbst.



Yeah. Die Sowjetunion haette auch mal besser kapituliert anstatt um St

Du liest nicht ordentlich mit.
Russland hatte genug Raum um sich zurückzuziehen, so das es nicht vor einer Kapitulation stand.
Abgesehen davon, stand due Frage ab Dezember 1941 nicht mehr, nach dem Sieg vor Moskau.

alingrad zu kaempfen. Schoen war die Stadt ja nun wirklich nicht.

Wie ihr Russentrolle mir auf den Zeiger geht, da muss echt noch ein Wort fuer erfunden werden.

Wer wurde in Stalingrad eingekesselt?

Tja, im Osten war ich ein Westtroll .
Scheine doch mit meinem eigenen Kopf, richtige Schlüsse zu ziehen?
Wobei " Putintroll" gut ist, um andere Meinungen zu diskreditieren.
Früher haben sie gesungen " Die Partei, die Partei hat immer Recht!"
Sind wir wieder da angekomnen?
 
Gretchenfrage:
Wozu braucht man nun noch eine BK und einen hochagilen Jäger?

Genau:
Um dem Gegenüber den A.... aufzureissen...

Wenn man sich die relativen Fluggeschwindighkeiten und wahrscheinliche Trefferlagen von Raketen realistisch vor Augen führt, taxiere ich die Wahrscheinlichkeit eines Dogfights bei technologisch gleichstarken Gegnern auf ca. 50%...

Du taxierst allerdings auch mit technologisch gleichartigen Gegenern. Was aber ist, wenn wir einen der Jäger gegen einen gemächlichen Waffenträger ersetzen?

Für die Jäger/Jagdbomberneuanschaffungen sind die bislang niedrigsten Zahlen rund 100 Millionen pro Stück. Das ist genauso teuer wie eine P-8 Poseidon im US-Beschaffungsprogramm (das mehr als nur das reine Flugzeug beinhaltet). Die ist nicht nach 3,5 Minuten in der Luft, wenn der Feind in 250 km Entfernung entdeckt wird. Die ist, dank ihrer Größe und der Möglichkeit, Crew abzulösen, seit 3,5 Stunden in der Luft. Über die Radar-Reichweite eines Anti-Air-Waffensystems auf gleicher Basis kann man nur spekulieren, aber vermutlich hat sie den Feind schon selbst geortet und alle Maßnahmen geplant, ehe dieser auf 250 km ran ist. Statt bei 100 km zwei AMRAAMs abzufeuern, startet sie dann bei 200 km zwanzig METEORs, dreht um und richtet ihr aktives Waffensystem (das man an Stelle der halben Seeüberwachungscrew der Poseidon einbauen kann) in Richtung Feind, was die eigenen Überlebenschancen auf das von dir berchnete Maß anheben dürfte, obwohl keine Ausweichmanöver möglich sind. (Falls der Feind überhaupt Waffen mit genug Reichweite dabei hat. Näher als 170 km wird seinem Opfer jedenfalls nicht kommen, bevor er in die Wand aus Flugkörpern knallt.)

Jetzt mal abgesehen davon, dass die METEORs bessere Trefferchancen haben, weil sie neuer sind (die USA haben seit der AIM-54 halt keine LRAAM entwickelt und irgendwas sagt mir, dass wir keine R-77 oder gar R-37 bestellen können): Bei den von dir angesetzten 60% Ausweichchance gegen zwei Raketen verbleibt gegen zehnmal so viele eine Chance von 0,6%. Um ausgehend von deinen 30% Durchdringungsquote des Gegners gegen AMRAAM und Sidewinder mit einem wendigen Jäger noch die Kampfwirkung einer simplen 737 zu erreichen, musst du im Luftnahkampf also eine Erfolgsquote von 50:1 hinbekommen. Gegen einen technologisch gleichwertigen Gegner. How??

Und diese Rechnung geht noch von einem recht merkwürdig fokussierten Flugzeugtyp aus. Die japanische E-767 AWACS hat trotz des riesigen Radoms netto gerade einmal drei Tonnen zugelegt und da sollte außer dem aktiven Abwehrsystem und dem Waffenschacht schon praktisch alles drin sein, was sich ein Luftüberlegenheitsjumbo wünschen kann. Die Schweden brauchen ebenfalls drei Tonnen AWACS-Ausrüstung in ihrer Saab, um Flugzeuge auf >350 km Entfernung zu tracken. Die P-8 dagegen ist leer satte 20 Tonnen schwerer als das zivile Basismodell. Mehr als eine komplette E-2 Hawkeye. Keine Ahnung, was die Marine da für Sonderanforderungen mit drinne hat, aber ich halte es für gut möglich, dass mein radikaler Gegenentwurf locker das doppelte bis dreifache der oben angesetzten Waffenlast tragen könnte.

(Und trotzdem ist das ganze noch ein bescheuerter Entwurf gegenüber Drohnen, die fürs gleiche Budget noch einmal mehr könnten.)


Von der Meteor mit einem (in meinen Augen) komplexeren Staustrahlantrieb statt nur Feststoffrakete muss man mich erst noch überzeugen...^^
Man kann nur hoffen, dass das Teil immer dann auch zündet, wenn man es braucht.

Abgesehen davon, dass es Umgebungsluft braucht, die es in der Umgebung von Eurofightern, F-35 und 737 aber mit recht hoher Zuverlässigkeit gibt, enthält das Antriebssystem zumindest keine zusätzlichen aktiven Komponenten. Auch wenn ich zustimme, dass die Idee ziemlich ungewöhnlich ist. (In meinem Rechenbeispiel steht die METEOR, wie gesagt, auch nur als Platzhalter für eine LRAAM ;) )
 
Du taxierst allerdings auch mit technologisch gleichartigen Gegenern. Was aber ist, wenn wir einen der Jäger gegen einen gemächlichen Waffenträger ersetzen?
Höhö, interessante Idee ;)
Für die Jäger/Jagdbomberneuanschaffungen sind die bislang niedrigsten Zahlen rund 100 Millionen pro Stück. Das ist genauso teuer wie eine P-8 Poseidon im US-Beschaffungsprogramm (das mehr als nur das reine Flugzeug beinhaltet). Die ist nicht nach 3,5 Minuten in der Luft, wenn der Feind in 250 km Entfernung entdeckt wird. Die ist, dank ihrer Größe und der Möglichkeit, Crew abzulösen, seit 3,5 Stunden in der Luft. Über die Radar-Reichweite eines Anti-Air-Waffensystems auf gleicher Basis kann man nur spekulieren, aber vermutlich hat sie den Feind schon selbst geortet und alle Maßnahmen geplant, ehe dieser auf 250 km ran ist. Statt bei 100 km zwei AMRAAMs abzufeuern, startet sie dann bei 200 km zwanzig METEORs, dreht um und richtet ihr aktives Waffensystem (das man an Stelle der halben Seeüberwachungscrew der Poseidon einbauen kann) in Richtung Feind, was die eigenen Überlebenschancen auf das von dir berchnete Maß anheben dürfte, obwohl keine Ausweichmanöver möglich sind. (Falls der Feind überhaupt Waffen mit genug Reichweite dabei hat. Näher als 170 km wird seinem Opfer jedenfalls nicht kommen, bevor er in die Wand aus Flugkörpern knallt.)
Sowas ist allerdings ein seeehr langsames System mit kaum Ausweichmöglichkeiten, denn...
Auch die Russen haben natürlich ähnliche Radargelenkte Raketen mit ähnlicher Reichweite und ähnlicher Trefferwahrscheinlichkeit - ist eben so.
Es ist nun mal so, dass zum Ausweichen gegen eine Fire-and-Forget-Waffe, nehmen wir die AIM-120 als Beispiel, weil diese Rakete nachweislich bisher die meisten Standoff-Abschüsse erfolgreich absolvierte, es nicht damit getan ist, einfach nur Chaffs hinten rauszuschmeissen.
Chaffs haben all die abgeschossenen MIG-21/23 usw. auch.
Die wurden deswegen abgeschossen, weil sie nicht die Fähigkeit haben, extreme Ausweichmanöver im Überschallbereich auszuführen.
Man muss bei möglichst hoher Geschwindigkeit, möglichst extreme Flugmanöver fliegen, damit man quasi die Manövrierfähigkeit der Rakete überreizt. Die Chaffs verwirren solch eine Rakete nur für Sekunden und diese Sekunden gilt es zu nutzen.
Eine whatever Poseidon fliegt wie eine lahme Ente durch die Gegend und kann Chaffs rauswerfen wie sie will, am ende wird sie schlichtweg mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit abgeschossen.
Jetzt mal abgesehen davon, dass die METEORs bessere Trefferchancen haben, weil sie neuer sind (die USA haben seit der AIM-54 halt keine LRAAM entwickelt und irgendwas sagt mir, dass wir keine R-77 oder gar R-37 bestellen können): Bei den von dir angesetzten 60% Ausweichchance gegen zwei Raketen verbleibt gegen zehnmal so viele eine Chance von 0,6%. Um ausgehend von deinen 30% Durchdringungsquote des Gegners gegen AMRAAM und Sidewinder mit einem wendigen Jäger noch die Kampfwirkung einer simplen 737 zu erreichen, musst du im Luftnahkampf also eine Erfolgsquote von 50:1 hinbekommen. Gegen einen technologisch gleichwertigen Gegner. How??
Das Prinzip eines Abfangjäger beruht auf einer 3fachen Chance mit drei unterschiedlichen Waffensystem.
Eine große Maschine könnte lediglich zwei Chancen wahrnehmen Radar + IR Raketen und würde eine deutlich höhere Eigentrefferwahrscheinlichkeit haben, da sie den ersten zwei Waffensystemen des Gegners kaum ausweichen kann.
Und diese Rechnung geht noch von einem recht merkwürdig fokussierten Flugzeugtyp aus. Die japanische E-767 AWACS hat trotz des riesigen Radoms netto gerade einmal drei Tonnen zugelegt und da sollte außer dem aktiven Abwehrsystem und dem Waffenschacht schon praktisch alles drin sein, was sich ein Luftüberlegenheitsjumbo wünschen kann. Die Schweden brauchen ebenfalls drei Tonnen AWACS-Ausrüstung in ihrer Saab, um Flugzeuge auf >350 km Entfernung zu tracken. Die P-8 dagegen ist leer satte 20 Tonnen schwerer als das zivile Basismodell. Mehr als eine komplette E-2 Hawkeye. Keine Ahnung, was die Marine da für Sonderanforderungen mit drinne hat, aber ich halte es für gut möglich, dass mein radikaler Gegenentwurf locker das doppelte bis dreifache der oben angesetzten Waffenlast tragen könnte.
Die Mehrlast ist tatsächlich kaum ein Problem. Ob nun eine P-8 neben den 2-3 to Waffenlast im internen Schacht an Stelle der Luft-Boden-Raketen AA-Raketen mitführen würde, ist letztlich nur ein Thema eines umgestalteten Waffenträgers und ein anderer Luftsuchradar in der Nase oder sonstwo.
Die meisten "Lastflugzeuge" der USA und einige in der Nato, haben bis Dato keine Raketenbewaffnung, verlassen sich primär auf das LAIRCM-Abwehrsystem.

(Und trotzdem ist das ganze noch ein bescheuerter Entwurf gegenüber Drohnen, die fürs gleiche Budget noch einmal mehr könnten.)
Nun, es kommt ja nicht von ungefähr, dass wir weiter oben über Begleitdrohnen von Kampfflugzeugen parliert haben. Ich bin überzeugt davon, dass der "Luftkampf" in 50 Jahren (sofern es uns da noch gibt) primär mit KI-Drohnen ausgefochten wird.
Abgesehen davon, dass es Umgebungsluft braucht, die es in der Umgebung von Eurofightern, F-35 und 737 aber mit recht hoher Zuverlässigkeit gibt, enthält das Antriebssystem zumindest keine zusätzlichen aktiven Komponenten. Auch wenn ich zustimme, dass die Idee ziemlich ungewöhnlich ist. (In meinem Rechenbeispiel steht die METEOR, wie gesagt, auch nur als Platzhalter für eine LRAAM ;) )
Ich habe unter meinem Bekanntenkreis aus den USA auch einen EX-Piloten einer SR-71, mittlerweile 69 Jahre alt.
Passt aber halbwegs zu meinen 57.
Er flog die 61-7974 bis zum Unfall und Totalverlust der Maschine 1989.
Wen dem seine Storys anhörst, wie er z. B. in 20 km Flughöhe mit Mach 2,5 mehrfach verzweifelt versucht hat, die Staustrahltriebwerke nach Fehlzündung wieder hochzufahren, kommen da einfach Zweifel auf, ob das die Richtige Techno ist, für ein zuverlässiges Fire-and-Forget-System...
 
Mit dem MG habe ich früher Gold geschossen beim Bund

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Aber nicht im stehen! :lol:
 
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Aber nicht im stehen! :lol:

So ein Trottel! ?
Hoffentlich mußte der seine Flinte selber reinigen.
Makarow, Ak-47, RPG-7 und 18, KPWT 14,5mm SPW-60 , LMG, SMG.
?Genug geputzt...

Ach und wir hatten Schützenschnüre und ich mit 2 Eicheln. ?
 
, hab 5 Schuss auf 30m in einen Kreis mit 3cm Durchmesser geschossen.
Hab ich mit der Panzerkanone auf 900m geschafft: 5 Schuß in einem 30cm Kreis (T-55A).
Das könnt ihr mal zurückrechnen auf 30m.

Aber hier fließt schon wieder viel zu viel Blut.
Wir wollten das Gesockse eigentlich abschaffen nach 1989, aber da sind die Dollar- und Rubelzeichen in West und Ost wieder ganz stark gerollt in den Augen vieler Waffenproduzenten.
 
Höhö, interessante Idee ;)

Ich weiß nicht, ob es aufgefallen ist, aber ich bin nicht als Armee-Fan, sondern als technisch begeisterter in diesem Thread :) .

Sowas ist allerdings ein seeehr langsames System mit kaum Ausweichmöglichkeiten, denn...
Auch die Russen haben natürlich ähnliche Radargelenkte Raketen mit ähnlicher Reichweite und ähnlicher Trefferwahrscheinlichkeit - ist eben so.
Es ist nun mal so, dass zum Ausweichen gegen eine Fire-and-Forget-Waffe, nehmen wir die AIM-120 als Beispiel, weil diese Rakete nachweislich bisher die meisten Standoff-Abschüsse erfolgreich absolvierte, es nicht damit getan ist, einfach nur Chaffs hinten rauszuschmeissen.
Chaffs haben all die abgeschossenen MIG-21/23 usw. auch.
Die wurden deswegen abgeschossen, weil sie nicht die Fähigkeit haben, extreme Ausweichmanöver im Überschallbereich auszuführen.
Man muss bei möglichst hoher Geschwindigkeit, möglichst extreme Flugmanöver fliegen, damit man quasi die Manövrierfähigkeit der Rakete überreizt.

Oder nochmal die Zeile mit dem aktiven Abwehrsystem lesen, für das eine 737 nun wirklich groß genug ist. Meine Waffenträger ist zwar viel zu lahm für Ausweichmanöver jeglicher Art, aber er hat 100 Freunde, die deine Rakete so gerne näher kennenlernen würden, dass sie ihr schonmal entgegen eielen. 100 Freunde PRO SEKUNDE.
Alternativ könnte man auch über 10 Gruppen von ziemlich vielen Freunden sprechen, die sich aber auf halber Strecke plötzlich spinnefeind werden. Deine Rakete kann mittelschnellen Ausweichmanövern folgen? Lass mal sehen, wie gut sie selbständig welche durchführt.

Das Prinzip eines Abfangjäger beruht auf einer 3fachen Chance mit drei unterschiedlichen Waffensystem.
Eine große Maschine könnte lediglich zwei Chancen wahrnehmen Radar + IR Raketen und würde eine deutlich höhere Eigentrefferwahrscheinlichkeit haben, da sie den ersten zwei Waffensystemen des Gegners kaum ausweichen kann.

Stimmt. Aber ich habe dir vorgerechnet, dass die Chancen mit dem einen System bereits um zwei ganze Größenordnungen über den ersten beiden des Abfangsjägers liegen. Und diesen Rückstand kann die dritte Waffes Abfangjägers auch nicht mehr rausreißen. Mehr Durcheinander ist eben kein automatischer Vorteil, ziemlich oft sogar ein Nachteil. Manche Linienschiffe führten fünf verschiedene Kaliber mit, war aber schon durch den Stapellauf der Dreadnought versenkt.

Trotzdem hast du sicherlich den größten Schwachpunkt meines Entwurfs angesprochen - nur ein System zu haben ist riskant, weil der Feind nur eine Gegenmaßnahme finden muss. Deswegen bin ich eher für ersetzbare Drohnen als vorgelagerte Abschussbasen und ein deutlich kleineres Flugzeug (wahlweise zum schnellen Rückzug oder gerade noch zur aktiven Verteidigung fähig) als weiter hinten operrierender Kontrolleur.

Aber ich würde keines dieser Systeme Kurvenkampf fähig machen, denn die dafür nötigen Investitionen verringern den offensiven Wert so stark bzw. erfordern derart viel zusätzlichen Aufwand, dass jedes kurvenkampffähige Flugobjekt mindestens fünf bis zehnmal so viele Gegner ausschalten muss, wie ein wenig manövrierfähiger Entwurf. Und das nicht nur zum Zeitpunkt der Indienststellung, sondern auch noch am Ende seiner Lebensspanne, wenn die meisten Muster froh wären, überhaupt noch 5 Gegner absolut angreifen zu können.

Wen dem seine Storys anhörst, wie er z. B. in 20 km Flughöhe mit Mach 2,5 mehrfach verzweifelt versucht hat, die Staustrahltriebwerke nach Fehlzündung wieder hochzufahren, kommen da einfach Zweifel auf, ob das die Richtige Techno ist, für ein zuverlässiges Fire-and-Forget-System...

Die SR-71 hatte eben keinen selbstzündenden, selbstfördernden Treibstoff. Mit dem gleichen Argument müsstest du Sidewinders ablehnen, weil Musks Starship keine 100% Startquote hat. Den einzigen spezifischen nachteil, den ich bei Meteor sehe, ist das zweistufige Design - wenn der Gasgenerator bei Ausbrand des Boosters nicht zündet, ist es halt eine ungezündete Rakete. Aber der Wechsel sollte nicht komplexer als bei einer herkömmlichen zweistufigen Rakete sein und Ausfälle sind da afaik selten.
 
Im Gegensatz zur Aussage vom werten @Mahoy kenne ich eine ausreichend große Gruppe von immer noch aktiven Kammeraden (meist jetzt Geschwaderkommodores u. vergleichbares, die Meisten nicht mehr aktiv fliegend) aus der ganzen Nato, die das etwas anders sehen...
Kein böses Blut, ich gebe lediglich das wieder, was der Tenor den entsprechenden - und logischerweise teilstreitkraftübergreifenden - Arbeitsgruppen war. :)

Da wurden Luftkampftaktiken und -strategien aber auch nur angerissen, soweit es für die Störung- bzw. Entstörung von Drohnenoperationen von Belang war. Und was diesen Aspekt angeht, steht und fällt das Ganze hauptsächlich damit, wie autark Drohnen agieren können, wenn sie von Lenksignalen abgeschnitten werden. Dogfights wären dabei besonders kritisch, weil die Bühne zeitlich und räumlich so stark eingeengt ist: Die Drohnen müssen in der Lage sein, mitten im heißen Gefecht von sich aus Freund und Feind auseinanderzuhalten, auf eine sich ständig und rasch verändernde Situation zu reagieren und gleichzeitig die Taktik mit menschlichen Piloten und anderen Drohnen abzustimmen. Das sind ganz schön viele sich ständig verändernde Parameter und nichts, was irgend eine KI heutzutage oder in absehbarer Zeit leisten könnte.

Ich denke mal, wir sind hier alle erfahren genug, um zu wissen, dass große Entwicklungsvorsprünge in der militärischen gegenüber der zivilen Forschung eher etwas für Hollywood sind. Vor 40 Jahren war es immerhin gelegentlich so, dass der militärische Sektor ein Antreiber war, doch inzwischen findet die Grundlagenentwicklung fast ausschließlich im privaten Sektor für die zivile (da lukrativere) Anwendung statt. Will sagen: Eine heute oder in zehn Jahren konzipierte (und damit noch lange nicht serienreife) Aerial Combat Drone im engeren Sinne ist in etwa genauso schlau oder dämlich wie ein selbstfahrendes Auto.

Und die sind derzeit im Grunde noch ziemlich dämlich, nämlich insofern, dass sie im Zweifelsfall auf Sicherheit gehen: Nehmen die zu berücksichtigenden Faktoren überhand oder die KI ist sich über die Situation im Unklaren, verlangsamt sie das Fahrzeug oder hält es sogar an, auch wenn das nach menschlichem Ermessen aber so etwas von überhaupt nicht nötig gewesen wäre. Was im zivilen Verkehr ein sinnvoller Workaround ist, fällt für die militärische Anwendung selbstredend flach. Und dabei ist noch zu berücksichtigen, dass der Straßenverkehr ein lediglich zweidimensionales Handlungsumfeld mit überschaubaren Geschwindigkeiten ist, in dem alle anderen Akteure sich weitestgehend regelhaft verhalten.

Beim Menschen springt in solchen Fällen die Intuition ein. Das ist zwar keine Magie und vermutlich kann man die irgendwann auch algorithmisch abbilden, doch bisher gibt es noch nicht einmal einen tatsächlichen Ansatz dafür. Das ist einer der Aspekte, die am Ende der Entwicklung einer selbstlernenden oder sogar erst von KIs entworfenen KIs steht.

Wie weiter oben angeführt, gibt es valide Gründe, warum hochmoderne Muster wie eben Eurofighter, Rafale, F-35 oder gar F-22 immer noch BKs haben.
Die Waffe (also Läufe + Verschlüsse only) wiegt leer ca. 120 kg, mit 480 Schuss (F-22) und dem Trommelmagazin immerhin knappe 350 kg.
Das Zusatzgewicht könnte man sich ja eigentlich sparen, oder?
Oder doch nicht?
Die Notwendigkeit und Effektivität von Bordkanonen wurde (zumindest von mir) nicht in Frage gestellt.
Ich sehe nur - auch nach deinen informativen Ausführungen, danke dafür - immer noch nicht, dass entsprechende Szenarien eine Häufigkeit hätten, durch die es sich lohnen würde, die Entwicklung von Drohen darauf zu fokussieren, statt auf Aufgabebereiche, bei denen Drohen bessere Ergebnisse bei bereits vorhandenem oder zeitnah erreichbaren Entwicklungsstand liefern können.

Darüber, wie es aussieht, sobald KI in Dogfights überhaupt die Rolle eines erfahrenen Piloten zzgl. besserer Reflexe und geringerer Empfindlichkeit übernehmen kann, kann man natürlich spekulieren. Aber das liegt in so weiter Ferne, dass man ernstlich überlegen muss, ob dann Dogfight noch ein Thema sind, weil beispielsweise Laser - deren praktische Entwicklung viel weiter ist als die der KI - die Lücke schließen. Und da diese nicht mit der ganzen Maschine aufs Ziel ausgerichtet werden müssen, entfiele grundsätzlich das, was den Dogfight zum Dogfight macht.
 
in dem alle anderen Akteure sich weitestgehend regelhaft verhalten.
Ich bin mir grade nicht sicher ob du wirklich aus Deutschland kommst?

Außerdem sehe ich das etwas anders als du, grade der Straßenverkehr ist die Situation in der du durch ein Nadelöhr musst. So nah kommen sich Flugzeuge vielleicht beim Kunstflug wie es bei KFZ Alltag ist.
 
Darüber, wie es aussieht, sobald KI in Dogfights überhaupt die Rolle eines erfahrenen Piloten zzgl. besserer Reflexe und geringerer Empfindlichkeit übernehmen kann, kann man natürlich spekulieren.

Selbst dann (und unter der Annahme sonst gleichbleibender Bedingungen) würde ich nicht mit mehrheitlich Kurvenkampf tauglichen Drohnen rechnen. Der Mehraufwand ist einfach zu groß. Bei einem bemannten Jet braucht man nur die Kanone zusätzlich, denn zum Selbstschutz des Piloten ist es unabdingbar, dass man die riesige Investition in Beweglichkeit tätigt. Aber bei einer Drohne wird das eine ganz nüchterne Kosten/Nutzenbilanz: Wieviele Angriffe gewinnt oder zumindest überlebt eine nahkampftaugliche Drohne gegen über einem simplen Waffenträger und wieviel weniger kann ich mir davon leisten? Am Ende zählt nur die Gesamtquote gegnerischer Abschüsse und ein 20 Drohnen mit einer 2:1 Erfolgsqute sind besser als 5 mit 3:1.
 
Öhäm... jemand aus Bayern hier?
Gerade eben, 19.04.2022, 15:54 Bad Aibling habe ich merkwürdiges Militärgeräusch in der Luft gehört und zur Office herausgeschaut.
Weil-hört sich blöd an- aber ich erkenne an Hand der Motorgeräusche die gängigen Flugzeugmuster.

Habe dann dumm aus der Wäsche geschaut.
Vier US F-22 Raptor im Tiefflug und Formation von Nord nach Süd - beeindruckend :cool:

Hat die sonst wer gesehen?
 
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