Der Militärthread

Das is in eurem Land Aufgabe der Polizei. Die sind immer für eure Sicherheit da und können das auch zu 100% erfüllen ;) Der Pöbel soll sich gefälligst entwaffnen, nicht umgekehrt :nene: :motz:

Halloooo, bitte den Gesamtkontext lesen - macht manchmal Sinn...^^
Ausgangspunkt war der hypothetische Kriegsfall, wie es der werte RyzA formulierte...
Da macht weder in D noch bei Dir in der CH noch bei mir in AUT die Polizei irgendwas - außer selbst wegrennen...
 
Produkt A kann mehr als Produkt B, ist dabei günstiger und sorgt zusätzlich dafür, das unsere Marine breiter aufgestellt ist, und mehr Aufgaben übernehmen kann. Mhm, meiner Meinung nach würde sich ein Kauf schon lohnen. Ich sag ja nicht das man eine ganze Flotte von diesen Schiffen braucht, aber mit zwei Schiffen + Eskorte fände ich das nicht mal übertrieben.

Beim Preis der Mistral bitte nicht die Waffensysteme vergessen. Bei einer F126 sind die inklusive, bei einem Träger- und Transportschiff afaik nicht in den Kostenangaben enthalten. Ebensowenig die Begleitschaffe. Alles in allem dürften zwei Mistral-Kampfverbände locker so viel wie acht F126 kosten. Wir können uns aber nur sechs leisten und so vielseitig die Mistral auch sein mag: Spätestens wenn Ablösen in einem entfernten Einsatzgebiet nötig werden, hat man auch mit zwei noch so guten Schiffen ein ziemlich großes Problem im Vergleich zu sechs einfacheren Einheiten. Denn auch das beste Schiff kann nicht gleichzeitig im Indischen Ozean im Einsatz, im Atlantik auf An- oder Abreise, in Hamburg im Dock und in der Ostsee auf Ausbildung sein.

Sind wir durch die NATO 2% Regelung nicht sowieso verpflichtet, mehr Geld für die Rüstung auszugeben? Das wäre doch mal eine sinnvolle Investition.

Nö.
- Die Absichtserklärung verpflichtet uns zu gar nichts
- Es geht um Verteidigung, nicht um Rüstung, die ist nur ein Teilgebiet davon
- Ich hab große Zweifel daran, dass die Verteidigung anderer Staaten so gut finanziert ist, selbst wenn das Budget soviel Geld für ""Rüstung"" ausweist. NATO 2%-Ziel: Was zählt eigentlich?
Ich fände es auch absolut inakzeptabel, 20% des Bundeshaushaltes in Rüstung zu investieren. Das wären mehr als Bildung, Forschung, Gesundheit, Familien/..., Umwelt, Klima, Reaktorsicherheit, Verbraucherschutzt und Justiz zusammengenommen. Noch ein Bisschen mehr und wir würden Russland überholen.
- Geht es nicht um eine "sinnvolle" Investition, sondern um die sinnvollste.

Gegenfrage: Braucht Deutschland aus militärischen Gründen eine Flotte von besseren "Piratenjägern"? ;)

Meiner Meinung nach nicht, da bestünde einiges an Einsparungspotential. Allerdings können die besseren Piratenjäger auch U-Boote jagen, an außeinanderliegenden Orten operieren und wären im Ernstfall nicht so leicht alle auf einmal auszuschalten. Sinnvoller als sinnlos ergibt eben noch lange nicht fehlerfrei und es gibt sehr, sehr, sehr viel mehr Dinge, in die man sein Geld stecken könnte. Mit einer Gegenfrage kommst du also nicht davon. Das Geld liegt nicht auf der Straße und die Frage nach einem dringenden Bedarf an Hubschrauberträgern muss beantwortet werden.

Klingt gut, nur stellt sich mir hier die Frage von Wartung und Lebensdauer. Die AN-124 ist auch ein Kind des kalten Krieges, und hat bereits ein paar Jährchen auf dem Buckel. Außerdem haben wir doch die A400M, da brauchen wir doch kein.... Achso Moment, da war ja was.... :ugly:

Ich habe auch länger gesucht, um einen besseren Typ zu nennen, zumal die Produktion seit langem steht. Aber abgesehen von der Galaxy, die für Katastrophenhilfseinsätze deutlich schlechter geeignet sein dürfte und auch nicht gerade ein Kind des 22. Jhd. ist, gibt es da nicht höchstens noch die C-17 :ugly: .
A400 ist, selbst wenn sie mal funktionieren würde, jedenfalls deutlich kleiner. Das macht Militär-taktisch Sinn, aber wenn wir wirklich einen mittelgroßen Stützpunkt in kurzer Zeit ans andere Ende des Planeten verlegen wollen, dann braucht es einen strategischen, keinen taktischen Transporter. Afaik können wir mit dem VWbus nicht mal unsere CH-53 zum Einsatz fliegen und bei anderem Großgerät transportiert man schnell nur noch ein Objekt pro Flug, sowas wie der Marder passt gleich gar nicht rein. Und das ist in meinen Augen eine viel verschwiegendere Lücke bei den eigenen Fähigkeiten, als ein fehlender Hubschrauberträger. Den haben wir in diesem Jahrtausend nur bei einer Mission wirklich vermisst (ob man ihn den 90ern vor Jugoslawien hätte nutzen können, kann ich nicht sagen. In der schmalen Adria wäre Selbstschutz jedenfalls ein sehr wichtiges Thema gewesen) und ausgerechnet in dieser Mission tut es auch ein guter Piratenjäger. Umgekehrt haben wir weltweit aber einen ganzen Haufen Einsätze des Heeres und damit ist auch in Zukunft eher zu rechnen, denn viele Krisenregionen liegen im Landesinneren und aufgrund unserer heimischen Geographie haben wir auch einfach mehr Heer, das wir einsetzen können. Und da sind wir dann ständig auf fremde Hilfe angewiesen. Und die wurde in den letzten beiden Jahrzehnten iirc nicht einmal immer durch NATO-Kapazitäten ausgeglichen (was ansonsten bei Hubschrauberträgern auch möglich wäre - wer braucht eine Mistral, wenn mehrere Wasps nach Aufgaben suchen?), sondern tatsächlich mit gecharterten Urkainern oder gar Russen. Das ist in meinen Augen ein erheblicher Schwachpunkt.


Zu den Trägern:
Die Mistral ist als Mehrzweckschiff und Kommandoschiff ausgelegt.
Sprich Eloka, Fernaufklärung, Radarkapazitäten sind deutlich mächtiger als auf einer Fregatte.
Mit Ihrem RoRo Deck ist sie in der Lage, einen Teil der Berlin Klasse als Einsatzgruppenversorger mit zu übernehmen oder die Einsatzzeit für eine Einsatzgruppe zu verlängern.

Im Nordatlanik: Definitiv. Aber was macht man dort mit einem Hubschrauberträger? Sich im ersten Wintersturm einen Tropedo einfangen?
Im Indik: Jein. Natürlich kann sie immer Vorräte für ihre Begleitschiffe bunkern, aber um erstmal in die Region zu kommen, muss sie selbst versorgt werden, fungiert vor Ort also allenfalls noch als Zwischenspeicher der eine unregelmäßigere Versorgung ermöglicht. Versorger für die Gesamtmenge an Ressourcen würden weiterhin benötigt. Will man die Möglichkeiten der Mistral ausnutzen, sogar entsprechend mehr Ressourcen.

Alternativ ist sie in der Lage, Kommandounternehmen auch mit schwerem Einsatzgerät (z. B. Schützenpanzer) zu unterstützen (bis zu 59 Fahrzeuge Ladekapazität).
Zweifellos ist die Fähigkeit, bis zu 16 an Stelle von regulären 2 Hubschraubern mitzuführen, gerade bei Überwachungseinsätzen eine extrem valide Steigerung.

Sie kann selbst aber keine Einheiten anlanden (außer in einem Hafen, aber da kann das jede Fähre :ugly:) und wir haben meines Wissens nach keine amphibischen Landungseinheiten für 59 Schützenpanzer. (haben wir überhaupt 59 einsatzbereite Schützenpanzer? :ugly:)
Für Nationen, die all die Infrastruktur und Ausrüstung für LHDs haben, bietet so ein Kahn eine ganze Menge Möglichkeiten - zumindest an Küsten. Aber so ein Land sind wir nicht. Und wenn man all das extra anschaffen und unterhalten muss, stellt sich die Frage, ob wir für das gleiche Budget nicht wesentlich mehr militärische Schlagkraft bekommen können. Inbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass 80% der bedenklichen Krisenregionen der Erde gar keine Küste haben.


Das Schiff hat mehr als ausreichend close-in Bewaffnung an Bord, somit bedarf es sicherlich nicht 2-3 Geleitfregatten, sondern 1, max. 2 kampfstarke Geleitschiffe gegen Überwasser- und Unterwasserbedrohungen.

Kann ich nicht selbst beurteilen, allerdings sieht die Waffenliste etwas eher aus für ein so großes Schiff und ich sehe weder etwas gegen größere Seeziele noch eine sonderlich dichte Luftabwehr und gegen Unterwasserziele gibt es scheinbar auch nur die Helikopter. Andere scheinen das ähnlich zu sehen, auch wenn mittlerweile nachgerüstet wird (was den Preis spürbar anheben könnte):
Mistral-class amphibious assault ship - Wikipedia

Wenn ich bedenke, dass ein Hubschauberträger nur einen gewissen Abstand zum feindliche Küste halten kann, halte ich ein Schiff definitiv für zuwenig, um einen wirkungsvollen Schutzschirm aufzuspannen.

Betrachtet man die Realitäten, bedarf es für z. B. SNMG 2 theoretisch die ständige Vorhaltung von 2-3 Fregatten der Bundeswehr.
Als die Italiener die Giuseppe Garibaldi für die Operation Sophia bzw. der SNMG 2 zu Verfügung gestellt hatten (ab 2016 glaube ich), konnte JEDES beteiligte NATO-Land jeweils ein-drei Schiffe abziehen.
Die Mistral ist sicherlich nicht ganz so so kampfstark, aber eine Reduktion in Summe um 12 Zerstörer/Fregatten sagt schon alles über die Leistungsfähigkeit eines einzigen Hubschrauberträgers.

Hast du für diese Zahl eine Quelle??
Aktuell besteht SNMG2 aus einer Fregatte, einem Versorger und drei kleineren Kampfeinheiten:
Allied Maritime Command - Standing NATO Maritime Group Two (SNMG2)
Und laut Wiki sind mehr als 10 Schiffe (einschließlich Kleingemüse) auch nicht üblich. Wie kann man 12 Fregatten abziehen, wenn nicht einmal vier da sind? Ganz abgesehen davon, dass 12 Fregatten in der Regel 24 Helikopter zzgl. reichlich Raketenbewaffnung bedeuten sowie die Fähigkeit, bequem ein viermal so großes Gebiet wie den Erfassung-/Kampfradius jedes einzelnen Schiffes abzudecken und sich immer noch reichlich gegenseitig zu Unterstützen. Das ist deutlich mehr, als eine Mistral bieten kann. Wenn es nur um Hubschrauber geht, könnte sie naheliegenderweise 8 Fregatten ersetzen. Sucht man nicht nur nach Piraten, sondern hat es mit einem ernstzunehmenden Gegner zu tun, vielleicht noch 6 - rechnet man die Gefahr eines Totalverlustes bei Einsatz mit nur einem Eskortschiff ein, würde ich den strategischen Wert des Verbandes für eine Verteidigungsarmee sogar bei maximal 4 multifunktionalen Schiffen sehen. Das ist immer noch viel für zwei Schiffe, aber in einer Kosten-Nutzen-Rechnung kein Selbstläufer mehr. Es lohnt sich nur, wenn man genau diesen Nutzen am dringensten braucht und das sehe ich bei einer Armee, der primären marine Aufgabe immer noch der Schutz von Nord- und Ostsee ist, jetzt nicht so wirklich gegeben.
 
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SNMG 2 wurde 2016 umgeswitched als die Italiener den Träger bereit stellten.
D. h. ich berichtete über den Zustand der Überwachungsflotte bei der Umgruppierung 2016/2017.
Da bekannter Maßen der Einsatz aus politischen Gründen stark reduziert wurde, spiegelt der Zustand von heute nicht den Zustand von damals wieder.
Damals wurde unter der Taskforce in Summe 28 Schiffe nebst Versorgern zusammengeführt.
Spanien und Großbritannien zogen mit der Ankunft der Garibaldi je zwei Fregatten ab, Griechenland zwei Korvetten - eher große Schnellboote, Frankreich vier Korvetten, Deutschland eine Fregatte und die Niederlande ein Schiff mit der sperrigen Bezeichnung" Offshore Patrol Vessel".

Nicht jedes dieser Schiffe hat Hubschrauber an Bord, die Rechnung von dir ist in Bezug der Abdeckung als so was wie Milchmädchen :)
Zudem ist der Vergleich zur Garibaldi getroffen worden, die 18 Hubschrauber und (theoretisch) 12 Harrier an Bord hat.
2016 waren keine Harrier, sondern in Summe 24-26 Hubschrauber an Bord.
Das Ganze diente als Vergleich, wie im meinem post angesprochen und nicht als 1:1 Maßstab für die Mistral.

Die Franzosen zeigen eigentlich einen ganz gutes Einsatzkonfiguration für die Mistral auf:
Sie haben die Schiffe jeweils mit einer Fregatte (Luftschutz/Überwasserschutz) und einer Hochseekorvette (Unterwasserschutz) nebst einem Versorger im Einsatz.
Geht es nach Übersee, gibt es noch einen Tanker obendrauf.

Und natürlich bedarf es zwei Träger als Anschaffung.
Alleine, weil turnusmäßige Werftliegezeiten ja ein backup bedarf - wie bei allen Marinen üblich, das meist "Pärchen" angeschaffte werden.

Ausgangspunkt der Diskussion war ja, dass die deutsche kritisierte Fregatte F125 schlecht bewaffnet ist und die Anschaffungskosten (ohne Fluggerät) teurer sind als so ein Träger :)

Jetzt gibt es also ein Schiff mit besserer Kapazität, ähnlicher Bewaffnung, größerer Reichweite und flexiblerem Einsatzspektrum und günstigeren Grundanschaffungskosten.
Was würde wohl ein versierter Wirtschaftsprüfer oder ein Chef in der der Privatinsdustrie feststellen wollen? :D
 
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Jetzt gibt es also ein Schiff mit besserer Kapazität, ähnlicher Bewaffnung, größerer Reichweite und flexiblerem Einsatzspektrum und günstigeren Grundanschaffungskosten.
Was würde wohl ein versierter Wirtschaftsprüfer oder ein Chef in der der Privatinsdustrie feststellen wollen? :D
Keines der beiden sondern etwas ganz anderes, was ihm seine Frau über die Wochen "aufgeschwatzt" hat oder er im vorbeigehen gesehen hat... shakehead.gif
 
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Jetzt gibt es also ein Schiff mit besserer Kapazität, ähnlicher Bewaffnung, größerer Reichweite und flexiblerem Einsatzspektrum und günstigeren Grundanschaffungskosten.
Was würde wohl ein versierter Wirtschaftsprüfer oder ein Chef in der der Privatinsdustrie feststellen wollen? :D

Leider werden solche Entscheidungen viel zu viel von politischen Aspekten abhängig gemacht und weniger dem Sinn und Nutzen. Siehe Nachfolger PA 200 Tornado

Gesendet von meinem HD1913 mit Tapatalk
 
Ja klar man hätte schon viel früher anfangen müssen, das steht außer Frage. Allerdings die F-35 und den EF überhaupt als nachfolge in Betracht zu ziehen war völlig unnötig. Die F-35 wäre es sowieso nicht geworden da nur 1 Triebwerk und der EF kann das alles einfach gar nicht. Also ist die F-18 super Hornet nun Mal die beste Lösung. Gerade weil die F-18F und die Growler noch neu gebaut werden, alles können, leicht für allerhand Waffensysteme zertifiziert werden können und dazu kann man damit überall landen weil fast jeder amerikanische Mopeds hat und damit auch die nötige Bodenversorgung.

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SNMG 2 wurde 2016 umgeswitched als die Italiener den Träger bereit stellten.
D. h. ich berichtete über den Zustand der Überwachungsflotte bei der Umgruppierung 2016/2017.
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Nicht jedes dieser Schiffe hat Hubschrauber an Bord, die Rechnung von dir ist in Bezug der Abdeckung als so was wie Milchmädchen :)

Ahso. Bei einer "ist" Formlierung beachte ich dann natürlich den Ist-Zustand (wobei ich jetzt auch keine alte Auflistung in der von dir genannten Größen finden konnte, 2015 waren es 11 Überwasseinheiten oder weniger. Sicher, dass du nicht was mit Sophia verwechselst? Das wäre die gleiche Region und passt zu deinen Jahreszahlen.)
Und wenn von Fregatten die Rede ist, erwarte ich, dass keine Ruderboote mitgezählt wurden ;) .
Wir reden hier ja sonst nur von Schiffstypen mit Hubschrauber, die ersetzt werden sollen, da ist die Rechnung hinsichtlich der luftgestützten Fähigkeiten einfach. Schwierig wird die Frage, wie man die zusätzlichen Transportfähigkeiten einer Mistral gegen die zusätzliche Seekriegsfähigkeiten mehrerer Fregatten gewichtet und wie die Möglichkeit, mehrere weniger fähige Einheiten verteilt und redundant einzusetzen gegenüber einer in fast jedem Punkt außer der Eigenbewaffnung stärkeren Einheit zu zählen ist.

Zudem ist der Vergleich zur Garibaldi getroffen worden, die 18 Hubschrauber und (theoretisch) 12 Harrier an Bord hat.
2016 waren keine Harrier, sondern in Summe 24-26 Hubschrauber an Bord.
Das Ganze diente als Vergleich, wie im meinem post angesprochen und nicht als 1:1 Maßstab für die Mistral.

18+12 bzw. 26 insgesamt? Das ist natürlich ein ganz anderer Kaliber, nicht einmal die fast doppelt so große Cavour bekommt diese Ausladung hin. Ich fauler Sack habe nur schnell Wiki konsultiert und da steht 18 Hubschrauber ODER 12 Harrier und 2 Hubschrauber als Maximalausstattung. Das wäre dann, passend zur Größe, Mistral-Niveau. Wenn die Italiener wirklich 26 Helis in einem 180 m Schiffchen, dass auch noch reichlich eigene Waffensysteme hat, unterbringen können, dann sollten wir aber auch keine Mistral kaufen, weil es was besseres gibt :) .

Und natürlich bedarf es zwei Träger als Anschaffung.
Alleine, weil turnusmäßige Werftliegezeiten ja ein backup bedarf - wie bei allen Marinen üblich, das meist "Pärchen" angeschaffte werden.

Ausgangspunkt der Diskussion war ja, dass die deutsche kritisierte Fregatte F125 schlecht bewaffnet ist und die Anschaffungskosten (ohne Fluggerät) teurer sind als so ein Träger :)

Jetzt gibt es also ein Schiff mit besserer Kapazität, ähnlicher Bewaffnung, größerer Reichweite und flexiblerem Einsatzspektrum und günstigeren Grundanschaffungskosten.
Was würde wohl ein versierter Wirtschaftsprüfer oder ein Chef in der der Privatinsdustrie feststellen wollen? :D

Das er einen drögen Job hat im Vergleich zu Bundeswehrspitzen, die Steuergelder verspielen dürfen :P

"Ist besser als eine F125" haben wir eigentlich ziemlich schnell zu den Akten gelegt. Das ist so ähnlich wie "ist schneller als Bulldozer" - braucht man nicht zu diskutieren, egal was man in den Satz einsetzt. Im weiteren Verlauf wurde aber die Anschaffung auch heute, wo F125 nunmal (schief)gelaufen ist, befürwortet. Da stellt sich dann bei gleichem Gesamtbudget die Frage, ob 2 Mistral + Hubschrauber + 2 Fregatten + 2 Korvetten billiger und besser sind als 6 F126. Ersteres würde ich nicht erwarten, im Gegenteil. Bei den Basiskosten sollte man noch in gleicher Größenordnung liegen, aber wenn man deutsche Militärs mehr als nur die Bestellung unterschreiben lässt wird es vermutlich spürbar teurer. Fünf deutsche UH Tiger kosten auch soviel wie sechs französische Tiger HAP. Und stellen dann im Einsatz fest, dass man die MK doch nicht hätte streichen sollen... . Also müsste eher einen Mistral-Verband mit vier F126 vergleichen. Und das wird dann oben genannter, ziemlich komplexer Vergleich samt Gewichtung. Denn mit vier F126 kann ich schon eine ganze Menge machen, was eine Mistral nicht hinbekommt. Umgekehrt kann eine Mistral einiges, was vier F126 nicht können. Aber welchen Möglichkeiten sind für Deutschland wichtiger, wenn man nur eins von beiden haben kann?

Das sind die schwierigen Fragen im Beschaffungswesen - nicht ob eine Mistral "zusätzlich" toll wäre, wenn TrgTWes 230 mal ein Goldexemplar hervorbringt.


Leider werden solche Entscheidungen viel zu viel von politischen Aspekten abhängig gemacht und weniger dem Sinn und Nutzen. Siehe Nachfolger PA 200 Tornado

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Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee und finanziert ihre Rüstungsgüter nicht aus dem Basisetat, sondern im Rahmen einzeln zu bewilligender Programme. Somit wird da nichts von politischen Aspekten abhängig "gemacht", sondern sowohl Einsatz als auch Beschaffung sind politisch. Und wenn die Verteidigungsminister zwei Jahrezehnte lang keinen Bedarf für Ersatz sehen und dann kurzfristig einen Nuklear-Jagdbomber haben wollen, dann ist die Sache eben hochpolitisch, aber garantiert nicht mehr sinnvoll. Denn bei der Kosten-Nutzenrettung kann man jetzt sowieso nur noch versuchen, das nötigste zu retten.


Ja klar man hätte schon viel früher anfangen müssen, das steht außer Frage. Allerdings die F-35 und den EF überhaupt als nachfolge in Betracht zu ziehen war völlig unnötig. Die F-35 wäre es sowieso nicht geworden da nur 1 Triebwerk und der EF kann das alles einfach gar nicht.

Von den Flugmanövern und der Tragfähigkeit her kann der Eurofighter all das, was die Tornados auch konnten. Genauer gesagt kann er bekanntermaßen in jeder Hinsicht etwas mehr. Was im Moment fehlt, ist ein passender Rüstsatz - aber genau der wäre ggf. nur eine Frage der Zeit gewesen, wenn man den Nachfolgebedarf denn rechtzeitig geprüft hätte. Jetzt panisch zu suchen, was fix und fertig am Markt verfügbar ist, fördert natürlich nur eine eingeschränkte Auswahl zu Tage. Da hätte man sich auch Ende März in einem beliebigen Supermarkt auf die Suche nach dem besten Toilettenpapier machen können.
Die Frage ist nur, ob man den Leuten, die diesen Fehler zu verantworten haben, jetzt ihren Wunsch oder ihre Entlassung gewähren sollte?

und dazu kann man damit überall landen weil fast jeder amerikanische Mopeds hat und damit auch die nötige Bodenversorgung.

Gesendet von meinem HD1913 mit Spam

Jeder außer wir, Frankreich, Italien, Großbritannien, Griechenland, sämtliche osteuropaischen Partner,... . :schief:
Eigentlich kann man die F/A-18 derzeit nur in den USA, Kuwait und Australien ins gemachte Netz setzen und auch die normale F-18 fliegen in Europa nur Finnland, Schweiz und Spanien, wobei erstere beide gar keine NATO-Länder sind, in denen man landen dürfte. (Potentielle) Einsatzgebiete haben wir auch in der Nähe von keiner dieser etablierten Basen. Wenn es nach dem Kriterium Verbreitung geht (geht es definitiv nicht), hätte man die F-16 nehmen müssen. Die fliegt wirklich von jeder zweiten Milchrampe (an jeder ersten steht eine MiG-21), wird sogar von anderen Nationen in sämtlichen gewünschten Rollen eingesetzt und in weiterentwickelter Form noch angeboten, aber ist halt eine Nummer kleiner und älter.
 
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Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee und finanziert ihre Rüstungsgüter nicht aus dem Basisetat, sondern im Rahmen einzeln zu bewilligender Programme. Somit wird da nichts von politischen Aspekten abhängig "gemacht", sondern sowohl Einsatz als auch Beschaffung sind politisch. Und wenn die Verteidigungsminister zwei Jahrezehnte lang keinen Bedarf für Ersatz sehen und dann kurzfristig einen Nuklear-Jagdbomber haben wollen, dann ist die Sache eben hochpolitisch, aber garantiert nicht mehr sinnvoll. Denn bei der Kosten-Nutzenrettung kann man jetzt sowieso nur noch versuchen, das nötigste zu retten.
Deshalb kann man dennoch erwarten dass die Entscheidung für die Anschaffung eines vernünftigen Waffensystems, welches dringend benötigt wird, nicht daran scheitert dass man bloß nicht vom Ami kaufen will. Dass es in der Politik entschieden wird ist klar und ja auch vollkommen richtig so.

Von den Flugmanövern und der Tragfähigkeit her kann der Eurofighter all das, was die Tornados auch konnten. Genauer gesagt kann er bekanntermaßen in jeder Hinsicht etwas mehr.
Flugleistung und Wendigkeit sind beim EF höher, das ist logisch. Ist ja auch dafür entwickelt worden. Tragfähigkeit ist dem Tornado, selbst mit Überlast, um knapp über 2000kg unterlegen. Und es gibt ja auch Waffensysteme die vom EF nur in der Theorie getragen werden können...oder in Werbevideos von EADS

Was im Moment fehlt, ist ein passender Rüstsatz - aber genau der wäre ggf. nur eine Frage der Zeit gewesen, wenn man den Nachfolgebedarf denn rechtzeitig geprüft hätte. Jetzt panisch zu suchen, was fix und fertig am Markt verfügbar ist, fördert natürlich nur eine eingeschränkte Auswahl zu Tage

Wenn ich ein LFZ habe, welches aber für die Waffen/Systeme die ich nutzen will nicht zertifiziert ist, bringt mir das herzlich wenig.

Jeder außer wir, Frankreich, Italien, Großbritannien, Griechenland, sämtliche osteuropaischen Partner,... . :schief: ...

Wenn aber meine Stromaggregate, Hydraulikpumpen usw universell an F-15,F-16, F-18, C-5 und so weiter funktionieren, dann ist das Wartungstechnisch weltweit schon ein enorm wichtiger Punkt. Allein von der Logistik her.
 
Man kann zwischen 2 verschiedenen Stiefeln wählen die echt top sind und für die Einsatzländer gibt es nochmal spezielle. Bald kommt ein drittes paar leichterer Stiefel.
Und für Schnee etc kann man Gamaschen nehmen die man auch bekommt. Ist kein Problem bin damit auch durch 1,5m tiefen Schnee im Hochgebirge durch.
Wenn was dienstliches nicht ordentlich passt bekommt man halt was spezielles extra gekauft.
Ich hab auch eigene leichte Polizeistiefel weil die für den Tagesdienst bequemer sind, aber das ist nichts notwendiges.

Die Probleme bei der persönlichen Ausrüstung heißen eher Koppel und Rucksack. (08/15 Ausstattung)
 
Deshalb kann man dennoch erwarten dass die Entscheidung für die Anschaffung eines vernünftigen Waffensystems, welches dringend benötigt wird, nicht daran scheitert dass man bloß nicht vom Ami kaufen will. Dass es in der Politik entschieden wird ist klar und ja auch vollkommen richtig so.

Scheitern sollte es daran nicht, nein. Fehlende positive Effekte für die heimische Wirtschaft und Abhängigkeit von einem zunehmend unzuverlässigeren Partner sind zu berücksichtigende, aber keine ausschließenden Effekte. Das ist aktuell aber nicht das große Problem. Der größte Ärger ist der Zeitfaktor. Eine militärische Großbeschaffung läuft für gewöhnlich nicht nach dem Muster ab "wer kann das benötigte bis Jahresende liefern? Oh, nur einer. Alles klar." sondern beginnt mit einem klar definierten Lastenheft und einer ergebnisoffenen Ausschreibung. Und dafür, dass die Bundeswehr verpennt hat, das rechtzeitig zu machen, möchte sie das Parlament jetzt nicht auch noch belohnen, in dem es Wünsche 1:1 durchwinkt.

Flugleistung und Wendigkeit sind beim EF höher, das ist logisch. Ist ja auch dafür entwickelt worden. Tragfähigkeit ist dem Tornado, selbst mit Überlast, um knapp über 2000kg unterlegen.

Die absolute Tragfähigkeit spielt aber weder für EloKa noch für Aufklärer eine große Rolle und die B61 wiegt lächerliche 320 kg. Der einzige Vorteil der F/A-18 gegenüber anderen Plattformen, neben der Tatsache, dass ihre Entwicklung nicht verpennt wurde und nicht durch die USA blockiert werden könnte, wäre die Möglichkeit, mehr Sprit mitzunehmen, was ihr trotz des höheren Verbrauchs eine größere Reichweite und (nur bei EloKa ggf. von Bedeutung) einen längeren Aufenthalt im Zielgebiet ermöglicht. Allerdings ist sie umgekehrt auch ein deutlich größeres Zielobjekt und kann, gerade im Vergleich zum Typhoon, Bodenkonturen schlechter für einen unbemerkten An- und Abflug nutzen. Das wiederum sind gerade für Aufklärer und Letzte-Option-Jagdbomber verdammt große Vorteile, die ergebnisoffen abgewogen werden wollen.

Wenn ich ein LFZ habe, welches aber für die Waffen/Systeme die ich nutzen will nicht zertifiziert ist, bringt mir das herzlich wenig.

Stimmt. Wenn ich aber selbst für die Organisation einer rechtzeitigen Zertifizierung verantwortlich bin und das LFZ technisch zertifizierbar wäre, dann sollte ich von anderen keine Milliardensummen zur Kompensation meiner Fehler verlangen.

Wenn aber meine Stromaggregate, Hydraulikpumpen usw universell an F-15,F-16, F-18, C-5 und so weiter funktionieren, dann ist das Wartungstechnisch weltweit schon ein enorm wichtiger Punkt. Allein von der Logistik her.

Ist das denn überhaupt so, dass die Kompatiblität praktisch alle US-Flugzeuge, aber nicht die weiterer NATO-Verbündeter umfasst?
 
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