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Gast1748380205
Guest
Für den Energieexperten Antonio Turiel vom spanischen Nationalen Forschungsrat (CSIC) steht der Stromausfall im Zusammenhang mit dem unzureichenden Ausbau des Stromnetzes und dem Verhalten einzelner privater Akteure – also damit, was diese getan oder unterlassen haben, um ihre Profite zu sichern. Davor habe er in der Vergangenheit wiederholt gewarnt: »Um ein wenig mehr Geld zu verdienen, haben sie das Land in Dunkelheit gestürzt«, erklärte Turiel dem linken Fernsehsender Canal Red. »Beim nächsten Mal könnte es Tage oder sogar Wochen dauern, bis ein solcher Vorfall behoben ist.«
Der Grund liege laut Turiel darin, dass viele Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energieträgern produzieren, ohne ausreichende Netzstabilisierung installiert wurden – aus Kostengründen. Außerdem hätte man Gaskraftwerke in Bereitschaft halten müssen, um auf solche Eventualitäten reagieren zu können. Diese seien jedoch abgeschaltet gewesen, weil zu diesem Zeitpunkt der Strompreis auf dem Markt sehr niedrig war und ein Betrieb Verluste verursachte.
Die linke spanische Partei Podemos forderte angesichts der Ereignisse die Verstaatlichung bzw. Enteignung der Energie- und Telekommunikationsunternehmen: »Die öffentliche Kontrolle über den Energie- und Telekommunikationssektor muss für unser Land absolute Priorität haben.« In einem Fall wie dem Blackout zeige sich, dass nur die öffentliche Daseinsvorsorge Sicherheit garantieren könne, so Parteichefin Ione Belarra. Die spanische Regierung müsse sich darauf konzentrieren, diese sicherzustellen und den Kurs der militärischen Aufrüstung hinter sich zu lassen. Und Atomkraft sei – wie der Vorfall gezeigt habe – keineswegs eine Alternative, sondern vielmehr ein Hindernis. In einem kritischen Moment habe man im Gegenteil große Mengen Energie in die Atomkraftwerke einspeisen müssen, um diese zu stabilisieren.
www.jungewelt.de
Das kann man alles auf Deutschland anwenden.
Der Grund liege laut Turiel darin, dass viele Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energieträgern produzieren, ohne ausreichende Netzstabilisierung installiert wurden – aus Kostengründen. Außerdem hätte man Gaskraftwerke in Bereitschaft halten müssen, um auf solche Eventualitäten reagieren zu können. Diese seien jedoch abgeschaltet gewesen, weil zu diesem Zeitpunkt der Strompreis auf dem Markt sehr niedrig war und ein Betrieb Verluste verursachte.
Die linke spanische Partei Podemos forderte angesichts der Ereignisse die Verstaatlichung bzw. Enteignung der Energie- und Telekommunikationsunternehmen: »Die öffentliche Kontrolle über den Energie- und Telekommunikationssektor muss für unser Land absolute Priorität haben.« In einem Fall wie dem Blackout zeige sich, dass nur die öffentliche Daseinsvorsorge Sicherheit garantieren könne, so Parteichefin Ione Belarra. Die spanische Regierung müsse sich darauf konzentrieren, diese sicherzustellen und den Kurs der militärischen Aufrüstung hinter sich zu lassen. Und Atomkraft sei – wie der Vorfall gezeigt habe – keineswegs eine Alternative, sondern vielmehr ein Hindernis. In einem kritischen Moment habe man im Gegenteil große Mengen Energie in die Atomkraftwerke einspeisen müssen, um diese zu stabilisieren.
Spanien: Blackout durch Profitgier
Iberische Halbinsel: Einsparungen sollen Ursache des Stromausfalls gewesen sein. Opposition fordert Enteignung der Energieunternehmen • Foto: Jan-Uwe Ronneburger/dpa
Das kann man alles auf Deutschland anwenden.



