Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Robert Habeck hat in seinem letzten Gutachten als Wirtschaftsminister nicht nur das Wachstum vom Deutschland für das 2025 auf Null reduziert. Der Hauptgrund dafür sind für ihn zu hohe Energiekosten, für Unternehmen und die Bürger, und eine immer schlimmer werdende demografische Entwicklung von Deutschland.

Hier, in diesen Interview mit Maurice Höfgen erklärt er es recht gut:

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D.h. Deutschland wird dauerhaft, für die nächsten Jahrzehnte, hohe Energiepreise haben, weil wir nicht günstig an Energie heran kommen.

Im Gegenteil, Bundesländer wie Brandenburg, wo ich lebe, mit einem hohen Anteil an Energie durch Windkraftanlagen, haben mit die höchsten Strompreise, weil wir den Ausbau der Stromtrassen selbst finanzieren.

Auch gab es nie einen Ausgleich für sozial schwache Bürger. Aus Hartz IV oder Grundsicherung muss man Strom selbst bezahlen. Ich zahle z.B. 100€ für Strom pro Monat, als behinderter Bürgergeldempfänger, von Hartz IV.

Dazu kommt, dass Strom durch Windkraftanlagen und Solarzellen oft abgeschaltet wird, um dass Stromnetz nicht zu überlasten, weil es zu viel Strom gibt den wir nicht speichern können.

Das ist auch der Grund dafür, warum sozial schwache Bürger die Energiewende oft ablehnen, weil sie anteilig dafür viel bluten müssen.
 
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"bis zu" wäre ja schon das Maximum. Du hat von einem enormen, das gesamte Netz überlastenden, plötzlichen Anstieg gesprochen. Wenn dessen Entwert "auf 27%" ist, wo soll der dann angefangen haben? 5%? Was soll das spanienweit mittels PV verursacht haben? Eine Sonnenfinsternis, die nicht wie üblich graduell geendet hat, sondern schlagartig mit der Sprengung des Mondes?

Quellen anzugeben die nicht sofort als Verschwörungstheorie gebrandmarkt werden (beispielsweise cashkurs.com) ist ziemlich schwierig da es nunmal noch keine offiziellen Aussagen gibt (und selbst wenn es diese gäbe ein "ich glaube dem so nicht" nicht erlaubt ist).

Für eine Belegung deiner Behauptung, dass die spanische Regierung, die spanischen Netzbetreiber und die spanischen Kraftwerksbetreiber, bis runter zu Kleinanlagen, jeweils mit all ihren auch nur halbwegs Datenzugriff habenden Mitarbeiter, alle unter einer Decke stecken und systematisch vertuschen, was wirklich Sache ist, muss du dich nicht auf aktuelle Quellen beschränken. Eine Vertuschaktion derartigen Ausmaßes ist ja vermutlich nicht binnen 5 Sekunden entstanden, sondern muss über die letzten Jahrzehnte gewachsen sein. Also: Beweise?

Ich versuchs mal beispielsweise hiermit:

""Quelle""??
Eine Finanz-Seite verweist auf ein Video, in dem ein Experte (oder ein ""Experte""?) auf der Grundlage von genau dem spekulieren soll, was du selbst (zu Recht) als "nichts" bezeichnest. Als Beleg wird auf Spekulationen des ZDF verwiesen, die bei Abgleich mit dem spanischen Strommix (relativ ansehnlicher Wasser-, hoher fossiler Anteil) erst einmal das genau gegenteilige besagen.

Also wenn dieser Versuch alles war, dann steht dein Märchen aber auf verdammt dünnem Eis.

Dennoch bleibe ich dabei, dass die bisher beispielsweise genannten atmosphärischen Phänomene oder wies hieß für mich seeeeehr fishy klingen.

Wie du selbst gesagt hast: Bislang gibt es gar keine offizielle Erklärung. Also auch keine, die "fishy klingt". Es gibt nur mehr oder minder wilde Spekulationen von Leuten, die in der Regel keinerlei Einblick haben, aber viele Vorurteile äußern. Zum Teil sogar weit über das Stromnetz hinaus zu Gesellschaft, Politik und Medien, die alle unter einem Hut stecken sollen. Sinn ergibt das für mich alles nicht, denn wie schon gesagt: Die bislang genannten Eckwerten sind meiner Meinung nach mit gar keiner singulären Ursache physikalisch möglich, aber die erste Reihe von Möchtegern-Besserwissern behauptet durch die Bank, alles mit einer einzelnen großen Wahrheit zu erklären. Ultimative Wahrheit FTW. (Oder "fD", wie in solchen Kreisen meist beliebter ist.)

Ich persönliche sehe in den ersten Zwischenberichten vor allem erhebliche Deffizite in der spanischen Netzabsicherung. Statt gestörte Netzbereiche zu isolieren, scheinen Fehler weitergegeben worden zu sein, bis alles ausfiel. Gegen sowas sollten sich eigentlich alle Betreiber spätesten nach dem großen nordmaerikansichen Blackout (iirc in den 80ern) abgesichert haben, aber einige haben es wohl nicht.

Fraglich ist für mich der initiale Anlass/e, denn die quantifizierten Teile der Kaskade waren scheinbar schon im Bereich >>1 GW. Da reden wir üblicherweise von Techniken, die auch bei einem offensichtlich defizitären Netzausbau erst ab Störgrößen von einigen 100 MW in Panikmodi verfallen sollten. Und das wiederum ist eine Störgröße, die unter den Erzeugern nur extrem große Wasser-/Dampfturbinen bei katastrophalem Versagen verursachen könnten. So vom Maßstab "Turbinenhaus in AKW teilweise eingestürzt". Aber wenn das passiert sein sollte, dann muss diese iberische PV-Verschwörung alle Augenzeugen direkt liquidiert haben.

Bleibt also eigentlich nur noch ein Ansteuerungsfehler in irgendeinem wichtigen, reguliernden Element zwischen Produzenten und Netz. Wobei auch hier die Hauptverdächtigen erst einmal die hochkonzentrierten, alten Großkraftwerke sind. Gleichrichter bei Photovoltaik oder Wind sind zwar von der Schaltechnik her eher in der Lage, so rasant zu (re-)agiern, aber sie werden eben dezentral verteilt aufgestellt. Dass da mehrere 100 MW bis einige GW gleichzeitig den gleichen Fehler machen, könnte ich mir nur mit einem systematischen Software-Ursache erklären. Aber Sabotage wird bislang eher verneint und es werden wohl kaum sämtliche Iberer die exakt gleiche Software in exakt gleicher Version mit den exakt gleichen Einstellungen genutzt haben, die nur dort den exakt gleichen Bug getriggert haben, der nirgendwo anders auf der Welt beobachtet werden konnte.


Dieser Leitungsausfall ist zumindest laut der ich nenns mal "PV-Theorie" (siehe Quelle oben) nicht die Ursache des Blackouts sondern eine der Folgen.

Hier in ausformulierterer Form:
Anhang anzeigen 1493480

Das ist schon mal ne ganz andere Aussage als deine letzte Behauptung "PV hat plötzlich 16 GW Unterschied im Netz gemacht und alle arbeiten zusammen, um das geheim zu halten".

Man beachte, dass in dieser Auflistung nicht mehr von einem Ausfall der pösen Photovoltaik die Rede ist, sondern von mindesten vier großen Abschaltungen vor der ultimativen Kaskade. Davon sind die dritte (konventionelle) und die vierte (erneuerbare) Abschaltung reine Reaktionen auf die zweite. Also gar kein Produktions-, sondern ein Ansteuerungsproblem. Auf die Natur der zweiten, schlussendlich die Absturzspirale in Gang setzenden, Abschaltung wird gar nicht eingegangen. Zur Quelle der ersten Abschaltung gibt es auch keine Aussage, nur eine Spekulation mit unbekannter Grundlage (im einfachsten Fall basierend auf der Kraftwerkszusammensetzung im Südwesten, ohne Analyse des Fehlermodus). Aber diese konnten die Netze so oder so ersteinmal abfangen, bis der zweite Haken von der anderen, gänzlich unbekannten Seite kam.


Das ist auch der Grund dafür, warum sozial schwache Bürger die Energiewende oft ablehnen, weil sie anteilig dafür viel bluten müssen.

Das kommt davon, wenn der ach-so-grüne Energieminister zwar Milliarden für Gaskonzerne, Gasinfrastruktur und Gasgroßverbraucher sowie für Industriestromrabatte hat, aber am Ende leider, leider nichts mehr fürs Klimageld übrig ist. Immerhin hat Deutschland jetzt die schönsten Industriehäfen mitten im Naturschutzgebiet. Braucht zwar keiner, aber da sie die Eigentümer ohnehin nicht bezahlt haben, stört das vermutlich nur Steuerzahler und wen interessieren die schon?
 
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deiner Behauptung, dass die spanische Regierung, die spanischen Netzbetreiber und die spanischen Kraftwerksbetreiber, bis runter zu Kleinanlagen, jeweils mit all ihren auch nur halbwegs Datenzugriff habenden Mitarbeiter, alle unter einer Decke stecken und systematisch vertuschen, was wirklich Sache ist
deine letzte Behauptung "PV hat plötzlich 16 GW Unterschied im Netz gemacht und alle arbeiten zusammen, um das geheim zu halten".
Wenn solche Interpretationen das sind, was die Leute verstehen wenn ich hier was schreibe sollte ich vielleicht ganz drauf verzichten das WPW zu besuchen.

Ein "ich glaube nicht, dass die Ursache so unklar ist dass es tagelang keine Erklärung gibt sondern nur für mich sehr fishy anmutende Mutmaßungen" + "man möchte in den Medien nicht schlecht über EE reden" wird zur völlig schwachsinnigen Verschwörungstheorie von Mitarbeiter von Kleinanlagen umdekoriert, geforderte Quellen dann (wie ja bereits vermutet) sofort als ungültig erklärt weil sie von einer Finanzseite stammen (übrigens stammt der Screenshot der offenbar mehr anklang fand aus der exakt selben Finanzseite).

Sorry, ich habe nicht den Anspruch eines wissenschaftlichen Mitarbeiters oder Journalisten wenn ich eine Meinung über ein Thema auf dem ich kein Experte bin in ein Forum schreibe. Und ich habe auch keine Lust darauf, Antworten in einer so herablassenden/verballhornten Form ("pöses PV", "Märchen" und so) lesen zu müssen. Das konnten andere User die ebenfalls anderer Meinung waren deutlich unarroganter ausdrücken, sogar ganz ohne mir unterschwellig zu unterstellen dass ich irgendwas gegen Solarenergie hätte oder krude Theorien erfinden würde (fürs Protokoll: Ich hab nix gegen PV oder EE und die Theorie stammt nicht von mir sondern von den genannten Seiten Finanzmarktwelt, Cashkurs, "Experten" in weiteren Links dieser Seiten usw.).
 
Das europäische Energienetz ist eine Einheit, unabhängig von politischen Differenzen. Europa ist Teil der eurasischen Energiestruktur, bis tief nach Russland.

Den genauen Grund für den Blackout in Portugal und Spanien kenne ich nicht.

Aber so viel Wissen habe ich über die Vernetzung der Energienetze. Vor Jahren gab es Probleme im tschechischen Netz, und dass hätte fast zu einem Blackout in Deutschland geführt. Das der nicht eingetreten ist, war einfach nur Glück, und keine politische Leistung.

Ein starker Sonnensturm hätte die Macht für einen europaweiten Blackout. Und solche Kräfte können wir von der Erde aus nicht kontrollieren.

Ihr seid schon jetzt vernetzter als euch lieb ist.....
 
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Wie vernetzt die Länder beim Strom sind, habe ich beschrieben:


Auch Deutschland stand schon vor einem Blackout. Als die Russen das größte Kernkraftwerk der Ukraine angegriffen haben, betraf dass auch uns.
 
Wir reden nicht über Mengen wir reden über Frequenzen.


"Bestehende Kraftwerke, die mit Gas, Kohle, Wasserkraft oder Atomkraft betrieben werden, weisen eine wichtige Eigenschaft auf, die Solar- und Windstrom fehlt: Die sogenannte Trägheit. In klassischen Stromnetzen stammt die Trägheit von den rotierenden Massen großer Generatoren in den besagten Kraftwerken. Diese Generatoren drehen sich im Einklang mit der Netzfrequenz. Die dabei gespeicherte kinetische Energie wirkt wie ein Puffer bei plötzlichen Veränderungen im Stromnetz.
Die trägheitslosen Energieträger Solar und Wind machen jedoch einen Großteil des spanischen Netzes aus, was es wiederum anfälliger für Störungen macht, erklärt Miguel de Simón Martín, Professor für Elektroingenieurwissenschaften an der Universität in Léon. Dieses Problem zu lösen, so de Simón Martín, ist komplex: So könnte man die grenzüberschreitende Übertragungskapazität erhöhen – ein entsprechendes Projekt ist bereits in Arbeit und soll in zwei Jahren ans Netz gehen. Denkbar sind auch technische Lösungen, die die Trägheit großer Kraftwerke simulieren können. "


Am Zeitpunkt des Blackout haben erneuerbare 60% des Stroms erzeugt.

 
Wie vernetzt die Länder beim Strom sind, habe ich beschrieben:
Du hast "bis tief nach Russland" geschrieben.


Auch Deutschland stand schon vor einem Blackout. Als die Russen das größte Kernkraftwerk der Ukraine angegriffen haben, betraf dass auch uns.
Quelle für "Deutschland stand schon kurz vor einem Blackout"?

Und wie kommt da nun die Ukraine in das Thema rein? Inwiefern hat uns das betroffen?
 
. Die dabei gespeicherte kinetische Energie wirkt wie ein Puffer bei plötzlichen Veränderungen im Stromnetz.
Das Argument mit der tollen Trägheit klingt für mich irgendwie nicht schlüssig.
Wenn man eine Regelung baut, und das Stromnetz will man doch Regeln, ist Trägheit ein Hindernis, kein Hilfsmittel.
Aktuell überhöht man diese unflexibilität von direkt angeschlossenen Generatoren zum Leitmotiv statt die Flexibilität von Wechselrichtern als Feature anzugehen. Ich sehe hier vor allem Potenziale in letzteren die (per Software) gehoben gehören.
Es ist kein Naturgesetz dass ein Wechselrichter der Frequenz der alten Generatoren folgen muss, er kann auch leicht voraus/nacheilend laufen um selbst die Frequenz in den z.B. über DCF77 referenzierten Rahmen zu schieben (so ein eigener Quarz nicht eh reicht).
 
Es war auch kein Plädoyer für die konventionelle Energie, es war ein Argument für einen intelligenten Netzaufbau. Größere, gewerbliche Anlage der erneuerbaren werden in der Lage sein müssen das Netz zu stabilisieren und die Frequenz zu regeln, ansonsten wird die Zunahme der kleinen privaten Anlagen, die nur spannungsreguliert sind, ein zunehmendes Risiko je weiter der Anteil dreckiger Energie verschwindet.

Und da PV Anlagen im Bereich 10-100MW aktuell stark zunehmen, reden wir da bald über erhebliche Leistungen, die aktuell nicht aktiv geregelt in das Netz einspeisen werden. Glücklicherweise hat man in den 2010ern zumindest die harte Notabschaltung geändert und die Anlagen fahren bei größere Frequenzabweichung ihre Leistung runter und schalten nicht mehr hart ab.
 
Sie regeln die Spannung,
Die Spannung regelt ein Transformator hoch oder runter.

PV Anlagen im Bereich 10-100MW aktuell stark zunehmen, reden wir da bald über erhebliche Leistungen, die aktuell nicht aktiv geregelt in das Netz einspeisen werden.
Und hier redest du von Leistung, statt von Spannung. Was denn nun?

stabilisieren aber nicht die Frequenz.
Und wie sie das tun können.

Bei Abweichungen zwischen Erzeugung und Verbrauch kommt es zu einer Erhöhung bzw. Verringerung der Frequenz (Überfrequenz bzw. Unterfrequenz).

Ist die erzeugte Leistung > verbrauchte Leistung => Überfrequenz
Ist die erzeugte Leistung < verbrauchte Leistung => Unterfrequenz.

Im Rahmen der für den stabilen Systembetrieb unabdingbaren Systemdienstleistung „Frequenzhaltung“ wird dem entsprechend entgegen gewirkt. Hierzu zählt u.a. das automatische Reagieren von Erzeugungsanlagen oder Verbrauchsanlagen auf auftretende Frequenzabweichungen von der Sollfrequenz 50 Hz.

Demzufolge werden Überfrequenz entsprechende Erzeugungsanlagen geeignet in der Leistungsabgabe reduziert bzw. entsprechende Verbrauchsanlagen geeignet in ihrer Leistung angehoben.

Schreibt jedenfalls der VDE in 2011.
 
Vor einigen Seiten wurde der Bericht zur Softwareentwicklung der ETH Zürich verlinkt..
 
Wenn solche Interpretationen das sind, was die Leute verstehen wenn ich hier was schreibe sollte ich vielleicht ganz drauf verzichten das WPW zu besuchen.

Ein "ich glaube nicht, dass die Ursache so unklar ist dass es tagelang keine Erklärung gibt sondern nur für mich sehr fishy anmutende Mutmaßungen" + "man möchte in den Medien nicht schlecht über EE reden" wird zur völlig schwachsinnigen Verschwörungstheorie von Mitarbeiter von Kleinanlagen umdekoriert...

Mit Verlaub: Das ist eine Falschdarstellung, die ich bei jedem anderen als Unterstellung gemeldet hätte.

Als Verschwörungstheorie und quellenbedürftig wurden die Aussagen in deinem ersten Post empfunden, auf Nachfrage wurden diese aber weder belegt noch zurückgezogen, stattdessen wurde unter Missachtung der Rückfragen/Gegendarstellung zu abweichenden Aussagen gesprungen. Ich zitiere noch mal den Anfang in Hoffnung auf eine produktivere Diskussion:

Ihr glaubt nicht ernsthaft, dass die die Ursache nicht kennen?
...
Das kannste halt in den Nachrichten nicht verpacken
...
passt so gar nicht in die Ideologie
...
Also kommen News wie ungeklärte Ursachen ... oder sonstiger Bullshit in der Hoffnung dass in 2 Wochen keiner mehr öffentlich so wirklich nachfragt.

Da könntet du uns im Nachgang vielleicht noch einmal in anderer Sprache erklären, was du gemeint hast mit "die wahre Ursache wir erfolgreich von allen, die sie kennen, vor der Öffentlichkeit geheim gehalten", wenn keine Verschwörung gemeint war. Und zwar eine Verschwörung absolut aller, die Einblicke in Netzregelparameter haben: Alle Mitarbeiter von Kraftwerken, Umspannwerken und ähnlichem. Alle Betreiber von netzgeregelten Einspeisern mit Protokollierung. Alle auch nur halbwegs organisierenden oder verantwortlichen bei Stromproduzenten und Netzbetreibern, welche Zugriff auf die entsprechenden Datenbanken haben, alle Politiker, alle Ermittler, alle...)

Posts wie den deinigen kenne ich sonst, in den zitierten Passagen beinahe wortgleich, von Truthern, Klimaleugnern, Reichsbürgern und ähnlichem Gesocks in Bezug auf deren jeweilige Lieblingsthemen. "DIE verkaufen euch für dumm, aber ich weiß die WAHRHEIT!" (ebenfalls typisch: keine Quellen oder vollständige Argumentation, aber viele Stammtischweißheiten, zu besagter ""Wahrheit"" und rein gar nichts außer Behauptungen zur koordinierten Vertuschung einer Sensation, die tausende Mitwisser haben müsste und die für jeden dahergelaufenen Reporter DIE Sensation seines Lebens wäre.)


Wir reden nicht über Mengen wir reden über Frequenzen.

Das ist bei vielen Verbauchern (und klassischen Erzeugern) direkt miteinander verwandt. Wechselstrom überträgt in Transformatoren, Drehstrommotoren, etc. nur dann Energie, wenn die Phase schwingt. Verlangsamt sich das, wird weniger Energie übertragen, umgekehrt steigt die Netzfrequenz, wenn zuviel reingepumpt wird und die Phase der normalen Last vorauszueilen beginnt. Die daraus resultierende Überlastung einfacher Verbraucher, die sich auf die Netzfrequenz verlassen, ist auch der Grund, warum man sowas als Anlass für eine Notabschaltung nimmt. Den Wechselrichtern der Erneuerbaren sollte selbst eine Frequenzverschiebung von einigen Dutzend Hertz egal sein, ebenso allem was hinter einem modernen Schaltnetzteil hängt.


Das Argument mit der tollen Trägheit klingt für mich irgendwie nicht schlüssig.
Wenn man eine Regelung baut, und das Stromnetz will man doch Regeln, ist Trägheit ein Hindernis, kein Hilfsmittel.

Jein. Wie oben dargelegt, ist das im Prinzip ein selbständiger Feinregelungsmechanismus. Der einzige, den man vor der Einführung moderner Elektronik, Kommunikationsnetze und großräumig synchronisierten Zeitgebern überhaupt hatte. Wo du recht hast: Anstatt neuartige Erzeuger stur ein reaktiv-ähnliches Verfahren simulieren zu lassen, was zu katastrophalen Kaskaden führen kann, wenn die reaktiven Akteure den Löwenanteil ausmachen und es fast nichts ursprüngliches gibt, worauf sie reagieren können/sollen, könnte man mit modernen Systemen die Einspeisung auch aktiv netzdienlich kontrollieren. Sowas wurde zumindest in Deutschland auch schon in den 0er-/10er-Jahren (bin mir gerade unsicher, wann zwischen Planungen und Auswertung tatsächlich die Experimente waren) erfolgreich ausprobiert.

Weiß aber nicht, was draus geworden ist. Von außen betrachtet scheint die Strombranche genauso an prähistorischen Sicherheitsgedanken zu kleben, wie die Eisenbahn und in diesem Fall haben diejenigen, die sich mit der neuen Technik beschäftigen, keinen direkten Nutzen davon, sondern hätten (überschaubare) Mehrkosten zu befürchten, während die Netze de facto immer noch in der Hand derjenigenn sind, die alte Großkraftwerke erhalten wollen.
 
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In nur 300 LJ? Das kann ganz schön brenzlig werden. Hat die den Saft auf der Iberischen Halbinsel aufgesaugt?
 
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