Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Was für eine neue Infrastruktur?

Es ist ja klar, dass wenn man irgendwo, irgendein Kraftwerk hinstellt, dafür irgendwelche Anschlüsse benötigt.
Die Umrüstung eines fossilen Gaskraftwerkes auf H2 kostet, so die aktuelle wie auch verflossene BR, irgendwas zw. 600 Mio. bis 1 Mrd. pro Kraftwerrk.
Dafür haste drei neue Geothermiekraftwerke mit gleicher Leistung und zwei Fehlbohrungen gratis.
Der Charme bei Geothermie ist der relativ geringe Platzverbrauch und wenn man es pfiffig anstellt, über einen "Druckausgeichsbehälter" gleich mal das ganze lokale Fernwärmenetzwerk dranstöpselt.
Na ein Fernwärmenetz.

MfG
 
Mal einen Laienfrage zur Geothermie: Erdbeben können dadurch doch nicht ausgelöst werden, oder?
Ich bin auch kein Experte, aber dadurch, dass da nur zwei (?) relativ kleine Schächte gebohrt werden, ist das Risiko vermutlich deutlich niedriger, als wenn man ständig große Mengen Gestein bewegt.
Der Charme bei Geothermie ist der relativ geringe Platzverbrauch und wenn man es pfiffig anstellt, über einen "Druckausgeichsbehälter" gleich mal das ganze lokale Fernwärmenetzwerk dranstöpselt.
Das muss man aber auch erst mal haben. Langfristig könnte ich mir aber schon vorstellen, dass das deutlich günstiger ist, selbst wenn noch keins vorhanden ist.
 
Na ein Fernwärmenetz.

MfG
Die Kernfrage ist halt, mit was genau willst du den urbanen Raum denn beheizen?
Da kommt man um ein Fernwärmenetz so oder so kaum herum, wenn irgendwann -jefrüher, um so besser - der Gashahn final abgedreht wird.
Also reden wir im Prinzip von einer Sowieso-Investition, die egal bei welcher Energiegewinnungsart eben anfallen wird.
 
Fernwärme mal eben für Ballungsräume, mit mehreren Millionen Menschen, auszubauen ist aber ein sehr großes Unterfangen. Das muss auch bezahlt und umgesetzt werden können. Für mich daher eher etwas Langfristiges.

MfG
 
Fernwärme mal eben für Ballungsräume, mit mehreren Millionen Menschen, auszubauen ist aber ein sehr großes Unterfangen. Das muss auch bezahlt und umgesetzt werden können. Für mich daher eher etwas Langfristiges.

MfG
Selbstverständlich ist das eine langfristige Aufgabenstellung.
Oder eben ein Ertüchtigung vorhandener Netze.
Obendrauf müssen Räume wie Berlin oder HH anderweitige Lösungen bekommen.

Die Gegenfrage lautet:
Mit was willst du in mittlerer Zukunft diese Metropolen denn warm bekommen?
Sehe gerne sinnige Vorschläge, die weniger kosten werden.
 
Man möge mich belehren aber ich meine Berlin hat doch schon ein großes Fernwärme Netz welches noch ausgebaut werden soll oder nicht?
 
Man möge mich belehren aber ich meine Berlin hat doch schon ein großes Fernwärme Netz welches noch ausgebaut werden soll oder nicht?
Ja, haben sie, aber das wird m. W. als Kraft-Wärme-Kopplung und mit primär Gas, ein wenig Biogas und Kohle betrieben. In Summe nicht besonders nachhaltig.
klar kann man das weiter für Betriebsstoff x nutzen, nur eben nicht mit Tiefengeothermie.
Da gibts keine erkennbare Horizonte unterhalb der Stadt, die hierzu nutzbar wären, vielelicht in >> 6 km, das weiss aber keiner.
Tiefer als 4-5 km macht aber keinen Sinn zu bohren.
Das wird ungefähr ab 5 km Tiefe absurd teuer.
 
Man möge mich belehren aber ich meine Berlin hat doch schon ein großes Fernwärme Netz welches noch ausgebaut werden soll oder nicht?
In den äußersten ghetto-Außenbezirken und nach meinem Wissensstand auch nur im Osten. Das in die Innenstadt zu etablieren stelle ich mir äußerst schwierig vor, wenn man nicht mal so ein popeliges Glasfaserkabel verlegt bekommt.

MfG
Ja, haben sie, aber das wird m. W. als Kraft-Wärme-Kopplung und mit primär Gas, ein wenig Biogas und Kohle betrieben. In Summe nicht besonders nachhaltig.
klar kann man das weiter für Betriebsstoff x nutzen, nur eben nicht mit Tiefengeothermie.
Da gibts keine erkennbare Horizonte unterhalb der Stadt, die hierzu nutzbar wären, vielelicht in >> 6 km, das weiss aber keiner.
Tiefer als 4-5 km macht aber keinen Sinn zu bohren.
Das wird ungefähr ab 5 km Tiefe absurd teuer.
Also kann man festhalten, das Tiefengeothermie nicht zwangsläufig eine Lösung ist sondern nur wenn möglich. Das dürfte dann auf kommunaler Ebene wohl schwierig werden, da Kommunen nicht über die notwendigen Mittel verfügen dürften und bei großen Gemeinden muss es dann auch praktisch machbar sein. Hört sich für mich nicht besonders planungssicher an, gut wenn es möglich ist aber nicht planbar.

MfG
 
Also kann man festhalten, das Tiefengeothermie nicht zwangsläufig eine Lösung ist sondern nur wenn möglich. Das dürfte dann auf kommunaler Ebene wohl schwierig werden, da Kommunen nicht über die notwendigen Mittel verfügen dürften und bei großen Gemeinden muss es dann auch praktisch machbar sein. Hört sich für mich nicht besonders planungssicher an, gut wenn es möglich ist aber nicht planbar.

MfG
Für ungefähr 50-70% der bundesrepublikanischen Bevölkerung wäre es eine (Teil-)Lösung, da sie in geeigneten Gegenden wohnen.
Nochmal:
Einhellig, von Seiten der Fachleute, der Wissenschaftler aber auch von der Politik wird vorsichtig geschätzt, dass rund 30-40% der Wärme, 25% der Prozesswärme (Industrie) und ca. 20-25% des Stromes, somit fast 100% Grundlast damit abgedeckt werden können.
Und dies, bezogen auf die kWh, deutlich günstiger als alle fossilen Träger, günstiger als H2 und problemlos auf Kostenaugenhöhe mit Wind oder Solar.

Und ja, derzeit sind die Kosten von den Kommunen zu tragen, die sich an solche Großprojekte nur selten heranwagen und das Energiemonopol aus Vattenfall, Eon und Co. selbstvernatürlich niemals in solche Projekte einsteigen werden.
Wenn aber, welche BR auch immer, nicht 10 Mrd. in neue Gaskraftwerke stecken würde, sondern das gleiche Geld in Geothermie, hätte man fürs gleiche Steuergeld up to 10x mehr Energie eingekauft.
warum, weil die Teile im Prinzip gigantische Wärmepumpen mit enbtsprechendem Hebefaktor sind.
Je tiefer bzw. Wärmer, um so mehr Ertrag.
Die Luft- oder Medien-WäPus fürs Häusle sind Kinderkrabbelstube, das ist die Formel 1.
 
... wenn nicht mehr gekühlt werden kann,
...
Wenns nach mir ginge, würde ich vermehrt als Grundlastträger auf Tiefengeothermie setzen.
Eine Kühlzufuhr ....
...
... sondern Wärme für fast umme.
Das muss auch nicht abgeleitet werden, du verstehst das augenscheinlich gar nicht.
Stromgewinnung ist hier nur Grundlast, heizen ...

Protipp: Wenn man eine Diskussion übers heizen führen will, aber was von "kühlen" schreibt und an Atomkraftwerke im Hochsommer anknüpft, dann liegt es vielleicht nicht an mangelndem Verständnis auf Seite des Zuhörers, wenn die Botschaft nicht ankommt :stupid: .


Ich bin auch kein Experte, aber dadurch, dass da nur zwei (?) relativ kleine Schächte gebohrt werden, ist das Risiko vermutlich deutlich niedriger, als wenn man ständig große Mengen Gestein bewegt.

Die Steigleitungen an sich sind kein Problem. Aber wie oben schon geschrieben: Man muss damit durch alle vorhandenen Schichten durch. Also auch durchs Grundwasser. Wenn sich das daraufhin einen Weg in quellfähige Lagen sucht, hat man die Erdbewegungen. Und im Gegensatz zu Bergbau kann man dann auch nichts mehr stabilisieren oder die Lage durch Einstellung der Arbeiten einfrieren. Staufen ist da ein recht bekanntes Beispiel für die Folgen und da ist eine relativ kleine, flache Bohrung schiefgegangen.


In den äußersten ghetto-Außenbezirken und nach meinem Wissensstand auch nur im Osten. Das in die Innenstadt zu etablieren stelle ich mir äußerst schwierig vor, wenn man nicht mal so ein popeliges Glasfaserkabel verlegt bekommt.

Das schwierige beim Verlegen eines Glasfaserkabels ist nicht die Größe des Kabels, sondern die Baugenehmigung, die Bauarbeiter für den Tiefbau und ganz besonders die mit jedem Besitzer einzeln zu klärenden Hausanschlüsse, ohne die ein Glasfasernetz überhaupt keinen Sinn macht. Letzteres Problem ist bei Heizungen sogar geringer ausgeprägt, da man erstmal nur Neubauten erschließen kann und/oder nur eine Leitung bis in den bestehenden Heizungskeller braucht, wo man dem Vermieter auch noch jede Menge Technik und Platzverbrauch abnehmen kann. Also schwierig: Nein. Nicht schwieriger als irgendwas anderes in bestehende Straßen reinzubringen.

Aber teuer? Garantiert. Gegen den Fernwärmeausbau kommen selbst Radwege in Deutschland gut voran. Und während Glasfaser von milliardenschweren Kommunikationskonzernen ausgebaut wird, wären bei Fernwärme überwiegend die Kommunen gefragt und die sind Pleite. (Und die wenigen Fälle, von Fernwärmenetze privatisiert wurden, gelten mittlerweile als Musterbeispiel dafür, wie abhängige Anwohner übers Ohr gehauen und ausgebeutet werden. Preiserhöhungen von Faktor 3 binnen weniger Jahre und ähnliches, wohlwissend dass ein auf Fernwärme ausgelegtes Haus kaum eine Alternative zum bezahlen hat. "Schönes Kinderzimmer haben sie da. Wäre doch schade, wenn das im Winter einfriert.")

Grundsätzlich nicht vergessen sollte man auch die Frage: "Lohnt das überhaupt"?
In gut isolierten Häusern ist schon heute die Kühlung im Sommer das Problem, geheizt werden muss nur noch wenige Tage im Jahr. Und für das, was ein neu aufzubauendes Fernwärmenetz kostet, kann man einiges an energetischer Sanierung leisten. 100 kWh fossile Wärme durch 100 kWh Geothermie zu ersetzen, klingt nur im ersten Moment nach einem Nobrainer. Aber wenn man mit dem gleichen Budget den Wärmebedarf auf 10-15 kWh drücken kann, die man mit 2-3 kWh Strom aus der Umgebung pumpt, während man nebenbei noch eine Fassadensanierung, eine Klimaanlage und besseren Lärmschutz bekommt, dann entpuppt es sich "weiter heizen, nur anders" als hirnbefreit. Das Problem bei der Umstellung der Wärmenutzung in Deutschland ist fast nie die Technik, sondern immer das Geld. Da hilft der Vorschlag "baut doch mal ein Fernwäremnetz und ein Geothermie-Heizkraftwerk!" eher weniger. Interessanter wäre die Technik eher für konzentrierte Großverbraucher, bei denen sich eine Bohrung direkt vor Ort lohnt. Großbäckerien, Schwimmbäder, Papierindustrie, alles mit Trocknungsprozessen. Dummerweise sind die wirklich großen Wärme-CO2-Schleudern in Deutschland aber Hoch-/Schmelz-/Zementöfen und deren Temperaturen sind mit Geothermie kaum erreichbar. (Und da, wo es geologisch-technisch machbar erscheint, dürfte es immer noch unbezahlbar sein bis in Regionen zu bohren, mit deren Hitze man Stahl schmelzen kann, ganz einfach weil bezahlbares Bohrgerät und bezahlbare Leitungen aus Stahl bestehen.)
 
Protipp: Wenn man eine Diskussion übers heizen führen will, aber was von "kühlen" schreibt und an Atomkraftwerke im Hochsommer anknüpft, dann liegt es vielleicht nicht an mangelndem Verständnis auf Seite des Zuhörers, wenn die Botschaft nicht ankommt :stupid: .
Laienhinweis: Es dient nicht dem Verständnis so stark gekürzte Zitate zu verwenden. Btw für mich als Laie ist im übrigen der Zusammenhang zwischen heizen und kühlen durchaus verständlich was @emp1 geschrieben hat, zumindest im Volltext.
Auch halte ich es nicht einer Diskussion zuträglich dem Gegenüber mit einem Emoji einen Vogel zu zeigen?
In gut isolierten Häusern ist schon heute die Kühlung im Sommer das Problem, geheizt werden muss nur noch wenige Tage im Jahr.
Keine Ahnung welcher Standard von Dir als gut isoliertes Haus gilt aber hier möchte ich aus eigener Erfahrung widersprechen. Obwohl mein Haus sehr gut isoliert ist habe ich keinen Wunsch dieses im Sommer zu kühlen. Das ist aber lediglich meine persönliche Erfahrung aus jetzt 12 Jahren in einem isolierten Haus.
 
Wir wohnen auch in einen gut isolierten Haus. Im Winter brauchen wir kaum heizen.
Im Sommer ist es hier in der EG Wohnung schön kühl.
Nur meine Eltern sind damals als sie ihr Haus neu verputzen und streichen lassen haben nicht vernünftig gewesen.
Bzw auf die Inkompetenz des Malers reingefallen. Der hatte denen nämlich gesagt, dass eine Wärmedämmung nicht nötig wäre, weil durch die Doppelmauer die Luft ausreichend dämmen würde.
Das habe ich mal einen befreundeten Schornsteinfegermeister und Energieberater erzählt. Der hat nur mit dem Kopf geschüttelt. Man kann wohl nachträglich noch das Haus isolieren, mit einer Einblasdämmung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der hatte denen nämlich gesagt, dass eine Wärmedämmung nicht nötig wäre, weil durch die Doppelmauer die Luft ausreichend dämmen würde.
Das habe ich mal einen befreundeten Schornsteinfegermeister und Energieberater erzählt. Der hat nur mit dem Kopf geschüttelt. Man kann wohl nachträglich noch das Haus isolieren, mit einer Einblasdämmung.
Das kann schon stimmen, wenn du eine ausreichend dicke Mauer hast und dann auch noch mit einer isolierenden Luftschicht, kann das den gleichen Effekt haben. Dämmung, insofern nicht natürlichen Ursprunges, was sehr teuer ist, ist raumklimatisch sowieso nicht ratsam, lieber alles diffusionsoffen machen, man will ja kein Schimmel haben. Wenn ich jetzt bauen würde dann Kalksand + Dämmwolle und vorgesetzter "echter" Klinkerwand oder "preisgünstig" mit mind. 50 cm dicken Ytong-Steinenm, welche einen hervorragenden Eigendämmwert aufweisen und schön diffusionsoffen sind. ;-)

MfG
Keine Ahnung welcher Standard von Dir als gut isoliertes Haus gilt aber hier möchte ich aus eigener Erfahrung widersprechen. Obwohl mein Haus sehr gut isoliert ist habe ich keinen Wunsch dieses im Sommer zu kühlen. Das ist aber lediglich meine persönliche Erfahrung aus jetzt 12 Jahren in einem isolierten Haus.
Dem kann man zustimmen. Kühlung perse braucht man bei gut isolierten Häusern nicht, wenn man klug lüftet, in den Zeiten wo es draußen am kühlsten ist und tagsüber mit Rollos und geschlossenen Fenstern verhindert, dass sich die Räume durch Sonne und heiße Luft aufwärmen können. Macht man das nicht und die Wände wärmen sich auf, wird es schwierig, auch mit Lüften, wenn im Anschluss die Wände die Wärme wieder abgeben. Was Ruyven sicherlich meint sind ungenügend isolierte DGs, das kann im Hochsommer wirklich schwierig werden, ohne extra Kühlung.

MfG
 
Das kann schon stimmen, wenn du eine ausreichend dicke Mauer hast und dann auch noch mit einer isolierenden Luftschicht, kann das den gleichen Effekt haben.
Der Energieberater mit dem ich gesprochen habe meinte, dass das Quatsch wäre und Luft nicht dämmt. Der hat mir so ne Formel gezeigt:

Das Mauerwerk hat dann ca. 1,4 als U-Wert, nach der Einblasdämmung ca. 0,4- Du siehst- der Wärmeverlust über die Außenwand wird um 2/3 geringer. Luft dämmt nicht.
Dämmung, insofern nicht natürlichen Ursprunges, was sehr teuer ist, ist raumklimatisch sowieso nicht ratsam, lieber alles diffusionsoffen machen, man will ja kein Schimmel haben. Wenn ich jetzt bauen würde dann Kalksand + Dämmwolle und vorgesetzter "echter" Klinkerwand oder "preisgünstig" mit mind. 50 cm dicken Ytong-Steinenm, welche einen hervorragenden Eigendämmwert aufweisen und schön diffusionsoffen sind. ;-)
So genau habe ich mich damit noch nicht beschäftigt. ;)

Dem kann man zustimmen. Kühlung perse braucht man bei gut isolierten Häusern nicht, wenn man klug lüftet, in den Zeiten wo es draußen am kühlsten ist und tagsüber mit Rollos und geschlossenen Fenstern verhindert, dass sich die Räume durch Sonne und heiße Luft aufwärmen können
So machen wir das auch immer! Wenn draußen z.B. 35 Grad sind haben wir drinnen ca. 24 Grad.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Energieberater mit dem ich gesprochen habe meinte, dass das Quatsch wäre und Luft nicht dämmt. Der hat mir so ne Formel gezeigt:
Mhhh, das wäre mir neu.

Ytong Steine haben deswegen so einen guten Dämmwert/Dämmeigenschaft, weil sie ganz viele Luftbläschen besitzen.
So genau habe ich mich damit noch nicht beschäftigt. ;)
Früher war Kalksand+Mineralwolldämmung und vorgesetztes Klinkermauer der Regelfall, heute kann man sich das leider kaum noch leisten. Andere Baumethoden sind weit weniger effizient und vor allem "nachhaltig". Ytong kommt dem schon am nächsten. Nachteil ist nur das Dübeln, da der Baustoff an sich relativ weich ist.

In jedem Fall, was das Raumklima betrifft, kann ich jedem nur empfehlen diffusionsoffen zu planen also entsprechende Kalkputze und Silikatfarben verwenden. Dann hat man immer ein perfektes Raumklima und quasi keine Schimmelmöglichkeit. Gepaart mit einer guten Dämmung, siehe oben, hat man sehr lange Ruhe. Auf Dispersionsfarben würde ich bei Neubau dringend verzichten, weil das Mauerwerk dann quasi zu ist und nicht mehr "atmen" kann und damit keine Feuchtigkeit durchlässt.
So machen wir das auch immer! Wenn draußen z.B. 35 Grad sind haben wir drinnen ca. 24 Grad.
Wenn man das konsequent macht kommt man gut durch den Sommer, sogar, insofern kein DG, auch in schlecht gedämmten Gebäuden.

MfG
 
Interessante Diskussion. :)
Physik:
Kühlung geht nur über Masse (Beton/Stein) bzw. deren Speicherfähigkeit von Energie.
Wäremeisolierung geht nur über gasförmiges Medium (meist dann doch Luft in Styropor/Stein(Holzwolle und Co.) oder im Idealfall mit Vakuum, welches in einer Isolierschicht eingeschlossen ist.
 
Wäremeisolierung geht nur über gasförmiges Medium (meist dann doch Luft in Styropor/Stein(Holzwolle und Co.) oder im Idealfall mit Vakuum, welches in einer Isolierschicht eingeschlossen ist.
Also dämmt Luft doch? Aber gegenüber richtigen Dämmmaterial wohl nur minimal:

Der U-Wert, auch Wärmedurchgangskoeffizient genannt, ist ein Maß dafür, wie gut ein Bauteil (z.B. eine Wand, ein Dach oder ein Fenster) Wärme leitet. Ein niedriger U-Wert bedeutet eine bessere Dämmung, da weniger Wärme durch das Bauteil verloren geht. Konkret gibt der U-Wert an, wie viel Wärme (in Watt) pro Quadratmeter und pro Kelvin Temperaturunterschied zwischen Innen und Außen durch das Bauteil fließt.

Wichtige Punkte zum U-Wert:
  • Je niedriger der U-Wert, desto besser die Dämmung.

  • Der U-Wert wird in Watt pro Quadratmeter Kelvin (W/(m²K)) angegeben.

  • Der U-Wert ist ein wichtiger Faktor bei der Berechnung der Energieeffizienz eines Gebäudes.

  • Für eine gute Dämmung sollten die U-Werte von Außenwänden, Dächern und Fenstern möglichst niedrig sein.

  • Beispielsweise sollte der U-Wert für Außenwände laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) maximal 0,20 W/(m²K) betragen, für Dächer idealerweise unter 0,14 W/(m²K).

    • Fenster mit Dreifachverglasung können U-Werte von bis zu 0,79 W/(m²K) erreichen, während für Fenster mit Zweifachverglasung U-Werte von bis zu 1,2 W/(m²K) üblich sind laut Deutsche Fensterbau.
    • Eine gute Dämmung mit einem niedrigen U-Wert hilft, Heizkosten zu sparen und den Energieverbrauch zu senken.
Beispiele für U-Werte:
    • Außenwand (mit Dämmung): 0,15 - 0,25 W/(m²K)
    • Dach (mit Dämmung): 0,10 - 0,20 W/(m²K)
    • Fenster (mit Dreifachverglasung): 0,7 - 1,0 W/(m²K)
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der U-Wert ein entscheidender Indikator für die Qualität der Wärmedämmung eines Gebäudes ist. Ein niedriger U-Wert ist gleichbedeutend mit einer besseren Dämmleistung und hilft, Energie zu sparen.
Quelle: Google Gemini
Der U-Wert, auch Wärmedurchgangskoeffizient genannt, ist ein Maß dafür, wie gut ein Bauteil Wärme leitet. Ein niedriger U-Wert bedeutet eine gute Dämmung, da weniger Wärme durch das Bauteil entweicht. Luftschichten können zur Dämmung beitragen, wenn sie ruhend sind und nicht durch Konvektion oder andere Mechanismen Wärme transportieren.

Erläuterung:
  • U-Wert:
    Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme (in Watt) pro Quadratmeter (m²) und Kelvin (K) durch ein Bauteil fließt. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Dämmleistung des Bauteils.

  • Luftschichten und Dämmung:
    Luft ist ein schlechter Wärmeleiter und kann daher zur Dämmung beitragen. Eine ruhende Luftschicht zwischen zwei Bauteilen kann die Wärmeübertragung verringern, da die Luftmoleküle nicht frei zirkulieren und Wärme abtransportieren können.

  • Wärmeleitfähigkeit:
    Die Wärmeleitfähigkeit (λ oder Lambda) eines Materials gibt an, wie gut es Wärme leitet. Luft hat eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit, was sie zu einem guten Dämmstoff macht.

  • U-Wert Berechnung:
    Bei der Berechnung des U-Werts eines Bauteils, das eine Luftschicht enthält, muss berücksichtigt werden, ob die Luftschicht ruhend ist oder ob durch Konvektion oder andere Effekte ein Wärmetransport stattfindet.
Beispiel:
  • Eine Außenwand mit einer guten Dämmung hat einen niedrigen U-Wert, z.B. 0,20 W/(m²K) oder weniger.

  • Fenster haben je nach Verglasung und Rahmen unterschiedliche U-Werte, aber auch hier gilt: Je niedriger der U-Wert, desto besser die Dämmung.
Wichtige Punkte:
  • Die Dämmwirkung einer Luftschicht hängt davon ab, ob sie ruhend ist oder ob eine Zirkulation (Konvektion) stattfindet.

  • Bei der Berechnung des U-Werts müssen alle relevanten Faktoren, wie Material, Dicke und Luftschichten, berücksichtigt werden.

  • Es gibt spezifische Anforderungen an den U-Wert von Bauteilen, die im Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgelegt sind.
Da hatte der Energieberater den ich kenne wohl nicht ganz die Wahrheit erzählt.:stupid:

Aber Dämmmaterial hat wohl trotzdem eine viel höhere Dämmeigenschaft als Luft.

Hier ist noch eine Tabelle der Dämmstoffe:


Einen Vergleichswert mit Luft hatte ich jetzt aber nicht gefunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da hatte der Energieberater den ich kenne wohl nicht ganz die Wahrheit erzählt.:stupid:

Aber Dämmmaterial hat wohl trotzdem eine viel höhere Dämmeigenschaft als Luft.

Hier ist noch eine Tabelle der Dämmstoffe:
Liegt es nicht daran das die Luft im Dämmmaterial mehr oder weniger gebunden ist bzw. stark in seiner Bewegung gehindert wird - dadurch wird der Wärmeaustausch verringert :)

Steht bei mir auch noch auf der Agenda... Hab zwar olles Styropor von ~2000 an der Fassade kleben. Möchte aber noch in näherer Zukunft mittels Einblasdämmung weiter isolieren wenn´s möglich ist.
 
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