Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Euch ist klar was in einem Wechselstromnetz passiert, wenn es seine Frequenz verliert?
 
Ihr glaubt nicht ernsthaft, dass die die Ursache nicht kennen?

Die ungeregelten erneuerbaren Stromerzeuger haben viel mehr Saft ins Netz gepumpt als erstens dieses ertragen konnte und zweitens es an Überschuss möglich war zu exportieren weil die Leitung nach Frankreich dafür zu dünn waren (eine davon bzw. das Spannwerk dazu ist beim Versuch mehr duchzudrückjen anscheinend auch abgebrannt). Ergebnis ist ein Systemkollaps (den man übrigens nur mit klassischen Kraftwerken wieder hochfahren kann da Solar usw. nicht schwarzstartfähig sind - also ohne Frankreichs AKWs wäre in Spanien wahrscheinlich immer noch dunkel).

Das kannste halt in den Nachrichten nicht verpacken, dass Erneuerbare einen Blackout verursacht haben, passt so gar nicht in die Ideologie (und Leute würden nicht verstehen dass es nicht an den Erneuerbaren an sich liegt sondern an deren Ungeregeltheit und zu schwachem Netzausbau zur kontinentweiten Verteilung der Überkapazität).

Also kommen News wie ungeklärte Ursachen, Atmosphärische Sonderlagen, Hackerangriffe oder sonstiger Bullshit in der Hoffnung dass in 2 Wochen keiner mehr öffentlich so wirklich nachfragt.


Wäre so langsam mal Zeit, dass man beispielsweise Wasserstofferzeuger ans Netz klemmt die in solchen Zeiten der massiven Überproduktion was sinnvolles mit dem ganzen Solarstrom anfangen können... denn mittelfristig haben wir sonst hier genau dasselbe.
Das habe ich so auch gelesen.
In dem gleichen (oder ähnlichen) Bericht stand ebenso, dass das Leitungsnetz in Spanien -äh- nicht state-of-the-art ist, sprich, die hohen Stromschwankungen durch Erneuerbare nur schlecht abkann.
Gut - bei uns bekannter Maßen auch nicht.
Angeblich sind in SPA nur 30% dafür ausgelegt, bei uns nicht ganz 40%.
Wir haben tatsächlich reelle Chancen, bei einem Knallesommer mit viel Wind genau das Gleiche zu erleben.
Hätte ich so auch nicht gedacht.
 
Wir haben tatsächlich reelle Chancen, bei einem Knallesommer mit viel Wind genau das Gleiche zu erleben.
Nein. Also zumindest beim Wind nicht. Da wird einfach die Produktion abgestellt. Und an der (Ab-)Regelung von PVA ist man auch schon dran. Alle neuen Anlagen müssen das nun sein.

Die ungeregelten erneuerbaren Stromerzeuger haben viel mehr Saft ins Netz gepumpt als erstens dieses ertragen konnte und zweitens es an Überschuss möglich war zu exportieren weil die Leitung nach Frankreich dafür zu dünn waren (eine davon bzw. das Spannwerk dazu ist beim Versuch mehr duchzudrückjen anscheinend auch abgebrannt). Ergebnis ist ein Systemkollaps (den man übrigens nur mit klassischen Kraftwerken wieder hochfahren kann da Solar usw. nicht schwarzstartfähig sind - also ohne Frankreichs AKWs wäre in Spanien wahrscheinlich immer noch dunkel).
Soweit ich das mitbekommen habe, nahm das Unheil seinen Weg aus dem SW des Landes seinen Lauf- also weit ab von Frankreich. Da wird PV, Windkraft, Wasserkraft UND Atomkraft für die Stromgewinnung benutzt. Was macht dich so sicher, außer einem puren Vermuten, dass es an den EE lag?

Miguel de Simón Martín von der Universität von León in Spanien hat dem SMC noch erklärt, dass es Hinweise darauf gebe, dass in Frankreich plötzlich eine Hochspannungsleitung ausgefallen sei. Der Spannungsabfall könnte dazu geführt haben, dass Photovoltaik- und Windkraftanlagen abgeklemmt wurden, woraufhin das System kollabiert sei.

Nach der These ist es sogar genau andersherum.

Was sagste nu, @Incredible Alk ?
 
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Nein. Also zumindest beim Wind nicht. Da wird einfach die Produktion abgestellt.
Es geht hier um "Last".
Wenn aus dem System 15 GW Last "plötzlich" rausgenommen werden, kollabiert es.
Grund nur Vermutungen.
Wenn also bei solch einem ähnlich gelagerten Störfall die Produktion stante pede "einegstellt" wird, verschärft es die Situation ja nur noch mehr.
Einfache Physik.
Und an der (Ab-)Regelung von PVA ist man auch schon dran. Alle neuen Anlagen müssen das nun sein.
Hat aber die Mehrzahl der "Altanlagen" nicht.
 
Am Ende geht es darum, dass konventionelle Kraftwerke (oder besser mechanische Stromerzeugung durch Turbinen) relevant für Wechselstromfrequenz sind. Gleichstromquellen (wie PV, Wind) können entweder angepasst werden (ETH Zürich Patent) oder müssen durch entsprechende Kraftwerke (z.B. H2O-Gas) unterstützt werden.
 
Wenn aus dem System 15 GW Last "plötzlich" rausgenommen werden, kollabiert es.
Was zieht denn bitte 15 GW und hört schlagartig auf?

In dem Schaubild wurde doch gezeigt, dass plötzlich 15 GW Produktion innerhalb von 5s wegfielen, was dann zur Reihenabschaltung des gesamten Netzes führte. Es waren also 15 GW MEHR Last als geliefert wurde. Das entsprach zu diesem Zeitpunkt 50 % des benötigten Energiebedarfs des Netzes.

dass am Montag gegen 12:30 Uhr plötzlich eine Leistung von 15 Gigawatt im spanischen Netz fehlte, das Äquivalent von fünf bis zehn großen Kraftwerken. Das war mehr als die Hälfte des gerade benötigten Stroms.

 
Alte dezentrale Stromerzeugungsanlagen schalten automatisch ab, wenn die Netzfrequenz unter 49,5hz fällt. Das ist genau das was man da sieht. Deswegen hat man in Deutschland ab 2015 nachgerüstet und die Anlage schalten nicht mehr schlagartig ab, sondern fahren die Leistung runter. Erst bei 47,5 hz schalten sie Not ab. Gleiches gilt bei 50,2hz bzw. 51,5 hz.

Wenn es also stimmt, dass eine Stromleitung nach Frankreich ausfiel und Spanien zu der Zeit mehr produziert hat als benötigt, dann steigt die Netzfrequenz, bei 50,2 hz schalten die alten PV Anlagen hart ab, nun ist plötzlich die Nachfrage höher als die Produktion, nun fällt die Frequenz unter 47,5 hz - totaler Blackout.
 
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Wenn es also stimmt, dass eine Stromleitung nach Frankreich ausfiel und Spanien zu der Zeit mehr produziert hat als benötigt, dann steigt die Netzfrequenz, bei 50,2 hz schalten die alten PV Anlagen hart ab, nun ist plötzlich die Nachfrage höher als die Produktion, nun fällt die Frequenz unter 47,5 hz - totaler Blackout.
In FÜNF SEKUNDEN! Und jetzt zeige mir den Stromerzeuger, der das hätte in der kurzen Zeit auffangen sollen. Ich bin gespannt. Lass mal hören!
 
Es geht nicht um die Last, es geht um die Frequenz. Heutige Wechselrichter zur Einspeisung von Gleichstrom ins Netz passen sich einfach der Netzfrequenz an, nur klassische Generatoren geben den Takt vor. Die Wechselrichter drosseln oder schalten hart ab, wenn die Frequenz bestimmte o.g. Grenzen überschreitet. Deswegen hat man in der Schweiz eine Software entwickelt, die den Wechselrichtern ermöglicht selber aktiv zur Stabilisierung der Netzfrequenz beizutragen. Im Wesentlich halten die alten Anlagen die Spannung stabil und passen sich mit der Frequenz dem Netz an, die neue Software würde die Frequenz stabil halten und die Spannung anpassen.


Da sieht man in Echtzeit die die Frequenz sich praktisch konstant ändert.

Hier erklärt


Mit Beispiel wo man sieht, dass man innerhalb von Sekunden in den Regelbereich kommt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ihr glaubt nicht ernsthaft, dass die die Ursache nicht kennen?

Die ungeregelten erneuerbaren Stromerzeuger haben viel mehr Saft ins Netz gepumpt als erstens dieses ertragen konnte und zweitens es an Überschuss möglich war zu exportieren weil die Leitung nach Frankreich dafür zu dünn waren (eine davon bzw. das Spannwerk dazu ist beim Versuch mehr duchzudrückjen anscheinend auch abgebrannt). Ergebnis ist ein Systemkollaps (den man übrigens nur mit klassischen Kraftwerken wieder hochfahren kann da Solar usw. nicht schwarzstartfähig sind - also ohne Frankreichs AKWs wäre in Spanien wahrscheinlich immer noch dunkel).

Das kannste halt in den Nachrichten nicht verpacken, dass Erneuerbare einen Blackout verursacht haben, passt so gar nicht in die Ideologie (und Leute würden nicht verstehen dass es nicht an den Erneuerbaren an sich liegt sondern an deren Ungeregeltheit und zu schwachem Netzausbau zur kontinentweiten Verteilung der Überkapazität).

Gibt es für solche Verschwörungstheorien irgendwelche Quellen?

Oder zumindest physikalisch belastbare Beweise?

Ganz abgesehen davon, dass Spanien, wie schon mehrfach gepostet, einen absolut lächerlichen PV-Ausbau hat (2023: 7%) und überwiegend auf immer abregelbaren Wind sowie voll regelbare Kernenergie und Fossile setzt, wären großflächige Solaranlagen so ziemlich die kurzfristig am besteh vorhersagbare Stromquelle überhaupt: Entweder die Sonne scheint oder sie scheint nicht. Wolken bilden sich nicht plötzlich oder verschwinden wieder, sondern können bei gutem Ausbau allenfalls im Verlauf von Stunden die Produktionsschwerpunkte/-schwächen verschieben, während die Summe konstant bleibt.

Dieser Verteilungsaspekt gilt übrigens genauso für Wind (Leistungszu-/abnahme kann da etwas schwerer präzise prognostizierbar sein, verläuft aber ebenfalls über Stunden): Wenn nicht gerade ein Staudamm ausfällt (sind in Spanien ohnehin chronisch leer wegen Landwirtschaft), sind Schwankungen von mehreren Gigawatt mit Erneuerbaren allgemein unmöglich, weil diese nunmal aus dezentralen Kleinkraftwerken bestehen. Einzelne, große Entitäten, bei denen ein Knopfdruck/Defekt/etc. einen großen Stoß auslösen kann, gibt es nur bei Fossilien und vor allem bei Kernkraftwerken.
 
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bis zu 27% (2025)

Quellen anzugeben die nicht sofort als Verschwörungstheorie gebrandmarkt werden (beispielsweise cashkurs.com) ist ziemlich schwierig da es nunmal noch keine offiziellen Aussagen gibt (und selbst wenn es diese gäbe ein "ich glaube dem so nicht" nicht erlaubt ist).
Ich versuchs mal beispielsweise hiermit:

Dennoch bleibe ich dabei, dass die bisher beispielsweise genannten atmosphärischen Phänomene oder wies hieß für mich seeeeehr fishy klingen.

Oder gibts mittlerweile eine andere Erklärung?
 
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Wegfall einer Leitung aus Frankreich steht auch noch auf dem "Es könnte es gewesen sein"-Tableau.
Dieser Leitungsausfall ist zumindest laut der ich nenns mal "PV-Theorie" (siehe Quelle oben) nicht die Ursache des Blackouts sondern eine der Folgen.

Hier in ausformulierterer Form:
1746096971747.png
 
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