DDR - alles schlechter?

Wie in meinem ersten Post schon geschrieben. Was nützt einem die Freiheit, wenn man sich das Reisen nicht leisten kann oder wenn man von Existenzängsten geplagt wird, wenn Kinder nur noch eine quallitativ hochwertige Bildung durch Privatschulen erhalten, wenn meizinisch unterschieden wird ob man Privat -/ oder Kassenpatient ist?
Es gibt einfach Punkte die mehr aufwiegen als solche wie die Reisefreiheit etc.
Daran erinnern sich die Menschen, da genau solche Punkte essentiell sind.
die leute , welche von existenzängsten geplagt sind, jammern auf einem sehr hohen niveau. selbst bei arbeitslosigkeit, fällt man in der BRD sehr sanft. siehe Hartz4-Rechner!!!!!
was das schulsystem der DDR angeht, war es nunmal voll auf propaganda ausgerichtet und von daher schlecht.
was nützt es dir, wenn du gut rechnen kannst aber vom rest keine ahnung hast. und das war das DDR-schulsystem nunmal.
was die medizinische versorgung angeht, leben heute selbst die kassenpatienten auf einem niveau von dem ein DDR-bürger nur träumen konnte.
du solltest nicht zuviel auf das gejammer der ärzte hören, die die kassenpatienten abweisen, weil das budget erschöpft ist. die fahren anschließend mit nem fetten X5 zum ärztekongress und rechnen uns 25% einkommenseinbuse vor, für die wir 3milliarden mehr ausgeben:ugly:. die missbrauchen das system. das gibts nunmal und gab es auch in der DDR. noch schlimmer war aber, das es in der DDR vieles nicht gab.
ich habs am eigenen leibe erfahren.
wir hatten so eine gute pharmaindustrie, das eine angina(entzündete mandeln) 1989 2wochen brauchte, bis sie verschwand. 1990 ging sie nach 1er woche. warum wohl?

zu deiner weiteren aussage:
Kinderbetreuung - man wurde schon im kindergarten gedrillt. vorbereitung auf das spätere gemeinsame leben. privatsphäre sollte soweit wie möglich aussen vor bleiben.

Arbeitssituation - auf arbeitsschutz wurde geschissen. frag mal die arbeiter aus Aue/Bitterfeld/Buna was ihre lungen machen.

Solidarität - kann mich noch gut an die gesellschafft der deutsch/sowjetischen freundschaft erinnern. da musste ich jeden monat 30 pfennig beitrag bezahlen. dafür haben wir die russen in ihren kasernen immer schön weggesteckt. die kubaner und vietnamesen hatten ihre eigenen unterkunftslager. man, was waren wir solidarisch.

außerschulische Angebote - GST, Pionierlager und und und. meinst du das in der richtung? sogar in unserer freizeit sollten wir an das system gebunden werden.

wenig Kriminalität - der irrglaube ansich. diese aussage höre ich am liebsten. warum? kam ja nichts in der "aktuellen kamera". und in unserem "polizeiruf" wurden ja max. ein paar sack zement geklaut.
an solchen aussagen kann man sehr gut erkennen, wie das system doch funktioniert hat. gaukle den leuten eine heile welt vor und sie fühlen sich sicher.
das sie heute kaum mehr mit kriminalität in verbindung kommen wie damals nimmt gar keiner war. naja, heute kriegen wir ja auch jeden schusswechsel mit. der lauft ja gleich auf jedem sender.

wie schon geschrieben - hinterfragen und dann die sachen einstufen. es ist nicht immer alles gold was glänzt. ganz besonders in der DDR hatten anscheinlich gute sachen meist einen tieferen hintergrund.
 
Zuletzt bearbeitet:
1. Ausser Lob fuer "Bleipriester" und Tadel fuer mich kommt von Dir inhaltlich erneut gar nichts. Falls ich wider Erwarten irgendetwas ueberlesen habe, bitte ich um einen Link zu Deinem entsprechenden Beitrag.

2. Ich masse mir nicht an, meine Quellen in den Rang eines "Nonplusultra" zu erheben - aber immerhin liefere ich welche. Und ja, ich halte die Bundeszentrale fuer politische Bildung fuer allemal serioeser und lesenswerter als einen "Bleipriester" und seine Juenger.

3. Meine "Gegenthesen" (fuer Dich hier noch einmal komprimiert: Bildungssystem weder vorbildlich noch von skandinavischen Laendern kopiert, Gesundheitssystem mangelhaft, Altersarmut, Wirtschaft marode etc) habe ich formuliert. Sie gefallen Dir bloss nicht.

4. Hast Du die verlinkten Quellen ueberhaupt eines Blickes gewuerdigt?

[ ] Ja.
[ ] Nein.

5a. Falls Nein: EOD.

5b. Falls Ja: Worauf gruendet eigentlich Deine unerschuetterliche Ueberzeugung, es haette in der DDR erhaltenswertes und auch ausserhalb des Systems DDR funktionsfaehiges gegeben?

6. Nein, ich bin kein Troll. Ich bin ein Opfer des Staates, von dem Du mir einreden moechtest, er sei gar nicht so schlecht gewesen.
 
@JePe und DaStash

Ich bitte euch beide mal etwas den Ton zu zügeln. Gegenseitige Beschuldigungen bringen die Diskussion nicht weiter. Bleibt bei Fakten und euren Quellen aber gegenseitiges gebashe ist hier nicht erwünscht.
 
Nochmal, es geht hier nicht darum die DDR schönzureden, dass tut auch niemand. Es geht lediglich darum positive Aspekte die es damals gab, was man ja auch an der heutigen Nachahmung(siehe skand. Länder/Kinderbetreuung-Bildung, medizinische Versorgung etc.) gut erkennen kann, zu erörtern.
Du vergisst, dass die Kinderbetreuung keine noble Geste der DDR-Regierung war, sondern nötig war, um die Kinder direkt schon im Geiste des Systems zu formen - wer da jetzt an den NS-Staat denkt: Ja, das war damals sehr ähnlich. Das vergessen eben viele, dass diese bessere Kinderbetreuung direkt mit dem System selbst zu tun hat und quasi ein Muss ist.

Nebenbei glaube ich, dass die Bildung in der BRD unterm Strich dennoch besser war, als damals in der DDR. Durch den Verzicht auf Propaganda konnte man eben mehr Stoff vermitteln.

Super Diskussionsiveau Bucklew, immer schön das Image pflegen.
Mein Image? Das ich gerade heraus meine Meinung an bestimmt Stellen sage, ohne sie zu beschönigen? Danke :)

Im Ernst: "bescheuert" ist schon ne ziemlich nette Umschreibung für die These, dass das BIP 1945 genauso groß sein soll wie 2008. Da war ich noch richtig nett :P
 
Ja natürlich gab es auch solche Fälle wo alles reibungslos von statten ging.
Meistens kam es drauf an wie "Wertvoll" man für das DDR System war. Dann gab es auch noch Zeiten in denen die DDR Führung das Auswandern "etwas" lockerer gesehen hat, wie zb. in den letzten Jahren der DDR.

Leute, die aus dem System rauswollten, waren wohl per se relativ wenig wert, sondern er eine potentielle Störquelle ;)

Das es im Laufe der Zeit große Unterschiede gab, stimmt natürlich - da wir diese Diskussion vom heutigen Standpunkt aus führen, sollten wir imho am ehesten diese letzten Jahre betrachten und soweit ich das sehe, wird das auch so gemacht. (Wenn man z.B. die mit den nach dem Krieg zur Verfügung stehenden Produktionsmittel und die Abgabenlast an die Sowjetunion zugrunde legen würde, wäre die hier geäußerte Kritik an der Wirtschaftsleistung nicht unbedingt angebracht.)

An die "ossis":Stimmt es dass man damals für bananen anstehen musste?

Je nach Zeit und Ort musste man für alles und nichts anstehen.
Berlin z.B. wurde immer besser versorgt, als andere Gegenden und zum Schluss war die Versorgung besser, als am Anfang.
Es gab aber über lange Zeit viele Güter, die kaum vorhanden waren - dazu zählen insbesondere auch Südfrüchte (jeglicher Art, schnell gammelndes wie Bananen natürlich besonders), die aus nicht-sowjetischen Ländernn und somit zu hohen Preisen importiert werden mussten.
Solche Güter musste es überhaupt erstmal geben. Gab es sie in einem Laden, hat natürlich jeder versucht, sofort was zu bekommen, bevor keine mehr da waren -> anstehen.
(mit der Zeit selbstverstärkend: Wo eine Schlange ist, muss es sich lohnen, also stellt man sich an - worum es geht, kann man dann ja immer noch erfragen)

bei uns gab es die bausoldaten. ne art strafbatallion. da gab es nen spaten statt ein gewehr. ich hätte da nicht hingewollt.
DDR spezifische merkmale waren gerade das.

Andere Länder haben bis heute keine Alternative zum Kriegsdienst.
Die Art der Alternative mag DDR-spezifisch gewesen sein, aber sie ist nicht schlechter, als z.B. Griechenland. (von diversen außer-EU Ländern mal ganz zu schweigen)

was willst du uns denn sonst als DDR-spezifisch verkaufen.

Wirtschaftssystem, Sozialsystem, Politisches System,... - es gibt verdammt viel, was ein Staat für sich regelt. Aber "Wehrpflicht ohne angenehmen Zivildienst" ist halt wirklich keine exotische Erscheinung und wärend des Kalten Krieges war es nochmal verbreiteter.

und was den vergleich, mit der BRD angeht, kann ich nur sagen, das hier keiner behauptet, das die BRD perfekt ist.
allerdings kann ich mich hier frei äußern und auf mißstände hinweisen und aktiv was dagegen tun.

Wenn das der einzige Kritikpunkt ist, dann können wir uns langsam eine Kurzform für einfallen lassen, so oft wie er hier wiederholt wird...

na, wenn das keine enteignung war, was ist denn dann in deinen augen eine enteignung?

Eine Enteignung bedeutet für mich, dass jemandem etwas weggenommen wird und dass der Wegnehmer es behaltet.
Fühlst du dich auch enteignet, wenn dir verboten wird, z.B. mit einer Wasserflasche ein Flugzeug zu besteigen?

da stellt sich mir direkt die frage, warum die juden nach dem krieg ihr eigentum zurückwollten. die sind doch auch nur mit nem koffer abgereist worden.

Es gibt Vergleiche, die sollte man sich einfach nochmal durch den Kopf gehen lassen, bevor man sie postet :rollen:


Gegenseitige Duldung trifft es besser. Was ich fuer einen ethisch sehr heiklen Ansatz halte - wieviel frueher waere die DDR zusammengebrochen, haetten die Buerger sie nicht geduldet (im Sinne von: in ihr eingerichtet)? Wieviel weniger Leid haette Nazideutschland ueber die Welt gebracht, haetten sich genuegend Buerger aufgelehnt?

Gute Fragen.

Aussageverweigerung bei einem Verhoer des MfS blieb ohne Konsequenzen? Vertrau mir: Du irrst Dich.

Ich sprach nicht von Verhören, ich sprach von einfachster Kooperation ohne spezifischen Verdacht. Wenn erstmal die Vermutung besteht, dass du Details über irgend eine Tat weißt oder gar selbst verwickelt bist, wirst du selbst in der BRD unter Druck gesetzt.

Da kann man also auch dein
Andere Insignien, aber dasselbe Prinzip.
anwenden...
Wobei ich persönlich es vermeiden würde, die Konsequenzen für den Versuch, sich um Aussagen zu drücken (BRD: z.B. Polizeilicher Zwang zur Teilnahme an Gerichtsverfahren, Stasi: Beugehaft, SS: TOT), nicht als "dasselbe Prinzip" bezeichnen würde...

was das schulsystem der DDR angeht, war es nunmal voll auf propaganda ausgerichtet und von daher schlecht.
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Kinderbetreuung - man wurde schon im kindergarten gedrillt. vorbereitung auf das spätere gemeinsame leben. privatsphäre sollte soweit wie möglich aussen vor bleiben.

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außerschulische Angebote - GST, Pionierlager und und und. meinst du das in der richtung? sogar in unserer freizeit sollten wir an das system gebunden werden.

Vielleichte sollte man mal zwischen System und Inhalten unterscheiden...
Denn wenn man deine Aussagen mal umkehrt, haben wir ja scheinbar ein absolut perfektes Bildungssystem, geniale Freizeitangebote und die ultimative Kinderbetreuung, da überall Freiheit und Individualität groß geschrieben wird.

Zu einem runden Gesamtbild gehört aber beides: Die richtigen Inhalte und sie richtig rüberbringen.
Bei ersterem kann man von der DDR sicherlich nicht viel lernen (wobei es imho einigen "Wessis" guttun könnte, sich die sozialistischen Ideale nochmal genauer anzugucken und zu überlegen, ob sie für sich genommen alle schlecht waren - gerade auch die, die im real existierenden Sozialismus nie verwirklich wurden), aber das schließt nicht aus, dass es bei letzterem gute Ansätze gab. Genaugenommen: Da es die DDR offensichtlich recht lange recht erfolgreich geschafft hat, ihre Bürger zu indoktrinieren, obwohl jedem denkenden Menschen bei einigen der Aussagen die Haare zu Berge stehen sollten, sollte sie theoretisch ein sehr effektives System zum vermitteln von Inhalten gehabt haben.
 
Andere Länder haben bis heute keine Alternative zum Kriegsdienst.
Die Art der Alternative mag DDR-spezifisch gewesen sein, aber sie ist nicht schlechter, als z.B. Griechenland. (von diversen außer-EU Ländern mal ganz zu schweigen)
ja und? macht das die DDR besser? nein, kein bisschen.
willst du uns damit sagen, die DDR war gut, weil es ja noch länder gibt, in denen es den leuten noch schlechter geht?
Wirtschaftssystem, Sozialsystem, Politisches System,... - es gibt verdammt viel, was ein Staat für sich regelt. Aber "Wehrpflicht ohne angenehmen Zivildienst" ist halt wirklich keine exotische Erscheinung und wärend des Kalten Krieges war es nochmal verbreiteter.
exotisch nicht! aber DDR-spezifisch!
das gehört eben zu einem totalitären regime dazu.die DDR war eins.
Eine Enteignung bedeutet für mich, dass jemandem etwas weggenommen wird und dass der Wegnehmer es behaltet.
Fühlst du dich auch enteignet, wenn dir verboten wird, z.B. mit einer Wasserflasche ein Flugzeug zu besteigen?

den leuten, die die DDR verliesen, wurde alles weggenommen was sie nicht tragen konnten. und der "wegnehmer" hat es behalten.
oder willst du uns jetzt erzählen, die klagen auf rücküberschreibungen ihrer häuser nach der wende, waren alle unsinnig, da die häuser/firmen den leuten sowieso noch gehörten?
Es gibt Vergleiche, die sollte man sich einfach nochmal durch den Kopf gehen lassen, bevor man sie postet :rollen:
da stimme ich dir zu. die wasserflasche war gut:daumen:
Vielleichte sollte man mal zwischen System und Inhalten unterscheiden...
Denn wenn man deine Aussagen mal umkehrt, haben wir ja scheinbar ein absolut perfektes Bildungssystem, geniale Freizeitangebote und die ultimative Kinderbetreuung, da überall Freiheit und Individualität groß geschrieben wird.
du machst schon wieder den gleichen gedankenfehler!
wie ich schon sagte, ist die BRD keineswegs perfekt! das macht aber die DDR nicht besser.
man kann doch nicht behaupten, weil in der BRD einiges schief läuft, das es dadurch bedeutet, das es in der DDR besser war.:ugly:
Zu einem runden Gesamtbild gehört aber beides: Die richtigen Inhalte und sie richtig rüberbringen.
Bei ersterem kann man von der DDR sicherlich nicht viel lernen (wobei es imho einigen "Wessis" guttun könnte, sich die sozialistischen Ideale nochmal genauer anzugucken und zu überlegen, ob sie für sich genommen alle schlecht waren - gerade auch die, die im real existierenden Sozialismus nie verwirklich wurden), aber das schließt nicht aus, dass es bei letzterem gute Ansätze gab. Genaugenommen: Da es die DDR offensichtlich recht lange recht erfolgreich geschafft hat, ihre Bürger zu indoktrinieren, obwohl jedem denkenden Menschen bei einigen der Aussagen die Haare zu Berge stehen sollten, sollte sie theoretisch ein sehr effektives System zum vermitteln von Inhalten gehabt haben.

das system an sich wird nie funktionieren. am experiment ostblock konnte man das ganz gut erkennen. es ist fehlgeschlagen, weil es immer menschen geben wird, die mehr haben wollen als die allgemeinheit.
1995 habe ich beim bund genau solch eine diskussion ´mit einem damals 81jährigen wirtschaftprofessor. als ich sagte, das der kommunismus an sich eine gute sache ist, sagte mir der mann kurz und knapp " natürlich ist dieser erstrebenswert. allerdings gibts da noch den faktor mensch. und deswegen wird es nie einen kommunismus geben"
 
weder Marktwirtschaft noch Kommunismus jeweils in reinform Funktionieren bzw. wären erstrebenswert

ein gute Mischung aus beiden sollte aber Funktionieren
 
Wobei ich persönlich es vermeiden würde, die Konsequenzen für den Versuch, sich um Aussagen zu drücken (BRD: z.B. Polizeilicher Zwang zur Teilnahme an Gerichtsverfahren, Stasi: Beugehaft, SS: TOT), nicht als "dasselbe Prinzip" bezeichnen würde...
die Stasi konnte mehr als nur Beugehaft, da wird dir aber bei entsprechenden museumsbesuchen genug drüber erzählt. Daher der Tipp mal Hohenschönhausen zu besuchen, ich glaube viele der "die DDR war ja gar nicht so schlecht"-Redner, würde dieser Spruch im Halse stecken bleiben.

btw: der richtige Vergleich wäre nebenbei die Gestapo, da sowohl Gestapo als auch Stasi innerhalb ihrer Regime für die Verfolgung politischer Straftaten zuständig waren. Die SS dagegen war eine NSDAP-interne paramilitärische Organisation

Bei ersterem kann man von der DDR sicherlich nicht viel lernen (wobei es imho einigen "Wessis" guttun könnte, sich die sozialistischen Ideale nochmal genauer anzugucken und zu überlegen, ob sie für sich genommen alle schlecht waren - gerade auch die, die im real existierenden Sozialismus nie verwirklich wurden), aber das schließt nicht aus, dass es bei letzterem gute Ansätze gab. Genaugenommen: Da es die DDR offensichtlich recht lange recht erfolgreich geschafft hat, ihre Bürger zu indoktrinieren, obwohl jedem denkenden Menschen bei einigen der Aussagen die Haare zu Berge stehen sollten, sollte sie theoretisch ein sehr effektives System zum vermitteln von Inhalten gehabt haben.
Es spricht für sich, dass ein System die Menschen indoktrinieren muss, damit diese sich im System wohlfühlen. Das kann schon per Definition kein gesundes System sein.

Andersherum mal gesehen: Wieviele unserer heutigen Probleme, wären wohl in der DDR unterdrückt worden und nicht publik geworden?

" natürlich ist dieser erstrebenswert. allerdings gibts da noch den faktor mensch. und deswegen wird es nie einen kommunismus geben"
Der mann hat dermaßen recht!
 
Die DDR ist zusammengebrochen, die UDSSR genauso. Warum, wenn da alles so toll war?

Wegen der Planwirtschaft und der allgemeinen Stimmung (überall bespitzelt werden fanden die damals nicht so toll, witzigerweise bewegen wir uns grade wieder darauf zu nur das es niemanden interessiert aber das ist ein anderes thema)

Auf dem ZDF Dokukanal lief mal etwas zur wiedervereinigung da wurde gesagt das die DDR eigendlich nicht der BRD beitreten wollte sondern ein eigenständiges freies land bleiben wollte nur eben nicht mehr komunistisch...
weiß da einer genaueres zu ??
meiner meinung hätte die wiedervereinigung anderrs laufen sollen jedenfalls nicht so schlagartig villeicht mit einer vorbereitungsphase oder so..
 
ja und? macht das die DDR besser? nein, kein bisschen.
willst du uns damit sagen, die DDR war gut, weil es ja noch länder gibt, in denen es den leuten noch schlechter geht?

Wie man unschwer erkennen kann, wenn man die Diskussion verfolgt, wollte ich nur sagen, dass es keine besonderheit der DDR war, dass eine Verweigerung des Kriegsdienstes negative Folgen hatte.

den leuten, die die DDR verliesen, wurde alles weggenommen was sie nicht tragen konnten. und der "wegnehmer" hat es behalten.

Nein.
Es wurde ihnen verboten, es mitzunehmen - sie konnte aber beliebig über den Verbleib entscheiden und die ganze Sache war überhaupt erstmal an ein Aktion ihrerseits (auswandern) gebunden, was beides ein großer Unterschied zu einer Enteignung ist.

du machst schon wieder den gleichen gedankenfehler!
wie ich schon sagte, ist die BRD keineswegs perfekt! das macht aber die DDR nicht besser.
man kann doch nicht behaupten, weil in der BRD einiges schief läuft, das es dadurch bedeutet, das es in der DDR besser war.:ugly:

Man kann von einem Denkschema, nachdem eine kompletter Bereich als "schlecht" abgestempelt wird, verlangen, dass es auch auf ähnliche Bereiche anwendbar sein sollte bzw. man kann dadurch, dass man aufzeigt, dass dieses Denkschema bei ähnlichen Bereichen absurde Ergebnisse liefert zeigen, dass es für eine schlüssige Dokumentation unbrauchbar ist.

das system an sich wird nie funktionieren. am experiment ostblock konnte man das ganz gut erkennen. es ist fehlgeschlagen, weil es immer menschen geben wird, die mehr haben wollen als die allgemeinheit.

:rollen:
Wenn du weiterhin keine differenzierte Betrachtung einzelner Elemente möchtest, solltest du dir vielleicht überlegen, ob du im richtigen Thread bist.


btw: der richtige Vergleich wäre nebenbei die Gestapo, da sowohl Gestapo als auch Stasi innerhalb ihrer Regime für die Verfolgung politischer Straftaten zuständig waren. Die SS dagegen war eine NSDAP-interne paramilitärische Organisation

Formell richtig, prägend für das heutige Bild des 3. Reiches (und dieses wird ja verwendet, wenn ein Vergleich mit dem 3. Reich genutzt wird, um etwas anderes zu diskreditieren), war allerdings die SS.
 
das system an sich wird nie funktionieren. am experiment ostblock konnte man das ganz gut erkennen. es ist fehlgeschlagen, weil es immer menschen geben wird, die mehr haben wollen als die allgemeinheit.

das ist überall so was meinst du wo die finanzkriese her kommt???
 
die leute , welche von existenzängsten geplagt sind, jammern auf einem sehr hohen niveau. selbst bei arbeitslosigkeit, fällt man in der BRD sehr sanft. siehe Hartz4-Rechner!!!!!
Du darfst aber auch nicht vergessen das die Nebenkosten um ein Vielfaches höher sind als früher und ich denke man sollte nicht spontan solchen Phrasen niederschreiben das "Harz 4" Kritik Jammern auf hohem Niveau ist. Ich denke nicht das es so einfach ist unter staatlicher Kontrolle mit so wenig Geld pro Monat auszukommen. Des Weiteren ändert dieser Punkt auch nichts daran, dass heutzutage die Mehrheit der Deutschen auf grund der wirtschaftlichen Lage von Ängsten, wie Existenzangst und die Angst vor sozialem Abstieg, betroffen ist. Und genau diese wichtigen Punkte gab es damals nicht und das sollte mein Post eben darstellen. Da spielt es keine Rolle was genau die Hintergründe waren. menschen sind bereit Übel hinzunehmen, wenn sie sich dafür in Sicherheit wiegen können. Siehe auch Einschränkung der Freiheit durch Präventionsmaßnahmen, wie Biometrische Datenabfrage, Bundestrojaner, Zensur von Internetseiten(Google) etc. Die Menschen nehmen es in Kauf weil Ihnen suggeriert wird, dass sie dadurch sicherer Leben und das ist dann auch der "entscheidende" Punkt. ;)
was das schulsystem der DDR angeht, war es nunmal voll auf propaganda ausgerichtet und von daher schlecht.
Tut mir leid. Ich kann das so nicht nachempfinden was du schreibst. Ich bin zum Teil auch damals in der DDR zur Schule gegangen und ich will nicht abstreiten das Gewisse Maßnahmen wie Apell etc Mittel gewesen sind sozialistisch, kommunistische Lebensweisen und Denkweisen zu vermitteln, jedoch kann ich definitiv nicht unterschreiben, dass das System voll auf Propagandan getrimmt war. Die Pioniergeschichte musst du auch dabei vorlassen, da ich mich jetzt lediglich auf die schulische bildung an sich berufe.
was nützt es dir, wenn du gut rechnen kannst aber vom rest keine ahnung hast. und das war das DDR-schulsystem nunmal.
Sport? Deutsch? Musik? Alles Dinge die mir spontan mal so wieder einfallen. ;) Du darfst das nicht so verallgemeiner, ich sage nicht das du Unrecht in deiner Ansicht hast aber du differenzierst nicht und darum geht es hier ja bei dem Thema, einzelne VOr und Nachteiler der DDR zu debattieren.
was die medizinische versorgung angeht, leben heute selbst die kassenpatienten auf einem niveau von dem ein DDR-bürger nur träumen konnte.
Tun sie das wirklich? Zahnversorgung? Zuzahlung? Wartezeiten? Alles besser als damals?
du solltest nicht zuviel auf das gejammer der ärzte hören, die die kassenpatienten abweisen, weil das budget erschöpft ist. die fahren anschließend mit nem fetten X5 zum ärztekongress und rechnen uns 25% einkommenseinbuse vor, für die wir 3milliarden mehr ausgeben:ugly:. die missbrauchen das system. das gibts nunmal und gab es auch in der DDR.
Da haste voll und ganz Rehct.:daumen:
noch schlimmer war aber, das es in der DDR vieles nicht gab.
ich habs am eigenen leibe erfahren.
wir hatten so eine gute pharmaindustrie, das eine angina(entzündete mandeln) 1989 2wochen brauchte, bis sie verschwand. 1990 ging sie nach 1er woche. warum wohl?
Naja heut ist ja auch bekannt das viel zu schnell Antibiotika verschrieben wird. Vielleicht galt damals die Devise eine Erkrankung erst ienmal mit normalen Mitteln zu bekämpfen, was folglich länger dauert?!

zu deiner weiteren aussage:
Kinderbetreuung - man wurde schon im kindergarten gedrillt. vorbereitung auf das spätere gemeinsame leben. privatsphäre sollte soweit wie möglich aussen vor bleiben.
Mhh, ich kanns nicht so nachempfinden. Es herrschte sicherlich ein weniger liberaler Umgang wie heutzutage aber ist das denn wirklich nachteilig, wenn Kinder mit etwas mehr Disziplin erzogen werden, wie eben zum Beispiel es heute auch auch Privatshculen/ Kindergärten zu sehen ist?
Arbeitssituation - auf arbeitsschutz wurde geschissen. frag mal die arbeiter aus Aue/Bitterfeld/Buna was ihre lungen machen.
Ich denke das man generell zur damaligen zeit weniger Arbeitsschutzmaßnahmen, auf Grund mangelnden Wissens, durchgeführt wurde. Das gleiche Problem hatte damals auch die USA und auch die BRD etc.
Solidarität - kann mich noch gut an die gesellschafft der deutsch/sowjetischen freundschaft erinnern. da musste ich jeden monat 30 pfennig beitrag bezahlen. dafür haben wir die russen in ihren kasernen immer schön weggesteckt. die kubaner und vietnamesen hatten ihre eigenen unterkunftslager. man, was waren wir solidarisch.
Mhh, dass entzieht sich meiner Kenntnis. :D
außerschulische Angebote - GST, Pionierlager und und und. meinst du das in der richtung? sogar in unserer freizeit sollten wir an das system gebunden werden.
ganz normale Ferienlager, Jugendclubs, Spielplätze an den man auch spielen konnte und nicht weggeklagt wird, reichlich Kindergärten mit Nachmittagsbetreuung, Ganztagsschulen mit Nachmittagshort und Betreuung der Jugendlichen etc.
wenig Kriminalität - der irrglaube ansich. diese aussage höre ich am liebsten. warum? kam ja nichts in der "aktuellen kamera". und in unserem "polizeiruf" wurden ja max. ein paar sack zement geklaut.
an solchen aussagen kann man sehr gut erkennen, wie das system doch funktioniert hat. gaukle den leuten eine heile welt vor und sie fühlen sich sicher.
das sie heute kaum mehr mit kriminalität in verbindung kommen wie damals nimmt gar keiner war. naja, heute kriegen wir ja auch jeden schusswechsel mit. der lauft ja gleich auf jedem sender.
Subjektiv zumindestens schon.
wie schon geschrieben - hinterfragen und dann die sachen einstufen. es ist nicht immer alles gold was glänzt. ganz besonders in der DDR hatten anscheinlich gute sachen meist einen tieferen hintergrund.
Ich will noch einmal festhalten. Man kann sich einig sein, dass das System als solches nicht funktionsfähig ist, genauso wenig wie ein rein kapitalistischen System, was ja Erfahrungen auch schon gezeigt hat. Demnach macht es m. M. N. durchaus Sinn die Vor und Nachteile beider Systeme zu erörtern und die gibt es nunmal. ;)

Mein Image? Das ich gerade heraus meine Meinung an bestimmt Stellen sage, ohne sie zu beschönigen? Danke :)

Im Ernst: "bescheuert" ist schon ne ziemlich nette Umschreibung für die These, dass das BIP 1945 genauso groß sein soll wie 2008. Da war ich noch richtig nett :P
Naja, normaler Weise ist das ja auch gut so, wenn man direkt und ehrlich ist aber in einer Diskussion sollte man dann schon ein wenig darauf achten, was man genau seinem Gegenüber vorwirft und wie man mit seiner Meinung umgeht, wenn man die Diskussion nicht ersticken will. ;)

das ist überall so was meinst du wo die finanzkriese her kommt???
Sehr guter Punkt:daumen:

@Pokerclock
Sicherlich sehr grenzwertig, manche Äußerungen von mir, wenn ich das etwas übers Ziel hinausgeschossen sein sollte, dann tut es mir leid.. Aber ich bleibe trotzdem bei meiner Meinung und denke eigentlich auch das ich mich so ausgedrückt habe das es in einer Diskussion durchaus vertretbar ist. Man schaue sich nur einmal an was in öffentlichen Diskussionen teilweise zu sehen/ hören ist. Und ein wenig Emotion kann ja nicht schaden, so lange man nicht direkt beleidigt oder grundlos persönlich wird(Ich spreche dabei nicht von gerechtfertigter Kritik an der "Sache").

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
Des Weiteren ändert dieser Punkt auch nichts daran, dass heutzutage die Mehrheit der Deutschen auf grund der wirtschaftlichen Lage von Ängsten, wie Existenzangst und die Angst vor sozialem Abstieg, betroffen ist.

Ist das so? Und falls ja - warum ist das so? Wieviel realen Naehrboden haben diese Aengste von Menschen in einem der am besten ausgestatteten Sozialsysteme der Welt? Sind diese Aengste am Ende nur geschuert?

Und genau diese wichtigen Punkte gab es damals nicht und das sollte mein Post eben darstellen. Da spielt es keine Rolle was genau die Hintergründe waren. menschen sind bereit Übel hinzunehmen, wenn sie sich dafür in Sicherheit wiegen können.

Wie "gut" ist eine Sache, wenn der Preis fuer sie ein "Uebel" ist?

Die Sozialpolitik der DDR war, aehnlich der des Dritten Reiches, taktischer Natur und primaer auf Nahziele wie groesstmoegliche Produktivitaet und Besaenftigung der Massen im Gegenzug fuer die schon angesprochenen "Uebel" angelegt - also mitnichten ein Wohlfahrts-, sondern ein Wohlverhaltensstaat. Ist das wirklich noch eine "Sozial"politik oder nicht eher ihre Perversion?

Die Menschen nehmen es in Kauf weil Ihnen suggeriert wird, dass sie dadurch sicherer Leben und das ist dann auch der "entscheidende" Punkt.

Was ist "gut" an "Suggestion"?

Suggestion ist ein huebscheres Wort fuer Taeuschung. Und ich finde nichts Gutes daran, betrogen zu werden oder mich gar selbst zu betruegen.

(...)und ich will nicht abstreiten das Gewisse Maßnahmen wie Apell etc Mittel gewesen sind sozialistisch, kommunistische Lebensweisen und Denkweisen zu vermitteln, jedoch kann ich definitiv nicht unterschreiben, dass das System voll auf Propagandan getrimmt war.

Das belegt allenfalls, wie omnipraesent und teils subtil die Propaganda war - und wie effektiv. Musik und Kunst (um Deine Beispiele zu bemuehen) gab es nur, wenn sie politisch korrekt und instrumentalisierbar war (Lesestoff bei mir war ein Roman, in dem gute FDJ´ler boese Westspione enttarnen; gesungen wurden Arbeiterlieder), im Englischunterricht musste regelmaessig die "Campaign for Nuclear Disarmament" als Kontext herhalten usw. Das gesetzlich festgeschriebene Ziel der DDR-Bildung war die Heranbildung sozialistischer Persoenlichkeiten.

Drehen wir den Spiess um - und substrahieren all das. Keine Ausbildung an Schusswaffen, keine Lagerunterbringung, keine Propagandaauftritte der NVA mit Panzerbesichtigung, keine Appelle, keine Uniformen, keine Umzuege. Was bleibt dann eigentlich noch uebrig?

Zahnversorgung? Zuzahlung? Wartezeiten? Alles besser als damals?
(...)
Naja heut ist ja auch bekannt das viel zu schnell Antibiotika verschrieben wird. Vielleicht galt damals die Devise eine Erkrankung erst ienmal mit

Durch Republikflucht gab es bis Mitte der 70er Jahre einen chronischen Mangel an Medizinern in der ambulanten Behandlung; Zahnmedizin eingeschlossen: Klick. Das sich die Situation auf der Zielgeraden besserte, lag also daran, dass die DDR zusehends mehr zu einem riesigen Gefaengnis mutierte. Ist das "besser"?

Die Devise war ganz simpel - man benutzte, was da war. Und im Falle von Zahnbehandlung war das vor allem das umstrittene Amalgam, aber keine Betaeubung. War die Erkrankung altersspezifisch, wurde auf die Einfuhr des Medikamentes auch schon mal verzichtet. Bis 1985 wurden Medikamente aus dem nichtsozialistischen Ausland ueberhaupt nicht eingefuehrt.

Der "SV-Beitrag", das Aequivalent zur heutigen Krankenversicherung, betrug 20 Prozent des Bruttoeinkommens.

Gleiche Frage hier: man substrahiere das realsozialistische Element - was bleibt dann noch bemerkenswertes uebrig? Die Poliklinik? Heisst hier Aerztehaus und ist mitnichten neu.

Die Abschaffung der Krankenscheingebuehr - war uebrigens ein Wahlversprechen der NSDAP, das nicht unerheblichen Einfluss auf ihren Wahlsieg 1933 hatte. Eine umfassende Analyse von Sozialsystemen und ihrer Instrumentalisierung am Beispiel des Dritten Reiches kannst Du hier nachlesen. Massenhaft Dejavus inklusive. Vielleicht mache ich ja spaeter einen Thread "Drittes Reich - alles schlechter?" auf ...

Es herrschte sicherlich ein weniger liberaler Umgang wie heutzutage aber ist das denn wirklich nachteilig, wenn Kinder mit etwas mehr Disziplin erzogen werden, wie eben zum Beispiel es heute auch auch Privatshculen/ Kindergärten zu sehen ist?

Das kommt auf die Zielrichtung an.

Subjektiv zumindestens schon.

(bezog sich auf: Kriminalitaet in der DDR)

Mag sein, dass Du sie subjektiv als gering(er) empfunden hast. Das trifft aber keine Aussage ueber ihre objektive Haeufigkeit.

Fakt ist, dass die DDR ihren eigenen Statistiken zu Folge eine vergleichsweise niedrige und trotz schwieriger werdender wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konstante Kriminalitaet aufwies. Wie so oft gilt aber auch hier, dass nicht sein konnte, was nicht sein durfte. Deshalb wurde ein wenig getrickst: und einfache Delikte wie etwa Hausfriedensbruch, Diebstahl oder die unbefugte Benutzung eines Kraftfahrzeuges als Verfehlung und nicht als Straftatbestand ausgelegt - und tauchten so erst gar nicht in der Statistik auf. Rechts motivierte Straftaten wurden ebenfalls unter den sozialistischen Teppich gefegt - obwohl sie durchaus stattfanden (z. B. gab es um die Fussballstadien der DDR eine bluehende Skinheadszene; der Ueberfall von Skinheads auf die Zionskirche waehrend eines "Element of Crime"-Konzertes machte auch international Schlagzeilen). Es gab Drogenkonsum, vor allem in Form von Medikamentenmissbrauch ("Faustan"). Und es gab eine Welle von Selbsttoetungen -meistens mit Gas- die mit einer Haeufigkeit von 30+ je 100.000 Einwohner eine der weltweit hoechsten war - und dazu fuehrte, dass die DDR ab 1961 auf Statistiken zu diesem Thema verzichtete. Schaetzungen gehen davon aus, dass die Zahl noch deutlich gestiegen ist, ab Anfang der 70er ruecklaeufig war und gegen Ende der 70er erneut anstieg.

Man kann sich einig sein, dass das System als solches nicht funktionsfähig ist,(...) Demnach macht es m. M. N. durchaus Sinn die Vor und Nachteile beider Systeme zu erörtern und die gibt es nunmal.

Nein, das ergibt keinen Sinn. Um an einem sehr einfachen Beispiel die Frage nach dem "warum nicht" zu beantworten: Ich mag AFRI COLA, ich mag Himbeerpudding und ich mag Nudelauflaeufe. Aber ich wuerde gewiss nicht dass moegen, was dabei herauskommt, wenn man diese drei Dinge in einer grossen Schuessel miteinander verruehrt.

Die Dinge, die Du als "gut" herausgestellt sehen moechtest, haben in der DDR allein deshalb funktioniert, weil es die "schlechten" Dinge gab, ueber die Du nicht reden magst - ihre Funktion beruhte auf einer Wechselwirkung. Das bedeutet aber eben auch, dass wenn man die "schlechten" Dinge nicht wiederhaben will, es muessig ist, immerfort die "guten" zu loben - sie wuerden nicht mehr funktionieren.

Wenn Dir die sozialen, Bildungs- oder was-auch-immer-Systeme der Bundesrepublik Magenschmerzen bereiten, mach Vorschlaege, wie sie reformiert werden koennen, ohne in den Staatsbankrott zu fuehren (endlose Aufblaehung des Sozialstaates bei voelliger Ignoranz der oekonomischen Leistungsfaehigkeit des Staates) oder gesellschaftliche Schichten gegeneinander auszuspielen ("Reichensteuer"). Aber lass die DDR, wo sie ist und auch hingehoert: im Geschichtsbuch der gescheiterten Gesellschaften.
 
Naja heut ist ja auch bekannt das viel zu schnell Antibiotika verschrieben wird. Vielleicht galt damals die Devise eine Erkrankung erst ienmal mit normalen Mitteln zu bekämpfen, was folglich länger dauert?!

In der DDR wurden afaik noch schneller Antibiotika verabreicht, für viele Krankheiten war gar nichts anderes vorgesehen.
Das Problem: Es gab nur sehr wenig verschiedene - half das rote nicht, probierte man halt grün, half das auch nicht, war die Sache nach n paar Wochen halt ausgesessen.
Aber mit hochwertiger medizinischer Betreuung hat das wenig zu tun, da hatte die DDR die gleichen Defizite, wie in fast allen anderen hochwissenschaftlichen Bereichen, da einem die westlichen Erkenntnisse nicht offenstanden die Leistungen der UdSSR allein nicht wirklich den gleichen Umfang, wie des gesamten Westens hatten - Sozialismus hin oder her. Soviel Potential geht in kapitalisitischer Konkurrenz auch nicht verloren, dass man den prinzipiellen Nachteil hätte aufholen können. (bessere Englischkenntnisse und freier Zugang zu westlicher Literatur wäre eher ne Maßnahme gewesen...)



Nein, das ergibt keinen Sinn. Um an einem sehr einfachen Beispiel die Frage nach dem "warum nicht" zu beantworten: Ich mag AFRI COLA, ich mag Himbeerpudding und ich mag Nudelauflaeufe. Aber ich wuerde gewiss nicht dass moegen, was dabei herauskommt, wenn man diese drei Dinge in einer grossen Schuessel miteinander verruehrt.

Hmm - eigentlich diskutierst du hier aber auf genau umgekehrten Niveau:
Du rührst alle Komponenten der DDR zusammen und kommst aus immer wieder dem gleichen, einzelnen Element (zugegeben ein sehr dominierendes), dass prinzipiell alles Schlecht war.
Nun geb ich dir durchaus recht, dass n Cocktail aus Spreewaldgurken, Afri-Cola und 95% Leuna-Abfällen -also die DDR insgesamt- nicht gerade prall ist, aber wenn man die ganzen Auswirkungen des diktatorischen Regimes abzieht, muss man nur noch die Cola vom Essig trennen und es wird interessant.
Genau das soll hier eigentlich Ziel sein und wenn man z.B. feststellt, dass das Bildungssystem nur Propaganda vermittelt hat, dann lautet der Schluss eben nicht, dass es schlecht war - sondern dann sollte man sich die Frage stellen, wie es das so verdammt erfolgreich hinbekommen hat und ob man dieses Prinzip vielleicht auch zur Vermittlung anderer Inhalte übernehmen könnte.
 
Jetzt mal was anderes in der DDR konnte men nur Studiren wenn man besonders "Linientreu" war.
Unsere Bundeskanzlerin hat da Physik studiert^^ denkt mal drüber nach....
 
Du darfst aber auch nicht vergessen das die Nebenkosten um ein Vielfaches höher sind als früher und ich denke man sollte nicht spontan solchen Phrasen niederschreiben das "Harz 4" Kritik Jammern auf hohem Niveau ist.
Aus eigener Erfahrung (Wohnungssuche vor einigen Wochen und in zwei Wochen Umzug) weiß ich, dass Nebnekosten vorallem eine Sache von verarscht werden ist. Wer nunmal so blöd ist und eine Wohnung mit unverschämt hohen Nebenkosten nimmt: Selbst schuld. Man kriegt auch günstige Nebenkosten. Viele Vermieter verdienen sich daran aber eine goldene Nase. Typische Sache von: Persönliches Pech.

Des Weiteren ändert dieser Punkt auch nichts daran, dass heutzutage die Mehrheit der Deutschen auf grund der wirtschaftlichen Lage von Ängsten, wie Existenzangst und die Angst vor sozialem Abstieg, betroffen ist.
Also >50%? Wo gut 10% sowieso HartzIV kriegen und garantiert nicht davon betroffen sind? Unhaltbare These, mein Lieber, aber ich harre der Belege dafür ;)

Siehe auch Einschränkung der Freiheit durch Präventionsmaßnahmen, wie Biometrische Datenabfrage, Bundestrojaner, Zensur von Internetseiten(Google) etc. Die Menschen nehmen es in Kauf weil Ihnen suggeriert wird, dass sie dadurch sicherer Leben und das ist dann auch der "entscheidende" Punkt.
Womit du indirekt sagst, dass die DDR schlecht war, aber von den Menschen auf ihre positiven Seiten reduziert wird und daher im Rückblick gut wird. Mehr sagen wir ja auch gar nicht :)
 
das Leben für normal Bürger in der DDR war einfach da es nicht viel gab aber Hungern musste niemand und sich vor keine Arbeit haben langweilen auch niemand also war es schon im großen und ganzen gut und eventuell sogar besser als in der BRD zur selben Zeit (subjektiv jedenfalls) (und ich rede von den 80ern) zu der Zeit davor kann ich nicht viel sagen bin erst nach 1980 geboren
 
Also >50%? Wo gut 10% sowieso HartzIV kriegen und garantiert nicht davon betroffen sind? Unhaltbare These, mein Lieber, aber ich harre der Belege dafür ;)
So, hier mal ein paar Links zu der These:
Grundeinkommen, ein Mittel gegen die Existenzangst(sehr interessanter Film zum Onlineschauen)

Generation Existenzangst

zwei drittel der Arbeitnehmer befürchten Auswirkungen auf ihre Arbeitssituation, 42% suchen schon einen neuen Job

Nach 32 Prozent im Dezember fürchten derzeit 37 Prozent der Erwerbstätigen um ihren Arbeitsplatz. Nach 42 Prozent zum Jahresende sorgen sich momentan 49 Prozent der Bundesbürger um ihre Ersparnisse.

Knapp 60 Prozent
der Befragten erwarten eine Verschlechterung ihrer finanziellen
Situation. Fast genauso viele (58 Prozent) befürchten, dass sie im
Alter nicht mehr für Lebensunterhalt und Gesundheitskosten aufkommen
können. Angst um den Job hat jeder Zweite.


Mehr als die Hälfte der Deutschen (55 Prozent) sagt, "ich mache mir Sorgen um meine persönliche wirtschaftliche Zukunft"

Arbeitslose/ Harz4, niedrig Verdiener, befristet angestellte, Zeitarbeiter sind im Übrigen die Gruppen, bei denen die Existenzangst am stärksten ausgeprägt ist, nur mal so. ;)

Womit du indirekt sagst, dass die DDR schlecht war, aber von den Menschen auf ihre positiven Seiten reduziert wird und daher im Rückblick gut wird. Mehr sagen wir ja auch gar nicht :)
Ich habe ja auch nie behauptet das die DDR als ganzes gut gewesen ist. Ich zeige lediglich einzelne Aspekte auf die im Nachinein gesehen gut waren und nach dem sich auch viele zurücksehnen.

@JePe Und der Vergleich zu der NS Zeit hinkt, oder willst du dem DDR Regime die gleiche Intension und die gleichen Greultaten unterstellen?

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Thema "Grundeinkommen" gibt es einen dedizierten Thread - und damit keine Notwendigkeit, auch in diesem Werbung fuer diesen Unsinn zu machen.

Deinen anderen Links ist vor allem eins gemein - naemlich dass sie in Details zu mitunter stark unterschiedlichen Ergebnissen (etwa bei den Prozentangaben) kommen und Themenkomplexe miteinander vermischen, die nichts miteinander zu tun haben. Vielmehr wird hier der plumpe Versuch unternommen, eine aktuelle Krise zu instrumentalisieren und Aengste zu konstruieren, die wahlweise haltlos oder mit den angebotenen Mitteln nicht loesbar sind (der nicht unberechtigten Angst vor Altersarmut -die in der DDR den Normalzustand abgebildet hat- beispielsweise wird ein Grundeinkommen und damit das Wegfallen des wirtschaftlichen Drucks zur Arbeitsaufnahme entgegengehalten: je weniger wir tun und je mehr wir ausgeben, desto besser geht es uns?).

Im Februar-Bericht der GfK faellt die herbeigeredete Krisenstimmung uebrigens deutlich geringer aus.

@JePe Und der Vergleich zu der NS Zeit hinkt, oder willst du dem DDR Regime die gleiche Intension und die gleichen Greultaten unterstellen?

Nein, der Vergleich hinkt kein bisschen - er tut nur weh. Man hat die Uniformen etwas aufgehellt, bei den Fackelmaerschen andere Lieder gesungen und anderen Fuehrern zugewunken sowie die Ideologie im eigenen Sinne neu justiert. Die sozialen Systeme zur Zielerreichung dahinter sind, unbeachtlich der gesteckten Ziele, oft dieselben; ebenso die Koeder der roten und braunen Rattenfaenger. Die von mir verlinkte Studie belegt das wissenschaftlich.
 
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