Die DDR ist zusammengebrochen, die UDSSR genauso. Warum, wenn da alles so toll war?
Hier gehts darum, dass nicht alles toll war, aber einiges
Aber ums kurz zu beantworten: Kapitalistisches Denken in der Bevölkerung und diktatorisches bei der Führung ergibt eben keinen funktionierenden Kommunismus.
Und selbst wenn er funktioniert hätte, hätte er es noch verdammt schwer im direkten Zweikampf mit dem Westen gehabt.
wenn ich mir ansehe, welche läche das ehemalige "Chemiekombinat Bitterfeld" zu DDR-zeiten hatte, und wie viel dieser fläche heutzutage leer steht, dann fragt man sich schon, ob heutzutage wirklich alles besser ist.
Der Umweltschutz auf alle Fälle
wenn man "eingesperrt" ist, will man halt raus, und wenn es die mauer nicht gegeben hätte, würde es die ddr vllt immer noch geben?! wer weiß
Die Mauer wurde errichtet, um die Abwanderung von Bevölkerung (gerade besser ausgebildeter) zu stoppen. Ohne Mauer hätte die Existenz der DDR schon viel früher geendet - oder zumindest die ihrer Bevölkerung oder ihres Wirtschaftsystems

(Je nach anderen repressalien und idealistischer/realistischer Sichtweite der Westdeutschen: für Leute, die deutlich unter dem Bevölkerungsschnitt leben, hätte sich die Einwanderung in ein Land mit dem Sozialsystem der DDR gelohnt, solange es keine Repessionen gibt. Für Leute, die oberhalb leben, hätte sich die Auswanderung gelohnt. Auf die Art wäre die DDR in kurzer Zeit ausgeblutet. Mit Repressalien hätten alle auswandern wollen

)
naja, die autos, welche da verkauft werden müssen liegen schon auf einem sehr hohen niveau. ne golfklasse ist es nicht. sogar autos wie opel vectra oder vw passat betrifft es nicht wenn sie nicht gerade neu gekauft wurden.
Also ich kenn Leute, die mussten ihren 10+ Jahre alten Bora an n Familienmitglied "verkaufen". (günstigerweise in einer Gegend, in der man ohne Auto definitiv keine Chance auf nen Job hat...)
ja, offiziell gab es keine arbeitslosen. allerdings haben in dem von dir angesprochenen chemiekombinat, mal krass augedrückt, 10 leute ein fass geschleppt, was im westen 1 mann mit gabelstabler machte.
Macht unter den Gesichtspunkten des Sozialismus ja auch Sinn: Die 10 Leute sollen eh ihren Anteil der Gesamtwirtschaftsleistung erhalten, sie kosten somit nichts (extra). Der Gabelstapler schon, den kann man also einsparen.
um mal auf hartz4 zurückzukommen.
meine frau verdient halbtags ca. 800€ monatlich.
mein verdienst liegt bei ca. 1600€ monatlich.
dazu kommt das kindergeld für 2 kinder von 328€ monatlich.
macht zusammen 2728€
davon drücke ich ca. 1100€(inklusive nebenkosten) für unser haus ab.
bleiben uns 1628€ zum leben. geht ganz gut.
als hartz4 empfänger
bekäme ich und meine frau 631,80€
für meine 11jährige tochter gibt es 210,60€
für meine 17 jährige tochter gibt es 280,80€
kindergeld 328€
wohnung bezahlt das amt. nur die heizkosten muss ich teilweise und die stromkosten muss ich komplett übernehmen.
macht zusammen 1451,20€ zum leben.
1100€ Wohnung für nen 4 köpfigen Haushalt?
Das wird vermutlich nicht akzeptiert werden, steigert hier aber die Leistungen.
Vielleicht ne ~800€ Wohnung (hängt natürlich auch von der Region ab).
Und das Gehalt ist vor dem Abzug aller laufenden Abgaben (Versicherungen,...) und ihr erhaltet auch keinerlei Steuerrückzahlung, Weichnachtsgeld, Zuschläge, sonstige Leistungen vom Arbeitgeber,...?
Ich kann nicht glauben, was ich hier lese.
Das aus bestimmten individuellen Gründen eine sehr explizite Einstellung zur DDR hast, haben wir ja schon ausdiskutiert
Ich verstehe beim besten Willen nicht, welche Aussage das ueber die DDR trifft? Immerhin ist die ja das Topic.
Das Post gehört noch zu den verschobenen, stellt aber bereits einen Vergleich zwischen den Verhältnissen eines armen DDRlers und eines armen "Ossis" dar.
Bei diesem Schwachsinn, vorgetragen von jemandem, der das, worueber er spricht, maximal aus dem Fernsehen kennt, kann ich wirklich kaum noch an mich anhalten.
Ich geb zu, dass sich meine persönlichen Erfahrungen in Grenzen halten (zu mir waren sie immer nett und ich hab mir das "pöse grüne Männer" auch verkniffen, als sie meine Spielzeugautos auseinandernehmen wollten), aber ich hab genug Geschichten aus erster Hand gehört (und zwar zum überwiegenden Teil von Leuten, die alles andere als Führungs-konform waren), um mir ein Bild zu machen, das aus dem Fernsehen hinausgeht.
Und Lebensumstände, die annähernd denen der letzten Jahre entsprechen, habe ich auch mit ausreichend "Bewußtsein" wahrgenommen.
Wehrerziehung an Schusswaffen, Unterbringung in Ferien- und Wehrlagern mit dem Ziel der systematischen Vereinnahmung des Individuums und Losloesung aus familiaeren Strukturen, reines Predigen von Hass an jeder erdenklichen Stelle und laengst nicht nur im beruehmt-beruechtigten Staatsbuergerkundeunterricht, Fackelzuege nach Nazimuster, das alles und noch viel mehr subsummierst Du mit "idealistischer Einfaerbung"?
vor allem durch Realitaetsferne glaenzt.
Wenn Beobachtungen der Realität noch zu realitätsfern sind...
wirds schwierig.
Aber genau diese Qualitaet von Diskussion ist das Problem, dass auch vom linken Rand aus hemmungslos ausgeschlachtet wird - man nehme erschuetterndes Unwissen, garniere es mit ein paar frechen Luegen und voila! Fertig ist das Arbeiter- und Bauernparadies.
Wem genau möchtest du hier Lügen vorwerfen und kannst du die entsprechenden Beweise vorlegen, dass seine Aussage definitiv eine Lüge war?
*Punktezettel zück*
1. Moderator ehrenhalber?
Moderieren kann jeder, der es kann.
Soziale Sicherheit (fuer diejenigen, die "mitgemacht", mindestens aber "gekuscht" haben - nicht aber fuer staatsfeindliche Elemente, die partout das Denken nicht bleiben lassen wollten).
Interessanterweise sogar für Leute, die ihre Karriere im System damit begonnen haben, eine Teilnahme an der FDJ zu verweigern.
Und da das Allgemeinwissen ueber die tatsaechlichen Lebensumstaende in der DDR erschreckend gering ist, gibt es da einen fruchtbaren Boden, der vom linken Rand aus maessig subtil fleissig bestellt wird.
Man beachte z.B. die Wahlerfolge der Linken in den nicht-mehr-ganz-so-neuen Bundesländern, wo bekanntermaßen besonders viele keine Ahnung über die Lebensumstände in der DDR haben?
Konnte man in der DDR auch gut leben? Aber Hallo. Man konnte unter Erich H. gut leben - so wie unter Josef S., Adolf H. und vermutlich auch Attila dem Hunen. Aber weder trifft das eine Aussage ueber das gesellschaftliche System noch wuensche ich mir deshalb einen der Fantastic Four zurueck.
Ich geb zu, dass ich mir ne Diskussion über die positiven Aspekte der letzten drei unter moderativen Aspekten nicht wirklich wünsche - aber: Ja.
N kleiner Unterschied ist aber noch: Um ganz-gut zu leben, musste man unter E.H. niemanden Umbringen oder sonstwie schädigen. Maximal die Unterstützung verweigern.
Das ist dann doch ein qualitativer Unterschied zum Rest der Liste.
Oh, Danke für diese Bewertung, ich hatte schon befürchtet, als roter Klassenfeind dazustehen, ja, als Stalinist und so weiter dazustehen, womit dieser Beitrag ja als hemmungslos undifferinziert bezeichnet werden würde
Mich wundert, dass noch so wenig Vorwürfe in Richtung idealistisch-getäuscht kamen.
Aber allgemein ist es relativ sinnlos, jemanden in einer Debatte über die DDR als "roten Klassenfeind" zu bezeichnen. Damit würde man ihn ja quasi zum Experten ernennen.
Bürger der ehemaligen DDR die sich heutzutage noch viel an diese Zeiten zurücksehnen, sind doch überwiegend diejenigen die zu DDR Zeiten kaum etwas auszustehen hatten weil sie entweder, wie schon erwähnt, mit dem sozialistischen Strom mitschwammen oder Scheuklappen auf hatten.
Wer jedoch ganz anderer Einstellung gegenüber dem Sozialismus war, der erinnert sich maximal an schöne private Erlebnisse zurück - mehr aber auch nicht.
Es ist aber schon festzustellen, dass es eine recht hohe Anzahl von Leuten gibt, die sich an einige positive (und nicht ausschließlich private) Aspekte zurückerinnern können...
(Zugegeben: Einige dieser positiven Erinnerungen sind zwar nicht privat, aber auch nicht ganz im Sinne des Systems gewesen

)
Und wo ist der ganze Reichtum geblieben?
In den Betrieben, Schulen und und und ist davon leider kaum etwas angekommen.
Zyniker würden sagen: Im Westen.
Festhalten könnte man aber noch, dass es bei einer möglichst gleichmäßigen Verteilung naturgemäß nichts besonders positiv auffällt, wogegen man (gerade bei leichter ideologischer Vorbelastung) bei einem heterogenen System leicht die Tiefpunkte unterschätzen kann.
Um einem Land, dass in der Entwicklung meilenweit hinterherhinkte und mit einem massiven Bremsklotz gestartet ist, eine positive Bilanz im Vergleich zur BRD zu bescheinigen, dürfte es aber sicherlich nicht reichen.
Wurde der Marshall-Plan nicht auch allen Staaten angeboten? Stalin sowie die anderen osteuropäischen Länder wollten daran aber nicht teilhaben.
Stalin wollte daran nicht teilhaben.
Die DDR hatte keine Entscheidungsgewalt

(und die anderen osteuropäischen Länder oft nur eingeschränkt)
Wenn man aber von "Reparationsleistungen" sprichst, dann sollte man bedenken, dass die Verschuldung der heutigen BRD ziemlich vielschichtig aufgebaut ist. 2006 betrug die öffentliche Verschuldung der BRD rund 1500 Mrd Euro. Möchte man das auffschlüsseln, wird man 890 Mrd. für den Bund, 310 Mrd. der alten Bundesländer, 75 Mrd. der neuen Länder, 94 Mrd. der Stadtstaaten, 69 Mrd. der Gemeinden der alten Bundesländer, 14 Mrd. der ostdeutschen Gemeinden und 15 Mrd. Euro aus ERP Sondervermögen.
Die Zahlen habe ich gerade aus dem Statistischen Jahrbuch von 2007 abgetippt.
Als Fazit kann man also festhalten, dass die heutige BRD noch rund 15 Mrd. Euro Schulden aus ERP Sondervermögen aufzuweisen hat. Nun muss man aber noch wissen, dass der offizielle Name des Marshall-Plans im Englischen eigentlich ERP heißt.
Falls du damit darauf hinaus willst, dass die BRD bis heute an den Reparationsleistungen schuftet:
Stimmt so gesehen, aber genau das ist der Unterschied. Die DDR musste Reparation sofort und z.T. in Form von Produktionsmitteln, Infrastruktur,... zahlen (es gibt bis heute Bahnstrecken, entlang derer jeder Bahnhof zwei Bahnsteige hat, jeder Übergang Platz für zwei Züge bietet,... - deren zweites Gleis sich aber in Sibirien befindet), was einen zügigen Start in die zweite Hälfte des 20.Jhd. unmöglich machte. (zumal die großen Industriezentren schon vor dem Krieg eher im Bereich der späteren BRD lagen)
Die BRD darf im Gegenzug mit der Zahlung warten, wenn die Inflation sie in ein Taschengeld verwandelt hat...
Du hast irgentwie schon recht, aber so wie ich davon ausgehe, daßniemand einfach irgentwelche Märchen postet, um darauf seine Argumentation zu stützen, tu ich es selbst auch nicht.
Bei reinen Meinungen mag das klappen (dass reine Meinungen und insbesondere deren Wiederkäuen keine Bereicherung der Diskussion darstellen, hab ich an anderer Stelle ja schon geäußert), aber wenn zwei Leute gegenteilige Aussagen als "Fakten" posten, dann muss wohl einer von beiden Märchen erzählen (beabsichtigt oder unbeabsichtigt) und für eine weitere Diskussion muss mittels Quellen geklärt werden, wer recht hat.
Idealerweise macht das jeder sofort, damit die Sache schlank und die Diskussion flüssig bleibt. Notfalls geht halt der Zweite als leuchtendes Vorbild voran, inbesondere jemand mit eher nicht etablierten Thesen ist da gefragt. (z.B. dass die DDR eine hohe wirtschaftliche Leistung hatte. Ich persönlich würde auf den ersten Blick sagen, dass man das aufgrund des Wirtschaftsystems nichtmal mit dem Westen vergleichen könnte)
Aber ich komme DIR entgegen:
So ists brav
