[Community-Bundestagswahl] Quartal 3 2011

Wenn heute Bundestagswahl wäre welche Partei würdest du wählen?

  • SPD

    Stimmen: 6 10,5%
  • Union

    Stimmen: 5 8,8%
  • FDP

    Stimmen: 2 3,5%
  • Die Linke

    Stimmen: 3 5,3%
  • Piratenpartei

    Stimmen: 18 31,6%
  • Die Grünen

    Stimmen: 13 22,8%
  • Sonstige

    Stimmen: 6 10,5%
  • Enthaltung / gehe nicht wählen

    Stimmen: 4 7,0%

  • Umfrageteilnehmer
    57
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Aber die Grüne sind auch ein No Go... Ein paar Ansätze sind ja ganz ok, aber vieles ist einfach nur utpisch und Wirtschaftschädigend....desweiteren wird man in seinen Freiheiten eingeschnitten durch diese Kasper und ihre Tempolimits :ugly:

Zur Europawahl haben die Grünen haben wegen ihrem Wirtschaftsprogram die Wahlempfehlung der Financial Times Deutschland eingesackt ;)
Und das Tempolimit...
Außerhalb der ländlichen Regionen der neuen Länder, wo gewisse Parteien Autobahnen ins nichts gestellt haben, finde ich ehrlich gesagt selten Bedingungen vor, die eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 80 bzw. 120 erlauben würden. (auch wenn ich persönlich sagen würde, dass 140-150 auch zu machen wären, wenn es ein Limit gäbe)


Habe ich auch gerade erstaunt im Nachtmagazin vernommen, hätte nicht gedacht dass sowas überhaupt mal möglich ist...
(gut, in Berlin kann man sich sowas noch vorstellen) ;)

Zumal Künast bei den Berlinern wohl deutlich schlechter ankommt, als erwartet. D.h. die ganzen "nach Gesicht Wähler", wenden sich von den Grünen ab - und gerade bei den jüngeren Stadtbewohnern stehen Grüne und Piraten da in direkter Konkurrenz.
 
Du wirst lachen, aber wir hatten hier schon mehr bekennende MLPD- denn Reps-Wähler. :)
(d.h. einen ;). Aber iirc hatten wir genau 0, die sich zu irgend einer anderen Partei bekannt haben. Es gibt zwar mindestens 3-4, die die NPD verteidigen und ihre Aufnahme fordern/forderten, aber keiner hat gesagt, dass er sie wählen will. Vermutlich ähnlich wie mit der BILD, die kauft ja auch "niemand")

Ich frag mich allerdings, warum die ganzen "ich will nur protestieren"-Wähler immer zum rechten Rand abdriften. Wenn man seine Stimme einfach nur "nicht den Großen" geben will, gibt es doch ziemlich viel Auswahl - man kann sie für den guten Zweck einsetzen (Tierschützer), man kann sie Politikkritikern/-satirikeren geben (Die Partei), man kann (manchmal, wenn die nicht wieder "keinen Bock" haben) gegen die Gesellschaft als ganzes Stimmen (APPD), man kann einfach nur absurd wählen (die Violetten),...
Aber irgendwie ziehen fast alle Protestwähler die Message "Ausländer haben hier nichts zu suchen" diesen Optionen vor und behaupten hinterher, dass sie das ja eigentlich gar nicht unterstützen würden, und nur protestieren wollen... :schief:
Nun, ohne Werbung für die NPD machen zu wollen, bekommt man ein ganz anderes Bild von ihrer Arbeit und Position, wenn man sie live erlebt, als wenn man über sie aus den Medien erfährt. Da erfährt man nähmlich keine Details oder etwas über politische Ziele, sondern bekommt nur etwas über Neonazis, Gewalttäter usw geliefert. Leuten, die mal zuhören, erschließt sich jedoch etwas ganz anderes. Und Zuhören ist im Osten einfacher, denn da betreibt die NPD echten Wahlkampf.

Die NPD hatte in MV mit 13 Prozent einen höheren Anteil an den unter 30 Jährigen, als die Linke mit 10 %. Mit zunehmenden Alter setzt sich die Linke aber immer deutlicher von der NPD ab.

Die Linke nach Alter:
http://img847.imageshack.us/img847/9192/linkemwalter.jpg

Die NPD nach Alter:
http://img29.imageshack.us/img29/9409/npdmwalter.jpg

Daraus läßt sich entnehmen, daß sich die Linke momentan weniger aus Protestwählern nährt als vielmehr aus ehemaligen Bürgern der DDR. Desweiteren geht man beim Thema "Ausländer" im Osten kritischer vor, als im Westen und die Linke ist ja sehr ausländerfreundlich. Die Grünen (deren hohe Mitglieder fast alle dicke Aktienpakete an den Windenergieunternehmen besitzen) schwimmen dabei gerade auf dem Fail von Schwarz-Gelb, der mit dem Fukushima-Booster zu ungeahnten Höhen führte. Ist aber wieder vorbei. Auch die Grünen sind sehr, sehr, sehr ausländerfreundlich. Die Piraten mußten sich gerade erst etablieren, stolpern aber über Tauss und die Tatsache, daß sie als "Internet-Partei" bekannt ist, die Klientelpolitik betreibt. Bleibt also nur die NPD als wahrhafte Alternative, da Reps unbedeutend und DVU in der NPD.

Im Osten sieht es so aus:
Udo Pastörs wird von einer Schulklasse befragt - YouTube
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich was von Pastörs sehen will, schalt ich X3 und NNN an :ugly:
Die NPD liefert einem ihre Polemik ja "freundlicherweise" in Form von Wahlplakaten/-programmen frei Haus, da muss man sich nicht noch Youtube und andere Medien zu reinziehen.

@Nico: Wenn du der Meinung bist, via Ausschlussverfahren eine NPD-Protest-Wahl begründen zu können, hast du noch einen langen Weg vor dir. Zu letzten Bundestagswahl waren 27 Parteien zugelassen (regional ggf. weniger, aber 20 sollten es überall gewesen sein). Davon hast du jetzt gerade mal sieben ausgeschlossen (eine Reihe davon mit Argumenten, die man nur als ausländerfeindlich bezeichnen kann).
 
Wenn ich was von Pastörs sehen will, schalt ich X3 und NNN an :ugly:
Die NPD liefert einem ihre Polemik ja "freundlicherweise" in Form von Wahlplakaten/-programmen frei Haus, da muss man sich nicht noch Youtube und andere Medien zu reinziehen.

@Nico: Wenn du der Meinung bist, via Ausschlussverfahren eine NPD-Protest-Wahl begründen zu können, hast du noch einen langen Weg vor dir. Zu letzten Bundestagswahl waren 27 Parteien zugelassen (regional ggf. weniger, aber 20 sollten es überall gewesen sein). Davon hast du jetzt gerade mal sieben ausgeschlossen (eine Reihe davon mit Argumenten, die man nur als ausländerfeindlich bezeichnen kann).
Es handelt sich zwar um ein NPD-Video, allerdings geht es nur am Rande um die Partei selbst. Erklärt wird das System.
Z.B. die Abschaffung der geheimen Abstimmung, seit dem die NPD im Landtag ist. In einer geheimen Abstimmung können die Mitglieder des Landttages anonym für NPD-Anträge (unhd die der anderen Parteien natürlich) stimmen. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Allein das beweist eindeutig, daß konstruktive und volksnahe Politik von den Etablierten bekämpft wird.

Auch wird der Einfluss der EU auf die Landtage erklärt. Die EU-Kommission verabschiedet eine Richtlinie. Die muß von den Landtagen nun umgesetzt werden. Stimmt der Landtag jedoch gegen die Umsetzung der Richtlinie, muß er eine Strafe zahlen und die Abstimmung erfolgt erneut. Stimmt der Landtag wieder dagegen, erhöt sich die Strafe und die Abstimmung erfolgt erneut - solange bis die EU-Richtlinie als Landesgesetz vorliegt.
Das schafft jede Demokratie ab, führt ein Parlament ab absurdum.

Allein, das man das nur von der NPD erfährt, macht sie für mich schon zur einzig wählbaren Partei, wie ich es schon in meinem ersten Post in diesem Thread erklärt habe.
 
Nun, ohne Werbung für die NPD machen zu wollen, bekommt man ein ganz anderes Bild von ihrer Arbeit und Position, wenn man sie live erlebt, als wenn man über sie aus den Medien erfährt. Da erfährt man nähmlich keine Details oder etwas über politische Ziele, sondern bekommt nur etwas über Neonazis, Gewalttäter usw geliefert. Leuten, die mal zuhören, erschließt sich jedoch etwas ganz anderes. Und Zuhören ist im Osten einfacher, denn da betreibt die NPD echten Wahlkampf.

Ändert doch aber an den Zielen der Partei nichts. :(
Sie wollen die Demokratie abschaffen, die Ostgebiete zurück haben (was ohne Gewalt nicht möglich ist), sie wollen die Globalisierung bekämpfen (was den deutschen Firmen nicht gefallen wird, da sie ja auch davon profitieren, dass die Welt ihre Produkte kauft), sie wollen alle Ausländer aus dem Land werfen.
Wie soll das alles gehen ohne die Bevölkerung zu unterdrücken, Firmen zu verstaatlichen und Kriege zu führen?
 
Ändert doch aber an den Zielen der Partei nichts. :(
Sie wollen die Demokratie abschaffen, die Ostgebiete zurück haben (was ohne Gewalt nicht möglich ist), sie wollen die Globalisierung bekämpfen (was den deutschen Firmen nicht gefallen wird, da sie ja auch davon profitieren, dass die Welt ihre Produkte kauft), sie wollen alle Ausländer aus dem Land werfen.
Wie soll das alles gehen ohne die Bevölkerung zu unterdrücken, Firmen zu verstaatlichen und Kriege zu führen?
Es ging gerade darum, daß die NPD die einzige Partei ist, die uns erklärt, daß wir gar keine Demokratie haben. Wie also sollte man sie noch abschaffen?

Ostgebiete? Nie davon gehört, daß die NPD dies zum Thema gemacht hat, kann aber gut sein. Warum auch nicht. Die anderen Länder sind da nicht anders.

Globalisierung? Deutsche Firmen haben schon exportiert, als das dieses Wort noch nicht einmal erfunden war. Die Globalisierung hat nur einen Effekt: Sie senkt die Löhne. Sie gehört abgeschafft.

Ausländer raus? In der Tag haben wir zu viele Ausländer, gerade die Kriminellen gehören abgeschoben, so wie es jedes andere Land auch macht.
 
Es ging gerade darum, daß die NPD die einzige Partei ist, die uns erklärt, daß wir gar keine Demokratie haben. Wie also sollte man sie noch abschaffen?

Ich glaube, du weißt nicht genau, was eien Demokratie ausmacht, das ist ja nicht nur die Möglichkeit wählen zu gehen, sondern auch Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, usw.
Die NPD ist daran nicht interessiert.
 
Auch wird der Einfluss der EU auf die Landtage erklärt. Die EU-Kommission verabschiedet eine Richtlinie. Die muß von den Landtagen nun umgesetzt werden. Stimmt der Landtag jedoch gegen die Umsetzung der Richtlinie, muß er eine Strafe zahlen und die Abstimmung erfolgt erneut. Stimmt der Landtag wieder dagegen, erhöt sich die Strafe und die Abstimmung erfolgt erneut - solange bis die EU-Richtlinie als Landesgesetz vorliegt.
Das schafft jede Demokratie ab, führt ein Parlament ab absurdum.

Allein, das man das nur von der NPD erfährt, macht sie für mich schon zur einzig wählbaren Partei, wie ich es schon in meinem ersten Post in diesem Thread erklärt habe.

Allein die Tatsache, dass es die NPD als nicht-Demokratie verkauft, wenn Beschlüsse des demokratisch gewählten Europaparlamentes auch mal umgesetzt werden sollen, zeigt, wie manipulativ die NPD ist und wie wenig Ahnung die NPD und ihre Anhänger von unserer Demokratie haben (bzw. wie sehr sie dazu bereit sind, Unwahrheiten zu verbreiten, um ihre Macht zu steigern) - was sie zur unwählbarsten Partei überhaupt macht.
 
Die NPD hatte in MV mit 13 Prozent einen höheren Anteil an den unter 30 Jährigen, als die Linke mit 10 %. Mit zunehmenden Alter setzt sich die Linke aber immer deutlicher von der NPD ab.

Das liegt einfach an den ganzen alten SED-Mitgliedern, die da noch rumschimmeln. Das wird sich im Laufe der Zeit auf natürlichem Wege erledigen.
 
Genau das ist imho eben nicht Fakt. Nenn doch mal ein paar größere Posten der vergangenen Jahre, in denen nur Deutschland gezahlt bzw. andere erst sehr viel später mitgemacht haben.
Ich meinte das auch nicht so. Ich hab nicht behauptet, das nur Deutschland zahlt. Sobald es aber was zu Zahlen gibt, kommen die ersten "Hier!"-Rufe aus Deutschland. Scheinbar ist man sich bei sowas sehr schnell einig. Warum funktioniert das dann nicht auch bei anderen Dingen? :huh:


Was natürlich stimmt: Deutschland zahlt, gerade bei EU-Sachen, oft am meisten. Aber genau darauf spiele ich eben mit den Exportbedingungen, sprich den internationalen Beziehungen Deutschlands an. Wer die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Erde ist, die größte der EU, das Land, das für sich die meisten Stimmen in internationalen Grämien beansprucht, das diverse Entscheidungen maßgeblich im Interesse der eigenen Wirtschaft hinbiegt, die Nation, die -in Koalition mit Frankreich- fast schon durchregiert, dann muss man eben auch dann Größe zeigen, wenn es ans zahlen geht.

Mag ja sein das wir eine Wirtschaftsmacht sind. Aber ich kann doch nicht beispielsweise die Schulden anderer Länder zahlen, und dann versuchen, dieses Defizit durch Steuererhöhungen an der eigenen Bevölkerung wieder herein zu holen. Das da zwangsläufig Unmut entsteht ist ja nur ein logischer Schritt. Und nun stell dir mal folgendes vor: Es bleibt nicht bei Griechenland. Sondern ein Land nach dem anderen geht vor die Hunde. Deutschland wird wieder zahlen. Denkst du das geht lange gut? Ich denke nicht. Alternativen müssen her! Jeder jammert rum wegen der Wirtschaftskrise. Wenn es aber an Einsparungen geht, dann gibts einen Aufstand. Siehe Griechenland.


Das ist halt das Problem mit den phlegmatischen, egoistischen, deutschen Wählern. Es gab und gibt immer wieder kleinere Parteien, die durchaus neue Wege einschlagen und andere Prioritäten setzen wollen, als die weitere Steigerung des Lebensstandard (z.T. aller, z.T. einiger...) zu Lasten künftiger Generationen. Aber mit Ausnahme der Grünen (und der NPD - wegen ihrer Polemik) hat es in den letzten Jahrzehnten keine dieser Partei geschafft, Aufmerksamkeit zu erregen, einfach weil selbst die Unzufriedenen lieber das "kleinere Übel" unter den beiden großen Parteien wählen, als ihre Stimme einer Partei zu geben, die sowieso keine Regierungsschance hat. So kann Demokratie aber nicht funktionieren bzw. endet im Stillstand (in dem Fall an einer unhaltbaren Stelle...). Das Kleingemüse sollte zwar objektiv betrachtet nie Verantwortung übernehmen, weil es das gar nicht kann, aber es wichtig, um die etablierten Parteien aufzurütteln und auf neue Richtungen aufmerksam zu machen. Ein Volk, dass zu 60-70% (Zweitstimme vermutlich >98%) den Einheitsbrei aus SPD/Union wählt, das teilt den Politikern nunmal mit, dass es diesen Einheitsbrei weiterhin will. Wohin sowas führen kann, sieht man im (imho nahezu reformunfähigen) Zweiparteiensystem der USA. Wir können da noch von Glück reden, das wir wenigstens auf Länderebene noch zwei weitere Parteien mit z.T. stellenweise großem Potential haben.

Da stimme ich dir nur teilweise zu. Bei den Wählern hast du recht. Sturheit oder Scheuklappen. Man weiß es nicht. Einige sollten halt doch mal über den Tellerrand schauen. Hoffen wir mal das die etwas jüngeren Generationen nicht so verbohrt sind.

Zu den Parteien: Ich persönlich bin der Meinung, das gerade viele der älteren Parteimitglieder da einfach zu stur sind, neue Wege zu gehen. Quasi Altersstarrsinn. :ugly: Wir haben damals mal eine Rede im Bundestag live via Internetstream gesehen. Da gehts ja schlimmer zu als an jeder Schule. Einer hällt seine Rede. 1/3 hört zu und grölt mal rein. Der rest liest Zeitung, macht Kreuzworträtsel etc etc... Ganz ehrlich... Solchen Leuten soll ich meine Stimme geben?! :what: Nicht wirklich... Einige würden mal einen verbalen Tritt in den Hintern brauchen. Die Leute die da Reden halten, haben was zu sagen. Allein der Höflichkeit halber sollte man da ja schon zuhören. Genau das ist einer der Gründe warum mich die Otto-Normal-Parteien peripher tangieren. Ein verhalten wie im Kindergarten. Dazu kommen noch die ganzen Wahlversprechen die eh fast niemand mehr einhällt, und noch eine Menge andere Punkte. Kurz ausgedrückt: Es fehlt in unserer Politk an frischem Wind! Vielleicht muss eine andere Generation von Politikern mal das Ruder übernehmen. Es wird nun mal erstmal schlimmer bevor es besser wird.
 
Ich glaube, du weißt nicht genau, was eien Demokratie ausmacht, das ist ja nicht nur die Möglichkeit wählen zu gehen, sondern auch Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, usw.
Die NPD ist daran nicht interessiert.
Hat dir Cem Özdemir das verraten?
Wäre es so, wie du es sagst, dann wäre die NPD verboten...




Allein die Tatsache, dass es die NPD als nicht-Demokratie verkauft, wenn Beschlüsse des demokratisch gewählten Europaparlamentes auch mal umgesetzt werden sollen, zeigt, wie manipulativ die NPD ist und wie wenig Ahnung die NPD und ihre Anhänger von unserer Demokratie haben (bzw. wie sehr sie dazu bereit sind, Unwahrheiten zu verbreiten, um ihre Macht zu steigern) - was sie zur unwählbarsten Partei überhaupt macht.
- Es ist völlig egal, welche Institution die Gewalt eines demokratisch gewählten deutschen Parlaments untergräbt. Es ist verfassungswidrig, die Parteien, die das unterstützen, müssen einem Verbotsverfahren unterworfen werden.

- Nicht das Europaparlament fällt die von den Landes- und Bundesparlamenten umzusetzenden Beschlüssee (EU-Richtlinien), sondern ganz allein die EU-Kommission, auf die wir keinerlei Einfluss haben. Das Europaparlament dient lediglich dazu, eine demokratische Fassade aufrecht zu erhalten, ist aber machtlos. Frag mal die Abgeordneten dort ;)
Somit handelt es sich um eine zweifache Verletzung der demokratischen Grundordnung.

Die EU-Kommission wird nicht gewählt. Und das EP hat nur beratende Funktionen und darf lediglich Vorschläge machen.

Ganz offensichtlich bist du das Opfer von Manipulation und nicht ich.
 
Mag ja sein das wir eine Wirtschaftsmacht sind. Aber ich kann doch nicht beispielsweise die Schulden anderer Länder zahlen, und dann versuchen, dieses Defizit durch Steuererhöhungen an der eigenen Bevölkerung wieder herein zu holen. Das da zwangsläufig Unmut entsteht ist ja nur ein logischer Schritt. Und nun stell dir mal folgendes vor: Es bleibt nicht bei Griechenland. Sondern ein Land nach dem anderen geht vor die Hunde. Deutschland wird wieder zahlen. Denkst du das geht lange gut? Ich denke nicht. Alternativen müssen her! Jeder jammert rum wegen der Wirtschaftskrise. Wenn es aber an Einsparungen geht, dann gibts einen Aufstand. Siehe Griechenland.

Sehe ich komplett anders, habe ich in den entsprechenden Threads auch schon dargelegt:
http://extreme.pcgameshardware.de/w...hr-fuer-die-eu-staatsanleihe.html#post3400892 (wobei Pleitegehenlassen noch direktere Folgen hätte, als Rausschmeißen)
http://extreme.pcgameshardware.de/w...s-hin-gibt-es-einen-ausweg-7.html#post3390874

Zu den Parteien: Ich persönlich bin der Meinung, das gerade viele der älteren Parteimitglieder da einfach zu stur sind, neue Wege zu gehen. Quasi Altersstarrsinn. :ugly: Wir haben damals mal eine Rede im Bundestag live via Internetstream gesehen. Da gehts ja schlimmer zu als an jeder Schule. Einer hällt seine Rede. 1/3 hört zu und grölt mal rein. Der rest liest Zeitung, macht Kreuzworträtsel etc etc... Ganz ehrlich... Solchen Leuten soll ich meine Stimme geben?! :what: Nicht wirklich... Einige würden mal einen verbalen Tritt in den Hintern brauchen. Die Leute die da Reden halten, haben was zu sagen. Allein der Höflichkeit halber sollte man da ja schon zuhören. Genau das ist einer der Gründe warum mich die Otto-Normal-Parteien peripher tangieren. Ein verhalten wie im Kindergarten. Dazu kommen noch die ganzen Wahlversprechen die eh fast niemand mehr einhällt, und noch eine Menge andere Punkte. Kurz ausgedrückt: Es fehlt in unserer Politk an frischem Wind! Vielleicht muss eine andere Generation von Politikern mal das Ruder übernehmen. Es wird nun mal erstmal schlimmer bevor es besser wird.

Aber genau die Auswahl der Politiker ist doch Aufgabe des Wählers.
Solange der die besten Selbstdarsteller wählt, gibt es im Bundestag halt unproduktives schwadronieren, wo selbst Zeitungslesen sinnvoller ist. Gutes Beispiel dafür sind auch immer wieder die "gebrochenen Wahlversprechen". Kaum eine Partei bricht Wahlversprechen. Gerade die vielgescholtene FDP hat in den vergangenen Jahren sogar jede Menge ihrer Versprechen umgesetzt.
Was viele Politiker nicht oder nur eingeschränkt erfüllen, sind die Hoffnungen, die Wähler in ihre Reden projezieren. Aber auch wenn die Wahlkampftexte gezielt darauf ausgelegt werden, dass sich jeder was schönes darunter vorstellen kann: Das ist kein Versagen der Politiker, das ist ein Versagen der Wähler. Wenn ich einer Partei meine Stimme gebe, weil sie "Steuersenkungen" verspricht, dann habe ich hinterher keinen Grund, mich zu beschweren, dass meine Steuern nicht gesunken sind. Hätte ich mich wie ein mündiger Bürger verhalten und zumindest das Wahlprogram derjenigen Partei gelesen, die ich wählen möchte, dann hätte ich gewusst, dass die FDP zwar Entlastungen für Arbeitnehmer befürwortet, dass sie selbst aber Abgabensenkungen für Unternehmen anstrebt. Ersteres ist nur ein "wir werden uns nicht querstellen" - kein Wahlversprechen. Das ist nur letzteres und siehe da: Steuern für Hoteliers gesenkt, Ökosteuer für Unternehmen gesenkt, Sozialabgaben dank Fixpauschalen und Zusatzbeiträgen entfallen zu einem verringerten Teil auf die Arbeitgeber,... . Keine schlechte Bilanz für einen Juniorpartner in einer Koalition, was erfüllte Wahlversprechen angeht.
Aber die Leute jammern, weil sie nicht nach dem Wahlprogram, sondern nach dem schönsten Grinsen gewählt haben. Und sie wundern sich, dass im Bundestag dann vor allem Grinsebacken sitzen :ka:

- Es ist völlig egal, welche Institution die Gewalt eines demokratisch gewählten deutschen Parlaments untergräbt. Es ist verfassungswidrig, die Parteien, die das unterstützen, müssen einem Verbotsverfahren unterworfen werden.

Man kann keine Kompetenzen untergraben, die ein Parlament gar nicht hat. Wenn die NPD der Meinung ist, dass die Kompetenzen der Landesparlamente auch in diesem Bereich über die Ausgestaltung der Vorgaben hinausgehen sollen, dann sind es die NPD-Forderungen, die die Grenzen der Verfassung überschreiten.

- Nicht das Europaparlament fällt die von den Landes- und Bundesparlamenten umzusetzenden Beschlüssee (EU-Richtlinien), sondern ganz allein die EU-Kommission, auf die wir keinerlei Einfluss haben. Das Europaparlament dient lediglich dazu, eine demokratische Fassade aufrecht zu erhalten, ist aber machtlos. Frag mal die Abgeordneten dort ;)
Somit handelt es sich um eine zweifache Verletzung der demokratischen Grundordnung.

Die EU-Kommission wird nicht gewählt. Und das EP hat nur beratende Funktionen und darf lediglich Vorschläge machen.

Ganz offensichtlich bist du das Opfer von Manipulation und nicht ich.

Ehe man andere Leute zu "Opfern" erklärt, sollte man seine eigenen Informationsdefizite beseitigen.
Die Kommission (deren Mitglieder übrigens zu Teilen vom Parlament selbst ernannt werden) erläst keinerlei Beschlüsse und dies auch noch nie gemacht. Sie dient einzig und allein dazu, Vorschläge auszuarbeiten. Die Verabschiedung erfolgt im Rat und Parlament, wobei beide seit dem Vertrag von Lissabon in vielen Gebieten gleichgestellt nebeneinander stehen.
 
Man kann keine Kompetenzen untergraben, die ein Parlament gar nicht hat. Wenn die NPD der Meinung ist, dass die Kompetenzen der Landesparlamente auch in diesem Bereich über die Ausgestaltung der Vorgaben hinausgehen sollen, dann sind es die NPD-Forderungen, die die Grenzen der Verfassung überschreiten.
Wenn es unter Strafe steht, gegen die EU-Richtlinie zu entscheiden, ist die Kompetenz definitiv untergraben. Ob die NPD dieser Meinung ist oder nicht.



Ehe man andere Leute zu "Opfern" erklärt, sollte man seine eigenen Informationsdefizite beseitigen.
Die Kommission (deren Mitglieder übrigens zu Teilen vom Parlament selbst ernannt werden) erläst keinerlei Beschlüsse und dies auch noch nie gemacht. Sie dient einzig und allein dazu, Vorschläge auszuarbeiten. Die Verabschiedung erfolgt im Rat und Parlament, wobei beide seit dem Vertrag von Lissabon in vielen Gebieten gleichgestellt nebeneinander stehen.
Die Realität sieht anders aus. Ich entnehme aus deiner Quelle:



Die Kommission vertritt und wahrt die Interessen der ganzen EU. Sie überwacht die Strategien der EU-Politikbereiche und setzt diese um, indem sie:
  1. dem Parlament und dem Rat Vorschläge für neue Rechtsvorschriften vorlegt;
  2. den Haushaltsplan der EU verwaltet und Finanzhilfen zuweist;
  3. das EU-Recht durchsetzt (gemeinsam mit dem Europäischen Gerichtshof);
  4. die EU auf internationaler Ebene vertritt, z. B. beim Aushandeln von Vereinbarungen zwischen der EU und Drittstaaten.
Das sind definitiv die Aufgaben einer Regierung. Nicht umsonst ist Barosso "Präsident". Damit konzentriert sich die geballte Macht des EU-Apparates auf die EU-Kommission.

Vollkommen allmächtig ist der oberste Sowjet Europas jedoch Gott sei dank nicht. Sieh her, was die uns antun wollen:
Billig-Chinesen: Bau-Gewerkschaft warnt vor Billig-Arbeitern aus China - Wirtschaft - Bild.de
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich sind das Regierungsaufgaben. Aber genauso wie die Bundesregierung sich nach Bundestag und Bundesrat richten muss, muss sich die EU-Kommission nach EU-Rat und -Parlament richten. Legislative gibt vor, die (auch in diesem Fall von ihr ernannte) Exekutive realisiert.
 
Natürlich sind das Regierungsaufgaben. Aber genauso wie die Bundesregierung sich nach Bundestag und Bundesrat richten muss, muss sich die EU-Kommission nach EU-Rat und -Parlament richten. Legislative gibt vor, die (auch in diesem Fall von ihr ernannte) Exekutive realisiert.
Ist dir noch nichts an Punkt drei aufgefallen?
Wenn die Kommission befindet, daß etwas nicht nach EU-Recht läuft, und EU-Recht bäugt nationales Recht, auch die Verfassungen, dann kann sie frei verfügen, was ihrer Meinung nach EU-Recht ist. Dabei ist das EU-Recht sehr schwammig und nicht eindeutig.

Ein Beispiel: Der "Rettungsschrim".

Artikel 125 des Rom-Vertarges (TFEU) sagt, daß es keine "Rettungsschirme" geben darf:
1. The Union shall not be liable for or assume the commitments of central governments, regional,
local or other public authorities, other bodies governed by public law, or public undertakings of any
Member State, without prejudice to mutual financial guarantees for the joint execution of a specific
project. A Member State shall not be liable for or assume the commitments of central governments,
regional, local or other public authorities, other bodies governed by public law, or public undertakings
of another Member State, without prejudice to mutual financial guarantees for the joint execution of a
specific project.

2. The Council, on a proposal from the Commission and after consulting the European
Parliament, may, as required, specify definitions for the application of the prohibitions referred to in
Articles 123 and 124 and in this Article."


Um den "Rettungschirm" dennoch durchzudrücken wurde Artikel 136 TFEU um einen dritten Paragraphen erweitert:
The Member States whose currency is the euro may establish a stability mechanism to be activated if indispensable to safeguard the stability of the euro area as a whole. The granting of any required financial assistance under the mechanism will be made subject to strict conditionality.


Es gilt:
Wenn die Kommission der Ansicht ist, daß Finanzhilfen für ein Land nicht ausschlaggebend für die Stabilität der Euro-Zone sind, so sind sie unzulässig.

Da sich Artikel 125 TFEU und Artikel 136 TFEU Paragraph 3 im Grunde widersprechen, kann die Kommission beliebig verfügen, was EU-Recht ist, da ja prinzipiell beides EU-Recht ist.


Mal am Rande:
Der dritte Paragraph zu Artikel 136 TFEU wurde im sogenannten vereinfachten Verfahren (Schnellverfahren) abgesegnet. Dieses Verfahren ist aber nur dann zulässig, wenn die Kompetenzen der EU durch den zu ratifizierenden Artikel/Paragraphen nicht steigen.
Das sagt Artikel 48 Paragraph 3 des Maastricht-Vertrages (TEU).
The Government of any Member State, the European Parliament or the Commission may
submit to the European Council proposals for revising all or part of the provisions of Part Three of the
Treaty on the Functioning of the European Union relating to the internal policies and action of the
Union.
The European Council may adopt a decision amending all or part of the provisions of Part Three of the
Treaty on the Functioning of the European Union. The European Council shall act by unanimity after
consulting the European Parliament and the Commission, and the European Central Bank in the case
of institutional changes in the monetary area. That decision shall not enter into force until it is
approved by the Member States in accordance with their respective constitutional requirements.

The decision referred to in the second subparagraph shall not increase the competences conferred on
the Union in the Treaties.


Offensichtlich steigert Paragraph 3 des Artikel 136 TFEU aber die Kompetenzen der EU. Das Schnellverfahren ist damit unzulässig. In sofern ist Paragraph 3 des Artikel 136 TFEU ungültig und der Rettungsschirm EFSF/ESM damit unzulässig.

Aber auch hier zeigt sich, daß die Kommission alles so auslegen kann, wie es ihr passt, denn sie könnte ja der Ansicht sein, daß Paragraph 3 des Artikel 136 TFEU die Kompetenzen der EU nicht steigert, sollte jemand auf die Idee kommen, die Kommission auf das Ignorieren des Artikel 48 Paragraph 3 TEU aufmerksam zu machen, was freilich nicht geschehen wird...


Damit ist Punkt drei des Aufgabenbereiches:
"das EU-Recht durchsetzen"
de facto ein Ermächtigungsgesetz.
 
Zuletzt bearbeitet:
EU-Recht ist selten schwammig und eindeutig - es ist Umsetzungsfern. Das ist Absicht, denn die Ausgestaltung obliegt eben den Parlamenten der Staaten/Länder. Und die Kommission kann mitnichten frei entscheiden, was EU-Recht ist. Das geben Parlament und Rat vor und der europäische Gerichtshof entscheidet, was ein Verstoß ist. Die Komission guckt nur, was ein Verstoß ist und erhebt eben im Zweifelsfall Anklage vor Gericht - wie gesagt: Klassische Gewaltenteilung, genau das Gegenteil von Ermächtigungsgesetzen ala Nazis oder Kompetenzüberschreitungen/Machterweiterung, wie deinem Bericht nach von der NPD gefordert.

Zu deinem Beispiel:
Der erste Paragraph macht eine Aussage darüber, was die EU macht.
Der dritte Paragraph macht eine Aussage darüber, was die Euro-Länder machen können.
Der Unterschied im Bezugsrahmen ist eigentlich offensichtlich und macht einen Widerspruch unmöglich. Der Rettungsschirm ist kein EU-Grämium und unterliegt damit auch nicht EU-Recht (sollte er auch nicht, denn Monaco, Vatikan und San Marino sind nunmal nicht EU-, aber Eurostaaten mit eigener Prägung), sondern er ist eine von den Eurostaaten geschaffen Institution.
 
EU-Recht ist selten schwammig und eindeutig - es ist Umsetzungsfern. Das ist Absicht, denn die Ausgestaltung obliegt eben den Parlamenten der Staaten/Länder. Und die Kommission kann mitnichten frei entscheiden, was EU-Recht ist. Das geben Parlament und Rat vor und der europäische Gerichtshof entscheidet, was ein Verstoß ist. Die Komission guckt nur, was ein Verstoß ist und erhebt eben im Zweifelsfall Anklage vor Gericht - wie gesagt: Klassische Gewaltenteilung, genau das Gegenteil von Ermächtigungsgesetzen ala Nazis oder Kompetenzüberschreitungen/Machterweiterung, wie deinem Bericht nach von der NPD gefordert.
In welcher Form die Kommission gegen Verstöße gegen EU-Recht vorgeht, ist irrelevant. Wichtig ist, daß die Kommission entscheidet, wann sie wo vorgeht. Die Gewaltenteilung gibt es nur auf dem Papier; der europäische Gerichtshof hat bisher immer gegen die Volksmassen, dafür aber für Arbeitgeber und sogar Vergewaltiger entschieden.



Zu deinem Beispiel:
Der erste Paragraph macht eine Aussage darüber, was die EU macht.
Lese richtig. Der erste Paragraph verbietet es sowohl der EU, als auch den Euroländern, für Euroländer aufzukommen:
The Union shall not be liable for or assume the commitments of central governments, regional,
local or other public authorities, other bodies governed by public law, or public undertakings of any
Member State, without prejudice to mutual financial guarantees for the joint execution of a specific
project. A Member State shall not be liable for or assume the commitments of central governments,
regional, local or other public authorities, other bodies governed by public law, or public undertakings
of another Member State, without prejudice to mutual financial guarantees for the joint execution of a
specific project.

Deine restliche Argumentation ist damit hinfällig.
 
Ich warte ja gespannt auf die Wahl am 18.9 :D
Keine FDP mehr im Parlament und evtl sogar der Einzug der Piratenpartei ins Berliner Abgeordnetenhaus.
 
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